Weblog & Magazin für medizinische Forschung, Innovation und Praxis

Omega-3-Fettsäuren nach Herzinfarkt ohne Wirkung

Dieser Artikel wurde am 18. April 2009, 17:54 von François G. erstellt, und 46 Mal gelesen. | Kategorie: Klinische Forschung

75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 16. bis 18. 4. 2009, Mannheim
Mannheim, Freitag, 17. April 2009Die Behandlung mit Omega-3-Fettsäuren nach einem Herzinfarkt bringt keinen messbaren Nutzen. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie von Prof. Dr. Jochen Senges (Ludwigshafen) zum Thema »Fischöl und die Prognose nach einem Herzinfarkt«, die auf der 75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vorgestellt wurde.

Die Doppelblind-Studie untersuchte 3827 Herzinfarkt-Patienten aus 104 Zentren in Deutschland. Die Studienteilnehmer erhielten eine Leitlinien-gerechte Infarkttherapie, eine Gruppe wurde zusätzlich mit hochgereinigten Omega-3-Fettsäuren behandelt.
Fazit: Bezüglich plötzlichem Herztod (primärer Endpunkt), Gesamtsterblichkeit, nicht-tödlichem neuerlichem Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmus-Störungen und Bypass oder Katheter-Intervention (sekundäre Endpunkte) ließ sich kein signifikanter Einfluss der Omega-3-Fettsäuren feststellen.
In Mannheim werden von 16. bis 18. April 2009 mehr als 7000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern erwartet.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Pressestelle
Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 600 692 – 61; E-Mail: limberg@dgk.org
Roland Bettschart, Birgit Kofler; B&K Medienberatung
Pressezentrum am Kongress: 0621-41065003; mobil 0043 676 6356775

Tags: , ,

2 Kommentare
Kommentar hinterlassen...?! »

Neueste Kommentare zuerst...
  1. Guten Tag Herr Dr. Hohmann,
    herzlichen Dank für Ihre Anmerkungen.
    Wir haben ja eine Kontaktadresse am Ende des Artikels genannt. Darüber sollten Sie ausführlicher Info erhalten können.
    Als vorschnelle oder gar pauschale Absage an Omega-3-Fettsäuren ist unsere Berichterstattung zur Studie weder geeignet noch gewollt.
    Vielleicht ist Ihnen ja auch die genannte Jahrestagung eine Reise wert, um zum Thema mit kompetenten Kollegen ins Gespräch zu kommen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihre DZKFblog-Onlineredaktion

  2. Es fehlen im Zitat Angaben zur Dosierung und der Spezifizierung in DHA und EPA.
    »Hochgereingt« sollte selbstverständlich sein, ist per se aber kein ausreichendes Qualitätskriterium.
    Leider ist mir die Studie nicht zugänglich. Eine pauschale Absage an die Omega-3-FS sollte nicht vorschnell erfolgen.