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Epidemie verantwortlicher EHEC Keim O104 erfolgreich mit kaltem Plasma behandelt

Dieser Artikel wurde am 25. Juni 2011, 17:58 von François G. erstellt, und 561 Mal gelesen. | Kategorie: Kurznachrichten
Prof. Steinmetz (hinten) und Dr. Ehlbeck bei den Versuchen im S3 Labor
Prof. Steinmetz (hinten) und Dr. Ehlbeck bei den Versuchen im S3 Labor

Vielversprechende Ergebnisse liefern Greifswalder Wissenschaftler auch bei den neuesten Untersuchungen zur Inaktivierung des aggressiven EHEC Keims O104.

Das Besondere an den Forschungsarbeiten ist, dass hier mit dem für die aktuelle Epidemie verantwortlichen Stamm EHEC O104, der auch in Greifswald bei erkrankten Patienten vorkommt, gearbeitet wurde.
»In unseren Versuchen mit dem INP Greifswald konnten wir zeigen, dass auch der besonders virulente EHEC-Stamm O104 erfolgreich inaktiviert werden kann«, erklärt Prof. Steinmetz vom Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universitätsmedizin Greifswald. »Diese Technologie hat das Potenzial, Nahrungsmittel sicherer zu machen und so das Risiko von lebensmittelverursachten Epidemien zu reduzieren« so Steinmetz weiter.

Derartige Experimente können nur in einem mikrobiologischen Labor der Sicherheitsstufe S3 durchgeführt werden. Ein Labor dieser Ausstattung ist im Bereich Humanmedizin in Mecklenburg Vorpommern nur am Friedrich Loeffler Institut für Medizinische Mikrobiologie in Greifswald vorhanden.

Dr. Ehlbeck, Plasmaphysiker am INP Greifswald; »Nachdem wir bereits vor einigen Tagen die Inaktivierung des EHEC-Stamm O157 anhand von 5 unterschiedlichen bei uns im Institut entwickelten Plasmaquellen demonstriert hatten, konnten wir diese Versuche jetzt in Zusammenarbeit mit Prof. Steinmetz an O 104 fortführen«.

Für Rückfragen:
Prof. Dr. med. Ivo Steinmetz
Friedrich Loeffler Institut für Medizinische Mikrobiologie
Universitätsmedizin Greifswald KdöR
Tel: 03834 86-5560

Dr. Jörg Ehlbeck
Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.
Tel: 03834 554-458

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2 Kommentare
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  1. Vielen Dank für Ihren Kommentar, Herr Wendt.
    Ihr letzter Satz beschreibt zweifellos machbare Szenarien. Dem dürften die meisten Verbraucher auch zustimmen.
    Was Ihre anderen Fragen angeht, so wenden Sie sich besser an die o. g. Ansprechpartner der genannten Institute.
    Die können Ihnen solche Fragen am kompetentesten beantworten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die DZKF-Onlineredaktion

  2. Nun denn, mit kaltem Plasma lassen sich Keime abtöten … aber was geschieht sonst noch bei dieser Prozedur? Ich kann mir wirklich nicht denken und es widerspricht wissenschaftlicher Erkenntnis, daß selektiv abgetötet werden kann. Wird hier womöglich der Teufel mit Beelzebub ausgetrieben? Werden Kollateralschäden der wissenschaftlichen Profilierung oder des Profits wegen billigend in Kauf genommen? Muß das Kind wieder einmal erst in den Brunnen gefallen sein, um die Nachteile für unsere Gesundheit zu erkennen?
    Wäre es nicht weitaus besser, den Verbrauchern gesunde Lebensmittel aus der Region anzubieten, statt sie für lange Transporte und hohe Lagerfähigkeit zu denaturieren?