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	<title>DZKF WEBLOG &#187; TOP-NEWS</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Antibiotika als nachhaltige Malariaprophylaxe?!</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/07/18/antibiotika-als-nachhaltige-malariaprophylaxe/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 13:57:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotica]]></category>
		<category><![CDATA[Apicoplast]]></category>
		<category><![CDATA[Immunität]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>
		<category><![CDATA[Plasmodium-Sporozoiten]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Eine Antibiotika-Behandlung w&#228;hrend des Leberstadiums der Malaria erzeugt eine sch&#252;tzende Immunit&#228;t bei M&#228;usen.
Bekommen M&#228;use &#252;ber drei Tage ein Antibiotikum verabreicht und werden sie zur gleichen Zeit mit Malariaerregern infiziert, so treten keine krankmachenden Parasiten im Blut auf. Die so behandelten Tiere entwickeln zus&#228;tzlich eine stabile, lang anhaltende Immunit&#228;t gegen nachfolgende Infektionen. Dieses hat jetzt ein Team um Steffen Borrmann aus dem Department f&#252;r Infektiologie des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg in Zusammenarbeit mit Kai Matuschewski vom Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie in Berlin herausgefunden. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass eine sichere und bezahlbare Prophylaxe mit Antibiotika m&#246;glich sein k&#246;nnte, die das Potenzial habe, als nat&#252;rliche Impfung "ohne Spritzen" gegen Malaria zu funktionieren.</strong> (<em>Science Translational Medicine, 14. Juli 2010</em>)

<strong>Malaria ist immer noch die h&#228;ufigste und gef&#228;hrlichste</strong>, von Insekten &#252;bertragene Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sch&#228;tzt, dass j&#228;hrlich eine Millionen Menschen daran sterben, vor allem Kinder in afrikanischen L&#228;ndern. Global sind &#252;ber drei Milliarden Menschen dem Risiko einer Malariainfektion ausgesetzt. Noch immer gibt es kein Medikament, das gleichzeitig die Menschen zuverl&#228;ssig vor einer Infektion sch&#252;tzt und gleichzeitig den Aufbau einer lang anhaltenden Immunit&#228;t f&#246;rdert.

<strong>M&#228;use im Modell komplett gesch&#252;tzt</strong>

<strong>Die Wissenschaftler entwickelten an M&#228;usen</strong> folgendes Immunisierungsmodell: Die Tiere erhielten Sporozoiten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/07/plasmodium-sporozoiten.jpg" rel="lightbox[pics2317]" title="Abb.: &#220;bertr&#228;gt eine Anopheles-M&#252;cke infekti&#246;se Stadien des Malariaparasiten, so genannte Plasmodium-Sporozoiten, befallen diese Leberzellen. Diese sind die ersten Wirtszellen im menschlichen K&#246;rper. Bild: Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie / Brinkmann"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/07/plasmodium-sporozoiten.thumbnail.jpg" alt="Plasmodium-Sporozoiten. Bild: Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie / Brinkmann" width="255" height="191" class="attachment wp-att-2318" /></a>
<div class="imagecaption">Abb.: &#220;bertr&#228;gt eine Anopheles-M&#252;cke infekti&#246;se Stadien des Malariaparasiten, so genannte Plasmodium-Sporozoiten, befallen diese Leberzellen. Diese sind die ersten Wirtszellen im menschlichen K&#246;rper. Bild: Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie / Brinkmann</div>
</div>
<p><strong>Eine Antibiotika-Behandlung w&#228;hrend des Leberstadiums der Malaria erzeugt eine sch&#252;tzende Immunit&#228;t bei M&#228;usen.<br />
Bekommen M&#228;use &#252;ber drei Tage ein Antibiotikum verabreicht und werden sie zur gleichen Zeit mit Malariaerregern infiziert, so treten keine krankmachenden Parasiten im Blut auf. Die so behandelten Tiere entwickeln zus&#228;tzlich eine stabile, lang anhaltende Immunit&#228;t gegen nachfolgende Infektionen. Dieses hat jetzt ein Team um Steffen Borrmann aus dem Department f&#252;r Infektiologie des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg in Zusammenarbeit mit Kai Matuschewski vom Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie in Berlin herausgefunden. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass eine sichere und bezahlbare Prophylaxe mit Antibiotika m&#246;glich sein k&#246;nnte, die das Potenzial habe, als nat&#252;rliche Impfung &#0187;ohne Spritzen&#0171; gegen Malaria zu funktionieren.</strong> (<em>Science Translational Medicine, 14. Juli 2010</em>)</p>
<p><strong>Malaria ist immer noch die h&#228;ufigste und gef&#228;hrlichste</strong>, von Insekten &#252;bertragene Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sch&#228;tzt, dass j&#228;hrlich eine Millionen Menschen daran sterben, vor allem Kinder in afrikanischen L&#228;ndern. Global sind &#252;ber drei Milliarden Menschen dem Risiko einer Malariainfektion ausgesetzt. Noch immer gibt es kein Medikament, das gleichzeitig die Menschen zuverl&#228;ssig vor einer Infektion sch&#252;tzt und gleichzeitig den Aufbau einer lang anhaltenden Immunit&#228;t f&#246;rdert.</p>
<p><strong>M&#228;use im Modell komplett gesch&#252;tzt</strong></p>
<p><strong>Die Wissenschaftler entwickelten an M&#228;usen</strong> folgendes Immunisierungsmodell: Die Tiere erhielten Sporozoiten (infekti&#246;ses Stadium der Malariaerreger) direkt ins Blut gespritzt. Zur gleichen Zeit wurden sie drei Tage lang mit den Antibiotika Clindamycin oder Azithromycin behandelt. Normalerweise wandern die Sporozoiten zun&#228;chst in die Leber, wo sie zu den krank machenden Blutstadien (Merozoiten) heranreifen. Die Medikamente bewirkten zwar keine Verlangsamung der Reifung der Merozoiten in Leberzellen, verhinderten anschlie&#223;end aber einen Befall der roten Blutk&#246;rperchen im Blut. Die typischen, ausschlie&#223;lich von Blutstadien hervorgerufenen Krankheitssymptome traten also nicht auf. Die in den Leberzellen angereicherten Parasiten boten einen ausreichenden Reiz f&#252;r das Immunsystem, eine stabile und dauerhafte Immunit&#228;t zu entwickeln. Nach 40 Tagen, vier und sechs Monaten infizierten die Forscher die M&#228;use wieder mit Sporozoiten, diesmal ohne erneute Antibiotikagabe. Alle Tiere waren vollst&#228;ndig gegen die Malaria gesch&#252;tzt.</p>
<p><strong>&#220;bertragbarkeit auf den Menschen</strong></p>
<p><strong>Nat&#252;rlich stellt sich die Frage</strong>, ob diese Ergebnisse auf den Menschen &#252;bertragbar sind. Unter Feldbedingungen wird der menschliche Organismus beim M&#252;ckenstich zwar mit h&#228;ufigen, aber eher niedrig dosierten Erregerkonzentrationen konfrontiert. Beim Nachahmen dieses Infektionsmodus im Mausmodell waren immer noch 30 Prozent der M&#228;use gesch&#252;tzt. Bei 85 Prozent der trotzdem erkrankten M&#228;use verlief die Malaria ohne einen Befall des Gehirns, was prognostisch g&#252;nstig zu bewerten ist.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Die verwendeten Antibiotika sind bezahlbare Medikamente ohne schwerwiegende Nebenwirkungen</strong>. Eine periodische, kurzzeitige Antibiotikagabe an Bewohner von Malariagebieten hat das Potential als &#0187;Nadel-freie&#0171;, nat&#252;rliche Impfung gegen Malaria vor Reinfektionen zu sch&#252;tzen. Damit h&#228;tten wir ein zus&#228;tzliches schlagkr&#228;ftiges Instrument gegen die Malaria in der Hand&#0171;, meint Steffen Borrmann. Kai Matuschewski f&#252;gt hinzu: &#0187;Eine wesentliche Motivation f&#252;r unsere Studie war ein einfaches Konzept, das auch in Malariagebieten verwirklichbar ist, zu testen. Wir sind &#252;berzeugt, dass abgeschw&#228;chte Erreger den besten Impfschutz gegen eine so komplexe parasitische Erkrankung wie Malaria erzeugen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Neuer Angriffspunkt f&#252;r zuk&#252;nftige Medikamente</strong></p>
<p><strong>Der Angriffsort der verabreichten Antibiotika</strong> liegt im Apicoplast der Parasiten. Das ist ein kleines Zellorgan bakteriellen Ursprungs, das f&#252;r die Parasiten unbedingt notwendig ist, um in weitere Zellen des Wirtsorganismus einzudringen. Da die medikament&#246;se Blockierung des Apicoplast aber nicht verhindert, dass sich die Sporozoiten in der Leberzelle vermehren, wird das Immunsystem der vollen Antigenlast einer nat&#252;rlichen Infektion ausgesetzt. Das ist bei den bisher entwickelten Impfstoffen mit bestrahlten oder gentechnisch abgeschw&#228;chten Malariaerregern nicht der Fall. &#0187;Selbst wenn sich unsere Ergebnisse im Feldversuch nicht best&#228;tigen lie&#223;en, stellt doch der Apicoplast ein &#228;u&#223;erst vielversprechendes Angriffsziel zuk&#252;nftiger Medikamente dar&#0171;, erkl&#228;rt Johannes Friesen vom Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie.</p>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong><br />
<em>Johannes Friesen, Olivier Silvie, Elyzana Dewi Putrianti, Julius C.R. Hafalla, Kai Matuschewski, Steffen Borrmann<br />
Natural Immunization against Malaria: Causal Prophylaxis with Antibiotics<br />
Johannes Science Translational Medicine, 2010, Online-Publikation, 14. Juli 2010</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen erhalten Sie von:</strong><br />
Dr. Steffen Borrmann, Department f&#252;r Infektiologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Heidelberg<br />
Tel.: +49 6221 56 77 56<br />
Fax: +49 6221 56 50 03<br />
E-Mail: steffen.borrmann@urz.uni-heidelberg.de</p>
<p>Dr. Kai Matuschewski, Abteilung f&#252;r Parasitologie<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie, Berlin<br />
Tel.: +49 30 28 460-535<br />
Fax: +49 30 28 460-225<br />
E-Mail: matuschewski@mpiib-berlin.mpg.de </p>
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		<item>
		<title>Neu: Fehlregulation des Natrium-Kanals verursacht Vorhofflimmern</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/06/09/fehlregulation-des-natrium-kanals-verursacht-vorhofflimmern/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/06/09/fehlregulation-des-natrium-kanals-verursacht-vorhofflimmern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 06:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Kanal]]></category>
		<category><![CDATA[Natrium]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Mediziner am Herzzentrum der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen beschreiben erstmals die Rolle des Natriums-Kanals f&#252;r Herzrhythmusst&#246;rungen und Herzschw&#228;che. Ver&#246;ffentlicht im renommierten</strong> "<em>Journal of the American College of Cardiology</em>" (JACC).
(<em>umg</em>) <strong>Wissenschaftler am Herzzentrum der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen haben erstmals einen bisher unbekannten Mechanismus im Herzen von Patienten mit Vorhofflimmern, einer Form von Herzrhythmusst&#246;rung, erforscht und beschrieben. Die Forschergruppe aus Kardiologen und Herzchirurgen unter der Leitung von Prof. Dr. Lars S. Maier, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie und Pneumologie (Direktor: Prof. Dr. Gerd Hasenfu&#223;) fand heraus, dass auch die Natrium-Kan&#228;le des Herzens von Bedeutung sind, wenn Patienten an Vorhofflimmern erkranken.</strong>

<strong>Die Forschungsergebnisse wurden im Mai 2010</strong> in der renommierten Fachzeitschrift "<em>Journal of the American College of Cardiology</em>" (JACC) in einer Spezialausgabe des Journals ver&#246;ffentlicht.
<strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>Sossalla et al. Altered Na+ Currents in Atrial Fibrilla-tion: Effects of Ranolazine on Arrhythmias and Contractility in Human Atrial Myocardium. J Am Coll Cardiol. 55:2330-42.2010.</em>

