<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>DZKF WEBLOG &#187; Woanders gelesen</title>
	<atom:link href="http://www.dzkfblog.de/category/woanders-gelesen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.dzkfblog.de</link>
	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 15:25:58 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Strengeres kardiovaskul&#228;res Monitoring bei Ersteinnahme von Fingolimod</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/01/31/strengeres-kardiovaskulaeres-monitoring-bei-ersteinnahme-von-fingolimod/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2012/01/31/strengeres-kardiovaskulaeres-monitoring-bei-ersteinnahme-von-fingolimod/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 06:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Fingolimod]]></category>
		<category><![CDATA[kardiovaskulär]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Sklerose]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3326</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Todesfall in USA macht Reviewprozess notwendig</h4>
<em>M&#252;nchen, 30.01.2012</em> –<strong> Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) und der &#196;rztliche Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) weisen darauf hin, Multiple Sklerose Patienten ab sofort vor, w&#228;hrend und nach der Neueinstellung auf Fingolimod einer engmaschigen kardiovaskul&#228;ren &#220;berwachung zu unterziehen. Nachdem in den USA eine Patientin in weniger als 24 Stunden nach der Ersteinnahme von Fingolimod aus bislang unbekannter Ursache verstarb, hat die Europ&#228;ische Arzneimittel Agentur (EMA) einen Reviewprozess eingeleitet. Die Ergebnisse werden f&#252;r M&#228;rz 2012 erwartet.
Die Herstellerfirma hat heute einen entsprechenden Rote-Hand-Brief ver&#246;ffentlicht.</strong>

<strong>Bis die abschlie&#223;enden EMA-Empfehlungen</strong> vorliegen, sollten aus Sicht des KKNMS und des &#196;rztlichen Beirats der DMSG bei Neueinstellung auf Fingolimod folgende Ma&#223;nahmen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Todesfall in USA macht Reviewprozess notwendig</h4>
<p><em>M&#252;nchen, 30.01.2012</em> –<strong> Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) und der &#196;rztliche Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) weisen darauf hin, Multiple Sklerose Patienten ab sofort vor, w&#228;hrend und nach der Neueinstellung auf Fingolimod einer engmaschigen kardiovaskul&#228;ren &#220;berwachung zu unterziehen. Nachdem in den USA eine Patientin in weniger als 24 Stunden nach der Ersteinnahme von Fingolimod aus bislang unbekannter Ursache verstarb, hat die Europ&#228;ische Arzneimittel Agentur (EMA) einen Reviewprozess eingeleitet. Die Ergebnisse werden f&#252;r M&#228;rz 2012 erwartet.<br />
Die Herstellerfirma hat heute einen entsprechenden Rote-Hand-Brief ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p><strong>Bis die abschlie&#223;enden EMA-Empfehlungen</strong> vorliegen, sollten aus Sicht des KKNMS und des &#196;rztlichen Beirats der DMSG bei Neueinstellung auf Fingolimod folgende Ma&#223;nahmen getroffen werden:</p>
<ul>
<li>- Erstellen eines 12-Kanal-EKG und dessen Auswertung durch einen erfahrenen Arzt unmittelbar vor Ersteinnahme von Fingolimod (nicht &#228;lter als eine Woche).</li>
<li>- Kontinuierliche EKG-&#220;berwachung mit rasch verf&#252;gbarer Reanimationsm&#246;glichkeit w&#228;hrend der ersten sechs Stunden nach Verabreichung des Medikaments und anschlie&#223;ende Auswertung.</li>
<li>- Erneutes 12-Kanal-EKG nach Ende der sechsst&#252;ndigen &#220;berwachungsphase.</li>
<p>Zus&#228;tzlich sollte st&#252;ndlich Blutdruck und Herzfrequenz kontrolliert werden.</p>
<p><strong>Gegebenenfalls l&#228;ngere Monitoringphase notwendig</strong><br />
<strong>Zeigt sich nach sechs Stunden</strong>, dass die Herzfrequenz unter 40 Schl&#228;ge pro Minute bzw. um mehr als 20 Schl&#228;ge pro Minute unter dem Ausgangswert liegt, m&#252;ssen Patienten l&#228;nger &#252;berwacht werden. Das gilt auch f&#252;r neu aufgetretenen AV-Block 2. Grades, Typ Mobitz 1 (Wenckebach).</p>
<p><strong>Tritt w&#228;hrend der &#220;berwachungsphase</strong> eine symptomatische Bradykardie, ein AV-Block 2. Grades (Typ Mobitz 2) oder ein AV-Block 3. Grades auf, verl&#228;ngert sich die Kontrolle der Patienten solange, bis alle Auff&#228;lligkeiten zur&#252;ckgebildet sind.</p>
<p><strong>Wird Fingolimod f&#252;r</strong> mehr als zwei Wochen abgesetzt, gelten die gleichen Ma&#223;nahmen wie bei Erstmedikamentation.</p>
<p><strong>Neurologische Praxen</strong>, die eine kontinuierliche EKG-Kontrolle logistisch nicht leisten k&#246;nnen, sollten ihre MS-Patienten zur Einstellung auf Fingolimod an eine Einrichtung – idealerweise eine neurologische Klinik – mit entsprechenden &#220;berwachungsm&#246;glichkeiten &#252;berweisen oder mit einem Kardiologen/Internisten in ihrer N&#228;he kooperieren. </p>
<p><strong>KKNMS f&#252;r gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Sicherheit in der Praxis</strong></p>
<p><strong>Bereits in seinem</strong> im August 2011 ver&#246;ffentlichten Qualit&#228;tshandbuch zu Fingolimod hatte das KKNMS eine EKG-Untersuchung vor Ersteinnahme der Kapsel empfohlen. Alle im Handbuch beschriebenen Empfehlungen sind Konsens der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie (DGN), des Berufsverbands Deutscher Neurologen (BDN) und des &#196;rztlichen Beirats der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG).</p>
<p><strong>Das Qualit&#228;tshandbuch</strong> und der dazugeh&#246;rige Patientenaufkl&#228;rungsbogen stehen ab sofort aktualisiert auf den Webseiten des KKNMS zum Download zur Verf&#252;gung.</p>
<blockquote><p><strong>&#220;ber Fingolimod</strong></p>
<h4>FINGOLIMOD: IN DER EU NUR BEI HOHER KRANKHEITSAKTIVIT&#196;T ZUGELASSEN</h4>
<p>Fingolimod ist seit M&#228;rz 2011 zur Eskalationstherapie der schubf&#246;rmig verlaufenden Multiplen Sklerose unter dem Handelsnamen Gilenya® in der EU zugelassen. Das oral einzunehmende Medikament sorgt daf&#252;r, dass Entz&#252;ndungszellen am Auswandern aus den Lymphknoten gehindert werden und es damit zu einer Umverteilung von Lymphozyten aus dem Blut in die lymphatischen Organe kommt. Die Ersteinnahme von Fingolimod ist mit einer Abnahme der Herzfrequenz verkn&#252;pft, die nach etwa vier bis f&#252;nf Stunden ihren Tiefpunkt erreicht.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
http://www.kompetenznetz-multiplesklerose.de/de/eskalationstherapie/fty &#8211; Link zum Download des Qualit&#228;tshandbuchs</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2012/01/31/strengeres-kardiovaskulaeres-monitoring-bei-ersteinnahme-von-fingolimod/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wirkung einer Vitamin D-Gabe nur bei bestimmten Personengruppen und Patienten gesichert</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/01/28/wirkung-einer-vitamin-d-gabe-nur-bei-bestimmten-personengruppen-und-patienten-gesichert/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2012/01/28/wirkung-einer-vitamin-d-gabe-nur-bei-bestimmten-personengruppen-und-patienten-gesichert/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 22:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Endokrinologie]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3320</guid>
		<description><![CDATA[<em>Altdorf –</em> <strong>Ein positiver Effekt einer Vitamin D-Gabe ist heute nur in bestimmten F&#228;llen gesichert: Zur Vorbeugung von Rachitis bei S&#228;uglingen, f&#252;r Menschen mit einer die Knochen erweichenden Osteomalazie, bei chronischer Niereninsuffizienz, Nebenschilddr&#252;senschw&#228;che und zur Vorbeugung bei &#228;lteren Menschen, die Osteoporose- und sturzgef&#228;hrdet sind – insbesondere bei Heimbewohnern. Zusammen mit Kalzium geh&#246;rt Vitamin D zudem zur Basistherapie von Osteoporose.</strong>

