Weblog & Magazin für medizinische Forschung, Innovation und Praxis

Woanders gelesen

Strengeres kardiovaskuläres Monitoring bei Ersteinnahme von Fingolimod

31. Januar 2012 | Von François G. | Kategorie: Woanders gelesen

Todesfall in USA macht Reviewprozess notwendig

München, 30.01.2012 Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) und der Ärztliche Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) weisen darauf hin, Multiple Sklerose Patienten ab sofort vor, während und nach der Neueinstellung auf Fingolimod einer engmaschigen kardiovaskulären Überwachung zu unterziehen. Nachdem in den USA eine Patientin in weniger als 24 Stunden nach der Ersteinnahme von Fingolimod aus bislang unbekannter Ursache verstarb, hat die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) einen Reviewprozess eingeleitet. Die Ergebnisse werden für März 2012 erwartet.
Die Herstellerfirma hat heute einen entsprechenden Rote-Hand-Brief veröffentlicht.

Bis die abschließenden EMA-Empfehlungen vorliegen, sollten aus Sicht des KKNMS und des Ärztlichen Beirats der DMSG bei Neueinstellung auf Fingolimod folgende Maßnahmen…



Wirkung einer Vitamin D-Gabe nur bei bestimmten Personengruppen und Patienten gesichert

28. Januar 2012 | Von François G. | Kategorie: Woanders gelesen

Altdorf – Ein positiver Effekt einer Vitamin D-Gabe ist heute nur in bestimmten Fällen gesichert: Zur Vorbeugung von Rachitis bei Säuglingen, für Menschen mit einer die Knochen erweichenden Osteomalazie, bei chronischer Niereninsuffizienz, Nebenschilddrüsenschwäche und zur Vorbeugung bei älteren Menschen, die Osteoporose- und sturzgefährdet sind – insbesondere bei Heimbewohnern. Zusammen mit Kalzium gehört Vitamin D zudem zur Basistherapie von Osteoporose.

Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) jetzt erneut hin, und bezieht sich damit auf neuere Publikationen und eine aktuelle Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die diese Auffassung unterstützen. Für Krankheitsbilder wie Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes, Multiple Sklerose, Immun- und Infektionskrankheiten liegen dagegen nicht genügend valide Daten aus großen Interventionsstudien zur Vitamin D-Gabe vor. Somit entbehrt diese hier einer evidenzbasierten Grundlage, so …



Bessere Sterilisierung von medizinischen Instrumenten

5. Januar 2012 | Von François G. | Kategorie: Woanders gelesen

Mit 436.000 Euro fördert das Land ein medizintechnisches Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Bei dem Vorhaben geht es um die Optimierung des Energie- und Wassereinsatzes bei der Dampfsterilisation medizinischer Instrumente.

Projektleiter ist Prof. Dr. Hans-Martin Seipp vom Kompetenzzentrum für Medizin- und Krankenhaustechnik. Partner sind die Marburger Firma mobilPlan Industrie und Umwelttechnik, die Walter Winkler Metall- und Apparatebau aus Lahnau und die Kölner F. & M. Lautenschläger GmbH, ein führender Hersteller von Dampfsterilisatoren.

Medizinische Instrumente müssen nach ihrer Nutzung im Operationssaal wieder aufbereitet werden. Das geschieht in Abteilungen zur Sterilgutversorgung in einem mehrstufigen Verfahren mit …



Die Lymphknoten-Dickmacher

25. Dezember 2011 | Von François G. | Kategorie: Woanders gelesen

MHH-Forscher zeigen neue Funktion für dendritische Zellen / Veröffentlichung in »Immunity« / Therapieansätze für Autoimmunerkrankungen und Tumoren

Dendritische Zellen (DCs) sind wichtige Zellen des Immunsystems und in vielen Organen vorhanden – vor allem in der Haut und in Schleimhäuten. Dort bilden sie mit bis zu 1.000 Zellen pro Quadratmillimeter ein wahrhaft dichtes und engmaschiges Netzwerk, das Krankheitserreger nicht unbemerkt überwinden können. Dringen diese ein, alarmieren DCs das Immunsystem. Sie selbst nehmen die Erreger auf, zerstören sie und wandern anschließend in Lymphknoten, wo sie anderen Immunzellen die Abbauprodukte präsentieren. Ziel ist es, eine schützende Immunantwort auszulösen. Für diese Erkenntnisse erhielt der Entdecker der DCs, Professor Dr. Ralph Steinman, dieses Jahr posthum den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Forscher des Instituts für Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben nun eine weitere, vollkommen unerwartete Funktion der DCs gefunden: Sie fanden heraus, dass diese Zellen festlegen, wie viele Immunzellen sich in einem Lymphknoten aufhalten. Somit bestimmen DCs, wie dick Lymphknoten anschwellen. Die MHH-Forscher veröffentlichten ihre Forschungsergebnisse jetzt in der angesehenen Fachzeitschrift »Immunity«.

»Nachdem DCs in einen Lymphknoten eingewandert sind bilden sie Wachstums- und Differenzierungsfaktoren für Blutgefäße, die zur Ausbildung so genannter hoher endothelialer Venolen …