<strong>Natrium-Kan&#228;le beeinflussen entscheidend</strong> die elektrische Aktivit&#228;t des Herzmuskels. Sie dienen quasi als "Taktgeber" f&#252;r die normale elektrische Erregung des Herzens. Entscheidend f&#252;r einen gesunden Takt ist eine eng aufeinander abgestimmte Menge an fr&#252;hem und sp&#228;tem Natrium-Einstrom. 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:575px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/prof-dr-lars-maier.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Lars S. Maier im Labor (Foto: privat)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/prof-dr-lars-maier.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Lars S. Maier" width="575" height="383" class="attachment wp-att-2233" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Lars S. Maier im Labor (Foto: privat)</div>
</div>
<p><strong>Mediziner am Herzzentrum der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen beschreiben erstmals die Rolle des Natriums-Kanals f&#252;r Herzrhythmusst&#246;rungen und Herzschw&#228;che. Ver&#246;ffentlicht im renommierten</strong> &#0187;<em>Journal of the American College of Cardiology</em>&#0171; (JACC).<br />
(<em>umg</em>) <strong>Wissenschaftler am Herzzentrum der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen haben erstmals einen bisher unbekannten Mechanismus im Herzen von Patienten mit Vorhofflimmern, einer Form von Herzrhythmusst&#246;rung, erforscht und beschrieben. Die Forschergruppe aus Kardiologen und Herzchirurgen unter der Leitung von Prof. Dr. Lars S. Maier, Oberarzt in der Abteilung Kardiologie und Pneumologie (Direktor: Prof. Dr. Gerd Hasenfu&#223;) fand heraus, dass auch die Natrium-Kan&#228;le des Herzens von Bedeutung sind, wenn Patienten an Vorhofflimmern erkranken.</strong></p>
<p><strong>Die Forschungsergebnisse wurden im Mai 2010</strong> in der renommierten Fachzeitschrift &#0187;<em>Journal of the American College of Cardiology</em>&#0171; (JACC) in einer Spezialausgabe des Journals ver&#246;ffentlicht.<br />
<strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>Sossalla et al. Altered Na+ Currents in Atrial Fibrilla-tion: Effects of Ranolazine on Arrhythmias and Contractility in Human Atrial Myocardium. J Am Coll Cardiol. 55:2330-42.2010.</em></p>
<p><strong>Natrium-Kan&#228;le beeinflussen entscheidend</strong> die elektrische Aktivit&#228;t des Herzmuskels. Sie dienen quasi als &#0187;Taktgeber&#0171; f&#252;r die normale elektrische Erregung des Herzens. Entscheidend f&#252;r einen gesunden Takt ist eine eng aufeinander abgestimmte Menge an fr&#252;hem und sp&#228;tem Natrium-Einstrom. </p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Anders als bei gesunden Menschen</strong> fanden wir bei Vorhofflimmer-Patienten den sp&#228;ten Natrium-Einstrom in die Herzmuskelzellen deutlich verst&#228;rkt&#0171;, sagt Prof. Maier. &#0187;Normal und gesund ist ein sp&#228;ter Natrium-Einstrom von etwa ein Prozent im Vergleich zum fr&#252;hen Natrium-Einstrom. Bei Vorhofflimmer-Patienten haben wir Werte f&#252;r den sp&#228;ten Natrium-Einstrom gemessen, die rund 25 Prozent h&#246;her lagen.&#0171;</p>
<p><strong>Mit Hilfe eines spezifischen Hemmstoffes</strong> konnten die Wissenschaftler diesen gest&#246;rten sp&#228;ten Natrium-Einstrom in isolierten Herzmuskelzellen vermindern. &#0187;Wir hoffen, mit dieser Erkenntnis den Patienten in Zukunft gezielter helfen zu k&#246;nnen&#0171;, sagt Prof. Maier: &#0187;Zudem k&#246;nnte der Hemmstoff die Pumpfunktion des Herzens bei Herzschw&#228;che verbessern. Denn wir wissen mittlerweile, dass der vermehrte sp&#228;te Natrium-Einstrom auch in den Herzkammern bei Patienten mit Herzschw&#228;che (Herzinsuffizienz) zu finden ist.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Als Ursache f&#252;r Vorhofflimmern und Herzschw&#228;che</strong> war bisher nur der gest&#246;rte Kalzium-Stoffwechsel bekannt. Der jetzt beschriebene vermehrte sp&#228;te Einstrom von Natriumionen in den Herzmuskel k&#246;nnte auch erkl&#228;ren, warum Patienten mit Herzschw&#228;che h&#228;ufiger unter dieser Art von Herzrhythmusst&#246;rung leiden. Dazu untersuchten die UMG-Wissenschaftler Herzmuskelzellen von Patienten mit Vorhofflimmern im Labor.</p>
<blockquote><p>&#0187;Wir erhoffen uns von diesen Untersuchungen weitere Erkenntnisse f&#252;r neue Behandlungsans&#228;tze. Unsere aktuellen klinischen Studien helfen uns dabei, weitere Verbesserungen f&#252;r die Behandlung zu erhalten&#0171;, sagt Prof. Hasenfu&#223;, Mitautor und Direktor der Abteilung Kardiologie und Pneumologie.</p></blockquote>
<p> Das Forschungsprojekt wurde wesentlich durch das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und die DFG-Klinische-Forschergruppe-155 gef&#246;rdert.</p>
<p><strong>Vorhofflimmern und Natrium-Kanal</strong><br />
<em>Vorhofflimmern ist die h&#228;ufigste Herzrhythmusst&#246;rung. Allein in Deutschland leiden rund 300.000 Menschen an dieser Erkrankung.<br />
Der Natrium-Kanal des Herzens dient als &#0187;Taktgeber&#0171; f&#252;r die normale elektrische Erregung des Herzens. So gibt er unter anderem den Ansto&#223; f&#252;r das so genannte Aktionspotential im Herzmuskel. Bei St&#246;rung der Funktion dieses Kanals kann es zu Herzrhythmusst&#246;rungen kommen. Bisher war nicht bekannt, dass eine Fehlregulation des Natrium-Kanals f&#252;r das Auftreten von Vorhofflimmern eine Rolle spielt.</em></p>
<p><strong>WEITERE INFORMATIONEN:</strong><br />
Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Georg-August-Universit&#228;t<br />
Abt. Kardiologie und Pneumologie &#8211; Herzzentrum G&#246;ttingen<br />
Prof. Dr. Lars Maier<br />
Telefon 0551 / 39-6372, lmaier@med.uni-goettingen.de</p>
<p>Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Georg-August-Universit&#228;t<br />
Direktor Abt. Kardiologie und Pneumologie &#8211; Herzzentrum G&#246;ttingen<br />
Prof. Dr. Gerd Hasenfu&#223;<br />
Telefon 0551 / 39-6351, rfaber@med.uni-goettingen.de</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Augenprothese aus Kunststoff</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/05/21/augenprothese-aus-kunststoff/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/05/21/augenprothese-aus-kunststoff/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 15:32:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Hornhautprothese]]></category>
		<category><![CDATA[Hornhauttransplantation]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph-von-Fraunhofer-Preis]]></category>

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		<description><![CDATA[<small><em>Dr. Joachim Storsberg entwickelt ein Hornhautimplantat aus Kunststoff. Foto: Fraunhofer/Dirk Mahle (bearbeitet)</em></small>
<strong>Spenderhornh&#228;ute sind rar: Allein in Deutschland warten j&#228;hrlich etwa 7000 Patienten auf das winzige St&#252;ck Gewebe. Ein Implantat aus Kunststoff kann k&#252;nftig insbesondere f&#252;r Ultima-Ratio Patienten eine M&#246;glichkeit bieten, wieder zu sehen.</strong>

<strong>F&#252;r viele Patienten, die nach einem Unfall oder einer Krankheit erblinden</strong>, k&#246;nnte eine Hornhauttransplantation das Sehverm&#246;gen wieder herstellen. J&#228;hrlich warten in Europa 40 000 Menschen – in Deutschland etwa 7000 – auf die Chance dank eines Hornhautspenders wieder sehen zu k&#246;nnen. Doch Spenderhornh&#228;ute sind rar. Dr. Joachim Storsberg vom Fraunhofer-Institut f&#252;r Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm hat Material und Herstellungsverfahren f&#252;r eine Hornhautprothese aus Kunststoff entwickelt. Sie kann Patienten helfen, die aufgrund einer speziellen Erkrankung die Spenderhornhaut nicht tolerieren oder diese ebenfalls zerst&#246;rt w&#252;rde. F&#252;r diese Leistung erh&#228;lt Dr. Storsberg den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2010.

<strong>Die winzige k&#252;nstliche Hornhaut</strong> muss fast widerspr&#252;chliche Anforderungen erf&#252;llen: Das Material soll einerseits fest mit den Zellen des umliegenden Gewebes zusammenwachsen, andererseits d&#252;rfen sich in dem optischen Bereich der k&#252;nstlichen Hornhaut, also in der Mitte, keine Zellen absetzen, da sonst das Sehverm&#246;gen wieder stark beeintr&#228;chtigt w&#228;re. Und: Die Au&#223;enseite des Implantats muss sich mit Tr&#228;nenfl&#252;ssigkeit benetzen lassen, sonst w&#252;rde sich das Implantat an der Vorderseite eintr&#252;ben. Das h&#228;tte zur Folge dass der Patient nach relativ kurzer Zeit eine neue Prothese ben&#246;tigen w&#252;rde. Und: Die Au&#223;enseite des Implantats muss sich mit Tr&#228;nenfl&#252;ssigkeit benetzen lassen, damit das Augenlid ohne Reibung dar&#252;ber gleiten kann. Die L&#246;sung fand Dr. Storsberg mit einem wasserabsto&#223;enden Polymer-Material. Dieses Material wird in der Augenheilkunde schon lange verwendet, etwa f&#252;r Intraokularlinsen. Damit es die geforderten unterschiedlichen Eigenschaften erf&#252;llt, waren komplexe Entwicklungsschritte notwendig. Das Material wurde umfassend polymer-chemisch modifiziert und im Anschluss erneut f&#252;r die Zulassung gepr&#252;ft.

