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Kurznachrichten

Strahlentherapie: Gelöste Elektronen gefährlicher als freie Radikale?

9. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Prof. Dr. Bernd Abel
Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni Göttingen

Göttinger Forscher entdecken möglichen neuen Mechanismus für Strahlenschäden an der DNA
Lange Zeit nahm man an, dass die Schäden an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universität Göttingen und am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung möglicherweise viel gefährlicher für die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolekülen umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse könnten Folgen haben für den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs.

(pug) Lange Zeit nahm man an, dass die Schäden an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universität Göttingen und am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass



Forscher identifizieren Eiweißmolekül, das Fettspeicherung kontrolliert

8. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten

Potsdam-RehbrückeEin Wissenschaftlerteam unter Führung von Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiweißmolekül identifiziert, das die Fettspeicherung fördert. Das Protein sorgt dafür, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form großer Fetttröpfchen gespeichert werden können. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. »Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen«, sagt Annette Schürmann. Das Eiweißmolekül sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.

Das Forscherteam, zu dem auch Wissenschaftler der Universitäten Münster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried gehören, veröffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09).

Überschüssige Nahrungsenergie wird langfristig in Form von Körperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt – weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team…



Medikament gegen Tropenkrankheit: Hallesche Forscher an Entwicklung beteiligt

5. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Molekülstrukturen
Beispiel für Molekülstrukturen, an die Arzneistoffe binden können. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie

Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europäischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen für die Therapie der Tropenkrankheit Bilharziose, die durch den Pärchenegel (Schistosoma) hervorgerufen wird. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Menschen mit dem Parasiten infiziert, was jährlich zu 280.000 Todesfällen führt. Die Europäische Union fördert das Forschungsprojekt »SEtTReND – Schistosoma Epigenetics – Targets, Regulation, New Drugs« mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Beteiligt ist auch das Institut für Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

Sieben universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Industrieunternehmen arbeiten in dem Projekt zusammen, das vom Institut »Louis-Pasteur« in Lille …



Myelom: Gute Prognose ist vorhersagbar

5. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten

Heidelberger Wissenschaftler entwickeln Kriterien für die Risikobewertung des Knochenmarkkrebses Multiples Myelom
Der Knochenmarkkrebs Multiples Myelom kann einen guten Verlauf nehmen. Eine Abgrenzung der Patientengruppe mit einem geringen Risiko ist der Arbeitsgruppe um Dr. Jens Hillengaß in der Sektion Multiples Myelom der Medizinischen Klinik Heidelberg gelungen. Wichtiger Hinweis sind Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte »fokale Läsionen« im Knochen und Knochenmark, deren Häufung auf ein höheres Risiko hinweist.

Diese bedeutende Arbeit wurde gemeinsam mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Abteilung Radiodiagnostik des Universitätsklinikums erstellt und im »Journal of Clinical Oncology« publiziert und von der Dietmar-Hopp-Stiftung, Walldorf, finanziell unterstützt.

Symptomatische und asymptomatische Erkrankungsform

Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung, bei der sich bösartige, Antikörper produzierende Zellen des Immunsystems (sogenannte Plasmazellen) im Knochenmark vermehren. Es lassen sich zwei Formen unterscheiden: das symptomatische und das asymptomatische …