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	<title>DZKF WEBLOG</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Strahlentherapie: Gel&#246;ste Elektronen gef&#228;hrlicher als freie Radikale?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 04:43:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bernd Abel" width="254" height="366" class="attachment wp-att-2030" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen</div></div>G&#246;ttinger Forscher entdecken m&#246;glichen neuen Mechanismus f&#252;r Strahlensch&#228;den an der DNA
Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung m&#246;glicherweise viel gef&#228;hrlicher f&#252;r die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolek&#252;len umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse k&#246;nnten Folgen haben f&#252;r den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs.

(<em>pug</em>) <strong>Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass 
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bernd Abel" width="254" height="366" class="attachment wp-att-2030" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen</div>
</div>
<h4>G&#246;ttinger Forscher entdecken m&#246;glichen neuen Mechanismus f&#252;r Strahlensch&#228;den an der DNA</h4>
<p>(<em>pug</em>) <strong>Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung m&#246;glicherweise viel gef&#228;hrlicher f&#252;r die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolek&#252;len umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse k&#246;nnten Folgen haben f&#252;r den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs. &#0187;Unsere Forschungsergebnisse k&#246;nnten dazu f&#252;hren, dass Strahlungsdosen in Zukunft m&#246;glicherweise neu bewertet werden m&#252;ssen. Der neue DNA-Spaltungsmechanismus k&#246;nnte dabei m&#246;glicherweise auch Auswirkungen auf die Dosierung der Strahlentherapie von Krebs haben,&#0171; so der Leiter der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Bernd Abel von der Universit&#228;t G&#246;ttingen. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift &#0187;<em>Nature Chemistry</em>&#0171; im Internet ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p><strong>45 Jahre nach der Entdeckung des freien gel&#246;sten Elektrons</strong> in Wasser gelang es den Forschern in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Leipzig und Berlin, erstmals die bisher unbekannte Bindungsenergie des Elektrons zu messen. Das ist die Energie, die ben&#246;tigt wird, um das Elektron wieder aus der Wasserumgebung herauszul&#246;sen. Wenn Hochenergiestrahlung auf die DNA einer Zelle trifft, werden lebenswichtige Zellbestandteile zerst&#246;rt und die Zelle damit abget&#246;tet &#8211; ein Mechanismus, der bei der Strahlentherapie zur Bek&#228;mpfung von Krebs ausgenutzt wird. Gleichzeitig sch&#228;digt die Strahlung aber auch gesunde Zellen.</p>
<p><strong>Neben freien Radikalen entstehen</strong> bei der hochenergetischen Bestrahlung von Wasser in biologischem Gewebe in Wasser gel&#246;ste Elektronen an Grenzfl&#228;chen wie zum Beispiel Membranen oder den W&#228;nden von Biomolek&#252;len. Bei ihren Untersuchungen stie&#223;en die Wissenschaftler erstmals auf eine bisher unbekannte Spezies: das nur teilweise gel&#246;ste Elektron an einer Wasser-Grenzfl&#228;che. Dessen Existenz und Lebensdauer wiesen sie erstmalig mit einer schnellen Kamera f&#252;r kurzlebige reaktive Teilchen nach. Diese Elektronen sind offenbar deshalb so gef&#228;hrlich, weil sie aufgrund ihrer &#0187;gerade passenden&#0171; (Bindungs-)Energie ebenfalls DNA spalten k&#246;nnen. Da sie lange leben, k&#246;nnen sie ihre sch&#228;digende Wirkung zudem besonders gut entfalten.</p>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>K. R. Siefermann, Y. Liu, E. Lugovoy, O. Link, M. Faubel, U. Buck, B. Winter and B. Abel. Binding energies, lifetimes and implications of bulk and interface solvated electrons in water. Nature Chemistry. DOI: 10.1038/NCHEM.580.</em></p>
<p><strong>Kontaktadresse:</strong><br />
Prof. Dr. Bernd Abel<br />
Georg-August-Universit&#228;t G&#246;ttingen<br />
Fakult&#228;t f&#252;r Chemie<br />
Institut f&#252;r Physikalische Chemie<br />
Tammanstra&#223;e 6, 37077 G&#246;ttingen<br />
Telefon (0551) 39-3106, Fax (0551) 39-3150<br />
E-Mail: babel@gwdg.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Forscher identifizieren Eiwei&#223;molek&#252;l, das Fettspeicherung kontrolliert</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 21:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
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		<description><![CDATA[<em>Potsdam-Rehbr&#252;cke</em> - <strong>Ein Wissenschaftlerteam unter F&#252;hrung von Annette Sch&#252;rmann vom Deutschen Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiwei&#223;molek&#252;l identifiziert, das die Fettspeicherung f&#246;rdert. Das Protein sorgt daf&#252;r, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form gro&#223;er Fetttr&#246;pfchen gespeichert werden k&#246;nnen. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. "<em>Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen</em>", sagt Annette Sch&#252;rmann. Das Eiwei&#223;molek&#252;l sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.

<strong>Das Forscherteam, zu dem auch</strong> Wissenschaftler der Universit&#228;ten M&#252;nster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts f&#252;r Biochemie in Martinsried geh&#246;ren, ver&#246;ffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (<em>Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09</em>).</strong>

<strong>&#220;bersch&#252;ssige Nahrungsenergie wird langfristig</strong> in Form von K&#246;rperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt - weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/fettzellen.jpg" rel="lightbox[pics2027]" title="Elektronenmikroskopische Aufnahmen. Fettr&#246;pfchen sind mit schwarzen Pfeilen markiert. Foto: DIfE)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/fettzellen.thumbnail.jpg" alt="Fettzellen" width="255" height="106" class="attachment wp-att-2028" /></a>
<div class="imagecaption">Elektronenmikroskopische Aufnahmen. Fettr&#246;pfchen sind mit schwarzen Pfeilen markiert. (DIfE)</div>
</div>
<p><em>Potsdam-Rehbr&#252;cke</em> &#8211; <strong>Ein Wissenschaftlerteam unter F&#252;hrung von Annette Sch&#252;rmann vom Deutschen Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiwei&#223;molek&#252;l identifiziert, das die Fettspeicherung f&#246;rdert. Das Protein sorgt daf&#252;r, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form gro&#223;er Fetttr&#246;pfchen gespeichert werden k&#246;nnen. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. &#0187;<em>Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen</em>&#0171;, sagt Annette Sch&#252;rmann. Das Eiwei&#223;molek&#252;l sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.</p>
<p><strong>Das Forscherteam, zu dem auch</strong> Wissenschaftler der Universit&#228;ten M&#252;nster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts f&#252;r Biochemie in Martinsried geh&#246;ren, ver&#246;ffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (<em>Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09</em>).</strong></p>
<p><strong>&#220;bersch&#252;ssige Nahrungsenergie wird langfristig</strong> in Form von K&#246;rperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt &#8211; weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team um Annette Sch&#252;rmann einerseits ein Zellkulturmodell und andererseits ein besonderes Mausmodell. Bei letzterem handelt es sich um Tiere, bei denen im Vergleich zu Kontrollm&#228;usen die Forscher das Eiwei&#223;molek&#252;l ARFRP1 spezifisch entfernten. Durch den Vergleich der physiologischen Daten der M&#228;use, die in ihrem Fettgewebe kein ARFRP1-Protein produzieren, mit den Daten von Kontrolltieren konnten die Wissenschaftler R&#252;ckschl&#252;sse auf die Funktion des Eiwei&#223;molek&#252;ls ziehen. Ebenso lieferten zus&#228;tzliche Zellkulturexperimente erg&#228;nzende biochemische Daten.</p>
<p><strong>Die Tiere ohne ARFRP1</strong> speicherten die Lipide kaum im Fettgewebe; die in den einzelnen Fettzellen eingelagerten Fetttr&#246;pfchen waren winzig. Zus&#228;tzliche biochemische Analysen zeigten dar&#252;ber hinaus, dass ein fettabbauendes Enzym (hormone-sensitive lipase) st&#228;rker aktiviert wurde. Der Speicherdefekt des Fettgewebes hatte zur Folge, dass die Tiere bereits im Alter von nur sieben Tagen Lipide in anderen Geweben, z.B. der Leber, einlagerten &#8211; ein Vorgang, der zu einer Insulinresistenz f&#252;hren kann, einer Vorstufe des Typ-2-Diabetes.</p>
<blockquote><p>&#0187;Aufgrund unserer Daten gehen wir davon aus, dass das identifizierte Protein gleichzeitig zwei Prozesse reguliert. Einerseits f&#246;rdert es die Fusion kleiner Fettpartikel zu gr&#246;&#223;eren Fetttropfen. Andererseits hemmt es den enzymatischen Fettabbau&#0171;, erkl&#228;rt Angela Hommel, Erstautorin der Studie. Damit sei die Forschung wieder ein kleines St&#252;ckchen weitergekommen, um die molekularen Grundlagen der Fettspeicherung zu verstehen, erg&#228;nzt Annette Sch&#252;rmann.</p></blockquote>