<strong>Um die gew&#252;nschten Eigenschaften zu erzielen</strong>, wird der Rand des Implantats erst mit unterschiedlichen speziellen Polymeren beschichtet. Anschlie&#223;end kommt ein besonderes Protein hinzu, das bestimmte Sequenzen eines Wachstumsfaktors enth&#228;lt. Die umliegenden, nat&#252;rlichen Zellen erkennen diesen Wachstumsfaktor, werden angeregt, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/05/dr-joachim-storsberg.jpg" rel="lightbox[pics2199]" title="Dr. Joachim Storsberg entwickelt ein Hornhautimplantat aus Kunststoff. Foto: Fraunhofer/Dirk Mahle (bearbeitet)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/05/dr-joachim-storsberg.thumbnail.jpg" alt="Dr. Joachim Storsberg" width="255" height="164" class="attachment wp-att-2200" /></a>
<div class="imagecaption">Dr. Joachim Storsberg entwickelt ein Hornhautimplantat aus Kunststoff. Foto: Fraunhofer/Dirk Mahle (bearbeitet)</div>
</div>
<p><strong>Spenderhornh&#228;ute sind rar: Allein in Deutschland warten j&#228;hrlich etwa 7000 Patienten auf das winzige St&#252;ck Gewebe. Ein Implantat aus Kunststoff kann k&#252;nftig insbesondere f&#252;r Ultima-Ratio Patienten eine M&#246;glichkeit bieten, wieder zu sehen.</strong></p>
<p><strong>F&#252;r viele Patienten, die nach einem Unfall oder einer Krankheit erblinden</strong>, k&#246;nnte eine Hornhauttransplantation das Sehverm&#246;gen wieder herstellen. J&#228;hrlich warten in Europa 40 000 Menschen – in Deutschland etwa 7000 – auf die Chance dank eines Hornhautspenders wieder sehen zu k&#246;nnen. Doch Spenderhornh&#228;ute sind rar. Dr. Joachim Storsberg vom Fraunhofer-Institut f&#252;r Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm hat Material und Herstellungsverfahren f&#252;r eine Hornhautprothese aus Kunststoff entwickelt. Sie kann Patienten helfen, die aufgrund einer speziellen Erkrankung die Spenderhornhaut nicht tolerieren oder diese ebenfalls zerst&#246;rt w&#252;rde. F&#252;r diese Leistung erh&#228;lt Dr. Storsberg den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2010.</p>
<p><strong>Die winzige k&#252;nstliche Hornhaut</strong> muss fast widerspr&#252;chliche Anforderungen erf&#252;llen: Das Material soll einerseits fest mit den Zellen des umliegenden Gewebes zusammenwachsen, andererseits d&#252;rfen sich in dem optischen Bereich der k&#252;nstlichen Hornhaut, also in der Mitte, keine Zellen absetzen, da sonst das Sehverm&#246;gen wieder stark beeintr&#228;chtigt w&#228;re. Und: Die Au&#223;enseite des Implantats muss sich mit Tr&#228;nenfl&#252;ssigkeit benetzen lassen, sonst w&#252;rde sich das Implantat an der Vorderseite eintr&#252;ben. Das h&#228;tte zur Folge dass der Patient nach relativ kurzer Zeit eine neue Prothese ben&#246;tigen w&#252;rde. Und: Die Au&#223;enseite des Implantats muss sich mit Tr&#228;nenfl&#252;ssigkeit benetzen lassen, damit das Augenlid ohne Reibung dar&#252;ber gleiten kann. Die L&#246;sung fand Dr. Storsberg mit einem wasserabsto&#223;enden Polymer-Material. Dieses Material wird in der Augenheilkunde schon lange verwendet, etwa f&#252;r Intraokularlinsen. Damit es die geforderten unterschiedlichen Eigenschaften erf&#252;llt, waren komplexe Entwicklungsschritte notwendig. Das Material wurde umfassend polymer-chemisch modifiziert und im Anschluss erneut f&#252;r die Zulassung gepr&#252;ft.</p>
<p><strong>Um die gew&#252;nschten Eigenschaften zu erzielen</strong>, wird der Rand des Implantats erst mit unterschiedlichen speziellen Polymeren beschichtet. Anschlie&#223;end kommt ein besonderes Protein hinzu, das bestimmte Sequenzen eines Wachstumsfaktors enth&#228;lt. Die umliegenden, nat&#252;rlichen Zellen erkennen diesen Wachstumsfaktor, werden angeregt, die Oberfl&#228;che des Hornhautrands zu besiedeln und vermehren sich. So verwachsen die Zellen des umliegenden Gewebes mit dem Implantat, die k&#252;nstliche Hornhaut gewinnt an Stabilit&#228;t. Die Augenprothese entstand gemeinsam mit Medizinern und Herstellern im EU-Projekt »Artificial Cornea«. </p>
<p><strong>Drei Jahre brauchte das interdisziplin&#228;re Forscher-Team</strong>, um die k&#252;nstliche Hornhaut zu entwickeln. In einem ersten Schritt schickten sie die chemisch-biomimetisch beschichteten Implantate an Dr. Karin Kobuch von der Poliklinik f&#252;r Augenheilkunde am Universit&#228;tsklinikum Regensburg und am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universit&#228;t M&#252;nchen. Die Medizinerin &#252;berpr&#252;fte die k&#252;nstlichen Hornh&#228;ute in pr&#228;parierten Schweineaugen und speziellen Zellkulturen. Sp&#228;ter testete das Team um Prof. Dr. Gernot Duncker und Dr. Saadettin Sel von der Universit&#228;tsklinik f&#252;r Augenheilkunde in Halle (Saale) die ausgefeilteren Modelle an Kaninchen. Dort wurde schlie&#223;lich das Design immer weiter verfeinert: die Optik verkleinert, der Implantat-Rand vergr&#246;&#223;ert, um ein stabileres Konstrukt zu erhalten. <strong>2009 wurde bereits eine Prothese mit Erfolg eingesetzt, weitere Implantationen sind im ersten Halbjahr 2010 vorgesehen.</strong></p>
<p><strong>Kontakt:</strong> Dr. Joachim Storsberg l Telefon +49 331 568-1321 l joachim.storsberg@iap.fraunhofer.de</p>
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		<title>Prostatakrebs: &#0187;Liegt er in der Familie?!&#0171;</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 18:34:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<strong>Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit der Anzahl direkter Verwandter, die von der Krankheit betroffen sind. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum errechneten jetzt die altersabh&#228;ngigen individuellen Risiken in der gr&#246;&#223;ten Studie, die je zu famili&#228;rem Prostatakrebs durchgef&#252;hrt wurde.
Dass Prostatakrebs "in der Familie liegt", wissen &#196;rzte seit langem: M&#228;nner, in deren Verwandtschaft die Krankheit bereits diagnostiziert wurde, haben ein erh&#246;htes Risiko, ebenfalls am Krebs der Vorsteherdr&#252;se zu erkranken. Doch wie hoch ist das Risiko f&#252;r den Einzelnen? Bei wem und in welchem Alter ist eine Fr&#252;herkennungsuntersuchung dringend zu empfehlen?</strong>

<strong>Forscher aus der Abteilung von Kari Hemminki</strong> im Deutschen Krebsforschungszentrum analysierten diese Fragen in der <em>gr&#246;&#223;ten jemals ver&#246;ffentlichten Studie zu famili&#228;rem Prostatakrebs</em>. Die Untersuchung umfasste <strong>26.651 Prostatakrebspatienten, 5623 von ihnen stammten aus Familien,</strong> in denen die Erkrankung bereits aufgetreten war.

