<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>DZKF WEBLOG &#187; Klinische Forschung</title>
	<atom:link href="http://www.dzkfblog.de/category/klinische-forschung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.dzkfblog.de</link>
	<description>Deutsche Zeitschrift fÃ¼r Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 15:25:58 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Eine Hand wei&#223;, was die andere tut!</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/09/21/eine-hand-weiss-was-die-andere-tut/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/09/21/eine-hand-weiss-was-die-andere-tut/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 15:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[KÃ¶rperwahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Kortex]]></category>
		<category><![CDATA[somatosensorisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3154</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Beidseitige Repr&#228;sentation der Hand im somatosensorischen Kortex des Menschen - Ungew&#246;hnlicher Befund zeigt Auswirkungen auf unser Bild vom Gehirn.</h4>
<em>T&#252;bingen </em>- <strong>K&#246;rperliche Empfindungen, wie Ber&#252;hrungen auf der Haut aber auch das Gef&#252;hl f&#252;r die Lage der eigenen Hand, sind beim Menschen in beiden Gehirnh&#228;lften repr&#228;sentiert: Signale der rechten K&#246;rperh&#228;lfte werden in der linken Gehirnh&#228;lfte verarbeitet und umgekehrt. Dabei ging man bisher von einer strikten Trennung der Verarbeitung von Information aus den beiden K&#246;rperh&#228;lften aus. Wissenschaftler der Neurologischen Klinik und des Hertie-Instituts f&#252;r klinische Hirnforschung (HIH) am Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen konnten jetzt zeigen, dass der prim&#228;re somatosensorische Kortex (der Bereich in der Gro&#223;hirnrinde, in dem Ber&#252;hrungsreize verarbeitet werden) anscheinend nicht nur f&#252;r die gegen&#252;berliegende Hand zust&#228;ndig ist, sondern teilweise auch f&#252;r die Hand auf der gleichen K&#246;rperseite. Die Ergebnisse wurden einer aktuellen Studie in der Zeitschrift Neuropsychologia publiziert.</strong>

<strong>Vor allem, wenn Informationen</strong> beider H&#228;nde kombiniert werden ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Beidseitige Repr&#228;sentation der Hand im somatosensorischen Kortex des Menschen &#8211; Ungew&#246;hnlicher Befund zeigt Auswirkungen auf unser Bild vom Gehirn.</h4>
<p><em>T&#252;bingen </em>- <strong>K&#246;rperliche Empfindungen, wie Ber&#252;hrungen auf der Haut aber auch das Gef&#252;hl f&#252;r die Lage der eigenen Hand, sind beim Menschen in beiden Gehirnh&#228;lften repr&#228;sentiert: Signale der rechten K&#246;rperh&#228;lfte werden in der linken Gehirnh&#228;lfte verarbeitet und umgekehrt. Dabei ging man bisher von einer strikten Trennung der Verarbeitung von Information aus den beiden K&#246;rperh&#228;lften aus. Wissenschaftler der Neurologischen Klinik und des Hertie-Instituts f&#252;r klinische Hirnforschung (HIH) am Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen konnten jetzt zeigen, dass der prim&#228;re somatosensorische Kortex (der Bereich in der Gro&#223;hirnrinde, in dem Ber&#252;hrungsreize verarbeitet werden) anscheinend nicht nur f&#252;r die gegen&#252;berliegende Hand zust&#228;ndig ist, sondern teilweise auch f&#252;r die Hand auf der gleichen K&#246;rperseite. Die Ergebnisse wurden einer aktuellen Studie in der Zeitschrift Neuropsychologia publiziert.</strong></p>
<p><strong>Vor allem, wenn Informationen</strong> beider H&#228;nde kombiniert werden m&#252;ssen, wie bei bimanualen T&#228;tigkeiten, scheint dies schon im prim&#228;ren sensorischen Areal, d.h. auf sehr fr&#252;her Verarbeitungsebene, im Gehirn zu passieren. Bisher ging man davon aus, dass die Informationsverarbeitung beim Menschen auf einer so fr&#252;hen Ebene strikt zwischen der linken und rechten Hand getrennt ist.</p>
<p><strong>Mit ihrer Arbeit konnten</strong> Svenja Borchers, Dr. Till-Karsten Hauser und Dr. Marc Himmelbach von der Neurologischen Universit&#228;tsklinik und dem Hertie-Institut f&#252;r klinische Hirnforschung nun zeigen, dass auch beim Menschen die K&#246;rperwahrnehmung der rechten und der linken Hand zum Teil in der gleichen Gehirnh&#228;lfte verarbeitet wird. Die Autoren berichten von einer Patientin, die nach einem Schlaganfall eine ungew&#246;hnlich kleine Sch&#228;digung exakt im somatosensorischen Kortexareal der rechten Gehirnh&#228;lfte erlitt, das &#252;blicherweise der linken Hand zugeordnet wird. Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Schlaganfallpatienten litt sie unter keinerlei motorischen Einschr&#228;nkungen, was die durchgef&#252;hrte Untersuchung &#252;berhaupt erst m&#246;glich machte.</p>
<blockquote><p>Die Patientin sollte mit einer Hand auf die Position der jeweils anderen Hand zeigen, die unter einem Tisch verborgen war. Wie erwartet konnte sie die Position ihrer linken Hand nicht mehr genau anzeigen, sobald diese nicht mehr direkt sichtbar war. &#220;berraschend war aber, dass sie ebenfalls gro&#223;e Fehler machte, wenn sie die Position ihrer versteckten rechten Hand anzeigen sollte. Da die Patientin nur eine einseitige Gehirnsch&#228;digung aufwies, aber f&#252;r beide H&#228;nde ein deutliches Defizit zeigte, schlossen die Autoren, dass die Sch&#228;digung der rechten Gehirnh&#228;lfte die K&#246;rperwahrnehmung beider H&#228;nde beeintr&#228;chtigt hat. &#0187;Da wir im allt&#228;glichen Leben oft unsere H&#228;nde zusammen benutzen und es f&#252;r die eine Hand wichtig ist, zu wissen was die andere macht, scheint es sinnvoll, dass diese Informationen auf einer fr&#252;hen Verarbeitungsebene im Gehirn ausgetauscht werden, n&#228;mlich direkt im prim&#228;ren sensorischen Kortex&#0171;, so Borchers und Himmelbach.</p></blockquote>
<p><strong>Dr. Marc Himmelbach wurde</strong> erst vor kurzem (9.9.2011) in Basel mit dem renommierten Cortex Preis der Federation of European Neuropsychological Societies ausgezeichnet. Der Preistr&#228;ger wird von den nationalen Gesellschaften f&#252;r Neuropsychologie aufgrund herausragender Forschungsleistungen im Zeitraum von 7 Jahren nach der Promotion vorgeschlagen, eine Eigenbewerbung f&#252;r den nicht dotierten Preis ist nicht m&#246;glich.</p>
<p><strong>Originaltitel der Publikation</strong><br />
<em>Bilateral hand representations in human primary proprioceptive areas<br />
Autoren: Svenja Borchers, Till-Karsten Hauser, Marc Himmelbach<br />
Neuropsychologia advance online publication xx.09.2011:<br />
DOI: 10.1016/j.neuropsychologia.2011.08.013</em></p>
<p><strong>Kontakte</strong><br />
Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen, Sektion Neuropsychologie<br />
Zentrum f&#252;r Neurologie<br />
Hertie-Institut f&#252;r klinische Hirnforschung (HIH)<br />
Dr. Marc Himmelbach<br />
Tel. 0 70 71/29-8 76 00 Fax 07071/29 44 89<br />
E-Mail: marc.himmelbach@uni-tuebingen.de</p>
<p>http://homepages.uni-tuebingen.de/marc.himmelbach</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/09/21/eine-hand-weiss-was-die-andere-tut/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Studienteilnehmer f&#252;r neues Medikament bei Borreliose gesucht</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/07/26/studienteilnehmer-fuer-neues-medikament-bei-borreliose-gesucht/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/07/26/studienteilnehmer-fuer-neues-medikament-bei-borreliose-gesucht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 15:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Borreliose]]></category>
		<category><![CDATA[Klinische Studie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3047</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Neue Behandlungsmethode wird an Uniklinik K&#246;ln getestet</h4>

<strong>Experten sch&#228;tzen, dass in Deutschland die Anzahl der Menschen steigt, die nach Zeckenbissen an Borreliose erkranken. Da es bislang keine zugelassene Therapie gibt, mit der direkt nach einem frischen Biss begonnen werden kann, nimmt die Klinik I f&#252;r Innere Medizin der Uniklinik K&#246;ln derzeit an einer multizentrischen Studie zum Thema Borreliose teil. Die Forscher wollen dabei ein innovatives Behandlungskonzept testen, dass die gef&#228;hrliche Infektion sofort nach dem Biss unterbinden soll.</strong>

