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Tumorbilder mit Mikrobläschen und Goldnanopartikeln
Ein neues Bildgebungsverfahren für die Tumordiagnostik und -behandlung entwickeln Bochumer Forscher am Lehrstuhl für Medizintechnik: Erstmals kombinieren sie Mikrobläschen und Goldnanopartikel zu einem Kontrastmittel, das nicht nur den Ort eines Tumors anzeigt, sondern auch seine Struktur. Zu Beginn des Jahres 2010 fiel der Startschuss für das Kooperationsvorhaben »ForSaTum«. Ziel ist, neue Konzepte zur Tumorbehandlung zu entwickeln und beschleunigt umzusetzen. Bochumer Forscher um Prof. Dr. Georg Schmitz sind als Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt. Sie erhalten 1,2 Millionen Euro für drei Jahre.
Nachweis tumorspezifischer Kontrastmittel
»Wir entwickeln in unserem Teilprojekt ein Abbildungssystem, das die beiden Verfahren mit Mikrobläschen und Goldnanopartikeln integriert und quantitative Messungen ermöglicht«, so Prof. Schmitz. »Dabei entstehen Bildgebungsverfahren, mit denen wir möglichst geringe Mengen dieser tumorspezifischen Kontrastmittel nachweisen können.« Die mikrometergroßen Gasbläschen werden durch Hüllen stabilisiert, auf denen Moleküle angebracht sind, die sich im Tumorgewebe binden. Akustische Verfahren in der Ultraschallbildgebung machen dieses Kontrastmittel dann sichtbar.
Akustische und photoakustische Verfahren
Das Nachweisverfahren ist so hochgenau, dass es selbst einzelne Mikrobläschen anzeigt. Da der Einsatz auf das Gefäßsystem beschränkt ist, untersuchen die Bochumer Forscher auch photoakustische Verfahren. Hierbei verwenden sie als Kontrastmittel beispielsweise Goldnanopartikel, die tiefer ins Gewebe eindringen und über entsprechende Beschichtungen tumorspezifisch binden. Sie werden mit einem Laserpuls zur Schallemission angeregt. Die im Ultraschallbild dargestellten Echos sollen in Zukunft Auskunft über die physiologischen Vorgänge im Tumorgewebe geben.
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Kurznachrichten
Strahlentherapie: Gelöste Elektronen gefährlicher als freie Radikale?
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Beispiel für Molekülstrukturen, an die Arzneistoffe binden können. Abbildung: Abteilung Medizinische ChemieParasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europäischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen für die Therapie der Tropenkrankheit Bilharziose, die ...
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Heidelberger Wissenschaftler entwickeln Kriterien für die Risikobewertung des Knochenmarkkrebses Multiples Myelom Der Knochenmarkkrebs Multiples Myelom kann einen guten Verlauf nehmen. Eine Abgrenzung der Patientengruppe mit einem geringen Risiko ist der Arbeitsgruppe um Dr. Jens Hillengaß in der ...
Wuppertaler Ärzte entdecken gestörte Nervenversorgung des Herzens
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Speichel- statt Tränen(drüse)…
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Angebote
Forschungsprojekt »Frühdemenz« sucht Betroffene für Interviews
Rund 1,5 Millionen Männer und Frauen leiden in Deutschland an Demenz. Experten schätzen sogar, dass sich die Zahl der Patientinnen und Patienten in den kommenden 40 Jahren verdoppelt. Trotzdem ist Demenz immer noch ein Tabuthema. Darunter leiden die Betroffenen, die Krankheit schränkt nicht nur ihre Lebensqualität ein, sie isoliert sie auch noch. Gerade zu Beginn bestimmen Angst und Unsicherheit das Leben der Erkrankten.
Die Lebenssituation der Betroffenen erforschen Prof. Dr. Gaby Lenz und Prof. Dr. Marita Sperga vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit. Für ihr Forschungsprojekt »Frühdemenz« suchen sie Betroffene und Angehörige, die Auskunft darüber geben, wie sie die Situation erleben, wenn die Krankheit beginnt.
»Wir suchen Menschen, die sich Sorgen um ihr Gedächtnis oder das Gedächtnis ihres Angehörigen machen, wenn z.B. Namen und Begriffe nicht mehr so leicht einfallen oder wichtige Gegenstände an ungewöhnlichen Orten wiedergefunden werden«, erklärt Prof. Dr. Gaby Lenz.
Wer zu einem Interview bereit ist, kann sich unter der Telefonnummer 0431 210-3091 melden.
