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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Gesundheitspolitik</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift fÃ¼r Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<item>
		<title>HPV-Test: Hinweise auf Nutzen im Prim&#228;rscreening</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/01/24/hpv-test-hinweise-auf-nutzen-im-primaerscreening/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2012/01/24/hpv-test-hinweise-auf-nutzen-im-primaerscreening/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 06:51:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[GebÃ¤rmutterhalskrebs]]></category>
		<category><![CDATA[HPV]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Institut f&#252;r Qualit&#228;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)</h4>

<strong>Vorstufen von Geb&#228;rmutterhalskrebs k&#246;nnen fr&#252;her erkannt und behandelt werden/Gefahr der &#220;bertherapie</strong>
Die derzeit verf&#252;gbaren Studien liefern Hinweise und einen Anhaltspunkt daf&#252;r, dass mit Hilfe eines Tests auf Humane Papillomaviren (HPV) Vorstufen des Geb&#228;rmutterhals-krebses fr&#252;her erkannt und behandelt werden k&#246;nnen und Tumore in der Folge seltener auftreten. Dabei kann der HPV-Test allein oder zus&#228;tzlich zu einem sogenannten Pap-Test eingesetzt werden. Allerdings besteht bei beiden Verfahren der Fr&#252;herkennung auch die Gefahr eines Schadens in Form unn&#246;tiger Folgebehandlungen (&#220;bertherapie). Zu diesem Ergebnis kommt der am 24. Januar 2012 publizierte Abschlussbericht des Instituts f&#252;r Qualit&#228;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Institut f&#252;r Qualit&#228;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)</h4>
<p><strong>Vorstufen von Geb&#228;rmutterhalskrebs k&#246;nnen fr&#252;her erkannt und behandelt werden / Gefahr der &#220;bertherapie<br />
Die derzeit verf&#252;gbaren Studien liefern Hinweise und einen Anhaltspunkt daf&#252;r, dass mit Hilfe eines Tests auf Humane Papillomaviren (HPV) Vorstufen des Geb&#228;rmutterhals-krebses fr&#252;her erkannt und behandelt werden k&#246;nnen und Tumore in der Folge seltener auftreten. Dabei kann der HPV-Test allein oder zus&#228;tzlich zu einem sogenannten Pap-Test eingesetzt werden. Allerdings besteht bei beiden Verfahren der Fr&#252;herkennung auch die Gefahr eines Schadens in Form unn&#246;tiger Folgebehandlungen (&#220;bertherapie). Zu diesem Ergebnis kommt der am 24. Januar 2012 publizierte Abschlussbericht des Instituts f&#252;r Qualit&#228;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).</strong></p>
<p><strong>HPV-Test ist keine Kassenleistung</strong></p>
<p><strong>Zur Fr&#252;herkennung von Geb&#228;rmutterhalskrebs</strong> bieten die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) derzeit eine j&#228;hrliche (zytologische) Untersuchung der Schleimhautzellen aus einem Abstrich vom Geb&#228;rmutterhals (Zervix), den Pap-Test an. Seit bekannt ist, dass Humane Papillomaviren der Hauptrisikofaktor f&#252;r ein Zervixkarzinom sind, diskutieren Experten dar&#252;ber, ob sich auch ein HPV-Test f&#252;r das Screening eignet oder einem zytologischen Test sogar &#252;berlegen ist. Den HPV-Test zahlt die GKV bislang nur in Ausnahmef&#228;llen, zum Beispiel bei einem unklaren Pap-Befund. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte das IQWiG deshalb beauftragt, den Nutzen des HPV-Tests im Prim&#228;rscreening zu bewerten und dabei auch verschiedene Screeningstrategien zu vergleichen.</p>
<p><strong>Weniger Karzinome und ihre Vorstufen sind eigenst&#228;ndige Zielkriterien</strong></p>
<p><strong>Eine Krebsfr&#252;herkennung wird</strong> &#252;blicherweise danach bewertet, ob sie nachweislich dazu beitr&#228;gt krebsbedingte Todesf&#228;lle zu vermeiden. Beim Zervixkarzinom kann ein Kriterium f&#252;r den Nutzen aber auch darin bestehen, dass voll entwickelte (invasive) Tumoren seltener auftreten. Denn &#8211; &#228;hnlich wie beim Darmkrebs &#8211; zielt das Screening hier darauf ab, bereits Zellver&#228;nderungen (Dysplasien) zu entdecken und zu behandeln, aus denen sich ein Krebsgeschw&#252;r entwickeln k&#246;nnte. Denn die Behandlung solcher (fortgeschrittenen) Krebsvorstufen ist f&#252;r die Patientinnen deutlich weniger belastend als die sp&#228;tere Behandlung eines Tumors.</p>
<p><strong>Studien mit insgesamt 235.613 Teilnehmerinnen einbezogen</strong></p>
<p><strong>Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler</strong> des IQWiG suchten nach Studien, die die HPV-Diagnostik allein oder in Kombination mit einem zytologiebasierten Verfahren mit einer Strategie verglichen, die ausschlie&#223;lich zytologiebasierte diagnostische Tests im Prim&#228;rscreening einsetzt.</p>
<p><strong>In die Bewertung einbeziehen</strong> konnten sie sechs randomisierte kontrollierte Studien, die in Finnland, Gro&#223;britannien, Italien, den Niederlanden und in Schweden durchgef&#252;hrt worden waren. Insgesamt 235.613 Frauen waren f&#252;r die Studien rekrutiert worden, um sie in wenigstens zwei Screeningrunden im Abstand von mindestens drei Jahren auf Vorstufen des invasiven Zervixkarzinoms zu untersuchen. Alle diese Studien waren jedoch anf&#228;llig f&#252;r Verzerrungen, was die Aussagekraft ihrer Ergebnisse einschr&#228;nkt.</p>
<p><strong>Weniger Krebsdiagnosen in der zweiten Screeningrunde</strong></p>
<p><strong>Bei der Bewertung haben</strong> die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwischen verschiedenen Zielkriterien (Endpunkte) unterschieden. Dabei handelt es sich zum einen um einen sogenannten kombinierten Endpunkt CIN 3+, bei dem invasive Zervixkarzinome und fortgeschrittene Krebsvorstufen (hochgradige zervikale intraepitheliale Dysplasien oder In-situ-Zervixkarzinome, d. h. CIN 3 / CIS) zusammen betrachtet werden. Zudem wurden der Endpunkt &#0187;invasives Zervixkarzinom&#0171; &#8211; also das Auftreten nicht nur einer Krebsvorstufe, sondern eines Tumors &#8211; und der Endpunkt &#0187;CIN 3 / CIS&#0171; zurate gezogen.</p>
<p><strong>Bei den beiden Endpunkten</strong> &#0187;CIN 3+&#0171; und &#0187;invasives Zervixkarzinom&#0171; war die Zahl der Diagnosen in der zweiten Screeningrunde in der HPV-Gruppe niedriger als in der Gruppe der Frauen, die in der ersten Screeningrunde allein mit einem zytologiebasierten Verfahren (z. B. Pap-Test) untersucht worden waren. Das IQWiG sieht deshalb hier jeweils einen Hinweis auf einen Nutzen.</p>
<p><strong>Betrachtet man die</strong> fortgeschrittenen Krebsvorstufen (CIN 3 / CIS) allein, zeigt sich nur ein Anhaltspunkt f&#252;r einen Nutzen. Das liegt vor allem an einer relativ gro&#223;en Studie, in der es keinen Unterschied zwischen der HPV- und der Vergleichsgruppe gab. Die Kategorie &#0187;Anhaltspunkt&#0171; dr&#252;ckt aus, dass bestimmte Mindestanforderungen an die Studien zwar erf&#252;llt sind, Aussagen zu Nutzen oder Schaden aber dennoch nur mit niedriger Sicherheit m&#246;glich sind.</p>
<p><strong>Keine verwertbaren Daten zu &#220;berleben und Lebensqualit&#228;t</strong></p>
<p><strong>Aussagen zum Gesamt&#252;berleben</strong>, zu der durch den Geb&#228;rmutterhalskrebs bedingten Sterblichkeit oder zur Lebensqualit&#228;t sind nicht m&#246;glich, da zu diesen Kriterien in den Studien keine beziehungsweise keine verwertbaren Daten erhoben wurden.</p>