<p><strong>Die Wissenschaftler gehen derzeit nicht</strong> davon aus, dass ihre Erkenntnisse in naher Zukunft dazu genutzt werden k&#246;nnen, neue Medikamententherapien gegen krankhaftes &#220;bergewicht zu entwickeln. Denn das identifizierte Protein spielt auch w&#228;hrend der Embryonalentwicklung sowie in anderen Organen wie der Leber, den Nieren oder dem Gehirn eine wichtige Rolle. W&#252;rde man also beispielsweise versuchen, die Wirkung des Proteins ARFRP1 und damit auch die Fettspeicherung medikament&#246;s zu unterdr&#252;cken, w&#228;ren sicher zu starke Nebenwirkungen zu erwarten. </p>
<p><strong>Allerdings stellt</strong> die von der Arbeitsgruppe Sch&#252;rmann entwickelte Maus ein neues Modell zur Untersuchung der Ursachen und Mechanismen der Insulinresistenz dar. &#0187;Aufgrund der defekten Fettspeicherung im Fettgewebe lagert der K&#246;rper Fette in anderen Organen, wie z.B. der Leber, dem Skelettmuskel und dem Herz ein, wie es auch bei &#252;bergewichtigen und adip&#246;sen Personen beobachtet wird. Diese &#8250;fehlerhafte&#8249; Fettspeicherung wird mit einer verminderten Insulinwirkung in Verbindung gebracht, deren molekularen Ursachen nun in unserem Modell aufgekl&#228;rt werden k&#246;nnen&#0171;, sagt Annette Sch&#252;rmann.</p>
<p><strong>Hintergrundinformation:</strong><br />
Das Fettgewebe spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulation des Energiehaushalts des K&#246;rpers. Dabei muss man zwischen zwei Gewebetypen unterscheiden:<br />
Das so genannte braune Fettgewebe tr&#228;gt dazu bei, die K&#246;rpertemperatur aufrecht zu erhalten. Das in ihm gespeicherte Fett wird direkt f&#252;r die W&#228;rmeproduktion verwendet, so dass hier gr&#246;&#223;ere Mengen an Energie verbraucht werden. Lange ging man davon aus, dass das braune Fettgewebe beim Menschen eher eine untergeordnete Rolle spielt und er nur im S&#228;uglingsalter wenig davon besitzt. Neuere Studien belegen jedoch, dass auch der erwachsene Mensch &#252;ber braunes Fettgewebe verf&#252;gt, wobei allerdings adip&#246;se Personen kein oder nur geringe Mengen dieses stoffwechselaktiven Gewebes aufweisen.</p>
<p>Das so genannte wei&#223;e Fettgewebe erf&#252;llt drei verschiedene Aufgaben:</p>
<ul>
<li>Es ist Speicher- und Depotfett; ein Mensch mit einer Fettreserve von 15 Kilo kann etwa 50 bis 60 Tage ohne Nahrung auskommen.</li>
<li>Es bietet &#228;hnlich wie ein &#0187;Airbag&#0171; einen gewissen Schutz vor mechanischen Verletzungen.</li>
<li>Es dient der W&#228;rmed&#228;mmung, denn Fett ist ein schlechter W&#228;rmeleiter.</li>
</ul>
<p><strong>Die Fettzellen (Adipocyten)</strong> des wei&#223;en Fettgewebes sind vergleichsweise gro&#223;e Zellen. Die Zelle ist fast vollst&#228;ndig mit einem gro&#223;en Fetttropfen ausgef&#252;llt, wobei der Zellkern dicht an den Zellrand gedr&#252;ckt ist. Stark vereinfacht, kann man sich die Fettzelle als einen dehnbaren &#214;ltank vorstellen. </p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Annette Sch&#252;rmann<br />
Deutsches Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung<br />
Potsdam-Rehbr&#252;cke (DIfE)<br />
Abteilung Experimentelle Diabetologie<br />
Arthur-Scheunert-Allee 114-116<br />
D-14558 Nuthetal<br />
Tel.: ++49 (0)33200 88 368<br />
E-Mail: schuermann@dife.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Medikament gegen Tropenkrankheit: Hallesche Forscher an Entwicklung beteiligt</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/05/medikament-gegen-tropenkrankheit-hallesche-forscher-an-entwicklung-beteiligt/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 05:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.jpg" rel="lightbox[pics2023]" title="Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.thumbnail.jpg" alt="Molek&#252;lstrukturen" width="255" height="199" class="attachment wp-att-2024" /></a><div class="imagecaption">Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie</div></div><strong>Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europ&#228;ischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen f&#252;r die Therapie der Tropenkrankheit <em>Bilharziose</em>, die durch den P&#228;rchenegel (Schistosoma) hervorgerufen wird. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Menschen mit dem Parasiten infiziert, was j&#228;hrlich zu 280.000 Todesf&#228;llen f&#252;hrt. Die Europ&#228;ische Union f&#246;rdert das Forschungsprojekt "SEtTReND - Schistosoma Epigenetics - Targets, Regulation, New Drugs" mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Beteiligt ist auch das Institut f&#252;r Pharmazie der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg (MLU).</strong>

<strong>Sieben universit&#228;re und au&#223;eruniversit&#228;re Forschungseinrichtungen</strong> sowie Industrieunternehmen arbeiten in dem Projekt zusammen, das vom Institut "<em>Louis-Pasteur</em>" in Lille ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.jpg" rel="lightbox[pics2023]" title="Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.thumbnail.jpg" alt="Molek&#252;lstrukturen" width="255" height="199" class="attachment wp-att-2024" /></a>
<div class="imagecaption">Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie</div>
</div>
<p><strong>Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europ&#228;ischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen f&#252;r die Therapie der Tropenkrankheit <em>Bilharziose</em>, die durch den P&#228;rchenegel (Schistosoma) hervorgerufen wird. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Menschen mit dem Parasiten infiziert, was j&#228;hrlich zu 280.000 Todesf&#228;llen f&#252;hrt. Die Europ&#228;ische Union f&#246;rdert das Forschungsprojekt &#0187;SEtTReND &#8211; Schistosoma Epigenetics &#8211; Targets, Regulation, New Drugs&#0171; mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Beteiligt ist auch das Institut f&#252;r Pharmazie der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg (MLU).</strong></p>
<p><strong>Sieben universit&#228;re und au&#223;eruniversit&#228;re Forschungseinrichtungen</strong> sowie Industrieunternehmen arbeiten in dem Projekt zusammen, das vom Institut &#0187;<em>Louis-Pasteur</em>&#0171; in Lille (Frankreich) koordiniert wird. </p>
<blockquote><p>&#0187;Die Idee ist, auf der Basis von epigenetischen Regulationsmechanismen des P&#228;rchenegels biologisch wirksame Verbindungen zu entwickeln, die gezielt den Parasiten abt&#246;ten k&#246;nnen&#0171;, erkl&#228;rt MLU-Professor Wolfgang Sippl vom Institutsbereich Pharmazeutische Chemie und Klinische Pharmazie. &#220;ber die n&#228;chsten drei Jahre wird Sippls Arbeitsgruppe Medizinische Chemie aus Mitteln des EU-FP-7 Rahmenprogramms mit 245.000 Euro unterst&#252;tzt. Ziel der beteiligten Wissenschaftler aus den Biowissenschaften und der Wirkstoffforschung ist es, neuartige Angriffskonzepte im parasit&#228;ren Lebenszyklus zu analysieren und gezielt Arzneistoffkandidaten zu entwickeln.</p></blockquote>
<p><strong>Epigenetische Mechansimen spielen</strong> eine wichtige Funktion in der genetischen Regulation und stellen potentielle Arzneistofftargets f&#252;r die Therapie von Tumoren und Infektionskrankheiten dar. Im Rahmen des Projektes sollen chemische und computerbasierte Verfahren mit biologischen Prozessen kombiniert werden, um neuartige Wirkstoffe f&#252;r die Therapie der Bilharziose zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe Medizinische Chemie besch&#228;ftigt sich insbesondere mit der Anwendung von computerbasierten Verfahren f&#252;r die gezielte Suche nach chemischen Leitstrukturen f&#252;r die Wirkstofftestung.</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Prof. Dr. Wolfgang Sippl<br />
Leiter der Abteilung Medizinische Chemie der MLU<br />
Telefon: 0345 55 25040<br />
E-Mail: wolfgang.sippl@pharmazie.uni-halle.de </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Myelom: Gute Prognose ist vorhersagbar</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 05:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Knochenmark]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Myelom]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Heidelberger Wissenschaftler entwickeln Kriterien f&#252;r die Risikobewertung des Knochenmarkkrebses Multiples Myelom
Der Knochenmarkkrebs <em>Multiples Myelom</em> kann einen guten Verlauf nehmen. Eine Abgrenzung der Patientengruppe mit einem geringen Risiko ist der Arbeitsgruppe um Dr. Jens Hillenga&#223; in der Sektion Multiples Myelom der Medizinischen Klinik Heidelberg gelungen. Wichtiger Hinweis sind Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte "fokale L&#228;sionen" im Knochen und Knochenmark, deren H&#228;ufung auf ein h&#246;heres Risiko hinweist.</strong>

<strong>Diese bedeutende Arbeit wurde</strong> gemeinsam mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Abteilung Radiodiagnostik des Universit&#228;tsklinikums erstellt und im "Journal of Clinical Oncology" publiziert und von der Dietmar-Hopp-Stiftung, Walldorf, finanziell unterst&#252;tzt.

