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Männer wollen gesund erscheinen

Dieser Artikel wurde am 17. Januar 2008, 06:38 von FG erstellt, und 70 Mal gelesen. | Kategorie: Gesundheitspolitik, Kurznachrichten

65+Nicht-verheiratete oder geschiedene Männer entwickeln sich im Alter zu einer Hochrisikogruppe, die männergerechte Unterstützung mehr denn je benötigen. Männer verfügen nämlich über weniger persönliche Ressourcen zur Unterstützung und beanspruchen weniger häufig professionelle Hilfe als Frauen. Aus einem Aufsatz in der Zeitschrift »Suchttherapie« (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2007) geht hervor, dass im Mental Health Bereich die geschlechtsspezifischen Unterschiede noch ausgeprägter sind.

Der Grund für diese Unterschiede liegt in der Orientierung an der männlichen Geschlechtsrolle, welche die Annahme von Hilfe vermeidet. Eine weitere Ursache liegt darin, dass es keine speziell auf Männerbedürfnisse zugeschnittenen Therapieformen gibt. Das gilt auch für die Bereiche Alkohol- und Drogensucht. Neue Therapiekonzepte müssen entwickelt werden, welche die Inanspruchnahme von Hilfe als ein Akt von Stärke erscheinen lässt. Werbestrategen könnten dabei behilflich sein. In England wurde ein Gesundheitsförderungsdienst in einem Fußballstadion eingerichtet und die Terminologie der Gruppen- und Informationsarbeit dem Fußballjargon entlehnt.

H. Klingemann:
Männer in kritischen Lebenslagen: Analyse und Ansätze für Behandlung und Prävention.
Suchttherapie 2007; 8 (3); S. 95-102

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