Neuer Impfstoff gegen die Akute Myeloische Leukämie wird klinisch getestet
7. Dezember 2011 | Von François G. | Kategorie: KurznachrichtenForscher des LMU-Uniklinikums hoffen, die Rate der Rückfälle zu senken.
Am 10. Dezember werden in Oslo die diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin geehrt – für zwei bahnbrechende Funde zur Funktion des Immunsystems. Münchner Wissenschaftler haben erstmals das neue Wissen um beide Entdeckungen in die Entwicklung eines therapeutischen Impfstoffs gegen eine Form des »Blutkrebses« einfließen lassen, die »akute myeloische Leukämie« (AML). Dieser Impfstoff wird am Klinikum der Universität München von Mai 2012 an erstmals in einer Studie an Patienten nach einer Chemotherapie eingesetzt. Nach der Behandlung bleiben bei vielen der Kranken noch einige bösartige Zellen im Körper, die die AML später erneut ausbrechen lassen, so dass nach fünf Jahren nur etwa jeder vierte Patient überlebt. »Wir hoffen, diese gefährlichen restlichen Zellen durch die Aktivierung des Immunsystems zerstören zu können«, sagt Privat-Dozentin Dr. Marion Subklewe von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Campus Großhadern.
Die Forscher Jules Hoffmann und Bruce Beutler, die in Oslo ausgezeichnet werden, haben die so genannten Toll-like-Rezeptoren (TLRs) entdeckt. Diese Moleküle sitzen auf der Oberfläche von Zellen des angeborenen Immunsystems und erkennen nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip Strukturen von Bakterien und Viren. Die daraus resultierende Stimulation bringt …


