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Heißt geringererer Testosteronspiegel für Männer früher Sterben…???

7. April 2010 | Von FR | Kategorie: TOP-NEWS

Männer mit niedrigem Sexualhormonspiegel (Testosteron) sterben deutlich früher – »European Heart Journal« veröffentlicht Ergebnisse Greifswalder Wissenschaftler
Greifswalder Wissenschaftler haben erstmals nachgewiesen, dass hormonbedingte Stoffwechselstörungen bei Männern zu einem früheren Tod führen können.
Wissenschafter des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin unter der Leitung von Prof. Matthias Nauck und Prof. Henri Wallaschofski, der Kardiologie (Prof. Stefan Felix) und der Community Medicine (Prof. Henry Völzke) der Universität Greifswald sowie der Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Christof Schöfl) konnten einen direkten Zusammenhang zwischen dem Sexualhormon Testosteron und der Sterblichkeit belegen. Männer mit einer niedrigen Testosteronkonzentration zur Zeit der Erstuntersuchung verstarben häufiger an Herz-Kreislauferkrankungen. Die Ergebnisse der Studie sind im renommierten medizinischen Fachblatt »European Heart Journal« veröffentlicht worden (s. Anlage/http://eurheartj.oxfordjournals.org).



Raubwanzen als Vorbild im Kampf gegen Infarkte

24. März 2010 | Von FR | Kategorie: TOP-NEWS

Für die Raubwanze Triatoma infestans ist es überlebenswichtig, dass das Blut nicht gerinnt, während sie es ihrem Wirt abzapft. Das erreicht sie mit Hilfe eines Proteins im Mitteldarm. Forscher haben sich diese Technik nun zu Eigen gemacht und aus dem Protein einen Hemmstoff entwickelt, der künftig vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen soll. Wissenschaftler um Prof. Dr. Bernhard Nieswandt vom Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum der Universität Würzburg haben nun den Stoff auf seine Wirksamkeit überprüft und können bestätigen: Das Mittel wirkt hervorragend, ohne dabei die wichtige Blutstillung zu beeinträchtigen! Ein Medikament, nach dem die Wissenschaft bereits seit Jahren sucht.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sind das größte Gesundheitsproblem in westlichen Gesellschaften. Eine der häufigsten Ursachen sind Durchblutungsstörungen in Arterien, hervorgerufen durch einen Pfropf im Blutgefäß, einen so genannten Thrombus. Dieser entsteht an beschädigten Gefäßwänden durch die Anlagerung von Blutplättchen und die Aktivierung von Blutgerinnungsfaktoren.. Gelangen die Plättchen an eine beschädigte Stelle, so werden sie von der Gefäßwand aktiviert und verändern ihre Form und Oberflächeneigenschaften so, dass sie sich an der Wand des Blutgefäßes und aneinander festkleben können. Letzteres wird durch die Funktion der Gerinnungsfaktoren noch unterstützt. Der gesamte Mechanismus ist notwenig, um beschädigte Stellen im Gefäß zu flicken und damit unkontrollierten Blutverlust zu vermeiden. Wird der Blutpfropf jedoch so groß, dass er das Gefäß vollständig verschließt, kann das nachfolgende Gewebe nicht mehr durchblutet werden. Äußerst tragisch ist das im Herzen, dem Gehirn oder der Lunge. Es kommt zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Lungenembolie.

Besonders oft treten solche Probleme bei Patienten auf, die während einer Operation an der Herz-Lungen-Maschine angeschlossen sind. Auch die Behandlung von Schlaganfallpatienten stellt die Ärzte bisher vor ein ungelöstes Problem. In beiden Fällen gilt es, die Bildung von Thromben zu vermeiden bzw. diese aufzulösen, ohne dabei die lebenswichtige gesunde Blutgerinnung zu beeinflussen. Doch alle bisher zur Verfügung stehenden Medikamente wie beispielsweise Aspirin oder Marcumar können zwar das Blut verdünnen und so das Verstopfen der Blutgefäße manchmal verhindern, haben aber ein erhöhtes Blutungsrisiko als Nebenwirkung. Aus diesem Grund sind Forscher bereits seit Jahren auf der Suche nach einem Mittel, das diesen Spagat schafft.

