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Walter Schulz Stiftung zeichnet Krebsforscher des Klinikums rechts der Isar aus

18. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Dr. Hendrik Poeck, III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar Foto: Stobrawe
Dr. Hendrik Poeck, III. Medizinische Klinik, Klinikum rechts der Isar Foto: Stobrawe

Der Forschungspreis der Walter Schulz Stiftung ging an Dr. Hendrik Poeck vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München verliehen. Dr. Poeck ist dort als Assistenzarzt und Post-Doktorand an der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik für Hämatologie und Internistische Onkologie tätig. Er erhält den Preis für seine Forschungsarbeiten zur Rolle von verschiedenen körpereigenen Abwehrsystemen im Kampf gegen Infektionen und Tumorzellen. Die Stiftung zeichnet alle zwei Jahre herausragende Forschung auf dem Gebiet der Tumorbiologie und Tumorimmunologie aus. Der Forschungspreis ist mit 25.000 Euro die höchstdotierte Auszeichnung für Krebsforschung in Deutschland.
Der wissenschaftliche Beirat der Stiftung nominierte Dr. Poeck nach der Auswertung von zahlreichen Bewerbungen für seine beiden in den Fachzeitschriften Nature und Nature Immunology veröffentlichten Arbeiten »Zur Rolle von RIG-I und NLRP3 in der Aktivierung des Inflammasomes durch Viren und Pilze«.

Die Arbeiten beschreiben die kontinuierliche Bedrohung des Menschen durch Pilze und Viren. Das körpereigene Immunsystem kann diese Eindringlinge nur abwehren, wenn…



Kurzschluss in Nervenzellen

11. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (grün) und löst dort einen "Kurzschluss" aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie
Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (grün) und löst dort einen "Kurzschluss" aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie

Bei Krankheiten wie der Multiplen Sklerose greifen Zellen des Immunsystems Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark an. Wissenschaftlern der Universität Würzburg ist es jetzt gelungen, diesen Angriff detailliert zu beobachten und zu beschreiben.
Das Prinzip ist immer das gleiche: Zellen des Immunsystems, die eigentlich fremde Krankheitserreger bekämpfen sollten, wandern ins Gehirn und ins Rückenmark und greifen dort Nervenzellen an. Das bekannteste Beispiel für solch eine Autoimmunerkrankung ist wahrscheinlich die Multiple Sklerose. Die Immunzellen, so genannte T-Zellen, zerstören die Isolationsschicht der Nervenzellen und rufen über das gesamte Zentrale Nervensystem verstreut chronische Entzündungen hervor.

Wie die zerstörerische Arbeit dieser Zellen abläuft, konnten jetzt Professor Heinz Wiendl und Dr. Sven Meuth aus der Forschungsgruppe »Multiple Sklerose und Neuroimmunologie« der Universität Würzburg beobachten.



Schlafenden Krebszellen auf der Spur…

11. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten

Auch viele Jahre nach einer Brustkrebsdiagnose und dem Entfernen des Primärtumors können sich noch Fernmetastasen im Körper ansiedeln. Vor allem Knochenmetastasen sind dann keine Seltenheit.

Für die Forschung auf diesem Gebiet erhielt jetzt der Leiterin des wissenschaftlichen Labors der Frauenklinik, Privatdozentin Dr. Sabine Kasimir-Bauer, von der Universität Duisburg Essen eine außerplanmäßige Professur. Der Schwerpunkt ihrer Forschungen liegt in der Suche nach sogenannten Tumorstammzellen, das heißt Tumorzellen, die die Fähigkeit zur Selbsterneuerung besitzen. Nur zwischen ein und fünf Prozent der Zellen im Tumor haben diesen Charakter und sind vermutlich für die Metastasenbildung verantwortlich. »Zentrales Anliegen ist es daher, diese Zellen im Blut beziehungsweise im Knochenmark zu identifizieren«, erklärt Prof. Dr. Sabine Kasimir-Bauer und der Direktor der Uni-Frauenklinik ergänzt: »Um so spezifische Therapien genau gegen diese Zellen einsetzen zu können und dadurch eine Streuung des Tumors zu verhindern

Schlafende Zellen überleben Chemotherapie

Erste Hinweise, dass solche Zellen im Blut von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs vorhanden und mit einer ungünstigen Prognose verbunden sind, konnte jetzt Dr. Bahriye Aktas, Oberärztin der Frauenklinik in Zusammenarbeit mit der Inneren Klinik, zeigen. Die Daten wurden jetzt in einer renomierten internationalen Brustkrebszeitschrift veröffentlicht und



Aktion »Hannover gegen den Schlaganfall« gestartet

11. März 2010 | Von FR | Kategorie: TOP-NEWS

Breit angelegte Aufklärungsaktion will die Bevölkerung in Hannover für richtige Reaktion im Notfall fit machen

In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 230.000 Menschen einen Schlaganfall. Alleine in Hannover sind es rund 2.500 im Jahr. Um das Wissen über die Symptome des Schlaganfalls und die richtige Reaktion im Notfall zu verbessern, hat sich in der Region jetzt ein starkes Aktionsbündnis zusammen geschlossen: Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Stephan Weil starten die Medizinische Hochschule Hannover, das Klinikum Nordstadt sowie das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim im März 2010 eine sechsmonatige Kampagne unter dem Motto »Schlaganfall – ein Notfall«.

»Schlaganfälle sind eine der häufigsten Todesursachen weltweit und eine der wesentlichen Ursachen für dauerhafte Behinderung und reduzierte Lebensqualität«, erklärt Professor Dr. Reinhard Dengler, Direktor der Klinik für Neurologie der Medizinische Hochschule Hannover und einer der Initiatoren der Aufklärungsaktion, das Ausmaß der Problematik. Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung, jederzeit. »Trotzdem unterschätzen viele Menschen immer noch die Gefahr und haben im Notfall Hemmungen, schnell den Notruf 112 zu wählen. Doch nur so haben Betroffene eine Chance, dass wir schlimme Folgen wie schwere Behinderungen verhindern können«, betont Professor Dr. Andreas Schwartz, Chefarzt der Klinik für Neurologie KRH – Klinikum Nordstadt. Gerade in Gebieten, in denen das nächste Krankenhaus mit einer so genannten »Stroke Unit«, also einer Schlaganfall-Spezialstation weiter entfernt liege, könne eine schnelle Reaktion Leben retten.