<strong>Bei Borreliose handelt es sich</strong> um eine bakterielle Infektion, die durch Zeckenbisse &#252;bertragen werden kann. Jeder, der von einer Zecke gebissen wurde, kann sich mit Borreliose infizieren ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Neue Behandlungsmethode wird an Uniklinik K&#246;ln getestet</h4>
<p><strong>Experten sch&#228;tzen, dass in Deutschland die Anzahl der Menschen steigt, die nach Zeckenbissen an Borreliose erkranken. Da es bislang keine zugelassene Therapie gibt, mit der direkt nach einem frischen Biss begonnen werden kann, nimmt die Klinik I f&#252;r Innere Medizin der Uniklinik K&#246;ln derzeit an einer multizentrischen Studie zum Thema Borreliose teil. Die Forscher wollen dabei ein innovatives Behandlungskonzept testen, dass die gef&#228;hrliche Infektion sofort nach dem Biss unterbinden soll.</strong></p>
<p><strong>Bei Borreliose handelt es sich</strong> um eine bakterielle Infektion, die durch Zeckenbisse &#252;bertragen werden kann. Jeder, der von einer Zecke gebissen wurde, kann sich mit Borreliose infizieren. &#0187;Die Innovation besteht darin, dass jetzt nicht gewartet wird, ob ein Patient Symptome einer Erkrankung, wie beispielsweise die Wanderr&#246;te zeigt, sondern dass direkt nach dem Zeckenstich das zu pr&#252;fende Gel auf die betroffene Stichstelle aufgetragen wird&#0171;, erl&#228;utert Prof. Dr. Gerd F&#228;tkenheuer, Leiter der Infektiologie an der Uniklinik K&#246;ln.</p>
<p><strong>Ziel der klinischen Studie ist es</strong>, dass die Patienten gar nicht erst an Borreliose erkranken, da die Krankheitserreger lokal in der Haut abget&#246;tet werden sollen. Bei dem zu untersuchenden Arzneimittel handelt es sich um ein antibiotikahaltiges Gel, das zweimal t&#228;glich f&#252;r drei Tage direkt auf die Bissstelle aufgetragen wird.</p>
<p><strong>Zur Studie zugelassen sind Personen</strong> zwischen 18 und 80 Jahren, die von einer Zecke gebissen wurden und die Zecke noch in der Haut haben oder diese mitbringen k&#246;nnen. Patienten, die sich f&#252;r die Teilnahme an der Studie interessieren, k&#246;nnen sich auf der eigens eingerichteten Internetseite www.zeckenstudie.com oder bei der Telefon-Hotline 00800 2151 3692 n&#228;her informieren und mit den beteiligten &#196;rzten, die dort aufgef&#252;hrt sind, Kontakt aufnehmen.</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong><br />
Sch&#228;tzungen gehen davon aus, dass jede zweite Zecke in Deutschland mit Borrelien infiziert ist. Die Symptome der Borreliose sind sehr vielschichtig, viele der Beschwerden k&#246;nnen auch bei anderen Krankheiten und noch Monate oder Jahre nach dem Zeckenbiss auftreten â€“ was die Diagnose h&#228;ufig erschwert. F&#252;r eine sofortige Behandlung nach einem frischen Zeckenbiss gibt es derzeit keine zugelassene Borreliose-Therapie. Daher wird bisher h&#228;ufig erst bei eindeutigen Erscheinungen der Borreliose, wie beispielsweise der Wanderr&#246;te, eine Behandlung mit Antibiotika durchgef&#252;hrt.</p>
<p><strong>F&#252;r R&#252;ckfragen:</strong><br />
Prof. Dr. Gerd F&#228;tkenheuer<br />
Klinik I f&#252;r Innere Medizin / Schwerpunkt Klinische Infektiologie<br />
Uniklinik K&#246;ln<br />
Telefon: 0221 478-3324<br />
E-Mail: gisela.kremer@uk-koeln.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/07/26/studienteilnehmer-fuer-neues-medikament-bei-borreliose-gesucht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schluckecho bei Staphylokokkeninfektion nicht immer notwendig.</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/07/14/schluckecho-bei-staphylokokkeninfektion-nicht-immer-notwendig/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/07/14/schluckecho-bei-staphylokokkeninfektion-nicht-immer-notwendig/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 17:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Herzklappe]]></category>
		<category><![CDATA[Schluckecho]]></category>
		<category><![CDATA[Staphylokokkeninfektion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3029</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Blutstrominfektionen mit dem Erreger Staphylococcus aureus k&#246;nnen die Zerst&#246;rung der Herzklappen zur Folge haben. Bislang ist eine Ultraschalluntersuchung &#252;ber die Speiser&#246;hre (Schluckecho) notwendig, um eine Herzklappenbeteiligung auszuschlie&#223;en. Ein internationales Team um Wissenschaftler der Uniklinik K&#246;ln zeigt in einer jetzt ver&#246;ffentlichten Studie, wann Patienten diese aufw&#228;ndige Untersuchung erspart werden kann.</strong> 

<strong>Die Zahl der Infektionen mit dem Bakterium Staphylococcus aureus</strong> steigt seit Jahren kontinuierlich an. Wenn es durch eine Blutvergiftung zum Versagen mehrerer Organe kommt, enden sie t&#246;dlich. An der Uniklinik K&#246;ln wird die klinische Forschung zu diesem Erreger vorangetrieben: In einer k&#252;rzlich in der Fachzeitschrift "Clinical Infectious Diseases" publizierten Studie, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blutstrominfektionen mit dem Erreger Staphylococcus aureus k&#246;nnen die Zerst&#246;rung der Herzklappen zur Folge haben. Bislang ist eine Ultraschalluntersuchung &#252;ber die Speiser&#246;hre (Schluckecho) notwendig, um eine Herzklappenbeteiligung auszuschlie&#223;en. Ein internationales Team um Wissenschaftler der Uniklinik K&#246;ln zeigt in einer jetzt ver&#246;ffentlichten Studie, wann Patienten diese aufw&#228;ndige Untersuchung erspart werden kann.</strong> </p>
<p><strong>Die Zahl der Infektionen mit dem Bakterium Staphylococcus aureus</strong> steigt seit Jahren kontinuierlich an. Wenn es durch eine Blutvergiftung zum Versagen mehrerer Organe kommt, enden sie t&#246;dlich. An der Uniklinik K&#246;ln wird die klinische Forschung zu diesem Erreger vorangetrieben: In einer k&#252;rzlich in der Fachzeitschrift &#0187;Clinical Infectious Diseases&#0171; publizierten Studie, setzt die Arbeitsgruppe um Dr. Achim Kaasch und Prof. Harald Seifert vom Institut f&#252;r Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene neue Standards im Management von Staphylokokkeninfektionen.</p>
<blockquote><p>&#0187;Gegenw&#228;rtige Empfehlungen infektiologischer Fachgesellschaften sehen vor, bei allen Patienten mit Staphylococcus aureus-Blutstrominfektion eine trans&#246;sophageale Ultraschalluntersuchung des Herzens durchzuf&#252;hren&#0171;, erl&#228;utert Dr. Kaasch. Dabei muss der Patient einen Schlauch â€“ die Ultraschallsonde â€“ schlucken, um zu kl&#228;ren, ob die Bakterien sich an den Herzklappen angesiedelt haben, eine typische Komplikation dieser schweren Infektion. &#0187;Diese Untersuchung ist jedoch aufw&#228;ndig, teuer und f&#252;r den Patienten h&#246;chst unangenehm. Dem Kliniker wird jetzt ein einfaches Hilfsmittel an die Hand<br />
gegeben, um eine fundierte Entscheidung &#252;ber die Notwendigkeit einer solchen Untersuchung zu treffen&#0171;, erl&#228;utert Dr. Kaasch.</p></blockquote>
<p><strong>In der Studie wurde untersucht</strong>, ob ein Schluckecho bei allen Patienten mit Staphylococcus aureus-Blutstrominfektion zum Einsatz kommen muss. Die Forscher aus K&#246;ln, Freiburg und den USA konnten anhand einfacher klinischer Kriterien Patienten identifizieren, die nicht von dieser Untersuchung profitieren. Beispielsweise ist ein Schluckecho bei Patienten in der Regel nicht notwendig, wenn kein Herzschrittmacher und keine k&#252;nstliche Herzklappe vorliegen und das Bakterium nur kurzzeitig im Blut nachgewiesen werden konnte. Dadurch kann etwa einem Drittel der Patienten diese Untersuchung erspart werden.</p>
<p>Die Studie wurde durch Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Paul-Ehrlich-Gesellschaft, des Bundesministeriums f&#252;r Bildung und Forschung und den National Institutes of Health erm&#246;glicht.</p>
<p><strong>Publikation:</strong><br />
A.J. Kaasch, V.G. Fowler Jr., S. Rieg, G. Peyerl-Hoffmann, H. Birkholz, M. Hellmich, W.V. Kern, H. Seifert. Use of a Simple Criteria Set for Guiding Echocardiography in Nosocomial Staphylococcus aureus Bacteremia. Clin. Infect. Dis. 2011: 53:1-9</p>
<p><strong>F&#252;r R&#252;ckfragen:</strong><br />
Dr. Achim Kaasch<br />
Institut f&#252;r Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene<br />
Uniklinik K&#246;ln<br />
Telefon: 0221 478-32022<br />
E-Mail: achim.kaasch@uk-koeln.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/07/14/schluckecho-bei-staphylokokkeninfektion-nicht-immer-notwendig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sieben auf einen Streich:</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/07/11/sieben-auf-einen-streich/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/07/11/sieben-auf-einen-streich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 16:55:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Erbgut]]></category>
		<category><![CDATA[Gene]]></category>
		<category><![CDATA[Prostatakrebs]]></category>
		<category><![CDATA[SNP]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3021</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Erbgutregionen entdeckt, die das Prostatakrebsrisiko beeinflussen</h4>
<strong>Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum sind an einem internationalen Forschungskonsortium beteiligt, das die genetischen Risiken f&#252;r Prostatakrebs untersucht. Der Verbund, an dem weltweit 48 Institutionen zusammenarbeiteten, ver&#246;ffentlichte nun seine j&#252;ngsten Ergebnisse: Die Forscher entdeckten sieben Genbereiche, die erstmals mit einem erh&#246;hten Prostatakrebsrisiko in Zusammenhang gebracht werden konnten.</strong>

<strong>&#196;rzte wissen schon seit langem:</strong> Prostatakrebs "liegt in der Familie". M&#228;nner, in deren Verwandtschaft die Krankheit bereits diagnostiziert wurde, haben ein erh&#246;htes Risiko, ebenfalls am Krebs der Vorsteherdr&#252;se zu erkranken. Erst im vergangenen Jahr hatten Wissenschaftler aus dem DKFZ errechnet, dass dieses Risiko mit der Zahl betroffener direkter Verwandter steigt und auch abh&#228;ngig vom Erkrankungsalter der Verwandten ist (DKFZ PM 18/2010).

