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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Indikation/Therapie</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<item>
		<title>Aussichtsreiche neue Therapieform bei Hautkrebs</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/02/08/aussichtsreiche-neue-therapieform-bei-hautkrebs/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Hautkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Masterzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Erster Patient erfolgreich an der Uniklinik K&#246;ln</h4>
<strong>Es ist die Art von Entwicklung, die sich wohl jeder Wissenschaftler w&#252;nscht: Nach vier Jahren experimenteller Arbeit ver&#246;ffentlichten Forscher der Uniklinik K&#246;ln und der Universit&#228;t zu K&#246;ln im Februar 2011 ihre ersten Ergebnisse zu einer neuen effektiveren Therapieform bei Hautkrebs. Ein Krebs, an dem j&#228;hrlich etwa 14.000 Menschen in Deutschland neu erkranken. Etwa ein halbes Jahr sp&#228;ter begannen sie erstmals, einen Patienten mit der neuen Immuntherapie zu behandeln – mit &#228;u&#223;erst vielversprechendem Ergebnis, wie sich jetzt herausstellt.</strong>

<strong>In den Experimenten</strong> der Wissenschaftler um Prof. Dr. Hinrich Abken zeigte sich, dass das Wachstum eines Melanoms von einigen wenigen Tumorzellen abh&#228;ngt, den sogenannten Masterzellen. Diese steuern den Tumor und machen lediglich zwei Prozent seiner Zellen aus. „Bisher war die Medizin davon ausgegangen, dass f&#252;r eine erfolgreiche Behandlung 99,99 Prozent der Krebszellen chirurgisch oder medikament&#246;s entfernt werden m&#252;ssen“, erkl&#228;rt der Mediziner. Nach Abkens neuem Ansatz m&#252;ssen lediglich bestimmte Tumorzellen vernichtet werden, um Tumore dauerhaft auszul&#246;schen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Erster Patient erfolgreich an der Uniklinik K&#246;ln</h4>
<p><strong>Es ist die Art von Entwicklung, die sich wohl jeder Wissenschaftler w&#252;nscht: Nach vier Jahren experimenteller Arbeit ver&#246;ffentlichten Forscher der Uniklinik K&#246;ln und der Universit&#228;t zu K&#246;ln im Februar 2011 ihre ersten Ergebnisse zu einer neuen effektiveren Therapieform bei Hautkrebs. Ein Krebs, an dem j&#228;hrlich etwa 14.000 Menschen in Deutschland neu erkranken. Etwa ein halbes Jahr sp&#228;ter begannen sie erstmals, einen Patienten mit der neuen Immuntherapie zu behandeln – mit &#228;u&#223;erst vielversprechendem Ergebnis, wie sich jetzt herausstellt.</strong></p>
<p><strong>In den Experimenten</strong> der Wissenschaftler um Prof. Dr. Hinrich Abken zeigte sich, dass das Wachstum eines Melanoms von einigen wenigen Tumorzellen abh&#228;ngt, den sogenannten Masterzellen. Diese steuern den Tumor und machen lediglich zwei Prozent seiner Zellen aus. &#0187;Bisher war die Medizin davon ausgegangen, dass f&#252;r eine erfolgreiche Behandlung 99,99 Prozent der Krebszellen chirurgisch oder medikament&#246;s entfernt werden m&#252;ssen&#0171;, erkl&#228;rt der Mediziner. Nach Abkens neuem Ansatz m&#252;ssen lediglich bestimmte Tumorzellen vernichtet werden, um Tumore dauerhaft auszul&#246;schen. &#0187;Mit Hilfe der neuen Strategie k&#246;nnen wir bestimmte Proteine auf der Oberfl&#228;che der Masterzellen erkennen und diese dann gezielt vernichten&#0171;, so der Forscher, der im Zentrum f&#252;r Molekulare Medizin K&#246;ln (ZMMK) und der Klinik I f&#252;r Innere Medizin t&#228;tig ist. Beide Einrichtungen sind Mitglied des Centrums f&#252;r Integrierte Onkologie K&#246;ln Bonn (CIO).</p>
<blockquote><p><strong>Ein erster Patient</strong> mit einem stark gestreuten Melanom hat jetzt von diesem neuen Ansatz profitiert. &#0187;Chirurgische Eingriffe an den multiplen Haut- und Lymphknotenmetastasen sowie chemotherapeutische Behandlungen haben dem Mann zuvor nicht geholfen&#0171;, so Prof. Dr. Dr. Cornelia Mauch, Leiterin des Hauttumorzentrums der Uniklinik K&#246;ln. Dann behandelten die &#196;rzte des Zentrums den 74-J&#228;hrigen etwa sechs Monate ambulant in einer lokalen Therapie mit einem Anti-CD20-Antik&#246;rper, der gezielt die Masterzellen des Melanoms zerst&#246;rte. Der Antik&#246;rper ist bereits l&#228;nger bekannt, wurde bisher jedoch bei anderen Erkrankungen mit anderen Zielen eingesetzt. &#0187;Was zuvor unsere Modelle vorausgesagt hatten, konnten wir jetzt bei dem Patienten beobachten&#0171;, berichtet Prof. Abken. &#0187;Der gesamte Tumor ist verschwunden, obwohl 98 Prozent der Tumorzellen nicht durch den Antik&#246;rper zerst&#246;rt wurden.&#0171; Die spannende Frage sei gewesen, so der Forscher, ob das neue Konzept richtig ist. &#0187;Es ist nicht nur irgendeine neue Therapie bei Hautkrebs, sondern die erste Best&#228;tigung f&#252;r ein vollkommen neues Verst&#228;ndnis in der Krebstherapie. Wir werden k&#252;nftig f&#252;r die Therapieplanung ber&#252;cksichtigen m&#252;ssen, welche Tumorzellen wir zerst&#246;ren m&#252;ssen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Die gezielte Zerst&#246;rung</strong> spezieller Tumorzellen, entweder durch Antik&#246;rper oder durch Immunzellen, ist au&#223;erordentlich komplex. Daher ist weitere intensive Forschung notwendig, um die Therapie in breitem Rahmen anwenden zu k&#246;nnen. Die Wissenschaftler der Uniklinik K&#246;ln sind sich sicher, dass ihre Erkenntnisse zu einem Paradigmenwechsel in der Krebstherapie f&#252;hren und die Basis zuk&#252;nftiger therapeutischer Strategien bilden.</p>
<p><strong>F&#252;r R&#252;ckfragen:</strong><br />
Univ.-Prof. Dr. Hinrich Abken<br />
Klinik I f&#252;r Innere Medizin und<br />
Zentrum f&#252;r Molekulare Medizin K&#246;ln<br />
Uniklinik K&#246;ln Telefon: 0221 478-89614<br />
E-Mail: hinrich.abken@uk-koeln.de</p>
<p>Univ.-Prof. Dr. Dr. Cornelia Mauch<br />
Klinik und Poliklinik f&#252;r Dermatologie<br />
Uniklinik K&#246;ln Telefon: 0221 478-86194<br />
E-Mail: cornelia.mauch@uk-koeln.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>UDE: Herzinfarkt k&#252;nftig besser therapierbar?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/01/10/ude-herzinfarkt-kuenftig-besser-therapierbar/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2012/01/10/ude-herzinfarkt-kuenftig-besser-therapierbar/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 19:22:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Blutdruckmanschette]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[STAT5]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Ganz neue Ans&#228;tze f&#252;r die Herzinfarkttherapie: Wird unmittelbar vor einer Operation an der Herz-Lungen-Maschine eine Blutdruckmanschette am Unterarm mehrfach aufgeblasen und so die Durchblutung des Armes kurz unterbrochen, wird das Herz besser gesch&#252;tzt.</strong>

<strong>Das ist das Ergebnis</strong> einer kontrollierten Patientenstudie einer Forschergruppe der Universit&#228;t Duisburg-Essen (UDE), die jetzt im renommierten Journal der amerikanischen Herzvereinigung publiziert  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ganz neue Ans&#228;tze f&#252;r die Herzinfarkttherapie: Wird unmittelbar vor einer Operation an der Herz-Lungen-Maschine eine Blutdruckmanschette am Unterarm mehrfach aufgeblasen und so die Durchblutung des Armes kurz unterbrochen, wird das Herz besser gesch&#252;tzt.</strong></p>
<p><strong>Das ist das Ergebnis</strong> einer kontrollierten Patientenstudie einer Forschergruppe der Universit&#228;t Duisburg-Essen (UDE), die jetzt im renommierten Journal der amerikanischen Herzvereinigung publiziert wurde. Unter der Leitung von Prof. Dr. Gerd Heusch konnten Wissenschaftler des Instituts f&#252;r Pathophysiologie, der Klinik f&#252;r Herzchirurgie und der Klinik f&#252;r An&#228;sthesiologie diesen Herzschutz auf Distanz nachweisen.</p>
<blockquote><p><strong>Heusch:</strong> &#0187;Wir haben erstmals ein molekulares Schutzsignal, das STAT5, im menschlichen Herzen identifizieren k&#246;nnen.&#0171; STAT-Signale lassen im Experiment die Kraftwerke der Zelle, sog. Mitochondrien, besser funktionieren und verringern die Gr&#246;&#223;e eines Herzinfarkts.</p></blockquote>
<p><strong>Beim Herzinfarkt ist</strong> ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend durchblutet, weil Herzkranzgef&#228;&#223;e verschlossen sind. Herz-Kreislauferkrankungen geh&#246;ren zu den h&#228;ufigsten Todesursachen in Deutschland. Etwa 70.000 Menschen sterben in Deutschland j&#228;hrlich an einem Herzinfarkt. Die grundlegenden Forschungen von Prof. Heusch zum Schutz des Herzens vor dem Infarkt werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gef&#246;rdert.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://circres.ahajournals.org/content/110/1/111</p>
<p>Prof. Dr. Dr.h.c. Gerd Heusch, Tel. 0201/723-4480, gerd.heusch@uk-essen.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Schnelle Hilfe: Neuer Labortest beschleunigt Herzinfarkt-Diagnose</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/12/28/schnelle-hilfe-neuer-labortest-beschleunigt-herzinfarkt-diagnose/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 14:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Troponin]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Deutlich fr&#252;her und sicherer als bisher k&#246;nnen k&#252;nftig viele Herzinfarkte diagnostiziert und damit auch erfolgreich behandelt werden. Wissenschaftler am Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben einen Labortest entwickelt und erprobt, der innerhalb von drei Stunden mit 96prozentiger Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt sicher bestimmt bzw. zu 100 Prozent ausschlie&#223;t.