<p><strong>Auch f&#252;r einen m&#246;glichen</strong> Schaden gibt es keine verwertbaren Daten. Beispielsweise k&#246;nnen unn&#246;tige diagnostische Ma&#223;nahmen (z.B. die Entnahme von Gewebeproben) infolge falsch positiver Test-Ergebnisse, den Patientinnen schaden. Zudem kann die Diagnose allein psychisch belastend sein, indem sie &#196;ngste oder Schuldgef&#252;hle ausl&#246;st.</p>
<p><strong>Schaden kann schlie&#223;lich</strong> auch entstehen durch &#220;bertherapie: Es f&#228;llt auf, dass in den eingeschlossenen Studien bereits mittelgradige (CIN 2), zum Teil auch schon niedriggradige Vorstufen behandelt wurden, die sich in den meisten F&#228;llen von allein zur&#252;ckbilden und nur selten zu Karzinomen weiterentwickeln. Wie h&#228;ufig bei HPV- und/oder Pap-Test unn&#246;tig behandelt wird, l&#228;sst sich anhand dieser Studien jedoch nicht ermessen.</p>
<p><strong>Keine Empfehlung f&#252;r bestimmte Screeningstrategie m&#246;glich</strong></p>
<p><strong>Die komplexen Screeningstrategien</strong>, die in den Studien eingesetzt wurden, waren sehr unterschiedlich und deshalb untereinander kaum vergleichbar. Das gilt f&#252;r das Alter der Teilnehmerinnen und den zeitlichen Abstand der Untersuchungen ebenso wie f&#252;r die Frage, in welcher Reihenfolge oder Kombination HPV- und Zytologie-Test eingesetzt und wie nach bestimmten Befunden weiter vorgegangen werden soll.</p>
<p><strong>Die Studienergebnisse lassen</strong> daher keine Empfehlung f&#252;r eine bestimmte Screeningstrategie im deutschen Gesundheitssystem zu. Zu den wenigen Gemeinsamkeiten der Studien geh&#246;rt, dass das Screeningintervall mindestens drei Jahre betrug und das Screening in einem populationsweit organisierten und qualit&#228;tsgesicherten Kontext stattfand.</p>
<p><strong>Zum Ablauf der Berichtserstellung</strong></p>
<p><strong>Die vorl&#228;ufigen Ergebnisse</strong>, den sogenannten Vorbericht, hatte das IQWiG im Juni 2011 ver&#246;ffentlicht und zur Diskussion gestellt. Nach dem Ende des Stellungnahmeverfahrens wurde der Vorbericht &#252;berarbeitet und als Abschlussbericht im November 2011 an den Auftraggeber versandt. Die schriftlichen Stellungnahmen werden in einem eigenen Dokument zeitgleich mit dem Abschlussbericht publiziert. Der Bericht wurde gemeinsam mit externen Sachverst&#228;ndigen erstellt.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Implantate unter Generalverdacht?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/01/18/implantate-unter-generalverdacht/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2012/01/18/implantate-unter-generalverdacht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 15:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[DGCH]]></category>
		<category><![CDATA[ERPD]]></category>
		<category><![CDATA[Implantat]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>DGCH fordert europaweite Transparenz und patientenorientierte Aufkl&#228;rung</h4>

<em>Berlin</em> â€“ <strong>Die Chirurgie ist auf sichere Medizinprodukte angewiesen, ohne deren Einsatz auch medizinischer Fortschritt nicht m&#246;glich ist. Patientensicherheit hat dabei absoluten Vorrang.
Bezugnehmend auf den j&#252;ngsten Skandal um minderwertige Brustimplantate spricht sich die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Chirurgie (DGCH) wiederholt daf&#252;r aus, den Weg eines Medizinprodukts vom Hersteller bis zum Patienten transparenter zu gestalten. Als Vorbild daf&#252;r k&#246;nnten etwa Register dienen, wie sie chirurgische Fachgesellschaften in Deutschland f&#252;r Gelenkprothesen oder Kunststoffnetze bei Bruchoperationen erfolgreich einf&#252;hren. Qualitativ mangelhafte Implantate sind sicherlich die Ausnahme. Die DGCH warnt daher davor, alle Implantate unter Generalverdacht zu stellen und Patienten unn&#246;tig zu verunsichern.</strong>

<strong>Jedes Jahr werden in Deutschland</strong> tausendfach k&#252;nstliche Gelenke ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>DGCH fordert europaweite Transparenz und patientenorientierte Aufkl&#228;rung</h4>
<p><em>Berlin</em> â€“ <strong>Die Chirurgie ist auf sichere Medizinprodukte angewiesen, ohne deren Einsatz auch medizinischer Fortschritt nicht m&#246;glich ist. Patientensicherheit hat dabei absoluten Vorrang.<br />
Bezugnehmend auf den j&#252;ngsten Skandal um minderwertige Brustimplantate spricht sich die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Chirurgie (DGCH) wiederholt daf&#252;r aus, den Weg eines Medizinprodukts vom Hersteller bis zum Patienten transparenter zu gestalten. Als Vorbild daf&#252;r k&#246;nnten etwa Register dienen, wie sie chirurgische Fachgesellschaften in Deutschland f&#252;r Gelenkprothesen oder Kunststoffnetze bei Bruchoperationen erfolgreich einf&#252;hren. Qualitativ mangelhafte Implantate sind sicherlich die Ausnahme. Die DGCH warnt daher davor, alle Implantate unter Generalverdacht zu stellen und Patienten unn&#246;tig zu verunsichern.</strong></p>
<p><strong>Jedes Jahr werden in Deutschland</strong> tausendfach k&#252;nstliche Gelenke, Gef&#228;&#223;st&#252;tzen wie Stents, Herzschrittmacher oder Kunststoffnetze â€“ etwa bei Leistenbr&#252;chen â€“ implantiert. In den meisten F&#228;llen erm&#246;glichen sie den Patienten einen Gewinn an Behandlungssicherheit, Mobilit&#228;t und Lebensqualit&#228;t. Der Ende Dezember 2011 bekannt gewordene Skandal um fehlerhafte Brustimplantate hat eine &#246;ffentliche Diskussion &#252;ber die Sicherheit von Medizinprodukten und die erforderlichen Pr&#252;f- und Zulassungskriterien entfacht. â€žHinter der Herstellung und Verbreitung dieser gef&#228;hrlichen Silikonkissen steckt kriminelle Energie. Das ist emp&#246;rend und darf nicht passierenâ€œ, betont Professor Dr. med. Hartwig Bauer, Generalsekret&#228;r der DGCH. Die Dachgesellschaft der verschiedenen chirurgischen F&#228;cher fordert schon seit Jahren, die Kontrollen f&#252;r Medizinprodukte insbesondere auch auf europ&#228;ischer Ebene zu versch&#228;rfen.</p>
<p><strong>Herstellung und Zulassung</strong> von Medizinprodukten m&#252;ssten laut DGCH in einer engen Zusammenarbeit von Politik, Beh&#246;rden und Fachgesellschaften von A bis Z nachvollziehbar gestaltet werden. Ein gutes Beispiel ist das Endoprothesenregister Deutschland ERPD: Das von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Orthop&#228;die und Orthop&#228;dische Chirurgie (DGOOC) initiierte Gemeinschaftsprojekt von &#196;rzten, Kliniken, Krankenkassen und Industrie soll in den kommenden Jahren die Qualit&#228;t der Versorgung mit k&#252;nstlichen H&#252;ft- und Kniegelenken sp&#252;rbar verbessern. Es verkn&#252;pft Routinedaten der Kassen mit Informationen &#252;ber den Einbau der Kunstgelenke. Auch die Register der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) f&#252;r den Einsatz von Kunststoffnetzen bei Eingeweidebr&#252;chen oder von neuen Instrumenten und Techniken im Rahmen der sogenannten Schl&#252;ssellochchirurgie sind wirksame Initiativen. â€žMit solchen Dokumentationen l&#228;sst sich ein Fr&#252;hwarnsystem umsetzen, das Risikopotenziale in der Anwendung am Patienten erkennen l&#228;sst und weitere Sch&#228;den vermeiden hilftâ€œ, sagt DGCH-Generalsekret&#228;r Bauer.</p>