<strong>Je mehr direkte Angeh&#246;rige</strong>, also Br&#252;der und V&#228;ter eines Mannes, betroffen sind, desto h&#246;her ist sein pers&#246;nliches Risiko, ebenfalls an Prostatakrebs zu erkranken. So errechneten die Forscher, dass M&#228;nner bis zu 65 Jahren mit drei betroffenen Br&#252;dern ein <strong>23-mal h&#246;heres Erkrankungsrisiko</strong> haben als die Kontrollgruppe (M&#228;nner ohne betroffene Angeh&#246;rige). M&#228;nner zwischen 65 und 74 Jahren dagegen, bei denen nur der Vater betroffen ist bzw. war, haben ein 1,8-fach erh&#246;htes Risiko und damit innerhalb der Gruppe der famili&#228;ren Krebsf&#228;lle die geringste Risikosteigerung. Als generelle Tendenz erkannten die DKFZ-Forscher, dass das pers&#246;nliche Risiko umso h&#246;her ausf&#228;llt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/04/prostatakrebs.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prostatakrebsh&#228;ufigkeit in famili&#228;rer Abh&#228;ngigkeit"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/04/prostatakrebs.thumbnail.jpg" alt="Prostatakrebsh&#228;ufigkeit in famili&#228;rer Abh&#228;ngigkeit" width="255" height="216" class="attachment wp-att-2140" /></a>
<div class="imagecaption">Prostatakrebsh&#228;ufigkeit in famili&#228;rer Abh&#228;ngigkeit</div>
</div>
<p><strong>Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit der Anzahl direkter Verwandter, die von der Krankheit betroffen sind. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum errechneten jetzt die altersabh&#228;ngigen individuellen Risiken in der gr&#246;&#223;ten Studie, die je zu famili&#228;rem Prostatakrebs durchgef&#252;hrt wurde.<br />
Dass Prostatakrebs &#0187;in der Familie liegt&#0171;, wissen &#196;rzte seit langem: M&#228;nner, in deren Verwandtschaft die Krankheit bereits diagnostiziert wurde, haben ein erh&#246;htes Risiko, ebenfalls am Krebs der Vorsteherdr&#252;se zu erkranken. Doch wie hoch ist das Risiko f&#252;r den Einzelnen? Bei wem und in welchem Alter ist eine Fr&#252;herkennungsuntersuchung dringend zu empfehlen?</strong></p>
<p><strong>Forscher aus der Abteilung von Kari Hemminki</strong> im Deutschen Krebsforschungszentrum analysierten diese Fragen in der <em>gr&#246;&#223;ten jemals ver&#246;ffentlichten Studie zu famili&#228;rem Prostatakrebs</em>. Die Untersuchung umfasste <strong>26.651 Prostatakrebspatienten, 5623 von ihnen stammten aus Familien,</strong> in denen die Erkrankung bereits aufgetreten war.</p>
<p><strong>Je mehr direkte Angeh&#246;rige</strong>, also Br&#252;der und V&#228;ter eines Mannes, betroffen sind, desto h&#246;her ist sein pers&#246;nliches Risiko, ebenfalls an Prostatakrebs zu erkranken. So errechneten die Forscher, dass M&#228;nner bis zu 65 Jahren mit drei betroffenen Br&#252;dern ein <strong>23-mal h&#246;heres Erkrankungsrisiko</strong> haben als die Kontrollgruppe (M&#228;nner ohne betroffene Angeh&#246;rige). M&#228;nner zwischen 65 und 74 Jahren dagegen, bei denen nur der Vater betroffen ist bzw. war, haben ein 1,8-fach erh&#246;htes Risiko und damit innerhalb der Gruppe der famili&#228;ren Krebsf&#228;lle die geringste Risikosteigerung. Als generelle Tendenz erkannten die DKFZ-Forscher, dass das pers&#246;nliche Risiko umso h&#246;her ausf&#228;llt, <strong>je j&#252;nger die Angeh&#246;rigen bei der Diagnose Prostatakrebs waren</strong>.</p>
<p><strong>Erh&#246;hte famili&#228;re Krebsrisiken werden h&#228;ufig angezweifelt.</strong> Die Ergebnisse, so die Kritiker, seien dadurch verf&#228;lscht, dass Angeh&#246;rige von Betroffenen alarmiert sind und daher besonders h&#228;ufig an Fr&#252;herkennungsuntersuchungen teilnehmen. Dadurch komme es bei ihnen auch &#246;fter zu &#220;berdiagnosen, da auch solche Tumoren entdeckt w&#252;rden, die zeitlebens nie Symptome bereitet h&#228;tten. Um diesen Vorwurf zu entkr&#228;ften, untersuchten die Forscher auch die Sterblichkeit an Prostatakrebs in Bezug auf die Anzahl betroffener Verwandter. Heraus kam die gleiche Risikoverteilung wie bei den Neuerkrankungen: Je mehr direkte Verwandte betroffen sind, desto h&#246;her das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben. <strong>Damit wiesen die Wissenschaftler nach, dass es sich um eine echte Risikosteigerung handelt und nicht nur der h&#228;ufiger durchgef&#252;hrten Fr&#252;herkennung geschuldet ist.</strong></p>
<blockquote><p>&#0187;Unsere Ergebnisse geben den &#196;rzten gute Anhaltspunkte: Hat ein Mann mehrere betroffene Angeh&#246;rige, die wom&#246;glich sogar in jungen Jahren erkrankt sind, ist sein pers&#246;nliches Risiko erheblich erh&#246;ht. In einem solchen Fall sollte der Hausarzt zu einer Fr&#252;herkennungsuntersuchung raten&#0171;, empfiehlt der Studienleiter Kari Hemminki.</p></blockquote>
<p><strong>Die Studie beruht auf den Daten</strong> des schwedischen nationalen Familien-Krebsregisters. Darin sind 11,8 Millionen Personen erfasst und jeder der &#252;ber eine Million Krebsf&#228;lle des Landes, die zwischen 1958 bis 2006 aufgetreten sind. Da das Krebsregister mit einem Mehrgenerationenregister verkn&#252;pft ist, k&#246;nnen auch Krebsf&#228;lle unter den Eltern und Geschwistern der Patienten nachverfolgt werden.</p>
<p><em>Andreas Brandt, Justo Lorenzo Bermejo, Jan Sundquist und Kari Hemminki: Age-Specific Risk of Incident Prostate Cancer and Risk of Death from Prostate Cancer Defined by the Number of Affected Family Members. European Urology 2010,<br />
DOI: 10.1016/j.eururo.2010.02.002</em><br />
<strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.dkfz.de</p>
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		<item>
		<title>Hei&#223;t geringererer Testosteronspiegel f&#252;r M&#228;nner fr&#252;her Sterben&#8230;???</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/04/07/heisst-geringererer-testosteronspiegel-fuer-maenner-frueher-sterben/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/04/07/heisst-geringererer-testosteronspiegel-fuer-maenner-frueher-sterben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 21:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sterblichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[testosteron]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>M&#228;nner mit niedrigem Sexualhormonspiegel (Testosteron) sterben deutlich fr&#252;her - "European Heart Journal" ver&#246;ffentlicht Ergebnisse Greifswalder Wissenschaftler</strong>
<strong>Greifswalder Wissenschaftler haben erstmals nachgewiesen, dass hormonbedingte Stoffwechselst&#246;rungen bei M&#228;nnern zu einem fr&#252;heren Tod f&#252;hren k&#246;nnen.
Wissenschafter des Instituts f&#252;r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin unter der Leitung von Prof. Matthias Nauck und Prof. Henri Wallaschofski, der Kardiologie (Prof. Stefan Felix) und der Community Medicine (Prof. Henry V&#246;lzke) der Universit&#228;t Greifswald sowie der Universit&#228;t Erlangen-N&#252;rnberg (Prof. Christof Sch&#246;fl) konnten einen direkten Zusammenhang zwischen dem Sexualhormon Testosteron und der Sterblichkeit belegen. M&#228;nner mit einer niedrigen Testosteronkonzentration zur Zeit der Erstuntersuchung verstarben h&#228;ufiger an Herz-Kreislauferkrankungen. Die Ergebnisse der Studie sind im renommierten medizinischen Fachblatt "European Heart Journal" ver&#246;ffentlicht worden (s. Anlage/http://eurheartj.oxfordjournals.org).</strong>
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/04/wallaschofski-nauck.jpg" rel="lightbox[pics2109]" title="Prof. Henri Wallaschofski (li.) und Prof. Matthias Nauck"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/04/wallaschofski-nauck.thumbnail.jpg" alt="Prof. Henri Wallaschofski (li.) und Prof. Matthias Nauck" width="255" height="184" class="attachment wp-att-2110" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Henri Wallaschofski (li.) und Prof. Matthias Nauck vor dem NMR-Spektroskopie-Ger&#228;t (Metabolic-Profiler), mit dem der gesamte Stoffwechselstatus analysiert werden kann.<br />
Foto: UKG</div>
</div>
<p><strong>M&#228;nner mit niedrigem Sexualhormonspiegel (Testosteron) sterben deutlich fr&#252;her &#8211; &#0187;European Heart Journal&#0171; ver&#246;ffentlicht Ergebnisse Greifswalder Wissenschaftler</strong><br />
<strong>Greifswalder Wissenschaftler haben erstmals nachgewiesen, dass hormonbedingte Stoffwechselst&#246;rungen bei M&#228;nnern zu einem fr&#252;heren Tod f&#252;hren k&#246;nnen.<br />
Wissenschafter des Instituts f&#252;r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin unter der Leitung von Prof. Matthias Nauck und Prof. Henri Wallaschofski, der Kardiologie (Prof. Stefan Felix) und der Community Medicine (Prof. Henry V&#246;lzke) der Universit&#228;t Greifswald sowie der Universit&#228;t Erlangen-N&#252;rnberg (Prof. Christof Sch&#246;fl) konnten einen direkten Zusammenhang zwischen dem Sexualhormon Testosteron und der Sterblichkeit belegen. M&#228;nner mit einer niedrigen Testosteronkonzentration zur Zeit der Erstuntersuchung verstarben h&#228;ufiger an Herz-Kreislauferkrankungen. Die Ergebnisse der Studie sind im renommierten medizinischen Fachblatt &#0187;European Heart Journal&#0171; ver&#246;ffentlicht worden (s. Anlage/http://eurheartj.oxfordjournals.org).</strong></p>
<p><strong>Als Basis dienten erneut die Untersuchungsdaten und Blutproben</strong> der seit &#252;ber zehn Jahren laufenden Greifswalder Bev&#246;lkerungsstudie &#0187;Gesundheit in Vorpommern&#0171; SHIP (Study of Health in Pomerania) mit &#252;ber 4.000 Probanden und mittlerweile drei Untersuchungswellen. Wissenschaftler aus aller Welt nutzen den Datenschatz, um tiefere Einblicke in medizinische Probleme zu bekommen und Antworten auf brennende Gesundheitsfragen zu finden. F&#252;r die Testosteron-Studie wurden die Untersuchungsergebnisse von den rund 2.000 m&#228;nnlichen Teilnehmern von SHIP analysiert. Testosteron ist als wichtigstes m&#228;nnliches Sexualhormon f&#252;r viele k&#246;rperliche und psychische Vorg&#228;nge beim Mann verantwortlich. Die Greifswalder Wissenschaftler haben sich schwerpunktm&#228;&#223;ig mit Hormon- und Stoffwechselerkrankungen und den Zusammenhang zwischen dem m&#228;nnlichen Sexualhormon Testosteron und Fragen der Gesundheit des Mannes befasst.</p>
<p><strong>Die Arbeitsgruppe am Institut f&#252;r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin</strong>, bestehend aus Labormedizinern, Hormonexperten (Endokrinologen) und Versorgungsforschern (Epidemiologen), setzen aktuell auch modernste analytische Verfahren in ihrer Forschungsarbeit ein. Mittels der NMR-Spektroskopie kann die gesamte Stoffwechselsituation eines Probanden eingesch&#228;tzt werden. &#0187;Die Magnetische Resonanzspektroskopie in der Labormedizin erm&#246;glicht ein molekulares Abbild aus entnommenen K&#246;rperfl&#252;ssigkeiten&#0171;, erl&#228;uterte Institutsdirektor Prof. Matthias Nauck. &#0187;Damit k&#246;nnen neuartige Einblicke in den menschlichen Stoffwechsel und auftretende St&#246;rungen gewonnen sowie individualisierte Therapieans&#228;tze erschlossen werden.&#0171;</p>
<p><strong>In begleitenden Analysen der Daten der SHIP-Studie</strong> konnten die Wissenschaftler belegen, dass eine erniedrigte Testosteronkonzentration h&#228;ufig mit Fettleibigkeit, Fettstoffwechselst&#246;rungen und einer Leberverfettung verkn&#252;pft sind. Niedrige Testosteronspiegel f&#252;hren zu einer vermehrten Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen und erh&#246;hten Gesundheitskosten im ambulanten Bereich. </p>
<blockquote><p><strong>Zudem zeigte sich</strong>, dass ein niedriger Testosteronspiegel f&#252;r die Entstehung von Bluthochdruck und Diabetes mit verantwortlich ist. &#0187;Diese hormonbedingten Stoffwechselst&#246;rungen sind bei M&#228;nnern zu einem fr&#252;hen Tod verkn&#252;pft&#0171;, betonte Prof. Henri Wallaschofski. Das habe die Auswertung der Verlaufsbeobachtung von bereits verstorbenen Teilnehmern der Studie ergeben.</p>
<p>&#0187;<strong>Da der demographische Wandel</strong> und die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft auch vor dem &#8217;starken&#8249; Geschlecht nicht Halt machen, sind altersbedingte Erkrankungen beim Mann auf dem Vormarsch&#0171;, erkl&#228;rte der Endokrinologe. &#0187;So ist bekannt, dass die Testosteronkonzentration mit zunehmendem Alter des Mannes kontinuierlich sinkt.&#0171; Bei 15 bis 20 Prozent der untersuchten M&#228;nner &#252;ber dem 50. Lebensjahr wurde im Rahmen von SHIP eine erniedrigte Testosteronkonzentration nachgewiesen. &#0187;In Zukunft wird die hormonelle Vorsorge beim reifen Mann genauso selbstverst&#228;ndlich werden wie bei der Frau&#0171;, ist Wallaschofski &#252;berzeugt. &#0187;Die Einstellung des Hormonspiegels ist bei medizinisch gesichertem Bedarf medikament&#246;s m&#246;glich.&#0171;</p>
<p><strong>Prof. Matthias Nauck k&#252;ndigte an</strong>, die Untersuchungen im Rahmen des zentralen und vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung mit 15,4 Mio. Euro gef&#246;rderten Greifswalder Forschungsprojektes der &#0187;Individualisierten Medizin&#0171; (GANI_MED: Greifswald Approach to Individualized Medicine) fortzusetzen. &#0187;<em>Die Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit Kardiologen, Gyn&#228;kologen und Fach&#228;rzten der Klinik f&#252;r Psychiatrie wird den Einfluss von Sexualhormonen auf Stoffwechselerkrankungen weiter im komplexen Zusammenhang untersuchen. Ziel ist es, eine individuelle Diagnostik mit Risikoanalyse, Lebensstilberatung und Therapie zu etablieren und einen wissenschaftlichen Schwerpunkt f&#252;r Andrologie am Universit&#228;tsklinikum zu entwickeln.</em>&#0187;</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen</strong><br />
SHIP: http://www.medizin.uni-greifswald.de/cm/fv/ship.html<br />
GANI_MED: http://www.gani-med.de</p>
<p><strong>Ansprechpartner</strong><br />
Universit&#228;tsklinikum Greifswald<br />
Institut f&#252;r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin<br />
Direktor: Prof. Dr. med. Matthias Nauck<br />
Sauerbruchstra&#223;e, 17475 Greifswald<br />
T + 49 3834 86-55 01<br />
F + 49 3834 86-55 02<br />
E-Mail:  matthias.nauck@uni-greifswald.de</p>
<p>http://www.klinikum.uni-greifswald.de</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Raubwanzen als Vorbild im Kampf gegen Infarkte</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/24/raubwanzen-als-vorbild-fuer-neuen-thrombosehemmer/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/03/24/raubwanzen-als-vorbild-fuer-neuen-thrombosehemmer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 05:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>F&#252;r die Raubwanze Triatoma infestans ist es &#252;berlebenswichtig, dass das Blut nicht gerinnt, w&#228;hrend sie es ihrem Wirt abzapft. Das erreicht sie mit Hilfe eines Proteins im Mitteldarm. Forscher haben sich diese Technik nun zu Eigen gemacht und aus dem Protein einen Hemmstoff entwickelt, der k&#252;nftig vor Schlaganfall und Herzinfarkt sch&#252;tzen soll. Wissenschaftler um Prof. Dr. Bernhard Nieswandt vom Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg haben nun den Stoff auf seine Wirksamkeit &#252;berpr&#252;ft und k&#246;nnen best&#228;tigen: Das Mittel wirkt hervorragend, ohne dabei die wichtige Blutstillung zu beeintr&#228;chtigen! Ein Medikament, nach dem die Wissenschaft bereits seit Jahren sucht.</strong>

<strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall</strong> sind das gr&#246;&#223;te Gesundheitsproblem in westlichen Gesellschaften. Eine der h&#228;ufigsten Ursachen sind Durchblutungsst&#246;rungen in Arterien, hervorgerufen durch einen Pfropf im Blutgef&#228;&#223;, einen so genannten Thrombus. Dieser entsteht an besch&#228;digten Gef&#228;&#223;w&#228;nden durch die Anlagerung von Blutpl&#228;ttchen und die Aktivierung von Blutgerinnungsfaktoren.. Gelangen die Pl&#228;ttchen an eine besch&#228;digte Stelle, so werden sie von der Gef&#228;&#223;wand aktiviert und ver&#228;ndern ihre Form und Oberfl&#228;cheneigenschaften so, dass sie sich an der Wand des Blutgef&#228;&#223;es und aneinander festkleben k&#246;nnen. Letzteres wird durch die Funktion der Gerinnungsfaktoren noch unterst&#252;tzt. Der gesamte Mechanismus ist notwenig, um besch&#228;digte Stellen im Gef&#228;&#223; zu flicken und damit unkontrollierten Blutverlust zu vermeiden. Wird der Blutpfropf jedoch so gro&#223;, dass er das Gef&#228;&#223; vollst&#228;ndig verschlie&#223;t, kann das nachfolgende Gewebe nicht mehr durchblutet werden. &#196;u&#223;erst tragisch ist das im Herzen, dem Gehirn oder der Lunge. Es kommt zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Lungenembolie.

