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	<title>DZKF WEBLOG</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Studie zur Altersblindheit &#252;berrascht Mediziner</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 15:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[AMD]]></category>
		<category><![CDATA[Drusen]]></category>
		<category><![CDATA[Retikuläre]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Eine neue Studie am Universit&#228;tsklinikum Bonn zur altersabh&#228;ngigen Makuladegeneration (AMD) hat zu einer &#252;berraschenden Entdeckung gef&#252;hrt: Demnach finden sich bei Betroffenen extrem h&#228;ufig charakteristische Ver&#228;nderungen der lichtempfindlichen Netzhaut. Bei zwei Dritteln aller untersuchten Patienten konnten die Bonner Mediziner derartige retikul&#228;re Drusen nachweisen. Bislang nahm man an, dass es vor allem krankhafte Prozesse unterhalb der Netzhaut sind, die zum Sehverlust f&#252;hren.
AMD ist die h&#228;ufigste Ursache f&#252;r eine Erblindung im Alter. Die Ergebnisse der Bonner Forscher sind k&#252;rzlich in der Zeitschrift Ophthalmology (doi: 10.1016/j.ophtha.2009.10.044) erschienen.</strong>

<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-g-holz.jpg" rel="lightbox[pics2424]" title="Univ.-Prof. Dr. med. F. G. Holz Foto: augenklinik.uni-bonn.de (bearbeitet)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-g-holz.thumbnail.jpg" alt="Univ.-Prof. Dr. med. F. G. Holz" width="255" height="226" class="attachment wp-att-2425" /></a><div class="imagecaption">Univ.-Prof. Dr. med. F. G. Holz Foto: augenklinik.uni-bonn.de (bearbeitet)</div></div><strong>Die Bonner Forscher haben AMD-Patienten</strong> mit einer Kombination zweier Verfahren untersucht. Sie erhielten so einerseits durch die Pupille detaillierte Bilder vom Augenhintergrund mit der lichtempfindlichen Netzhaut. Andererseits konnten sie auch virtuelle hoch aufl&#246;sende optische Schnitte durch die Netzhaut und die darunter liegenden Gewebeschichten durchf&#252;hren. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-g-holz.jpg" rel="lightbox[pics2424]" title="Univ.-Prof. Dr. med. F. G. Holz Foto: augenklinik.uni-bonn.de (bearbeitet)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-g-holz.thumbnail.jpg" alt="Univ.-Prof. Dr. med. F. G. Holz" width="255" height="226" class="attachment wp-att-2425" /></a>
<div class="imagecaption">Univ.-Prof. Dr. med. F. G. Holz Foto: augenklinik.uni-bonn.de (bearbeitet)</div>
</div>
<p><strong>Eine neue Studie am Universit&#228;tsklinikum Bonn zur altersabh&#228;ngigen Makuladegeneration (AMD) hat zu einer &#252;berraschenden Entdeckung gef&#252;hrt: Demnach finden sich bei Betroffenen extrem h&#228;ufig charakteristische Ver&#228;nderungen der lichtempfindlichen Netzhaut. Bei zwei Dritteln aller untersuchten Patienten konnten die Bonner Mediziner derartige retikul&#228;re Drusen nachweisen. Bislang nahm man an, dass es vor allem krankhafte Prozesse unterhalb der Netzhaut sind, die zum Sehverlust f&#252;hren.<br />
AMD ist die h&#228;ufigste Ursache f&#252;r eine Erblindung im Alter. Die Ergebnisse der Bonner Forscher sind k&#252;rzlich in der Zeitschrift Ophthalmology (doi: 10.1016/j.ophtha.2009.10.044) erschienen.</strong></p>
<p><strong>Die Bonner Forscher haben AMD-Patienten</strong> mit einer Kombination zweier Verfahren untersucht. Sie erhielten so einerseits durch die Pupille detaillierte Bilder vom Augenhintergrund mit der lichtempfindlichen Netzhaut. Andererseits konnten sie auch virtuelle hoch aufl&#246;sende optische Schnitte durch die Netzhaut und die darunter liegenden Gewebeschichten durchf&#252;hren.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Wir konnten so markante Ver&#228;nderungen</strong> auf Ebene der lichtempfindlichen Sehzellen sichtbar machen&#0171;, erl&#228;utert Professor Dr. Frank G. Holz, Direktor der Universit&#228;ts-Augenklinik Bonn. &#0187;Dies war umso &#252;berraschender, als man bisher annahm, dass sich die Erkrankung im Wesentlichen in anatomisch tieferen Schichten abspielt und nicht prim&#228;r auf Ebene der Photorezeptoren.&#0171;</p>
<p><strong>Die Bonner Augenheilkundler</strong> haben inzwischen Netzhautaufnahmen von &#252;ber 500 Patienten aus einer internationalen, multizentrischen Studie untersucht. Dabei zeigte sich, dass derartige Ver&#228;nderungen, die so genannten retikul&#228;ren Drusen, keineswegs selten sind: &#0187;Wir finden diese Ver&#228;nderungen bei mehr als zwei Dritteln der Betroffenen&#0171;, sagt der Bonner AMD-Experte Dr. Schmitz-Valckenberg. &#0187;Vielleicht erm&#246;glicht dieser Befund mittelfristig auch neue therapeutische Ans&#228;tze.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Zun&#228;chst will das Bonner Forschungsteam</strong> in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus den USA nun herausfinden, woraus die retikul&#228;ren Drusen bestehen. Zusammen mit Humangenetikern aus Regensburg versuchen sie zudem, Erbanlagen zu identifizieren, die f&#252;r die Entstehung dieser Ver&#228;nderungen verantwortlich sind.</p>
<p><strong>In Deutschland leiden etwa viereinhalb Millionen Menschen</strong> unter der altersabh&#228;ngigen Makuladegeneration. Bei der Erkrankung wird die Stelle des sch&#228;rfsten Sehens, die so genannte Makula, irreversibel gesch&#228;digt. Ein &#0187;schwarzer Fleck&#0171; verdeckt das Zentrum des Blickfeldes und dehnt sich mehr und mehr aus, bis Lesen oder Autofahren unm&#246;glich werden. Bislang dachte man, dass Ablagerungen aus &#0187;Stoffwechselm&#252;ll&#0171; f&#252;r den Tod der Sinneszellen in der Makula-Region verantwortlich sind. Dieser so genannte „Drusen“ sammelt sich bei AMD-Patienten unter der Pigmentzellschicht der Netzhaut.</p>
<p><strong>Retikul&#228;re Drusen wurden zwar</strong> bereits vor zwanzig Jahren als vermeintlich seltenes Ph&#228;nomen beschrieben. Wo sie sich genau befinden und woraus sie bestehen, wurde aber nie genauer untersucht, da sie nur bei wenigen Patienten aufzutreten schienen.</p>
<p>Kontakt:<br />
Prof. Dr. Frank G. Holz<br />
Universit&#228;ts-Augenklinik Bonn<br />
Telefon: 0228/287-15647<br />
E-Mail: Frank.Holz@ukb.uni-bonn.de</p>
<p>Privatdozent Dr. Steffen Schmitz-Valckenberg<br />
Telefon: 0228/287-19434 (Pforte) oder -11607<br />
E-Mail: steffen.schmitz-valckenberg@ukb.uni-bonn.de </p>
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		<title>Migr&#228;ne-Ausl&#246;ser auf der Spur</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/08/31/migraene-ausloeser-auf-der-spur/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 14:41:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[DNA]]></category>
		<category><![CDATA[Glutamat]]></category>
		<category><![CDATA[Migräne]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Wissenschaftler identifizieren beteiligte Gen-Variante</h4>
<strong>Wissenschaftler der Universit&#228;t zu K&#246;ln / Uniklinik K&#246;ln haben im Rahmen einer internationalen Kooperation gemeinsam mit Forschern u. a. des Wellcome Trust Sanger Institute, der Schmerzklinik Kiel, der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen und des Leiden University Medical Center einen ersten genetischen Risikofaktor identifiziert, der mit der Migr&#228;ne mit und ohne Aura in Zusammenhang steht. Sie erm&#246;glichen damit neue Einblicke in die Ursachen dieser h&#228;ufigen Formen der Migr&#228;ne.