„Bei herk&#246;mmlichen Tests liegt mitunter erst nach bis zu acht Stunden ein verl&#228;ssliches Ergebnis vor. Dies kann dazu f&#252;hren, dass der optimale Zeitpunkt f&#252;r eine Herzkatheteruntersuchung verpasst wird“, sagt Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Direktor der Klinik und Poliklinik f&#252;r Allgemeine und Interventionelle Kardiologie am UKE. Nachzulesen sind die neuen Erkenntnisse in der Studie „Serial Changes in High Sensitive Troponin I and Early Diagnosis of Myocardial Infarction“ im aktuellen Journal of the American Medical Association (JAMA).</strong>

<strong>Brustschmerz und Atemnot:</strong> Sehr h&#228;ufig sind es diese Symptome, mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutlich fr&#252;her und sicherer als bisher k&#246;nnen k&#252;nftig viele Herzinfarkte diagnostiziert und damit auch erfolgreich behandelt werden. Wissenschaftler am Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben einen Labortest entwickelt und erprobt, der innerhalb von drei Stunden mit 96prozentiger Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt sicher bestimmt bzw. zu 100 Prozent ausschlie&#223;t.<br />
&#0187;Bei herk&#246;mmlichen Tests liegt mitunter erst nach bis zu acht Stunden ein verl&#228;ssliches Ergebnis vor. Dies kann dazu f&#252;hren, dass der optimale Zeitpunkt f&#252;r eine Herzkatheteruntersuchung verpasst wird&#0171;, sagt Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Direktor der Klinik und Poliklinik f&#252;r Allgemeine und Interventionelle Kardiologie am UKE. Nachzulesen sind die neuen Erkenntnisse in der Studie &#0187;Serial Changes in High Sensitive Troponin I and Early Diagnosis of Myocardial Infarction&#0171; im aktuellen Journal of the American Medical Association (JAMA).</strong></p>
<p><strong>Brustschmerz und Atemnot:</strong> Sehr h&#228;ufig sind es diese Symptome, mit denen sich Patienten in der Notaufnahme wiederfinden. Die klassischen Anzeichen f&#252;r einen Herzinfarkt k&#246;nnen aber auch andere Ursachen haben. Ob tats&#228;chlich jemand einen Herzinfarkt erlitten hat, entscheidet h&#228;ufig das Elektrokardiogramm (EKG). Ist dieses nicht eindeutig, folgt der Nachweis von Troponin, einem Eiwei&#223;, das der absterbende Herzmuskel freisetzt, wenn es zum Infarkt gekommen ist. Das Problem: Bisher verf&#252;gbare Tests k&#246;nnen einen Anstieg des Werts erst nach bis zu acht Stunden im Labor verl&#228;sslich anzeigen. „Das hat zur Folge, dass wir Patienten lange beobachten m&#252;ssen und eventuell nicht so fr&#252;h behandeln k&#246;nnen, wie es bei einem Infarkt eigentlich notwendig ist“, erl&#228;utert Prof. Blankenberg. „Mit unserem neuen, hoch sensitiven Troponin-Test k&#246;nnen wir die Herzinfarktdiagnostik und damit auch die Behandlung der Patienten dagegen wesentlich beschleunigen.“</p>
<p><strong>Der neue Labortest</strong>, den das Pharmaunternehmen Abbott Diagnostics mit Unterst&#252;tzung von UKE-Wissenschaftlern entwickelt hat, setzt auf eine wiederholte Bestimmung des Troponins: bei Ankunft des Patienten im Krankenhaus, nach drei und nach sechs Stunden. Prof. Blankenberg und sein Team haben den Test in einer Studie an 2000 Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt gepr&#252;ft. Neu ist, dass bereits nach drei Stunden Mediziner einen Herzinfarkt nahezu hundertprozentig ausschlie&#223;en k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Basis hierf&#252;r ist</strong> ein bei gesunden Menschen ermittelter Grenzwert. Wird dieser trotz entsprechender Symptome nach drei Stunden nicht &#252;berschritten, liegt kein Herzinfarkt vor. Ist der bei Ankunft in der Klinik gemessene Wert jedoch drei Stunden sp&#228;ter um mindestens 200 Prozent gestiegen, k&#246;nnen &#196;rzte einen Herzinfarkt mit 96-prozentiger Sicherheit diagnostizieren und z&#252;gig behandeln. Im Falle anderer Ursachen wie Bluthochdruck, Herzschw&#228;che oder Nierenfunktionsst&#246;rungen w&#252;rde ein anfangs erh&#246;hter Troponin-Wert auch nach drei Stunden auf &#228;hnlichem Niveau bleiben – und damit einen Herzinfarkt ebenso sicher ausschlie&#223;en. Vor diesem Hintergrund erweist sich der neue Test als extrem genau f&#252;r die Diagnose und auch den Ausschluss eines Herzinfarktes.</p>
<p><strong>Basierend auf diesen Ergebnissen</strong> empfehlen nun die Europ&#228;ischen Leitlinien zur Diagnose des Akuten Myokardinfarktes die hier beschriebene Anwendung der hoch sensitiven Teste zur Diagnose oder zum Ausschluss eines Akuten Myokardinfarktes. An der Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit) des UKE ist dieses Konzept bereits umgesetzt. Die Regulationsbeh&#246;rden in den USA (Food and Drug Administration, FDA) pr&#252;fen derzeit die Zulassung des Tests.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Restless-Legs-Syndrom:</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/10/04/restless-legs-syndrom/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 12:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Dopamin-agonist]]></category>
		<category><![CDATA[restless legs]]></category>
		<category><![CDATA[RLS]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Ein besseres Leben ist m&#246;glich</h4>
<em>Wiesbaden</em> – <strong>"Bis zu zehn Prozent der Bev&#246;lkerung sind von einem Restless-Legs-Syndrom betroffen. &#220;ber zwei Millionen Menschen m&#252;ssten behandelt werden, doch die Erkrankung ist deutlich unterdiagnostiziert", beschrieb Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Oertel, Direktor der Klinik f&#252;r Neurologie der Philipps-Universit&#228;t Marburg, die derzeitige Behandlungssituation eines Krankheitsbildes, das noch immer wenig bekannt ist und immer noch viele Menschen unn&#246;tig qu&#228;lt.</strong>

<strong>Auf der 84. Jahrestagung</strong> der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN), die  bis zum 1. Oktober in Wiesbaden stattfand, gab ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ein besseres Leben ist m&#246;glich</h4>
<p><em>Wiesbaden</em> – <strong>&#0187;Bis zu zehn Prozent der Bev&#246;lkerung sind von einem Restless-Legs-Syndrom betroffen. &#220;ber zwei Millionen Menschen m&#252;ssten behandelt werden, doch die Erkrankung ist deutlich unterdiagnostiziert&#0171;, beschrieb Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Oertel, Direktor der Klinik f&#252;r Neurologie der Philipps-Universit&#228;t Marburg, die derzeitige Behandlungssituation eines Krankheitsbildes, das noch immer wenig bekannt ist und immer noch viele Menschen unn&#246;tig qu&#228;lt.</strong></p>
<p><strong>Auf der 84. Jahrestagung</strong> der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN), die bis zum 1. Oktober in Wiesbaden stattfand, gab der 1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie einen &#220;berblick zu RLS in Deutschland und pr&#228;sentierte aktuelle Therapieoptionen. Zudem kam eine RLS-Patientin zu Wort, die ihre erlebte Krankheitsgeschichte schilderte und dieser so oft nicht erkannten Erkrankung ein pers&#246;nliches Gesicht gab. Ihre Botschaft: <strong>&#0187;Ein besseres Leben mit RLS ist m&#246;glich!&#0171;</strong></p>
<p><strong>Ziehen, Stechen, Kribbeln,</strong> das Gef&#252;hl von Ameisen unter der Haut, ein Rei&#223;en oder krampfartige Schmerzen. Solche Missempfindungen sind, neben einem Unruhe-Gef&#252;hl und Bewegungsdrang, insbesondere in den Beinen, charakteristisch f&#252;r RLS. Die Beschwerden machen Kinobesuche, lange Autoreisen oder l&#228;ngere Bettl&#228;gerigkeit bei Krankenhausaufenthalten f&#252;r die Betroffenen zu einer Tortur. Bewegung, bewusst durch Herumlaufen oder unbewusst im Schlaf ausgef&#252;hrt, bringt kurzfristige Linderung, st&#246;rt jedoch empfindlich den Nachtschlaf und reduziert die zur Regeneration n&#246;tigen Tiefschlafphasen. Die Folgen sind Unkonzentriertheit, Gereiztheit und Tagesm&#252;digkeit. &#0187;Die Einschr&#228;nkung der Lebensqualit&#228;t von RLS-Patienten ist &#228;hnlich wie bei Patienten mit anderen schweren Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus Typ II.&#0171; 1</p>