<p><strong>Notwendig seien aber auch</strong> mehr Transparenz und sch&#228;rfere Kontrollen bei den Herstellern. Qualit&#228;ts- und Pr&#252;fberichte sowie Studien der Hersteller &#252;ber deren Produkte m&#252;ssten fachlich bewertet und frei zug&#228;nglich sein. Die DGCH warnt jedoch davor, aufgrund einzelner â€žschwarzer Schafe die Industrie unter Generalverdachtâ€œ, und s&#228;mtliche Produkte in Frage zu stellen. Diese Verunsicherung k&#246;nnte den Patienten schaden, die dringend ein Implantat ben&#246;tigen und aus Verunsicherung davon Abstand nehmen. Die meisten Unternehmen liefern ausgezeichnete Medizinprodukte, die h&#246;chsten Qualit&#228;tsanspr&#252;chen gen&#252;gen. Dennoch m&#252;ssten unabh&#228;ngige Gremien die Erzeugnisse dieser unter gro&#223;em Wettbewerbsdruck arbeitenden Unternehmen systematisch pr&#252;fen.</p>
<p><strong>Die DGCH begr&#252;&#223;t deshalb</strong> auch das Ziel der Europ&#228;ischen Kommission, Kontrollinstanzen f&#252;r Medizinprodukte sorgf&#228;ltiger auszuw&#228;hlen und Informationen zu Implantaten zentral zu sammeln und auszuwerten. Zulassungen d&#252;rften nur bei evidenzbasierter, wissenschaftlich belegter Qualit&#228;t, Sicherheit und Nutzen f&#252;r den Patienten erteilt werden Dies gilt insbesondere f&#252;r Produkte, die im K&#246;rper verbleiben oder in K&#246;rperfunktionen eingreifen â€“ also etwa Gelenkprothesen oder Herzschrittmacher. Dem vom Gesetzgeber vorgesehenen Bewertungsverfahren f&#252;r Innovationen steht die DGCH offen gegen&#252;ber und hat mit ihrem eigenen Studienzentrum und Studiennetzwerk daf&#252;r die erforderlichen Strukturen geschaffen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Herzbericht: Herzinfarkt bleibt M&#228;nnersache</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/10/09/herzbericht-herzinfarkt-bleibt-maennersache/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/10/09/herzbericht-herzinfarkt-bleibt-maennersache/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 12:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Herzbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Kosten]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Herzinfarkt kostet 1,841 Milliarden Euro pro Jahr</h4>
 
<strong>Vom 6. â€“ 8. Oktober 2011 fand in D&#252;sseldorf die Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Kardiologie (DGK) statt. Akuter Herzinfarkt ist in Deutschland &#252;berwiegend eine M&#228;nnerkrankheit. M&#228;nner werden weit h&#228;ufiger wegen eines Herzinfarkts in ein Krankenhaus eingeliefert als Frauen, sie versterben h&#228;ufiger daran als Frauen und belasten damit das Gesundheitsbudget weit st&#228;rker als Frauen. Das ist ein Ergebnis des auf dem Herbstkongress der DGK in D&#252;sseldorf vorgestellten Herzberichts von Dr. Ernst Bruckenberger. 253,9 M&#228;nner pro 100.000 Einwohner wurden (2009) wegen eines akuten Infarktes in ein Krankenhaus eingeliefert, die Zahl der M&#228;nner lag mit 330,2 um 82,9 Prozent &#252;ber jener der Frauen (180,5).</strong>

<strong>Die Sterbeziffer bei akutem Herzinfarkt</strong> liegt insgesamt bei 68,7 pro 100.000 Einwohner. Bei M&#228;nnern mit 77,1 um 27 Prozent &#252;ber jener der Frauen (60,7).
Dieser Trend spiegelt sich auch bei den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Herzinfarkt kostet 1,841 Milliarden Euro pro Jahr</h4>
<p><strong>Vom 6. â€“ 8. Oktober 2011 fand in D&#252;sseldorf die Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Kardiologie (DGK) statt. Akuter Herzinfarkt ist in Deutschland &#252;berwiegend eine M&#228;nnerkrankheit. M&#228;nner werden weit h&#228;ufiger wegen eines Herzinfarkts in ein Krankenhaus eingeliefert als Frauen, sie versterben h&#228;ufiger daran als Frauen und belasten damit das Gesundheitsbudget weit st&#228;rker als Frauen. Das ist ein Ergebnis des auf dem Herbstkongress der DGK in D&#252;sseldorf vorgestellten Herzberichts von Dr. Ernst Bruckenberger. 253,9 M&#228;nner pro 100.000 Einwohner wurden (2009) wegen eines akuten Infarktes in ein Krankenhaus eingeliefert, die Zahl der M&#228;nner lag mit 330,2 um 82,9 Prozent &#252;ber jener der Frauen (180,5).</strong></p>
<p><strong>Die Sterbeziffer bei akutem Herzinfarkt</strong> liegt insgesamt bei 68,7 pro 100.000 Einwohner. Bei M&#228;nnern mit 77,1 um 27 Prozent &#252;ber jener der Frauen (60,7).<br />
Dieser Trend spiegelt sich auch bei den Krankheitskosten f&#252;r Herzinfarkte wieder: Nach der aktuellen Krankheitskostenrechnung des Statistischen Bundesamtes (2008) entstanden f&#252;r die Pr&#228;vention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege von an einem akuten Herzinfarkt erkrankten Menschen <strong>Kosten von 1,841 Milliarden Euro</strong> (M&#228;nner 1,218 Milliarden, Frauen 623 Millionen). Die Krankheitskosten des akuten Herzinfarkts der M&#228;nner lagen insgesamt 95,5 Prozent &#252;ber den Krankheitskosten der Frauen. Mit zunehmendem Alter verringerte sich der Abstand.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.dgk.org</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur Kommentierung freigegeben:</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/09/19/zur-kommentierung-freigegeben/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/09/19/zur-kommentierung-freigegeben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 18:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kreuzschmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Letlinie]]></category>
		<category><![CDATA[Patienteninformation]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Patienteninformation zum Kreuzschmerz</h4>
<strong>Die PatientenLeitlinie "Kreuzschmerz" steht unter http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/pdf/nvl-ks-patienten.pdf bis zum 17. Oktober 2011 zur &#246;ffentlichen Konsultation zur Verf&#252;gung. Betroffene, Interessierte und Experten sind eingeladen, Kommentare an die Redaktion zur&#252;ckzumelden.</strong>

<strong>Kreuzschmerzen verursachen in Deutschland</strong> direkte Kosten in H&#246;he von 8,4 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommen die indirekten Kosten durch Arbeitsunf&#228;higkeit und Fr&#252;hberentung â€“ Kreuzschmerz f&#252;hrt seit Jahren die Statistiken der Anl&#228;sse f&#252;r medizinische Rehabilitation und Arbeitsunf&#228;higkeit an. Zwar existieren zahlreiche Therapieangebote, und einige der Behandlungsm&#246;glichkeiten wurden in den letzten Jahren gut untersucht. Dennoch l&#228;sst sich die Versorgung der Patientinnen und Patienten in allen Bereichen noch deutlich verbessern. Die Nationale VersorgungsLeitlinie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Patienteninformation zum Kreuzschmerz</h4>
<p><strong>Die PatientenLeitlinie &#0187;Kreuzschmerz&#0171; steht unter http://www.versorgungsleitlinien.de/patienten/pdf/nvl-ks-patienten.pdf bis zum 17. Oktober 2011 zur &#246;ffentlichen Konsultation zur Verf&#252;gung. Betroffene, Interessierte und Experten sind eingeladen, Kommentare an die Redaktion zur&#252;ckzumelden.</strong></p>