In der Studie wurde das Genmaterial von mehr als 50.000 Menschen untersucht. Die Wissenschaftler hoffen nun, dass das Forschungsergebnis den Weg f&#252;r neue Therapien ebnet. Finanziell wurden die K&#246;lner Wissenschaftler dabei im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN-plus) und durch das Zentrum f&#252;r Molekulare Medizin K&#246;ln unterst&#252;tzt.</strong> ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wissenschaftler identifizieren beteiligte Gen-Variante</h4>
<p><strong>Wissenschaftler der Universit&#228;t zu K&#246;ln / Uniklinik K&#246;ln haben im Rahmen einer internationalen Kooperation gemeinsam mit Forschern u. a. des Wellcome Trust Sanger Institute, der Schmerzklinik Kiel, der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen und des Leiden University Medical Center einen ersten genetischen Risikofaktor identifiziert, der mit der Migr&#228;ne mit und ohne Aura in Zusammenhang steht. Sie erm&#246;glichen damit neue Einblicke in die Ursachen dieser h&#228;ufigen Formen der Migr&#228;ne.<br />
In der Studie wurde das Genmaterial von mehr als 50.000 Menschen untersucht. Die Wissenschaftler hoffen nun, dass das Forschungsergebnis den Weg f&#252;r neue Therapien ebnet. Finanziell wurden die K&#246;lner Wissenschaftler dabei im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN-plus) und durch das Zentrum f&#252;r Molekulare Medizin K&#246;ln unterst&#252;tzt.</strong></p>
<p><strong>Patienten mit einer spezifischen DNA-Variante</strong> zwischen zwei Genen auf Chromosom 8, PGCP und MTDH/AEG-1, haben ein erh&#246;htes Risiko, an einer Migr&#228;ne zu erkranken, so das Ergebnis der Studie. Eine m&#246;gliche Erkl&#228;rung f&#252;r diesen Zusammenhang sehen die Wissenschaftler darin, dass diese DNA-Variante u. U. den Glutamat-Haushalt reguliert. Glutamat ist als Neurotransmitter bekannt, der Informationen zwischen den Nervenzellen im Gehirn transportiert. Eine Anh&#228;ufung von Glutamat in den Nervenzellenverbindungen (Synapsen) k&#246;nnte dabei eine wichtige Rolle beim Ausl&#246;sen von Migr&#228;neanf&#228;llen spielen. Ziel neuer Therapieans&#228;tze w&#228;re es dann, die Ansammlung von Glutamat an den Synapsen zu minimieren.</p>
<p><strong>Etwa jede sechste Frau und jeder zw&#246;lfte Mann</strong> sind von Migr&#228;ne betroffen. Neben dem pers&#246;nlichen Leiden der Betroffenen hat die Krankheit auch immense wirtschaftliche Folgen: Einer US-amerikanischen Studie zufolge sind die durch Migr&#228;ne verursachten Kosten den Kosten der Zuckerkrankheit vergleichbar. Damit geh&#246;rt die Migr&#228;ne zu den teuersten Erkrankungen der US-amerikanischen und europ&#228;ischen Gesellschaft und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) listet die Migr&#228;ne unter die 20 Krankheiten, die Patienten am schwersten beeintr&#228;chtigen. In der Vergangenheit konnten lediglich genetische Mutationen als Ursache sehr seltener und extremer Formen von Migr&#228;ne gefunden werden. Die Wissenschaftler sind nun erstmals einer genetischen Variante auf der Spur, die als mitausl&#246;sender Faktor der h&#228;ufigen Migr&#228;neformen anzusehen ist.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Wir k&#246;nnen damit einen Blick in das Genom</strong> von tausenden von Menschen werfen und genetische Hinweise finden, die uns helfen, die einfache Migr&#228;ne besser zu verstehen&#0171;, so Dr. Aarno Palotie, Leiter des International Headache Genetics Consortiums am Wellcome Trust Sanger Institute. &#0187;Studien dieser Art sind nur m&#246;glich durch eine gro&#223;angelegte internationale Zusammenarbeit, bei der vielf&#228;ltige Expertisen und enorme Ressourcen zusammengebracht werden.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Die Wissenschaftler f&#252;hrten eine sogenannte genomweite Assoziationsstudie</strong> durch, um Varianten des Genoms, die die Anf&#228;lligkeit f&#252;r Migr&#228;ne erh&#246;hen, zu identifizieren. Dazu verglichen sie prim&#228;r genetische Daten von mehr als 3.000 Menschen aus Finnland, Deutschland und den Niederlanden, die unter Migr&#228;ne leiden, mit dem Genom von &#252;ber 10.000 diesbez&#252;glich gesunden Menschen. Die Befunde wurden durch eine weitere Testgruppe mit 3.000 Migr&#228;ne-Patienten und 40.000 gesunden Menschen best&#228;tigt.</p>
<p><strong>Die statistische Analyse zeigt</strong>, dass eine DNA-Variante, die zwischen dem PGCP- und dem MTDH/AEG-1-Gen auf Chromosom 8 liegt, mit einer erh&#246;hten Anf&#228;lligkeit f&#252;r die gew&#246;hnliche Migr&#228;ne korreliert. Die Abweichung k&#246;nnte dabei die Aktivit&#228;t des MTDH/AEG-1-Gens ver&#228;ndern, welches wiederum die Aktivit&#228;t von EAAT2 steuert. Interessanterweise ist EAAT2 mitverantwortlich f&#252;r das Entfernen von Glutamat aus den Synapsen des Gehirns. EAAT2 wurde bisher mit anderen neurologischen Erkrankungen, wie Epilepsie, Schizophrenie und verschiedenen Stimmungs- und Angsterkrankungen in Verbindung gebracht.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Obwohl wir wussten, dass das EAAT2-Gen</strong> eine wichtige Rolle f&#252;r verschiedene neurologische Prozesse beim Menschen spielt, konnte bisher keine genetische Verbindung identifiziert werden, die darauf hin deutete, dass eine Anh&#228;ufung von Glutamat im Gehirn eine urs&#228;chliche Rolle bei der gew&#246;hnlichen Migr&#228;ne spielt&#0171;, sagt Prof. Dr. Christian Kubisch vom Institut f&#252;r Humangenetik der Universit&#228;t zu K&#246;ln (seit 01.08.2010 an der Universit&#228;t Ulm t&#228;tig). &#0187;Das Forschungsergebnis ebnet nun den Weg f&#252;r neue Studien, die es hoffentlich erlauben, tiefere Einblicke in die biologischen Prozesse der Krankheit zu nehmen.&#0171;</p>
<p><strong>Weitere Studien zur identifizierten DNA-Variante</strong> und ihre m&#246;glichen regulativen Auswirkungen auf benachbarte Gene sollen helfen, den Mechanismus f&#252;r Migr&#228;ne-Attacken besser zu verstehen. Au&#223;erdem soll nach zus&#228;tzlich beteiligten genetischen Faktoren geforscht werden. Daf&#252;r will man k&#252;nftig noch gr&#246;&#223;ere Stichproben ber&#252;cksichtigen: &#0187;Bei den Patienten, die an der Studie teilgenommen haben, wurde zwar eine gew&#246;hnliche Migr&#228;ne diagnostiziert, allerdings wurden sie aus Spezialkliniken akquiriert&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Gisela Terwindt vom Leiden University Medical Center. &#0187;Weil alle diese Patienten eine Spezialklinik aufgesucht hatten, m&#252;ssen wir davon ausgehen, dass sie unter einer extremen Form der gew&#246;hnlichen Migr&#228;ne leiden. K&#252;nftig sollten auch weniger schwere F&#228;lle in die Untersuchungen einbezogen werden.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<a href="http://www.nature.com/ng/journal/vaop/ncurrent/full/ng.652.html" title="externer Link zur Onlineausgabe von Nature">nature.com</a></p>
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		<item>
		<title>Brustschmerz-Studie:</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/08/30/brustschmerz-studie/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 15:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Copeptin]]></category>
		<category><![CDATA[Herzinfarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Thoraxschmerz]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/dgk.jpg" rel="lightbox[pics2427]" title="Deutsche Gesellschaft f&#252;r Kardiologie - dgk.org"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/dgk.thumbnail.jpg" alt="Deutsche Gesellschaft f&#252;r Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. German Cardiac Society - dgk.org &#160;" width="255" height="45" class="attachment wp-att-2428" /></a><div class="imagecaption">Deutsche Gesellschaft f&#252;r Kardiologie - dgk.org</div></div><h5>Neuer Marker schlie&#223;t Herzinfarkt rasch aus und verringert Kosten f&#252;r Notfallstation um 30 Prozent &#160;</h5>
<em>Basel, Stockholm/ Montag, 30. August 2010</em> – <strong>Die zus&#228;tzliche Verwendung des Markers <em>Copeptin</em> zur Diagnose oder zum Ausschluss eines akuten Herzinfarktes bei Patienten mit akutem Brustschmerz soll die Totalkosten f&#252;r die Notfallstation um bis zu 30 Prozent verringern. Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung von Dr. Raphael Twerenbold (Innere Medizin, Universit&#228;tsspital Basel) die auf dem Europ&#228;ischen Kardiologenkongress (ESC; 28. August bis 1. September) in Stockholm vorgestellt wurde.</strong>