<p><strong>RLS wird viel zu selten erkannt und hat vielf&#228;ltige Ursachen</strong></p>
<p><strong>F&#252;nf bis zehn Prozent der Deutschen</strong> – etwa vier bis acht Millionen Menschen – erleben diese Symptome in unterschiedlicher Intensit&#228;t. Bis zu zwei Millionen von ihnen leiden an einem therapiebed&#252;rftigen RLS-Syndrom. Auch Haus&#228;rzte k&#246;nnten die Krankheit eigentlich gut diagnostizieren, doch das geschieht nur selten. So zeigt eine Studie, dass Haus&#228;rzte in England bei weniger als sieben Prozent der von Neurologen als RLS-Patienten erkannten Personen die richtige Diagnose stellten.2 Die Diagnose erfolgt klinisch anhand von Fragen im Patientengespr&#228;ch, mit denen die vier essentiellen Kriterien des RLS erfasst werden. Diese sind:<br />
1. Bewegungsdrang der Beine, &#252;blicherweise begleitet von Missempfindungen in den Beinen (die Arme oder andere K&#246;rperteile sind manchmal ebenfalls betroffen).<br />
2. Bewegungsdrang oder Missempfindungen treten ausschlie&#223;lich oder verst&#228;rkt in Ruhe (Liegen oder Sitzen) auf.<br />
3. Der Bewegungsdrang oder die Missempfindungen werden teilweise oder vollst&#228;ndig durch Bewegung (Umhergehen, Dehnen) gebessert – solange diese Aktivit&#228;t anh&#228;lt.<br />
4. Der Bewegungsdrang oder die Missempfindungen treten nur abends oder nachts auf bzw. sind zu diesen Zeiten am st&#228;rksten.<br />
Die Ursachen von RLS, dessen genaue Entstehung bis heute nicht gekl&#228;rt ist, sind vielf&#228;ltig: So kann die Erkrankung ererbt sein und spontan auftreten, ausgel&#246;st durch noch unbekannte Faktoren, oder aber sekund&#228;r durch Vorerkrankungen wie Nierenleiden, Eisenmangel, Polyneuropathie oder Neurodegeneration bedingt sein. RLS kann auch im Verlauf einer Schwangerschaft auftreten oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente ausgel&#246;st werden.</p>
<p><strong>RLS l&#228;sst sich medikament&#246;s gut behandeln</strong></p>
<p><strong>Leichte bis mittelschwere Symptome</strong>, vor&#252;bergehendes Auftreten eines RLS sowie Patienten mit schweren Vorerkrankungen werden mit dem Medikament L-Dopa, einer speziellen Aminos&#228;ure und dem Vorl&#228;ufer des Botenstoffes Dopamin, behandelt. Aufgrund neuer Studien gelten mittlerweile Dopamin-Agonisten als Mittel der 1. Wahl – zumindest bei mittleren bis schweren RLS-F&#228;llen mit Beschwerden nachts und tags&#252;ber. Auch wenn bei einer L-Dopa-Therapie ein Gew&#246;hnungseffekt mit nachlassender Wirkung oder das Ph&#228;nomen der Augmentation eintritt, wird auf die Dopamin-Agonisten zur&#252;ckgegriffen. Unter Augmentation versteht man ein – unter pulsatiler Therapie wie<br />
z.B. mit L-Dopa – fr&#252;heres Auftreten der RLS-Symptome (statt gegen 19 Uhr bereits gegen 15 Uhr) oder eine Ausweitung der Symptome von den Beinen auch auf die Arme.<br />
Als Reservemedikation gelten Opioide. Bei durch Eisenmangel verursachtem RLS ist die intraven&#246;se Gabe einer Eisenl&#246;sung sinnvoll.</p>
<p><strong>Pflaster gegen RLS – langwirkende Dopamin-Agonisten wirkungsvoll und vertr&#228;glich</strong></p>
<p><strong>Vor kurzem wurden die Ergebnisse </strong>einer 5-Jahres-Behandlung, der l&#228;ngsten je durchgef&#252;hrten Verlaufsbeobachtung, mit dem transdermal (als Pflaster) applizierten Dopamin-Agonisten Rotigotin bei RLS-Patienten ver&#246;ffentlicht.3 Von 341 Patienten, die initial in die mehrw&#246;chige doppelblinde Studie randomisiert wurden, und von den sich hieraus rekrutierenden 295 Patienten, die anschlie&#223;end an der offenen Langzeitverlaufsstudie teilnahmen, beendeten 126 (von 295 = 46 Prozent) die 5-Jahres-Studiendauer. 39 Prozent der Patienten, die diese Testphase durchliefen, waren unter weiterhin bestehender Therapie ohne Symptome. Das Pflaster ist auch nach f&#252;nf Jahren beim leichten bis mittelschweren Restless-Legs-Syndrom noch gut vertr&#228;glich. Eine Augmentation wurde – bei Behandlung mit der zugelassenen Dosierung des verwendeten Dopamin-Agonisten – nur bei etwa f&#252;nf Prozent der Patienten, die die 5-Jahres-Studie abschlossen, beobachtet. Die Studie belegt die gute Wirksamkeit und Vertr&#228;glichkeit der langwirkenden Dopamin-Agonisten in der Therapie des RLS, dieser oft lebenslangen Erkrankung.</p>
<p><strong>Quellen</strong><br />
<em>1 Adapted from Allen RP, et al. Arch Intern Med. 2005; 165:1286–1292<br />
2 REST Study 2004<br />
3 Oertel et al. The Lancet Neurology, 2011; 10 (August): 710–720</em></p>
<p><strong>Mehr Info</strong></p>
<p>http://www.dgn.org</p>
<p>http://www.dgn2011.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Stent-Retriever-System bei Schlaganfalltherapie</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/09/07/stent-retriever-system-bei-schlaganfalltherapie/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/09/07/stent-retriever-system-bei-schlaganfalltherapie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 20:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Stent-Retriever-System]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Schlaganfallpatientin - Nach nur 25 Minuten war das Hirngef&#228;&#223; wieder durchblutet</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/thrombusentfernung.jpg" rel="lightbox[pics3140]" title="Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben. "><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/thrombusentfernung.thumbnail.jpg" alt="Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben." width="255" height="184" class="attachment wp-att-3141" /></a><div class="imagecaption">Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben. An dem Eingriff waren beteiligt (v.l.n.r.): Professor Dr. Martin Bendszus, PD Dr. Stefan Rohde (beide Neuroradiologie), Professor Dr. Peter A. Ringleb (Neurologie), Dr. Mirko Pham (Neuroradiologie). Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg</div></div><strong>Brunhilde Wecker hatte noch einmal Gl&#252;ck. </strong>

Die 64-J&#228;hrige wurde Ende August mit einem akuten Schlaganfall in das Universit&#228;tsklinikum Heidelberg eingeliefert. Mediziner der Abteilungen f&#252;r Neurologie und Neuroradiologie entfernten ihr mit einem neuartigen Ger&#228;t einen Thrombus – ein Blutgerinnsel, das die linke Hals- und Hirnschlagader verstopfte – aus dem Gef&#228;&#223;. Der Eingriff mit dem sogenannten Stent-Retriever-System,  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Schlaganfallpatientin &#8211; Nach nur 25 Minuten war das Hirngef&#228;&#223; wieder durchblutet</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/thrombusentfernung.jpg" rel="lightbox[pics3140]" title="Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben. "><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/09/thrombusentfernung.thumbnail.jpg" alt="Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben." width="255" height="184" class="attachment wp-att-3141" /></a>
<div class="imagecaption">Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben. An dem Eingriff waren beteiligt (v.l.n.r.): Professor Dr. Martin Bendszus, PD Dr. Stefan Rohde (beide Neuroradiologie), Professor Dr. Peter A. Ringleb (Neurologie), Dr. Mirko Pham (Neuroradiologie). Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg</div>
</div>