<p><strong>Kreuzschmerzen verursachen in Deutschland</strong> direkte Kosten in H&#246;he von 8,4 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommen die indirekten Kosten durch Arbeitsunf&#228;higkeit und Fr&#252;hberentung â€“ Kreuzschmerz f&#252;hrt seit Jahren die Statistiken der Anl&#228;sse f&#252;r medizinische Rehabilitation und Arbeitsunf&#228;higkeit an. Zwar existieren zahlreiche Therapieangebote, und einige der Behandlungsm&#246;glichkeiten wurden in den letzten Jahren gut untersucht. Dennoch l&#228;sst sich die Versorgung der Patientinnen und Patienten in allen Bereichen noch deutlich verbessern. Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Kreuzschmerz gibt auf der Grundlage der aktuellen Studien Empfehlungen zur Behandlung und zur Versorgungskoordination bei unspezifischem Kreuzschmerz. Jetzt ist die Patientenversion dieser Leitlinie erarbeitet worden. Patienten erfahren, welche Ursachen Kreuzschmerzen haben k&#246;nnen, wie sie am besten behandelt werden und wo sie weitere Information und Beratung erhalten k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Die PatientenLeitlinie &#0187;Kreuzschmerz&#0171; </strong>wurde von Patientenvertretern erstellt. Betreuung und Redaktion erfolgten durch das &#196;rztliche Zentrum f&#252;r Qualit&#228;t in der Medizin (&#196;ZQ). Die Konsultationsfassung des Ratgebers wurde jetzt im Internet ver&#246;ffentlicht. Bis zum 17. Oktober 2011 k&#246;nnen Betroffene, Interessierte und Experten diese Fassung kommentieren, Verbesserungsvorschl&#228;ge machen oder Erg&#228;nzungen vorschlagen. Im Namen der beteiligten Autoren sind alle Interessierten eingeladen, diese M&#246;glichkeit zu nutzen. Die Vorschl&#228;ge werden gesichtet und nach Abstimmung in der Redaktionsgruppe in der Finalversion ber&#252;cksichtigt.</p>
<p><strong>Das Programm f&#252;r Nationale VersorgungsLeitlinien</strong> steht unter der Tr&#228;gerschaft von Bundes&#228;rztekammer, Kassen&#228;rztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchf&#252;hrung wurde das &#196;rztliche Zentrum f&#252;r Qualit&#228;t in der Medizin beauftragt. Zu ausgew&#228;hlten Krankheitsbildern arbeiten Experten verschiedener Organisationen zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte Patientenversorgung darzustellen.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit Supermikroskopen Infektionen auf der Spur</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/01/08/mit-supermikroskopen-infektionen-auf-der-spur/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/01/08/mit-supermikroskopen-infektionen-auf-der-spur/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 16:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[CSSB]]></category>
		<category><![CDATA[Freie-Elektronen-Laser]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Startschuss f&#252;r das neue â€žCentre for Structural Systems Biologyâ€?.</h4>
<em>07. Januar 2011</em> â€“ I<strong>nfektionsforscher und Physiker in Norddeutschland gehen in Zukunft gemeinsam auf die Jagd nach Krankheitserregern: Auf dem Campus des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) in Hamburg-Bahrenfeld entsteht unter der wissenschaftlichen Koordination des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums f&#252;r Infektionsforschung (HZI) das neue "Centre for Structural Systems Biology" (CSSB). Das interdisziplin&#228;re Zentrum mit Partnern verschiedener Universit&#228;ten und Forschungseinrichtungen aus Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein verfolgt das Ziel, den Angriffen von Krankheitskeimen atomgenau auf die Spur zu kommen.</strong>

<strong>Bei DESY in Hamburg</strong> unterzeichnete heute  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Startschuss f&#252;r das neue â€žCentre for Structural Systems Biologyâ€?.</h4>
<p><em>07. Januar 2011</em> â€“ I<strong>nfektionsforscher und Physiker in Norddeutschland gehen in Zukunft gemeinsam auf die Jagd nach Krankheitserregern: Auf dem Campus des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) in Hamburg-Bahrenfeld entsteht unter der wissenschaftlichen Koordination des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums f&#252;r Infektionsforschung (HZI) das neue â€žCentre for Structural Systems Biologyâ€œ (CSSB). Das interdisziplin&#228;re Zentrum mit Partnern verschiedener Universit&#228;ten und Forschungseinrichtungen aus Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein verfolgt das Ziel, den Angriffen von Krankheitskeimen atomgenau auf die Spur zu kommen.</strong></p>
<p><strong>Bei DESY in Hamburg</strong> unterzeichnete heute die Bundesministerin f&#252;r Bildung und Forschung, Professor Annette Schavan, mit der Hamburger Wissenschaftssenatorin, Dr. Herlind Gundelach, und der Nieders&#228;chsischen Ministerin f&#252;r Wissenschaft und Kultur, Professor Johanna Wanka, die Bund-L&#228;nder-Vereinbarung f&#252;r den Bau des CSSB. Insgesamt werden hierf&#252;r 50 Millionen Euro bereitgestellt.</p>
<blockquote><p>&#0187;Die Infektionsforschung in Norddeutschland hat bereits einen exzellenten Ruf&#0171;, sagt Professor Dirk Heinz, kommissarischer Wissenschaftlicher Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des HZI. &#0187;Wir nutzen jetzt die Synergien verschiedener Forschungsfelder noch besser. Das CSSB wird wie ein Leuchtturm unsere Forschung auch &#252;ber nationale Grenzen hinweg sichtbar machen.&#0171;</p>
<p>&#0187;Unsere Lichtquellen geh&#246;ren zur Weltspitze und bieten optimale Bedingungen f&#252;r die Strukturbiologie. Mit Supermikroskopen wie PETRA III und FLASH k&#246;nnen die molekularen Grundlagen von Krankheiten mit extrem hoher r&#228;umlicher und zeitlicher Aufl&#246;sung analysiert werden&#0171;, betont der Vorsitzende des DESY-Direktoriums, Professor Helmut Dosch.
</p></blockquote>
<p><strong>Krankheitserreger sind winzig</strong>, haben jedoch erhebliche Auswirkungen auf den Menschen. Noch viel kleiner sind die Werkzeuge, mit denen uns die Erreger infizieren: Das Wechselspiel von Molek&#252;len auf ihrer Oberfl&#228;che verschafft ihnen den Zutritt in unseren K&#246;rper. Strukturbiologen entschl&#252;sseln diese Interaktionen auf atomarer Ebene und untersuchen, wie Molek&#252;le und Proteine aufgebaut sind. So verstehen die Forscher nicht nur, wie Wechselwirkungen von Krankheitserregern mit ihren Wirten ablaufen. Sie finden auch Angriffspunkte f&#252;r neue Wirkstoffe, Anti-Infektiva und Impfstoffe. </p>
<p><strong>Systembiologen hingegen untersuchen biologische Systeme</strong> wie Zellen oder Krankheitserreger in ihrer Gesamtheit: Welche Prozesse laufen in einem Organismus zu einem bestimmten Zeitpunkt gleichzeitig ab? Sie sammeln und werten gro&#223;e Datenmengen &#252;ber Stoffwechselprozesse oder Interaktionen von Proteinen aus.</p>
<p><strong>Das CSSB schl&#228;gt die Br&#252;cke zwischen Strukturbiologie und Systembiologie:</strong> Hier werden Biologen, Chemiker, Mediziner, Physiker und Ingenieure die Wechselwirkung von Krankheitserregern mit ihren Wirten untersuchen. Dazu stehen ihnen bei DESY deutschlandweit einmalige Werkzeuge zur Verf&#252;gung: PETRA III, die weltweit beste Speicherring-R&#246;ntgenstrahlungsquelle, und FLASH, der <strong>weltweit einzige Freie-Elektronen-Laser im Vakuum-Ultravioletten und im weichen R&#246;ntgenbereich</strong>. Erg&#228;nzend wird derzeit der European XFEL, ein R&#246;ntgenlaser der Superlative, gebaut, und auf dem DESY-Campus entsteht zudem das &#0187;Center for Free-Electron Laser Science&#0171; (CFEL). Diese auf Teilchenbeschleunigern basierenden Lichtquellen erzeugen intensive, kurzwellige Strahlung mit besonderen Eigenschaften. Damit k&#246;nnen die Forscher biologische Proben auf verschiedene Arten untersuchen â€“ von der Strukturanalyse von Einzelmolek&#252;len bis hin zur Echtzeit-Darstellung von Abl&#228;ufen in lebenden Zellen.<br />
<strong><br />
Durch die interdisziplin&#228;re Zusammenarbeit</strong> im neuen CSSB-Forschungsbau wird es in Zukunft sehr viel besser m&#246;glich sein, die hochmodernen Strahlungsquellen bei DESY f&#252;r biologische Fragestellungen zu nutzen. So arbeiten bei DESY Abteilungen aus universit&#228;ren und nicht-universit&#228;ren Forschungseinrichtungen eng zusammen, um mithilfe der Systembiologie komplexe zellul&#228;re Abl&#228;ufe mit den â€žSupermikroskopenâ€œ zu untersuchen und besser zu verstehen.</p>
