Weblog & Magazin für medizinische Forschung, Innovation und Praxis

Gemeinsam Parasit(os)en bekämpfen…

Dieser Artikel wurde am 25. September 2008, 01:25 von François G. erstellt, und 139 Mal gelesen. | Kategorie: Kurznachrichten
Toxoplasmoseträger Katzen
Parasitosen wie Toxopasmose – Toxoplasmoseträger sind oft Katzen.

Erfolgreicher Parasitosen zu bekämpfen, haben sich deutsche und japanische Wissenschaftler auf die Fahnen geschrieben. Eine interdisziplinäre Aufgabe für Human- und Veterinärmediziner:

Einzellige Parasiten, so genannte »Protozoen«, und deren Gefährlichkeit für die Gesundheit von Mensch und Tier stehen im Mittelpunkt eines internationalen wissenschaftlichen Symposiums, das vom Donnerstag, dem 25. September, bis Samstag, den 27. September 2008, im Hörsaal der Universitäts-Hautklinik in der von-Siebold-Straße 3 stattfindet. Experten aus Japan und Deutschland erörtern die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan in der Bekämpfung von Erkrankungen durch Parasiten (Parasitosen). Themen sind die Biologie und Verbreitungswege von Parasiten, die durch sie hervorgerufenen Erkrankungen und deren Diagnose und Bekämpfung sowie die Entwicklung neuer Medikamente. Die Leitung der Veranstaltung haben PD Dr. Carsten Lüder und Prof. Dr. Uwe Groß aus der Abteilung Medizinische Mikrobiologie der Universitätsmedizin Göttingen.

Thema eines anschließenden Satellitensymposiums am Samstag, dem 27. September 2008, ist die so genannte Toxoplasmose. Diese Erkrankung gehört in Deutschland zu den häufigsten Parasitosen. So kann eine Infektion mit Toxoplasmose während der Schwangerschaft zu erheblichen Schädigungen des ungeborenen Kindes führen. Experten diskutieren die Frage, wie die Toxoplasmose vermieden werden kann und wie Erkrankung und Verlauf sicher diagnostiziert werden können. Ein Göttinger Projekt zu diesem Thema wird mit 380.000 Euro vom Bundesminsterium für Bildung und Forschung gefördert.

16th Japanese-German Cooperative Symposium on Protozoan Diseases including TOXONET Satellite Symposium
Donnerstag, 25. September 2008, bis Samstag, 27. September 2008, jeweils von 8:45 Uhr bis 17:30 Uhr
Großer Hörsaal der Hautklinik, Von-Siebold-Str. 3, 37075 Göttingen

Die enormen Herausforderungen der durch Protozoen hervorgerufenen Infektions-erkrankungen sind nur durch intensiven wissenschaftlichen Austausch und Zusammenarbeit zu meistern.

»Wir wollen die traditionell guten wissenschaftlichen Beziehungen auf dem Gebiet der Mikrobiologie und Parasitologie zwischen Japan und Deutschland nutzen, um gemeinsam die Bekämpfung von einzelligen Krankheitserregern voranzubringen«, sagt PD Dr. Lüder.

Naturwissenschaftler, Mediziner, Veterinäre und Epidemiologen referieren aktuelle Erkenntnisse über einzellige Parasiten von Mensch und Tier, um neue Lösungsansätze für die Bekämpfung dieser Gruppe von Infektionen zu entwickeln.

Einzellige Parasiten, so genannten Protozoen, überleben auch in den gemäßigten Klimazonen Europas mit hohen Entwicklungs- und Hygienestandards. Und sie stellen eine erhebliche Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier dar. Durch internationalen Güterverkehr, zunehmende Reisetätigkeit und Auslandseinsätze rückt die Welt außerdem auch infektionsbiologisch immer mehr zusammen. Und nicht zuletzt der weltweite Klima-wandel könnte zur Ausbreitung von Parasitosen in vorher nicht betroffene Regionen beitragen.

PRESSE- und FOTOTERMIN
Freitag, 26. September 2008, 14:30 Uhr
Foyer Großer Hörsaal Hautklinik, Von-Siebold-Str. 3, 37075 Göttingen
Zugang Ecke Kreuzbergring 57 / Am Vogelsang
PROGRAMM: Ein ausführliches Programm des Symposiums ist hier nachzulesen.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
PD Dr. Carsten Lüder
Abteilung Medizinische Mikrobiologie
Tel. 0551-39-5869, Fax: 0551-39-5861
clueder@gwdg.de
Prof. Dr. Uwe Groß
Direktor Abteilung Medizinische Mikrobiologie
Tel. 0551-395801, Fax: 0551-395861
ugross@gwdg.de

Tags: ,

Keine Kommentare möglich.