<strong>Besonders oft treten solche Probleme bei Patienten</strong> auf, die w&#228;hrend einer Operation an der Herz-Lungen-Maschine angeschlossen sind. Auch die Behandlung von Schlaganfallpatienten stellt die &#196;rzte bisher vor ein ungel&#246;stes Problem. In beiden F&#228;llen gilt es, die Bildung von Thromben zu vermeiden bzw. diese aufzul&#246;sen, ohne dabei die lebenswichtige gesunde Blutgerinnung zu beeinflussen. Doch alle bisher zur Verf&#252;gung stehenden Medikamente wie beispielsweise Aspirin oder Marcumar k&#246;nnen zwar das Blut verd&#252;nnen und so das Verstopfen der Blutgef&#228;&#223;e manchmal verhindern, haben aber ein erh&#246;htes Blutungsrisiko als Nebenwirkung. Aus diesem Grund sind Forscher bereits seit Jahren auf der Suche nach einem Mittel, das diesen Spagat schafft.

<strong>Das Team um Prof. Dr. Nieswandt</strong> hatte bereits 2005
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:355px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/mausarterie.jpg" rel="lightbox[pics2061]" title="Foto: Rudolf-Virchow-Zentrum"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/mausarterie.thumbnail.jpg" alt="Foto: Rudolf-Virchow-Zentrum" width="355" height="527" class="attachment wp-att-2062" /></a>
<div class="imagecaption">Arterie einer Maus unter dem Mikroskop &#8211; 20 Minuten nach einer Gef&#228;&#223;verletzung. Die Blutpl&#228;ttchen wurden mit einem fluoreszierenden Stoff markiert, um sie sichtbar zu machen. In einer unbehandelten Maus entsteht nach der Verletzung ein Blutgerinnsel, das zum vollst&#228;ndigen Verschluss der Arterie f&#252;hrt.<br />
In einer mit rHA-Infestin-4 behandelten Maus ist dieses Ereignis hingegen blockiert.<br />
Foto: Rudolf-Virchow-Zentrum</div>
</div>
<p><strong>F&#252;r die Raubwanze Triatoma infestans ist es &#252;berlebenswichtig, dass das Blut nicht gerinnt, w&#228;hrend sie es ihrem Wirt abzapft. Das erreicht sie mit Hilfe eines Proteins im Mitteldarm. Forscher haben sich diese Technik nun zu Eigen gemacht und aus dem Protein einen Hemmstoff entwickelt, der k&#252;nftig vor Schlaganfall und Herzinfarkt sch&#252;tzen soll. Wissenschaftler um Prof. Dr. Bernhard Nieswandt vom Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg haben nun den Stoff auf seine Wirksamkeit &#252;berpr&#252;ft und k&#246;nnen best&#228;tigen: Das Mittel wirkt hervorragend, ohne dabei die wichtige Blutstillung zu beeintr&#228;chtigen! Ein Medikament, nach dem die Wissenschaft bereits seit Jahren sucht.</strong></p>
<p><strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall</strong> sind das gr&#246;&#223;te Gesundheitsproblem in westlichen Gesellschaften. Eine der h&#228;ufigsten Ursachen sind Durchblutungsst&#246;rungen in Arterien, hervorgerufen durch einen Pfropf im Blutgef&#228;&#223;, einen so genannten Thrombus. Dieser entsteht an besch&#228;digten Gef&#228;&#223;w&#228;nden durch die Anlagerung von Blutpl&#228;ttchen und die Aktivierung von Blutgerinnungsfaktoren.. Gelangen die Pl&#228;ttchen an eine besch&#228;digte Stelle, so werden sie von der Gef&#228;&#223;wand aktiviert und ver&#228;ndern ihre Form und Oberfl&#228;cheneigenschaften so, dass sie sich an der Wand des Blutgef&#228;&#223;es und aneinander festkleben k&#246;nnen. Letzteres wird durch die Funktion der Gerinnungsfaktoren noch unterst&#252;tzt. Der gesamte Mechanismus ist notwenig, um besch&#228;digte Stellen im Gef&#228;&#223; zu flicken und damit unkontrollierten Blutverlust zu vermeiden. Wird der Blutpfropf jedoch so gro&#223;, dass er das Gef&#228;&#223; vollst&#228;ndig verschlie&#223;t, kann das nachfolgende Gewebe nicht mehr durchblutet werden. &#196;u&#223;erst tragisch ist das im Herzen, dem Gehirn oder der Lunge. Es kommt zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Lungenembolie.</p>
<p><strong>Besonders oft treten solche Probleme bei Patienten</strong> auf, die w&#228;hrend einer Operation an der Herz-Lungen-Maschine angeschlossen sind. Auch die Behandlung von Schlaganfallpatienten stellt die &#196;rzte bisher vor ein ungel&#246;stes Problem. In beiden F&#228;llen gilt es, die Bildung von Thromben zu vermeiden bzw. diese aufzul&#246;sen, ohne dabei die lebenswichtige gesunde Blutgerinnung zu beeinflussen. Doch alle bisher zur Verf&#252;gung stehenden Medikamente wie beispielsweise Aspirin oder Marcumar k&#246;nnen zwar das Blut verd&#252;nnen und so das Verstopfen der Blutgef&#228;&#223;e manchmal verhindern, haben aber ein erh&#246;htes Blutungsrisiko als Nebenwirkung. Aus diesem Grund sind Forscher bereits seit Jahren auf der Suche nach einem Mittel, das diesen Spagat schafft.</p>
<p><strong>Das Team um Prof. Dr. Nieswandt</strong> hatte bereits 2005 einen gro&#223;en Schritt in Richtung einer neuen Medikamentengeneration getan. Es identifizierte den <em>Blutgerinnungsfaktor XII</em>, als einen wichtigen Ansatzpunkt zur Entwicklung neuer Mittel. Das Ergebnis der damaligen Studie: Schaltet man in einer Maus das Gen f&#252;r die Produktion des Proteins Faktor XII, auch <em>Hageman-Faktor</em> genannt, aus, kann man in den Gef&#228;&#223;en dieser Tiere unter Laborbedingungen keinen Blutpfropfen mehr erzeugen. Herzinfarkt und Schlaganfall treten nicht mehr auf. &#0187;<em>Kein Faktor XII, kein Herzinfarkt</em>&#0171;, lautete das damalige Resultat.</p>
<p><strong>Eine Firma aus Marburg erkannte die Bedeutung des Ergebnisses.</strong> Sie machte sich daran, einen Inhibitor, d.h. Hemmstoff, gegen das Protein zu entwickeln. Dabei nahm sie sich die Natur zum Vorbild &#8211; in diesem Fall die kleine Wanze <em>Triatoma infestans</em>. Diese ist beim Blutsaugen darauf angewiesen, dass das Blut nicht gerinnt. Die Wissenschaftler dieser Firma CSL Behring kombinierten das aus dem Mitteldarm der Wanze gewonnene Protein Infestin-4 mit einem menschlichen Eiwei&#223;. Heraus kam der neue Wirkstoff <strong>rHA-Infestin-4</strong>, der nach einem Schl&#252;ssel-Schloss-Prinzip den Faktor XII hemmt.</p>
<blockquote><p><strong>Mit dem neu entwickelten Inhibitor</strong> nahm Behring wieder Kontakt mit Prof. Dr. Nieswandt auf, um zusammen die Wirksamkeit des Stoffs in <strong>Mausmodellen zu testen</strong>. Das Ergebnis der Untersuchungen war beeindruckend. W&#228;hrend das Medikament auf der einen Seite keinerlei Thrombusbildung mehr zul&#228;sst, beeintr&#228;chtigt es auf der anderen Seite die Blutstillung in keiner Weise. &#0187;Nach unserem jetzigen Erkenntnisstand, glaube ich, dass es sich bei dem Hemmstoff rHA-Infestin-4 um einen Meilenstein in der Behandlung von Herzinfarkt und Schlaganfall handeln k&#246;nnte&#0171;, so Prof. Dr. Bernhard Nieswandt. Die Ergebnisse wurden am 22. M&#228;rz 2010 in der Online-Ver&#246;ffentlichung der renommierten Fachzeitschrift &#0187;Circulation&#0171; beschrieben. Nach Abschluss der Untersuchungen am Rudolf-Virchow-Zentrum in W&#252;rzburg steht dem Hemmstoff rHA-Infestin-4 nun <strong>als n&#228;chster Schritt die Untersuchung in einer klinischen Studie bevor.</strong>
</p></blockquote>
<p><em>DOI: 10.1161/CIRCULATIONAHA.109.924761</em></p>
<p>Kontakt:<br />
Kristina Kessler, Leiterin Presse- und &#214;ffentlichkeitsarbeit<br />
Rudolf-Virchow-Zentrum/ Universit&#228;t W&#252;rzburg<br />
Telefon: 0931 31-80895, E-Mail: kristina.kessler@virchow.uni-wuerzburg.de </p>
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		<title>Aktion &#0187;Hannover gegen den Schlaganfall&#0171; gestartet</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/11/aktion-hannover-gegen-den-schlaganfall-gestartet/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 17:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<category><![CDATA[112]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Breit angelegte Aufkl&#228;rungsaktion will die Bev&#246;lkerung in Hannover f&#252;r richtige Reaktion im Notfall fit machen</h4>
<strong>In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 230.000 Menschen einen Schlaganfall. Alleine in Hannover sind es rund 2.500 im Jahr. Um das Wissen &#252;ber die Symptome des Schlaganfalls und die richtige Reaktion im Notfall zu verbessern, hat sich in der Region jetzt ein starkes Aktionsb&#252;ndnis zusammen geschlossen: Unter der Schirmherrschaft von Oberb&#252;rgermeister Stephan Weil starten die Medizinische Hochschule Hannover, das Klinikum Nordstadt sowie das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim im M&#228;rz 2010 eine sechsmonatige Kampagne unter dem Motto "Schlaganfall - ein Notfall".</strong>