<strong>Welche Ergbutvarianten</strong> konkret zum Prostatakrebsrisiko beitragen, ver&#246;ffentlichte nun ein internationales Forschungskonsortium, dem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Erbgutregionen entdeckt, die das Prostatakrebsrisiko beeinflussen</h4>
<p><strong>Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum sind an einem internationalen Forschungskonsortium beteiligt, das die genetischen Risiken f&#252;r Prostatakrebs untersucht. Der Verbund, an dem weltweit 48 Institutionen zusammenarbeiteten, ver&#246;ffentlichte nun seine j&#252;ngsten Ergebnisse: Die Forscher entdeckten sieben Genbereiche, die erstmals mit einem erh&#246;hten Prostatakrebsrisiko in Zusammenhang gebracht werden konnten.</strong></p>
<p><strong>&#196;rzte wissen schon seit langem:</strong> Prostatakrebs &#0187;liegt in der Familie&#0171;. M&#228;nner, in deren Verwandtschaft die Krankheit bereits diagnostiziert wurde, haben ein erh&#246;htes Risiko, ebenfalls am Krebs der Vorsteherdr&#252;se zu erkranken. Erst im vergangenen Jahr hatten Wissenschaftler aus dem DKFZ errechnet, dass dieses Risiko mit der Zahl betroffener direkter Verwandter steigt und auch abh&#228;ngig vom Erkrankungsalter der Verwandten ist (DKFZ PM 18/2010).</p>
<p><strong>Welche Ergbutvarianten</strong> konkret zum Prostatakrebsrisiko beitragen, ver&#246;ffentlichte nun ein internationales Forschungskonsortium, dem auch Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum angeh&#246;ren. In einer mehrstufigen Untersuchung durchk&#228;mmten die Wissenschaftler das gesamte Genom von Krebspatienten und gesunden Kontrollpersonen auf bestimmte Genvarianten. Anschlie&#223;end errechneten sie, ob bestimmte Varianten bei Patienten h&#228;ufiger auftreten als bei den Gesunden.</p>
<blockquote><p><strong>Professor Dr. Hermann Brenner</strong>, einer der am Konsortium beteiligten Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum, erkl&#228;rt: &#0187;Jede einzelne dieser Genvarianten geht nur mit einer geringf&#252;gigen Erh&#246;hung des Prostatakrebsrisikos von wenigen Prozent einher. Die gleichzeitige Ber&#252;cksichtigung der verschiedenen Varianten erm&#246;glicht jedoch, Personengruppen mit deutlich erh&#246;htem Risiko zu erkennen. Eine Untersuchung des Erbguts auf solche Risikovarianten k&#246;nnte daher in Zukunft die &#228;rztliche Beratung zur Pr&#228;vention und Fr&#252;herkennung von Prostatakrebs verbessern.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Solche Erbgutvarianten</strong> werden in der Fachsprache als SNPs (single nucleotide polymorphisms) bezeichnet. Sie sind definiert als einzelner abweichender Erbgutbaustein, der in der Gesamtbev&#246;lkerung unterschiedlich h&#228;ufig vertreten ist. Findet sich ein zahlenm&#228;&#223;iger Zusammenhang zwischen einem bestimmten SNP und der Krebsh&#228;ufigkeit, schlie&#223;en die Forscher daraus, dass ein Gen innerhalb der betroffenen Erbgutregion eine Rolle im Krebsgeschehen spielt.</p>
<p><strong>Die ersten beiden Untersuchungsdurchg&#228;nge</strong> des Konsortiums hatten bereits 16 SNPs in 16 verschiedenen Erbgutregionen mit einem erh&#246;hten Prostatakrebsrisiko in Zusammenhang gebracht. Z&#228;hlt man die Ergebnisse fr&#252;herer Assoziationsstudien hinzu, so waren um die 30 Risikogene f&#252;r Prostatakrebs bekannt. In der dritten und letzten Runde fahndete das Forscherkonsortium bei 4574 Krebspatienten sowie 4164 gesunden Kontrollpersonen nach weiteren 1536 SNPs. Die dabei zu Tage tretenden Zusammenh&#228;nge mit dem Krebsrisiko wurden nochmals an 51.311 Erbgutproben von Krebspatienten und gesunden M&#228;nnern verifiziert.</p>
<p><strong>Neben einigen bereits identifizierten Varianten</strong> gingen den Wissenschaftern bei diesem Suchdurchgang sieben SNPs ins Netz, die erstmalig in einem Zusammenhang mit erh&#246;htem Prostatakrebsrisiko auftauchen. Die Varianten liegen alle in Erbgutbereichen, die auch Gene enthalten, f&#252;r die die Wissenschaftler eine Rolle bei der Krebsentstehung als plausibel erachten. F&#252;r keine dieser Varianten konnte jedoch ein Zusammenhang mit der B&#246;sartigkeit der Krebserkrankung festgestellt werden. Mit den neu entdeckten sieben Erbgutregionen k&#246;nnen Wissenschaftler nun insgesamt rund 25 Prozent des famili&#228;ren Krebsrisikos erkl&#228;ren.</p>
<p><strong>Weltweit waren insgesamt 48 wissenschaftliche Institutionen</strong> an der Studie beteiligt. In Deutschland nahmen neben dem Deutschen Krebsforschungszentrum auch Wissenschaftler des Universit&#228;tsklinikums Ulm und der Medizinischen Hochschule Hannover teil.</p>
<p><em>Zsofia Kote-Jarai et al.: Seven prostate cancer Susceptibility loci identified by a multi-stage genome-wide association study. Nature Genetics 2011, DOI: 10.1038/ng.882</em></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/07/11/sieben-auf-einen-streich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eine Million f&#252;r die klinische Forschung</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/05/05/eine-million-fuer-die-klinische-forschung/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/05/05/eine-million-fuer-die-klinische-forschung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 May 2011 17:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
		<category><![CDATA[prÃ¼fÃ¤rzte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=2894</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Junge &#196;rzte f&#252;r die klinische Forschung fit machen: Darauf zielt die Else-Kr&#246;ner-Fresenius-Stiftung mit ihren neuartigen Forschungskollegs ab. Erstmals werden jetzt drei solche Kollegs eingerichtet und mit je einer Million Euro gef&#246;rdert â€“ an den Universit&#228;tskliniken in W&#252;rzburg, Ulm und Bonn.
Gro&#223;e Freude bei den Wissenschaftlern an der W&#252;rzburger Uniklinik: Gegen eine starke Konkurrenz von 54 anderen Bewerbern haben sie sich mit ihrem Antrag auf ein Forschungskolleg bei der Else-Kr&#246;ner-Fresenius-Stiftung durchgesetzt. Jetzt geh&#246;ren sie zu den Gewinnern. Sie erhalten in den kommenden drei Jahren eine Million Euro, um hoch qualifizierte junge &#196;rztinnen und &#196;rzte zu f&#246;rdern.</strong>