Akuter Brustschmerz ("Thoraxschmerz") ist das zweith&#228;ufigste Leitsymptom in Notfallstationen. Bei betroffenen Patienten gilt es vor allem, den akuten Herzinfarkt fr&#252;hzeitig und zuverl&#228;ssig zu diagnostizieren bzw. auszuschlie&#223;en. Der Gro&#223;teil dieser Patienten mit akuten Brustschmerzen leiden jedoch nicht an einer lebensbedrohlichen Erkrankung. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/dgk.jpg" rel="lightbox[pics2427]" title="Deutsche Gesellschaft f&#252;r Kardiologie - dgk.org"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/dgk.thumbnail.jpg" alt="Deutsche Gesellschaft f&#252;r Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. German Cardiac Society - dgk.org" width="255" height="45" class="attachment wp-att-2428" /></a>
<div class="imagecaption">Deutsche Gesellschaft f&#252;r Kardiologie &#8211; dgk.org &nbsp;</div>
</div>
<h5>Neuer Marker schlie&#223;t Herzinfarkt rasch aus und verringert Kosten f&#252;r Notfallstation um 30 Prozent &nbsp;</h5>
<p><em>Basel, Stockholm/ Montag, 30. August 2010</em> – <strong>Die zus&#228;tzliche Verwendung des Markers <em>Copeptin</em> zur Diagnose oder zum Ausschluss eines akuten Herzinfarktes bei Patienten mit akutem Brustschmerz soll die Totalkosten f&#252;r die Notfallstation um bis zu 30 Prozent verringern. Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung von Dr. Raphael Twerenbold (Innere Medizin, Universit&#228;tsspital Basel) die auf dem Europ&#228;ischen Kardiologenkongress (ESC; 28. August bis 1. September) in Stockholm vorgestellt wurde.</strong></p>
<p><strong>Akuter Brustschmerz (&#0187;Thoraxschmerz&#0171;)</strong> ist das zweith&#228;ufigste Leitsymptom in Notfallstationen. Bei betroffenen Patienten gilt es vor allem, den akuten Herzinfarkt fr&#252;hzeitig und zuverl&#228;ssig zu diagnostizieren bzw. auszuschlie&#223;en. Der Gro&#223;teil dieser Patienten mit akuten Brustschmerzen leiden jedoch nicht an einer lebensbedrohlichen Erkrankung. </p>
<blockquote><p>Dr. Twerenbold: &#0187;Doch der Ausschluss von akutem Herzinfarkt ist zeitaufw&#228;ndig und teuer, da er eine &#220;berwachung des Patienten mit seriellen Messungen von kardialem Troponin T (Marker f&#252;r abgestorbenes Herzmuskelgewebe) w&#228;hrend 6 bis 12 Stunden erfordert und damit zu dem wachsenden Problem &#252;berf&#252;llter Notfallstationen beitr&#228;gt.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>K&#252;rzlich konnte das Team von Dr. Twerenbold</strong> zeigen, dass die Kombination von kardialem <em>Troponin T</em> mit einem anderen Marker f&#252;r endogenen Stress wie Copeptin den schnellen und zuverl&#228;ssigen Ausschluss von akutem Herzinfarkt bei Patienten mit akutem Brustschmerz bereits bei Eintritt in das Krankenhaus erm&#246;glicht – und das ohne die Notwendigkeit serieller Troponin-Messungen. Copeptin, als Marker f&#252;r akuten endogenen Stress, zeigt die h&#246;chsten Spiegel zu Beginn der Symptomatik.</p>
<p><strong>Als n&#228;chster Schritt wurde eine internationale Multizenter-Studie mit 1247 Patienten gestartet</strong>, die &#252;ber akute Brustschmerzen oder andere f&#252;r einen akuten Herzinfarkt typische Symptome klagten. Bei allen wurden kardiales Troponin T und Copeptin bestimmt. F&#252;r jeden einzelnen Patienten erfolgte die Berechnung der effektiven Kosten f&#252;r die Notfallstation. &#0187;Die Anwendung unseres neuen, simulierten Ablauf-Schemas (&#0187;Algorithmus&#0171;) mit Copeptin erlaubte eine vorzeitige Entlassung vom Notfall in 712 (57%) Patienten. Die mittlere Zeit bis zur Entlassung vom Notfall konnte von 350 auf 90 Minuten reduziert werden&#0171;, bilanziert Dr. Twerenbold. &#0187;Die durchschnittlichen Kosten f&#252;r den Notfall beliefen sich auf 1285 US $ unter Verwendung des Richtlinien-basierten Algorithmus. Durch die zus&#228;tzliche Verwendung von Copeptin entsprechend unserem neuen Algorithmus konnte eine Kostenersparnis von 386 US $ erzielt werden, also von rund 30 Prozent.&#0171;</p>
<p>Kontakt:<br />
Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher der DGK)</p>
<p>http://www.dgk.org/</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Depression: Forscher finden &#0187;Euphorie-Schaltkreis&#0171;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/08/27/depression-forscher-finden-euphorie-schaltkreis/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/08/27/depression-forscher-finden-euphorie-schaltkreis/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 04:50:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[depression]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnstimulation]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderhirnbündel]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-coenen.jpg" rel="lightbox[pics2412]" title="Professor Dr. Volker Arnd Coenen (c) Johann Saba"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-coenen.thumbnail.jpg" alt="Hofft auf Fortschritte bei der Therapie schwerster Depressionen: Professor Dr. Volker Arnd Coenen (c) Johann Saba, Foto- und Medienzentrum des Universit&#228;tsklinikums Bonn" width="255" height="191" class="attachment wp-att-2414" /></a><div class="imagecaption">Hofft auf Fortschritte bei der Therapie schwerster Depressionen: Professor Dr. Volker Arnd Coenen (c) Johann Saba, Foto- und Medienzentrum des Universit&#228;tsklinikums Bonn</div></div><strong>Durch Auswertung historischer Hirnoperationen hat ein internationales Forscherteam eine m&#246;gliche neue Zielstruktur zur Behandlung von Depressionen identifiziert. Die Studie unter Federf&#252;hrung der Universit&#228;t Bonn erscheint in der Zeitschrift Neuropsychopharmacology (<em>doi:10.1038/npp.2010.132</em>). Die Wissenschaftler hoffen nun auf neue M&#246;glichkeiten, schwerste Depressionen erfolgreich zu therapieren.
Bis vor gut zwanzig Jahren behandelten &#196;rzte Depressionen als ultima Ratio auch chirurgisch. Dabei zerst&#246;rten sie gezielt bestimmte Regionen im Gehirn ihrer Patienten, kaum gr&#246;&#223;er als ein Zehn-Cent-St&#252;ck. Diese Operationen waren nicht ohne Risiko, erzielten zum Teil aber beachtliche Erfolge: In bis zu 70 Prozent der F&#228;lle verbesserte sich das Befinden der Betroffenen deutlich.</strong>

<strong>Bis Ende der 80er Jahre hatten die Depressionsforscher</strong> vier Areale identifiziert, deren Zerst&#246;rung besonders positive Effekte zeigte. Diese Areale liegen in v&#246;llig unterschiedlichen Regionen des Gehirns. Wissenschaftler der Universit&#228;ten Bonn, Washington State und British Columbia konnten nun jedoch zeigen, dass sie einen gemeinsamen Nenner haben: Sie alle sind]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-coenen.jpg" rel="lightbox[pics2412]" title="Professor Dr. Volker Arnd Coenen (c) Johann Saba"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-coenen.thumbnail.jpg" alt="Hofft auf Fortschritte bei der Therapie schwerster Depressionen: Professor Dr. Volker Arnd Coenen (c) Johann Saba, Foto- und Medienzentrum des Universit&#228;tsklinikums Bonn" width="255" height="191" class="attachment wp-att-2414" /></a>
<div class="imagecaption">Hofft auf Fortschritte bei der Therapie schwerster Depressionen: Professor Dr. Volker Arnd Coenen (c) Johann Saba, Foto- und Medienzentrum des Universit&#228;tsklinikums Bonn</div>
</div>
<p><strong>Durch Auswertung historischer Hirnoperationen hat ein internationales Forscherteam eine m&#246;gliche neue Zielstruktur zur Behandlung von Depressionen identifiziert. Die Studie unter Federf&#252;hrung der Universit&#228;t Bonn erscheint in der Zeitschrift Neuropsychopharmacology (<em>doi:10.1038/npp.2010.132</em>). Die Wissenschaftler hoffen nun auf neue M&#246;glichkeiten, schwerste Depressionen erfolgreich zu therapieren.<br />