<strong>Symptomatische und asymptomatische Erkrankungsform</strong>

<strong>Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung</strong>, bei der sich b&#246;sartige, Antik&#246;rper produzierende Zellen des Immunsystems (sogenannte Plasmazellen) im Knochenmark vermehren. Es lassen sich zwei Formen unterscheiden: das symptomatische und das asymptomatische ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heidelberger Wissenschaftler entwickeln Kriterien f&#252;r die Risikobewertung des Knochenmarkkrebses Multiples Myelom<br />
Der Knochenmarkkrebs <em>Multiples Myelom</em> kann einen guten Verlauf nehmen. Eine Abgrenzung der Patientengruppe mit einem geringen Risiko ist der Arbeitsgruppe um Dr. Jens Hillenga&#223; in der Sektion Multiples Myelom der Medizinischen Klinik Heidelberg gelungen. Wichtiger Hinweis sind Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte &#0187;fokale L&#228;sionen&#0171; im Knochen und Knochenmark, deren H&#228;ufung auf ein h&#246;heres Risiko hinweist.</strong></p>
<p><strong>Diese bedeutende Arbeit wurde</strong> gemeinsam mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Abteilung Radiodiagnostik des Universit&#228;tsklinikums erstellt und im &#0187;Journal of Clinical Oncology&#0171; publiziert und von der Dietmar-Hopp-Stiftung, Walldorf, finanziell unterst&#252;tzt.</p>
<p><strong>Symptomatische und asymptomatische Erkrankungsform</strong></p>
<p><strong>Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung</strong>, bei der sich b&#246;sartige, Antik&#246;rper produzierende Zellen des Immunsystems (sogenannte Plasmazellen) im Knochenmark vermehren. Es lassen sich zwei Formen unterscheiden: das symptomatische und das asymptomatische Multiple Myelom (sMM bzw. aMM). Rund 70 Prozent der Patienten leiden bei Erstdiagnose an der symptomatischen Form.</p>
<p><strong>Bei der ersten Krankheitsform kann es</strong> zum Abbau der Knochensubstanz mit der Folge von Schmerzen und Knochenbr&#252;chen kommen; es k&#246;nnen Beeintr&#228;chtigungen der Nierenfunktion sowie Blutarmut auftreten. Dar&#252;ber hinaus weisen einige Betroffene erh&#246;hte Konzentrationen an Kalzium sowie bestimmter Proteine im Blut und Urin auf und erkranken aufgrund des geschw&#228;chten Immunsystems h&#228;ufiger an Infektionen. Chemotherapie, der Einsatz neuer Wirkstoffe, die zellul&#228;re Signalwege beeinflussen, sowie gegebenenfalls die Transplantation von Blutstammzellen sind zurzeit die Behandlungsoptionen.</p>
<p><strong>Kein Handlungsbedarf ist dagegen</strong> nach dem gegenw&#228;rtigen Stand der Medizin beim asymptomatischen Multiplen Myelom gegeben, solange keine der oben genannten Anzeichen festzustellen sind. Auch beim aMM lassen sich vermehrt Produkte des Immunsystems im Blut nachweisen und die entarteten Immunzellen wandern ebenso ins Knochenmark ein. Dies wirft unweigerlich die Frage auf, ob und wie schnell sich aus einer asymptomatischen Plasmazellerkrankung ein lebensbedrohliches Multiples Myelom entwickelt.</p>
<p><strong>Drei Viertel der asymptomatischen Patienten erkranken</strong></p>
<p><strong>Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge</strong> steigt die Wahrscheinlichkeit f&#252;r ein sMM tats&#228;chlich im Laufe der Zeit an: Innerhalb von 15 Jahren gehen fast drei Viertel der asymptomatischen Erkrankungen in die therapiebed&#252;rftige Krebsform &#252;ber. Das Fortschreiten der Krankheit kann dabei von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. So ist es mehr als verst&#228;ndlich, wenn sich die Patienten in dieser prek&#228;ren Lage fragen: &#0187;Geh&#246;re ich zu den Risikopatienten?&#0171; Dies macht die absolute Dringlichkeit deutlich, Faktoren zu identifizieren, die mit einem ung&#252;nstigen Krankheitsverlauf verkn&#252;pft sind.</p>
<p><strong>Dr. Hillenga&#223; und seinen Kollegen</strong> gelang es nun, Risikopatienten pr&#228;ziser von Betroffenen mit mildem Krankheitsverlauf abzugrenzen: Mittels des sehr sensitiven Verfahrens der Magnetresonanztomografie (MRT) sind auch bereits bei aMM-Patienten kleine Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte &#0187;fokale L&#228;sionen&#0171; im Knochen und Knochenmark darstellbar. Patienten mit mehr als einer fokalen L&#228;sion m&#252;ssen mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem fr&#252;heren Voranschreiten der Erkrankung rechnen. Auch die diffuse Anreicherung von entarteten Plasmazellen im Knochenmark ist offenbar mit einer schlechten Prognose verbunden.</p>
<p><strong>Ganzk&#246;rperaufnahmen zeigen Tumorzellherde</strong></p>
<p><strong>Die Wissenschaftler hatten</strong> f&#252;r diese Erkenntnisse eine Gruppe von 149 Patienten mit aMM auf Anzeichen von fokalen oder diffusen Knochenmarkl&#228;sionen untersucht und die Blutkonzentration an Aktivit&#228;tsparametern des Multiplen Myeloms bestimmt. Dr. Hillenga&#223; untersuchte die Verl&#228;ufe der Betroffenen z.T. mehr als f&#252;nf Jahre, um herauszufinden, wer innerhalb dieses Zeitraums ein symptomatisches Myelom entwickelte. Anschlie&#223;end wurde gepr&#252;ft, inwieweit sich der Krankheitsverlauf mit den untersuchten Parametern in Verbindung bringen l&#228;sst.</p>
<p><strong>F&#252;r ihre Untersuchungen setzten</strong> die Forscher die Ganzk&#246;rper-Magnetresonanztomografie ein. Sie w&#228;hlten diese Nachweismethode, da sich Knochenmarksver&#228;nderungen besser darstellen lassen als mit anderen bildgebenden Verfahren wie R&#246;ntgen oder Computertomografie (CT). Die Ganzk&#246;rperaufnahmen erwiesen sich dabei als pr&#228;ziser als die alleinige Darstellung von Wirbels&#228;ule und Becken: Jeder f&#252;nfte untersuchte Patient hatte auch au&#223;erhalb von Wirbels&#228;ule und Becken fokale L&#228;sionen, die bei einer partiellen MRT (Wirbels&#228;ule plus Becken) &#252;bersehen worden w&#228;ren.</p>
<p><strong>H&#246;here Lebenserwartung durch rechtzeitige Therapie?</strong></p>
<blockquote><p>Dr. Hillenga&#223; bringt die Ergebnisse seines Forschungsteams auf den Punkt: &#0187;Die Ergebnisse der Ganzk&#246;rper-MRT sind f&#252;r uns eine wichtige Hilfe, um den Krankheitsverlauf unserer Patienten fr&#252;hzeitig einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen. Es w&#228;re w&#252;nschenswert, dieses Verfahren routinem&#228;&#223;ig in der Diagnostik von Patienten mit asymptomatischem Multiplen Myelom anzuwenden.&#0171;</p>
<p><strong>Noch l&#228;sst sich nicht sagen</strong>, ob Risikopatienten bei einer fr&#252;hzeitigen Diagnose von daraufhin eingeleiteten Behandlungsma&#223;nahmen profitieren und l&#228;nger leben w&#252;rden. Dies muss in einer prospektiven Studie im Vergleich zur Standarddiagnostik erst noch untersucht werden. &#0187;Wir halten dies aber f&#252;r einen viel versprechenden Ansatz und versuchen m&#246;glichst vielen Patienten auch solch innovative Methoden wie die Ganzk&#246;rper-MRT in der Routinediagnostik anzubieten.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Literatur:</strong><br />
<em>Prognostic significance of focal lesions in whole body magnetic resonance imaging in patients with asymptomatic multiple myeloma Jens Hillenga&#223;, Kerstin Fechtner, Marc-André Weber, Tobias B&#228;uerle, Sofia Ayyaz, Christiane Heiss, Thomas Hielscher, Thomas M Moehler, Gerlinde Egerer, Kai Neben, Anthony D Ho, Hans-Ulrich Kauczor, Stefan Delorme2, Hartmut Goldschmidt, Journal of Clinical Oncology.</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen im Internet:</strong><br />
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Bildgebung-beim-Multiplen-Myelom.109136.0.html</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Dr. Jens Hillenga&#223;<br />