<strong>Das wissenschaftliche Thema</strong> des W&#252;rzburger Kollegs ist die Regulation des Immunsystems. Warum versagt das Abwehrsystem des K&#246;rpers bei  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Junge &#196;rzte f&#252;r die klinische Forschung fit machen: Darauf zielt die Else-Kr&#246;ner-Fresenius-Stiftung mit ihren neuartigen Forschungskollegs ab. Erstmals werden jetzt drei solche Kollegs eingerichtet und mit je einer Million Euro gef&#246;rdert â€“ an den Universit&#228;tskliniken in W&#252;rzburg, Ulm und Bonn.<br />
Gro&#223;e Freude bei den Wissenschaftlern an der W&#252;rzburger Uniklinik: Gegen eine starke Konkurrenz von 54 anderen Bewerbern haben sie sich mit ihrem Antrag auf ein Forschungskolleg bei der Else-Kr&#246;ner-Fresenius-Stiftung durchgesetzt. Jetzt geh&#246;ren sie zu den Gewinnern. Sie erhalten in den kommenden drei Jahren eine Million Euro, um hoch qualifizierte junge &#196;rztinnen und &#196;rzte zu f&#246;rdern.</strong></p>
<p><strong>Das wissenschaftliche Thema</strong> des W&#252;rzburger Kollegs ist die Regulation des Immunsystems. Warum versagt das Abwehrsystem des K&#246;rpers bei Krebs- und Infektionserkrankungen. Was l&#228;sst sich dagegen tun? Wie l&#246;st das Immunsystem Krankheiten aus, wie reagiert es nach Transplantationen? Auf diesen Gebieten sollen Mediziner, die am Anfang ihrer Facharztausbildung stehen, in dem Forschungskolleg kliniknah und wissenschaftsorientiert arbeiten.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Fach&#252;bergreifend</strong> soll bei den Kollegiaten das Bewusstsein daf&#252;r gesch&#228;rft werden, dass immunologische Prozesse bei verschiedensten Krankheitsbildern, auch bei Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen, eine bedeutende Rolle spielen k&#246;nnen&#0171;, sagt Forschungsgruppenleiter Dr. Andreas Beilhack von der Medizinischen Klinik II, der das neue Kolleg koordiniert.</p>
<p><strong>Ablauf der Ausbildung im Forschungskolleg</strong><br />
&#0187;Mit der F&#246;rderung durch die Stiftung k&#246;nnen wir f&#252;r drei Jahre acht junge &#196;rzte aufnehmen&#0171;, so Beilhack. Die Stellen werden Anfang Sommer international ausgeschrieben. Im ersten Jahr ihrer Ausbildung sollen die Kollegiaten ausschlie&#223;lich forschen, in den folgenden zwei Jahren auch in der Klinik t&#228;tig sein. Zus&#228;tzlich bekommen sie Seminare und andere Trainings auf dem Gebiet der klinischen Forschung.</p></blockquote>
<p><strong>Die Kollegiaten sollen auch lernen</strong>, wie man klinische Studien durchf&#252;hrt â€“ wie also die korrekte Vorgehensweise aussieht, wenn erstmals neue Medikamente an Menschen getestet werden. Im Kolleg haben sie zudem die M&#246;glichkeit, sich zu so genannten Pr&#252;f&#228;rzten ausbilden zu lassen â€“ nur Mediziner mit dieser Qualifikation d&#252;rfen klinische Studien durchf&#252;hren.</p>
<blockquote><p><strong>Mehrere F&#228;cher wirken am Kolleg mit</strong><br />
&#0187;Ob Allergien, Autoimmunerkrankungen, Organ- und Stammzelltransplantationen oder Krebsleiden: Beim klinischen Umgang mit immunologischen Problemstellungen kann man von einem Austausch zwischen den Fachrichtungen enorm profitieren&#0171;, betont Privatdozent Dr. J&#246;rg Wischhusen von der Frauenklinik, Sprecher des Forschungskollegs.</p></blockquote>
<p><strong>Um diesen interdisziplin&#228;ren Austausch</strong> zu gew&#228;hrleisten, werden sich Betreuer und Mentoren aus f&#252;nf Kliniken und drei Instituten um die W&#252;rzburger Else-Kr&#246;ner-Kollegiaten k&#252;mmern. Die F&#252;hrung liegt beim Interdisziplin&#228;ren Zentrum f&#252;r Klinische Forschung.</p>
<p><strong>Passendes Umfeld in W&#252;rzburg</strong></p>
<p><strong>W&#252;rzburg bietet den Kollegiaten</strong> ein sehr gutes Umfeld: Immunologie, Infektionserkrankungen und Krebs bilden hier wichtige Schwerpunkte. Naturwissenschaftler und Mediziner aus Universit&#228;t und Uniklinikum entwickeln gemeinsam neue therapeutische Antik&#246;rper und Konzepte f&#252;r die Immuntherapie. â€žGro&#223;e Erfolge wurden in W&#252;rzburg j&#252;ngst bei der Behandlung von Krebspatienten mit dem bispezifischen T-Zell-rekrutierenden Antik&#246;rper Blinatumomab erzieltâ€œ, so Beilhack.</p>
<p><strong>Wichtig f&#252;r solche Erfolge</strong> sei auch das Klinische Studienzentrum â€žEarly Clinical Trial Unitâ€œ. Dort d&#252;rfen neue Wirksubstanzen erstmals an Patienten erprobt werden, bei denen alle anderen Therapien keinen Erfolg bringen. Die W&#252;rzburger Unit ist die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland.</p>
<p><em><strong>Die Else-Kr&#246;ner-Stiftung</strong> sieht ihre Forschungskollegs als neues Strukturelement in der deutschen Hochschulmedizin, hei&#223;t es in einer Pressemitteilung. Leitbild sei der â€žClinician Scientistâ€œ, der eine Br&#252;cke zwischen grundlagenorientierter Forschung und klinischer Anwendung schl&#228;gt und so wichtige Voraussetzungen f&#252;r die Medizin der Zukunft schafft, sagt Dr. Susanne Schultz-Hector, Vorstandsmitglied der Stiftung.</p>
<p><strong>Die Else-Kr&#246;ner-Fresenius-Stiftung</strong> wurde 1983 von Else Kr&#246;ner (1925-1988) gegr&#252;ndet. Die gemeinn&#252;tzige Stiftung f&#246;rdert die klinisch orientierte biomedizinische Forschung und medizinisch-humanit&#228;re Hilfsprojekte. Bis heute hat sie an die 900 Projekte mit insgesamt rund 100 Millionen Euro unterst&#252;tzt.</em></p>
<p>Kontakt:<br />
PD Dr. J&#246;rg Wischhusen, Sprecher des Forschungskollegs â€žImmunkontrolleâ€œ, T (0931) 201-25291, wischhusen_j@klinik.uni-wuerzburg.de<br />
Dr. Andreas Beilhack, Koordinator des Forschungskollegs, T (0931) 201-44040, beilhack_a@klinik.uni-wuerzburg.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/05/05/eine-million-fuer-die-klinische-forschung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hirn&#246;dem nach Schlaganfall &#8211; Neuer Behandlungsansatz</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/03/30/hirnoedem-nach-schlaganfall-neuer-behandlungsansatz/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/03/30/hirnoedem-nach-schlaganfall-neuer-behandlungsansatz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 16:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Glukocortikoid]]></category>
		<category><![CDATA[HirnÃ¶dem]]></category>
		<category><![CDATA[Proteasom]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=2812</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Fl&#252;ssigkeitsansammlungen im Gehirn, die nach einem Schlaganfall auftreten, sind bislang nur schwer behandelbar. Forscher der Universit&#228;t W&#252;rzburg haben jetzt eine L&#246;sung f&#252;r das Problem gefunden. Die Fachzeitschrift "Stroke" berichtet &#252;ber ihre Arbeit.</strong>

<strong>Mehr als 250.000 Menschen</strong> in Deutschland erleiden j&#228;hrlich einen Schlaganfall, etwa jeder Dritte stirbt innerhalb des ersten Jahres an den Folgen. Der Schlaganfall ist damit die dritth&#228;ufigste Todesursache in Deutschland. Seine Therapie stellt Mediziner h&#228;ufig noch vor gro&#223;e Probleme: Durch den Verschluss einer Hirnarterie gehen n&#228;mlich nicht nur die minderdurchbluteten Nervenzellen zugrunde. Es kommt im Verlauf auch zu einem Austritt von Fl&#252;ssigkeit aus den Gef&#228;&#223;en in das Gehirn â€“ ein sogenanntes Hirn&#246;dem entsteht.

<strong>Dieses &#214;dem l&#228;sst das Gewebe anschwellen</strong>, der Druck auf die Umgebung w&#228;chst und f&#252;hrt schlie&#223;lich dazu, dass auch eigentlich gesunde Gehirnbereiche zerst&#246;rt werden. Der Grund: Das Gehirn ist in der kn&#246;chernen H&#252;lle des Sch&#228;dels gefangen und kann sich nicht ausdehnen.

