Weblog & Magazin für medizinische Forschung, Innovation und Praxis

Klinische Forschung

Eine Hand weiß, was die andere tut!

21. September 2011 | Von François G. | Kategorie: Klinische Forschung

Beidseitige Repräsentation der Hand im somatosensorischen Kortex des Menschen – Ungewöhnlicher Befund zeigt Auswirkungen auf unser Bild vom Gehirn.

Tübingen - Körperliche Empfindungen, wie Berührungen auf der Haut aber auch das Gefühl für die Lage der eigenen Hand, sind beim Menschen in beiden Gehirnhälften repräsentiert: Signale der rechten Körperhälfte werden in der linken Gehirnhälfte verarbeitet und umgekehrt. Dabei ging man bisher von einer strikten Trennung der Verarbeitung von Information aus den beiden Körperhälften aus. Wissenschaftler der Neurologischen Klinik und des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) am Universitätsklinikum Tübingen konnten jetzt zeigen, dass der primäre somatosensorische Kortex (der Bereich in der Großhirnrinde, in dem Berührungsreize verarbeitet werden) anscheinend nicht nur für die gegenüberliegende Hand zuständig ist, sondern teilweise auch für die Hand auf der gleichen Körperseite. Die Ergebnisse wurden einer aktuellen Studie in der Zeitschrift Neuropsychologia publiziert.

Vor allem, wenn Informationen beider Hände kombiniert werden …



Studienteilnehmer für neues Medikament bei Borreliose gesucht

26. Juli 2011 | Von François G. | Kategorie: Klinische Forschung

Neue Behandlungsmethode wird an Uniklinik Köln getestet

Experten schätzen, dass in Deutschland die Anzahl der Menschen steigt, die nach Zeckenbissen an Borreliose erkranken. Da es bislang keine zugelassene Therapie gibt, mit der direkt nach einem frischen Biss begonnen werden kann, nimmt die Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln derzeit an einer multizentrischen Studie zum Thema Borreliose teil. Die Forscher wollen dabei ein innovatives Behandlungskonzept testen, dass die gefährliche Infektion sofort nach dem Biss unterbinden soll.

Bei Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Infektion, die durch Zeckenbisse übertragen werden kann. Jeder, der von einer Zecke gebissen wurde, kann sich mit Borreliose infizieren …



Schluckecho bei Staphylokokkeninfektion nicht immer notwendig.

14. Juli 2011 | Von François G. | Kategorie: Klinische Forschung

Blutstrominfektionen mit dem Erreger Staphylococcus aureus können die Zerstörung der Herzklappen zur Folge haben. Bislang ist eine Ultraschalluntersuchung über die Speiseröhre (Schluckecho) notwendig, um eine Herzklappenbeteiligung auszuschließen. Ein internationales Team um Wissenschaftler der Uniklinik Köln zeigt in einer jetzt veröffentlichten Studie, wann Patienten diese aufwändige Untersuchung erspart werden kann.

Die Zahl der Infektionen mit dem Bakterium Staphylococcus aureus steigt seit Jahren kontinuierlich an. Wenn es durch eine Blutvergiftung zum Versagen mehrerer Organe kommt, enden sie tödlich. An der Uniklinik Köln wird die klinische Forschung zu diesem Erreger vorangetrieben: In einer kürzlich in der Fachzeitschrift »Clinical Infectious Diseases« publizierten Studie, …



Sieben auf einen Streich:

11. Juli 2011 | Von François G. | Kategorie: Klinische Forschung

Erbgutregionen entdeckt, die das Prostatakrebsrisiko beeinflussen

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum sind an einem internationalen Forschungskonsortium beteiligt, das die genetischen Risiken für Prostatakrebs untersucht. Der Verbund, an dem weltweit 48 Institutionen zusammenarbeiteten, veröffentlichte nun seine jüngsten Ergebnisse: Die Forscher entdeckten sieben Genbereiche, die erstmals mit einem erhöhten Prostatakrebsrisiko in Zusammenhang gebracht werden konnten.

Ärzte wissen schon seit langem: Prostatakrebs »liegt in der Familie«. Männer, in deren Verwandtschaft die Krankheit bereits diagnostiziert wurde, haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls am Krebs der Vorsteherdrüse zu erkranken. Erst im vergangenen Jahr hatten Wissenschaftler aus dem DKFZ errechnet, dass dieses Risiko mit der Zahl betroffener direkter Verwandter steigt und auch abhängig vom Erkrankungsalter der Verwandten ist (DKFZ PM 18/2010).

Welche Ergbutvarianten konkret zum Prostatakrebsrisiko beitragen, veröffentlichte nun ein internationales Forschungskonsortium, dem …