Studie zur Altersblindheit überrascht Mediziner
31. August 2010 | Von FR | Kategorie: KurznachrichtenEine neue Studie am Universitätsklinikum Bonn zur altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) hat zu einer überraschenden Entdeckung geführt: Demnach finden sich bei Betroffenen extrem häufig charakteristische Veränderungen der lichtempfindlichen Netzhaut. Bei zwei Dritteln aller untersuchten Patienten konnten die Bonner Mediziner derartige retikuläre Drusen nachweisen. Bislang nahm man an, dass es vor allem krankhafte Prozesse unterhalb der Netzhaut sind, die zum Sehverlust führen.
AMD ist die häufigste Ursache für eine Erblindung im Alter. Die Ergebnisse der Bonner Forscher sind kürzlich in der Zeitschrift Ophthalmology (doi: 10.1016/j.ophtha.2009.10.044) erschienen.
Die Bonner Forscher haben AMD-Patienten mit einer Kombination zweier Verfahren untersucht. Sie erhielten so einerseits durch die Pupille detaillierte Bilder vom Augenhintergrund mit der lichtempfindlichen Netzhaut. Andererseits konnten sie auch virtuelle hoch auflösende optische Schnitte durch die Netzhaut und die darunter liegenden Gewebeschichten durchführen. …