<strong>Hirn&#246;dem ist nicht gleich Hirn&#246;dem</strong>

<strong>Kein Wunder, dass Mediziner alles versuchen</strong>, damit sich nach einem Schlaganfall gar nicht  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fl&#252;ssigkeitsansammlungen im Gehirn, die nach einem Schlaganfall auftreten, sind bislang nur schwer behandelbar. Forscher der Universit&#228;t W&#252;rzburg haben jetzt eine L&#246;sung f&#252;r das Problem gefunden. Die Fachzeitschrift &#0187;Stroke&#0171; berichtet &#252;ber ihre Arbeit.</strong></p>
<p><strong>Mehr als 250.000 Menschen</strong> in Deutschland erleiden j&#228;hrlich einen Schlaganfall, etwa jeder Dritte stirbt innerhalb des ersten Jahres an den Folgen. Der Schlaganfall ist damit die dritth&#228;ufigste Todesursache in Deutschland. Seine Therapie stellt Mediziner h&#228;ufig noch vor gro&#223;e Probleme: Durch den Verschluss einer Hirnarterie gehen n&#228;mlich nicht nur die minderdurchbluteten Nervenzellen zugrunde. Es kommt im Verlauf auch zu einem Austritt von Fl&#252;ssigkeit aus den Gef&#228;&#223;en in das Gehirn â€“ ein sogenanntes Hirn&#246;dem entsteht.</p>
<p><strong>Dieses &#214;dem l&#228;sst das Gewebe anschwellen</strong>, der Druck auf die Umgebung w&#228;chst und f&#252;hrt schlie&#223;lich dazu, dass auch eigentlich gesunde Gehirnbereiche zerst&#246;rt werden. Der Grund: Das Gehirn ist in der kn&#246;chernen H&#252;lle des Sch&#228;dels gefangen und kann sich nicht ausdehnen.</p>
<p><strong>Hirn&#246;dem ist nicht gleich Hirn&#246;dem</strong></p>
<p><strong>Kein Wunder, dass Mediziner alles versuchen</strong>, damit sich nach einem Schlaganfall gar nicht erst ein Hirn&#246;dem entwickeln kann â€“ bisher allerdings mit nur geringem Erfolg. â€žHirn&#246;deme, die beispielsweise bei Hirntumoren oder einem Multiple-Sklerose-Schub auftreten, lassen sich relativ gut mit Glukocortikoiden, etwa Kortison behandelnâ€œ, erkl&#228;rt Professorin Dr. Carola F&#246;rster von der Universit&#228;tsklinik W&#252;rzburg. Merkw&#252;rdigerweise erweisen sich die gleichen Medikamente beim Schlaganfall als unwirksam oder sogar sch&#228;dlich.</p>
<p><strong>Der Arbeitsgruppe um Carola F&#246;rster</strong> ist es nun gelungen, die Ursache f&#252;r diese unterschiedliche Wirksamkeit von Steroiden bei verschiedenen Erkrankungen mit Hirn&#246;dem zu entschl&#252;sseln. Die Fachzeitschrift Stroke, das renommierte Schlaganfall-Journal der Amerikanischen Herzgesellschaft, berichtet in ihrer neuesten Ausgabe &#252;ber diese Arbeit.</p>
<p><strong>F&#246;rster ist Zellbiologin und molekulare Endokrinologin</strong>. Die Professorin leitet die Abteilung f&#252;r Experimentelle An&#228;sthesiologie an der Klinik und Poliklinik f&#252;r An&#228;sthesiologie. Die Blut-Hirn-Schranke, die normalerweise daf&#252;r sorgt, dass das zentrale Nervensystem sehr gut gegen&#252;ber Einfl&#252;ssen von au&#223;en gesch&#252;tzt ist, ist einer ihrer Forschungsschwerpunkte.</p>
<p><strong>Sauerstoffmangel ist der ausl&#246;sende Faktor</strong></p>
<blockquote><p><strong>&#0187;Bei einem Schlaganfall f&#252;hrt der Sauerstoffmangel</strong> in dem betroffenen Gebiet dazu, dass die Hirn-Endothelzellen, also Zellen, die die Gehirngef&#228;&#223;e auskleiden, l&#246;chriger werden und deshalb Fl&#252;ssigkeiten leichter durchlassen&#0171;, erkl&#228;rt F&#246;rster. Eine Reparatur der l&#246;chrigen Barriere mit der Hilfe von Glukocortikoiden sei nach einem Schlaganfall nicht mehr m&#246;glich.</p>
<p>Den Grund daf&#252;r hat F&#246;rster jetzt entdeckt: Der Sauerstoffentzug f&#252;hrt in den Endothelzellen dazu, dass Glukocortikoid-Rezeptoren, die die Wirkung dieser Steroide vermitteln, &#252;berm&#228;&#223;ig stark abgebaut werden. Dadurch verlieren die Zellen die F&#228;higkeit, auf eine Glukocortikoid-Therapie anzusprechen. &#0187;Dieser Effekt scheint spezifisch f&#252;r Gehirngef&#228;&#223;e zu sein&#0171;, so F&#246;rster.</p></blockquote>
<p><strong>Auch den &#0187;Verantwortlichen&#0171; f&#252;r diesen Abbau</strong> konnten F&#246;rster und ihr Team identifizieren. Es handelt sich um ein <em>Proteasom</em>, ein biologisches System, das aus mehreren Enzymen besteht. Diese Beobachtung er&#246;ffnet den Wissenschaftlern neue Wege zu einer effektiven Behandlung: Durch eine fr&#252;hzeitige Blockade des Proteasoms k&#246;nnen sie die Empf&#228;nglichkeit der Endothelzellen f&#252;r Glukocortikoid wiederherstellen. Dadurch kann das Hirn&#246;dem nach einem Schlaganfall ebenfalls durch Mittel wie Kortison reduziert werden.</p>
<p><strong>Erfolg auch im Tierversuch</strong></p>
<p><strong>Der neue Ansatz hat im Tierversuch</strong> bereits seine Effektivit&#228;t unter Beweis gestellt, wie der W&#252;rzburger Neurologe Dr. Christoph Kleinschnitz nachweisen konnte.</p>
<p>&#0187;Das Besondere an unserer Studie ist, dass die Ergebnisse nicht nur in Zellkultur zu beobachten waren, sondern sich auch auf M&#228;use &#252;bertragen lie&#223;en, die einen Schlaganfall erlitten hatten, also im lebenden Organismus von Bedeutung sind&#0171;, erkl&#228;rt Kleinschnitz. Die Untersuchungen k&#246;nnten nun die Grundlage daf&#252;r liefern, um lebensbedrohliche Hirnschwellungen bei Schlaganfallpatienten zuk&#252;nftig besser behandelbar zu machen.</p>
<p><strong>Erfindung angemeldet</strong></p>
<p><strong>Ihre Erfindung hat Carola F&#246;rster bereits angemeldet</strong>. Bis ein Medikament auf dem Markt ist, das beim Menschen zu Einsatz kommt, k&#246;nnen ihrer Sch&#228;tzung nach allerdings noch zehn Jahre vergehen.</p>
<p><strong>Finanziell gef&#246;rdert haben</strong> die Studie die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 688 und die Europ&#228;ische Union &#252;ber den Forschungsverbund &#0187;Neurobid: Neuroscience on Barrieres in Development&#0171;.</p>
<p><em>Glucocorticoid Insensitivity at the Hypoxic Bloodâ€“Brain Barrier Can Be Reversed by Inhibition of the Proteasome; Christoph Kleinschnitz, Kinga Blecharz, Timo Kahles, Tobias Schwarz, Peter Kraft, Kerstin G&#246;bel, Sven G. Meuth, Malgorzata Burek, Thomas Thum, Guido Stoll, Carola F&#246;rster, PhD. Stroke. doi: 10.1161/STROKEAHA.110.592238</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Carola F&#246;rster, T: (0931) 201-30012, E-Mail: foerster_c@klinik.uni-wuerzburg.de</p>
<p>PD. Dr. Christoph Kleinschnitz, T (0931) 201-23755, E-Mail: christoph.kleinschnitz@mail.uni-wuerzburg.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/03/30/hirnoedem-nach-schlaganfall-neuer-behandlungsansatz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neue Optionen f&#252;r Diabetiker verhindern Nierensch&#228;den</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/03/12/neue-optionen-fuer-diabetiker-verhindern-nierenschaeden/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/03/12/neue-optionen-fuer-diabetiker-verhindern-nierenschaeden/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 14:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[diabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Mikroalbuminurie]]></category>
		<category><![CDATA[Nephropathie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=2781</guid>
		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-hermann-haller-mhh.jpg" rel="lightbox[pics2781]" title="von links: Patient Wolf-Dieter Hartmann und Professor Dr. Hermann Haller Foto: MHH-Pressestelle"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-hermann-haller-mhh.thumbnail.jpg" alt="Patient Wolf-Dieter Hartmann und Professor Dr. Hermann Haller" width="255" height="178" class="attachment wp-att-2782" /></a><div class="imagecaption">von links: Patient Wolf-Dieter Hartmann und Professor Dr. Hermann Haller Foto: MHH-Pressestelle</div></div><strong>MHH-Forscher koordinieren weltweit gr&#246;&#223;te Studie auf den Gebiet diabetischer Nierenerkrankungen mit fast 4.500 Patienten / Neue Empfehlungen zur Blutdruckeinstellung /Ver&#246;ffentlichung in "The New England Journal of Medicine"</strong>