Leiter der Arbeitsgruppe &#0187;Bildgebung beim Multiplen Myelom&#0171;<br />
Universit&#228;tsklinikum Heidelberg<br />
Tel.: 06221 / 56 80 03<br />
E-Mail: Jens.Hillengass@med.uni-heidelberg.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wuppertaler &#196;rzte entdecken gest&#246;rte Nervenversorgung des Herzens</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/28/wuppertaler-aerzte-entdecken-gestoerte-nervenversorgung-des-herzens/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 18:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Posturale]]></category>
		<category><![CDATA[POTS]]></category>
		<category><![CDATA[Tachykardie]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/prof-haensch.jpg" rel="lightbox[pics2018]" title="PD Dr. Carl-Albrecht Haensch"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/prof-haensch.thumbnail.jpg" alt="Haensch" width="255" height="235" class="attachment wp-att-2019" /></a><div class="imagecaption">PD Dr. Carl-Albrecht Haensch</div></div><strong>Mit dem Robert-Wartenberg Preis der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie</strong> wurde am Freitag Priv.-Doz. Dr. Carl-Albrecht Haensch ausgezeichnet. Der Preis war verbunden mit einer Vorlesung (Robert-Wartenberg-Lecture) auf dem Jahrestreffen der Leitenden Krankenhausneurologen am 26.02.2010 in Kassel. Haensch arbeitet am HELIOS-Klinikum Wuppertal, einem Klinikum der Privaten Universit&#228;t Witten/Herdecke, als Oberarzt f&#252;r Neurologie und Leiter des Wuppertaler Autonomen Labors. <strong>Er erh&#228;lt den Preis f&#252;r seine Forschung im Bereich des autonomen, vegetativen Nervensystems.</strong> 

<strong>Neu ist die Entdeckung, dass Beschwerden wie Schwindel, Herzrasen, Benommenheit oder Kopfschmerzen bis hin zum Kreislaufkollaps durch fehlende Nervenendigungen am Herzen ausgel&#246;st werden k&#246;nnen. </strong>Das Krankheitsbild hat den medizinischen Namen Posturales Tachykardiesyndrom, kurz <em>POTS</em>. 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Robert-Wartenberg Preis der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie ging am Freitag, dem 26. Februar an Priv.-Doz. Dr. Carl-Albrecht Haensch</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/prof-haensch.jpg" rel="lightbox[pics2018]" title="PD Dr. Carl-Albrecht Haensch"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/prof-haensch.thumbnail.jpg" alt="Haensch" width="255" height="235" class="attachment wp-att-2019" /></a>
<div class="imagecaption">PD Dr. Carl-Albrecht Haensch</div>
</div>
<p><strong>Mit dem Robert-Wartenberg Preis der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie</strong> wurde am Freitag Priv.-Doz. Dr. Carl-Albrecht Haensch ausgezeichnet. Der Preis war verbunden mit einer Vorlesung (Robert-Wartenberg-Lecture) auf dem Jahrestreffen der Leitenden Krankenhausneurologen am 26.02.2010 in Kassel. Haensch arbeitet am HELIOS-Klinikum Wuppertal, einem Klinikum der Privaten Universit&#228;t Witten/Herdecke, als Oberarzt f&#252;r Neurologie und Leiter des Wuppertaler Autonomen Labors. <strong>Er erh&#228;lt den Preis f&#252;r seine Forschung im Bereich des autonomen, vegetativen Nervensystems.</strong> </p>
<p><strong>Neu ist die Entdeckung, dass Beschwerden wie Schwindel, Herzrasen, Benommenheit oder Kopfschmerzen bis hin zum Kreislaufkollaps durch fehlende Nervenendigungen am Herzen ausgel&#246;st werden k&#246;nnen. </strong>Das Krankheitsbild hat den medizinischen Namen Posturales Tachykardiesyndrom, kurz <em>POTS</em>. </p>
<blockquote><p>&#0187;Wir konnten mit der sogenannten MIBG-Szintigraphie nachweisen, dass bei einem Teil der Patienten mit diesen Symptomen die Nervenendigungen des sympathischen Nervensystems am Herzen fehlen&#0171;, beschreibt Haensch das Ergebnis seines &#196;rzteteams. Bisher ging die Medizin davon aus, dass Patienten mit POTS ein gesundes Herz haben und die Beschwerden psychisch ausgel&#246;st werden.</p>
<p>&#0187;<strong>Das Krankheitsbild POTS ist in Deutschland kaum bekannt</strong> und wird daher nur selten festgestellt. Die meist jungen Patienten durchlaufen h&#228;ufig viele Untersuchungen, um die Beschwerden internistisch, neurologisch oder psychiatrisch abzukl&#228;ren&#0171;, schildert Haensch das Schicksal der Betroffenen. &#0187;Dabei kann man h&#228;ufig schon durch eine gezielte Befragung des Patienten und eine Untersuchung auf dem Kipptisch auf die Diagnose kommen&#0171;, sagt er. Auf dem Kipptisch wird der Blutdruck gemessen, w&#228;hrend der Patient zun&#228;chst auf einem Untersuchungstisch liegt, der dann &#8211; mit dem Patienten zusammen &#8211; in die Senkrechte gebracht wird. &#0187;Gesunde Menschen k&#246;nnen den etwa halben Liter Blut, der dann in die Beine sackt, automatisch ausgleichen, POTS-Patienten nicht&#0171;, erkl&#228;rt Haensch die einfache Untersuchung. Diesen Ausgleich reguliert bei gesunden Menschen das sog. autonome Nervensystem. Es steuert meist unbewusst Atmung, Herzschlag, Wimpernschlag &#8211; kurzum nahezu jedes Organ im K&#246;rper.</p></blockquote>
<p><strong>Im Autonomen Labor</strong> wiesen die &#196;rzte am HELIOS-Klinikum bei POTS-Patienten erstmals einen Verlust von Nervenfasern in Teilen des Herzens (autonome kardiale Denervierung) nach. (Ein Fachbeitrag wurde im <em>Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry</em> ver&#246;ffentlicht, s.u.) Diese Erkenntnis tr&#228;gt nach Ansicht der &#196;rzte langfristig dazu bei, die Erkrankung selbst und die Auswirkungen der gest&#246;rten Nervenversorgung besser zu verstehen. Da die autonomen Kerngebiete des Gehirns einer direkten Messung nicht zug&#228;nglich sind, m&#252;ssen zum Beispiel die Reaktionen verschiedener Organsysteme auf unterschiedliche Stimulationen untersucht werden. Hierf&#252;r stehen den untersuchenden &#196;rzten verschiedene Messmethoden zur Verf&#252;gung &#8211; darunter Schwei&#223;tests, Langzeit-Blutdruckmessungen, die Beobachtung von Ver&#228;nderungen der Herzfrequenz und Messungen der Pupillenweite.</p>
<p><strong>Weitere Informationen bei</strong> PD Dr. Carl-Albrecht Haensch, 0202/896 2913, carl-albrecht.haensch@helios-kliniken.de</p>
<p><strong>Den Originalbeitrag finden Sie hier:</strong><br />
<em>Haensch CA, Lerch H, Schlemmer H, Jigalin A, Isenmann S. Cardiac Neurotransmission Imaging with 123I-Meta-iodobenzylguanidine in Postural Tachycardia Syndrome. J Neurol Neurosurg Psychiatry. 2009 Aug 16</em></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Laparoskopische Nierentumorentfernung auf dem Vormarsch</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/28/laparoskopische-nierentumorentfernung-auf-dem-vormarsch/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 17:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Laparoskopie]]></category>
		<category><![CDATA[Niere]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Kleiner Eingriff mit gro&#223;er Wirkung - Bei einem Nierentumor muss heute nicht mehr das ganze Organ entfernt werden</h4>	
<em>Hamburg, 26. Februar 2010</em>. <strong>Patienten mit einem Tumor an der Niere, bei denen nur ein Teil des Organs entfernt wird, haben ebenso gute Prognosen wie jene, bei denen die Niere komplett entfernt wird. Das zeigen j&#252;ngste klinische Erfahrungen, &#252;ber die Experten der Asklepios Klinik Barmbek in der Fachzeitschrift medtropole f&#252;r niedergelassene &#196;rzte berichten. Zudem sind minimal invasive Operationen auf dem Vormarsch. F&#252;r die Patienten bedeutet dies zum einen eine schonendere Operation, zum anderen behalten sie ihre volle Nierenfunktion.</strong>