<p>Die Planungen des Baus sollen nach der Vertragsunterzeichnung unverz&#252;glich beginnen; der Baubeginn ist f&#252;r 2012 geplant.</p>
<p>Partner im &#0187;Centre for Structural Systems Biology&#0171;:<br />
Hamburg:<br />
Universit&#228;t Hamburg, Fakult&#228;t f&#252;r Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften<br />
Universit&#228;tsklinikum Eppendorf, Hamburg<br />
Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY<br />
Heinrich-Pette Institut f&#252;r Experimentelle Virologie und Immunologie, Hamburg<br />
Bernhard-Nocht-Institut f&#252;r Tropenmedizin, Hamburg</p>
<p>Niedersachsen:<br />
Helmholtz-Zentrum f&#252;r Infektionsforschung, Braunschweig<br />
Medizinische Hochschule Hannover</p>
<p>Schleswig-Holstein:<br />
Universit&#228;t zu L&#252;beck<br />
Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum f&#252;r Medizin und Biowissenschaften</p>
<p>Nationale und internationale Partner:<br />
European Molecular Biology Laboratory EMBL<br />
Forschungszentrum J&#252;lich<br />
Weitere Informationen:</p>
<p>http://www.helmholtz-hzi.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Finanzierbare Krankenhausversorgung auf hohem Niveau</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/11/17/finanzierbare-krankenhausversorgung-auf-hohem-niveau/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 18:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegesonderprogramm]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp R&#246;sler hat heute den 33. Deutschen Krankenhaustag im Rahmen der MEDICA 2010 er&#246;ffnet.</strong> In seiner Rede betonte Dr. Philipp R&#246;sler: "<em>Die Krankenh&#228;user in Deutschland bieten eine umfassende und zuverl&#228;ssige medizinische Versorgung auf hohem Niveau. Mit j&#228;hrlich 17,8 Mio. station&#228;ren Behandlungsf&#228;llen decken sie einen wesentlichen Teil der medizinischen Versorgung ab. Die Krankenh&#228;user tragen damit ma&#223;geblich dazu bei, dass der medizinische Fortschritt in der Gesundheitsversorgung der Bev&#246;lkerung zugute kommt.</em>"

<strong>Das am 12. November 2010 vom Deutschen Bundestag beschlossene GKV-Finanzierungsgesetz</strong> soll wesentlich dazu beitragen, das Gesundheitssystem im Allgemeinen und die Krankenhausversorgung im Besonderen auch in Zukunft finanzierbar zu erhalten. Mit diesem Gesetz werden nicht nur die kurzfristigen Finanzprobleme im
Gesundheitssystem angegangen - es gilt ein Defizit im n&#228;chsten Jahr von bis zu 9 Mrd. Euro auszugleichen -, sondern auch die Grundlagen f&#252;r ein neues Finanzierungssystem gelegt. Zur kurzfristigen Konsolidierung der gesetzlichen Krankenversicherung m&#252;ssen alle Beteiligten einen Beitrag leisten: Beitrags- und Steuerzahler, Leistungserbringer und Krankenkassen. Auch die Krankenh&#228;user werden durch die Minderung der Grundlohnrate in den Jahren 2011 und 2012 und durch die Einf&#252;hrung eines Mehrleistungsabschlags ab dem Jahr 2011 in die Pflicht ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp R&#246;sler hat heute den 33. Deutschen Krankenhaustag im Rahmen der MEDICA 2010 er&#246;ffnet.</strong> In seiner Rede betonte<br />
Dr. Philipp R&#246;sler: &#0187;<em>Die Krankenh&#228;user in Deutschland bieten eine umfassende und zuverl&#228;ssige medizinische Versorgung auf hohem Niveau. Mit j&#228;hrlich 17,8 Mio. station&#228;ren Behandlungsf&#228;llen decken sie einen wesentlichen Teil der medizinischen Versorgung ab. Die Krankenh&#228;user tragen damit ma&#223;geblich dazu bei, dass der medizinische Fortschritt in der Gesundheitsversorgung der Bev&#246;lkerung zugute kommt.</em>&#0187;</p>
<p><strong>Das am 12. November 2010 vom Deutschen Bundestag beschlossene GKV-Finanzierungsgesetz</strong> soll wesentlich dazu beitragen, das Gesundheitssystem im Allgemeinen und die Krankenhausversorgung im Besonderen auch in Zukunft finanzierbar zu erhalten. Mit diesem Gesetz werden nicht nur die kurzfristigen Finanzprobleme im<br />
Gesundheitssystem angegangen &#8211; es gilt ein Defizit im n&#228;chsten Jahr von bis zu 9 Mrd. Euro auszugleichen &#8211;, sondern auch die Grundlagen f&#252;r ein neues Finanzierungssystem gelegt. Zur kurzfristigen Konsolidierung der gesetzlichen Krankenversicherung m&#252;ssen alle Beteiligten einen Beitrag leisten: Beitrags- und Steuerzahler, Leistungserbringer und Krankenkassen. Auch die Krankenh&#228;user werden durch die Minderung der Grundlohnrate in den Jahren 2011 und 2012 und durch die Einf&#252;hrung eines Mehrleistungsabschlags ab dem Jahr 2011 in die Pflicht genommen.</p>
<blockquote><p><strong>Dr. Philipp R&#246;sler weiter:</strong> &#0187;Genau so wichtig wie die Sicherstellung der Finanzierung ist es notwendig, die strukturellen Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung so auszugestalten, dass eine gute, innovative und wohnortnahe Patientenversorgung auch in Zukunft gew&#228;hrleistet werden kann. Dabei kommt einer besseren Abstimmung der ambulanten und station&#228;ren Versorgung &#8211; auch unter dem Gesichtspunkt der Patientenorientierung &#8211; eine wesentliche Rolle zu. Die Koalition wird daher im n&#228;chsten Jahr strukturelle Verbesserungsvorschl&#228;ge erarbeiten.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Die Krankenhausversorgung wird von den Besch&#228;ftigte</strong>n, die dort die Arbeit leisten, getragen. Gute Arbeitsbedingungen im Krankenhaus &#8211; gerade vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkr&#228;ftemangels &#8211; gewinnen zunehmend an Bedeutung. Deshalb wird das im Jahr 2009 eingef&#252;hrte Sonderprogramm zur F&#246;rderung zus&#228;tzlicher Pflegekr&#228;fte in den Kliniken bis 2011 weiterlaufen. &#220;ber 1000 Krankenh&#228;user haben bereits im ersten F&#246;rderjahr das Programm in Anspruch genommen. Die Mittel aus dem F&#246;rderprogramm werden auch nach dessen Beendigung zur Verf&#252;gung stehen. Denn nach Ablauf der drei Jahre werden die Kosten zus&#228;tzlicher Pflegestellen in die Fallpauschalen eingebunden. Wenn es um gute Rahmenbedingungen f&#252;r das Krankenhauspersonal geht, stellt sich zwangsl&#228;ufig auch die Frage der Nachwuchsgewinnung bei &#196;rztinnen und &#196;rzten. Hier m&#252;ssen L&#246;sungen entwickelt werden, die geeignet sind, dem drohenden &#196;rztemangel entgegenzuwirken.</p>
<p><strong>Gleichzeitig ist es erforderlich</strong>, den Arbeitsplatz im Krankenhaus m&#246;glichst attraktiv zu gestalten. Dies setzt vor allem auch familienfreundliche Arbeitsbedingungen voraus. Krankenh&#228;user, die sich bereits heute um eine mitarbeiterorientierte Arbeitsorganisation bem&#252;hen, haben deutlich bessere Chancen, freie Stellen zu besetzen und Besch&#228;ftigte zu binden.</p>
<p><strong>Weiterf&#252;hrende Informationen online:</strong><br />
<strong><a href="http://www.bmg.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/pm-10-07-14-runder-tisch-familie-beruf.html" title="externer Link zur Pressemitteilung zum Runden Tisch">Runder Tisch</a> &#0187;Vereinbarkeit von Beruf und Familie&#0171;</strong></p>