<strong>Darauf weist die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Endokrinologie</strong> (DGE) jetzt erneut hin, und bezieht sich damit auf neuere Publikationen und eine aktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Ern&#228;hrung, die diese Auffassung unterst&#252;tzen. F&#252;r Krankheitsbilder wie Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes, Multiple Sklerose, Immun- und Infektionskrankheiten liegen dagegen nicht gen&#252;gend valide Daten aus gro&#223;en Interventionsstudien zur Vitamin D-Gabe vor. Somit entbehrt diese hier einer evidenzbasierten Grundlage, so ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Altdorf –</em> <strong>Ein positiver Effekt einer Vitamin D-Gabe ist heute nur in bestimmten F&#228;llen gesichert: Zur Vorbeugung von Rachitis bei S&#228;uglingen, f&#252;r Menschen mit einer die Knochen erweichenden Osteomalazie, bei chronischer Niereninsuffizienz, Nebenschilddr&#252;senschw&#228;che und zur Vorbeugung bei &#228;lteren Menschen, die Osteoporose- und sturzgef&#228;hrdet sind – insbesondere bei Heimbewohnern. Zusammen mit Kalzium geh&#246;rt Vitamin D zudem zur Basistherapie von Osteoporose.</strong></p>
<p><strong>Darauf weist die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Endokrinologie</strong> (DGE) jetzt erneut hin, und bezieht sich damit auf neuere Publikationen und eine aktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Ern&#228;hrung, die diese Auffassung unterst&#252;tzen. F&#252;r Krankheitsbilder wie Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes, Multiple Sklerose, Immun- und Infektionskrankheiten liegen dagegen nicht gen&#252;gend valide Daten aus gro&#223;en Interventionsstudien zur Vitamin D-Gabe vor. Somit entbehrt diese hier einer evidenzbasierten Grundlage, so der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Endokrinologie, Professor Dr. med. Helmut Schatz aus Bochum. Bereits im Februar 2010 hatte die Fachgesellschaft in einer Pressemitteilung zu einem &#0187;bewussten Umgang mit Vitamin D-Pr&#228;paraten&#0171; geraten.</p>
<p><strong>Vitamin D bildet der K&#246;rper</strong> unter Einfluss von Sonnenlicht zum &#252;berwiegenden Teil selbst, ein kleinerer Teil stammt aus der Nahrung. Anschlie&#223;end wandeln Leber und Niere es in zwei Schritten zum aktiven Vitamin D3-Hormon, dem &#0187;Calcitriol&#0171; um. Ob ein Mensch ausreichend mit Vitamin D versorgt ist, beurteilen Endokrinologen durch Messung des 25(OH)-Vitamin D, des Calcidiols. International gilt ein Spiegel von &#252;ber 30 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) als optimal, 20 bis 29 ng/ml werden als ausreichend angesehen. Bei 10 bis 19 ng/ml spricht man von einer „Insuffizienz“ und unter 10 ng/ml von einer &#0187;Defizienz&#0171;, einem schweren Mangel. Verschiedene Experten und Gremien bef&#252;rworten auch h&#246;here Werte: Die amerikanische Endocrine Society bezeichnet Werte unter 20 ng/ml bereits als &#0187;deficiency&#0171; (1).</p>
<p>&#0187;<strong>&#220;ber die klinische Bedeutung</strong> eines alleinigen, als insuffizient oder auch ausreichend eingestuften Vitamin D-Wertes – ohne zus&#228;tzliche Risikofaktoren zum Beispiel f&#252;r eine Osteoporose – wird heftig diskutiert&#0171;, betont Professor Schatz. Die 25(OH)-Vitamin D-Messwerte w&#252;rden zwar immer noch von der Bestimmungsmethodik abh&#228;ngen, heute stimmen aber die verschiedenen Messverfahren vergleichsweise gut &#252;berein. Im mittleren Referenzbereich seien jedoch die Abweichungen vielfach noch betr&#228;chtlich (2). Eine Bestimmung des 25(OH)-Vitamin D koste in Gro&#223;britannien ungef&#228;hr 20 britische Pfund, in Deutschland sind es 18,40 Euro. Nach einem Kommentar in der Zeitschrift LANCET (3) vom 14. Januar 2012 seien generelle Vitamin D-Bestimmungen &#0187;costly, confusing, and without credibility&#0171; (3).</p>
<p><strong>Zur Frage einer &#252;ber</strong> die muskuloskeletale Wirkung hinausgehenden, &#0187;pleiotropen&#0171; Wirksamkeit von Vitamin D verweist dieser Kommentar im LANCET (3) unter anderem auf eine Publikation in der amerikanischen Zeitschrift JAMA (4). Danach liege keine Evidenz f&#252;r ein vermindertes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes durch Vitamin D vor. Eine Metaanalyse vom Dezember 2011 ergab keine einheitlichen, robusten Daten f&#252;r eine vor Krebs sch&#252;tzenden Wirkung von Vitamin D (5). &#0187;In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie an &#252;ber 5000 &#228;lteren Personen bewirkten 800 Einheiten Vitamin D pro Tag keinen Schutz vor Herz-Gef&#228;&#223;tod, Krebserkrankung oder Krebstod (6).&#0171; Eine Cochrane-Analyse von 2011 ergab keinen Effekt von Vitamin D auf einen Herz-Kreislauf-Tod, die Krebssterblichkeit nahm darin insgesamt nicht signifikant ab. Hingegen errechneten die Forscher hier eine signifikante Zunahme einer Hyperkalz&#228;mie, also von erh&#246;hten Kalziumspiegeln (7).</p>
<p><strong>Zurzeit laufen zwei gro&#223;e Studien</strong> zur Wirksamkeit einer Vitamin D-Zufuhr an, geplant an je 20 000 Personen in den USA und in Gro&#223;britannien: In der amerikanischen VITAL-Studie werden t&#228;glich 2000 Einheiten Vitamin D gegeben, in der britischen VIDAL-Studie monatlich 100 000 Einheiten, was 3200 E/Tag entspricht. Ergebnisse sind fr&#252;hestens 2016 zu erwarten. Die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Ern&#228;hrung hat in ihrer Stellungnahme zu &#0187;Vitamin D und Pr&#228;vention ausgew&#228;hlter chronischer Krankheiten&#0171; den derzeitigen Stand der Evidenzen aus den bisher vorliegenden Studien f&#252;r oder gegen eine Wirksamkeit &#252;bersichtlich in Tabelle 5.1 aufgelistet (8).</p>
<p><strong>Zusammenfassend betont Professor Schatz</strong>, dass Vitamin D eine Hormon-Vorstufe darstellt, wof&#252;r derzeit wichtige medizinische Indikationen gesichert sind. &#0187;Bevor man aber Vitamin D ohne ausreichende Evidenzen aus Interventionsstudien zur Vorbeugung von Erkrankungen au&#223;erhalb des muskuloskeletalen Bereichs breit bei gro&#223;en Bev&#246;lkerungsgruppen einsetzt, bleibt abzuwarten, ob sich die zahlreichen Hinweise aus Assoziations-, Observations- und epidemiologischen Studien sowie kleineren randomisierten, prospektiven Untersuchungsreihen best&#228;tigen werden oder nicht&#0171;, so der Endokrinologe. Gleiches gelte f&#252;r Reihenuntersuchungen in der Bev&#246;lkerung auf den 25(OH)Vitamin D-Spiegel. Diese Screenings sollten laut DGE derzeit nur gezielt bei bestimmten Altersgruppen und Risikopopulationen vorgenommen werden.</p>
<p><strong>Literatur:</strong><br />
1. Holick MF et al, J Clin Endocrinol Metabol, published online June 6, 2011<br />
2. Binkley N et al, Clin Chim Acta 2010, 411: 1976–1982<br />
3. Sattar N et al: Lancet 2012, 379: 95–96<br />
4. Shapes SA et al, JAMA 2011,305: 2565–2566<br />
5. Mei Chung et al, Ann Intern Med 2011, 155:827–838<br />
6. Avenell A et al, J Clin Endocrinol Metabol 2011, DOI:10.1210jc.2011–1309<br />
7. Bjelakovic G et al, The Cochrane Library 2011, Issue 7<br />
8. Linseisen et al, http://www.dge.de/pdf/ws/DGE-Stellungnahme-VitD-111220.pdf</p>
<p><strong>Endokrinologie ist die Lehre</strong> von den Hormonen, Stoffwechsel und den Erkrankungen auf diesem Gebiet. Hormone werden von endokrinen Dr&#252;sen, zum Beispiel Schilddr&#252;se oder Hirnanhangdr&#252;se, aber auch bestimmten Zellen in Hoden und Eierst&#246;cken, &#0187;endokrin&#0171; ausgesch&#252;ttet, das hei&#223;t nach &#0187;innen&#0171; in das Blut abgegeben. Im Unterschied dazu geben &#0187;exokrine&#0171; Dr&#252;sen, wie Speichel- oder Schwei&#223;dr&#252;sen, ihre Sekrete nach &#0187;au&#223;en&#0171; ab.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2012/01/28/wirkung-einer-vitamin-d-gabe-nur-bei-bestimmten-personengruppen-und-patienten-gesichert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bessere Sterilisierung von medizinischen Instrumenten</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/01/05/bessere-sterilisierung-von-medizinischen-instrumenten/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2012/01/05/bessere-sterilisierung-von-medizinischen-instrumenten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 20:43:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Dampf]]></category>
		<category><![CDATA[Steril]]></category>
		<category><![CDATA[Sterilisation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3291</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Mit 436.000 Euro f&#246;rdert das Land ein medizintechnisches Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Bei dem Vorhaben geht es um die Optimierung des Energie- und Wassereinsatzes bei der Dampfsterilisation medizinischer Instrumente.</strong>

<strong>Projektleiter ist Prof. Dr. Hans-Martin Seipp</strong> vom Kompetenzzentrum f&#252;r Medizin- und Krankenhaustechnik. Partner sind die Marburger Firma mobilPlan Industrie und Umwelttechnik, die Walter Winkler Metall- und Apparatebau aus Lahnau und die K&#246;lner F. &#038; M. Lautenschl&#228;ger GmbH, ein f&#252;hrender Hersteller von Dampfsterilisatoren.