<strong>Ein wichtiger Schritt in der Diabetes-Forschung:</strong> Mediziner aus ganz Europa haben sich unter der Federf&#252;hrung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) an der weltweit gr&#246;&#223;ten Studie (ROADMAP-Studie) mit fast 4.500 Diabetes-2-Patienten beteiligt und eine bessere Vorsorge vor der so genannten diabetischen Nephropathie entwickelt. Diese chronische Niereninsuffizienz, die weltweit Hauptursache f&#252;r ein Versagen der Nierenfunktion ist, kann ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-hermann-haller-mhh.jpg" rel="lightbox[pics2781]" title="von links: Patient Wolf-Dieter Hartmann und Professor Dr. Hermann Haller Foto: MHH-Pressestelle"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-hermann-haller-mhh.thumbnail.jpg" alt="Patient Wolf-Dieter Hartmann und Professor Dr. Hermann Haller" width="255" height="178" class="attachment wp-att-2782" /></a>
<div class="imagecaption">von links: Patient Wolf-Dieter Hartmann und Professor Dr. Hermann Haller Foto: MHH-Pressestelle</div>
</div>
<p><strong>MHH-Forscher koordinieren weltweit gr&#246;&#223;te Studie auf den Gebiet diabetischer Nierenerkrankungen mit fast 4.500 Patienten / Neue Empfehlungen zur Blutdruckeinstellung /Ver&#246;ffentlichung in &#0187;The New England Journal of Medicine&#0171;</strong></p>
<p><strong>Ein wichtiger Schritt in der Diabetes-Forschung:</strong> Mediziner aus ganz Europa haben sich unter der Federf&#252;hrung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) an der weltweit gr&#246;&#223;ten Studie (ROADMAP-Studie) mit fast 4.500 Diabetes-2-Patienten beteiligt und eine bessere Vorsorge vor der so genannten diabetischen Nephropathie entwickelt. Diese chronische Niereninsuffizienz, die weltweit Hauptursache f&#252;r ein Versagen der Nierenfunktion ist, kann im fortgeschrittenen Stadium nur mit einer Dialyse oder Nierentransplantation behandelt werden. </p>
<p><strong>Die sogenannte Mikroalbuminurie</strong> â€“ also das Auftreten einer bestimmten Menge dieses Eiwei&#223; im Urin â€“ kann bei Diabetes-2-Patienten ein fr&#252;hes Anzeichen daf&#252;r sein, dass sich im Laufe der Zeit eine derartige Nierensch&#228;digung entwickelt. Wissenschaftler um Professor Dr. Hermann Haller, Direktor der MHH-Klinik f&#252;r Nieren- und Hochdruckerkrankungen, haben nun herausgefunden, dass der Wirkstoff Olmesartan den Beginn der Mikroalbuminurie verz&#246;gern oder sogar ganz verhindern kann und damit auch die Folgeerkrankungen. Die Forscher entdeckten dar&#252;ber hinaus, dass dieses bereits zur Blutdrucksenkung verwendete Mittel bei Patienten mit Herzerkrankungen nur mit Vorsicht angewendet werden sollte. Bei ihnen sollte der Blutdruck nicht â€“ wie bisher &#252;blich â€“ auf 120 zu 80 mmHg eingestellt werden sondern auf 130 zu 85 mmHg. Die Forscher ver&#246;ffentlichten ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals &#0187;The New England Journal of Medicine&#0171;.</p>
<p> <strong>F&#252;r die Untersuchung bezogen</strong> die Wissenschaftler Diabetes-2-Patienten aus ganz Europa ein, bei denen die Nieren nicht gesch&#228;digt waren, und die noch keine Mikroalbuminurie hatten. Eine H&#228;lfte von ihnen erhielt &#252;ber einen Zeitraum von mehr als drei Jahren einmal t&#228;glich 40 mg dieses Wirkstoffes. Die andere H&#228;lfte der Gruppe erhielt ein Placebo. In der Wirkstoff-Gruppe entwickelte sich signifikant sp&#228;ter und seltener eine Mikroalbuminurie. &#0187;Diese Ergebnisse zeigen eine pr&#228;ventive Therapiem&#246;glichkeit bei Diabetikern auf&#0171;, betont Professor Haller. Doch die Pr&#228;vention muss mit Vorsicht eingesetzt werden: Die Patienten waren in der Studie zwar ges&#252;nder, im Laufe der drei Jahre starben jedoch in der Behandlungsgruppe 15 Menschen, in der Placebo-Gruppe nur drei. Die Erkl&#228;rung daf&#252;r ist zu niedriger Blutdruck: Die gestorbenen Patienten litten schon vor Beginn der Studie an einer Erkrankung ihrer Herzkranzgef&#228;&#223;e.</p>
<blockquote><p><strong>&#0187;Die Studie weist in die Richtung</strong>, dass Diabetes-Patienten, bei denen Mikroalbuminurie nachweisbar ist, das Medikament zur Verhinderung einer diabetischen Nephropathie einnehmen sollten. Aber bei Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgef&#228;&#223;e sollte darauf geachtet werden, denn Blutdruck nicht zu sehr zu senken. Die Pr&#228;vention sollte nicht &#252;bertrieben werden&#0171;, sagt Professor Haller. &#0187;Die Idealwerte, die bei zu hohem Blutdruck durch Medikamente erreicht werden sollten, m&#252;ssen f&#252;r Patienten mit kardiovaskul&#228;ren Vorerkrankungen &#252;berdacht werden. Wir empfehlen, bei ihnen anstelle der bisher &#252;blichen Werte von 120 zu 80 mmHg die h&#246;heren Werte 130 zu 85 mmHg anzustreben. Unsere Studienergebnisse werden die derzeit g&#228;ngigen Leitlinien in Europa ver&#228;ndern&#0171;, sagt er.</p></blockquote>
<p><strong>Das Medikament wirkt positiv</strong> auf die Niere, weil es das sogenannte Renin-Angiotensin-System hemmt. Olmesartan blockiert dieses System, wodurch eine Sch&#228;digung der Niere durch Angiotensin II verhindert wird. Bislang wurden AT1-Antagonisten, zu denen das Medikament geh&#246;rt, erst bei fortgeschrittenen Nierenerkrankungen zur Therapie eingesetzt. Die Ergebnisse der ROADMAP-Studie zeigen nun aber, dass bereits mit der fr&#252;hzeitigen Therapie die Entstehung der diabetischen Nephropathie beeinflusst werden kann. Der Erkl&#228;rungsversuch der Forscher: Vermutlich wird die Funktion der kleinen Blutgef&#228;&#223;e in der Niere, die Mikrozirkulation, ver&#228;ndert und die gesteigerte Durchl&#228;ssigkeit f&#252;r Eiwei&#223; gesenkt. </p>
<p><strong>Im Normalfall scheiden die Nieren</strong> 20 mg Albumin innerhalb von 24 Stunden aus. Die Ausscheidung von 20 bis 200 mg Albumin pro Tag wird als Mikroalbuminurie bezeichnet. Bei Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck wird eine Mikroalbuminurie bei etwa 10 bis 40 Prozent der Betroffenen gefunden. Ob eine Beeinflussung der Mikroalbuminurie langfristig auch eine Wirkung auf die Mirkozirkulation in anderen Gef&#228;&#223;gebieten hat und damit andere Organsch&#228;den wie Schlaganfall und Herzinfarkt verhindern kann, soll in einer Folgestudie analysiert werden. </p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong> erhalten Sie von Professor Dr. Hermann Haller, Telefon 0511 532-6320, haller.hermannmh-hannover.de.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/03/12/neue-optionen-fuer-diabetiker-verhindern-nierenschaeden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schlaganfallvorbeugung bei Vorhofflimmern</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/02/13/schlaganfallvorbeugung-bei-vorhofflimmern/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/02/13/schlaganfallvorbeugung-bei-vorhofflimmern/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 13:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerinnungshemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=2749</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Studie zeigt: Aspirin spielt in Zukunft keine Rolle mehr</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:257px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.jpg" rel="lightbox[pics2749]" title="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)" width="255" height="251" class="attachment wp-att-2750" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)</div></div><strong>Der Direktor der Essener Uni-Klinik f&#252;r Neurologie Prof. Hans Christoph Diener ver&#246;ffentlichte jetzt als Mitautor online eine Studie im New England Journal of Medicine - der bedeutendsten medizinischen Fachzeitschrift. Die Ergebnisse stellen einen Durchbruch in der modernen Schlaganfallpr&#228;vention dar.</strong>

