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Betriebswirtschaft und Psychotherapie

Dieser Artikel wurde am 27. November 2007, 22:00 von FG erstellt, und 27 Mal gelesen. | Kategorie: Indikation/Therapie, TOP-NEWS

thieme.giffzm - Viele Psychotherapeuten engagieren sich nebenher oder in einem späteren Abschnitt ihrer Laufbahn in Tätigkeitsfeldern, die nichts mit »Heilbehandlung« zu tun haben. Dazu gehören in erster Linie berufsbezogene Beratung einzelner Fachleute oder Führungskräfte (Coaching), Beratung von Arbeitsteams (Teamberatung) und Beratung von Organisationen, wenn diese bei sich wandelnden Umweltanforderungen ihre Abläufe und Strukturen verändern wollen (Organisations- und Unternehmensberatung). Weitere Einsatzgebiete sind Fallsupervision anderer Fachkollegen sowie Teamsupervision psychotherapeutisch ausgerichteter Versorgungsteams.

Ein Schwerpunktheft der Zeitschrift »PiD Psychotherapie im Dialog« (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2007) zeigt auf, wie die eigenen psychotherapeutischen Kompetenzen in diesen anderen Arbeitsfeldern nutzbar gemacht werden können. Ebenso wichtig ist die Frage, wie psychotherapeutisches Wissen im Kontext von Organisationen auch schädlich sein kann – dann nämlich, wenn die Perspektive vorschnell verengt wird, wo der Blick eigentlich weiter gestellt bleiben müsste. Wer die Wanderwege seiner Patienten durch das regionale Versorgungsnetz studiert, bevor sie den Weg zu ihr/ihm fanden oder nachdem die Therapie zu Ende war, kann sich selbst als Teil eines größeren institutsübergreifenden Organisationszusammenhangs begreifen. In diesem Sinne kann Coaching und Organisationsberatung auch in psycho-sozialen Einrichtungen helfen, die Rahmenbedingungen für die psychotherapeutische Arbeit im Einzelfall zu verbessern. Dann stellt man sich vielleicht die Frage: Wie viel Psychotherapie steckt im Coaching und wie viel Coaching in der Psychotherapie?

Psychotherapie und betriebliche Organisationsprozesse: Chancen und Risiken der Grenzgängerei.
PiD Psychotherapie im Dialog 2007; 8 (3):
S. 205-206. Editorial

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