<strong>Medizinische Instrumente</strong> m&#252;ssen nach ihrer Nutzung im Operationssaal wieder aufbereitet werden. Das geschieht in Abteilungen zur Sterilgutversorgung in einem mehrstufigen Verfahren mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit 436.000 Euro f&#246;rdert das Land ein medizintechnisches Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Bei dem Vorhaben geht es um die Optimierung des Energie- und Wassereinsatzes bei der Dampfsterilisation medizinischer Instrumente.</strong></p>
<p><strong>Projektleiter ist Prof. Dr. Hans-Martin Seipp</strong> vom Kompetenzzentrum f&#252;r Medizin- und Krankenhaustechnik. Partner sind die Marburger Firma mobilPlan Industrie und Umwelttechnik, die Walter Winkler Metall- und Apparatebau aus Lahnau und die K&#246;lner F. &#038; M. Lautenschl&#228;ger GmbH, ein f&#252;hrender Hersteller von Dampfsterilisatoren.</p>
<p><strong>Medizinische Instrumente</strong> m&#252;ssen nach ihrer Nutzung im Operationssaal wieder aufbereitet werden. Das geschieht in Abteilungen zur Sterilgutversorgung in einem mehrstufigen Verfahren mit unabh&#228;ngig voneinander arbeitenden Maschinen. In einem ersten Schritt werden die Ger&#228;te mit chemischen L&#246;sungen gereinigt, bei 95 Grad desinfiziert und mit Hei&#223;luft getrocknet. Anschlie&#223;end werden sie in Dampf-Gro&#223;sterilisatoren zur Abt&#246;tung von Keimen bei 134 Grad sterilisiert, heruntergek&#252;hlt und im Vakuum getrocknet. F&#252;r den Aufbereitungsprozess sind gro&#223;e Mengen an Energie und Wasser n&#246;tig. Energier&#252;ckgewinnung und die Weiterverwendung des genutzten Wassers sind nach dem heutigen Stand der Technik nicht &#252;blich.</p>
<p><strong>Die Projektgruppe will</strong> das Verfahren optimieren. „Wir m&#246;chten ein Verbundsystem realisieren, das die Stoff- und Energiestr&#246;me von Sterilisatoren und Reinigungsger&#228;ten durch ein zus&#228;tzliches Apparatesystem verkn&#252;pft, und so die W&#228;rmeenergie und das ben&#246;tigte Wasser mehrfach nutzen“, sagt Seipp. Gepr&#252;ft werden soll auch, ob im Reinigungsprozess nicht weiter verwertbare Ressourcen in andere energietechnische Systeme eingespeist werden k&#246;nnen.</p>
<p><strong>F&#252;r Krankenh&#228;user, so Seipp</strong>, sei das neue System attraktiv, weil es eine erhebliche Kostenersparnis bedeute. Vorhandene Anlagen k&#246;nnten nachger&#252;stet werden.<br />
Das Forschungsvorhaben am Gie&#223;ener Fachbereich Krankenhaus- und Medizintechnik, Umwelt- und Biotechnologie hat ein Gesamtvolumen von 700.000 Euro und l&#228;uft bis Ende 2013. Es wird im Rahmen der F&#246;rderlinie 3 der hessischen &#0187;Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-&#246;konomischer Exzellenz&#0171; (LOEWE) unterst&#252;tzt. Damit bezuschusst die Landesregierung Projekte, bei denen Hochschulen mit kleinen und mittleren hessischen Unternehmen zusammenarbeiten.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2012/01/05/bessere-sterilisierung-von-medizinischen-instrumenten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Lymphknoten-Dickmacher</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/12/25/die-lymphknoten-dickmacher/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/12/25/die-lymphknoten-dickmacher/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 16:43:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Arthritis]]></category>
		<category><![CDATA[dendritische]]></category>
		<category><![CDATA[rheumatoid]]></category>
		<category><![CDATA[Zellen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3280</guid>
		<description><![CDATA[<h4>MHH-Forscher zeigen neue Funktion f&#252;r dendritische Zellen / Ver&#246;ffentlichung in "Immunity" / Therapieans&#228;tze f&#252;r Autoimmunerkrankungen und Tumoren</h4>
<strong>Dendritische Zellen (DCs) sind wichtige Zellen des Immunsystems und in vielen Organen vorhanden – vor allem in der Haut und in Schleimh&#228;uten. Dort bilden sie mit bis zu 1.000 Zellen pro Quadratmillimeter ein wahrhaft dichtes und engmaschiges Netzwerk, das Krankheitserreger nicht unbemerkt &#252;berwinden k&#246;nnen. Dringen diese ein, alarmieren DCs das Immunsystem. Sie selbst nehmen die Erreger auf, zerst&#246;ren sie und wandern anschlie&#223;end in Lymphknoten, wo sie anderen Immunzellen die Abbauprodukte pr&#228;sentieren. Ziel ist es, eine sch&#252;tzende Immunantwort auszul&#246;sen. F&#252;r diese Erkenntnisse erhielt der Entdecker der DCs, Professor Dr. Ralph Steinman, dieses Jahr posthum den Nobelpreis f&#252;r Medizin und Physiologie. Forscher des Instituts f&#252;r Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben nun eine weitere, vollkommen unerwartete Funktion der DCs gefunden: Sie fanden heraus, dass diese Zellen festlegen, wie viele Immunzellen sich in einem Lymphknoten aufhalten. Somit bestimmen DCs, wie dick Lymphknoten anschwellen. Die MHH-Forscher ver&#246;ffentlichten ihre Forschungsergebnisse jetzt in der angesehenen Fachzeitschrift "Immunity".</strong>

"Nachdem DCs in einen Lymphknoten eingewandert sind bilden sie Wachstums- und Differenzierungsfaktoren f&#252;r Blutgef&#228;&#223;e, die zur Ausbildung so genannter hoher endothelialer Venolen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>MHH-Forscher zeigen neue Funktion f&#252;r dendritische Zellen / Ver&#246;ffentlichung in &#0187;Immunity&#0171; / Therapieans&#228;tze f&#252;r Autoimmunerkrankungen und Tumoren</h4>
<p><strong>Dendritische Zellen (DCs) sind wichtige Zellen des Immunsystems und in vielen Organen vorhanden – vor allem in der Haut und in Schleimh&#228;uten. Dort bilden sie mit bis zu 1.000 Zellen pro Quadratmillimeter ein wahrhaft dichtes und engmaschiges Netzwerk, das Krankheitserreger nicht unbemerkt &#252;berwinden k&#246;nnen. Dringen diese ein, alarmieren DCs das Immunsystem. Sie selbst nehmen die Erreger auf, zerst&#246;ren sie und wandern anschlie&#223;end in Lymphknoten, wo sie anderen Immunzellen die Abbauprodukte pr&#228;sentieren. Ziel ist es, eine sch&#252;tzende Immunantwort auszul&#246;sen. F&#252;r diese Erkenntnisse erhielt der Entdecker der DCs, Professor Dr. Ralph Steinman, dieses Jahr posthum den Nobelpreis f&#252;r Medizin und Physiologie. Forscher des Instituts f&#252;r Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben nun eine weitere, vollkommen unerwartete Funktion der DCs gefunden: Sie fanden heraus, dass diese Zellen festlegen, wie viele Immunzellen sich in einem Lymphknoten aufhalten. Somit bestimmen DCs, wie dick Lymphknoten anschwellen. Die MHH-Forscher ver&#246;ffentlichten ihre Forschungsergebnisse jetzt in der angesehenen Fachzeitschrift &#0187;Immunity&#0171;.</strong></p>
<p>&#0187;Nachdem DCs in einen Lymphknoten eingewandert sind bilden sie Wachstums- und Differenzierungsfaktoren f&#252;r Blutgef&#228;&#223;e, die zur Ausbildung so genannter hoher endothelialer Venolen (HEVs) ben&#246;tigt werden. Da Immunzellen aus dem Blut ausschlie&#223;lich &#252;ber diese Blutgef&#228;&#223;e in den Lymphknoten gelangen, regulieren DCs somit, wie vielen Zellen Zugang gew&#228;hrt wird&#0171;, sagt Dr. Meike Wendland, Mitarbeiterin des Instituts und Erstautorin der Studie. &#0187;Dar&#252;ber hinaus stimulieren DCs im Lymphknoten die Produktion eines Lockstoffs, den sie an sich binden. So locken sie Lymphozyten an, die sich dann l&#228;nger im Lymphknoten aufhalten&#0171;, erg&#228;nzt Professor Dr. Reinhold F&#246;rster, Leiter der Studie und Direktor des Instituts.</p>