<p><a href="https://www.gkv-spitzenverband.de/upload/23-06-2010_Bericht_Pflegesonderprogramm_KH_13887.pdf" title="externer Link zu einem PDF des Berichts zum Sonderprogramm">Bericht Sonderprogramm zur F&#246;rderung zus&#228;tzlicher Pflegekr&#228;fte:</a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Studie: Versorgung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhaft</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/09/21/neue-studie-versorgung-von-alzheimer-patienten-in-deutschland-mangelhaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 14:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Patienten]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.jpg" rel="lightbox[pics2475]" title="Alzheimerpatientin (Photo: DGN)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.thumbnail.jpg" alt="Alzheimerpatientin" width="255" height="170" class="attachment wp-att-2476" /></a><div class="imagecaption">Alzheimerpatientin (Photo: DGN)</div></div><strong>Dienstag, der 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag. Gleichzeitig beginnt die Neurowoche 2010 in Mannheim, der gr&#246;&#223;te neuromedizinische Kongress Europas.</strong>
<strong>Eine neue Studie</strong> gibt der Betreuung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhafte Noten: Nur etwa zehn Prozent von ihnen werden mit modernen Untersuchungsverfahren (z.B. neuropsychologische Tests, Bildgebung) untersucht, weniger als die H&#228;lfte erh&#228;lt die zur Verf&#252;gung stehenden Medikamente. Die Behandlungskosten sind dennoch hoch: Sie beliefen sich pro Patient und Jahr auf rund 18 500 Euro, davon wurden etwa 8800 Euro durch die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen verursacht. Insgesamt wurden rund 400 Alzheimer-Patienten untersucht, teilte heute die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie mit. In Deutschland sind rund eine halbe Million Menschen von der Erkrankung betroffen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.jpg" rel="lightbox[pics2475]" title="Alzheimerpatientin (Photo: DGN)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.thumbnail.jpg" alt="Alzheimerpatientin" width="255" height="170" class="attachment wp-att-2476" /></a>
<div class="imagecaption">Alzheimerpatientin (Photo: DGN)</div>
</div>
<p><strong>Dienstag, der 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag. Gleichzeitig beginnt die Neurowoche 2010 in Mannheim, der gr&#246;&#223;te neuromedizinische Kongress Europas.</strong><br />
<strong>Eine neue Studie</strong> gibt der Betreuung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhafte Noten: Nur etwa zehn Prozent von ihnen werden mit modernen Untersuchungsverfahren (z.B. neuropsychologische Tests, Bildgebung) untersucht, weniger als die H&#228;lfte erh&#228;lt die zur Verf&#252;gung stehenden Medikamente. Die Behandlungskosten sind dennoch hoch: Sie beliefen sich pro Patient und Jahr auf rund 18 500 Euro, davon wurden etwa 8800 Euro durch die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen verursacht. Insgesamt wurden rund 400 Alzheimer-Patienten untersucht, teilte heute die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie mit. In Deutschland sind rund eine halbe Million Menschen von der Erkrankung betroffen.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Unsere Studie zeigt eindeutig</strong>, dass die modernen Standards der Diagnose und Behandlung, wie sie in den Behandlungsstandards, den Leitlinien, beschrieben sind, nur unzureichend im Betreuungsalltag umgesetzt werden&#0171;, sagt Studienleiter Professor Richard Dodel, Neurologe am Universit&#228;tsklinikum Marburg. Nie zuvor wurde die Qualit&#228;t der Versorgung von Patienten auf verschiedenen Versorgungsebenen wie Kliniken, Pflegeheime, haus&#228;rztlicher oder fach&#228;rztlicher Betreuung so eingehend untersucht. Professor Dodel stellt die Ergebnisse erstmals in einem Fachvortrag auf der Neurowoche 2010 in Mannheim vor. Diese Tagung, die vom Heidelberger Neurologen Professor Werner Hacke organisiert wird, findet nur alle f&#252;nf Jahre statt und ist mit mehr als 6000 Spezialisten f&#252;r Gehirn und Nerven der gr&#246;&#223;te klinisch-neurowissenschaftliche Kongress Europas.
<div class="imageframe alignright" style="width:263px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/prof-dodel.jpg" rel="lightbox[pics2475]" title="Prof. Richard Dodel (Photo Uni Marburg/Wort&amp;Bild "><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/prof-dodel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Richard Dodel " width="255" height="168" class="attachment wp-att-2477" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Richard Dodel (Photo Uni Marburg/Wort&amp;Bild </div>
</div>
<p><strong>&#0187;Alzheimer-Patienten werden noch immer diskriminiert, weil ihnen die Lobby fehlt&#0171;</strong>, erl&#228;utert Professor G&#252;nther Deuschl, Direktor der Universit&#228;tsneurologie in Kiel und federf&#252;hrender Neurologe der so genannten â€žS3-Leitlinie Demenzâ€œ, die im vergangenen Herbst von insgesamt 28 Fachorganisationen gemeinsam ver&#246;ffentlicht wurde. &#0187;Ohne den politischen Willen werden diese Standards nicht den Weg in die Versorgung finden&#0171;, so G&#252;nther Deuschl, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie. So gebe es derzeit zum Beispiel Streit um ein wirksames Medikament, das aus Kostengr&#252;nden aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen fallen soll.</p></blockquote>
<p>Lichtblicke seien allerdings das im Jahr 2009 gegr&#252;ndete Deutsche Zentrum f&#252;r Neurodegenerative Erkrankungen mit Hauptsitz in Bonn und 5 Satellitenstandorten. Hoffnung setzen Wissenschaftler auch in die Entwicklung einer Impfung gegen die Alzheimer-Demenz, allerdings werde es noch einige Jahre dauern, bis diese Immunisierung zur Verf&#252;gung steht.</p>
<p>Seit 1994 finden am 21. September unter dem Dach der Alzheimerâ€™s Disease International in aller Welt vielf&#228;ltige Aktivit&#228;ten statt, um die &#214;ffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angeh&#246;rigen aufmerksam zu machen.</p>
<p>Fachlicher Kontakt f&#252;r R&#252;ckfragen<br />
Prof. Dr. med. Richard Dodel<br />
Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Marburg<br />
Tel.: 06421 &#8211; 586 6251<br />
dodel@med.uni-marburg.de</p>
<p>Prof. Dr. med. G&#252;nther Deuschl<br />
Direktor der Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Schleswig-Holstein<br />
Neurozentrum Kiel<br />
Tel.: 0431 / 597 &#8211; 8550<br />
g.deuschl@neurologie.uni-kiel.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Irritationen: Lang wirksame Insulinanaloga f&#252;r Diabetes Typ 2 fallen aus Erstattung.</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/07/07/irritationen-lang-wirksame-insulinanaloga-fuer-diabetes-typ-2-fallen-aus-erstattung/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 18:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Detemir]]></category>
		<category><![CDATA[Glargin]]></category>
		<category><![CDATA[HypoglykÃ¤mie]]></category>
		<category><![CDATA[Insulinanaloga]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Lang wirksame Insulinanaloga werden zuk&#252;nftig nicht mehr von den Krankenkassen erstattet:</strong> Grund ist, dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 18. M&#228;rz 2010 nicht beanstandet. Er sagt, dass lang wirksame Insulinanaloga keinen Zusatznutzen f&#252;r Typ-2-Diabetiker haben, und daher â€“ solange sie teurer sind als herk&#246;mmliches Verz&#246;gerungsinsulin â€“ nicht mehr erstattet werden. diabetesDE und DDG haben vor den Entscheidungen mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass Studien den Zusatznutzen lang wirksamer Insulinanaloga belegen.