<strong>Erhaltung statt totale Entfernung</strong> ist das Motto, wenn es heute um die Behandlung eines Tumors an der Niere geht. Meist erfolgt der Eingriff mit 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Kleiner Eingriff mit gro&#223;er Wirkung &#8211; Bei einem Nierentumor muss heute nicht mehr das ganze Organ entfernt werden</h4>
<p><em>Hamburg, 26. Februar 2010</em>. <strong>Patienten mit einem Tumor an der Niere, bei denen nur ein Teil des Organs entfernt wird, haben ebenso gute Prognosen wie jene, bei denen die Niere komplett entfernt wird. Das zeigen j&#252;ngste klinische Erfahrungen, &#252;ber die Experten der Asklepios Klinik Barmbek in der Fachzeitschrift medtropole f&#252;r niedergelassene &#196;rzte berichten. Zudem sind minimal invasive Operationen auf dem Vormarsch. F&#252;r die Patienten bedeutet dies zum einen eine schonendere Operation, zum anderen behalten sie ihre volle Nierenfunktion.</strong></p>
<p><strong>Erhaltung statt totale Entfernung</strong> ist das Motto, wenn es heute um die Behandlung eines Tumors an der Niere geht. Meist erfolgt der Eingriff mit so genannten Laparoskopen, also von au&#223;en steuerbaren Instrumenten, die in den Bauchraum eingef&#252;hrt werden. Der Arzt sieht &#252;ber eine Kamera genau, wo sich der Tumor befindet. Dieses Vorgehen hat sich in der j&#252;ngsten Vergangenheit immer st&#228;rker etabliert und wird heute von den &#196;rzten bevorzugt, wenn die Voraussetzungen stimmen. Dazu z&#228;hlt unter anderem, dass der Tumor nicht in die Blutgef&#228;&#223;e eingewachsen ist. Nierentumoren werden auf diese Weise effektiv entfernt und die Langzeitprognose f&#252;r die Patienten ist hoch. Gleichzeitig ist der Eingriff im Gegensatz zum offen chirurgischen Eingriff f&#252;r die Patienten risiko&#228;rmer und sie k&#246;nnen das Krankenhaus nach kurzer Zeit wieder verlassen.</p>
<p><strong>Fr&#252;herkennung erm&#246;glicht schonendere OP-Verfahren</strong><br />
<strong>Ein Gro&#223;teil der Nierentumore</strong> wird heute in einem sehr fr&#252;hen Stadium durch Ultraschalluntersuchungen bei der Vorsorge oder Untersuchung anderer Symptome festgestellt. Diese Tumore sind dann noch sehr klein und lokal klar begrenzt, ohne dass sie gesundes Gewebe gesch&#228;digt haben. Diese Tatsache spricht zus&#228;tzlich f&#252;r den laparoskopischen Eingriff von au&#223;en. Studien an entnommenen Tumoren belegen weiterhin, dass <strong>rund 15 Prozent gutartig sind</strong>. Auch dieses Ergebnis spricht f&#252;r den lokal begrenzten Eingriff, denn ansonsten w&#252;rden gesunde Nieren ohne Not entfernt. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich vorab nicht abkl&#228;ren l&#228;sst, ob der Tumor gutartig oder b&#246;sartig ist. <strong>F&#252;r den Eingriff mit Laparoskopen muss ein Patient vollkommen gesund sein</strong>. In manchen F&#228;llen kann die Teilentfernung des Tumors daher auch mit einem normalen chirurgischen Eingriff erfolgen. Dies gilt, wenn die Patienten schon einmal im Bauchraum operiert wurden oder Lungenerkrankungen haben.</p>
<p><strong>Unterschiedliche Studien zeigten</strong>, dass Patienten, denen die Niere nur teilweise entfernt wird, eine genau so hohe &#220;berlebensrate haben wie jene, bei denen das ganze Organ entfernt wurde. Neuere Studien zeigen sogar, dass dies bis zu einer <strong>Tumorgr&#246;&#223;e von sieben Zentimetern</strong> der Fall ist. Bei einer teilweisen Entnahme profitiert der Patient also bei gleichem Therapieerfolg hinsichtlich der Krebserkrankung vom Erhalt der Niere. </p>
<blockquote><p>Daher, so berichten die Autoren Dr. Holger B&#246;hme, leitender Oberarzt der Abteilung f&#252;r Urologie in der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg, und Prof. Dr. Andreas Gross, Chefarzt der Abteilung, weiter, wird bei den meisten heute diagnostizierten Nierentumoren die Teiloperation zumindest grunds&#228;tzlich versucht. Zwar werden die meisten dieser Operationen noch auf dem klassischen Weg durchgef&#252;hrt, doch ist die Laparoskopie auf dem Vormarsch, wie Erfahrungen an der Asklepios Klinik Barmbek belegen. W&#228;hrend beim konventionellen Vorgehen eine Schnittl&#228;nge von 15 bis 20 Zentimeter erforderlich ist, gen&#252;gen bei der laparoskopischen Operation drei Einschnitte von je einem Zentimeter und ein etwas gr&#246;&#223;erer Schnitt, durch den der Tumor nach au&#223;en entfernt wird. Weniger Schmerzen nach der Operation und weniger Blutverlust sind weitere Vorteile. Bei beiden Operationsarten wird zun&#228;chst die Niere freigelegt, dann werden die Blutgef&#228;&#223;e abgebunden und der Tumor entfernt. Das Nierengewebe wird vern&#228;ht und die Blutzufuhr wieder hergestellt. Anschlie&#223;end werden das Tumorgewebe und das Randgewebe untersucht. Erst wenn klar sein sollte, dass das Randgewebe von Krebszellen befallen ist, muss eine zweite Operation erfolgen, oder die Entnahme der ganzen Niere.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<a href="http://www.medtropole.de">Homepage</a> der &#196;rztezeitschrift medtropole<br />
<a href="http://www.asklepios.com/barmbek">Homepage</a> der Asklepios Klinik Barmbek</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tumorbilder mit Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikeln</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/23/tumorbilder-mit-mikroblaeschen-und-goldnanopartikeln/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 05:15:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Goldnanopartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Hochfrequent]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrastmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrobläschen]]></category>
		<category><![CDATA[ultraschall]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Ein neues Bildgebungsverfahren f&#252;r die Tumordiagnostik und -behandlung entwickeln Bochumer Forscher am Lehrstuhl f&#252;r Medizintechnik: Erstmals kombinieren sie Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikel zu einem Kontrastmittel, das nicht nur den Ort eines Tumors anzeigt, sondern auch seine Struktur. Zu Beginn des Jahres 2010 fiel der Startschuss f&#252;r das Kooperationsvorhaben "ForSaTum". Ziel ist, neue Konzepte zur Tumorbehandlung zu entwickeln und beschleunigt umzusetzen. Bochumer Forscher um Prof. Dr. Georg Schmitz sind als Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt. Sie erhalten 1,2 Millionen Euro f&#252;r drei Jahre.</strong>

<blockquote><strong>Nachweis tumorspezifischer Kontrastmittel</strong>
"Wir entwickeln in unserem Teilprojekt ein Abbildungssystem, das die beiden Verfahren mit Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikeln integriert und quantitative Messungen erm&#246;glicht", so Prof. Schmitz. "Dabei entstehen Bildgebungsverfahren, mit denen wir m&#246;glichst geringe Mengen dieser tumorspezifischen Kontrastmittel nachweisen k&#246;nnen." Die mikrometergro&#223;en Gasbl&#228;schen werden durch H&#252;llen stabilisiert, auf denen Molek&#252;le angebracht sind, die sich im Tumorgewebe binden. Akustische Verfahren in der Ultraschallbildgebung machen dieses Kontrastmittel dann sichtbar.</blockquote>

<strong>Akustische und photoakustische Verfahren</strong>

<strong>Das Nachweisverfahren ist so hochgenau,</strong> dass es selbst einzelne Mikrobl&#228;schen anzeigt. Da der Einsatz auf das Gef&#228;&#223;system beschr&#228;nkt ist, untersuchen die Bochumer Forscher auch photoakustische Verfahren. Hierbei verwenden sie als Kontrastmittel beispielsweise Goldnanopartikel, die tiefer ins Gewebe eindringen und &#252;ber entsprechende Beschichtungen tumorspezifisch binden. Sie werden mit einem Laserpuls zur Schallemission angeregt. Die im Ultraschallbild dargestellten Echos sollen in Zukunft Auskunft &#252;ber die physiologischen Vorg&#228;nge im Tumorgewebe geben.