<blockquote><p><strong>Mit Hilfe dieser neuen Erkenntnisse</strong> sollte es zuk&#252;nftig m&#246;glich sein, das Einwandern von Immunzellen &#252;ber HEVs in Gewebe und deren Verweildauer besser zu kontrollieren. Dies ist beispielsweise bei Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis von Interesse. Bei dieser Erkrankung wandern Immunzellen st&#228;ndig &#252;ber HEVs in die Gelenkkapseln ein und zerst&#246;ren so den Gelenkknorpel. &#0187;Ein R&#252;ckbilden der HEVs w&#228;re daher bei dieser und auch anderen Autoimmunerkrankungen von hohem Interesse&#0171;, erl&#228;utert Professor F&#246;rster. Im Gegensatz dazu sei es w&#252;nschenswert, dass sich in Tumoren solche Gef&#228;&#223;e in hoher Anzahl ausbilden. So k&#246;nnten Killerzellen effektiv einwandern, dort lange verweilen und die entarteten Zellen zerst&#246;ren. &#0187;Die DCs sind als Regulatoren der HEV-Differenzierung ein neuer m&#246;glicher Ansatzpunkt zur Behandlung dieser Erkrankungen&#0171;, sagt Professor F&#246;rster.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen</strong> erhalten Sie bei Professor Dr. Reinhold F&#246;rster, foerster.reinhold@mh-hannover.de.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/12/25/die-lymphknoten-dickmacher/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gl&#252;ckshormon l&#228;sst Herz links schlagen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/12/16/glueckshormon-laesst-herz-links-schlagen/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/12/16/glueckshormon-laesst-herz-links-schlagen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 17:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Embryo]]></category>
		<category><![CDATA[Serotonin]]></category>
		<category><![CDATA[Wnt]]></category>
		<category><![CDATA[Zellkommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3274</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Milz links, Blindarm rechts: damit sich der K&#246;rper sortiert, m&#252;ssen zwei Substanzen eine komplexe Wirkungskette ausl&#246;sen, so Ergebnisse der Universit&#228;t Hohenheim</h4>
<strong>Alles eine Frage der Kommunikation: Am Beispiel von Fr&#246;schen identifizierten Zoologen der Universit&#228;t Hohenheim eine bislang unbekannte Aufgabe von zwei Botenstoffen f&#252;r die Zellkommunikation im Embryo. Nur wenn beide zusammenarbeiten, rutschen Herz, Leber und Milz auf den rechten Fleck. Auch im erwachsenen K&#246;rper sind beide wichtig: Wird ihr Zusammenspiel gest&#246;rt, k&#246;nnte dies ein Ausl&#246;ser f&#252;r Krebs sein. Die internationale Fachzeitschrift Current Biology ver&#246;ffentlicht die Ergebnisse am Abend des 15.Dezember 2011 unter www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960982211013091</strong>

<strong>Im Allgemeinen ist</strong> der Botenstoff Serotonin als sogenanntes Gl&#252;ckshormon bekannt. Tats&#228;chlich regelt die Substanz viele Funktionen im K&#246;rper. So etwa im Gehirn ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Milz links, Blindarm rechts: damit sich der K&#246;rper sortiert, m&#252;ssen zwei Substanzen eine komplexe Wirkungskette ausl&#246;sen, so Ergebnisse der Universit&#228;t Hohenheim</h4>
<p><strong>Alles eine Frage der Kommunikation: Am Beispiel von Fr&#246;schen identifizierten Zoologen der Universit&#228;t Hohenheim eine bislang unbekannte Aufgabe von zwei Botenstoffen f&#252;r die Zellkommunikation im Embryo. Nur wenn beide zusammenarbeiten, rutschen Herz, Leber und Milz auf den rechten Fleck. Auch im erwachsenen K&#246;rper sind beide wichtig: Wird ihr Zusammenspiel gest&#246;rt, k&#246;nnte dies ein Ausl&#246;ser f&#252;r Krebs sein. Die internationale Fachzeitschrift Current Biology ver&#246;ffentlicht die Ergebnisse am Abend des 15.Dezember 2011 unter www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960982211013091</strong></p>
<p><strong>Im Allgemeinen ist</strong> der Botenstoff Serotonin als sogenanntes Gl&#252;ckshormon bekannt. Tats&#228;chlich regelt die Substanz viele Funktionen im K&#246;rper. So etwa im Gehirn, im Nervensystem des Magens oder im gesamten Darm.</p>
<p><strong>Der Botenstoff Wnt</strong> ist ein &#228;hnlicher Vielk&#246;nner: Beim Froschembryo sorgt er f&#252;r die Auspr&#228;gung der Kopf-Schwanz-Achse. Bei der Fliege l&#228;sst er die Fl&#252;gel wachsen.</p>
<p><strong>Nun entdeckte die Arbeitsgruppe</strong> um den Entwicklungsbiologen Prof. Dr. Martin Blum, dass die beiden Botenstoffe zusammen in Embryonen f&#252;r die Rechts-Links-Asymetrie zust&#228;ndig sind: Zusammen steuern sie einen Teil der Zellkommmunikation im Fr&#252;hstadium von Embryonen und sorgen so daf&#252;r, dass die Organe an den richtigen Platz wandern.</p>
<p><strong>Dazu l&#246;sen Serotonin und Wnt</strong> einen ziemlich komplexen Mechanismus aus. Nach der Befruchtung teilt sich die Eizelle in Form eines symmetrischen Zellhaufens. Doch schon nach wenigen Stunden lassen Serotonin und Wnt winzige Gei&#223;elh&#228;rchen auf speziellen Zellen wachsen, die sich propellerartig drehen.</p>
<p><strong>Die koordinierte Bewegung</strong> l&#246;st dann einen Fl&#252;ssigkeitsstrom an der Zelloberfl&#228;che aus, der sich zielstrebig von rechts nach links bewegt.</p>
<p><strong>Erst dieser Reiz schaltet</strong> in einem Teil der Zellen jene Gene an, die daf&#252;r zust&#228;ndig sind, dass die Organe ihren Platz im K&#246;rper finden. Grundvoraussetzung bleibt, dass beide Botenstoffe, Serotonin und Wnt, zusammenspielen m&#252;ssen. „Wenn einer von beiden fehlt, kommt der Prozess nicht erst in Gang. Dann bilden sich Defekte im Embryo aus.“</p>
<p><strong>M&#246;glicher Ansatz f&#252;r neue Krebstherapien</strong></p>
<blockquote><p>
<strong>Doch auch f&#252;r erwachsene</strong> Menschen scheint es lebensnotwendig, dass Serotonin und Wnt perfekt zusammenspielen: Wenn nicht, dann &#0187;teilen sich Zellen, die sich einfach nicht teilen sollen&#0171;, erkl&#228;rt Prof. Dr. Blum.</p>
<p>Ein m&#246;gliches Ergebnis w&#228;re Krebs. Denn &#0187;dessen Tumore bestehen aus Zellen, die denen eines Embryos n&#228;her stehen, als denen eines Erwachsenen&#0171;, erkl&#228;rt Prof. Dr. Blum: &#0187;Die gehen einen ganz kleinen Schritt r&#252;ckw&#228;rts, sehen ein klein wenig embryonaler aus.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Somit k&#246;nnten sich die Erkenntnisse aus der Hohenheimer Grundlagenforschung k&#252;nftig auch f&#252;r neue Ans&#228;tze in der Krebstherapie nutzen lassen.</strong> &#0187;Der erste Schritt w&#228;re, an Krebspatienten zu untersuchen, ob es einen Zusammenhang zwischen Erkrankung und Serotoninspiegel gibt&#0171;, so Prof. Dr. Blum. Ein Thema, das Mitglieder seiner Arbeitsgruppe in Kooperation mit der Universit&#228;t Heidelberg nun vertiefen wollen.</p>
<p>Kontakt:<br />
Prof. Dr. Martin Blum, Universit&#228;t Hohenheim, Institut f&#252;r Zoologie,<br />
Tel.: 0711 459-22255, E-Mail: Martin.Blum@uni-hohenheim.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/12/16/glueckshormon-laesst-herz-links-schlagen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mit Fett gegen Fett</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/11/25/mit-fett-gegen-fett/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/11/25/mit-fett-gegen-fett/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 18:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Braunes Fett]]></category>
		<category><![CDATA[Energieverbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Fett]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3241</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Koordiniert vom Deutschen Krebsforschungszentrum sucht ein europ&#228;isches Forschungskonsortium nach M&#246;glichkeiten, mithilfe des braunen Fettgewebes Volkskrankheiten wie Typ 2-Diabetes oder das metabolische Syndrom, zu bek&#228;mpfen.