"<em>Schlaganf&#228;lle sind eine der h&#228;ufigsten Todesursachen weltweit und eine der wesentlichen Ursachen f&#252;r dauerhafte Behinderung und reduzierte Lebensqualit&#228;t</em>", erkl&#228;rt Professor Dr. Reinhard Dengler, Direktor der Klinik f&#252;r Neurologie der Medizinische Hochschule Hannover und einer der Initiatoren der Aufkl&#228;rungsaktion, das Ausma&#223; der Problematik. Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung, jederzeit. "<em>Trotzdem untersch&#228;tzen viele Menschen immer noch die Gefahr und haben im Notfall Hemmungen, schnell den Notruf 112 zu w&#228;hlen. Doch nur so haben Betroffene eine Chance, dass wir schlimme Folgen wie schwere Behinderungen verhindern k&#246;nnen</em>", betont Professor Dr. Andreas Schwartz, Chefarzt der Klinik f&#252;r Neurologie KRH - Klinikum Nordstadt. Gerade in Gebieten, in denen das n&#228;chste Krankenhaus mit einer so genannten "<em>Stroke Unit</em>", also einer Schlaganfall-Spezialstation weiter entfernt liege, <strong>k&#246;nne eine schnelle Reaktion Leben retten.
</strong>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/hannover-schlaganfall.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Werben f&#252;r die Aktion: Dr. G&#252;nster, Professor Adams, Oberb&#252;rgermeister Weil, Professor Dengler und Professer Schwartz (von links),"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/hannover-schlaganfall.thumbnail.jpg" alt="Werben f&#252;r die Aktion: Dr. G&#252;nster, Professor Adams, Oberb&#252;rgermeister Weil, Professor Dengler und Professer Schwartz (von links)," width="255" height="203" class="attachment wp-att-2037" /></a>
<div class="imagecaption">Werben f&#252;r die Aktion: Dr. G&#252;nster, Professor Adams, Oberb&#252;rgermeister Weil, Professor Dengler und Professer Schwartz (von links),</div>
</div>
<h4>Breit angelegte Aufkl&#228;rungsaktion will die Bev&#246;lkerung in Hannover f&#252;r richtige Reaktion im Notfall fit machen</h4>
<p><strong>In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 230.000 Menschen einen Schlaganfall. Alleine in Hannover sind es rund 2.500 im Jahr. Um das Wissen &#252;ber die Symptome des Schlaganfalls und die richtige Reaktion im Notfall zu verbessern, hat sich in der Region jetzt ein starkes Aktionsb&#252;ndnis zusammen geschlossen: Unter der Schirmherrschaft von Oberb&#252;rgermeister Stephan Weil starten die Medizinische Hochschule Hannover, das Klinikum Nordstadt sowie das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim im M&#228;rz 2010 eine sechsmonatige Kampagne unter dem Motto &#0187;Schlaganfall &#8211; ein Notfall&#0171;.</strong></p>
<p>&#0187;<em>Schlaganf&#228;lle sind eine der h&#228;ufigsten Todesursachen weltweit und eine der wesentlichen Ursachen f&#252;r dauerhafte Behinderung und reduzierte Lebensqualit&#228;t</em>&#0171;, erkl&#228;rt Professor Dr. Reinhard Dengler, Direktor der Klinik f&#252;r Neurologie der Medizinische Hochschule Hannover und einer der Initiatoren der Aufkl&#228;rungsaktion, das Ausma&#223; der Problematik. Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung, jederzeit. &#0187;<em>Trotzdem untersch&#228;tzen viele Menschen immer noch die Gefahr und haben im Notfall Hemmungen, schnell den Notruf 112 zu w&#228;hlen. Doch nur so haben Betroffene eine Chance, dass wir schlimme Folgen wie schwere Behinderungen verhindern k&#246;nnen</em>&#0171;, betont Professor Dr. Andreas Schwartz, Chefarzt der Klinik f&#252;r Neurologie KRH &#8211; Klinikum Nordstadt. Gerade in Gebieten, in denen das n&#228;chste Krankenhaus mit einer so genannten &#0187;<em>Stroke Unit</em>&#0171;, also einer Schlaganfall-Spezialstation weiter entfernt liege, <strong>k&#246;nne eine schnelle Reaktion Leben retten.<br />
</strong></p>
<blockquote><p><strong>Die typischen Symptome eines Schlaganfalls</strong> sind pl&#246;tzliche, meist schmerzlose L&#228;hmungserscheinungen, Taubheitsgef&#252;hle oder Sehst&#246;rungen. Wer bei Mitmenschen diese Anzeichen erkennt, sollte unverz&#252;glich den Notarzt &#252;ber die Nummer 112 rufen. Denn f&#252;r den Betroffenen z&#228;hlt jede Minute. &#0187;Wir k&#246;nnen einen Schlaganfall heute in vielen F&#228;llen behandeln, um die Folgen abzumildern. Doch wir wissen auch, dass das Ergebnis umso besser ist, je fr&#252;her der Patient ein spezialisiertes Krankenhaus erreicht&#0171;, betont Professor Dengler.</p>
<p>&#0187;Schlaganfall ist ein Thema, das jeden direkt oder indirekt treffen kann&#0171;, erkl&#228;rt Schirmherr Stephan Weil. &#0187;F&#252;r den Erfolg des Projektes brauchen wir die Unterst&#252;tzung von m&#246;glichst vielen Partnern. So k&#246;nnen wir alle gemeinsam einen Beitrag dazu leisten, in Hannover das Wissen &#252;ber den Schlaganfall und somit auch die Lebensqualit&#228;t vieler zu verbessern.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Die konzertierte Aufkl&#228;rungsaktion &#0187;Hannover gegen den Schlaganfall&#0171;</strong> startet mit der Auftaktveranstaltung am 11. M&#228;rz 2010 im Rathaus Hannover. Die Projektpartner werben insbesondere bei den Medien, aber auch bei Berufsverb&#228;nden, Selbsthilfegruppen und weiteren Multiplikatoren um Unterst&#252;tzung f&#252;r ihre gemeinsame Aktion. P&#252;nktlich zum Start des Projektes werden Busse mit Plakaten zu den Symptomen eines Schlaganfalls beklebt und rollen drei Monate lang durch Hannover. Im Stadion von Hannover 96 wird ein Infospot zum Thema Schlaganfall gezeigt. F&#252;r die kommenden Monate sind weitere Ma&#223;nahmen in Planung. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tumorbilder mit Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikeln</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/23/tumorbilder-mit-mikroblaeschen-und-goldnanopartikeln/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 05:15:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<strong>Ein neues Bildgebungsverfahren f&#252;r die Tumordiagnostik und -behandlung entwickeln Bochumer Forscher am Lehrstuhl f&#252;r Medizintechnik: Erstmals kombinieren sie Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikel zu einem Kontrastmittel, das nicht nur den Ort eines Tumors anzeigt, sondern auch seine Struktur. Zu Beginn des Jahres 2010 fiel der Startschuss f&#252;r das Kooperationsvorhaben "ForSaTum". Ziel ist, neue Konzepte zur Tumorbehandlung zu entwickeln und beschleunigt umzusetzen. Bochumer Forscher um Prof. Dr. Georg Schmitz sind als Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt. Sie erhalten 1,2 Millionen Euro f&#252;r drei Jahre.</strong>

<blockquote><strong>Nachweis tumorspezifischer Kontrastmittel</strong>
"Wir entwickeln in unserem Teilprojekt ein Abbildungssystem, das die beiden Verfahren mit Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikeln integriert und quantitative Messungen erm&#246;glicht", so Prof. Schmitz. "Dabei entstehen Bildgebungsverfahren, mit denen wir m&#246;glichst geringe Mengen dieser tumorspezifischen Kontrastmittel nachweisen k&#246;nnen." Die mikrometergro&#223;en Gasbl&#228;schen werden durch H&#252;llen stabilisiert, auf denen Molek&#252;le angebracht sind, die sich im Tumorgewebe binden. Akustische Verfahren in der Ultraschallbildgebung machen dieses Kontrastmittel dann sichtbar.</blockquote>

<strong>Akustische und photoakustische Verfahren</strong>

<strong>Das Nachweisverfahren ist so hochgenau,</strong> dass es selbst einzelne Mikrobl&#228;schen anzeigt. Da der Einsatz auf das Gef&#228;&#223;system beschr&#228;nkt ist, untersuchen die Bochumer Forscher auch photoakustische Verfahren. Hierbei verwenden sie als Kontrastmittel beispielsweise Goldnanopartikel, die tiefer ins Gewebe eindringen und &#252;ber entsprechende Beschichtungen tumorspezifisch binden. Sie werden mit einem Laserpuls zur Schallemission angeregt. Die im Ultraschallbild dargestellten Echos sollen in Zukunft Auskunft &#252;ber die physiologischen Vorg&#228;nge im Tumorgewebe geben.
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/hf-tumor-us.jpg" rel="lightbox[pics0]" title=""><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/hf-tumor-us.thumbnail.jpg" alt="Hochfrequentes Ultraschallbild eines Tumors (links) und &#252;berlagerte Analyse der Einstr&#246;mung von Mikrobl&#228;schen in die Blutgef&#228;&#223;e des Tumors (rechts)" width="255" height="113" class="attachment wp-att-2010" /></a>
<div class="imagecaption">Hochfrequentes Ultraschallbild eines Tumors (links) und &#252;berlagerte Analyse der Einstr&#246;mung von Mikrobl&#228;schen in die Blutgef&#228;&#223;e des Tumors (rechts) Foto: RUB</div>
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<p><strong>Ein neues Bildgebungsverfahren f&#252;r die Tumordiagnostik und -behandlung entwickeln Bochumer Forscher am Lehrstuhl f&#252;r Medizintechnik: Erstmals kombinieren sie Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikel zu einem Kontrastmittel, das nicht nur den Ort eines Tumors anzeigt, sondern auch seine Struktur. Zu Beginn des Jahres 2010 fiel der Startschuss f&#252;r das Kooperationsvorhaben &#0187;ForSaTum&#0171;. Ziel ist, neue Konzepte zur Tumorbehandlung zu entwickeln und beschleunigt umzusetzen. Bochumer Forscher um Prof. Dr. Georg Schmitz sind als Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt. Sie erhalten 1,2 Millionen Euro f&#252;r drei Jahre.</strong></p>
<blockquote><p><strong>Nachweis tumorspezifischer Kontrastmittel</strong><br />
&#0187;Wir entwickeln in unserem Teilprojekt ein Abbildungssystem, das die beiden Verfahren mit Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikeln integriert und quantitative Messungen erm&#246;glicht&#0171;, so Prof. Schmitz. &#0187;Dabei entstehen Bildgebungsverfahren, mit denen wir m&#246;glichst geringe Mengen dieser tumorspezifischen Kontrastmittel nachweisen k&#246;nnen.&#0171; Die mikrometergro&#223;en Gasbl&#228;schen werden durch H&#252;llen stabilisiert, auf denen Molek&#252;le angebracht sind, die sich im Tumorgewebe binden. Akustische Verfahren in der Ultraschallbildgebung machen dieses Kontrastmittel dann sichtbar.</p></blockquote>
<p><strong>Akustische und photoakustische Verfahren</strong></p>
<p><strong>Das Nachweisverfahren ist so hochgenau,</strong> dass es selbst einzelne Mikrobl&#228;schen anzeigt. Da der Einsatz auf das Gef&#228;&#223;system beschr&#228;nkt ist, untersuchen die Bochumer Forscher auch photoakustische Verfahren. Hierbei verwenden sie als Kontrastmittel beispielsweise Goldnanopartikel, die tiefer ins Gewebe eindringen und &#252;ber entsprechende Beschichtungen tumorspezifisch binden. Sie werden mit einem Laserpuls zur Schallemission angeregt. Die im Ultraschallbild dargestellten Echos sollen in Zukunft Auskunft &#252;ber die physiologischen Vorg&#228;nge im Tumorgewebe geben.</p>
<blockquote><p><strong>Erforschung nicht-invasiver Bildgebung</strong><br />
&#0187;Viele onkologische Diagnose- und Therapieans&#228;tze scheitern an hohen Entwicklungskosten und mangelnder klinischer Effizienz&#0171;, erkl&#228;rt Prof. Fabian Kiessling, Lehrstuhl f&#252;r Experimentelle Molekulare Bildgebung an der RWTH Aachen und Leiter des Konsortiums ForSaTum. &#0187;Nicht-invasive Bildgebung erm&#246;glicht die Erhebung physiologischer und molekularer Informationen, die die Aussagekraft pr&#228;klinischer Studien erh&#246;hen und die Zahl klinisch scheiternder Behandlungsans&#228;tze vermindern kann. Zudem senkt sie deutlich die Entwicklungskosten&#0171;, so Prof. Kiessling weiter.</p></blockquote>
<p><strong>Kooperation mit RWTH Aachen und Industriepartnern</strong></p>
<p>Das Verbundprojekt &#0187;Forschungssatellit f&#252;r eine beschleunigte Umsetzung neuer Tumorbehandlungskonzepte&#0171;, kurz ForSaTum, wird als ein Sieger des Wettbewerbs HighTech.NRW vom Ministerium f&#252;r Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW in einer dreij&#228;hrigen Laufzeit mit 7,6 Millionen Euro gef&#246;rdert &#8211; mit Mitteln des EU-NRW Ziel 2-Programms &#0187;Regionale Wettbewerbsf&#228;higkeit und Besch&#228;ftigung 2007 &#8211; 2013&#8243; (EFRE). Zus&#228;tzlich bringen die beteiligten Projektpartner 3,6 Millionen Euro auf. Dem Bochumer Lehrstuhl f&#252;r Medizintechnik stehen 1,2 Millionen Euro zur Durchf&#252;hrung des Projektes zur Verf&#252;gung. Neben den Forschungseinrichtungen der Ruhr-Universit&#228;t Bochum und RWTH Aachen sind Industriepartner aus ganz NRW wie Philips, AplaGen, PharmedArtis, Kairos, ITZ Medicom, Digital Medics, invivoContrast und das Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik (AKM) beteiligt.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
Prof. Dr.-Ing. Georg Schmitz, Lehrstuhl f&#252;r Medizintechnik der RUB, Fakult&#228;t f&#252;r Elektrotechnik und Informationstechnik, Tel. 0234/32 27573<br />
E-Mail: georg.schmitz@rub.de</p>
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		<title>&#0187;NephroGen&#0171;-Labor hilft nierenkranken Kindern weltweit</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/12/nephrogen-labor-hilft-nierenkranken-kindern-weltweit/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 05:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dietmar Hopp]]></category>
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		<description><![CDATA[<h4>Heidelberger Kinder&#228;rzte bauen Spezial-Labor auf / Projekt-Finanzierung durch Dietmar Hopp Stiftung</h4>
<strong>Nierenkrankheiten haben h&#228;ufig eine genetische Ursache. Die Diagnosestellung ist jedoch sehr aufwendig und kann nur in spezialisierten Laboren durchgef&#252;hrt werden. Die Sektion P&#228;diatrische Nephrologie des Zentrums f&#252;r Kinder- und Jugendmedizin des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg (Sektionsleiter: Professor Dr. Dr. Franz Schaefer) hat in wenigen Jahren ein hochqualifiziertes Labor aufgebaut, das Genanalysen zahlreicher Patienten im In- und Ausland durchf&#252;hrt, und hat damit die Diagnostik und Beratung betroffener Familien wesentlich verbessert. &#220;ber zwei neue Internetportale werden Auftr&#228;ge angenommen, Daten gesammelt und Informationen bereit gestellt. Das Projekt "NephroGen" wird seit 2004 von der Dietmar Hopp Stiftung mit 400.000 € finanziert.</strong>

