Weblog & Magazin für medizinische Forschung, Innovation und Praxis

Gesundheitspolitik

Mit Supermikroskopen Infektionen auf der Spur

8. Januar 2011 | Von François G. | Kategorie: Gesundheitspolitik

Startschuss für das neue „Centre for Structural Systems Biologyâ€?.

07. Januar 2011 – Infektionsforscher und Physiker in Norddeutschland gehen in Zukunft gemeinsam auf die Jagd nach Krankheitserregern: Auf dem Campus des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) in Hamburg-Bahrenfeld entsteht unter der wissenschaftlichen Koordination des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) das neue »Centre for Structural Systems Biology« (CSSB). Das interdisziplinäre Zentrum mit Partnern verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein verfolgt das Ziel, den Angriffen von Krankheitskeimen atomgenau auf die Spur zu kommen.

Bei DESY in Hamburg unterzeichnete heute …



Finanzierbare Krankenhausversorgung auf hohem Niveau

17. November 2010 | Von François G. | Kategorie: Gesundheitspolitik

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler hat heute den 33. Deutschen Krankenhaustag im Rahmen der MEDICA 2010 eröffnet. In seiner Rede betonte Dr. Philipp Rösler: »Die Krankenhäuser in Deutschland bieten eine umfassende und zuverlässige medizinische Versorgung auf hohem Niveau. Mit jährlich 17,8 Mio. stationären Behandlungsfällen decken sie einen wesentlichen Teil der medizinischen Versorgung ab. Die Krankenhäuser tragen damit maßgeblich dazu bei, dass der medizinische Fortschritt in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zugute kommt.»

Das am 12. November 2010 vom Deutschen Bundestag beschlossene GKV-Finanzierungsgesetz soll wesentlich dazu beitragen, das Gesundheitssystem im Allgemeinen und die Krankenhausversorgung im Besonderen auch in Zukunft finanzierbar zu erhalten. Mit diesem Gesetz werden nicht nur die kurzfristigen Finanzprobleme im
Gesundheitssystem angegangen – es gilt ein Defizit im nächsten Jahr von bis zu 9 Mrd. Euro auszugleichen –, sondern auch die Grundlagen für ein neues Finanzierungssystem gelegt. Zur kurzfristigen Konsolidierung der gesetzlichen Krankenversicherung müssen alle Beteiligten einen Beitrag leisten: Beitrags- und Steuerzahler, Leistungserbringer und Krankenkassen. Auch die Krankenhäuser werden durch die Minderung der Grundlohnrate in den Jahren 2011 und 2012 und durch die Einführung eines Mehrleistungsabschlags ab dem Jahr 2011 in die Pflicht …



Neue Studie: Versorgung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhaft

21. September 2010 | Von François G. | Kategorie: Gesundheitspolitik
Alzheimerpatientin
Alzheimerpatientin (Photo: DGN)

Dienstag, der 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag. Gleichzeitig beginnt die Neurowoche 2010 in Mannheim, der größte neuromedizinische Kongress Europas.
Eine neue Studie gibt der Betreuung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhafte Noten: Nur etwa zehn Prozent von ihnen werden mit modernen Untersuchungsverfahren (z.B. neuropsychologische Tests, Bildgebung) untersucht, weniger als die Hälfte erhält die zur Verfügung stehenden Medikamente. Die Behandlungskosten sind dennoch hoch: Sie beliefen sich pro Patient und Jahr auf rund 18 500 Euro, davon wurden etwa 8800 Euro durch die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen verursacht. Insgesamt wurden rund 400 Alzheimer-Patienten untersucht, teilte heute die Deutsche Gesellschaft für Neurologie mit. In Deutschland sind rund eine halbe Million Menschen von der Erkrankung betroffen. …



Irritationen: Lang wirksame Insulinanaloga für Diabetes Typ 2 fallen aus Erstattung.

7. Juli 2010 | Von François G. | Kategorie: Gesundheitspolitik

Lang wirksame Insulinanaloga werden zukünftig nicht mehr von den Krankenkassen erstattet: Grund ist, dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 18. März 2010 nicht beanstandet. Er sagt, dass lang wirksame Insulinanaloga keinen Zusatznutzen für Typ-2-Diabetiker haben, und daher – solange sie teurer sind als herkömmliches Verzögerungsinsulin – nicht mehr erstattet werden. diabetesDE und DDG haben vor den Entscheidungen mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass Studien den Zusatznutzen lang wirksamer Insulinanaloga belegen.

Zum Beispiel verhindern sie starke Blutzuckerschwankungen und damit auch Unterzuckerungen, die lebensbedrohlich sein können.«Wir bedauern die Entscheidung des BMG, der viele Patienten und ihre Ärzte in eine problematische Situation bringt«, kritisiert Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE und Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). Durch die Entscheidung des BMG am 28. Juni 2010 wird der Beschluss des G-BA vom 18. März mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger wirksam. Diese erfolgt voraussichtlich …