Starkes &#220;bergewicht, also Fettleibigkeit oder Adipositas, greift um sich wie eine Pandemie. Die WHO sch&#228;tzte 2006, dass in Europa die H&#228;lfte aller Erwachsenen und ein F&#252;nftel aller Kinder &#252;bergewichtig sind. Von dieser Gruppe gilt etwa ein Drittel als adip&#246;s. 2009 best&#228;tigte ein Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes diese Zahlen f&#252;r Deutschland – 15 Prozent der Deutschen wurden als adip&#246;s eingestuft. Heute sind zehnmal mehr europ&#228;ische Kinder fettleibig als noch 1970. Auf das Konto der Adipositas gehen zahlreiche Erkrankungen, am schwerwiegendsten darunter sind Typ 2-Diabetes, Herzkreislauf-Krankheiten und Krebs.</strong>

<strong>Adipositas entsteht</strong>, wenn der K&#246;rper...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Koordiniert vom Deutschen Krebsforschungszentrum sucht ein europ&#228;isches Forschungskonsortium nach M&#246;glichkeiten, mithilfe des braunen Fettgewebes Volkskrankheiten wie Typ 2-Diabetes oder das metabolische Syndrom, zu bek&#228;mpfen.<br />
Starkes &#220;bergewicht, also Fettleibigkeit oder Adipositas, greift um sich wie eine Pandemie. Die WHO sch&#228;tzte 2006, dass in Europa die H&#228;lfte aller Erwachsenen und ein F&#252;nftel aller Kinder &#252;bergewichtig sind. Von dieser Gruppe gilt etwa ein Drittel als adip&#246;s. 2009 best&#228;tigte ein Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes diese Zahlen f&#252;r Deutschland – 15 Prozent der Deutschen wurden als adip&#246;s eingestuft. Heute sind zehnmal mehr europ&#228;ische Kinder fettleibig als noch 1970. Auf das Konto der Adipositas gehen zahlreiche Erkrankungen, am schwerwiegendsten darunter sind Typ 2-Diabetes, Herzkreislauf-Krankheiten und Krebs.</strong></p>
<p><strong>Adipositas entsteht</strong>, wenn der K&#246;rper &#252;bersch&#252;ssige Energie in Form von Fettmolek&#252;len im wei&#223;en Fettgewebe speichert. Gro&#223;e Depots davon finden sich etwa an Bauch, H&#252;ften und Ges&#228;&#223;. Neben den wei&#223;en Fettzellen existiert jedoch eine zweite Art von K&#246;rperfett, das braune Fettgewebe. Im Gegensatz zum wei&#223;en Fettgewebe, das Energie speichert, verbraucht das braune Fettgewebe Energie, indem es sie in W&#228;rme umwandelt.</p>
<p><strong>Bis vor kurzem gingen</strong> Wissenschaftler davon aus, dass bei Menschen nur S&#228;uglinge aktives braunes Fettgewebe besitzen. Erst 2007 wiesen mehrere Forschergruppen diesen Gewebetyp auch bei Erwachsenen nach. Au&#223;erdem zeigten Wissenschaftler um Stephan Herzig im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) im vergangenen Jahr, dass das k&#246;rpereigene Entz&#252;ndungshormon Prostaglandin innerhalb des wei&#223;en Fettgewebes die Entstehung von Zellen anregt, die viele Charakteristika der braunen Fettzellen haben.</p>
<blockquote><p>
<strong>Diese Ergebnisse er&#246;ffnen</strong> eine v&#246;llig neuartige M&#246;glichkeit, die Fettleibigkeit zu bek&#228;mpfen: Die Aktivierung oder Regeneration von nur kleinen Mengen an braunem Fettgewebe w&#252;rde den Abbau des wei&#223;en Fetts, den Glukoseverbrauch und damit auch den Energieverbrauch eines Menschen signifikant steigern. Daf&#252;r spricht auch die Beobachtung, dass schlanke Menschen – relativ – mehr braunes Fettgewebe besitzen als &#252;bergewichtige. Daher suchen die Forscher nach Wegen, um durch Ern&#228;hrung oder mit Medikamenten das braune Fettgewebe zur Vermehrung oder zu verst&#228;rkter W&#228;rmeproduktion anzuregen. Einige Wissenschaftler &#252;berlegen sogar, braune Fettzellen zu transplantieren. &#0187;Sch&#228;tzungen gehen davon aus, dass 50 Gramm mehr braunes Fettgewebe ausreichen w&#252;rden, um den Energieverbrauch eines Erwachsenen um 20 Prozent zu steigern&#0171;, erkl&#228;rt Herzig, der eine Br&#252;ckenabteilung des DKFZ, der Universit&#228;t und des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg leitet. &#0187;Uns geht es dabei nicht darum, Menschen zu einer vermeintlichen Traumfigur zu verhelfen. Unser Ziel ist vielmehr, bei schwer &#252;bergewichtigen Personen eine gest&#246;rte Glukosetoleranz zu beheben, also die Wirkung von Insulin zu verbessern und damit einem Typ 2-Diabetes entgegenzuwirken.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Zu diesem Zweck haben</strong> sich die Forscher um Herzig mit 19 Partnerinstitutionen aus 12 europ&#228;ischen L&#228;ndern zusammengeschlossen. Die Europ&#228;ische Union f&#246;rdert das Forschungsvorhaben &#252;ber die n&#228;chsten vier Jahre mit insgesamt sechs Millionen Euro. Das Konsortium hat sich den Namen „DIABAT“ gegeben, ein Kunstwort, das „Diabetes“ und die Abk&#252;rzung f&#252;r „brown adipose tissue“, braunes Fettgewebe, vereint. Stephan Herzig, der Koordinator, freut sich: „Das ist das erste Mal, dass die Erforschung der vielversprechenden Eigenschaften von braunem Fettgewebe in Europa im gro&#223;en Rahmen gef&#246;rdert wird.“</p>
<p><strong>Die beteiligten Forschungsinstitutionen</strong>, zu denen auch drei biotechnische Unternehmen z&#228;hlen, haben verschiedene Aufgaben definiert, die sie mithilfe der EU-F&#246;rderung bew&#228;ltigen wollen. Dazu z&#228;hlt unter anderem, die Stamm- bzw. Vorl&#228;uferzellen von braunen Fettzellen zu identifizieren und ihr molekulares Profil zu aufzukl&#228;ren. Einige Forschungsgruppen wollen Methoden entwickeln, um diese Vorl&#228;uferzellen aus dem K&#246;rper zu entnehmen und in der Kulturschale zu vermehren. An M&#228;usen soll untersucht werden, ob die so gewonnenen braunen Fettzellen Diabetes verhindern oder verz&#246;gern k&#246;nnen. Ein wichtiges Ziel ist auch, nach Wirkstoffen zu suchen, die braune Fettzellen aktivieren oder ihre Entstehung im wei&#223;en Fettgewebe anregen. Finden sich vielversprechende Substanzen, sollen sie im Rahmen von DIABAT klinisch erprobt werden.</p>
<p><strong>F&#252;r die verschiedenen Forschungsvorhaben</strong> ist es essentiell, das braune Fettgewebe im K&#246;rper aufzusp&#252;ren. Braune Fettzellen liegen jedoch in kleinen, verstreuten Gewebeinseln vor, die schwer darzustellen sind. Daher planen DIABAT-Teams, geeignete bildgebende Verfahren zu verbessern und Biomarker zu identifizieren, mit denen sich auch geringf&#252;gige Ver&#228;nderungen der Menge von braunem Fettgewebe nachverfolgen lassen.</p>
<p>&#0187;Das DIABAT-Konsortium vereint eine beeindruckende Vielzahl an wissenschaftlicher Expertise und Knowhow – von Stoffwechselforschern, Molekularbiologen &#252;ber Ern&#228;hrungsexperten bis hin zu Klinikern und Radiologen&#0171;, sagt Stephan Herzig. &#0187;Zusammen bilden wir eine schlagkr&#228;ftige Truppe, um einer der gr&#246;&#223;ten gesundheitlichen Herausforderungen der westlichen Gesellschaft zu begegnen.&#0171;</p>
<p><strong>DIABAT-Koordinator:</strong><br />
Prof. Dr. Stephan Herzig,<br />
