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Kurznachrichten

Kurzschluss in Nervenzellen

11. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (grün) und löst dort einen "Kurzschluss" aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie
Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (grün) und löst dort einen "Kurzschluss" aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie

Bei Krankheiten wie der Multiplen Sklerose greifen Zellen des Immunsystems Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark an. Wissenschaftlern der Universität Würzburg ist es jetzt gelungen, diesen Angriff detailliert zu beobachten und zu beschreiben.
Das Prinzip ist immer das gleiche: Zellen des Immunsystems, die eigentlich fremde Krankheitserreger bekämpfen sollten, wandern ins Gehirn und ins Rückenmark und greifen dort Nervenzellen an. Das bekannteste Beispiel für solch eine Autoimmunerkrankung ist wahrscheinlich die Multiple Sklerose. Die Immunzellen, so genannte T-Zellen, zerstören die Isolationsschicht der Nervenzellen und rufen über das gesamte Zentrale Nervensystem verstreut chronische Entzündungen hervor.

Wie die zerstörerische Arbeit dieser Zellen abläuft, konnten jetzt Professor Heinz Wiendl und Dr. Sven Meuth aus der Forschungsgruppe »Multiple Sklerose und Neuroimmunologie« der Universität Würzburg beobachten.



Schlafenden Krebszellen auf der Spur…

11. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten

Auch viele Jahre nach einer Brustkrebsdiagnose und dem Entfernen des Primärtumors können sich noch Fernmetastasen im Körper ansiedeln. Vor allem Knochenmetastasen sind dann keine Seltenheit.

Für die Forschung auf diesem Gebiet erhielt jetzt der Leiterin des wissenschaftlichen Labors der Frauenklinik, Privatdozentin Dr. Sabine Kasimir-Bauer, von der Universität Duisburg Essen eine außerplanmäßige Professur. Der Schwerpunkt ihrer Forschungen liegt in der Suche nach sogenannten Tumorstammzellen, das heißt Tumorzellen, die die Fähigkeit zur Selbsterneuerung besitzen. Nur zwischen ein und fünf Prozent der Zellen im Tumor haben diesen Charakter und sind vermutlich für die Metastasenbildung verantwortlich. »Zentrales Anliegen ist es daher, diese Zellen im Blut beziehungsweise im Knochenmark zu identifizieren«, erklärt Prof. Dr. Sabine Kasimir-Bauer und der Direktor der Uni-Frauenklinik ergänzt: »Um so spezifische Therapien genau gegen diese Zellen einsetzen zu können und dadurch eine Streuung des Tumors zu verhindern

Schlafende Zellen überleben Chemotherapie

Erste Hinweise, dass solche Zellen im Blut von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs vorhanden und mit einer ungünstigen Prognose verbunden sind, konnte jetzt Dr. Bahriye Aktas, Oberärztin der Frauenklinik in Zusammenarbeit mit der Inneren Klinik, zeigen. Die Daten wurden jetzt in einer renomierten internationalen Brustkrebszeitschrift veröffentlicht und



Strahlentherapie: Gelöste Elektronen gefährlicher als freie Radikale?

9. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Prof. Dr. Bernd Abel
Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni Göttingen

Göttinger Forscher entdecken möglichen neuen Mechanismus für Strahlenschäden an der DNA
Lange Zeit nahm man an, dass die Schäden an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universität Göttingen und am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung möglicherweise viel gefährlicher für die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolekülen umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse könnten Folgen haben für den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs.

(pug) Lange Zeit nahm man an, dass die Schäden an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universität Göttingen und am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass



Forscher identifizieren Eiweißmolekül, das Fettspeicherung kontrolliert

8. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten

Potsdam-RehbrückeEin Wissenschaftlerteam unter Führung von Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiweißmolekül identifiziert, das die Fettspeicherung fördert. Das Protein sorgt dafür, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form großer Fetttröpfchen gespeichert werden können. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. »Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen«, sagt Annette Schürmann. Das Eiweißmolekül sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.

Das Forscherteam, zu dem auch Wissenschaftler der Universitäten Münster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried gehören, veröffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09).

Überschüssige Nahrungsenergie wird langfristig in Form von Körperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt – weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team…