Bis vor gut zwanzig Jahren behandelten &#196;rzte Depressionen als ultima Ratio auch chirurgisch. Dabei zerst&#246;rten sie gezielt bestimmte Regionen im Gehirn ihrer Patienten, kaum gr&#246;&#223;er als ein Zehn-Cent-St&#252;ck. Diese Operationen waren nicht ohne Risiko, erzielten zum Teil aber beachtliche Erfolge: In bis zu 70 Prozent der F&#228;lle verbesserte sich das Befinden der Betroffenen deutlich.</strong></p>
<p><strong>Bis Ende der 80er Jahre hatten die Depressionsforscher</strong> vier Areale identifiziert, deren Zerst&#246;rung besonders positive Effekte zeigte. Diese Areale liegen in v&#246;llig unterschiedlichen Regionen des Gehirns. Wissenschaftler der Universit&#228;ten Bonn, Washington State und British Columbia konnten nun jedoch zeigen, dass sie einen gemeinsamen Nenner haben: Sie alle sind mit einer bestimmten Struktur &#0187;verdrahtet&#0171;, dem medialen Vorderhirnb&#252;ndel. Dabei handelt es sich um eine Art Kabelstrang, der sich vom tief liegenden Hirnstamm bis zur stirnseitigen Hirnrinde zieht. Das mediale Vorderhirnb&#252;ndel scheint verschiedene Hirnbereiche miteinander zu verbinden, die bei der Depression eine Rolle spielen. &#0187;Dieser Euphorie-Schaltkreis ist daher m&#246;glicherweise eine interessante Zielstruktur f&#252;r die Behandlung der Erkrankung&#0171;, erkl&#228;rt der Neurochirurg Professor Dr. Volker Coenen.</p>
<p><strong>Zielstruktur f&#252;r den Hirnschrittmacher</strong></p>
<blockquote><p><strong>Coenen leitet am Universit&#228;tsklinikum Bonn</strong> den Schwerpunkt f&#252;r Stereotaxie. Dort f&#252;hrt der 38-J&#228;hrige hochpr&#228;zise Eingriffe am Gehirn durch, ohne dabei intaktes Gewebe zu sch&#228;digen. &#220;ber ein kleines Loch im Sch&#228;del implantiert er beispielsweise Elektroden punktgenau in fehlgesteuerte Hirnregionen. Diese lassen sich dann mit einer Art &#0187;Hirnschrittmacher&#0171; durch schwache elektrische Impulse reizen. Die Methode wird Tiefe Hirnstimulation genannt und kann unter anderem Parkinson-Patienten helfen. Sie kommt seit einigen Jahren aber auch bei der Therapie schwerster Depressionen zum Einsatz. &#0187;&#220;ber das mediale Vorderhirnb&#252;ndel k&#246;nnten wir eventuell verschiedenste Hirnregionen gleichzeitig stimulieren und so die Symptome einer Depression mildern&#0171;, hofft Coenen.</p>
<p><strong>Bisher ging man davon aus</strong>, dass die vier klassischen Operationsorte unterschiedliche Funktionen bei der Verarbeitung von Emotionen &#252;bernehmen. Dass sie miteinander &#0187;verdrahtet&#0171; sind, wusste bislang niemand. &#0187;Wie Hirnareale miteinander verbunden sind, lie&#223; sich in der Vergangenheit nur mit gro&#223;em Aufwand sichtbar machen&#0171;, erkl&#228;rt Coenens Kooperationspartner Professor Dr. Bernd Weber. &#0187;Im Prinzip ging das nur an Hirnschnitten von Verstorbenen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Dank einer neuen Methode ist das nun erheblich einfacher:</strong> Mit modernen Kernspin-Tomographen kann man n&#228;mlich feststellen, in welche Richtungen das Wasser im Gewebe diffundiert. Nervenstr&#228;nge sind f&#252;r die Gewebsfl&#252;ssigkeit ein undurchdringliches Hindernis: Sie kann lediglich daran entlang flie&#223;en. &#0187;Diese gerichteten Wasserstr&#246;me werden im Tomographie-Bild sichtbar&#0171;, erkl&#228;rt der Experte f&#252;r Neuronale Bildgebung. Gut 50 gesunde Probanden haben die Forscher mit dieser Methode untersucht. F&#252;r jeden einzelnen haben sie in virtuellen Hirnoperationen am Computer simuliert, wie die vier klassischen OP-Regionen zusammen h&#228;ngen.</p>
<p><strong>&#0187;Euphorie-Schaltkreis&#0171; ist schon lange bekannt</strong></p>
<p><strong>Dass eine Stimulation des medialen Vorderhirnb&#252;ndels</strong> f&#252;r gute Gef&#252;hle sorgt, ist &#252;brigens schon lange bekannt: Bereits 1954 hatten die Psychologen James Olds und Peter Milner entsprechende Versuche mit Ratten durchgef&#252;hrt. Dabei hatten sie den Tieren Elektroden in das Vorderhirnb&#252;ndel implantiert, die diese per Tastendruck selbst elektrisch reizen konnten. Das taten sie denn auch – und f&#252;hlten sich dabei so wohl, dass sie dar&#252;ber sogar zu fressen verga&#223;en. Ihre Experimente machten Olds und Milner ber&#252;hmt. Die Rolle des medialen Vorderhirnb&#252;ndels bei der Verarbeitung von Emotionen beim Menschen wurde jedoch nie n&#228;her untersucht. Ein Grund: Die genaue Struktur war beim Menschen bisher unbekannt und wurde erst k&#252;rzlich von den Bonner Forschern zum ersten Mal beschrieben.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Professor Dr. Volker Arnd Coenen<br />
Schwerpunkt Stereotaxie und MR-basierte Operationsverfahren<br />
Klinik und Poliklinik f&#252;r Neurochirurgie, Universit&#228;tsklinikum Bonn<br />
Telefon: 0228/287-16503<br />
E-Mail: volker.coenen@ukb.uni-bonn.de</p>
<p>Professor Dr. Bernd Weber<br />
Leiter der Arbeitsgruppe NeuroCognition/Imaging, Universit&#228;t Bonn<br />
Telefon: 0228/6885-262<br />
E-Mail: bernd.weber@ukb.uni-bonn.de </p>
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		<title>Fr&#252;he Magenoperation bei Diabetes Typ 2 erh&#246;ht Chance, auf Insulin zu verzichten</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 04:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angebote]]></category>
		<category><![CDATA[adipositas]]></category>
		<category><![CDATA[diabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Operation]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Stuttgart</em> – <strong>Magenverkleinerungen, wie sie bei Operationen an &#220;bergewichtigen durchgef&#252;hrt werden, wirken antidiabetisch: Operierte Typ-2-Diabetiker konnten nach dem Eingriff v&#246;llig oder teilweise auf Diabetes-Medikamente verzichten. Wie Studien jetzt best&#228;tigen, h&#228;lt dieser Effekt auch f&#252;nf Jahre nach der Operation noch an. &#196;rzte fanden zudem heraus: Der Blutzucker normalisiert sich eher bei Patienten, die zuvor weniger als zehn Jahre erkrankt waren und ihren Blutzucker vor der Operation gut eingestellt hatten. &#220;ber neue Studienergebnisse diskutieren Experten im Rahmen der Fachtagung Viszeralmedizin vom 15. bis 18. September 2010 im ICS Stuttgart.</strong>

<strong>Erste Ergebnisse von operierten normalgewichtigen Diabetikern</strong> zeigen, dass sich dadurch auch bei ihnen der Blutzucker normalisiert. "Das Ergebnis ist beeindruckend: Mehr als 90 Prozent der normalgewichtigen Operierten ben&#246;tigten auch zwei Jahre danach kein Insulin oder blutzuckerregulierende Medikamente mehr", betont Professor Dr. med. Markus B&#252;chler...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Stuttgart</em> – <strong>Magenverkleinerungen, wie sie bei Operationen an &#220;bergewichtigen durchgef&#252;hrt werden, wirken antidiabetisch: Operierte Typ-2-Diabetiker konnten nach dem Eingriff v&#246;llig oder teilweise auf Diabetes-Medikamente verzichten. Wie Studien jetzt best&#228;tigen, h&#228;lt dieser Effekt auch f&#252;nf Jahre nach der Operation noch an. &#196;rzte fanden zudem heraus: Der Blutzucker normalisiert sich eher bei Patienten, die zuvor weniger als zehn Jahre erkrankt waren und ihren Blutzucker vor der Operation gut eingestellt hatten. &#220;ber neue Studienergebnisse diskutieren Experten im Rahmen der Fachtagung Viszeralmedizin vom 15. bis 18. September 2010 im ICS Stuttgart.</strong></p>
<p><strong>Erste Ergebnisse von operierten normalgewichtigen Diabetikern</strong> zeigen, dass sich dadurch auch bei ihnen der Blutzucker normalisiert. &#0187;Das Ergebnis ist beeindruckend: Mehr als 90 Prozent der normalgewichtigen Operierten ben&#246;tigten auch zwei Jahre danach kein Insulin oder blutzuckerregulierende Medikamente mehr&#0171;, betont Professor Dr. med. Markus B&#252;chler, Tagungspr&#228;sident der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). Chirurgische Eingriffe am Magen k&#246;nnten, so B&#252;chler, die bisher lebenslangen Therapien mit Medikamenten ersetzen und damit Folgeerkrankungen und Kosten senken. Allerdings sei man hier noch am Anfang: &#0187;Um die Diabeteschirurgie als Standard neben Insulin und anderen Antidiabetika einzusetzen, sind weitere Studien erforderlich&#0171;, so B&#252;chler, der &#196;rztlicher Direktor der Klinik f&#252;r Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Universit&#228;t Heidelberg, ist.</p>