<strong>Zum Beispiel verhindern sie starke Blutzuckerschwankungen</strong> und damit auch Unterzuckerungen, die lebensbedrohlich sein k&#246;nnen."<em>Wir bedauern die Entscheidung des BMG, der viele Patienten und ihre &#196;rzte in eine problematische Situation bringt</em>", kritisiert Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE und Pr&#228;sident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). Durch die Entscheidung des BMG am 28. Juni 2010 wird der Beschluss des G-BA vom 18. M&#228;rz mit Ver&#246;ffentlichung im Bundesanzeiger wirksam. Diese erfolgt voraussichtlich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lang wirksame Insulinanaloga werden zuk&#252;nftig nicht mehr von den Krankenkassen erstattet:</strong> Grund ist, dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 18. M&#228;rz 2010 nicht beanstandet. Er sagt, dass lang wirksame Insulinanaloga keinen Zusatznutzen f&#252;r Typ-2-Diabetiker haben, und daher â€“ solange sie teurer sind als herk&#246;mmliches Verz&#246;gerungsinsulin â€“ nicht mehr erstattet werden. diabetesDE und DDG haben vor den Entscheidungen mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass Studien den Zusatznutzen lang wirksamer Insulinanaloga belegen.</p>
<p><strong>Zum Beispiel verhindern sie starke Blutzuckerschwankungen</strong> und damit auch Unterzuckerungen, die lebensbedrohlich sein k&#246;nnen.&#0171;<em>Wir bedauern die Entscheidung des BMG, der viele Patienten und ihre &#196;rzte in eine problematische Situation bringt</em>&#0171;, kritisiert Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE und Pr&#228;sident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). Durch die Entscheidung des BMG am 28. Juni 2010 wird der Beschluss des G-BA vom 18. M&#228;rz mit Ver&#246;ffentlichung im Bundesanzeiger wirksam. Diese erfolgt voraussichtlich im August 2010.</p>
<p><strong>Das BMG weist in seiner Entscheidung auch darauf hin</strong>, dass es sich der Beurteilung zur Wirtschaftlichkeit des G-BA nicht anschlie&#223;t: Kosten entst&#252;nden nicht nur durch den Apothekenverkaufspreis eines Medikamentes, sondern beispielsweise auch durch die Art und Weise der Behandlung oder den Folgen. Nach Meinung von diabetesDE und DDG werden jedoch zus&#228;tzliche Kosten entstehen, wenn lang wirksame Insulinanaloga nicht mehr in der Diabetes-Therapie erstattet werden. Die Diabetes-Experten haben bereits vor der G-BA-Entscheidung im M&#228;rz auf die Risiken hingewiesen: </p>
<p><strong>Studiendaten belegen, dass</strong> lang wirksame Insulinanaloga bei gleicher Wirksamkeit wie andere Insuline weniger h&#228;ufig zu Unterzuckerungen, den sogenannten Hypoglyk&#228;mien f&#252;hren. Rund 500 000 Typ-2-Diabetiker sind von der Entscheidung betroffen und m&#252;ssen nun mit ihren &#196;rzten ihre Therapien umstellen. Die Umstellung f&#252;hrt vermutlich zu mehr als 10 000 zus&#228;tzlichen schweren Hypoglyk&#228;mien im Jahr. Das w&#228;ren mehr als 10 000 zus&#228;tzliche lebensbedrohliche Notf&#228;lle bei Diabetikern, deren Behandlung Geld kostet.</p>
<p><strong>Der G-BA hatte im M&#228;rz beschlossen</strong>, dass die Krankenkassen die Insuline Glargin und Detemir nur noch dann erstatten m&#252;ssen, wenn sie nicht teurer sind als herk&#246;mmliches Verz&#246;gerungsinsulin. Einzige Ausnahmen sind allergische Reaktionen auf Humaninsulin oder ein hohes Risiko f&#252;r Hypoglyk&#228;mien trotz intensivierter Insulintherapie.</p>
<p><strong>F&#252;r &#196;rzte, die Typ-2-Diabetiker betreuen, ist dies keine praktikable L&#246;sung</strong>. Sie m&#252;ssen erst das Risiko einer schweren und m&#246;glicherweise lebensgef&#228;hrlichen Hypoglyk&#228;mie eingehen, um diese mit Hilfe der lang wirksamen Insulinanaloga zu verhindern. Denn ob auch erste Warnzeichen f&#252;r folgende schwere Hypoglyk&#228;mien â€“ wie leichte Unterzuckerungen oder starke Blutzuckerschwankungen â€“ dazu berechtigen, wurde nicht klar geregelt.</p>
<p><strong>Die aktuelle Entscheidung bedeutet f&#252;r betroffene Typ-2-Diabetiker</strong>, dass sie ihre Diabetestherapie mit ungewissen Folgen umstellen oder auf eventuelle Rabattvertr&#228;ge ihrer Kasse mit den Herstellern warten m&#252;ssen. Solche Vereinbarungen liegen teilweise schon vor, allerdings nicht mit allen Herstellern f&#252;r alle Kassen.</p>
<p><strong>Mehr Informationen im Internet:</strong></p>
<p><strong>Stellungnahme von diabetesDE und der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu lang wirksamen Insulinanaloga</strong></p>
<p>http://profi.diabetesde.org/stellungnahmen/langwirksame_insulianaloga/</p>
<p>http://www.g-ba.de/downloads/40-268-1278/2010-03-18-AMR3_Insulinanaloga_Typ2_BMG&#8230;</p>
<p><strong>Letzte &#196;nderungen</strong> zu &#0187;Arzneimittel-Richtlinie/ Anlage III (Lang wirkende Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2)&#0171; vom 28.06.2010 im Internet:</p>
<p>http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/1109/letzte-aenderungen/</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.diabetesde.org</p>
<p>http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Macht Schienenl&#228;rm krank?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/04/30/macht-schienenlaerm-krank/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 05:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[krank]]></category>
		<category><![CDATA[LÃ¤rm]]></category>
		<category><![CDATA[Schienen]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Unter dem Titel "Macht Schienenl&#228;rm krank?" hat das Universit&#228;tsklinikum Freiburg im Auftrag des Regionalverbands S&#252;dlicher Oberrhein (RVSO) eine Studie &#252;ber die gesundheitlichen Folgen von Schienenl&#228;rm verfasst, die heute der &#214;ffentlichkeit vorgestellt wurde.
In der Studie wurden in einer &#220;bersicht 119 empirische Forschungsarbeiten zu dieser Fragestellung zusammengetragen und hinsichtlich sieben verschiedener Auswirkungen auf die Gesundheit ausgewertet: Bel&#228;stigung, St&#246;rung von Aktivit&#228;ten, Schlaf, Leistung, physiologische Reaktionen, Auswirkungen auf Herz-Kreislauferkrankungen und Kinder. Zu den eher subjektiven, variablen Bel&#228;stigungen und St&#246;rungen liegen die meisten Studien vor, zu manifesten Erkrankungen in Folge von langfristiger Exposition gegen&#252;ber Schienenl&#228;rm gibt es bisher keine Studien.</strong>

<strong>Hinsichtlich der wahrgenommenen Bel&#228;stigung von Schienenanwohnern</strong> zeigt sich ein deutlicher Dosis-Wirkungszusammenhang. Im Vergleich zum Stra&#223;enverkehr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter dem Titel &#0187;Macht Schienenl&#228;rm krank?&#0171; hat das Universit&#228;tsklinikum Freiburg im Auftrag des Regionalverbands S&#252;dlicher Oberrhein (RVSO) eine Studie &#252;ber die gesundheitlichen Folgen von Schienenl&#228;rm verfasst, die heute der &#214;ffentlichkeit vorgestellt wurde.<br />
In der Studie wurden in einer &#220;bersicht 119 empirische Forschungsarbeiten zu dieser Fragestellung zusammengetragen und hinsichtlich sieben verschiedener Auswirkungen auf die Gesundheit ausgewertet: Bel&#228;stigung, St&#246;rung von Aktivit&#228;ten, Schlaf, Leistung, physiologische Reaktionen, Auswirkungen auf Herz-Kreislauferkrankungen und Kinder. Zu den eher subjektiven, variablen Bel&#228;stigungen und St&#246;rungen liegen die meisten Studien vor, zu manifesten Erkrankungen in Folge von langfristiger Exposition gegen&#252;ber Schienenl&#228;rm gibt es bisher keine Studien.</strong></p>