Leiter der gemeinsamen Forschungsabteilung &#0187;Molekulare Stoffwechselkontrolle&#0171; des Deutschen Krebsforschungszentrums, der Universit&#228;t Heidelberg und des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/11/25/mit-fett-gegen-fett/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geheimnis Narkose &#8211; Warum verlieren wir das Bewusstsein?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/11/20/geheimnis-narkose-warum-verlieren-wir-das-bewusstsein/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/11/20/geheimnis-narkose-warum-verlieren-wir-das-bewusstsein/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 16:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Bewußtlosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Narkose]]></category>
		<category><![CDATA[Propofol]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3236</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Bei Narkose mit dem Hypnotikum Propofol (1) entsteht in der Gro&#223;hirnrinde (Kortex) eine hochgradig synchrone Aktivit&#228;t von Nervenzellen (Neuronen), die offenbar die Kommunikation zwischen Gehirnarealen unterbindet. Das f&#252;hrt zu einem Zusammenbruch der Informationsverarbeitung und damit zum Verlust des Bewusstseins. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie von Dr. Gernot Supp und Prof. Dr. Andreas K. Engel vom Institut f&#252;r Neurophysiologie und Pathophysiologie am Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und ihren Kollegen Dr. Markus Siegel und Dr. J&#246;rg Hipp vom Zentrum f&#252;r Integrative Neurowissenschaft (CIN ) an der Universit&#228;t T&#252;bingen.</strong>

<strong>Die Studie wird im Fachjournal "Current Biology"</strong> unter dem Titel "Cortical hypersynchrony predicts breakdown of sensory processing during loss of consciousness" ver&#246;ffentlicht. Damit k&#246;nnten die Forscher der Beantwortung der grunds&#228;tzlichen Frage, <strong>wie Narkose Bewusstsein ausschaltet, einen entscheidenden Schritt n&#228;her gekommen sein.</strong>
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei Narkose mit dem Hypnotikum Propofol (1) entsteht in der Gro&#223;hirnrinde (Kortex) eine hochgradig synchrone Aktivit&#228;t von Nervenzellen (Neuronen), die offenbar die Kommunikation zwischen Gehirnarealen unterbindet. Das f&#252;hrt zu einem Zusammenbruch der Informationsverarbeitung und damit zum Verlust des Bewusstseins. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie von Dr. Gernot Supp und Prof. Dr. Andreas K. Engel vom Institut f&#252;r Neurophysiologie und Pathophysiologie am Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und ihren Kollegen Dr. Markus Siegel und Dr. J&#246;rg Hipp vom Zentrum f&#252;r Integrative Neurowissenschaft (CIN ) an der Universit&#228;t T&#252;bingen.</strong></p>
<p><strong>Die Studie wird im Fachjournal &#0187;Current Biology&#0171;</strong> unter dem Titel &#0187;Cortical hypersynchrony predicts breakdown of sensory processing during loss of consciousness&#0171; ver&#246;ffentlicht. Damit k&#246;nnten die Forscher der Beantwortung der grunds&#228;tzlichen Frage, <strong>wie Narkose Bewusstsein ausschaltet, einen entscheidenden Schritt n&#228;her gekommen sein.</strong></p>
<p><strong>Supp und Kollegen haben in ihrer Studie</strong> die elektrische Gehirnaktivit&#228;t der Probanden (mittels EEG oder Elektroenzephalografie) bei steigender Dosierung des Narkosemittels gemessen und den &#220;bergang von Wachheit in tiefe Bewusstlosigkeit in sieben Stufen herbeigef&#252;hrt. Auf jeder Narkosestufe erhielten die Probanden elektrische Reize am Handgelenk. Zur Bestimmung des jeweiligen Wachheitsniveaus der Probanden wurde eine Skala herangezogen, die im klinischen Umfeld breite Anwendung findet. &#0187;Wir haben, anders als in einer realen Narkosesituation, den Prozess des kontrollierten Bewusstseinsverlustes sehr langsam schrittweise eingeleitet. Auf jeder Narkosestufe haben wir die Grundaktivit&#228;t des Kortex gemessen und ermittelt, wie dieser auf den externen Reiz reagiert&#0171;, sagt Dr. Supp.</p>
<blockquote><p><strong>Urspr&#252;nglich ging die Wissenschaft davon aus, </strong>dass die Narkose die Informations&#252;bertragung in die Gro&#223;hirnrinde st&#246;rt, im Kortex also kaum noch Signale aus der Umwelt ankommen. In der aktuellen Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass selbst im Zustand fortgeschrittener Bewusstlosigkeit der Kortex auf sensorische Reize reagiert, diese aber nicht an andere Gehirnareale weitergeben kann. &#0187;Vergleichbar mit einer Nachricht, die zwar in der Mailbox ankommt, dort aber feststeckt und nicht weitergeleitet werden kann&#0171;, so Dr. Supp weiter.</p></blockquote>
<blockquote>
<p><strong>Die vorliegende Studie zeigt</strong>, dass Propofol die Grundaktivit&#228;t der Gro&#223;hirnrinde massiv ver&#228;ndert. Propofol ist ein intraven&#246;s zu verabreichendes Narkosemittel ohne analgetische Wirkung und ohne Einflu&#223; auf die Muskelrelaxation. Es greift offenbar in die Kommunikation zwischen verschiedenen Gehirnarealen ein, indem es eine gro&#223;e Anzahl von Neuronen in eine hochgradig synchrone Aktivit&#228;t zwingt. Dieser extrem synchrone Zustand des Kortex verhindert, dass aus der so genannten ersten sensorischen Station des Kortex (prim&#228;res sensorisches Areal) <strong>Signale an andere Hirnregionen gesendet werden.</strong></p>
<p><strong>Ursache f&#252;r Bewusstlosigkeit</strong> w&#228;re damit die <strong>Unterbrechung der Kommunikation zwischen spezialisierten Gehirnarealen</strong>. Differenzierte Botschaften k&#246;nnen nicht mehr ausgetauscht werden. Das Ergebnis: die Informationsverarbeitung im Kortex bricht zusammen. Genau der Zusammenbruch dieser Kommunikation k&#246;nnte der Schl&#252;ssel f&#252;r den kontrollierten Verlust des Bewusstseins sein, fassen die Autoren ihre Ergebnisse zusammen. Stellt sich diese neue Erkenntnis als richtig heraus, dann sollte dieser Mechanismus bei weiteren Hypnotika identisch sein. </p>
<p><strong>Damit w&#228;re die Wissenschaft bei der Entschl&#252;sselung der Funktionsweise von Hypnotika einen bedeutenden Schritt weiter.</strong></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/11/20/geheimnis-narkose-warum-verlieren-wir-das-bewusstsein/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Den letzten Geheimnissen der M&#228;nner auf der Spur</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/10/09/den-letzten-geheimnissen-der-maenner-auf-der-spur/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/10/09/den-letzten-geheimnissen-der-maenner-auf-der-spur/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 12:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[genetische Faktoren]]></category>
		<category><![CDATA[testosteron]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3187</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Greifswalder Wissenschaftler ergr&#252;nden die genetischen Grundlagen m&#228;nnlicher Testosteronspiegel</h4>

<strong>Wissenschaftler des Metabolic Center</strong> am Institut f&#252;r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin haben gemeinsam mit Forschern aus Europa und den USA mehrere Genvarianten identifiziert, die den m&#228;nnlichen Testosteronspiegel lebenslang beeinflussen. Wie das amerikanische Wissenschaftsjournal "PLoS GENETICS" in seiner aktuellen Ausgabe* berichtet, gelang es dem internationalen Wissenschaftskonsortium zu zeigen, dass genetische Faktoren f&#252;r eine erniedrigte Testosteronkonzentration im Blut mit verantwortlich sind.