<p><strong>Brunhilde Wecker hatte noch einmal Gl&#252;ck. Die 64-J&#228;hrige wurde Ende August mit einem akuten Schlaganfall in das Universit&#228;tsklinikum Heidelberg eingeliefert. Mediziner der Abteilungen f&#252;r Neurologie und Neuroradiologie entfernten ihr mit einem neuartigen Ger&#228;t einen Thrombus – ein Blutgerinnsel, das die linke Hals- und Hirnschlagader verstopfte – aus dem Gef&#228;&#223;. Der Eingriff mit dem sogenannten Stent-Retriever-System, der in diesem Fall nur 25 Minuten dauerte, wird bei Patienten durchgef&#252;hrt, die einen akuten Schlaganfall mit einem Gef&#228;&#223;verschluss haben. Die ersten Ergebnisse dieses mechanischen Verfahrens, das in der Neurologischen Klinik zum Einsatz kommt, wurden jetzt durch die Heidelberger Mediziner in den renommierten Fachzeitschriften &#0187;Stroke&#0171; und &#0187;American Journal of Neuroradiology&#0171; ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p>&#0187;<strong>Die Patientin hatte einen kompletten</strong>, etwa einen Zentimeter langen Verschluss der linken Halsschlagader am &#220;bergang zur mittleren Gehirnarterie&#0171;, berichtet Professor Dr. Martin Bendszus, &#196;rztlicher Direktor der Abteilung f&#252;r Neuroradiologie. Durch den Gef&#228;&#223;verschluss, der mit einer kompletten L&#228;hmung der rechten K&#246;rperh&#228;lfte sowie einer Sprachst&#246;rung einhergegangen war, h&#228;tte die Patientin schwerste bleibende Sch&#228;den davon getragen oder w&#228;re im schlimmsten Fall sogar gestorben. &#0187;Nach dem Eingriff kann die Patientin wieder selbst&#228;ndig gehen und sprechen&#0171;, freut sich Professor Bendszus &#252;ber das Ergebnis der neuen Methode.</p>
<p><strong>Bei der Behandlung</strong>, die in der akuten Notfallsituation kurz nach Eintreffen der Patientin in der Klinik durchgef&#252;hrt wurde, handelt es sich um ein sog. endovaskul&#228;res Verfahren: Hierbei wird ein Katheter &#252;ber die Leistenschlagader unter R&#246;ntgenkontrolle bis in das hirnversorgende Gef&#228;&#223; gef&#252;hrt. &#0187;&#220;ber diesen Katheter haben wir das winzige Instrument bis in den Bereich des Verschlusses geschoben und das f&#252;r den Schlaganfall verantwortliche Blutgerinnsel entfernt&#0171;, erz&#228;hlt Dr. Stefan Rohde, Oberarzt der Abteilung f&#252;r Neuroradiologie. Die Methode kommt nur zum Einsatz, wenn die Patienten innerhalb der ersten f&#252;nf Stunden nach dem Schlaganfall in eine spezialisierte Klinik kommen.</p>
<blockquote><p><strong>Und wie funktioniert die Entfernung?</strong> &#0187;Im Bereich des Verschlusses dehnt sich das Ger&#228;t zu einem gitternetzartigen K&#246;rbchen aus, dr&#252;ckt den Thrombus an die Gef&#228;&#223;wand und stellt wieder eine sofortige Durchblutung her. Beim Entfernen des Ger&#228;ts bleibt das Gerinnsel in der Gitterstruktur h&#228;ngen und wird mit hinaus gezogen, das Gef&#228;&#223; ist wieder frei&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Rohde, der die Sektion f&#252;r Interventionelle Neuroradiologie leitet.</p>
<p><strong>Professor Dr. Werner Hacke</strong>, &#196;rztlicher Direktor der Neurologischen Klinik, sieht in der Methode eine neue Behandlungsoption f&#252;r Patienten mit akutem Schlaganfall: &#0187;M&#246;glicherweise ist die zus&#228;tzliche mechanische Entfernung der alleinigen Lysetherapie &#252;berlegen.&#0171; Bei der Lysetherapie wird den Patienten ein Medikament in die Blutbahn verabreicht, welches das Blutgerinnsel chemisch aufl&#246;sen soll. Ob das neue Vorgehen die besseren Ergebnisse bringt, zeigen in der Zukunft wissenschaftliche Studien. Diese befinden sich bereits – unter Federf&#252;hrung der Heidelberger Mediziner – in konkreter Planung.</p></blockquote>
<p><strong>Brunhilde Wecker ist mittlerweile</strong> wieder aus dem Krankenhaus entlassen. An den Tag des Schlaganfalls hat sie nur noch wenig Erinnerung: &#0187;Nach dem Aufstehen konnte ich pl&#246;tzlich mein rechtes Bein sowie meinen rechten Arm nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen&#0171;, so die vereidigte Buchpr&#252;ferin und Steuerberaterin aus Neckargem&#252;nd. &#0187;Da hat mein Mann direkt die 112 gew&#228;hlt und ich wurde umgehend nach Heidelberg in die Klinik gebracht. Dann wei&#223; ich nichts mehr.&#0171; Die schnelle Reaktion des Ehemanns, der sofortige Transport nach Heidelberg und die umgehende Thrombusentfernung retteten der 64-J&#228;hrigen vermutlich das Leben. Denn Zeit ist bei einem Schlaganfall der entscheidende Faktor: Je l&#228;nger das Gehirn nicht mit Blut versorgt wird, desto gravierender sind die Sch&#228;den, die der Patient davontr&#228;gt.</p>
<p><strong>Aus diesem Grund ist jeder Schlaganfall ein Notfall</strong> und muss umgehend in einer spezialisierten Klinik, die &#252;ber eine Schlaganfall-Station verf&#252;gt, behandelt werden. Typische Symptome sind pl&#246;tzlich auftretende L&#228;hmungen sowie Schluck-, Sprach- und Sehst&#246;rungen. Ursache f&#252;r die meisten Schlaganf&#228;lle sind Gerinnsel, die in die Blutbahn gelangen und zum Verschluss der Gef&#228;&#223;e im Gehirn f&#252;hren. Dadurch wird das dahinter liegende Gewebe nicht mehr versorgt und stirbt ab. Der Schlaganfall, an dem j&#228;hrlich etwa 200.000 Menschen erkranken, ist mittlerweile die dritth&#228;ufigste Todesursache in Deutschland.</p>
<p><strong>Mehr Info:</strong></p>
<p>Professor Dr. Werner Hacke<br />
Neurologische Klinik<br />
Universit&#228;t Heidelberg<br />
Im Neuenheimer Feld 400<br />
69120 Heidelberg<br />
Tel.: 06221/ 56 8211<br />
E-Mail: Werner.Hacke@med.uni-heidelberg.de</p>
<p>Professor Dr. med. Martin Bendszus<br />
Neurologische Klinik<br />
Abteilung f&#252;r Neuroradiologie<br />
Im Neuenheimer Feld 400<br />
69120 Heidelberg<br />
Tel.: 06221 / 56 7566<br />
Fax: 06221 / 56 4673<br />
E-Mail: martin_bendszus@med.uni-heidelberg.de </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Zweitmeinungsnetzwerk Hodentumor ein Erfolgsmodell der Urologie</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/08/25/zweitmeinungsnetzwerk-hodentumor-ein-erfolgsmodell-der-urologie/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 15:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Hodenkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtseminom]]></category>
		<category><![CDATA[Zweitmeinung]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Mit j&#228;hrlich etwa 5000 Neuerkrankungen z&#228;hlt Hodenkrebs zu den vergleichsweise selteneren Diagnosen in der Urologie, ist aber gleichzeitig der h&#228;ufigste b&#246;sartige Tumor des jungen Mannes: Die Heilungsaussichten dieser Tumorentit&#228;t gelten in der Regel als sehr gut. Um in Deutschland fl&#228;chendeckend eine optimale Behandlung f&#252;r diese Erkrankung zu gew&#228;hrleisten, hatten die Deutsche Hodentumor Studiengruppe mit Unterst&#252;tzung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V. (DGU) das Projekt "Zweitmeinung Hodentumor" initiiert.</strong>
Nach f&#252;nf Jahren hat sich das Projekt zu einem Kompetenznetzwerk entwickelt, auf dessen Expertise behandelnde &#196;rzte inzwischen in rund 2000 F&#228;llen zur&#252;ckgegriffen haben. "Das nationale Zweitmeinungsnetzwerk Hodentumor hat sich als Erfolgsmodell uroonkologischer Versorgung unter urologischer Leitung etabliert und zur nachweisbaren Verbesserung der Versorgungsqualit&#228;t gef&#252;hrt", sagt DGU-Pr&#228;sident Prof. Dr. Joachim Steffens. Beim 63. DGU-Kongress vom 14. bis 17. September 2011 in Hamburg werden neueste Entwicklungen in der Behandlung von Keimzellkrebs, besonders die Aussichten auf eine weitere Reduzierung der Therapieumf&#228;nge, vorgestellt. 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit j&#228;hrlich etwa 5000 Neuerkrankungen z&#228;hlt Hodenkrebs zu den vergleichsweise selteneren Diagnosen in der Urologie, ist aber gleichzeitig der h&#228;ufigste b&#246;sartige Tumor des jungen Mannes: Die Heilungsaussichten dieser Tumorentit&#228;t gelten in der Regel als sehr gut. Um in Deutschland fl&#228;chendeckend eine optimale Behandlung f&#252;r diese Erkrankung zu gew&#228;hrleisten, hatten die Deutsche Hodentumor Studiengruppe mit Unterst&#252;tzung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V. (DGU) das Projekt &#0187;Zweitmeinung Hodentumor&#0171; initiiert.</strong><br />
