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Indikation/Therapie

Stent-Retriever-System bei Schlaganfalltherapie

7. September 2011 | Von François G. | Kategorie: Indikation/Therapie

Schlaganfallpatientin – Nach nur 25 Minuten war das Hirngefäß wieder durchblutet

Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben.
Die schnelle Thrombus-Entfernung rettete Brunhilde Wecker vermutlich das Leben. An dem Eingriff waren beteiligt (v.l.n.r.): Professor Dr. Martin Bendszus, PD Dr. Stefan Rohde (beide Neuroradiologie), Professor Dr. Peter A. Ringleb (Neurologie), Dr. Mirko Pham (Neuroradiologie). Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Brunhilde Wecker hatte noch einmal Glück.

Die 64-Jährige wurde Ende August mit einem akuten Schlaganfall in das Universitätsklinikum Heidelberg eingeliefert. Mediziner der Abteilungen für Neurologie und Neuroradiologie entfernten ihr mit einem neuartigen Gerät einen Thrombus – ein Blutgerinnsel, das die linke Hals- und Hirnschlagader verstopfte – aus dem Gefäß. Der Eingriff mit dem sogenannten Stent-Retriever-System, …



Zweitmeinungsnetzwerk Hodentumor ein Erfolgsmodell der Urologie

25. August 2011 | Von François G. | Kategorie: Indikation/Therapie

Mit jährlich etwa 5000 Neuerkrankungen zählt Hodenkrebs zu den vergleichsweise selteneren Diagnosen in der Urologie, ist aber gleichzeitig der häufigste bösartige Tumor des jungen Mannes: Die Heilungsaussichten dieser Tumorentität gelten in der Regel als sehr gut. Um in Deutschland flächendeckend eine optimale Behandlung für diese Erkrankung zu gewährleisten, hatten die Deutsche Hodentumor Studiengruppe mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) das Projekt »Zweitmeinung Hodentumor« initiiert.
Nach fünf Jahren hat sich das Projekt zu einem Kompetenznetzwerk entwickelt, auf dessen Expertise behandelnde Ärzte inzwischen in rund 2000 Fällen zurückgegriffen haben. »Das nationale Zweitmeinungsnetzwerk Hodentumor hat sich als Erfolgsmodell uroonkologischer Versorgung unter urologischer Leitung etabliert und zur nachweisbaren Verbesserung der Versorgungsqualität geführt«, sagt DGU-Präsident Prof. Dr. Joachim Steffens. Beim 63. DGU-Kongress vom 14. bis 17. September 2011 in Hamburg werden neueste Entwicklungen in der Behandlung von Keimzellkrebs, besonders die Aussichten auf eine weitere Reduzierung der Therapieumfänge, vorgestellt.



Durchbruch bei Herzklappenimplantation per Leistenkatheter

5. August 2011 | Von François G. | Kategorie: Indikation/Therapie
Professor Dr. Raffi Bekeredjian, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Professor Dr. Raffi Bekeredjian, Oberarzt der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pulmonologie. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Kardiologen des Universitätsklinikums Heidelberg setzten deutschlandweit erstmals Klappenprothese per Leistenkatheter ins Herzinnere ein

Die 81-jährige Patientin hat den Eingriff gut überstanden.
Der Eingriff galt lange als technisch nicht möglich. Nun haben Kardiologen des Universitätsklinikums Heidelberg erstmals in Deutschland bei einer 81-jährigen Patientin eine Herzklappenprothese in der schwer zugänglichen Position der sogenannten Mitralklappe mit Hilfe eines Leistenkatheters eingesetzt. Die Klappe liegt im Innern des Herzens zwischen linker Vor- und Hauptkammer und ist mit einem Katheter nur auf Umwegen und mit sehr viel Geschick zu erreichen. Weltweit ist dies die zweite erfolgreiche Klappenimplantation dieser Art.

»Bisher war für die Implantation einer Klappenprothese an dieser Stelle eine Operation am offenen Herzen oder ein minimal-invasiver Eingriff mit Schnitten in Brustkorb und Herzspitze nötig«, erklärt Professor Dr. Raffi Bekeredjian …



Radioaktive Trojaner überlisten Knochenmetastasen

4. August 2011 | Von François G. | Kategorie: Indikation/Therapie

Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein Ärzteteam der Bonner Universitätsklinik für Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der Hälfte der Erkrankten war eine Rückbildung der Metastasen zu beobachten.

Nur etwa drei bis fünf von 100.000 Menschen erkranken jährlich an der Krebsform »neuroendokriner Tumor«. Die Geschwulste kommen meistens im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor. Da die Tumore häufig Hormone bilden, können sie das Verdauungssystem komplett durcheinander bringen und den Patienten das Leben zur Hölle machen. »Bei manchen dieser Patienten treten zudem Knochenmetastasen auf«, berichtet Dr. Samer Ezziddin, leitender Oberarzt an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin. »Dann haben sie eigentlich schlechte Überlebenschancen.« Die Wissenschaftler der Universitätskliniken Bonn und British Columbia (Kanada) behandelten 42 Patienten, die an seltenen neuroendokrinen Tumoren mit Knochenmetastasen erkrankt sind, mit einer trickreichen Methode. …