Das Team um Prof. Dr. Nieswandt hatte bereits 2005



Aktion »Hannover gegen den Schlaganfall« gestartet

11. März 2010 | Von FR | Kategorie: TOP-NEWS

Breit angelegte Aufklärungsaktion will die Bevölkerung in Hannover für richtige Reaktion im Notfall fit machen

In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 230.000 Menschen einen Schlaganfall. Alleine in Hannover sind es rund 2.500 im Jahr. Um das Wissen über die Symptome des Schlaganfalls und die richtige Reaktion im Notfall zu verbessern, hat sich in der Region jetzt ein starkes Aktionsbündnis zusammen geschlossen: Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Stephan Weil starten die Medizinische Hochschule Hannover, das Klinikum Nordstadt sowie das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim im März 2010 eine sechsmonatige Kampagne unter dem Motto »Schlaganfall – ein Notfall«.

»Schlaganfälle sind eine der häufigsten Todesursachen weltweit und eine der wesentlichen Ursachen für dauerhafte Behinderung und reduzierte Lebensqualität«, erklärt Professor Dr. Reinhard Dengler, Direktor der Klinik für Neurologie der Medizinische Hochschule Hannover und einer der Initiatoren der Aufklärungsaktion, das Ausmaß der Problematik. Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung, jederzeit. »Trotzdem unterschätzen viele Menschen immer noch die Gefahr und haben im Notfall Hemmungen, schnell den Notruf 112 zu wählen. Doch nur so haben Betroffene eine Chance, dass wir schlimme Folgen wie schwere Behinderungen verhindern können«, betont Professor Dr. Andreas Schwartz, Chefarzt der Klinik für Neurologie KRH – Klinikum Nordstadt. Gerade in Gebieten, in denen das nächste Krankenhaus mit einer so genannten »Stroke Unit«, also einer Schlaganfall-Spezialstation weiter entfernt liege, könne eine schnelle Reaktion Leben retten.



Tumorbilder mit Mikrobläschen und Goldnanopartikeln

23. Februar 2010 | Von FR | Kategorie: TOP-NEWS

Ein neues Bildgebungsverfahren für die Tumordiagnostik und -behandlung entwickeln Bochumer Forscher am Lehrstuhl für Medizintechnik: Erstmals kombinieren sie Mikrobläschen und Goldnanopartikel zu einem Kontrastmittel, das nicht nur den Ort eines Tumors anzeigt, sondern auch seine Struktur. Zu Beginn des Jahres 2010 fiel der Startschuss für das Kooperationsvorhaben »ForSaTum«. Ziel ist, neue Konzepte zur Tumorbehandlung zu entwickeln und beschleunigt umzusetzen. Bochumer Forscher um Prof. Dr. Georg Schmitz sind als Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt. Sie erhalten 1,2 Millionen Euro für drei Jahre.

Nachweis tumorspezifischer Kontrastmittel
»Wir entwickeln in unserem Teilprojekt ein Abbildungssystem, das die beiden Verfahren mit Mikrobläschen und Goldnanopartikeln integriert und quantitative Messungen ermöglicht«, so Prof. Schmitz. »Dabei entstehen Bildgebungsverfahren, mit denen wir möglichst geringe Mengen dieser tumorspezifischen Kontrastmittel nachweisen können.« Die mikrometergroßen Gasbläschen werden durch Hüllen stabilisiert, auf denen Moleküle angebracht sind, die sich im Tumorgewebe binden. Akustische Verfahren in der Ultraschallbildgebung machen dieses Kontrastmittel dann sichtbar.

Akustische und photoakustische Verfahren

Das Nachweisverfahren ist so hochgenau, dass es selbst einzelne Mikrobläschen anzeigt. Da der Einsatz auf das Gefäßsystem beschränkt ist, untersuchen die Bochumer Forscher auch photoakustische Verfahren. Hierbei verwenden sie als Kontrastmittel beispielsweise Goldnanopartikel, die tiefer ins Gewebe eindringen und über entsprechende Beschichtungen tumorspezifisch binden. Sie werden mit einem Laserpuls zur Schallemission angeregt. Die im Ultraschallbild dargestellten Echos sollen in Zukunft Auskunft über die physiologischen Vorgänge im Tumorgewebe geben.