Weblog & Magazin für medizinische Forschung, Innovation und Praxis

Therapien gegen den Thrill im Ohr

Dieser Artikel wurde am 24. Juli 2007, 19:48 von FG erstellt, und 43 Mal gelesen. | Kategorie: Indikation/Therapie, Klinische Forschung, Kurznachrichten, TOP-NEWS

Prof. Sven TönniesWuppertal (hn) – Ständiges Piepen im Ohr in unserer stressgeplagten Umwelt von Büro bis Alltag ist sehr enervierend. Manche Menschen stehen kurz vor dem Burnout oder verfallen in Depressionen und Panikattacken, wenn hohe Töne zu Dauergästen werden. Der Kreislauf von permanenter Reizüberflutung lässt keine Lücke für Ruhe, Entspannung und wohltuende Stille. Forscher der Universität in Hamburg fanden jetzt heraus, dass eine Photostimulation mit Lichtbrillen die Beschwerden eindämmen kann.

Prof. Sven Tönnies testete 17 Personen, die seit 10 Jahren an Tinnitus litten. Nach der Behandlung mit der Photostimulation war die Wahrnehmung der lästigen Geräusche auf ein Minimum reduziert, und die Patienten fanden zu ihrer alten Lebensqualität zurück. Visuelle Stimulationen versetzen den Patienten in eine andere Welt ohne störende Ohrgeräusche. Lichtreize, die in Form von Impulsen mit Niederfrequenzen die Hirnaktivität durchfluten, haben die Eigenschaft, den Gepeinigten in tiefe Entspannung fallen zu lassen. Die Photostimulation ermöglicht es Patienten, mittels einer Spezial-Brille Lichtmuster zu sehen. Die kleinen Leuchtdioden in der Brille provozieren das Gehirn mit Lichtblitzen und animieren es dazu, sich mit den Farbenspektren zu beschäftigen. Die sichtbaren Effekte distanzieren den Patienten von den lästigen Ohrgeräuschen und lenken die Konzentration um.

Pressekontakt:
Deutsche Tinnitus Liga e. V. (DTL)
Am Lohsiepen 18
42369 Wuppertal
Tel. 0202 / 24 65 20
dtl@tinnitus-liga.de
www.tinnitus-liga.de

Tinnitus Therapie Zentrum (TTZ) Krefeld
Deutscher Ring 90
47798 Krefeld
Tel. 02151/978856
info@t-t-z.de
www.tinnitus-therapie-zentrum.de

Tags: ,

Keine Kommentare möglich.