Testosteron ist das dominierende ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Greifswalder Wissenschaftler ergr&#252;nden die genetischen Grundlagen m&#228;nnlicher Testosteronspiegel</h4>
<p><strong>Wissenschaftler des Metabolic Center</strong> am Institut f&#252;r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin haben gemeinsam mit Forschern aus Europa und den USA mehrere Genvarianten identifiziert, die den m&#228;nnlichen Testosteronspiegel lebenslang beeinflussen. Wie das amerikanische Wissenschaftsjournal &#0187;PLoS GENETICS&#0171; in seiner aktuellen Ausgabe* berichtet, gelang es dem internationalen Wissenschaftskonsortium zu zeigen, dass genetische Faktoren f&#252;r eine erniedrigte Testosteronkonzentration im Blut mit verantwortlich sind.<br />
Testosteron ist das dominierende Sexualhormon des Mannes und spielt eine zentrale Rolle bei der Herausbildung m&#228;nnlicher Geschlechtsmerkmale, dem Muskelaufbau und Knochenstoffwechsel. Zwischen M&#228;nnern gleichen Alters lassen sich jedoch erhebliche Unterschiede im Testosteronspiegel beobachten, f&#252;r die es bisher keine schl&#252;ssige Erkl&#228;rung gab.</p>
<p><strong>Greifswalder Wissenschaftler</strong> des Metabolic Center am Institut f&#252;r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin und des Interfakult&#228;ren Instituts f&#252;r Genetik und Funktionelle Genomforschung haben gemeinsam ein internationales Forschungskonsortium gegr&#252;ndet, um die erbliche Regulation m&#228;nnlicher Testosteronspiegel wissenschaftlich zu untersuchen. Daran sind zehn Forschungseinrichtungen aus sieben L&#228;ndern beteiligt. Als Basis dienten die Untersuchungsdaten und Blutproben der seit 1997 laufenden Greifswalder Bev&#246;lkerungsstudie &#0187;Gesundheit in Vorpommern&#0171; SHIP (Study of Health in Pomerania) mit &#252;ber 2.000 m&#228;nnlichen Probanden.</p>
<p><strong>Durch die Auswertung</strong> der gesammelten Daten von &#252;ber 14.000 M&#228;nnern konnten dabei erstmals bisher nicht bekannte genetische Faktoren identifiziert worden, die einen Einfluss auf die Regulation m&#228;nnlicher Testosteronspiegel haben. Die entdeckten genetischen Auswirkungen auf die Hormonkonzentration im Blut k&#246;nnten zuk&#252;nftig eine differenziertere Diagnostik oder medikament&#246;se Behandlung des Testosteron-Mangels erm&#246;glichen. </p>
<blockquote><p>&#0187;Dies ist ein bedeutender Fortschritt zur Aufkl&#228;rung der Ursachen individueller Unterschiede m&#228;nnlicher Testosteronspiegel und ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung auf eine individualisierte Medizin&#0171;, informiert der Greifswalder Endokrinologe Prof. Dr. Henri Wallaschofski.</p>
<p><strong>Die Wissenschaftler des Metabolic Center</strong> konnten in begleitenden Analysen von 2.000 M&#228;nnern der SHIP-Studie belegen, dass niedrige Testosteronspiegel im Blut h&#228;ufig mit &#220;bergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselst&#246;rungen und der Entwicklung eines Typ 2 Diabetes verkn&#252;pft sind. &#0187;Die identifizierten genetischen Varianten werden helfen, den funktionellen Hintergrund der gezeigten Assoziationen zwischen niedrigen Testosteronspiegeln und kardiovaskul&#228;ren Risikofaktoren besser zu verstehen&#0171;, betonte Dr. Robin Haring, Co-Seniorautor der Studie und Wissenschaftler an der Universit&#228;t Greifswald.</p>
<p>&#0187;Ziel ist es, eine individuelle Diagnostik mit Risikoanalyse, Lebensstilberatung und Therapie zu etablieren und einen wissenschaftlichen Schwerpunkt f&#252;r Stoffwechselerkrankungen an der Universit&#228;tsmedizin weiter auszubauen&#0171;, erl&#228;uterte Prof. Matthias Nauck, Direktor des Instituts f&#252;r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin.</p></blockquote>
<p><strong> Die Individualisierte Medizin ist das zentrale Forschungsthema an der Universit&#228;tsmedizin Greifswald (s. www.gani-med.de).</strong></p>
<p><strong>Weitere Informationen</strong></p>
<p>PLoS GENETICS<br />
Ausgabe: http://www.plosgenetics.org/article/info:doi/10.1371/journal.pgen.1002313<br />
Genetic Determinants of Serum Testosterone Concentrations in Men<br />
DOI-Nummer: 10.1371/journal.pgen.1002313</p>
<p>http://www.plosgenetics.org</p>
<p>SHIP</p>
<p>http://www.medizin.uni-greifswald.de/cm/fv/ship.html</p>
<p>Metabolic Center</p>
<p>http://www.medizin.uni-greifswald.de/klinchem/index.php?id=320</p>
<p>GANI-MED</p>
<p>http://www.gani-med.de</p>
<p>Kontakt<br />
Universit&#228;tsmedizin Greifswald<br />
Institut f&#252;r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin<br />
Direktor: Prof. Matthias Nauck<br />
Prof. Henri Wallaschofski<br />
Sauerbruchstra&#223;e, 17475 Greifswald<br />
T +49 3834 86-55 00<br />
E henri.wallaschofski@uni-greifswald.de</p>
<p>http://www.medizin.uni-greifswald.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/10/09/den-letzten-geheimnissen-der-maenner-auf-der-spur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zellrezeptor f&#252;r Giftstoff CDT-Toxin des Clostridium difficile entdeckt</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/09/28/zellrezeptor-fuer-giftstoff-cdt-toxin-des-clostridium-difficile-entdeckt/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/09/28/zellrezeptor-fuer-giftstoff-cdt-toxin-des-clostridium-difficile-entdeckt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 14:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Clostridium difficile]]></category>
		<category><![CDATA[hypervirulent]]></category>
		<category><![CDATA[Toxin]]></category>
		<category><![CDATA[Zellrezeptor]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3170</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Forscher haben mit genetischen Verfahren den Wirkort eines Zellgiftes "hypervirulenter" Darmbakterien identifiziert</h4>
<strong>Die Arbeitsgruppe des Freiburger Pharmakologen Prof. Dr. Klaus Aktories hat zusammen mit amerikanischen Kollegen den Zellrezeptor f&#252;r den Giftstoff CDT-Toxin des Bakteriums Clostridium difficile entdeckt. Diese Keime verursachen h&#228;ufig Darmentz&#252;ndungen nach einer Behandlung mit Antibiotika. Die Ergebnisse der Studie sind in der renommierten Wissenschaftszeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen. Antibiotika sch&#228;digen Bakterien der normalen Darmflora, wodurch Clostridium difficile-Keime ungehindert wachsen k&#246;nnen. Die Keime produzieren zwei typische Giftstoffe, die eine Entz&#252;ndung der Dickdarmschleimhaut hervorrufen und sie zerst&#246;ren. Folgen sind Durchfall sowie die Entz&#252;ndungskrankheit Pseudomembran&#246;se Kolitis, die vor allem bei &#228;lteren Patienten oft t&#246;dlich endet. </strong>

<strong>Eine rasche Verbreitung der Clostridium difficile-Sporen</strong> und ihre Resistenz gegen&#252;ber vielen Desinfektionsmitteln ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Forscher haben mit genetischen Verfahren den Wirkort eines Zellgiftes &#0187;hypervirulenter&#0171; Darmbakterien identifiziert</h4>
<p><strong>Die Arbeitsgruppe des Freiburger Pharmakologen Prof. Dr. Klaus Aktories hat zusammen mit amerikanischen Kollegen den Zellrezeptor f&#252;r den Giftstoff CDT-Toxin des Bakteriums Clostridium difficile entdeckt. Diese Keime verursachen h&#228;ufig Darmentz&#252;ndungen nach einer Behandlung mit Antibiotika. Die Ergebnisse der Studie sind in der renommierten Wissenschaftszeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen. Antibiotika sch&#228;digen Bakterien der normalen Darmflora, wodurch Clostridium difficile-Keime ungehindert wachsen k&#246;nnen. Die Keime produzieren zwei typische Giftstoffe, die eine Entz&#252;ndung der Dickdarmschleimhaut hervorrufen und sie zerst&#246;ren. Folgen sind Durchfall sowie die Entz&#252;ndungskrankheit Pseudomembran&#246;se Kolitis, die vor allem bei &#228;lteren Patienten oft t&#246;dlich endet. </strong></p>