<blockquote><p><strong>Der Magenbypass gilt derzeit</strong> als die effektivste Operationsmethode in der Diabeteschirurgie. Weshalb sich die Blutzuckerkrankheit dadurch verbessert, ist noch weitgehend ungekl&#228;rt. &#196;rzte schlie&#223;en bei dem Verfahren den Magen, den Zw&#246;lffingerdarm und einen Teil des D&#252;nndarms aus der Magen-Darm-Passage aus. Die Aufgabe dieses &#0187;umgangenen&#0171; Darmabschnittes ist es, Kohlenhydrate und Fette aufzuspalten, damit die Darmwand sie aufnehmen und weiterverarbeiten kann. &#0187;Ist dies nicht m&#246;glich, laufen bestimmte hormonelle Vorg&#228;nge ab, die eine antidiabetische Wirkung zu haben scheinen&#0171;, erl&#228;utert B&#252;chler. Die infolge des kurzgeschlossenen Darms auftretenden hormonellen Ver&#228;nderungen tr&#252;gen auch dazu bei, dass Patienten schneller satt sind und weniger Hunger haben.</p></blockquote>
<p><strong>Forscher gehen davon aus, dass operative Eingriffe am Magen</strong>, wie zum Beispiel der Magenbypass, weitere <strong>hormonelle Ver&#228;nderungen verursachen</strong>: In der schwedischen SOS Studie, worin sich 2 010 &#252;bergewichtige Patienten einer Magenoperation unterzogen, hat sich bei operierten Frauen unter anderem das Krebsrisiko verringert. Die Mediziner vermuten, dass dies mit dem R&#252;ckgang von hormonell bedingten Krebsarten wie Brustkrebs oder Eierstockkrebs zu erkl&#228;ren ist. Genauere Erkenntnisse gibt es hierzu noch nicht.</p>
<p><strong>Eine Magenoperation f&#252;hren Viszeralchirurgen</strong> &#252;blicherweise bei stark &#252;bergewichtigen Menschen ab einem Body-Mass-Index &#252;ber 35 durch. Deren Stoffwechsel ist derart entgleist, dass nur so dauerhaft ein Gewichtsverlust erreicht werden kann. Neben dem erwartbaren Gewichtsverlust beobachteten &#196;rzte eine erhebliche Verbesserung der Blutzuckerwerte. &#220;ber operative Verfahren adip&#246;ser Menschen und ob der Magenbypass f&#252;r normalgewichtige Diabetiker ein neuer Therapiestandard sein k&#246;nnte, diskutieren Chirurgen und Gastroenterologen auf der gemeinsamen Tagung Viszeralmedizin 2010 vom 15. bis 18. September in Stuttgart.</p>
<p><strong>Quellen:</strong><br />
<em>L. Sj&#246;str&#246;m et al. (for the Swedish Obese Subjects Study); Effects of bariatric surgery on cancer incidence in obese patients in Sweden (Swedish Obese Subjects Study): a prospective, controlled intervention trial; Lancet Oncol 2009; 10: 653–62</em></p>
<p><em>S. Kim, W. O. Richards: Long-Term Follow-up of the Metabolic Profiles in Obese Patients With Type 2 Diabetes Mellitus After Roux-en-Y Gastric Bypass; Annals of Surgery 2010; 251(6): 1049-1055</em></p>
<p><em>T. C. Hall et al.: Preoperative Factors Predicting Remission of Type 2 Diabetes Mellitus After Roux-en-Y Gastric Bypass Surgery for Obesity; Obesity Surgery: DOI 10.1007/s11695-010-0198-8</em></p>
<p>++++++Terminhinweise+++++++</p>
<p><strong>Viszeralmedizin 2010</strong><br />
15. bis 18. September 2010<br />
ICS Internationales Congresscenter Stuttgart, Messepiazza 1</p>
<p><strong>Interdisziplin&#228;re Sitzung:</strong><br />
Therapie der Adipositas<br />
Eines der Themen: Diabeteschirurgie bei Normalgewichtigen: Ein neues Konzept?<br />
Donnerstag, 16. September 2010, von 15:00 bis 16:30 Uhr in Saal C 6.1,<br />
ICS Stuttgart</p>
<p>Sitzung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Adipositastherapie:<br />
Patientenauswahl – Indikationen und Kontraindikation f&#252;r Verfahren<br />
Samstag, 18. September 2010, von 8:30 bis 9:30 Uhr, Saal C 1.2.1, ICS Stuttgart</p>
<p><strong>Vortr&#228;ge:</strong><br />
Adipositaschirurgie – Sind Single Port oder gar NOTES die g&#252;nstigeren Alternativen? Pro und Contra<br />
Donnerstag, 16. September 2010, 15:40 bis 16:00 Uhr, Saal C 1.2.1, ICS Stuttgart</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gonorrhoe-Bakterien warten auf den richtigen Moment</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/08/25/gonorrhoe-bakterien-warten-auf-den-richtigen-moment/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 04:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Bakterium]]></category>
		<category><![CDATA[gonorrhoe]]></category>
		<category><![CDATA[Neisseria]]></category>
		<category><![CDATA[Pili]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Krankheitserreger verz&#246;gern die Aufnahme in Zellen</strong>
<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/gono-err.jpg" rel="lightbox[pics2406]" title="Neisseria gonorrhoeae Bakterien formieren sich als Mikrokolonien auf der Oberfl&#228;che einer menschlichen Zelle und produzieren dabei Signale zur Stabilisierung ihrer extrazellul&#228;ren Lage. Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie, Berlin"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/gono-err.thumbnail.jpg" alt="Neisseria gonorrhoeae Bakterien" width="254" height="255" class="attachment wp-att-2407" /></a><div class="imagecaption">Neisseria gonorrhoeae Bakterien formieren sich als Mikrokolonien auf der Oberfl&#228;che einer menschlichen Zelle und produzieren dabei Signale zur Stabilisierung ihrer extrazellul&#228;ren Lage. Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie, Berlin</div></div><strong>Auch Krankheitserreger machen es sich gerne bequem:</strong> Sie dringen in ihre Wirtszellen ein und leben im Zellinneren von Annehmlichkeiten, die sich dort bieten. Forscher des Max-Planck-Instituts f&#252;r Infektionsbiologie in Berlin haben jedoch zusammen mit Wissenschaftlern der Harvard Universit&#228;t einen entgegengesetzten Mechanismus entdeckt, mit dem Bakterien den Infektionsprozess steuern. Sie verhindern so einen verfr&#252;hten Eintritt ins Innere der Wirtszelle. Unmittelbar nach dem ersten Kontakt bewirken die Erreger mit Hilfe von Signalmolek&#252;len eine lokale Verst&#228;rkung des St&#252;tzskeletts in der Wirtszelle und k&#246;nnen dadurch au&#223;erhalb der Zelle bleiben. Auch bei Krankheitserregern im Darm haben die Forscher diese bislang unbekannte Infektionsstrategie nachgewiesen. (PLoS Biology, 24. August 2010)

<strong>Das Bakterium Neisseria gonorrhoeae</strong> wird beim...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Krankheitserreger verz&#246;gern die Aufnahme in Zellen</strong></p>
<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/gono-err.jpg" rel="lightbox[pics2406]" title="Neisseria gonorrhoeae Bakterien formieren sich als Mikrokolonien auf der Oberfl&#228;che einer menschlichen Zelle und produzieren dabei Signale zur Stabilisierung ihrer extrazellul&#228;ren Lage. Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie, Berlin"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/gono-err.thumbnail.jpg" alt="Neisseria gonorrhoeae Bakterien" width="254" height="255" class="attachment wp-att-2407" /></a>
<div class="imagecaption">Neisseria gonorrhoeae Bakterien formieren sich als Mikrokolonien auf der Oberfl&#228;che einer menschlichen Zelle und produzieren dabei Signale zur Stabilisierung ihrer extrazellul&#228;ren Lage. Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie, Berlin</div>
</div>
<p><strong>Auch Krankheitserreger machen es sich gerne bequem:</strong> Sie dringen in ihre Wirtszellen ein und leben im Zellinneren von Annehmlichkeiten, die sich dort bieten. Forscher des Max-Planck-Instituts f&#252;r Infektionsbiologie in Berlin haben jedoch zusammen mit Wissenschaftlern der Harvard Universit&#228;t einen entgegengesetzten Mechanismus entdeckt, mit dem Bakterien den Infektionsprozess steuern. Sie verhindern so einen verfr&#252;hten Eintritt ins Innere der Wirtszelle. Unmittelbar nach dem ersten Kontakt bewirken die Erreger mit Hilfe von Signalmolek&#252;len eine lokale Verst&#228;rkung des St&#252;tzskeletts in der Wirtszelle und k&#246;nnen dadurch au&#223;erhalb der Zelle bleiben. Auch bei Krankheitserregern im Darm haben die Forscher diese bislang unbekannte Infektionsstrategie nachgewiesen. (PLoS Biology, 24. August 2010)</p>
