Studie: Gleichzeitiger Einsatz von Gerinnungs-Hemmern und Magenschutzmedikamenten kann Infarkt-Risiko erhöhen.
1. September 2010 | Von François G. | Kategorie: Klinische Forschung, Woanders gelesenStockholm/ Mittwoch, 1. September 2010 – Die gleichzeitige Anwendung des Blutgerinnungs-Hemmers Clopidogrel und eines Magen-schützenden Protonenpumpen-Hemmers (PPI) kann den Blutfluss zum Herzen verringern und das Infarkt-Risiko erhöhen. Allerdings ist diese Wirkung ja nach verwendetem PPI unterschiedlich stark. Das ist das Ergebnis einer auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Stockholm vorgestellte Meta-Analyse von rund 160.000 Patienten, die von Prim. Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber (Wilhelminenspital, Wien) und Dr. Jolanta Siller-Matula (MedUni Wien) geleitet wurde.
Nach einer Stent-Implantation wird Patienten häufig zur Vorbeugung von Blutgerinnsel Clopidogrel verordnet. Gegen Magenblutungen als mögliche unerwünschte Wirkung von Clopidogrel werden häufig Protonenpumpen-Hemmer (PPI) eingesetzt – bei der Wiener Untersuchung was das bei 34 Prozent der Patienten der Fall.
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