Nach f&#252;nf Jahren hat sich das Projekt zu einem Kompetenznetzwerk entwickelt, auf dessen Expertise behandelnde &#196;rzte inzwischen in rund 2000 F&#228;llen zur&#252;ckgegriffen haben. &#0187;Das nationale Zweitmeinungsnetzwerk Hodentumor hat sich als Erfolgsmodell uroonkologischer Versorgung unter urologischer Leitung etabliert und zur nachweisbaren Verbesserung der Versorgungsqualit&#228;t gef&#252;hrt&#0171;, sagt DGU-Pr&#228;sident Prof. Dr. Joachim Steffens. Beim 63. DGU-Kongress vom 14. bis 17. September 2011 in Hamburg werden neueste Entwicklungen in der Behandlung von Keimzellkrebs, besonders die Aussichten auf eine weitere Reduzierung der Therapieumf&#228;nge, vorgestellt.</p>
<blockquote><p><strong>Der Leiter des Zweitmeinungsnetzwerkes</strong> Hodentumor, Prof. Dr. Mark Schrader, erl&#228;utert: &#0187;Unser Ziel ist es, bei dezentralen Strukturen h&#246;chste Versorgungsqualit&#228;t durch eine leitlinienkonforme Therapie von Hodentumoren zu gew&#228;hrleisten. Das ist inzwischen fl&#228;chendeckend m&#246;glich, da jeder behandelnde Urologe vor der Planung der prim&#228;ren Therapie kostenfrei und unkompliziert Zweitmeinungen von Spezialisten aus dem Netzwerk einholen kann.&#0171; &#196;ltere Studien hatten nach Angaben des &#228;rztlichen Direktors der Ulmer Universit&#228;tsklinik f&#252;r Urologie gezeigt, dass es in Deutschland deutliche regionale Unterschiede der Mortalit&#228;tsraten von Hodenkrebs gibt, was darauf schlie&#223;en lasse, dass aktuellste Therapiestandards nicht fl&#228;chendeckend implementiert seien. Die alleinige Ver&#246;ffentlichung von Leitlinien gen&#252;ge nicht.</p></blockquote>
<p><strong>Diese Studien hatten den Ausschlag</strong> f&#252;r die Einrichtung des Zweitmeinungsprojektes Hodentumor gegeben, das von der Deutschen Krebshilfe zun&#228;chst noch bis 2014 finanziell gef&#246;rdert wird. Nach Angaben von Prof. Dr. Schrader sind Keimzelltumore bei M&#228;nnern unter 50 Jahren in Deutschland die h&#228;ufigste maligne Tumorerkrankung. Die Heilungsaussichten bezeichnet er als exzellent: &#0187;Hodentumor ist der am besten heilbare unter den soliden Tumoren.&#0171; Eine inad&#228;quate Therapie k&#246;nne jedoch diese Heilungschance reduzieren, zu schweren Komplikationen und Beeintr&#228;chtigungen der Lebensqualit&#228;t f&#252;hren. Der Uroonkologe ermutigt Hodenkrebspatienten vor diesem Hintergrund, ihren behandelnden Arzt nach Hodenentfernung und Ausbreitungsdiagnostik um eine Abstimmung des Therapieplans mit einem Experten des Zweitmeinungsnetzwerkes Hodentumor zu bitten. Einen verbindlichen Anspruch gibt es noch nicht, bedauert der Leiter des Netzwerks.</p>
<p><strong>Der Ablauf der internetbasierten Zweitmeinungs-Konsultation</strong> ist einfach: „Nach einer einmaligen Registrierung auf der Internetseite &#8250;www.zm-hodentumor.de&#8249; kann der Urologe einen anonymisierten Patientendatensatz an eines von heute 32 Zweitmeinungszentren des Netzwerkes online &#252;bermitteln. Pro Datensatz werden 21 f&#252;r die Therapieentscheidung relevante Informationen abgefragt. Auf deren Grundlage erfolgt dann binnen 48 Stunden eine Empfehlung durch den Spezialisten des Zweitmeinungszentrums“, sagt Prof. Dr. Schrader. Drei Monate nach der Anfrage werde vom angegliederten Datenzentrum erhoben, welche Therapie letztlich erfolgt sei. Nach zwei Jahren werde schlie&#223;lich noch ein Follow-up durchgef&#252;hrt.</p>
<p><strong>Bei der Mehrzahl der inzwischen fast 600 Anfragen</strong> pro Jahr wird nach Angaben von Prof. Dr. Schrader die geplante Therapie des behandelnden Urologen durch die Zweitmeinung best&#228;tigt. In etwa einem Drittel der F&#228;lle unterschieden sie sich jedoch – tendenziell eher bei Nichtseminomen und bei fortgeschritteneren Tumorstadien. Bei etwa 40 Prozent dieser diskrepanten F&#228;lle sah die Planung des behandelnden Arztes eine intensivere Therapie vor als durch die Zweitmeinung empfohlen. In gut 26 Prozent der F&#228;lle war es umgekehrt. Bei Unterschieden zwischen Erst- und Zweitmeinung &#252;bernahmen rund 70 Prozent der anfragenden &#196;rzte den Vorschlag des Zweitmeinungszentrums.</p>
<blockquote><p>DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch, selbst Zweitmeinungs&#228;rztin in dem Netzwerk, unterstreicht die Bedeutung einer europ&#228;ischen Konsensus-Leitlinie zum Hodentumor: &#0187;Die Konformit&#228;t von Diagnostik und Therapie mit diesem interdisziplin&#228;ren Konsensus ist das Ma&#223;. Die Leitlinie wird st&#228;ndig dem neusten Erkenntnisstand angepasst.&#0171; Darin sieht die Urologin und Andrologin vom Universit&#228;tsklinikum M&#252;nster denn auch eine Ursache f&#252;r die h&#228;ufige Diskrepanz zwischen Therapieplanung und Zweitmeinung. &#0187;Besonders f&#252;r Niedergelassene ist es bei einer vergleichsweise so seltenen Erkrankung ungeheuer schwer, permanent auf dem aktuellsten Stand zu sein.&#0171; F&#252;r sie ist das Netzwerk ein zeitgem&#228;&#223;er Ansatz der Urologie, uroonkologische Versorgungsqualit&#228;t in der Fl&#228;che zu st&#228;rken.</p>
<p>Hodenkrebs wird auch beim 63. DGU-Kongress vom 14. bis 17. September 2011 in Hamburg ein Thema sein. Dort werden in mehreren Vortr&#228;gen die j&#252;ngsten medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse zu dieser Tumorentit&#228;t vorgestellt. Prof. Dr. Mark Schrader: &#0187;Zurzeit wird der Therapieumfang im klinischen Stadium 1 beim Nichtseminom diskutiert, was etwa 35 Prozent aller Patienten betrifft. Einiges deutet darauf hin, dass hier k&#252;nftig ein Zyklus PEB Chemotherapie statt bisher zwei ausreichen k&#246;nnte.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
DGU-Pressesprecherin<br />
Prof. Dr. med. Sabine Kliesch<br />
Chef&#228;rztin Klinische Andrologie<br />
Centrum f&#252;r Reproduktionsmedizin und Andrologie</p>
<p>Head Clinical Andrology<br />
Centre for Reproductive Medicine and Andrology<br />
WHO Collaborating Center<br />
EAA Training Center<br />
University Clinic M&#252;nster<br />
Albert-Schweitzer-Campus 1<br />
Geb&#228;ude Domagkstra&#223;e 11<br />
48149 M&#252;nster</p>
<p>Phone +49-251-8356097</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Durchbruch bei Herzklappenimplantation per Leistenkatheter</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/08/05/durchbruch-bei-herzklappenimplantation-per-leistenkatheter/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 18:47:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Katheter]]></category>
		<category><![CDATA[Klappenimplantation]]></category>
		<category><![CDATA[Mitralklappe]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/08/dr-raffi-bekeredjian4.jpg" rel="lightbox[pics3096]" title="Professor Dr. Raffi Bekeredjian, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/08/dr-raffi-bekeredjian4.thumbnail.jpg" alt="Professor Dr. Raffi Bekeredjian, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg" width="255" height="222" class="attachment wp-att-3099" /></a><div class="imagecaption">Professor Dr. Raffi Bekeredjian, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg</div></div><h4>Kardiologen des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg setzten deutschlandweit erstmals Klappenprothese per Leistenkatheter ins Herzinnere ein</h4> <strong>Die 81-j&#228;hrige Patientin hat den Eingriff gut &#252;berstanden.