<strong>In dieser AVERROES-Studie wurden 5.599 Patienten mit Vorhofflimmern</strong> eingeschlossen, die entweder Marcumar nicht einnehmen wollten oder bei denen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Studie zeigt: Aspirin spielt in Zukunft keine Rolle mehr</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.jpg" rel="lightbox[pics2749]" title="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/02/prof-diener.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)" width="255" height="251" class="attachment wp-att-2750" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. med H. C. Diener (Foto: Uniklinikum Essen)</div>
</div>
<p><strong>Der Direktor der Essener Uni-Klinik f&#252;r Neurologie Prof. Hans Christoph Diener ver&#246;ffentlichte jetzt als Mitautor online eine Studie im New England Journal of Medicine &#8211; der bedeutendsten medizinischen Fachzeitschrift. Die Ergebnisse stellen einen Durchbruch in der modernen Schlaganfallpr&#228;vention dar.</strong></p>
<p><strong>In dieser AVERROES-Studie wurden 5.599 Patienten mit Vorhofflimmern</strong> eingeschlossen, die entweder Marcumar nicht einnehmen wollten oder bei denen nach Ansicht des behandelnden Arztes Gegenanzeigen gegen Marcumar bestanden. Diese Patienten wurden zur einen H&#228;lfte mit dem neuen Gerinnungshemmer Apixaban 5 mg zweimal t&#228;glich oder mit Aspirin in Tagesdosen zwischen 81 und 344 mg am Tag behandelt. Das Studienziel lag darin, Schlaganf&#228;lle zu verhindern. </p>
<blockquote><p>&#0187;Die Studie wurde vorzeitig abgebrochen, da sich eine <strong>hoch signifikante Verminderung von Schlaganf&#228;llen</strong> in der Patientengruppe ergab, die mit Apixaban behandelt wurde&#0171;, berichtet Prof. Diener. Die relative Risikominderung betrug 55 Prozent, die Zahl von Blutungskomplikationen war f&#252;r beide Behandlungen gleich.</p></blockquote>
<p><strong>Prof. Hans Christoph Diener von der Neurologischen Universit&#228;tsklinik in Essen</strong> war an der Studie ma&#223;geblich beteiligt. Er leitete das Adjudizierungskomitee. Adjudizierung bedeutet, dass in einer verblindeten Studie, in der &#196;rzte und Patienten nicht wissen, welches der beiden Medikamente sie einnehmen, Ereignisse wie Schlaganf&#228;lle, Herzinfarkte oder Todesf&#228;lle von einem unabh&#228;ngigen Komitee aus Experten begutachtet werden und endg&#252;ltige Diagnosen gestellt werden. Die Studie wurde jetzt auch auf der Pressekonferenz der American Heart Association von Prof. Diener vorgestellt.</p>
<blockquote><p><strong>Zum Hintergrund:</strong><br />
Vorhofflimmern ist eine bei &#228;lteren Menschen h&#228;ufig vorkommende Herzrhythmusst&#246;rung, bei der das Herz unregelm&#228;&#223;ig schl&#228;gt. Neben der Tatsache, dass dies subjektiv sehr unangenehm ist, kann es durch den unregelm&#228;&#223;igen Herzschlag zur Bildung von Blutgerinnseln im Herz kommen, die abrei&#223;en und ins Gehirn gelangen und dort Blutgef&#228;&#223;e verstopfen k&#246;nnen. Daraus resultiert dann ein Schlaganfall. Menschen mit Vorhofflimmern haben ein f&#252;nffach h&#246;heres Schlaganfallrisiko als Menschen ohne. Vor mehr als 50 Jahren wurde entdeckt, dass eine weitgehende Ausschaltung des Gerinnungssystems durch so genannte. Vitamin K-Antagonisten &#8211; in Deutschland vorwiegend Marcumar &#8211; das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Vorhofflimmern um etwa 70 bis 80 Prozent senken kann. Allerdings lehnen fast die H&#228;lfte aller Patienten, denen eine orale Antikoagulation mit Vitamin K-Antagonisten empfohlen wird, diese ab oder es bestehen Gegenanzeigen wie beispielsweise Schwierigkeiten, regelm&#228;&#223;ige Kontrollen der Blutgerinnung durchzuf&#252;hren.
</p></blockquote>
<p><strong>In den letzten Jahren wurde eine ganze Reihe von neuen Substanzen</strong> entwickelt, welche ebenfalls zu einer Hemmung der Blutgerinnung f&#252;hren aber die meisten Nachteile, die Vitamin K-Antagonisten haben, nicht aufweisen. Diese Substanzen k&#246;nnen in einer festen Dosis unabh&#228;ngig von Gr&#246;&#223;e, Gewicht, Alter und Geschlecht gegeben werden und f&#252;hren zu einer zuverl&#228;ssigen Hemmung der Blutgerinnung, ohne dass Gerinnungskontrollen im Labor notwendig sind. Eine solche Substanz ist Apixaban.</p>
<p><strong>Apixaban in patients with atrial fibrillation unsuitable for Vitamin K antagonist</strong><br />
<em>Stuart J. Connolly (1), John Eikelboom (1), Campbell Joyner (2), Hans-Christoph Diener (3), Robert Hart (4), Sergey Golitsyn (5), Greg Flaker (6), Alvaro Avezum (7), Stefan Hohnloser (8), Raphael Diaz (9), Mario Talajic (10), Zhu Jun (11), Prem Pias (12), Andrzej Budaj (13), Alexander Parkhomenko (14), Petr Jansky (15), Patrick Commerford (16), RS Tan (17), Kui-Hian Sim (18) Basil Lewis (19), Walter Van Meighem (20) Gregory YH Lip (21) Jae Hyung Kim (22), Fernando Lanas-Zanetti (23), Antonio Gonzalez-Hermosillo (24), Martin Oâ€™Donnell (25), John Lawrence (26), Gayle Lewis (1), Rizwan Afzal (1), Salim Yusuf (1), on behalf of the AVERROES Steering Committee and Investigators<br />
1. McMaster University, Hamilton, ON 2. University of Toronto, Toronto ON 3. University Duisburg-Essen, Essen, DEU 4. University of Texas, San Antonio, TX 5. Russian Cardiology Research and Production Center, Moscow, RU 6. University of Missouri, Columbia, MO 7. Instituto Dante Pazzanese de Cardiologia, Sao Paulo, BRA 8. Johann Wolfgang Goethe-Universit&#228;t Frankfurt am Main, Frankfurt, DEU 9. ECLA, Rosario, Santa Fe, AR 10. Montreal Heart Institute, Montreal, QC 11. FuWai Hospital, CAMS &#038; PUMC, Beijing, CHN 12. St. John&#8217;s Research Institute, Bangalore, IND 13. Grochowski Hospital, Warsaw, POL 14. Institute Of Cardiology, Kyiv, UA 15. Mainmed, S.R.O., Prague 5, CZE 16. The Cardiac Clinic, Cape Town, ZA 17. National Heart Center, Singapore, SGP 18. Clinical Research Centre, Sarawak, MYS 19. Lady Davis Carmel Medical Centre, Haifa, ISR 20. Ziekenhuis Oost-Limburg Campus St.-Jan, Genk, BEL 21. City Hospital, Birmingham, UK 22. St. Paul&#8217;s Hospital, Catholic University of Korea, Seoul, KOR 23. Universidad de La Frontera, Temuco, CHL 24. Instituto N de Cardiologia Ignacio Chavez, Mexico, MX 25. HRB Clinical Research Facility, Ireland, UK 26. Bristol-Myers Squibb, Princeton, NJ<br />
</em><br />
<strong>N&#228;here Informationen:</strong><br />
Prof. Dr. Hans-Christoph Diener<br />
Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Essen<br />
Hufelandstr. 55<br />
45147 Essen<br />
Tel/Phone +49 201 723 2460<br />
Mobile phone +49 171 73 888 00 (ab Montag)<br />
Fax +49 201 723 5901<br />
E-mail: hans.diener@uni-duisburg-essen.de (ab sofort)</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/02/13/schlaganfallvorbeugung-bei-vorhofflimmern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Maus mit menschlichen Abwehrkr&#228;ften</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/10/05/maus-mit-menschlichen-abwehrkraeften/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/10/05/maus-mit-menschlichen-abwehrkraeften/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 15:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[humane AntikÃ¶rper]]></category>
		<category><![CDATA[Mausmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=2521</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Neues Verfahren soll Studium und Behandlung von Krankheiten erleichtern.</h4>
<strong>Wenn g&#228;ngige Medikamente nicht mehr wirken, kann der Einsatz von Antik&#246;rpern gegen den Erreger eine Alternative bieten. Antik&#246;rper aus dem Blut von Tieren, beispielsweise M&#228;usen, lassen sich daf&#252;r bislang nicht nutzen: Das menschliche Immunsystem erkennt sie als fremd und st&#246;&#223;t sie ab. Wissenschaftlern am Helmholtz-Zentrum f&#252;r Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig ist jetzt in einer internationalen Kooperation ein vielversprechender L&#246;sungsansatz gelungen: Mit Hilfe von Stammzellen brachten sie M&#228;use dazu, ein Immunsystem mit menschlichen Abwehrzellen auszubilden â€“ das auch menschliche Antik&#246;rper produziert.
Diese Immunmolek&#252;le k&#246;nnten der Erforschung und Therapie von Krankheiten des Menschen dienen. Ihre Ergebnisse ver&#246;ffentlichten die Forscher in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "PLoSOne".</strong>