<strong>"NephroGen" - zentrale Anlaufstelle f&#252;r Laboranforderungen</strong>

<strong>Zahlreiche Gene, die Nierenerkrankungen bei Kindern</strong> hervorrufen k&#246;nnen, sind bereits bekannt. Trotzdem fanden diese Erkenntnisse bisher nicht den Weg in die klinische Routinediagnostik, da nur wenige Labore diese speziellen Untersuchungen anbieten, und die &#196;rzte oft nicht wissen, wer welche Gene untersuchen kann. Eine genetische Analyse kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen und wird nicht von allen Krankenkassen bezahlt. Professor Schaefer hat mit "NephroGen" ein Labor aufgebaut, das die Diagnostik f&#252;r die 15 h&#228;ufigsten, nierenrelevanten Gene anbietet. F&#252;r die meisten dieser Gene ist das Heidelberger Labor der erste und bisher einzige Leistungsanbieter in Europa.

<strong>Die Nachfrage ist gro&#223;:</strong> Neben Einsendungen aus Deutschland kommen Anforderungen aus 10 europ&#228;ischen L&#228;ndern, dem mittleren Osten und Lateinamerika. Seit 2005 wurden &#252;ber 1.000 Genanalysen durchgef&#252;hrt. Bisher erfolgten die Untersuchungen im Rahmen von Forschungsprojekten und waren f&#252;r die Einsender daher kostenlos. Doch 2010 sollen die nephrogenetischen Leistungen in das Angebot des Humangenetischen Instituts (Leiter: Professor Dr. Claus R. Bartram) integriert und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/ceylin.jpg" rel="lightbox[pics1990]" title="Ceylin (Foto: UKH)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/ceylin.thumbnail.jpg" alt="Ceylin" width="255" height="383" class="attachment wp-att-1995" /></a>
<div class="imagecaption">Die kleine Ceylin leidet an einer Nierenerkrankung mit genetischer Ursache (siehe ausf&#252;hrliche Patientengeschichte).Quelle: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg.</div>
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<h4>Heidelberger Kinder&#228;rzte bauen Spezial-Labor auf / Projekt-Finanzierung durch Dietmar Hopp Stiftung</h4>
<p><strong>Nierenkrankheiten haben h&#228;ufig eine genetische Ursache. Die Diagnosestellung ist jedoch sehr aufwendig und kann nur in spezialisierten Laboren durchgef&#252;hrt werden. Die Sektion P&#228;diatrische Nephrologie des Zentrums f&#252;r Kinder- und Jugendmedizin des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg (Sektionsleiter: Professor Dr. Dr. Franz Schaefer) hat in wenigen Jahren ein hochqualifiziertes Labor aufgebaut, das Genanalysen zahlreicher Patienten im In- und Ausland durchf&#252;hrt, und hat damit die Diagnostik und Beratung betroffener Familien wesentlich verbessert. &#220;ber zwei neue Internetportale werden Auftr&#228;ge angenommen, Daten gesammelt und Informationen bereit gestellt. Das Projekt &#0187;NephroGen&#0171; wird seit 2004 von der Dietmar Hopp Stiftung mit 400.000 € finanziert.</strong></p>
<p><strong>&#0187;NephroGen&#0171; &#8211; zentrale Anlaufstelle f&#252;r Laboranforderungen</strong></p>
<p><strong>Zahlreiche Gene, die Nierenerkrankungen bei Kindern</strong> hervorrufen k&#246;nnen, sind bereits bekannt. Trotzdem fanden diese Erkenntnisse bisher nicht den Weg in die klinische Routinediagnostik, da nur wenige Labore diese speziellen Untersuchungen anbieten, und die &#196;rzte oft nicht wissen, wer welche Gene untersuchen kann. Eine genetische Analyse kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen und wird nicht von allen Krankenkassen bezahlt. Professor Schaefer hat mit &#0187;NephroGen&#0171; ein Labor aufgebaut, das die Diagnostik f&#252;r die 15 h&#228;ufigsten, nierenrelevanten Gene anbietet. F&#252;r die meisten dieser Gene ist das Heidelberger Labor der erste und bisher einzige Leistungsanbieter in Europa.</p>
<p><strong>Die Nachfrage ist gro&#223;:</strong> Neben Einsendungen aus Deutschland kommen Anforderungen aus 10 europ&#228;ischen L&#228;ndern, dem mittleren Osten und Lateinamerika. Seit 2005 wurden &#252;ber 1.000 Genanalysen durchgef&#252;hrt. Bisher erfolgten die Untersuchungen im Rahmen von Forschungsprojekten und waren f&#252;r die Einsender daher kostenlos. Doch 2010 sollen die nephrogenetischen Leistungen in das Angebot des Humangenetischen Instituts (Leiter: Professor Dr. Claus R. Bartram) integriert und dort auch abgerechnet werden.</p>
<p><strong>Informations- und Datenquelle f&#252;r kindernephrologische Zentren weltweit</strong></p>
<p><strong>&#220;ber das Internetportal www.nephrogen.org,</strong> das seit 2006 online ist, k&#246;nnen &#196;rzte detaillierte Informationen zu den Krankheitsbildern erhalten und spezifische Befunde anfordern. Ein weiteres Internetportal (www.podonet.org) existiert seit 2009 und wird bereits von 50 kindernephrologischen Zentren in 19 L&#228;ndern genutzt. Hier werden im Rahmen eines auch von Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung (BMBF) und EU gef&#246;rderten Verbundprojektes genetische und klinische Daten zum sogenannten steroidresistenten nephrotischen Syndrom, einer besonders wichtigen, seltenen kindlichen Nierenerkrankung zusammengef&#252;hrt (siehe unten).</p>
<blockquote><p><strong>&#0187;Der Nutzen dieser umfangreichen genetischen Diagnostik</strong> liegt zum einen darin, den Kindern unn&#252;tze und belastende Therapien zu ersparen. Zum anderen kann das Wissen um eine genetische Krankheitsursache die Prognose entscheidend ver&#228;ndern. Auch ist es f&#252;r die Betroffenen und gesunde Geschwisterkinder wichtig, das Risiko zu kennen, die Erkrankung an nachfolgende Generationen weiter zu vererben&#0171;, erl&#228;utert Professor Schaefer. &#0187;Ein langfristiges Ziel unserer Untersuchungen ist es nat&#252;rlich, neue, m&#246;glicherweise kausale Therapien zu entwickeln, die die Nierenfunktion erhalten k&#246;nnen.&#0171; Denn leider ist es immer noch so, dass den meisten nierenkranken Kindern &#252;ber kurz oder lang eine Nierenersatztherapie, also Dialyse und Nierentransplantation, nicht erspart bleibt.</p></blockquote>
<p><strong>Patientengeschichte:</strong><br />
<em>Die kleine Ceylin ist 18 Monate alt. Seit einiger Zeit leidet sie unter starken Wassereinlagerungen. Bald fand man heraus, dass ihre Nieren sehr viel Eiwei&#223; verlieren; man spricht von einem &#0187;nephrotischen Syndrom&#0171;. Diese Krankheit beruht meistens auf einer St&#246;rung des Immunsystems und wird mit Kortison behandelt, manchmal auch mit st&#228;rkeren Medikamenten. Bei Ceylin f&#252;hrte das Kortison zwar zu einigen Nebenwirkungen, aber die Nierenerkrankung wurde nicht besser. Das M&#228;dchen wurde zur Weiterbehandlung nach Heidelberg geschickt.</em></p>
<p><em><strong>In seltenen F&#228;llen kann ein nephrotisches Syndrom</strong> durch angeborene genetische Ver&#228;nderungen in den Nieren verursacht werden. Diese Ver&#228;nderungen lassen sich nicht durch Medikamente beeinflussen und f&#252;hren zu einem fortschreitenden Verlust der Nierenfunktion. Die Heidelberger &#196;rzte fanden bei Ceylin rasch eine solche genetische Ursache.<br />
</em><br />
<em><strong>Die schlechte Nachricht f&#252;r Ceylin und ihre Familie ist,</strong> dass Ceylin in einigen Jahren eine Nierentransplantation brauchen wird. Immerhin aber war schnell klar, dass Kortison und andere Medikamente bei Ceylin prinzipiell unwirksam sind und ihr die oft schwerwiegenden Nebenwirkungen dieser Therapien erspart werden k&#246;nnen. Auch auf eine Nierenbiopsie konnte dank der genetischen Diagnostik verzichtet werden. Eine weitere gute Nachricht ist, dass die Erkrankung mit der Transplantation einer gesunden Niere geheilt sein wird. In den F&#228;llen, die auf St&#246;rungen des Immunsystems beruhen, kann die Erkrankung n&#228;mlich auch in der transplantierten Niere wieder auftreten und diese zerst&#246;ren. In dieser Hinsicht konnten die Kindernephrologen die Familie dank der genetischen Diagnose beruhigen.</em></p>
<p><strong>Die wissenschaftlichen Auswertungen</strong> der klinischen Arbeit des &#0187;NephroGen&#0171;-Projektes wurden bereits in hochrangigen internationalen Fachzeitschriften ver&#246;ffentlicht:<br />
<em>Hussein A, Askar E, Elsaeid M, Schaefer F. Functional polymorphisms in transforming growth factor-beta-1 (TGF&#223;-1) and vascular endothelial growth factor (VEGF) genes modify risk of renal parenchymal scarring following childhood urinary tract infection. Nephrol Dial Transplant, 2009, Oct 26.</p>
<p>Tabatabaeifar M, Schlingmann K-P, Litwin M, Emre S, Bakkaloglu A, Mehls O, Antignac C, Schaefer F, Weber S, and the ESCAPE Trial Group. Functional analysis of BMP4 mutations identified in pediatric CAKUT patients. Pediatr Nephrol, 2009, 24: 2361-8.</p>
<p>Weber S, Moriniere V, Kn&#252;ppel T, Charbit M, Dusek J, Ghiggeri GM, Jankauskiené A, Mir S, Montini G, Peco-Antic A, W&#252;hl E, Zurowska AM, Mehls O, Antignac C, Schaefer F, Salomon R. Prevalence of mutations in renal developmental genes in children with renal hypodysplasia: Results of the ESCAPE Study. J Am Soc Nephrol, 2006, 17: 2864-70</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen zu der Sektion P&#228;diatrische Nephrologie des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg:</strong><br />
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Sektion-Paediatrische-Nephrologie.5158.0.<br />
html?&#038;FS=99880.pdf%3FFS%3D0</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Prof. Dr. Dr.h.c. Franz Schaefer<br />
Sektionsleiter P&#228;diatrische Nephrologie<br />
Leiter KfH-Nierenzentrum f&#252;r Kinder und Jugendliche<br />
Zentrum f&#252;r Kinder- und Jugendmedizin<br />
Im Neuenheimer Feld 430<br />
69120 Heidelberg<br />
Tel.: 06221/56 32 396<br />
Fax: 06221 / 56 51 66<br />
E-Mail: franz.schaefer@med.uni-heidelberg.de</p>
<p><strong>Dietmar Hopp Stiftung:</strong><br />
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegr&#252;ndet, um die Umsetzung gemeinn&#252;tziger Projekte zu erm&#246;glichen. Das Stiftungsverm&#246;gen besteht aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gr&#252;ndung hat die Stiftung, die zu den gr&#246;&#223;ten Privatstiftungen Europas z&#228;hlt, insgesamt rund 230 Millionen Euro ausgesch&#252;ttet (Stand: Januar 2010). Gef&#246;rdert werden Projekte aus den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Der Schwerpunkt der F&#246;rderaktivit&#228;ten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden f&#252;hlt. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.</p>
<p>Dietmar Hopp Stiftung<br />
Raiffeisenstra&#223;e 51<br />
68789 St. Leon-Rot<br />
T: 06227 8608550<br />
F: 06227 8608571<br />
info@dietmar-hopp-stiftung.de<br />
www.dietmar-hopp-stiftung.de</p>
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		<title>Neue Strategien gegen Influenza</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 17:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<category><![CDATA[H1N1]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>Grippeviren sind extrem wandlungsf&#228;hig und dadurch schwer zu bek&#228;mpfen. Forschungsergebnisse von Berliner Wissenschaftlern zeigen jetzt neue Ansatzpunkte f&#252;r die Grippetherapie auf
Infektionen mit Influenzaviren k&#246;nnen lebensbedrohlich sein</strong> und f&#252;hren alleine in Deutschland zu mehreren Tausend t&#246;dlichen Krankheitsverl&#228;ufen pro Jahr. Davon sind vor allem Patienten mit geschw&#228;chtem Immunsystem betroffen. Neuartige Influenzaviren wie beispielsweise der Neuen Grippe ("Schweinegrippe"), die sich 2009 innerhalb weniger Wochen weltweit ausbreitete, bergen zus&#228;tzliche Risiken. Bislang stehen zur Verh&#252;tung und Behandlung einer Grippeinfektion ausschlie&#223;lich Impfstoffe und antivirale Medikamente zur Verf&#252;gung, die gegen das Virus selbst gerichtet sind. Aufgrund der hohen Wandlungsf&#228;higkeit der Viren m&#252;ssen Impfstoffe jedoch immer wieder an das aktuell zirkulierende Virus angepasst werden. G&#228;ngige Grippemedikamente versagen immer h&#228;ufiger, weil Influenzaviren dagegen resistent geworden sind. Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie in Berlin ist es nun gelungen, neue Angriffspunkte aufzusp&#252;ren, die weniger anf&#228;llig f&#252;r Resistenzentwicklung sein k&#246;nnten. (<em>Nature, Online-Publikation am 17. Januar 2010</em>)

