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Indikation/Therapie

Radioaktive Trojaner überlisten Knochenmetastasen

4. August 2011 | Von François G. | Kategorie: Indikation/Therapie

Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein Ärzteteam der Bonner Universitätsklinik für Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der Hälfte der Erkrankten war eine Rückbildung der Metastasen zu beobachten.

Nur etwa drei bis fünf von 100.000 Menschen erkranken jährlich an der Krebsform »neuroendokriner Tumor«. Die Geschwulste kommen meistens im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor. Da die Tumore häufig Hormone bilden, können sie das Verdauungssystem komplett durcheinander bringen und den Patienten das Leben zur Hölle machen. »Bei manchen dieser Patienten treten zudem Knochenmetastasen auf«, berichtet Dr. Samer Ezziddin, leitender Oberarzt an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin. »Dann haben sie eigentlich schlechte Überlebenschancen.« Die Wissenschaftler der Universitätskliniken Bonn und British Columbia (Kanada) behandelten 42 Patienten, die an seltenen neuroendokrinen Tumoren mit Knochenmetastasen erkrankt sind, mit einer trickreichen Methode. …



Neue Substanz zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern heute zugelassen

4. August 2011 | Von François G. | Kategorie: Indikation/Therapie

(4. August 2011) Daten aus einer der größten Studien zur Schlaganfallprävention bei Patienten mit Vorhofflimmern werden in naher Zukunft dazu beitragen, dass viele Risikopatienten einem Hirninfarkt sicherer und leichter vorbeugen können. Einer dieser Kandidaten ist das Arzneimittel Dabigatran, das heute zugelassen wurde. „Die neue, altersbezogene Auswertung der internationalen RE-LY Studie zeigt, dass ältere Patienten von der niedrigeren Dosis profitieren, Patienten unter 80 Jahren jedoch eher mit einer höheren Dosis behandelt werden sollten,“ so einer der federführenden Autoren, Prof. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

»Jeder hundertste Mensch leidet bei uns an Vorhofflimmern, bei den über 80-Jährigen ist es sogar jeder Zehnte. «, erläutert Professor Martin Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der DGN. »Angesichts dieser Zahlen ist es ein großer Fortschritt, dass für diese Patienten bald schon eine neue Generation von Medikamenten bereit steht, die das Risiko von Blutgerinnseln – und damit auch von Schlaganfällen – senken kann, ohne die Betroffenen durch den Zwang zur ständigen Überwachung der Blutgerinnung zu belasten«, so Grond.
Bestärkt wird der Neurologe in dieser Erwartung durch eine neue Auswertung der RE-LY-Studie …



Neue Therapiemöglichkeiten für Hepatitis C bergen Chancen und Probleme

27. Juli 2011 | Von François G. | Kategorie: Indikation/Therapie

In Deutschland gibt es etwa eine Million Menschen, die chronisch an Hepatitis B oder Hepatitis C leiden; weltweit sind es etwa 500 Millionen. Trotzdem werden Lebererkrankungen sehr oft unterschätzt. Aus diesem Grund hat die World Health Organization (WHO) im letzten Jahr den Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli zu einem offiziellen Gesundheitstag der WHO ernannt und so Hepatitis als ein weltweit bedeutendes Gesundheitsproblem anerkannt.

Wichtig ist, die Lebererkrankungen früh zu erkennen. Dann können sie behandelt und Folgen wie Leberzellkrebs oder Leberzirrhose vermieden werden. Gerade Hepatitis B und C, die durch Infektionen mit dem Hepatitis B- bzw. Hepatitis C-Virus hervorgerufen werden, können inzwischen gut therapiert werden.

Die Hepatitis kann durch eine rechtzeitige Behandlung sogar in vielen Fällen geheilt werden. Die Aussichten auf eine Heilung der Hepatitis C haben sich aktuell durch neue Therapiemöglichkeiten erheblich gesteigert. Eine neue Substanz (Boceprevir) wurde am 18. Juli 2011 für die Behandlung in Europa zugelassen, ein zweiter Wirkstoff …



Vorhofflimmern: Neue Behandlungskonzepte:

28. Juni 2011 | Von François G. | Kategorie: Indikation/Therapie

Trotz der jüngsten Fortschritte in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen, sind die mit Vorhofflimmern verbundene Morbidität und Mortalität immer noch »unakzeptabel hoch«. Dies geht aus einem Konsensusbericht hervor, den Wissenschafter des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) gemeinsam erarbeitet haben. Vorgestellt wird der Bericht beim EHRA Europace Kongress, der vom 26. bis 29. Juni in Madrid, Spanien, stattfindet.
Vorhofflimmern, so heißt es im Bericht, zeichnet sich als »die neue Epidemie« der Herzkreislauferkrankungen ab. Den Autoren zufolge sind Verbesserungen im Management von Vorhofflimmern erreichbar durch verschiedene synergistische Schritte: die Erkennung und das bessere Management von Risikofaktoren, eine gute klinische Anwendung neuer antithrombotischer Therapien, eine frühe Erkennung neu aufgetretener Arrhythmien und eine rechtzeitige rhythmuserhaltende Behandlung.

Risikofaktoren identifizieren
Der Bericht nennt …