Weblog & Magazin für medizinische Forschung, Innovation und Praxis

Woanders gelesen

Glückshormon lässt Herz links schlagen

16. Dezember 2011 | Von François G. | Kategorie: Woanders gelesen

Milz links, Blindarm rechts: damit sich der Körper sortiert, müssen zwei Substanzen eine komplexe Wirkungskette auslösen, so Ergebnisse der Universität Hohenheim

Alles eine Frage der Kommunikation: Am Beispiel von Fröschen identifizierten Zoologen der Universität Hohenheim eine bislang unbekannte Aufgabe von zwei Botenstoffen für die Zellkommunikation im Embryo. Nur wenn beide zusammenarbeiten, rutschen Herz, Leber und Milz auf den rechten Fleck. Auch im erwachsenen Körper sind beide wichtig: Wird ihr Zusammenspiel gestört, könnte dies ein Auslöser für Krebs sein. Die internationale Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht die Ergebnisse am Abend des 15.Dezember 2011 unter www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960982211013091

Im Allgemeinen ist der Botenstoff Serotonin als sogenanntes Glückshormon bekannt. Tatsächlich regelt die Substanz viele Funktionen im Körper. So etwa im Gehirn …



Mit Fett gegen Fett

25. November 2011 | Von François G. | Kategorie: Woanders gelesen

Koordiniert vom Deutschen Krebsforschungszentrum sucht ein europäisches Forschungskonsortium nach Möglichkeiten, mithilfe des braunen Fettgewebes Volkskrankheiten wie Typ 2-Diabetes oder das metabolische Syndrom, zu bekämpfen.
Starkes Übergewicht, also Fettleibigkeit oder Adipositas, greift um sich wie eine Pandemie. Die WHO schätzte 2006, dass in Europa die Hälfte aller Erwachsenen und ein Fünftel aller Kinder übergewichtig sind. Von dieser Gruppe gilt etwa ein Drittel als adipös. 2009 bestätigte ein Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes diese Zahlen für Deutschland – 15 Prozent der Deutschen wurden als adipös eingestuft. Heute sind zehnmal mehr europäische Kinder fettleibig als noch 1970. Auf das Konto der Adipositas gehen zahlreiche Erkrankungen, am schwerwiegendsten darunter sind Typ 2-Diabetes, Herzkreislauf-Krankheiten und Krebs.

Adipositas entsteht, wenn der Körper…



Geheimnis Narkose – Warum verlieren wir das Bewusstsein?

20. November 2011 | Von François G. | Kategorie: Woanders gelesen

Bei Narkose mit dem Hypnotikum Propofol (1) entsteht in der Großhirnrinde (Kortex) eine hochgradig synchrone Aktivität von Nervenzellen (Neuronen), die offenbar die Kommunikation zwischen Gehirnarealen unterbindet. Das führt zu einem Zusammenbruch der Informationsverarbeitung und damit zum Verlust des Bewusstseins. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie von Dr. Gernot Supp und Prof. Dr. Andreas K. Engel vom Institut für Neurophysiologie und Pathophysiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und ihren Kollegen Dr. Markus Siegel und Dr. Jörg Hipp vom Zentrum für Integrative Neurowissenschaft (CIN ) an der Universität Tübingen.

Die Studie wird im Fachjournal »Current Biology« unter dem Titel »Cortical hypersynchrony predicts breakdown of sensory processing during loss of consciousness« veröffentlicht. Damit könnten die Forscher der Beantwortung der grundsätzlichen Frage, wie Narkose Bewusstsein ausschaltet, einen entscheidenden Schritt näher gekommen sein.



Den letzten Geheimnissen der Männer auf der Spur

9. Oktober 2011 | Von François G. | Kategorie: Woanders gelesen

Greifswalder Wissenschaftler ergründen die genetischen Grundlagen männlicher Testosteronspiegel

Wissenschaftler des Metabolic Center am Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin haben gemeinsam mit Forschern aus Europa und den USA mehrere Genvarianten identifiziert, die den männlichen Testosteronspiegel lebenslang beeinflussen. Wie das amerikanische Wissenschaftsjournal »PLoS GENETICS« in seiner aktuellen Ausgabe* berichtet, gelang es dem internationalen Wissenschaftskonsortium zu zeigen, dass genetische Faktoren für eine erniedrigte Testosteronkonzentration im Blut mit verantwortlich sind.
Testosteron ist das dominierende …