Der Eingriff galt lange als technisch nicht m&#246;glich. Nun haben Kardiologen des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg erstmals in Deutschland bei einer 81-j&#228;hrigen Patientin eine Herzklappenprothese in der schwer zug&#228;nglichen Position der sogenannten Mitralklappe mit Hilfe eines Leistenkatheters eingesetzt. Die Klappe liegt im Innern des Herzens zwischen linker Vor- und Hauptkammer und ist mit einem Katheter nur auf Umwegen und mit sehr viel Geschick zu erreichen. Weltweit ist dies die zweite erfolgreiche Klappenimplantation dieser Art.</strong>

"<strong>Bisher war f&#252;r die Implantation einer Klappenprothese</strong> an dieser Stelle eine Operation am offenen Herzen oder ein minimal-invasiver Eingriff mit Schnitten in Brustkorb und Herzspitze n&#246;tig", erkl&#228;rt Professor Dr. Raffi Bekeredjian ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/08/dr-raffi-bekeredjian4.jpg" rel="lightbox[pics3096]" title="Professor Dr. Raffi Bekeredjian, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/08/dr-raffi-bekeredjian4.thumbnail.jpg" alt="Professor Dr. Raffi Bekeredjian, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg" width="255" height="222" class="attachment wp-att-3099" /></a>
<div class="imagecaption">Professor Dr. Raffi Bekeredjian, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg</div>
</div>
<h4>Kardiologen des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg setzten deutschlandweit erstmals Klappenprothese per Leistenkatheter ins Herzinnere ein</h4>
<p> <strong>Die 81-j&#228;hrige Patientin hat den Eingriff gut &#252;berstanden.<br />
Der Eingriff galt lange als technisch nicht m&#246;glich. Nun haben Kardiologen des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg erstmals in Deutschland bei einer 81-j&#228;hrigen Patientin eine Herzklappenprothese in der schwer zug&#228;nglichen Position der sogenannten Mitralklappe mit Hilfe eines Leistenkatheters eingesetzt. Die Klappe liegt im Innern des Herzens zwischen linker Vor- und Hauptkammer und ist mit einem Katheter nur auf Umwegen und mit sehr viel Geschick zu erreichen. Weltweit ist dies die zweite erfolgreiche Klappenimplantation dieser Art.</strong></p>
<p>&#0187;<strong>Bisher war f&#252;r die Implantation einer Klappenprothese</strong> an dieser Stelle eine Operation am offenen Herzen oder ein minimal-invasiver Eingriff mit Schnitten in Brustkorb und Herzspitze n&#246;tig&#0171;, erkl&#228;rt Professor Dr. Raffi Bekeredjian, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie (&#196;rztlicher Direktor: Prof. Dr. Hugo A. Katus), der den Eingriff durchf&#252;hrte. F&#252;r die schwerkranke Patientin kam beides nicht in Frage: Wegen ihres hohen Alters und weiteren Erkrankungen w&#228;re jede Operation am Herzen zu riskant gewesen.</p>
<p><strong>Schonender Eingriff erspart wiederholte Operation am Herzen</strong></p>
<p><strong>Die Frau aus dem Hohenlohekreis</strong> war bereits zweimal am Herzen operiert und mit einer Klappenbioprothese versorgt worden. Zuletzt hatte eine Entz&#252;ndung die Klappe erneut schwer besch&#228;digt. Schlie&#223;t die Mitralklappe nicht mehr, ist das Herz kaum noch in der Lage, ausreichend sauerstoffreiches Blut in den K&#246;rper zu pressen.</p>
<p><strong>Am 22. Juli 2011 nahm Professor Bekeredjian</strong> mit seinem Team den technisch sehr komplizierten Eingriff vor, der gro&#223;e Erfahrung in der Klappenimplantation per Katheter voraussetzt: &#220;ber einen kleinen Zugang in der Leistenvene schob er die auf einen Katheter montierte Klappenprothese zun&#228;chst in den rechten Herzvorhof, durchstach die Scheidewand zwischen rechtem und linkem Vorhof und platzierte sie dann in der &#228;lteren, defekten Mitralklappenprothese (Valve-in-Valve Implantation) am Eingang zur linken Herzkammer. &#0187;Der direkte Weg &#252;ber die Aorta in den linken Vorhof ist f&#252;r den recht gro&#223;en Katheter zu stark gewinkelt, die Kurven sind zu eng&#0171;, erkl&#228;rt der Kardiologe.
<div class="imageframe alignright" style="width:261px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/08/katheter-op-herzklappe.jpg" rel="lightbox[pics3096]" title="&#220;ber einen Leistenkatheter platzierten Professor Dr. Raffi Bekeredjian und sein Team die k&#252;nstliche Klappe am Eingang zur linken Herzkammer. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/08/katheter-op-herzklappe.thumbnail.jpg" alt="&#220;ber einen Leistenkatheter platzierten Professor Dr. Raffi Bekeredjian und sein Team die k&#252;nstliche Klappe am Eingang zur linken Herzkammer. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg" width="255" height="255" class="attachment wp-att-3100" /></a>
<div class="imagecaption">&#220;ber einen Leistenkatheter platzierten Professor Dr. Raffi Bekeredjian und sein Team die k&#252;nstliche Klappe am Eingang zur linken Herzkammer. Foto: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg</div>
</div>
<p><strong>Diese Art der Klappenimplantation ist nur dann m&#246;glich</strong>, wenn an dieser Stelle schon einmal eine Prothese eingesetzt wurde: Der stabile Drahtrahmen der &#228;lteren Klappe gibt auch der neuen im weichen Muskel- und Bindegewebe innerhalb des Herzens sicheren Halt. Zum Einsatz kam eine Klappenprothese, die eigentlich als Ersatz f&#252;r defekte Aortenklappen konzipiert ist (Edwards Klappe), aber auch an dieser Position gute Dienste tut. Eine spezielle Mitralklappe, die per Leistenkatheder implantiert werden kann, gibt es noch nicht.</p>
<p><strong>Weltweit erst dreimal durchgef&#252;hrt</strong></p>
<p><strong>Nach dem gegl&#252;ckten Eingriff</strong> reichte ein Druckverband aus, um das einen Zentimeter durchmessende Loch in der Leistenvene zu verschlie&#223;en. Die &#214;ffnung in der Vorhofscheidewand zog sich von selbst wieder zusammen. Bereits nach zwei Tagen hatte sich die Patientin soweit erholt, dass sie von der Intensivstation auf normale Station verlegt werden konnte.</p>
<blockquote><p>
&#0187;Dieser Eingriff wurde, soweit bekannt ist, weltweit erst dreimal durchgef&#252;hrt&#0171;, so Bekeredjian. Der erste Implantationsversuch vor wenigen Jahren in Kanada blieb ohne Erfolg. Seitdem galt dieses Vorgehen als nicht machbar. &#0187;Nun haben wir nach den Kollegen der San Raffaele Universit&#228;tsklinik in Mailand, denen eine solche Implantation Anfang 2011 gelang, gezeigt, dass es doch geht&#0171;, freut sich der Herzspezialist. </p></blockquote>
<p><strong>Mehr im Internet:</strong></p>
<p>http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/kardiologie</p>
<p><strong><br />
Ansprechpartner f&#252;r Journalisten:</strong><br />
Professor Dr. med. Raffi Bekeredjian<br />
Abteilung f&#252;r Kardiologie, Angiologie und Pneumolgie<br />
Universit&#228;tsklinikum Heidelberg<br />
Tel.: 06221 / 56 390 97 oder 568670<br />
E-Mail: raffi.bekeredjian@med.uni-heidelberg.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Radioaktive Trojaner &#252;berlisten Knochenmetastasen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/08/04/radioaktive-trojaner-ueberlisten-knochenmetastasen/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 17:59:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Knochenmetastasen]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[neuroendokriner Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die &#220;berlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein &#196;rzteteam der Bonner Universit&#228;tsklinik f&#252;r Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der H&#228;lfte der Erkrankten war eine R&#252;ckbildung der Metastasen zu beobachten.</strong>

<strong>Nur etwa drei bis f&#252;nf </strong>von 100.000 Menschen erkranken j&#228;hrlich an der Krebsform "neuroendokriner Tumor". Die Geschwulste kommen meistens im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldr&#252;se vor. Da die Tumore h&#228;ufig Hormone bilden, k&#246;nnen sie das Verdauungssystem komplett durcheinander bringen und den Patienten das Leben zur H&#246;lle machen. "Bei manchen dieser Patienten treten zudem Knochenmetastasen auf", berichtet Dr. Samer Ezziddin, leitender Oberarzt an der Universit&#228;tsklinik f&#252;r Nuklearmedizin. "Dann haben sie eigentlich schlechte &#220;berlebenschancen." Die Wissenschaftler der Universit&#228;tskliniken Bonn und British Columbia (Kanada) behandelten 42 Patienten, die an seltenen neuroendokrinen Tumoren mit Knochenmetastasen erkrankt sind, mit einer trickreichen Methode. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die &#220;berlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein &#196;rzteteam der Bonner Universit&#228;tsklinik f&#252;r Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der H&#228;lfte der Erkrankten war eine R&#252;ckbildung der Metastasen zu beobachten.</strong></p>