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Klinische Forschung
T-Helferzellen umprogrammieren – Neue Therapieoptionen gegen Asthma und Allergien
Berlin, 14. Januar 2010 – Bei der Abwehr von Krankheitserregern durch das Immunsystem spielen bestimmte weiße Blutkörperchen eine zentrale Rolle. Die so genannten T-Helferzellen (Th-Zellen) spezialisieren sich nach ihrer Aktivierung, je nachdem, ob sie etwa Viren, Bakterien oder Parasiten bekämpfen sollen. Manche haben gleichzeitig Allergie verstärkende Eigenschaften und können auch Asthma mit verursachen. Bisher gingen Forscher davon aus, dass die Prägung von Th-Zellen auf einen bestimmten Erregertyp unwiderruflich sei. Nun konnten Immunologen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) erstmals zeigen, dass sich diese Zellen umprogrammieren lassen. Die Entdeckung eröffnet neue Optionen zur Therapie von Asthma, Allergien und anderen immunologischen Erkrankungen.
Wenn Krankheitserreger in den Organismus eindringen, aktiviert dies die Th-Zellen und prägt sie auf …
Gesundheitspolitik
Mehr Transparenz bei der Veröffentlichung klinischer Studien gefordert
Berlin – »Wir brauchen dringend mehr Transparenz bei der Veröffentlichung klinischer Studien. Zu oft werden die Ergebnisse von der Pharmaindustrie zu spät bekannt oder überhaupt nicht publiziert. Es ist deshalb richtig und wichtig, dass sich das Bundesgesundheitsministerium für eine schnelle Veröffentlichung von Studienergebnissen bei der Arzneimittelforschung einsetzen will«, sagte der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, bei einem Symposium der AkdÄ im Rahmen des 34. Interdisziplinären Forums der Bundesärztekammer in Berlin. Ludwig warnte …
Indikation/Therapie
Laparoskopische Nierentumorentfernung auf dem Vormarsch
Kleiner Eingriff mit großer Wirkung – Bei einem Nierentumor muss heute nicht mehr das ganze Organ entfernt werden
Hamburg, 26. Februar 2010. Patienten mit einem Tumor an der Niere, bei denen nur ein Teil des Organs entfernt wird, haben ebenso gute Prognosen wie jene, bei denen die Niere komplett entfernt wird. Das zeigen jüngste klinische Erfahrungen, über die Experten der Asklepios Klinik Barmbek in der Fachzeitschrift medtropole für niedergelassene Ärzte berichten. Zudem sind minimal invasive Operationen auf dem Vormarsch. Für die Patienten bedeutet dies zum einen eine schonendere Operation, zum anderen behalten sie ihre volle Nierenfunktion.
Erhaltung statt totale Entfernung ist das Motto, wenn es heute um die Behandlung eines Tumors an der Niere geht. Meist erfolgt der Eingriff mit
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Weiterbildung/Universitäten
Neuer Genort für Vorhofflimmern entdeckt: Ansatzpunkt für innovative Therapien
Vorhofflimmern ist eine chronische Rhythmusstörung des Herzens, die etwa eine Million Menschen in Deutschland betrifft. Die Störung ist zwar nicht akut lebensbedrohlich, erhöht jedoch das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Demenz erheblich. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des AFNET-Wissenschaftlers Privat-Dozent Dr. Stefan Kääb, LMU München, in einer genomweiten Assoziationsstudie einen neuen Genort identifiziert, der das Risiko für Vorhofflimmern signifikant beeinflusst.
Dieser steht in funktionellem Zusammenhang zu einem Kalium-Kanal, der bei der Erregungsbildung des Herzens eine Rolle spielt. »Die Kenntnis dieses Zusammenhangs ermöglicht es uns, gezielt neue Wirkstoffe zu entwickeln, die Vorhofflimmern behandeln können«, erläutert Kääb. Die Meta-Analyse, in der das Genom von …
Woanders gelesen
Dendritische Zellen – Nicht alle erkennen Viren
Um uns vor Viren, Bakterien und Parasiten zu schützen, sind die Immunzellen unseres Körpers mit verschiedenen Abwehrsystemen ausgestattet. Wissenschaftler des MPI für Biochemie und der Biotech-Firma Bavarian Nordic GmbH in Martinsried haben jetzt erstmals eine hochspezialisierte Familie der Abwehrzellen auf Ebene ihrer Proteine untersucht. »Zu unserer Überraschung erkannten wir, dass nicht alle Mitglieder der dendritischen Zellfamilie Krankheitserreger wie Viren erkennen können«, erläutert Christian A. Luber, Wissenschaftler am MPI für Biochemie. »Dieses Verhalten konnten wir allein aus ihrer Proteinausstattung vorhersagen.« Die Arbeit wurde jetzt in »Immunity« publiziert …