<strong>Antik&#246;rper sind kleine Proteine</strong>, die von B-Zellen im Laufe einer Immunantwort gebildet ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Neues Verfahren soll Studium und Behandlung von Krankheiten erleichtern.</h4>
<p><strong>Wenn g&#228;ngige Medikamente nicht mehr wirken, kann der Einsatz von Antik&#246;rpern gegen den Erreger eine Alternative bieten. Antik&#246;rper aus dem Blut von Tieren, beispielsweise M&#228;usen, lassen sich daf&#252;r bislang nicht nutzen: Das menschliche Immunsystem erkennt sie als fremd und st&#246;&#223;t sie ab. Wissenschaftlern am Helmholtz-Zentrum f&#252;r Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig ist jetzt in einer internationalen Kooperation ein vielversprechender L&#246;sungsansatz gelungen: Mit Hilfe von Stammzellen brachten sie M&#228;use dazu, ein Immunsystem mit menschlichen Abwehrzellen auszubilden â€“ das auch menschliche Antik&#246;rper produziert.<br />
Diese Immunmolek&#252;le k&#246;nnten der Erforschung und Therapie von Krankheiten des Menschen dienen. Ihre Ergebnisse ver&#246;ffentlichten die Forscher in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins &#0187;PLoSOne&#0171;.</strong></p>
<p><strong>Antik&#246;rper sind kleine Proteine</strong>, die von B-Zellen im Laufe einer Immunantwort gebildet werden. Sie binden an eingedrungene Krankheitserreger und markieren sie dadurch, so dass Fresszellen die Keime erkennen und abt&#246;ten k&#246;nnen. &#0187;Unser Immunsystem unterscheidet zwischen fremden und k&#246;rpereigenen Strukturen â€“ das ist seine Aufgabe&#0171;, sagt Professor Carlos A. GuzmÃ¡n, Leiter der Abteilung &#0187;Vakzinologie und angewandte Mikrobiologie&#0171; am HZI. &#0187;Leider hat das zur Folge, dass f&#252;r eine Antik&#246;rpertherapie ausschlie&#223;lich menschliche Antik&#246;rper in Frage kommen.&#0171; In M&#228;usen gebildete Antik&#246;rper bek&#228;mpft das menschliche Immunsystem, indem es wiederum eigene Antik&#246;rper gegen sie produziert â€“ eine Gefahr f&#252;r den Patienten. Au&#223;erdem ist es sehr aufw&#228;ndig, Antik&#246;rper aus der Maus f&#252;r die Anwendung beim Menschen zu ver&#228;ndern oder Antik&#246;rper bildende Zellen aus Menschen zu isolieren und am Leben zu erhalten.</p>
<p><strong>Um M&#228;use mit einem humanen Immunsystem auszustatten</strong>, nutzten die Wissenschaftler ein bereits etabliertes Verfahren: Sie injizierten menschliche Stammzellen in junge M&#228;use, die aufgrund eines schweren Gendefekts keine Immunzellen besitzen. Die Stammzellen wandern in das Knochenmark der Jungtiere, vermehren sich und bilden in den M&#228;usen ein menschliches Immunsystem. </p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Bei unseren anschlie&#223;enden Untersuchungen</strong> konnten wir alle wichtigen Immunzell-Typen in den M&#228;usen finden&#0171;, sagt Dr. Pablo Becker, Wissenschaftler in der HZI-Abteilung &#0187;Vakzinologie und angewandte Mikrobiologie&#0171;.</p>
<p><strong>Um die Immunantwort zu untersuchen</strong>, impften die Forscher die M&#228;use gegen Hepatitis B oder Tetanus. Antik&#246;rper bildende B-Zellen zeigen dabei an, wie gut und erfolgreich die Immunantwort verl&#228;uft. Die Forscher isolierten diese Zellen und behandelten sie so, dass sie auch au&#223;erhalb des K&#246;rpers in der Zellkulturschale &#252;berleben und weiterhin Antik&#246;rper produzieren. Anschlie&#223;end untersuchten die Wissenschaftler die Antik&#246;rper. </p>
<p><strong>Das Ergebnis l&#228;sst hoffen:</strong> &#0187;Die Antik&#246;rper zeigen im Test gute Eigenschaften, m&#252;ssen aber f&#252;r den Einsatz beim Menschen noch verbessert werden&#0171;, sagt Becker. &#0187;Damit konnten wir jedoch erstmals zeigen, dass es m&#246;glich ist, humane Antik&#246;rper aus der Maus zu gewinnen.&#0171; Es sei jetzt wichtig, dieses Mausmodell noch weiter zu entwickeln, um es eines Tages f&#252;r die Entwicklung von Therapien gegen Krankheiten einsetzen zu k&#246;nnen. &#0187;In Zukunft&#0171;, hofft Becker zudem, &#0187;k&#246;nnten diese M&#228;use dazu dienen, therapeutische Antik&#246;rper f&#252;r die Klinik zu entwickeln.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Originalartikel:</strong> <em>Becker PD, Legrand N, van Geelen CMM, Noerder M, Huntington ND, et al. 2010. Generation of Human Antigen-Specific Monoclonal IgM Antibodies Using Vaccinated â€œHuman Immune Systemâ€? Mice. PLoS ONE 5(10): e13137. doi:10.1371/journal.pone.0013137</em></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2010/10/05/maus-mit-menschlichen-abwehrkraeften/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Studie: Gleichzeitiger Einsatz von Gerinnungs-Hemmern und Magenschutzmedikamenten kann Infarkt-Risiko erh&#246;hen.</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/09/01/studie-gleichzeitiger-einsatz-von-gerinnungs-hemmern-und-magenschutzmedikamenten-kann-infarkt-risiko-erhoehen/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/09/01/studie-gleichzeitiger-einsatz-von-gerinnungs-hemmern-und-magenschutzmedikamenten-kann-infarkt-risiko-erhoehen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 17:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FranÃ§ois G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Clopidogrel]]></category>
		<category><![CDATA[Pantoprazol]]></category>
		<category><![CDATA[PPI]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=2444</guid>
		<description><![CDATA[<em>Stockholm/ Mittwoch, 1. September 2010</em> - <strong>Die gleichzeitige Anwendung des Blutgerinnungs-Hemmers Clopidogrel und eines Magen-sch&#252;tzenden Protonenpumpen-Hemmers (PPI) kann den Blutfluss zum Herzen verringern und das Infarkt-Risiko erh&#246;hen. Allerdings ist diese Wirkung ja nach verwendetem PPI unterschiedlich stark. Das ist das Ergebnis einer auf dem Europ&#228;ischen Kardiologenkongress in Stockholm vorgestellte Meta-Analyse von rund 160.000 Patienten, die von Prim. Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber (Wilhelminenspital, Wien) und Dr. Jolanta Siller-Matula (MedUni Wien) geleitet wurde.</strong>

<strong>Nach einer Stent-Implantation</strong> wird Patienten h&#228;ufig zur Vorbeugung von Blutgerinnsel Clopidogrel verordnet. Gegen Magenblutungen als m&#246;gliche unerw&#252;nschte Wirkung von Clopidogrel werden h&#228;ufig Protonenpumpen-Hemmer (PPI) eingesetzt - bei der Wiener Untersuchung was das bei 34 Prozent der Patienten der Fall.
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Stockholm/ Mittwoch, 1. September 2010</em> &#8211; <strong>Die gleichzeitige Anwendung des Blutgerinnungs-Hemmers Clopidogrel und eines Magen-sch&#252;tzenden Protonenpumpen-Hemmers (PPI) kann den Blutfluss zum Herzen verringern und das Infarkt-Risiko erh&#246;hen. Allerdings ist diese Wirkung ja nach verwendetem PPI unterschiedlich stark. Das ist das Ergebnis einer auf dem Europ&#228;ischen Kardiologenkongress in Stockholm vorgestellte Meta-Analyse von rund 160.000 Patienten, die von Prim. Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber (Wilhelminenspital, Wien) und Dr. Jolanta Siller-Matula (MedUni Wien) geleitet wurde.</strong></p>
<p><strong>Nach einer Stent-Implantation</strong> wird Patienten h&#228;ufig zur Vorbeugung von Blutgerinnsel Clopidogrel verordnet. Gegen Magenblutungen als m&#246;gliche unerw&#252;nschte Wirkung von Clopidogrel werden h&#228;ufig Protonenpumpen-Hemmer (PPI) eingesetzt &#8211; bei der Wiener Untersuchung was das bei 34 Prozent der Patienten der Fall.</p>
<blockquote><p>Professor Huber: &#0187;Unser Team hat herausgefunden, dass PPI das Risiko kardiovaskul&#228;rer Ereignisse um 29 Prozent erh&#246;hten und das Herzinfarkt-Risiko um 31 Prozent. Positiv war zu vermerken, dass die gleichzeitige Einnahme von Clopidogrel und PPI keine Auswirkung auf die Sterblichkeit hatte, w&#228;hrend sich das Risiko von Magenblutungen um 50 Prozent verringerte.&#0171; Fr&#252;here Untersuchungen zu diesem Thema hatten widerspr&#252;chliche Ergebnisse, und die einzige prospektive klinische Studie wurde weder abgeschlossen noch publiziert.</p></blockquote>
<p><strong>Bedeutsam ist, dass die verminderte Wirksamkeit von Clopidogrel je nach verwendetem PPI unterschiedlich ausfiel.</strong> Negative Effekte auf die Hemmung der Pl&#228;ttchenfunktion mit Clopidogrel wurden vor allem mit Omeprazol beobachtet, w&#228;hrend Pantoprazol vergleichsweise sicher erschien. W&#252;nschenswert, so die Studienleiter, seien weitere randomisierte kontrollierte Studien die untersuchen, welche PPI von Clopidogrel-Ben&#252;tzern gemieden werden sollten. Ob diese jedoch aus ethischen Gr&#252;nden je durchf&#252;hrbar sind ist fraglich.</p>
<blockquote><p>Dr. Siller-Matula: &#0187;Weil jedes Jahr Tausenden Patienten ein Stent implantiert wird, und weil Clopidogrel sehr breit zur Vorbeugung von Blutgerinnsel eingesetzt wird, die zu Herzinfarkten f&#252;hren k&#246;nnen, k&#246;nnen unsere Ergebnisse f&#252;r Patienten signifikante Konsequenzen haben. Wir empfehlen, einen Magenschutz nur dann zu verschreiben, wenn es unbedingt erforderlich ist (z.b. bei Ulcus Anamnese, vorangegangener gastrointestinaler Blutung oder bei Patienten mit erh&#246;hter Blutungsneigung), und dann nur PPI ohne die beschriebenen hemmenden Wirkungen auf die Clopidgrel Aktivierung, wie Pantoprazol.&#0171;
</p></blockquote>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2010/09/01/studie-gleichzeitiger-einsatz-von-gerinnungs-hemmern-und-magenschutzmedikamenten-kann-infarkt-risiko-erhoehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