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/hf-tumor-us.jpg" rel="lightbox[pics0]" title=""><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/hf-tumor-us.thumbnail.jpg" alt="Hochfrequentes Ultraschallbild eines Tumors (links) und &#252;berlagerte Analyse der Einstr&#246;mung von Mikrobl&#228;schen in die Blutgef&#228;&#223;e des Tumors (rechts)" width="255" height="113" class="attachment wp-att-2010" /></a>
<div class="imagecaption">Hochfrequentes Ultraschallbild eines Tumors (links) und &#252;berlagerte Analyse der Einstr&#246;mung von Mikrobl&#228;schen in die Blutgef&#228;&#223;e des Tumors (rechts) Foto: RUB</div>
</div>
<p><strong>Ein neues Bildgebungsverfahren f&#252;r die Tumordiagnostik und -behandlung entwickeln Bochumer Forscher am Lehrstuhl f&#252;r Medizintechnik: Erstmals kombinieren sie Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikel zu einem Kontrastmittel, das nicht nur den Ort eines Tumors anzeigt, sondern auch seine Struktur. Zu Beginn des Jahres 2010 fiel der Startschuss f&#252;r das Kooperationsvorhaben &#0187;ForSaTum&#0171;. Ziel ist, neue Konzepte zur Tumorbehandlung zu entwickeln und beschleunigt umzusetzen. Bochumer Forscher um Prof. Dr. Georg Schmitz sind als Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt. Sie erhalten 1,2 Millionen Euro f&#252;r drei Jahre.</strong></p>
<blockquote><p><strong>Nachweis tumorspezifischer Kontrastmittel</strong><br />
&#0187;Wir entwickeln in unserem Teilprojekt ein Abbildungssystem, das die beiden Verfahren mit Mikrobl&#228;schen und Goldnanopartikeln integriert und quantitative Messungen erm&#246;glicht&#0171;, so Prof. Schmitz. &#0187;Dabei entstehen Bildgebungsverfahren, mit denen wir m&#246;glichst geringe Mengen dieser tumorspezifischen Kontrastmittel nachweisen k&#246;nnen.&#0171; Die mikrometergro&#223;en Gasbl&#228;schen werden durch H&#252;llen stabilisiert, auf denen Molek&#252;le angebracht sind, die sich im Tumorgewebe binden. Akustische Verfahren in der Ultraschallbildgebung machen dieses Kontrastmittel dann sichtbar.</p></blockquote>
<p><strong>Akustische und photoakustische Verfahren</strong></p>
<p><strong>Das Nachweisverfahren ist so hochgenau,</strong> dass es selbst einzelne Mikrobl&#228;schen anzeigt. Da der Einsatz auf das Gef&#228;&#223;system beschr&#228;nkt ist, untersuchen die Bochumer Forscher auch photoakustische Verfahren. Hierbei verwenden sie als Kontrastmittel beispielsweise Goldnanopartikel, die tiefer ins Gewebe eindringen und &#252;ber entsprechende Beschichtungen tumorspezifisch binden. Sie werden mit einem Laserpuls zur Schallemission angeregt. Die im Ultraschallbild dargestellten Echos sollen in Zukunft Auskunft &#252;ber die physiologischen Vorg&#228;nge im Tumorgewebe geben.</p>
<blockquote><p><strong>Erforschung nicht-invasiver Bildgebung</strong><br />
&#0187;Viele onkologische Diagnose- und Therapieans&#228;tze scheitern an hohen Entwicklungskosten und mangelnder klinischer Effizienz&#0171;, erkl&#228;rt Prof. Fabian Kiessling, Lehrstuhl f&#252;r Experimentelle Molekulare Bildgebung an der RWTH Aachen und Leiter des Konsortiums ForSaTum. &#0187;Nicht-invasive Bildgebung erm&#246;glicht die Erhebung physiologischer und molekularer Informationen, die die Aussagekraft pr&#228;klinischer Studien erh&#246;hen und die Zahl klinisch scheiternder Behandlungsans&#228;tze vermindern kann. Zudem senkt sie deutlich die Entwicklungskosten&#0171;, so Prof. Kiessling weiter.</p></blockquote>
<p><strong>Kooperation mit RWTH Aachen und Industriepartnern</strong></p>
<p>Das Verbundprojekt &#0187;Forschungssatellit f&#252;r eine beschleunigte Umsetzung neuer Tumorbehandlungskonzepte&#0171;, kurz ForSaTum, wird als ein Sieger des Wettbewerbs HighTech.NRW vom Ministerium f&#252;r Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW in einer dreij&#228;hrigen Laufzeit mit 7,6 Millionen Euro gef&#246;rdert &#8211; mit Mitteln des EU-NRW Ziel 2-Programms &#0187;Regionale Wettbewerbsf&#228;higkeit und Besch&#228;ftigung 2007 &#8211; 2013&#8243; (EFRE). Zus&#228;tzlich bringen die beteiligten Projektpartner 3,6 Millionen Euro auf. Dem Bochumer Lehrstuhl f&#252;r Medizintechnik stehen 1,2 Millionen Euro zur Durchf&#252;hrung des Projektes zur Verf&#252;gung. Neben den Forschungseinrichtungen der Ruhr-Universit&#228;t Bochum und RWTH Aachen sind Industriepartner aus ganz NRW wie Philips, AplaGen, PharmedArtis, Kairos, ITZ Medicom, Digital Medics, invivoContrast und das Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik (AKM) beteiligt.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
Prof. Dr.-Ing. Georg Schmitz, Lehrstuhl f&#252;r Medizintechnik der RUB, Fakult&#228;t f&#252;r Elektrotechnik und Informationstechnik, Tel. 0234/32 27573<br />
E-Mail: georg.schmitz@rub.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neuer Genort f&#252;r Vorhofflimmern entdeckt: Ansatzpunkt f&#252;r innovative Therapien</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 05:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Genort]]></category>
		<category><![CDATA[Kaliumkanal]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhofflimmern]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Vorhofflimmern ist eine chronische Rhythmusst&#246;rung des Herzens</strong>, die etwa eine Million Menschen in Deutschland betrifft. Die St&#246;rung ist zwar nicht akut lebensbedrohlich, erh&#246;ht jedoch das Risiko f&#252;r schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Demenz erheblich. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des AFNET-Wissenschaftlers Privat-Dozent Dr. Stefan K&#228;&#228;b, LMU M&#252;nchen, in einer genomweiten Assoziationsstudie einen neuen Genort identifiziert, der das Risiko f&#252;r Vorhofflimmern signifikant beeinflusst.
<strong>Dieser steht in funktionellem Zusammenhang zu einem Kalium-Kanal</strong>, der bei der Erregungsbildung des Herzens eine Rolle spielt. "<em>Die Kenntnis dieses Zusammenhangs erm&#246;glicht es uns, gezielt neue Wirkstoffe zu entwickeln, die Vorhofflimmern behandeln k&#246;nnen</em>", erl&#228;utert K&#228;&#228;b. Die Meta-Analyse, in der das Genom von  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vorhofflimmern ist eine chronische Rhythmusst&#246;rung des Herzens</strong>, die etwa eine Million Menschen in Deutschland betrifft. Die St&#246;rung ist zwar nicht akut lebensbedrohlich, erh&#246;ht jedoch das Risiko f&#252;r schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Demenz erheblich. Nun hat ein internationales Forscherteam unter Leitung des AFNET-Wissenschaftlers Privat-Dozent Dr. Stefan K&#228;&#228;b, LMU M&#252;nchen, in einer genomweiten Assoziationsstudie einen neuen Genort identifiziert, der das Risiko f&#252;r Vorhofflimmern signifikant beeinflusst.<br />
<strong>Dieser steht in funktionellem Zusammenhang zu einem Kalium-Kanal</strong>, der bei der Erregungsbildung des Herzens eine Rolle spielt. &#0187;<em>Die Kenntnis dieses Zusammenhangs erm&#246;glicht es uns, gezielt neue Wirkstoffe zu entwickeln, die Vorhofflimmern behandeln k&#246;nnen</em>&#0171;, erl&#228;utert K&#228;&#228;b. Die Meta-Analyse, in der das Genom von 1335 Patienten mit Vorhofflimmern mit dem Erbgut von 12844 gesunden Probanden verglichen wurde, ber&#252;cksichtigt Daten aus zehn umfangreichen epidemiologischen Studien. Die Analyse entstand in enger Zusammenarbeit von Forschern der LMU M&#252;nchen, der TU M&#252;nchen und des Helmholtz Zentrums M&#252;nchen sowie mit Beitr&#228;gen aus &#252;ber 50 internationalen Forschungseinrichtungen. (<em>Nature Genetics online, 21. Februar 2010</em>)</p>