<p><strong>Hinsichtlich der wahrgenommenen Bel&#228;stigung von Schienenanwohnern</strong> zeigt sich ein deutlicher Dosis-Wirkungszusammenhang. Im Vergleich zum Stra&#223;enverkehr erweist sich Schienenl&#228;rm als st&#246;render f&#252;r bestimmte Aktivit&#228;ten, insbesondere bei der Kommunikation, jedoch als weniger st&#246;rend hinsichtlich der allgemeinen Ruhe und Erholung. Feldstudien ergaben jedoch, dass der Schienenl&#228;rm sich weit weniger st&#246;rend auf das Schlafverhalten auswirkt als andere Verkehrsarten. In Laborstudien allerdings zeigte sich bei verschiedenen Schlafparametern eine gr&#246;&#223;ere Beeintr&#228;chtigung des Schlafes durch Schienenl&#228;rm als durch Stra&#223;en- und Flugverkehrsl&#228;rm. Zusammenfassend wird vor allem bem&#228;ngelt, dass der Zusammenhang zwischen L&#228;rmexposition und Herz-Kreislauferkrankungen, wie er f&#252;r den Stra&#223;en- und Flugverkehr nachgewiesen wurde, <strong>bisher f&#252;r Schienenl&#228;rm nicht untersucht wurde</strong>.</p>
<p><strong>Insbesondere die Schlafstudien zeigen einen starken Einfluss von Schienenl&#228;rm auf das Schlafverhalten</strong>, bedingt durch die im Vergleich zum Stra&#223;enverkehr relativ hohen Spitzenpegel der vorbeifahrenden Z&#252;ge. Die dabei verursachte Erregung des autonomen Nervensystems ist selbst dann nachzuweisen, wenn kein Aufwachen stattfindet. <strong>Die gesetzlichen Vorgaben zum L&#228;rmschutz ber&#252;cksichtigen allerdings beim Schienenl&#228;rm keine Spitzenpegel und erm&#246;glichen so auch nachts hohe L&#228;rmspitzen!</strong></p>
<p><strong>Zudem erlaubt der so genannte &#0187;Schienenbonus&#0171; dem Schienenverkehr </strong>im Vergleich zum Stra&#223;enverkehr einen um <strong>5 dB(A) h&#246;heren &#228;quivalenten Dauerschallpegel</strong>. Die Rechtfertigung f&#252;r diesen Bonus <strong>beruht auf alten Daten</strong> und ber&#252;cksichtigte nur subjektive St&#246;rungen. <strong>Neue Untersuchungen best&#228;tigen diesen Bonus nicht.</strong> Sie zeigen stattdessen, dass beim Schienenl&#228;rm ein gesundheitliches Risiko vor allem durch eine regelm&#228;&#223;ige St&#246;rung des Schlafes entsteht. Dieses Risiko wird durch den Schienenbonus sowie das Fehlen eines Grenzwertes f&#252;r Spitzenpegel erh&#246;ht. <strong>Daher ist der Schienenl&#228;rmbonus aus wissenschaftlicher Sicht nicht mehr haltbar.</strong></p>
<p><strong>Die Studie ist beim Regionalverband S&#252;dlicher Oberrhein, www.region-suedlicher-oberrhein.de erh&#228;ltlich.</strong></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Volker Mersch-Sundermann<br />
Institut f&#252;r Umweltmedizin und Krankenhaushygiene<br />
Tel.: 0761/270-8205<br />
E-Mail: volker.mersch-sundermann@uniklinik-freiburg.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Forschungspreis ausgeschrieben</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/31/forschungspreis-ausgeschrieben/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 11:05:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ã„rzte]]></category>
		<category><![CDATA[BMG]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>BMG, B&#196;K und KBV f&#246;rdern Aufarbeitung der Rolle der &#196;rzteschaft im Nationalsozialismus</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/ausschreibung.pdf" title="Ausschreibungstext als PDF"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/ausschrebb.thumbnail.jpg" alt="Ausschreibungstext" width="255" height="143" class="attachment wp-att-2080" /></a><div class="imagecaption">Ausschreibungstext als PDF</div></div><strong>&#196;rzte haben in der Zeit des Nationalsozialismus aktiv an der systematischen Ermordung von Kranken mitgewirkt. Au&#223;erdem haben sich f&#252;hrende Vertreter der &#196;rzteschaft an der Vertreibung ihrer j&#252;dischen Kolleginnen und Kollegen beteiligt. Auch wenn die Mitschuld der &#196;rzte an den Verbrechen der NS-Gewaltherrschaft im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte wissenschaftlich untersucht wurde, ist die Rolle der &#196;rzteschaft im Nationalsozialismus bei weitem nicht ausreichend aufgearbeitet worden. Deshalb haben das Bundesgesundheitsministerium (BMG), die Bundes&#228;rztekammer (B&#196;K) und die Kassen&#228;rztliche</strong> ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>BMG, B&#196;K und KBV f&#246;rdern Aufarbeitung der Rolle der &#196;rzteschaft im Nationalsozialismus</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/ausschreibung.pdf" title="Ausschreibungstext als PDF"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/ausschrebb.thumbnail.jpg" alt="Ausschreibungstext" width="255" height="143" class="attachment wp-att-2080" /></a>
<div class="imagecaption">Ausschreibungstext als PDF</div>
</div>
<p><strong>&#196;rzte haben in der Zeit des Nationalsozialismus aktiv an der systematischen Ermordung von Kranken mitgewirkt. Au&#223;erdem haben sich f&#252;hrende Vertreter der &#196;rzteschaft an der Vertreibung ihrer j&#252;dischen Kolleginnen und Kollegen beteiligt. Auch wenn die Mitschuld der &#196;rzte an den Verbrechen der NS-Gewaltherrschaft im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte wissenschaftlich untersucht wurde, ist die Rolle der &#196;rzteschaft im Nationalsozialismus bei weitem nicht ausreichend aufgearbeitet worden. Deshalb haben das Bundesgesundheitsministerium (BMG), die Bundes&#228;rztekammer (B&#196;K) und die Kassen&#228;rztliche Bundesvereinigung (KBV) nunmehr zum dritten Mal einen Forschungspreis f&#252;r wissenschaftliche Arbeiten zur Geschichte der &#196;rzte w&#228;hrend der NS-Diktatur ausgeschrieben. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.</strong></p>
<p><strong>An der Ausschreibung teilnehmen d&#252;rfen</strong> &#196;rzte und Psychotherapeuten als Einzelpersonen, Kooperationen und Gemeinschaften aus &#196;rzten und Psychotherapeuten, Studenten der Humanmedizin sowie an humanmedizinischen und medizinhistorischen Instituten t&#228;tige Wissenschaftler. Alle Arbeiten m&#252;ssen in deutscher Sprache verfasst sein und k&#246;nnen sowohl in Papier- als auch elektronischer Form eingereicht werden. Es werden nur Arbeiten ber&#252;cksichtigt, die ab dem 01.01.2005 erstellt oder ver&#246;ffentlicht wurden. Bereits bei vorangegangenen Ausschreibungen dieses Preises eingereichte Arbeiten k&#246;nnen nicht erneut ber&#252;cksichtigt werden. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2010.</p>
<p><strong>Eine unabh&#228;ngige Jury </strong>wird die eingeschickten Arbeiten bewerten und den Gewinner ermitteln. Das BMG, die B&#196;K, die KBV, der Zentralrat der Juden in Deutschland sowie der Verband der j&#252;dischen &#196;rzte und Psychotherapeuten haben die Mitglieder der Jury benannt. Diese sind Prof. Dr. Dr. Heinz Schott, Prof. Dr. Robert J&#252;tte, Dr. Manfred Richter-Reichhelm, Prof. Dr. Leo Latasch und Dr. Roman Skoblo. Anfang 2011 wird die Jury die Preistr&#228;ger bekannt geben.</p>
<p><strong>Bei der letzten Ausschreibungsrunde</strong> ging der Preis an Barbara Huber. Sie dissertierte zur Biographie des SS-Zahnarztes Dr. Willy Frank. Im Rahmen einer Gemeinschaftsarbeit haben sich Gerrit Hohendorf, Petra Fuchs, Maike Rotzoll, Ulrich M&#252;ller und Paul Richter mit der Lebensgeschichte von Euthanasieopfern besch&#228;ftigt. Die Arbeit von Annette Hinz-Wessels setzt sich mit dem Robert Koch-Institut (RKI) in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Jasmin Beatrix Mattes erhielt einen Sonderpreis f&#252;r ihre Untersuchungen zu Stationsbenennungen des Klinikums der Albert-Ludwig-Universit&#228;t Freiburg und den Biographien der namensgebenden Pers&#246;nlichkeiten aus der Medizin.</p>
<p><strong>Bewerber senden ihre Arbeiten an:</strong> Bundes&#228;rztekammer, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrung, Dr. Esther Freese, Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin, E-Mail: esther.freese(at)baek.de</p>]]></content:encoded>
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