<p><strong>Nur etwa drei bis f&#252;nf </strong>von 100.000 Menschen erkranken j&#228;hrlich an der Krebsform &#0187;neuroendokriner Tumor&#0171;. Die Geschwulste kommen meistens im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldr&#252;se vor. Da die Tumore h&#228;ufig Hormone bilden, k&#246;nnen sie das Verdauungssystem komplett durcheinander bringen und den Patienten das Leben zur H&#246;lle machen. &#0187;Bei manchen dieser Patienten treten zudem Knochenmetastasen auf&#0171;, berichtet Dr. Samer Ezziddin, leitender Oberarzt an der Universit&#228;tsklinik f&#252;r Nuklearmedizin. &#0187;Dann haben sie eigentlich schlechte &#220;berlebenschancen.&#0171; Die Wissenschaftler der Universit&#228;tskliniken Bonn und British Columbia (Kanada) behandelten 42 Patienten, die an seltenen neuroendokrinen Tumoren mit Knochenmetastasen erkrankt sind, mit einer trickreichen Methode.</p>
<p><strong>Tumore sammeln bestimmte Eiwei&#223;e ein</strong><br />
<strong>Die &#196;rzte schleusten in die Tumore</strong> das radioaktive Isotop Lutetium-177 als Trojaner ein, die die Krebszellen von innen zerst&#246;rten. Dabei machten sie sich zunutze, dass die Tumore an ihrer Oberfl&#228;che massenhaft Andockstellen aufweisen, mit denen sie bestimmte Eiwei&#223;e einsammeln. Diese Eiwei&#223;e beluden die Forscher mit dem radioaktiven Lutetium. &#0187;Es strahlt nicht weiter als etwa einen Millimeter&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Ezziddin. &#0187;Deshalb k&#246;nnen wir damit gezielt die Tumore zerst&#246;ren, ohne das Nachbargewebe zu sch&#228;digen.&#0171;</p>
<p><strong>Mit dieser als Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie (PRRT)</strong> bezeichneten Methode haben die &#196;rzte bereits zuvor Patienten mit neuroendokrinen Tumoren erfolgreich behandelt. &#0187;F&#252;r die effektive Therapie von Knochenmetastasen gab es bisher mit dieser Methode noch keinen Nachweis&#0171;, sagt Professor Dr. Hans-J&#252;rgen Biersack, Direktor der Nuklearmedizin des Universit&#228;tsklinikums Bonn. &#0187;Die Ergebnisse aber sind spektakul&#228;r.&#0171;</p>
<blockquote><p><strong>Bei etwa der H&#228;lfte der Patienten bildeten sich die Knochenmetastasen zur&#252;ck</strong>, bei einem weiteren Drittel blieben sie stabil. Bei zwei Behandelten verschwanden die Absiedlungen sogar komplett. &#0187;Wir konnten einen durchschnittlichen Wachstums-Stop von 35 Monaten beobachten&#0171;, f&#252;hrt Dr. Ezziddin aus. &#0187;Verglichen mit den Daten diverser medikament&#246;ser Studien ist dies ein beachtliches Resultat.&#0171; Au&#223;erdem deuten die Ergebnisse der PRRT-Therapie auf ein verl&#228;ngertes &#220;berleben dieser Patienten hin. &#0187;W&#228;hrend andere Chemotherapien die Ausbreitung der Metastasen im Schnitt bis zu einem Jahr bremsen, gelang dies mit den radioaktiven Trojanern mindestens drei Mal so lange &#8211; und das selbst bei Knochenmetastasen&#0171;, berichtet der Oberarzt.</p>
<p><strong>Wissenschaftler stellen die Lutetium-Pr&#228;parate selbst her</strong><br />
<strong>Die Therapiemethode wird inzwischen zunehmend angewendet</strong>, obwohl die Lutetium-Pr&#228;parate noch nicht auf dem Markt sind. &#0187;Die Handhabung des radioaktiven Materials und die Zubereitung des Therapiepr&#228;parates erfordern eine entsprechende Logistik mit eigenem Radioisotopenlabor&#0171;, sagt Prof. Biersack. &#0187;Patienten mit Knochenmetastasen k&#246;nnen die berechtigte Hoffnung haben, dass ihnen mit der PRRT effektiv geholfen werden kann.&#0171; Als Nebenwirkungen tr&#228;ten am ersten Behandlungstag etwa vermehrter Stuhlgang oder eine leichte &#220;belkeit auf. Au&#223;erdem k&#246;nne es w&#228;hrend der Verabreichung des Lutetiums zu einer geringen Abgeschlagenheit kommen. &#0187;Viele Patienten merken jedoch nichts oder kaum etwas von der Therapie&#0171;, berichten die Bonner Nuklearmediziner Ezziddin und Biersack.</p></blockquote>
<p><strong>Au&#223;erdem reduzierten sich bei den Behandelten</strong> die durch die Knochenmetastasen ausgel&#246;sten Schmerzen. &#0187;Mehr als die H&#228;lfte war sogar beschwerdefrei&#0171;, sagt Dr. Ezziddin. Auch Patienten mit vielen Tumorabsiedlungen in den Knochen und schw&#228;cherer k&#246;rperlicher Verfassung profitierten noch von der Therapie. &#0187;Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Behandlung auch bei weit fortgeschrittenen Stadien noch erfolgreich angewendet werden kann&#0171;, ist der Oberarzt &#252;berzeugt.</p>
<p><strong>Publikation:</strong> <em>Response and Long-Term Control of Bone Metastases After Peptide Receptor Radionuclide Therapy with 177Lu-Octreotate. The Journal of Nuclear Medicine, Ausgabe 52 Nr. 8, Seiten 1197-1203, DOI: 10.2967/jnumed.111.090373</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Dr. Samer Ezziddin<br />
Leitender Oberarzt<br />
Klinik f&#252;r Nuklearmedizin des Universit&#228;tsklinikums Bonn<br />
Tel. 0228/ 287-16171 oder 287-15181<br />
E-Mail: samer.ezziddin@ukb.uni-bonn.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Neue Substanz zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern heute zugelassen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/08/04/neue-substanz-zur-schlaganfallpraevention-bei-patienten-mit-vorhofflimmern-heute-zugelassen/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 16:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[medikament]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>(4. August 2011) Daten aus einer der gr&#246;&#223;ten Studien zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen k&#246;nnen. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass &#228;ltere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer h&#246;heren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federf&#252;hrenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN).</strong>

<strong>"Jeder hundertste Mensch</strong> leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den &#252;ber 80-J&#228;hrigen ist es sogar jeder Zehnte. ", erl&#228;utert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. "Angesichts dieser Zahlen ist es ein gro&#223;er Fortschritt, dass f&#252;r diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganf&#228;llen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur st&#228;ndigen &#220;berwachung der Blutgerinnung zu belasten", so Grond.
Best&#228;rkt wird der Neurologe in dieser Erwartung durch eine neue Auswertung der RE-LY-Studie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(4. August 2011) Daten aus einer der gr&#246;&#223;ten Studien zur Schlaganfallpr&#228;vention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen k&#246;nnen. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass &#228;ltere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer h&#246;heren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federf&#252;hrenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN).</strong></p>
<p><strong>&#0187;Jeder hundertste Mensch</strong> leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den &#252;ber 80-J&#228;hrigen ist es sogar jeder Zehnte. &#0171;, erl&#228;utert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. &#0187;Angesichts dieser Zahlen ist es ein gro&#223;er Fortschritt, dass f&#252;r diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganf&#228;llen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur st&#228;ndigen &#220;berwachung der Blutgerinnung zu belasten&#0171;, so Grond.<br />
Best&#228;rkt wird der Neurologe in dieser Erwartung durch eine neue Auswertung der RE-LY-Studie (Randomized Evaluation of Long-Term Anticoagulant Therapy), die k&#252;rzlich in der Fachzeitschrift Circulation ver&#246;ffentlicht wurde. Mehr als 18.000 Patienten, die wegen Vorhofflimmerns ein erh&#246;htes Risiko f&#252;r einen Schlaganfall aufweisen, hatten an dieser Studie in 44 L&#228;ndern teilgenommen. Ein Drittel der Patienten hatte die bislang gebr&#228;uchliche Arznei Warfarin erhalten, f&#252;r die eine engmaschige Kontrolle der Blutgerinnungswerte (INR) erforderlich ist. Warfarin, das nach dem gleichen Prinzip wirkt wie das in Deutschland standardm&#228;&#223;ig verabreichte Medikament Phenprocoumon (Marcumar®), wurde verglichen mit Dabigatran &#8211; dem ersten aus einer Reihe von Medikamenten, die den Patienten die INR-Messungen ersparen k&#246;nnten.</p>
<p><strong>Um heraus zu finden</strong>, wie man das Schlaganfall-Risiko am besten senken kann, ohne daf&#252;r schwere Blutungen als Nebenwirkung in Kauf nehmen zu m&#252;ssen, wurden in der RE-LY-Studie zwei verschiedene Dosierungen von Dabigatran getestet, n&#228;mlich zwei Mal t&#228;glich 110 Milligramm und zwei Mal t&#228;glich 150 Milligramm.</p>
<p><strong>Ergebnisse der RE-LY Studie</strong><br />