<p><strong>Das Bakterium Neisseria gonorrhoeae</strong> wird beim Geschlechtsverkehr &#252;bertragen und kann zu einer Entz&#252;ndung der Harnr&#246;hre, Geb&#228;rmutter und Eierst&#246;cke f&#252;hren. Es heftet sich mit Hilfe fadenf&#246;rmiger Proteine auf seiner Oberfl&#228;che, so genannter Pili, an Schleimhautzellen. Dort kann es den Angriffen des Immunsystems durch raschen Wechsel seiner Oberfl&#228;chenstruktur mit Leichtigkeit entgehen. Erst in einer sp&#228;teren Phase der Infektion dringt es dann gelegentlich in die Zellen ein, um in tiefere Gewebe vorzudringen und dort weiteren N&#228;hrboden zu finden.</p>
<p><strong>Bislang besch&#228;ftigten sich Wissenschaftler</strong> vor allem mit den Tricks, die es Bakterien erlauben, in Zellen einzudringen. Die Ergebnisse der Berliner Forscher legen jedoch nahe, dass Bakterien bei Bedarf viel M&#252;he darauf verwenden, nicht in Zellen aufgenommen zu werden. Da K&#246;rperzellen laufend kleine Membranbl&#228;schen von ihrer Oberfl&#228;che abschn&#252;ren, werden so auch die winzigen Bakterienzellen „ungewollt“ nach innen bef&#246;rdert. Die Berliner Forscher haben nun den Signalweg aufgekl&#228;rt, mit dem die Erreger verhindern von Zellen derart „verschluckt“ zu werden. Wenn sich Gonorrhoe-Bakterien an der Zellmembran anheften, l&#246;sen sie demnach an dieser Stelle unterhalb der Membran eine Verst&#228;rkung des Zellskeletts aus. Kettenf&#246;rmige Aktin-Proteine werden zum Ort der Anheftung transportiert und dort miteinander verkn&#252;pft. Dabei spielt das Transportprotein Caveolin-1 sowie die Signalproteine Vav2 und RhoA eine zentrale Rolle.</p>
<blockquote><p><strong>Lieber drau&#223;en als drinnen</strong><br />
<strong>Die Ergebnisse er&#246;ffnen eine v&#246;llig neue Sichtweise </strong>auf den Verlauf von Infektionskrankheiten. &#0187;Lange Zeit ging man davon aus, dass sich Krankheitserreger besonders darum bem&#252;hen, m&#246;glichst schnell in K&#246;rperzellen einzudringen. Das Gegenteil ist aber offenbar der Fall. Zun&#228;chst scheint es f&#252;r die Gonorrhoe-Bakterien lebenswichtig zu sein, auf der Oberfl&#228;che der Zellen zu verbleiben&#0171;, erkl&#228;rt Thomas Meyer vom Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie. Die Verankerung an der Zellmembran mit ihren Pili-Proteinen und die darunterliegenden Ver&#228;nderungen des St&#252;tzskeletts machen die Erreger offensichtlich noch widerstandsf&#228;higer gegen die mitunter unwirtlichen Lebensumst&#228;nde au&#223;erhalb der Zellen.</p>
<p><strong>Die entdeckten Signalwege k&#246;nnen</strong> m&#246;glicherweise k&#252;nftig medizinisch genutzt werden, um Infektionen abzuwehren. Denn die Wissenschaftler konnten zeigen, dass krankmachende Escherichia coli-Darmbakterien ebenfalls diesen Signalweg nutzen. Wahrscheinlich verhindern auch noch weitere Bakterien auf diese Weise, dass sie von Zellen aufgenommen werden. Dazu z&#228;hlen Krankheitserreger, die schwere Wundinfektionen, Lungen- und Hirnhautentz&#252;ndungen hervorrufen k&#246;nnen.</p></blockquote>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong><br />
<em>Tyrosine-phosphorylated caveolin-1 blocks bacterial uptake by inducing Vav2-RhoA-mediated cytoskeletal rearrangements<br />
Jan Peter Boettcher, Marieluise Kirchner, Yuri Churin, Alexis Kaushansky, Malvika Pompaiah, Hans Thorn, Volker Brinkmann, Gavin MacBeath, Thomas F. Meyer<br />
PLoS Biology, 24. August 2010</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Thomas F. Meyer<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie, Berlin<br />
Tel.: +49 (0)30 / 28 460-400<br />
E-Mail: meyer@mpiib-berlin.mpg.de </p>
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		<item>
		<title>Krebstherapie: Ionenstrahlen aus dem Laser-Beschleuniger</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/08/12/krebstherapie-ionenstrahlen-aus-dem-laser-beschleuniger/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 14:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Beschleuniger]]></category>
		<category><![CDATA[FZD]]></category>
		<category><![CDATA[Ionen]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[Protonen]]></category>
		<category><![CDATA[Rossendorf]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/rossendorf.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Dr. Doreen Naumburger richtet das Experiment am Hochleistungslaser DRACO des FZD ein. OncoRay"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/rossendorf.thumbnail.jpg" alt="Dr. Doreen Naumburger richtet das Experiment am Hochleistungslaser DRACO des FZD ein. OncoRay" width="255" height="207" class="attachment wp-att-2397" /></a><div class="imagecaption">Dr. Doreen Naumburger richtet das Experiment am Hochleistungslaser DRACO des FZD ein. OncoRay</div></div><h4>Neue Laser-Technologie f&#252;r die Strahlentherapie der Zukunft</h4>
<strong>Gegenw&#228;rtig entstehen weltweit neue Therapiezentren f&#252;r die Strahlentherapie mit Ionen. Diese zerst&#246;ren Krebszellen, das umgebende gesunde Gewebe wird dabei besser geschont als mit herk&#246;mmlichen Techniken. Beschleunigte Wasserstoff- und Kohlenstoff-Ionen werden vor allem gegen inoperable Tumore in strahlenempfindlichen Organen wie Hirn oder R&#252;ckenmark eingesetzt. Forscher vom FZD und vom Dresdner Zentrum OncoRay entwickeln hierf&#252;r gemeinsam eine neue Technologie: die ben&#246;tigten Ionenstrahlen stammen nicht von einem normalen Beschleuniger, sondern werden von einem kompakten Laser erzeugt. Ihre ersten Ergebnisse einer Zellbestrahlung mit Ionen erscheinen nun im "New Journal of Physics".</strong>

<strong>Herk&#246;mmliche Protonen- und Ionenbeschleuniger</strong> sind gro&#223; und teuer. Deshalb kann die neue Therapie mit beschleunigten Protonen- und Ionenstrahlen nur an sehr wenigen, entsprechend ausgestatteten Kliniken zum Einsatz kommen wie etwa am k&#252;rzlich er&#246;ffneten <strong>Heidelberger Ionenstrahltherapie-Zentrum (HIT)</strong>. Das Interesse an kompakteren und flexiblen Anlagen zur Beschleunigung von therapierelevanten Protonen und Ionen ist weltweit jedoch gro&#223;, da Experten erwarten, dass zuk&#252;nftig f&#252;r eine wachsende Gruppe verschiedener Krebserkrankungen Vorteile der Protonen- und Ionentherapie nachgewiesen werden, die dann
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/rossendorf.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Dr. Doreen Naumburger richtet das Experiment am Hochleistungslaser DRACO des FZD ein. OncoRay"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/rossendorf.thumbnail.jpg" alt="Dr. Doreen Naumburger richtet das Experiment am Hochleistungslaser DRACO des FZD ein. OncoRay" width="255" height="207" class="attachment wp-att-2397" /></a>
<div class="imagecaption">Dr. Doreen Naumburger richtet das Experiment am Hochleistungslaser DRACO des FZD ein. OncoRay</div>
</div>
<h4>Neue Laser-Technologie f&#252;r die Strahlentherapie der Zukunft</h4>
<p><strong>Gegenw&#228;rtig entstehen weltweit neue Therapiezentren f&#252;r die Strahlentherapie mit Ionen. Diese zerst&#246;ren Krebszellen, das umgebende gesunde Gewebe wird dabei besser geschont als mit herk&#246;mmlichen Techniken. Beschleunigte Wasserstoff- und Kohlenstoff-Ionen werden vor allem gegen inoperable Tumore in strahlenempfindlichen Organen wie Hirn oder R&#252;ckenmark eingesetzt. Forscher vom FZD und vom Dresdner Zentrum OncoRay entwickeln hierf&#252;r gemeinsam eine neue Technologie: die ben&#246;tigten Ionenstrahlen stammen nicht von einem normalen Beschleuniger, sondern werden von einem kompakten Laser erzeugt. Ihre ersten Ergebnisse einer Zellbestrahlung mit Ionen erscheinen nun im &#0187;New Journal of Physics&#0171;.</strong></p>
<p><strong>Herk&#246;mmliche Protonen- und Ionenbeschleuniger</strong> sind gro&#223; und teuer. Deshalb kann die neue Therapie mit beschleunigten Protonen- und Ionenstrahlen nur an sehr wenigen, entsprechend ausgestatteten Kliniken zum Einsatz kommen wie etwa am k&#252;rzlich er&#246;ffneten <strong>Heidelberger Ionenstrahltherapie-Zentrum (HIT)</strong>. Das Interesse an kompakteren und flexiblen Anlagen zur Beschleunigung von therapierelevanten Protonen und Ionen ist weltweit jedoch gro&#223;, da Experten erwarten, dass zuk&#252;nftig f&#252;r eine wachsende Gruppe verschiedener Krebserkrankungen Vorteile der Protonen- und Ionentherapie nachgewiesen werden, die dann einen umfassenden klinischen Einsatz erfordern. Dem Dresdner Zentrum OncoRay, das gemeinsam von Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD), Universit&#228;tsklinikum Carl Gustav Carus und TU Dresden getragen wird, gelang nun ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer <strong>Kompakt-Bestrahlungsanlage f&#252;r die Behandlung von Krebs</strong>.</p>