<strong>Grippeviren ben&#246;tigen f&#252;r ihre Vermehrung mehrere Hundert menschliche Proteine</strong>

<strong>Grippeviren h&#228;ngen bei ihrer Vermehrung stark</strong> von den Proteinen der infizierten Zelle ab; die meisten davon waren allerdings bisher nicht im Zusammenhang mit Influenza bekannt. Die Wissenschaftler haben sich einer neuen Technologie, der sogenannten "RNA Interferenz", bedient, um damit im automatisierten Verfahren jedes einzelne Gen des Menschen gezielt zu hemmen und die Bildung einzelner Proteine zu verhindern. Anschlie&#223;end wurden die Zellen mit Influenzaviren infiziert und auf die verbliebene Vermehrungsf&#228;higkeit der Viren getestet. Dieses systematische Vorgehen erm&#246;glichte es den Max-Planck-Forschern Alexander Karlas, Nikolaus Machuy sowie Thomas F. Meyer gemeinsam mit weiteren Kollegen unter den zirka 24.000 Genen des Menschen insgesamt 287 Wirtszellfaktoren aufzusp&#252;ren, die bei der Virusvermehrung beteiligt sind.

<strong>Viele der identifizierten Proteine</strong> sind f&#252;r unterschiedliche Influenzaviren gleicherma&#223;en bedeutsam, darunter auch das neue pandemische <em>H1N1 Virus</em>. In Zusammenarbeit mit Thorsten Wolff vom Robert Koch-Institut wurden auch hoch-gef&#228;hrliche H1N1...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:230px;"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/01/virus-pandem.thumbnail.jpeg" alt="rasterelektronenmikroskopische Aufnahme" width="230" height="350" class="attachment wp-att-1939"  title="rasterelektronenmikroskopische Aufnahme pandemischer Virusstamm (A/Hamburg/04/09), der 18 Stunden nach der Infektion eine menschliche Lungenzelle zerst&#246;rt" />
<div class="imagecaption">Wissenschaftler haben durch genomweite RNA-Interferenz-Tests neue Wirtszellfaktoren identifiziert, die f&#252;r Influenza-A-Infektionen unerl&#228;sslich sind. Zu ihnen z&#228;hlt auch die Schweinegrippe (H1N1). Die rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt einen pandemischen Virusstamm (A/Hamburg/04/09), der 18 Stunden nach der Infektion eine menschliche Lungenzelle zerst&#246;rt.<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie / Volker Brinkmann</div>
</div>
<p><strong>Grippeviren sind extrem wandlungsf&#228;hig und dadurch schwer zu bek&#228;mpfen. Forschungsergebnisse von Berliner Wissenschaftlern zeigen jetzt neue Ansatzpunkte f&#252;r die Grippetherapie auf<br />
Infektionen mit Influenzaviren k&#246;nnen lebensbedrohlich sein</strong> und f&#252;hren alleine in Deutschland zu mehreren Tausend t&#246;dlichen Krankheitsverl&#228;ufen pro Jahr. Davon sind vor allem Patienten mit geschw&#228;chtem Immunsystem betroffen. Neuartige Influenzaviren wie beispielsweise der Neuen Grippe (&#0187;Schweinegrippe&#0171;), die sich 2009 innerhalb weniger Wochen weltweit ausbreitete, bergen zus&#228;tzliche Risiken. Bislang stehen zur Verh&#252;tung und Behandlung einer Grippeinfektion ausschlie&#223;lich Impfstoffe und antivirale Medikamente zur Verf&#252;gung, die gegen das Virus selbst gerichtet sind. Aufgrund der hohen Wandlungsf&#228;higkeit der Viren m&#252;ssen Impfstoffe jedoch immer wieder an das aktuell zirkulierende Virus angepasst werden. G&#228;ngige Grippemedikamente versagen immer h&#228;ufiger, weil Influenzaviren dagegen resistent geworden sind. Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie in Berlin ist es nun gelungen, neue Angriffspunkte aufzusp&#252;ren, die weniger anf&#228;llig f&#252;r Resistenzentwicklung sein k&#246;nnten. (<em>Nature, Online-Publikation am 17. Januar 2010</em>)</p>
<p><strong>Grippeviren ben&#246;tigen f&#252;r ihre Vermehrung mehrere Hundert menschliche Proteine</strong></p>
<p><strong>Grippeviren h&#228;ngen bei ihrer Vermehrung stark</strong> von den Proteinen der infizierten Zelle ab; die meisten davon waren allerdings bisher nicht im Zusammenhang mit Influenza bekannt. Die Wissenschaftler haben sich einer neuen Technologie, der sogenannten &#0187;RNA Interferenz&#0171;, bedient, um damit im automatisierten Verfahren jedes einzelne Gen des Menschen gezielt zu hemmen und die Bildung einzelner Proteine zu verhindern. Anschlie&#223;end wurden die Zellen mit Influenzaviren infiziert und auf die verbliebene Vermehrungsf&#228;higkeit der Viren getestet. Dieses systematische Vorgehen erm&#246;glichte es den Max-Planck-Forschern Alexander Karlas, Nikolaus Machuy sowie Thomas F. Meyer gemeinsam mit weiteren Kollegen unter den zirka 24.000 Genen des Menschen insgesamt 287 Wirtszellfaktoren aufzusp&#252;ren, die bei der Virusvermehrung beteiligt sind.</p>
<p><strong>Viele der identifizierten Proteine</strong> sind f&#252;r unterschiedliche Influenzaviren gleicherma&#223;en bedeutsam, darunter auch das neue pandemische <em>H1N1 Virus</em>. In Zusammenarbeit mit Thorsten Wolff vom Robert Koch-Institut wurden auch hoch-gef&#228;hrliche H1N1 Influenzaviren (&#0187;Vogelgrippeviren&#0171;) untersucht, die ebenfalls von den identifizierten humanen Genen abh&#228;ngig waren.</p>
<p><strong>M&#246;gliche Anwendungen f&#252;r die Therapie gegen Influenza</strong><br />
<strong><br />
Die jetzt neu gefundenen Wirtszellfaktoren</strong>, die f&#252;r das Zustandekommen und den Verlauf von Influenzainfektionen unerl&#228;sslich sind, werden nun am Max-Planck-Institut weiter untersucht. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung von Medikamenten, die diese Wirtszellfaktoren blockieren, ohne nennenswerte Nebenwirkungen hervorzurufen. Die Forscher gehen davon aus, dass solche neuartigen Virustatika kaum zu einer Resistenzentwicklung der Viren f&#252;hren und sich auch gegen bisher unbekannte Influenzasubtypen als wirksam erweisen.</p>
<p><strong>Vorstellbar w&#228;re auch</strong>, die identifizierten humanen Gene mittels der Methode der RNA Interferenz selbst zu hemmen. Mit der Untersuchung derartiger therapeutischer Anwendungen der RNA-Interferenz wurde bereits im Jahre 2004 mit dem von Professor Meyer koordinierten europ&#228;ischen Forschungsverbund (RIGHT) begonnen. Die &#8250;Nobelpreis-Technologie des Jahres 2006&#8242; bietet sich also nicht nur zur Charakterisierung infektionsrelevanter Genfunktionen des Menschen an, sondern dar&#252;ber hinaus auch als therapeutische Anwendung. Dies haben inzwischen auch Pharmafirmen erkannt, mit denen das Institut Kontakt h&#228;lt.</p>
<p>Die RNA Interferenz bietet gro&#223;es Potential f&#252;r die Bek&#228;mpfung von Infektionskrankheiten</p>
<blockquote><p>Mit der sich immer st&#228;rker verdichtenden Erkenntnis, dass f&#252;r den Verlauf von Infektionen beide Seiten, n&#228;mlich die des Erregers und die seines Wirts, ben&#246;tigt werden, er&#246;ffnen sich neue Chancen f&#252;r die Behandlung akuter und chronischer Infektionen. &#0187;In der Zukunft wird die Strategie, menschliche Genfunktionen zu bestimmten Zeiten gezielt abzuschalten, eine wichtige Rolle auch bei der Bek&#228;mpfung von Infektionskrankheiten einnehmen &#8211; neben dem Einsatz von Antibiotika und Impfstoffen,&#0171; sagt Professor Thomas Meyer, Gesch&#228;ftsf&#252;hrender Direktor des Berliner MPI und Leiter der Forschergruppe. &#0187;Zwar erscheint uns das Ausschalten menschlicher Genfunktionen auf den ersten Blick als problematisch, aber es handelt sich um genau dasselbe therapeutische Prinzip, das wir seit Jahrzehnten zur medikament&#246;sen Behandlung sonstiger Erkrankungen von Krebs bis hin zu l&#228;stigen Kopfschmerzen erfolgreich heranziehen. Also warum nicht auch f&#252;r die Therapie von Infektionskrankheiten?&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong><br />
<em>Alexander Karlas, Nikolaus Machuy, Yujin Shin, Klaus-Peter Pleissner, Anita Artarini, Dagmar Heuer, Daniel Becker, Hany Khalil, Lesley A. Ogilvie, Simone Hess, Andre? P. M&#228;urer, Elke M&#252;ller, Thorsten Wolff, Thomas Rudel und Thomas F. Meyer<br />
Human host cell factors crucial for influenza virus replication identified by genome-wide RNAi screen<br />
Nature, online publiziert am 17. Januar 2010</em></p>
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