Die bereits im Jahr 2009 im New England Journal of Medicine ver&#246;ffentliche erste Auswertung der RE-LY-Studie hatte gezeigt, dass mit der niedrigeren Dosis von Dabigatran das Risiko von Schlaganf&#228;llen und systemischen Embolien ebenso stark gesenkt wurde, wie mit Warfarin und dass schwerwiegende Blutungen als Nebenwirkung mit 110 Milligramm Dabigatran eindeutig seltener waren. Die h&#246;here Dosis von Dagibatran war dagegen eindeutig besser wirksam als Warfarin, Blutungen traten hier vergleichbar h&#228;ufig auf wie mit Warfarin.</p>
<blockquote><p><strong>Zur Verwunderung vieler Experten</strong> hatte die bei Arzneimittelzulassungen h&#228;ufig tonangebende US-Beh&#246;rde FDA Dabigatran dann im Oktober 2010 zwar in der hohen Dosierung von 150 Milligramm zugelassen, nicht aber mit jeweils 110 Milligramm. Stattdessen wurden f&#252;r eine kleine Untergruppe von Patienten mit Nierensch&#228;den eine Dosierung von zwei Mal t&#228;glich 75 Milligramm genehmigt. &#0187;Die Kritik an dieser Entscheidung wird nun durch die neue Auswertung der RE-LY-Daten best&#228;tigt&#0171;, so Professor Hans-Christoph Diener, einer der federf&#252;hrenden Autoren der RE-LY Studie. &#0187;Die Auswertung nach Alter zeigt, dass beide Dosierungen gebraucht werden. F&#252;r Patienten unter 80 Jahren k&#246;nnten demnach 2 Mal 150 Milligramm Dabigatran t&#228;glich den besten Kompromiss aus Wirksamkeit und Sicherheit darstellen, bei den &#228;lteren Patienten mit erh&#246;htem Blutungsrisiko aber sollten die &#196;rzte erw&#228;gen, 2 Mal 110 Milligramm t&#228;glich zu verschreiben, um das Risiko extrakranialer Blutungen zu verringern&#0171;, so der Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik in Essen.</p></blockquote>
<p><strong>Die heute f&#252;r Deutschland ergangene Zulassung erstreckt sich &#252;ber die beiden Dosierungen, so dass beide Altersgruppen optimal behandelt werden k&#246;nnen.</strong></p>
<p><strong>Quellen:</strong><br />
<em>Eikelboom JW et al. Risk of bleeding with 2 doses of dabigatran compared with warfarin in older and younger patients with atrial fibrillation: an analysis of the randomized evaluation of long-term anticoagulant therapy (RE-LY) trial.Circulation. 2011 May 31;123(21):2363-72. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21576658<br />
Connolly SJ, Connolly SJ et al. Dabigatran versus warfarin in patients with atrial fibrillation. N Engl J Med. 2009 Sep 17;361(12):1139-51. Epub 2009 Aug 30 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19717844</em></p>
<p><strong>Fachlicher Kontakt bei R&#252;ckfragen:</strong><br />
Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener<br />
Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie<br />
Direktor der Neurologischen Universit&#228;tsklinik Duisburg-Essen<br />
Hufelandstr. 55, 45122 Essen<br />
Tel.: 0201-7232460<br />
E-Mail: hans.diener@uni-duisburg-essen.de</p>
<p>Prof. Dr. med. Martin Grond<br />
Vorstandsmitglied Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und<br />
Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie<br />
Chefarzt der Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Kreisklinikum Siegen<br />
Weidenauer Str. 76, 57076 Siegen<br />
Tel.: 0271-7051800<br />
E-Mail: m.grond@kreisklinikum-siegen.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Therapiem&#246;glichkeiten f&#252;r Hepatitis C bergen Chancen und Probleme</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/07/27/neue-therapiemoeglichkeiten-fuer-hepatitis-c-bergen-chancen-und-probleme/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 17:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[HCV-Proteaseinhibitoren]]></category>
		<category><![CDATA[Hepatitis]]></category>
		<category><![CDATA[Interferone]]></category>
		<category><![CDATA[Virushemmer]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>In Deutschland gibt es etwa eine Million Menschen, die chronisch an Hepatitis B oder Hepatitis C leiden; weltweit sind es etwa 500 Millionen. Trotzdem werden Lebererkrankungen sehr oft untersch&#228;tzt. Aus diesem Grund hat die World Health Organization (WHO) im letzten Jahr den Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli zu einem offiziellen Gesundheitstag der WHO ernannt und so Hepatitis als ein weltweit bedeutendes Gesundheitsproblem anerkannt.

Wichtig ist, die Lebererkrankungen fr&#252;h zu erkennen. Dann k&#246;nnen sie behandelt und Folgen wie Leberzellkrebs oder Leberzirrhose vermieden werden. Gerade Hepatitis B und C, die durch Infektionen mit dem Hepatitis B- bzw. Hepatitis C-Virus hervorgerufen werden, k&#246;nnen inzwischen gut therapiert werden.</strong>

<strong>Die Hepatitis kann durch eine rechtzeitige Behandlung sogar in vielen F&#228;llen geheilt werden.</strong> Die Aussichten auf eine Heilung der Hepatitis C haben sich aktuell durch neue Therapiem&#246;glichkeiten erheblich gesteigert. Eine neue Substanz (Boceprevir) wurde am 18. Juli 2011 f&#252;r die Behandlung in Europa zugelassen, ein zweiter Wirkstoff ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Deutschland gibt es etwa eine Million Menschen, die chronisch an Hepatitis B oder Hepatitis C leiden; weltweit sind es etwa 500 Millionen. Trotzdem werden Lebererkrankungen sehr oft untersch&#228;tzt. Aus diesem Grund hat die World Health Organization (WHO) im letzten Jahr den Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli zu einem offiziellen Gesundheitstag der WHO ernannt und so Hepatitis als ein weltweit bedeutendes Gesundheitsproblem anerkannt.</p>
<p>Wichtig ist, die Lebererkrankungen fr&#252;h zu erkennen. Dann k&#246;nnen sie behandelt und Folgen wie Leberzellkrebs oder Leberzirrhose vermieden werden. Gerade Hepatitis B und C, die durch Infektionen mit dem Hepatitis B- bzw. Hepatitis C-Virus hervorgerufen werden, k&#246;nnen inzwischen gut therapiert werden.</strong></p>
<p><strong>Die Hepatitis kann durch eine rechtzeitige Behandlung sogar in vielen F&#228;llen geheilt werden.</strong> Die Aussichten auf eine Heilung der Hepatitis C haben sich aktuell durch neue Therapiem&#246;glichkeiten erheblich gesteigert. Eine neue Substanz (Boceprevir) wurde am 18. Juli 2011 f&#252;r die Behandlung in Europa zugelassen, ein zweiter Wirkstoff (Telaprevir) hat am 21. Juli von der Europ&#228;ischen Zulassungsbeh&#246;rde ein positives Votum erhalten und wird voraussichtlich in den n&#228;chsten acht Wochen zugelassen werden.<br />
Beide Pr&#228;parate sind direkt wirkende antivirale Medikamente, sogenannte HCV-Proteaseinhibitoren. Sie hemmen das Virus in seiner Vermehrung, indem sie ein Schl&#252;sselenzym blockieren. Durch diese neue Wirkungsweise k&#246;nnen viele Patienten erfolgreich behandelt werden, die mit der bisherigen Standardtherapie nicht geheilt werden konnten. Allerdings gilt das leider immer noch nicht f&#252;r alle Patienten.</p>
<blockquote><p><strong>Es wird sehr wichtig sein</strong>, dass die neuen Therapien sehr sorgf&#228;ltig durchgef&#252;hrt werden. &#0187;Wir raten den Patienten, sich von einem versierten Facharzt behandeln zu lassen. Nicht jeder Arzt hat die unbedingt notwendigen Vorkenntnisse, um die neuen Behandlungen optimal f&#252;r den Patienten umzusetzen.&#0171; sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. &#0187;Es sind viele Faktoren bei den neuen Therapien zu beachten. So gibt es das Problem der Resistenzentwicklung und die Gefahr der Medikamenten-Interaktion. Aufgrund der zus&#228;tzlichen Nebenwirkungen muss der Facharzt auch Kollegen aus anderen Bereichen in die Behandlung einbinden und den Patienten umfassend betreuen.&#0171; fordert er.</p></blockquote>
<p><strong>F&#252;r die Behandlung der chronischen Hepatitis B</strong> werden seit einigen Jahren sehr erfolgreich direkte Virushemmer sowie Interferone eingesetzt, die das Immunsystem beeinflussen und die Virusvermehrung hemmen. Geheilt werden kann die Hepatitis B allerdings nicht, das Virus kann nur kontrolliert werden, so dass die Krankheit nicht weiter voranschreitet. Das gelingt aber inzwischen bei vielen Patienten nahezu ohne Nebenwirkungen. Neue Therapieans&#228;tze wie zum Beispiel Medikamente, die den Eintritt des Hepatitis B-Virus in Leberzellen hemmen, werden in Deutschland aktuell erprobt.<br />
Schlie&#223;lich f&#252;hrt das HepNet Study-House der Deutschen Leberstiftung die weltweit gr&#246;&#223;te Studie zur Behandlung der Hepatitis Delta durch, die die schwerwiegendste aller Virusinfektionen der Leber ist.</p>
<p><strong>Die Deutsche Leberstiftung</strong><br />
befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu verbessern und die &#246;ffentliche Wahrnehmung f&#252;r Lebererkrankungen zu steigern, damit diese fr&#252;her erkannt und geheilt werden k&#246;nnen. Die Deutsche Leberstiftung bietet au&#223;erdem Information und Beratung f&#252;r Betroffene und Angeh&#246;rige in medizinischen Fragen. </p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong> http://www.deutsche-leberstiftung.de.</p>]]></content:encoded>
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