<p><strong>Der Hochleistungslaser DRACO am FZD</strong> kann Protonen erzeugen und auf der extrem kurzen Strecke von weniger als zehn Mikrometern beschleunigen (ein menschliches Haar ist etwa zehnmal so dick). F&#252;r die aktuellen Experimente bestrahlte das Forscherteam um Dr. Ulrich Schramm (FZD) und Dr. J&#246;rg Pawelke (OncoRay) Krebszellen mit Laser-beschleunigten Protonen, also Wasserstoff-Atomen, denen das Elektron entfernt wurde. Gleichzeitig untersuchen die Wissenschaftler auch die Wirkung von Strahlen auf Zellen unter kontrollierten Bedingungen. Dazu haben sie eine spezielle Apparatur entwickelt, mit der sie die Dosis f&#252;r die bestrahlten Zellen pr&#228;zise messen k&#246;nnen. Diese lag bei den Bestrahlungen am FZD zwischen 1,5 und 4 Gray und damit in einem Bereich, der f&#252;r die klinische Anwendung von Protonenstrahlen besonders relevant ist. Hinzu kommt, dass die Energie des Laser-beschleunigten Ionenstrahls erstmals so hoch ist, dass der Strahl in Gewebe, aber auch in andere Materialien eindringt, wodurch eine genaue Dosisbestimmung &#252;berhaupt erst m&#246;glich wird. In den Experimenten erreichte man Protonenenergien von bis zu 20 Megaelektronen-Volt.</p>
<p><strong>60 Prozent der Krebspatienten erhalten heute konventionelle Strahlentherapie</strong></p>
<p><strong>Beschleunigte Ionenstrahlen haben den Vorteil</strong>, dass sie ihre gr&#246;&#223;te Wirkung im Tumor erzielen und daher gesundes Gewebe besser schonen. W&#228;hrend bei der konventionellen Therapie mit R&#246;ntgen- oder Gammastrahlen von modernen klinischen Linearbeschleunigern ein betr&#228;chtlicher Teil der Energie bereits auf dem Weg durch das gesunde Gewebe abgegeben wird, k&#246;nnen Ionenstrahlen punktgenau im Tumor gestoppt werden, wo sie ihre sch&#228;digende Wirkung auf alle Zellen im Tumor freisetzen. Dabei handelt es sich um eine neue Methode, die unter anderem im Schwerionen-Therapieprojekt an der GSI in Darmstadt erfolgreich erprobt wurde. <strong>Rund 400 Patienten konnten hier behandelt und rund 70 Prozent geheilt werden</strong>. An diesem Projekt waren auch Wissenschaftler aus dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) beteiligt, die auch heute wieder ma&#223;geblich am Heidelberger HIT mitwirken.</p>
<p><strong>Neue Strahlen im Einsatz gegen Krebserkrankungen</strong></p>
<p><strong>Bis zum Einsatz eines Hochleistungslasers in der Klinik</strong> ist noch viel Grundlagenforschung zu leisten. Dresden hat dabei gute Chancen, an der Weltspitze mit dabei zu sein, arbeiten hier doch Experten auf den Gebieten Medizin, Physik, Biologie und Mathematik besonders eng zusammen. Das OncoRay-Zentrum bildet dabei eine einzigartige Klammer und das Zentrum hat sich in den letzten Jahren international einen Namen gemacht. Dabei verstehen die OncoRay-Forscher an der Universit&#228;tsklinik, im FZD, sowie an der TU Dresden ihre Arbeit als Translationsforschung. Mit diesem Begriff wird das Ziel ausgedr&#252;ckt, die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung so schnell wie m&#246;glich in die klinische Anwendung zu &#252;berf&#252;hren. Die Laser-Technologie etwa k&#246;nnte bereits in zehn bis f&#252;nfzehn Jahren als Kompakt-Bestrahlungsanlage in den Klinikalltag Einzug halten.</p>
<p><strong>Als n&#228;chsten Schritt hin zu einem klinischen Einsatz sind am FZD detaillierte Studien</strong> geplant, um die Wirkung der Ionenstrahlen aus dem Laser-Beschleuniger mit in der Krebstherapie etablierten Strahlen zu vergleichen. Hinzu kommen Studien zur Steigerung der Energie der Strahlung in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller Universit&#228;t und dem Fraunhofer Institut in Jena im Rahmen des Projekts &#0187;onCOOPtics&#0171; sowie die Entwicklung eines Prototyps f&#252;r die Laser-basierte Strahlentherapie am neuen Gemeinsamen Zentrum f&#252;r Strahlenforschung in der Onkologie in Dresden, das vom Land Sachsen gef&#246;rdert wird.</p>
<blockquote><p><strong>Die Schwerionen-Therapie an der GSI im &#220;berblick</strong><br />
<strong>Das Pilotprojekt Schwerionen-Therapie</strong> wurde 1993 als Gemeinschaftsprojekt der GSI – Helmholtz-Zentrum f&#252;r Schwerionenforschung Darmstadt, dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD), der Radiologischen Universit&#228;tsklinik Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg ins Leben gerufen. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden seit 1997 mehr als 400 Patienten mit Tumoren, vorrangig im Kopf- und Halsbereich, bei GSI behandelt. Grundlage f&#252;r diese neue Krebstherapie waren langj&#228;hrige Forschungsarbeiten und die gro&#223;e Beschleunigeranlage f&#252;r Ionenstrahlen bei der GSI. Die Bestrahlung wurde im Sommer 2008 beendet und an das Universit&#228;tsklinikum Heidelberg verlagert, wo vor kurzem das neue Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) den Betrieb aufgenommen hat. Dort sollen &#252;ber 1000 Patienten j&#228;hrlich behandelt werden. Weitere Informationen: http://www.gsi.de; http://www.ionentherapie-info.de</p></blockquote>
<p><strong>Publikation:</strong><br />
<em>&#0187;Dose dependent biological damage of tumour cells by laser-accelerated proton beams&#0171;, S. D. Kraft, C. Richter, K. Zeil, M. Baumann, E. Beyreuther, S. Bock, M. Bussmann, T. E. Cowan, Y. Dammene, W. Enghardt, U. Helbig, L. Karsch, T. Kluge, L. Laschinsky, E. Lessmann, J. Metzkes, D. Naumburger, R. Sauerbrey, M. Sch&#252;rer, M. Sobiella, J. Woithe, U. Schramm, J. Pawelke, New Journal of Physics, 12, 085003 (2010), DOI: 1088/1367-2630/12/8/085003<br />
<a href="http://iopscience.iop.org/1367-2630/12/8/085003">Website</a></em></p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
Dr. Ulrich Schramm<br />
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf<br />
Institut f&#252;r Strahlenphysik<br />
Tel.: 0351 260 &#8211; 2471<br />
E-Mail: u.schramm@fzd.de</p>
<p>Dr. J&#246;rg Pawelke<br />
Leiter Forschungsgruppe onCOOPtics am OncoRay-Zentrum<br />
Tel.: 0351 458 &#8211; 7430<br />
E-Mail: joerg.pawelke@oncoray.de</p>
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		<title>TIPS &#8211; Gegen Leberzirrhose</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 13:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<category><![CDATA[intrahepatisch]]></category>
		<category><![CDATA[Leberzirrhose]]></category>
		<category><![CDATA[portosystemisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rifaximin]]></category>
		<category><![CDATA[shunt problem]]></category>
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		<category><![CDATA[transjugulär]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Stuttgart</em> – <strong>In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 20 000 Menschen wegen einer Leberzirrhose im Krankenhaus behandelt. Sie ist derzeit nicht durch Medikamente heilbar. Doch ein kleines Metallr&#246;hrchen in der Leber und ein Antibiotikum, das Darmbakterien abt&#246;tet, k&#246;nnen die Patienten vor schweren Komplikationen wie etwa innere Blutungen und Gehirnsch&#228;den sch&#252;tzen. Das haben zwei neue Studien gezeigt, deren Ergebnisse auf dem Kongress Viszeralmedizin 2010, vom 15. bis 18. September 2010 im ICS Stuttgart vorgestellt und diskutiert werden.</strong>

<strong>Die h&#228;ufigsten Ursachen einer Leberzirrhose</strong> sind eine Virusinfektion der Leber, die sogenannte Hepatitis, eine Fettleberhepatitis oder eine langj&#228;hrige Alkoholsch&#228;digung. Jede Form von chronischer Lebererkrankung zerst&#246;rt die Leberzellen, die der K&#246;rper durch Narbengewebe ersetzt. Das behindert den Blutfluss durch die Leber. Der K&#246;rper leitet das Blut dann an der Leber vorbei. Eine Umgehung erfolgt &#252;ber Venen in der unteren Speiser&#246;hre. Hier bilden sich Krampfadern, die &#214;sophagusvarizen, die platzen k&#246;nnen. Diese Blutungen sind eine h&#228;ufige Todesursache bei der Leberzirrhose.