<p><strong>Um das Blut reibungslos durch den K&#246;rper</strong> zu transportieren und die Versorgung der lebenswichtigen Organe sicherzustellen, m&#252;ssen die Schl&#228;ge des Herzens perfekt koordiniert sein: Die Kontraktionen der Vorh&#246;fe und der Herzkammern m&#252;ssen in ihrer zeitlichen Folge genau aufeinander abgestimmt sein. Kann der Sinusknoten &#8211; der elektrische Taktgeber des Herzens &#8211; diese Aufgabe nicht mehr ausreichend erf&#252;llen, kommt es zu einer Herzrhythmusst&#246;rung. Im Gegensatz zum Kammerflimmern ist das Vorhofflimmern eine mildere Form der Herzrhythmusst&#246;rung, die nicht akut lebensbedrohlich ist. &#0187;Allerdings kann Vorhofflimmern zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen f&#252;hren &#8211; vor allem dadurch, dass das Blut nicht mehr vollst&#228;ndig aus dem Herzen gepumpt wird und so leichter Blutgerinnsel entstehen&#0171;, erl&#228;utert K&#228;&#228;b. &#0187;Diese k&#246;nnen wiederum Schlaganf&#228;lle oder eine Embolie &#8211; also dem Verschluss eines Blutgef&#228;&#223;es &#8211; nach sich ziehen. Zudem erh&#246;ht Vorhofflimmern das Risiko f&#252;r eine Herzinsuffizienz und kann zu einer Einschr&#228;nkung der Hirnleistung bis hin zur Demenz f&#252;hren.&#0171;</p>
<p><strong>Zugleich ist Vorhofflimmern eine Erkrankung mit hoher sozio&#246;konomischer Bedeutung:</strong> Allein in Deutschland sind bis zu einer Million Menschen betroffen, weltweit wird die Zahl auf bis zu 600 Millionen Menschen gesch&#228;tzt. Ein internationales Forscherteam um Dr. K&#228;&#228;b hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die genetischen Signalwege aufzudecken, die zur Entstehung dieser bislang wenig verstandenen St&#246;rung beitragen. Dabei ist es den Wissenschaftlern in zwei hochrangig publizierten Studien bereits gelungen, mehrere wichtige Genorte zu identifizieren, die das Risiko f&#252;r Vorhofflimmern signifikant beeinflussen. So entdeckten die Forscher einen Genort auf Chromosom 16, der die Synthese eines Molek&#252;ls f&#252;r die Herzentwicklung beeinflusst. Zudem sp&#252;rten sie neun Regionen im Erbgut auf, die sich auf die Zeitdauer des PQ-Intervalls &#8211; einer Messstrecke des EKG &#8211; auswirken und &#252;ber diesen Marker auch mit dem Risiko f&#252;r das Auftreten von Vorhofflimmern zusammenh&#228;ngen.</p>
<p><strong>In der neuen Untersuchung fassten die Forscher</strong> in Kooperation mit dem Kardiologen Patrick T. Ellinor vom Massachusetts General Hospital in Boston (USA) die Daten aus f&#252;nf gro&#223; angelegten genomweiten Assoziationsstudien in einer Meta-Analyse zusammen. Dabei betrachteten sie jedoch nur eine Untergruppe der Studienteilnehmer &#8211; n&#228;mlich 1335 Personen, die von einer besonderen Form des Vorhofflimmerns betroffen waren. Dieses so genannte Lone Atrial Fibrillation (Lone AF) zeichnet sich durch einen Krankheitsbeginn vor dem 65. Lebensjahr und das Fehlen struktureller Begleiterkrankungen aus. </p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Durch diese sehr homogene Untersuchungsgruppe</strong> ist es uns gelungen, einen neuen Genort zu entdecken, der das Risiko f&#252;r Vorhofflimmern signifikant beeinflusst, n&#228;mlich KCNN3&#8243;, sagt K&#228;&#228;b. &#0187;Gl&#252;cklicherweise handelt es sich dabei um ein Gen, das an der Synthese eines Kaliumkanals beteiligt ist. Dieser spielt bei der Erregungsbildung des Herzens eine Rolle und stellt somit ein m&#246;gliches Ziel f&#252;r neue Medikamente dar.&#0171;</p>
<p><strong>So k&#246;nnten in zuk&#252;nftigen Studien neuartige Wirkstoffe</strong> entwickelt und erprobt werden, die gezielt an diesem Kaliumkanal ansetzen und auf diese Weise eine unkoordinierte Erregung des Herzens verringern. &#0187;Gleichzeitig verbessert das Ergebnis unser Verst&#228;ndnis &#252;ber die pathophysiologischen Mechanismen, die zur Entstehung des Vorhofflimmerns beitragen&#0171;, sagt K&#228;&#228;b. &#0187;Zudem hoffen wir, dass die Ergebnisse langfristig gesehen f&#252;r eine individuelle Risikovorhersage genutzt werden k&#246;nnen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Neben den M&#252;nchner Forschern</strong> waren an der Untersuchung Wissenschaftler aus mehr als 50 Forschungseinrichtungen in Deutschland, den USA, den Niederlanden, Estland und Island beteiligt. Gef&#246;rdert wurde das Projekt unter anderem durch das Nationale Genomforschungsnetz (NGFN), das Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET), die internationale Fondation Leducq und den Investitionsfonds im Rahmen der Exzellenzinitiative der LMU.</p>
<p><strong>Publikation:</strong><br />
<em>&#0187;Common variants in KCNN3 are associated with lone artrial fibrillation&#0171;;<br />
Patrick T. Ellinor et al.; Nature Genetics online; 21. Februar 2010<br />
DOI: 10.1038/ng.537</em><br />
<strong>wissenschaftlicher Kontakt:</strong></p>
<p>Privatdozent Dr. Stefan K&#228;&#228;b<br />
Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen<br />
Marchioninistr. 15<br />
81377 M&#252;nchen<br />
Tel.: 089 / 7095-3049<br />
Fax: 089 / 7095-6076<br />
E-Mail: stefan.kaab@med.uni-muenchen.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Dendritische Zellen &#8211; Nicht alle erkennen Viren</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 05:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<category><![CDATA[dendritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Protein]]></category>
		<category><![CDATA[Viren]]></category>
		<category><![CDATA[Zelle]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Um uns vor Viren, Bakterien und Parasiten</strong> zu sch&#252;tzen, sind die Immunzellen unseres K&#246;rpers mit verschiedenen Abwehrsystemen ausgestattet. Wissenschaftler des MPI f&#252;r Biochemie und der Biotech-Firma Bavarian Nordic GmbH in Martinsried haben jetzt erstmals eine hochspezialisierte Familie der Abwehrzellen auf Ebene ihrer Proteine untersucht. "<em>Zu unserer &#220;berraschung erkannten wir, dass nicht alle Mitglieder der dendritischen Zellfamilie Krankheitserreger wie Viren erkennen k&#246;nnen</em>", erl&#228;utert Christian A. Luber, Wissenschaftler am MPI f&#252;r Biochemie. "<em>Dieses Verhalten konnten wir allein aus ihrer Proteinausstattung vorhersagen.</em>" Die Arbeit wurde jetzt in "<em>Immunity</em>" publiziert ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um uns vor Viren, Bakterien und Parasiten</strong> zu sch&#252;tzen, sind die Immunzellen unseres K&#246;rpers mit verschiedenen Abwehrsystemen ausgestattet. Wissenschaftler des MPI f&#252;r Biochemie und der Biotech-Firma Bavarian Nordic GmbH in Martinsried haben jetzt erstmals eine hochspezialisierte Familie der Abwehrzellen auf Ebene ihrer Proteine untersucht. &#0187;<em>Zu unserer &#220;berraschung erkannten wir, dass nicht alle Mitglieder der dendritischen Zellfamilie Krankheitserreger wie Viren erkennen k&#246;nnen</em>&#0171;, erl&#228;utert Christian A. Luber, Wissenschaftler am MPI f&#252;r Biochemie. &#0187;<em>Dieses Verhalten konnten wir allein aus ihrer Proteinausstattung vorhersagen.</em>&#0171; Die Arbeit wurde jetzt in &#0187;<em>Immunity</em>&#0171; publiziert.<br />
Die Immunabwehr ist ein hochkomplexes System, welches aus vielen verschiedenen Zelltypen besteht. F&#252;r eine erfolgreiche Bek&#228;mpfung von unerw&#252;nschten Eindringlingen ist es deshalb notwendig, all diese Zellen eng zu koordinieren. <strong>Die Entscheidung, bei welcher Infektion welcher Zelltyp wie eingesetzt wird, trifft hierbei eine hochspezialisierte Familie von Abwehrzellen: die dendritischen Zellen.</strong></p>
<p><strong>Wie eine Art Polizei sitzen</strong> dendritische Zellen in Geweben wie der Haut und warten auf Eindringlinge. Treffen sie auf einen solchen, nehmen sie alle Informationen &#252;ber den Fremdling auf. Anschlie&#223;end wandern sie zu den Lymphknoten, wo sie die Informationen anderen Abwehrzellen wie ein Fahndungsfoto pr&#228;sentieren. Diese k&#246;nnen dann mit der zielgerichteten Abwehr beginnen. &#0187;Dendritische Zellen sind sozusagen Zellen im Generalsrang, die den anderen Truppen die Richtung zur Bek&#228;mpfung einer Infektion vorgeben&#0171;, erkl&#228;rt Christian A. Luber. &#0187;Genau diese F&#252;hrungsrolle macht sie f&#252;r uns so interessant.&#0171;</p>
