Eine Hand weiß, was die andere tut!
21. September 2011 | Von François G. | Kategorie: Klinische ForschungBeidseitige Repräsentation der Hand im somatosensorischen Kortex des Menschen – Ungewöhnlicher Befund zeigt Auswirkungen auf unser Bild vom Gehirn.
Tübingen - Körperliche Empfindungen, wie Berührungen auf der Haut aber auch das Gefühl für die Lage der eigenen Hand, sind beim Menschen in beiden Gehirnhälften repräsentiert: Signale der rechten Körperhälfte werden in der linken Gehirnhälfte verarbeitet und umgekehrt. Dabei ging man bisher von einer strikten Trennung der Verarbeitung von Information aus den beiden Körperhälften aus. Wissenschaftler der Neurologischen Klinik und des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) am Universitätsklinikum Tübingen konnten jetzt zeigen, dass der primäre somatosensorische Kortex (der Bereich in der Großhirnrinde, in dem Berührungsreize verarbeitet werden) anscheinend nicht nur für die gegenüberliegende Hand zuständig ist, sondern teilweise auch für die Hand auf der gleichen Körperseite. Die Ergebnisse wurden einer aktuellen Studie in der Zeitschrift Neuropsychologia publiziert.
Vor allem, wenn Informationen beider Hände kombiniert werden …

