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Methadon als neuer Ansatz gegen Hirntumoren

Dieser Artikel wurde am 2. Oktober 2009, 15:28 von François G. erstellt, und 75 Mal gelesen. | Kategorie: Kurznachrichten
Dr. Claudia Friesen (Foto Uniklinikum Ulm)
Dr. Claudia Friesen (Foto Uniklinikum Ulm)

Forscher untersuchen molekularen Wirkmechanismus
»Patienten mit bösartigen Hirntumoren haben trotz der stetig intensivierten Therapien weiterhin eine schlechte Prognose«, so die Leiterin des Forschungsprojekts Dr. Claudia Friesen. Sie arbeitet im Team von Professor Dr. Erich Miltner, Ärztlicher Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Ulm.

Hirntumoren werden derzeit in erster Linie operativ entfernt und bestrahlt. Ärzte setzen aber auch Chemotherapien gegen diese Krebsform ein. Zu Beginn der Behandlung sprechen die Patienten meist gut auf die Medikamente an. Allerdings treten nach einiger Zeit oft Resistenzen gegenüber dem Wirkstoff auf: Der Tumor wächst weiter und kann nicht mehr bekämpft werden. Zusätzlich leiden diese Patienten sehr stark unter den Nebenwirkungen der hochdosierten Chemotherapeutika.

Erste Hinweise auf einen neuen Therapieansatz gegen Hirntumoren erhielt das Team von Friesen aus der Leukämieforschung: Methadon, ein Opioid, das bei Heroinabhängigen gegen Entzugserscheinungen eingesetzt wird, wirkt schädigend auf bösartig veränderte Blutzellen.

»Entscheidend ist, dass gesunde Blutzellen durch Opioide nicht zerstört werden«, erläutert Friesen die Vorteile der Therapie.

Als Opioide bezeichnet man eine Gruppe unterschiedlichster Wirkstoffe, die an verschiedenen Stellen im Körper die Schmerzwahrnehmung unterdrücken. Deshalb werden sie normalerweise in der Schmerztherapie und der Anästhesie eingesetzt.

»Opioide wie Methadon sind in der Lage, auch Hirntumoren zu zerstören«, berichtet Friesen. Erste Ergebnisse zeigen, dass insbesondere eine gleichzeitige Gabe von Methadon und einem Chemotherapeutikum sehr erfolgversprechend sein könnte.

Einerseits wird so der programmierte Selbstmord der Tumorzellen ausgelöst, ohne gesunde Zellen anzugreifen. Andererseits macht Methadon Tumorzellen, die gegen Chemotherapie und Bestrahlung resistent geworden sind, wieder für die Behandlung empfindlich.

Ziel des Forschungsprojekts in Ulm ist es, bessere und wirkungsvollere Therapien gegen Hirntumoren zu entwickeln. Neben Methadon testen die Forscher weitere Opioide auf ihre Wirksamkeit. Darüber hinaus sollen ihre Arbeiten mehr Aufschluss darüber geben, wie Opioide Resistenzen gegen eine Chemotherapie überwinden können.

Dr. Claudia Friesen und ihre Mitarbeiter wollen anschließend in einer klinischen Studie untersuchen, welche Opioide sich besonders gut für die Krebstherapie eignen und welche biologischen Mechanismen für die Wirkung verantwortlich sind. Geplant ist zudem eine Studie mit Hirntumor-Patienten, in der insbesondere die genaue Dosierung und die Verträglichkeit überprüft werden soll.

Info: Hirntumoren
In Deutschland erkranken jährlich etwa 5.500 Menschen neu an einem bösartigen Hirntumor. Am häufigsten tritt diese Krebserkrankung bei Menschen über 60 Jahren auf. Ein weiterer Altersgipfel liegt im Kindesalter. Ursachen für die Entstehung sind nicht bekannt. Operation und anschließende Bestrahlung sind die wichtigsten Behandlungsformen. Auch der Einsatz von Chemotherapeutika ist möglich. Hirntumoren gehen von der Gehirnsubstanz selbst aus, von den Hirnhäuten, den Hirnnerven oder der Hirnanhangdrüse. Von den Hirntumoren müssen die Gehirn-Metastasen unterschieden werden, die sich als Tochtergeschwülste von Krebserkrankungen anderer Organe in das Gehirn absiedeln.
Der blaue Ratgeber »Gehirntumoren« kann kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, bestellt werden. Der Ratgeber steht zudem im Internet unter www.krebshilfe.de auch als PDF-Datei bereit.

Mehr Informationen: Unilklinilum Ulm

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2 Kommentare
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  1. Beste Steven,
    ..erg vervelend wat er jou is overkomen. Helaas mogen wij geen medische adviezen geven. Op het blog staan veel artikelen die je natuurlijk graag kunt raadplegen, maar ik adviseer vooral dit thema met je artsen te bespreken. Ik ben ervan overtuigd dat de kwaliteit van de artsen en de gezondheidszorg in Nederland goed zijn. Dat wil echter niet zeggen dat alles altijd goed gaat, helaas… maar waar.
    Ik wens je veel sterkte en beterschap toe.
    Met vriendelijke groeten

    Lieber Steven,
    .. es tut uns Leid was Ihnen da passiert ist. Leider dürfen wir keine medizinische Empfehlungen geben. Auf unserem Blog findet sich natürlich sehr viel an Informationen von den unterschiedlichsten Universitäten, Organisationen (Kontaktadressen sind immer angegeben!) etc., welche Sie gerne für sich nutzen dürfen, aber es ist vor allem empfehlenswert es mit Ihrem Arzt zu besprechen. Die Qualität der Ärzte in Holland ist unzweifelhaft gut, trotzdem ist das nie eine Garantie dass alles immer auch gut geht. Wir wünschen jedenfalls alles Gute und gute Besserung

    Herzliche Grüße
    Francois Geelen

  2. bin auch an einen hirntumor operieriert es war ein zweifelhafter tumor der sowohl still kann stehen ode rauch wieder nachwachsen das ist i bei mir passiert wollte jedoch bei meiner lebzeit von 68 nicht nocheinmal das risiko eingehen mich einer weiteren operation unterstellen hierraufhin riet man mir zu einer punktbestrahlung wo extra eine passende maske fuer meinen kopf angefertigt wurde und 4 wochen spaeter bekam ich schwere epilletische anfaelle mus nun hiefuer viel medikamente einnehmen ich hoerte was von eine kombination von methadon und chemeotherapeutikum soll helfven wer weiss darueber bescheid??? steven aus amsterdam