<p><strong>Bisher nahmen Wissenschaftler an</strong>, dass jede dendritische Zelle Viren erkennen kann. Die Ergebnisse der Forschungsabteilung Proteomics und Signaltransduktion unter Leitung von Matthias Mann zeigen jedoch, dass nur bestimmte Mitglieder der dendritischen Zellfamilie die daf&#252;r notwendige Proteinausstattung besitzen.</p>
<p><strong>In Zusammenarbeit mit der Bavarian Nordic GmbH</strong> konnte dieses Ergebnis best&#228;tigt werden. Die Forscher infizierten dendritischen Zellen mit verschiedenen Viren, darunter auch Grippeviren, und stellten fest, dass ein bestimmtes Familienmitglied der dendritischen Zellen keine Reaktion zeigt. Ihm fehlen die notwendigen Proteine, um die Viren erkennen zu k&#246;nnen. </p>
<blockquote><p>&#0187;Es ist schon seit l&#228;ngerem bekannt, dass dendritische Zellen so etwas wie Arbeitsteilung kennen. Dass dies auch f&#252;r etwas so Fundamentales wie die Erkennung von Grippeviren gilt, hat uns sehr erstaunt&#0171;, so Christian A. Luber. &#0187;Unsere Ergebnisse k&#246;nnten helfen, die komplexen Mechanismen des Immunsystems noch besser zu verstehen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong><br />
C. A. Luber, J. Cox, H. Lauterbach, B. Fancke, M. Selbach, J.Tschopp, S. Akira, M. Wiegand, H. Hochrein, M. O&#8249;Keeffe, M. Mann: Quantitative proteomics reveals subset-specific viral recognition in dendritic cells. Immunity, February 18, 2010.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Matthias Mann<br />
Proteomics and Signaltransduktion<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r Biochemie<br />
An Klopferspitz 18<br />
82152 Martinsried<br />
mmann@biochem.mpg.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Diabetes-Forscher am Klinikum der Uni M&#252;nchen erh&#228;lt Werner-Creutzfeld-Preis</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 05:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[diabetes]]></category>
		<category><![CDATA[GLP]]></category>
		<category><![CDATA[Peptid-Hormon GIP]]></category>

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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Burkhard G&#246;ke hat den mit 10.000 Euro dotierten Werner-Creutzfeldt-Preis 2010 der Deutschen Diabetes-Gesellschaft erhalten. Damit hat die Organisation die Forschungen des Direktors der Medizinischen Klinik und Poliklinik II (Campus Gro&#223;hadern) und &#228;rztlichen Direktors des Klinikums der Universit&#228;t M&#252;nchen gew&#252;rdigt. &#0187;Dieser Preise freut mich besonders deshalb, weil man f&#252;r seine kontinuierliche Forschung und nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Prof. Dr. Burkhard G&#246;ke hat den mit 10.000 Euro dotierten Werner-Creutzfeldt-Preis 2010 der Deutschen Diabetes-Gesellschaft erhalten. Damit hat die Organisation die Forschungen des Direktors der Medizinischen Klinik und Poliklinik II (Campus Gro&#223;hadern) und &#228;rztlichen Direktors des Klinikums der Universit&#228;t M&#252;nchen gew&#252;rdigt. &#0187;<em>Dieser Preise freut mich besonders deshalb, weil man f&#252;r seine kontinuierliche Forschung und nicht nur f&#252;r eine Einzelleistung ausgezeichnet wird</em>&#0171;, sagt der Preistr&#228;ger. Gestiftet wird der Preis von der Firma Lilly (Bad Homburg).</strong></p>
<p><strong>Konkret geht es um Prof. G&#246;kes Arbeiten</strong> &#252;ber das Peptid-Hormon GLP-1 (f&#252;r &#0187;Glucagon-like Peptid 1), &#0187;<em>das eine wesentliche Rolle im Zucker-Stoffwechsel spielt</em>&#0171;, wie der Mediziner erl&#228;utert. Gebildet von bestimmten Zellen des D&#252;nndarms, wird das Hormon in den Blutkreislauf abgegeben, sobald wir etwas essen. Dann bewirkt es eine der jeweiligen Mahlzeit angepasste Abgabe von Insulin aus der Bauchspeicheldr&#252;se. Letzten Endes entfernt der K&#246;rper genau so viel des sch&#228;dlich wirkenden Zuckers aus dem Blut, dass keine gef&#228;hrlichen Unterzuckerungen auftreten. &#220;berdies hemmt GLP-1 das Hunger- und Durstgef&#252;hl, verz&#246;gert die Magenentleerung und bremst die Bildung von Zucker in der Leber. Bei Typ-2-Diabetikern ist einerseits die Aussch&#252;ttung des Peptid-Hormons vermindert und andererseits auch dessen Wirkung herabgesetzt.</p>
<p><strong>Die Arbeitsgruppe um Prof. G&#246;ke</strong> hat die Andockstellen (Rezeptoren) von GLP-1 in der Bauchspeicheldr&#252;se beschrieben. Durch gezielte gentechnologische Ver&#228;nderungen des Rezeptors hat das Team wichtige Detailkenntnisse zur molekularen Signal&#252;bertragung von GLP-1 gewonnen. Die Forschungen unterst&#252;tzten letztlich die Entwicklung neuer Medikamente, die inzwischen auf dem Markt und in der Diabetes-Therapie etabliert sind. Durch neue Erkenntnisse &#252;ber das GLP-1-verwandte Peptid-Hormon GIP hat das M&#252;nchener Team aus &#196;rzten, Veterin&#228;ren und Grundlagenforschern jetzt eine Art <em>diabetisches Schwein</em> geschaffen. An diesem Gro&#223;tier lassen sich nun Untersuchungen &#252;ber den Diabetes-Verlauf und neue Therapie-Interventionen sehr &#228;hnlich zur Situation beim menschlichen Patienten machen.</p>
<p><strong>Prof. G&#246;ke bedankte sich</strong> f&#252;r die Auszeichnung und verwies auf die exzellente Zusammenarbeit mit Kollegen aus zun&#228;chst Marburg und jetzt M&#252;nchen und hob auch die nachhaltige Unterst&#252;tzung seiner Arbeiten durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft hervor.</p>
<p><strong>Forschung und Patientenversorgung</strong><br />
Am Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen gibt es mehrere spezialisierte Einrichtungen f&#252;r die Erforschung des Krankheitsbildes Diabetes sowie f&#252;r die Behandlung von Patienten.</p>
<ul>
<li>Spezialambulanz Stoffwechsel/Diabetes in der Medizinischen Klinik II am Campus Gro&#223;hadern, Marchioninistr. 15, 81377 M&#252;nchen. Tel: 089/7095-3010</li>
<li>Diabetes-Zentrum in der Medizinischen Klinik, Campus Innenstadt, Ziemssenstr. 1, 80336 M&#252;nchen<br />
Tel: 089/5160-2330<br />
E-mail: kontakt@diabeteszentrum-uni-muenchen-innenstadt.de</li>
<li>P&#228;diatrische Diabetologie im Dr. von Haunersches Kinderspital, Lindwurmstr. 4a, 80337 M&#252;nchen<br />
Tel: 089/5160-2839</li>
</ul>
<p><strong>Literatur:</strong><br />
<em>R. G&#246;ke, H.C. Fehmann, T. Linn, H. Schmidt, M. Krause, J. Eng, B. G&#246;ke: Exendin-4 is a high potency agonist and truncated exendin (9-39) amide a potent agonist at the GLP-1 (7-37) amide receptor of insulin-secreting &#223;-cells. J. Biol. Chem. 1993; 268: 19650-19655<br />
J. Schirra, M. Katschinski, C. Weidmann, T. Sch&#228;fer, U. Wank, R. Arnold, B. G&#246;ke: Gastric emptying and release of incretin hormones after glucose ingestion in humans. J. Clin. Invest. 1996; 97: 92-103<br />
M.M. Byrne, K. Gliem, U. Wank, R. Arnold, M. Katschinski, K.S. Polonski, B. G&#246;ke: Glucagon-like peptide 1 improves the ability of the &#223;-cell to sense and respond to glucose in subjects with impaired glucose tolerance. Diabetes 1998; 47: 1259-1265<br />
J. Schirra, M. Nicolaus, R. Roggel, M. Katschinski, M. Storr, J. W&#246;rle, B. G&#246;ke: Endogenous glucagon-like peptide 1 controls endocrine pancreatic secretion and antro-pyloro-duodenal motility in human. Gut 2006; 55: 243-251<br />
S. Renner, C. Fehlings, N. Herbach, A. Hofmann, D.C. von Waldthausen, B. Kessler, K. Ulrichs, I. Chodnevskaja, V. Moskalenko, W. Amselgruber, B. G&#246;ke, A. Pfeifer, R. Wanke, E. Wolf: Glucose intolerance and reduced proliferation of pancreatic &#223;-cells in transgenic pigs with impaired GIP function.<br />
Diabetes 2010, im Druck</em></p>
<p><strong>Kontakt</strong><br />
Prof. Dr. med. Burkhard G&#246;ke<br />
Direktor Medizinische Klinik II,<br />
Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen, Campus Gro&#223;hadern<br />
<strong>Tel:</strong> 089/7095-2391<br />
<strong>E-mail:</strong> burkhard.goeke@med.uni-muenchen.de</p>]]></content:encoded>
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