<p><strong>Eine rasche Verbreitung der Clostridium difficile-Sporen</strong> und ihre Resistenz gegen&#252;ber vielen Desinfektionsmitteln sowie die h&#228;ufige Anwendung von Antibiotika f&#252;hren dazu, dass Infektionen mit Clostridium difficile weltweit ein gro&#223;es medizinisches und hygienisches Problem in Kliniken darstellen. Besonders beunruhigend ist das Auftreten so genannter hypervirulenter St&#228;mme von Clostridium difficile, die mehr typische Gifte produzieren, gegen bestimmte Antibiotika resistent sind und dar&#252;ber hinaus ein drittes Zellgift (CDT), das direkt am Zellskelett angreift, produzieren. </p>
<p><strong>Die Freiburger Forscher haben</strong> gemeinsam mit Kollegen des Whitehead-Instituts/USA den Zellrezeptor dieses zus&#228;tzlichen Gifts von besonders virulenten Clostridien identifiziert. Bei der Rezeptorsuche haben die Wissenschaftler neue genetische Verfahren eingesetzt, die von Krebszellen ausgehen, die nur einen Chromosomensatz besitzen. Diese Krebszellen reagieren empfindlich auf das CDT-Toxin von Clostridium difficile und sterben durch die Gift-Wirkung ab. Forscher wussten bereits, dass dieses CDT-Toxin an einen Rezeptor auf der Oberfl&#228;che der Zellen bindet und dann &#252;ber einen komplexen Aufnahmeweg in das Zellinnere gelangen kann. Der Rezeptor war allerdings nicht bekannt. </p>
<p><strong>Die Forscher konnten zeigen</strong>, dass Zellen, die unempfindlich gegen&#252;ber dem CDT-Toxin sind, durch den Rezeptor empfindlich reagieren. Die Ergebnisse der Forschung erm&#246;glichen es, neue Strategien zu entwickeln, die die Aufnahme des Gifts in Zielzellen verhindern k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Der Originaltitel der Ver&#246;ffentlichung:</strong> <em>Panagiotis Papatheodorou et. al.: „Lipolysis-stimulated lipoprotein receptor (LSR) is the host receptor for the binary toxin Clostridium difficile transferase (CDT)“.: (Proc Natl Acad Sci U S A. 2011 Sep 19. [Epub ahead of print], doi: 10.1073/pnas.1109772108)</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Klaus Aktories<br />
Institut f&#252;r Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie<br />
Albert-Ludwigs-Universit&#228;t Freiburg<br />
Tel.: 0761/203-5301<br />
E-Mail: klaus.aktories@pharmakol.uni-freiburg.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/09/28/zellrezeptor-fuer-giftstoff-cdt-toxin-des-clostridium-difficile-entdeckt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wichtiger Schritt in Alzheimer-Forschung gelungen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/09/01/wichtiger-schritt-in-alzheimer-forschung-gelungen/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/09/01/wichtiger-schritt-in-alzheimer-forschung-gelungen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 15:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Amyloid-Peptide]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=3135</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Wissenschaftlern des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung der Universit&#228;t Leipzig ist ein bedeutender Schritt bei der Erforschung der noch immer unheilbaren Alzheimer-Krankheit gelungen. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Steffen Ro&#223;ner hat gemeinsam mit Experten der Hallenser Biotechnologie-Firma Probiodrug um Prof. Hans-Ulrich Demuth einen Mechanismus aufgekl&#228;rt, durch den krankhafte Proteinablagerungen in den Hippocampus von Alzheimer-Patienten gelangen. Der Hippocampus ist der Teil des Gehirns, der f&#252;r das Lernen und das Ged&#228;chtnis verantwortlich ist.
Durch die neuen Erkenntnisse, die k&#252;rzlich in der renommierten internationalen Fachzeitschrift "Acta Neuropathologica" ver&#246;ffentlicht wurden, k&#246;nnte dieser Krankheit k&#252;nftig durch noch zu testende Medikamente vorgebeugt werden. Auch eine wirksame Behandlung in einem sehr fr&#252;hen Stadium von Alzheimer sei dadurch m&#246;glich, sagte Prof. Ro&#223;ner.</strong>

<strong>Die Hirne von Alzheimer-Patienten</strong> sind unter anderem durch krankhafte Ablagerungen sogenannter Amyloid-Peptide ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftlern des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung der Universit&#228;t Leipzig ist ein bedeutender Schritt bei der Erforschung der noch immer unheilbaren Alzheimer-Krankheit gelungen. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Steffen Ro&#223;ner hat gemeinsam mit Experten der Hallenser Biotechnologie-Firma Probiodrug um Prof. Hans-Ulrich Demuth einen Mechanismus aufgekl&#228;rt, durch den krankhafte Proteinablagerungen in den Hippocampus von Alzheimer-Patienten gelangen. Der Hippocampus ist der Teil des Gehirns, der f&#252;r das Lernen und das Ged&#228;chtnis verantwortlich ist.<br />
Durch die neuen Erkenntnisse, die k&#252;rzlich in der renommierten internationalen Fachzeitschrift &#0187;Acta Neuropathologica&#0171; ver&#246;ffentlicht wurden, k&#246;nnte dieser Krankheit k&#252;nftig durch noch zu testende Medikamente vorgebeugt werden. Auch eine wirksame Behandlung in einem sehr fr&#252;hen Stadium von Alzheimer sei dadurch m&#246;glich, sagte Prof. Ro&#223;ner.</strong></p>
<p><strong>Die Hirne von Alzheimer-Patienten</strong> sind unter anderem durch krankhafte Ablagerungen sogenannter Amyloid-Peptide gekennzeichnet. Diese mikroskopisch sichtbaren Aggregate sind in Hirnstrukturen, die f&#252;r Lernen und Ged&#228;chtnis wichtig sind, nachweisbar. Wird zu viel von diesen Peptiden gebildet oder werden sie zu langsam abgebaut, reichern sie sich im Hirngewebe an, verklumpen und bilden schlie&#223;lich die von Alzheimer beobachteten Ablagerungen. Allerdings werden Amyloid-Peptide auch im gesunden Hirn gebildet, wo sie wichtige Funktionen besitzen. Im Gegensatz dazu lassen sich im Hirn von Alzheimer-Patienten krankhafte Formen dieser Peptide nachweisen, die verst&#228;rkt verklumpen, schwer abbaubar und neurotoxisch sind.</p>
<blockquote><p><strong>Die an der Studie beteiligten</strong> Wissenschaftler haben in ihrer zweij&#228;hrigen Forschungsarbeit herausgefunden, dass dieses b&#246;sartige Amyloid &#252;ber Nervenfasern in den Hippocampus gelangt. &#0187;Wir haben die Transportprozesse in Echtzeit beobachtet&#0171;, erkl&#228;rte Prof. Ro&#223;ner. Zudem fanden sie heraus, dass das Enzym Glutaminyl-Zyklase f&#252;r verschiedene Formen dieser Ablagerungen verantwortlich ist. &#0187;Es ist das erste Mal, dass im Gehirn von Alzheimer-Patienten der Zusammenhang zwischen diesem Enzym und dem b&#246;sartigen Amyloid nachgewiesen wurde&#0171;, sagte der Hirnforscher. Ziel ist es nun, das Enzym durch die Verabreichung zielgerichteter Wirkstoffe zu hemmen, um die Bildung des b&#246;sartigen Amyloids und der krankhaften Ablagerungen zu verhindern. Die Entwicklung und Testung dieser Wirkstoffe l&#228;uft bereits bei den Hallenser Kooperationspartnern.</p></blockquote>
<p><strong>Als n&#228;chster Schritt nach</strong> diesen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen m&#252;sse nun in klinischen Studien getestet werden, &#0187;wie gut die entsprechenden Medikamente vom K&#246;rper aufgenommen werden, wie gut sie im Gehirn wirken und welche Nebenwirkungen sie haben&#0171;, betonte der Experte. Das neue Medikament m&#252;sste sehr fr&#252;hzeitig verabreicht werden &#8211; etwa bei der vererbbaren Form der Erkrankung, bei der Nachkommen von Patienten in jedem Fall Alzheimer bekommen werden. Betroffene seien oft bereit, an solchen Studien mitzuwirken. &#0187;Eigentlich darf man nur medikament&#246;s behandeln, wenn jemand krank ist&#0171;, sagte Prof. Ro&#223;ner. Mit den aktuellen Forschungen wurde der von den Hallenser Kollegen entwickelte Therapieansatz validiert. Damit k&#246;nne die Entstehung einer besonders aggressiven Form der Amyloid-Peptide verhindert werden ohne die f&#252;r den gesunden Menschen wichtige Funktion der &#0187;normalen&#0171; Amyloid-Peptide zu beeintr&#228;chtigen.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
Prof. Dr. Steffen Ro&#223;ner<br />
Telefon: +49 341 97-25758<br />
E-Mail: steffen.rossner@medizin.uni-leipzig.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2011/09/01/wichtiger-schritt-in-alzheimer-forschung-gelungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