<strong>Ein Ausweg besteht darin</strong>, einen k&#252;nstlichen Tunnel durch die Leber anzulegen. Das Verfahren wird in der Fachsprache TIPS ("<em>transjugul&#228;rer intrahepatischer portosystemischer Shunt</em>") genannt. Eine offene Operation ist daf&#252;r nicht erforderlich. Mit Hilfe eines Gef&#228;&#223;katheters schaffen &#196;rzte in der Leber eine k&#252;nstliche Verbindung zwischen Pfortader und Lebervene. Ein kleines Metallr&#246;hrchen, der Stent, h&#228;lt die Verbindung offen, durch die das Blut ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Stuttgart</em> – <strong>In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 20 000 Menschen wegen einer Leberzirrhose im Krankenhaus behandelt. Sie ist derzeit nicht durch Medikamente heilbar. Doch ein kleines Metallr&#246;hrchen in der Leber und ein Antibiotikum, das Darmbakterien abt&#246;tet, k&#246;nnen die Patienten vor schweren Komplikationen wie etwa innere Blutungen und Gehirnsch&#228;den sch&#252;tzen. Das haben zwei neue Studien gezeigt, deren Ergebnisse auf dem Kongress Viszeralmedizin 2010, vom 15. bis 18. September 2010 im ICS Stuttgart vorgestellt und diskutiert werden.</strong></p>
<p><strong>Die h&#228;ufigsten Ursachen einer Leberzirrhose</strong> sind eine Virusinfektion der Leber, die sogenannte Hepatitis, eine Fettleberhepatitis oder eine langj&#228;hrige Alkoholsch&#228;digung. Jede Form von chronischer Lebererkrankung zerst&#246;rt die Leberzellen, die der K&#246;rper durch Narbengewebe ersetzt. Das behindert den Blutfluss durch die Leber. Der K&#246;rper leitet das Blut dann an der Leber vorbei. Eine Umgehung erfolgt &#252;ber Venen in der unteren Speiser&#246;hre. Hier bilden sich Krampfadern, die &#214;sophagusvarizen, die platzen k&#246;nnen. Diese Blutungen sind eine h&#228;ufige Todesursache bei der Leberzirrhose.</p>
<p><strong>Ein Ausweg besteht darin</strong>, einen k&#252;nstlichen Tunnel durch die Leber anzulegen. Das Verfahren wird in der Fachsprache TIPS (&#0187;<em>transjugul&#228;rer intrahepatischer portosystemischer Shunt</em>&#0171;) genannt. Eine offene Operation ist daf&#252;r nicht erforderlich. Mit Hilfe eines Gef&#228;&#223;katheters schaffen &#196;rzte in der Leber eine k&#252;nstliche Verbindung zwischen Pfortader und Lebervene. Ein kleines Metallr&#246;hrchen, der Stent, h&#228;lt die Verbindung offen, durch die das Blut flie&#223;en kann.</p>
<blockquote><p><strong>Fr&#252;her wurde TIPS nur im Notfall durchgef&#252;hrt</strong>, wenn eine &#214;sophagusvarizenblutung anders nicht zu stoppen war. Eine Studie, die in Leipzig und acht weiteren europ&#228;ischen Zentren durchgef&#252;hrt wurde, hat jetzt aber gezeigt, dass TIPS viel fr&#252;her angewandt werden sollte. &#0187;Ein g&#252;nstiger Zeitpunkt scheint nach einer ersten erfolgreichen Blutstillung zu sein&#0171;, erl&#228;utert Professor Dr. med. Christian Trautwein, Direktor der Medizinischen Klinik III, Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten in Aachen. Wurden die Patienten zeitnah mit einem TIPS versorgt, verbesserte dies ihre mittelfristigen &#220;berlebenschancen deutlich. Die Patienten mussten in der Folge auch seltener in der Klinik behandelt werden.</p></blockquote>
<p><strong>TIPS beseitigt aber nicht alle Folgen der Leberzirrhose</strong>. Eine weitere Folge des gest&#246;rten Blutflusses durch die Leber ist die verminderte Entgiftung. Fr&#252;her oder sp&#228;ter kommt es dadurch zu einer Erkrankung des Gehirns, der hepatischen Enzephalopathie, mit schweren Sch&#228;den an Psyche und Denkf&#228;higkeit. Typisch sind auch Bewegungsst&#246;rungen, beispielsweise ein heftiges Zittern der H&#228;nde. Zu den bedeutendsten Giften geh&#246;rt Ammoniak. Es wird von Darmbakterien gebildet und &#252;ber die Schleimhaut ins Blut aufgenommen. Seit l&#228;ngerem wird versucht, die Beschwerden durch Zur&#252;ckdr&#228;ngen der Bakterien zu lindern. Dies ist anfangs durch die Einnahme von <em>Lactulose</em> m&#246;glich, einem k&#252;nstlichen Zucker. Doch viele Patienten vertragen Lactulose nicht. Eine Alternative ist die Behandlung mit dem Antibiotikum <em>Rifaximin</em>, das die Ammoniak-bildenden Bakterien beseitigt. <strong>In einer aktuellen klinischen Studie hat es ein erneutes Auftreten der hepatischen Enzephalopathie verhindert.</strong></p>
<blockquote><p>&#0187;Ein Fortschreiten der Lebererkrankung k&#246;nnen weder TIPS noch Rifaximin verhindern. F&#252;r die Patienten bedeuten die beiden Therapien jedoch eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualit&#228;t&#0171;, betont Trautwein. Wie Patienten mit Leberzirrhose optimal versorgt und Folgeerkrankungen fr&#252;hzeitig vermieden werden k&#246;nnen, ist eines der Themen des Kongresses Viszeralmedizin 2010.</p></blockquote>
<p><strong>Quellen:</strong><br />
García-Pagán JC et al.:<br />
Early use of TIPS in patients with cirrhosis and variceal bleeding.<br />
N Engl J Med. 2010; 362 (25): 2370-9</p>
<p>Bass NM et al.:<br />
Rifaximin treatment in hepatic encephalopathy.<br />
N Engl J Med. 2010; 362 (12): 1071-81</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
http://www.viszeralmedizin.com Viszeralmedizin 2010 vom 15. bis 18. September 2010 im ICS Stuttgart</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Handprothese mit &#0187;Fingerspitzengef&#252;hl&#0171;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/08/09/handprothese-mit-fingerspitzengefuehl/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 13:47:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Handprothese]]></category>
		<category><![CDATA[Phantomschmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkopplung]]></category>
		<category><![CDATA[sensorisch]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Schmerzforscher der Uni Jena entwickeln Handprothese, die Phantomschmerzen lindert</h4>
<em>Jena</em> - <strong>Der Verlust eines K&#246;rperteils ist schmerzhaft und das gleich im doppelten Sinne: Denn neben Wundschmerzen leiden die Betroffenen h&#228;ufig an sogenannten Phantomschmerzen. Im Gegensatz zu den k&#246;rperlichen Wunden, die irgendwann verheilen, bleiben Phantomschmerzen oftmals &#252;ber Jahre, nicht selten das ganze Leben. "Phantomschmerzen sind nur sehr schwer zu behandeln", sagt Prof. Dr. Thomas Wei&#223; von der Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena. "Meist zeigen sich diese als ausgesprochen therapieresistent", so der Professor vom Lehrstuhl f&#252;r Biologische und Klinische Psychologie.</strong>

<strong>H&#228;ufig blieben die Symptome bestehen</strong>, trotz hoher Dosen von Schmerzmedikamenten. Die Gefahr sei gro&#223;, dass die Patienten dadurch in eine Medikamentenabh&#228;ngigkeit geraten, so der Schmerzforscher.
<div class="imageframe alignright" style="width:257px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/handprothese.jpg" rel="lightbox[pics2381]" title="Mit der Jenaer Neuentwicklung werden sensorische Informationen von der Prothese an den Oberarm des Patienten &#252;bertragen, von wo sie ans Gehirn weitergeleitet werden. Dadurch lassen sich Phantomschmerzen mindern. Foto: Sandra Preissler/FSU"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/handprothese.thumbnail.jpg" alt="Handprothese" width="255" height="122" class="attachment wp-att-2383" /></a><div class="imagecaption">Mit der Jenaer Neuentwicklung werden sensorische Informationen von der Prothese an den Oberarm des Patienten &#252;bertragen, von wo sie ans Gehirn weitergeleitet werden. Dadurch lassen sich Phantomschmerzen mindern. Foto: Sandra Preissler/FSU</div></div>

<strong>Doch nun k&#246;nnen Wissenschaftler der Universit&#228;t Jena</strong> den betroffenen Patienten Hoffnung auf Linderung machen: Gemeinsam mit Unfallchirurgen des Jenaer Uniklinikums und Wirtschaftspartnern hat das Team um Prof. Wei&#223; herk&#246;mmliche Handprothesen so ver&#228;ndert, dass Phantomschmerzen nach einer Unterarmamputation reduziert werden k&#246;nnen.

<strong>Ein zentraler Bestandteil der Neuentwicklung</strong>, die von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGVU) finanziell gef&#246;rdert wird, ist eine Stimulationseinheit, die &#252;ber eine Manschette mit dem Oberarmstumpf des Patienten verbunden ist. "Zwischen Daumen und Zeigefinger sowie am Daumen der Handprothese befinden sich Drucksensoren", erl&#228;utert Prof. Dr. Dr. Gunther Hofmann, Direktor der Jenaer Klinik f&#252;r Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Urspr&#252;nglich sollten die lediglich dazu dienen, die Griffst&#228;rke der k&#252;nstlichen Hand zu regulieren – je nachdem, ob man ein rohes Ei oder einen Hammer greifen will. <strong>"Unser System &#252;bertr&#228;gt diese sensorischen Informationen nun auch von der Hand an den Oberarm"</strong>, so Unfallchirurg Hofmann.
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-weiss.jpg" rel="lightbox[pics2381]" title="Prof. Dr. Thomas Wei&#223; von der Universit&#228;t Jena. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/prof-weiss.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Thomas Wei&#223;" width="255" height="349" class="attachment wp-att-2382" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Thomas Wei&#223; von der Universit&#228;t Jena. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU</div>
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<h4>Schmerzforscher der Uni Jena entwickeln Handprothese, die Phantomschmerzen lindert</h4>
<p><em>Jena</em> &#8211; <strong>Der Verlust eines K&#246;rperteils ist schmerzhaft und das gleich im doppelten Sinne: Denn neben Wundschmerzen leiden die Betroffenen h&#228;ufig an sogenannten Phantomschmerzen. Im Gegensatz zu den k&#246;rperlichen Wunden, die irgendwann verheilen, bleiben Phantomschmerzen oftmals &#252;ber Jahre, nicht selten das ganze Leben. &#0187;Phantomschmerzen sind nur sehr schwer zu behandeln&#0171;, sagt Prof. Dr. Thomas Wei&#223; von der Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena. &#0187;Meist zeigen sich diese als ausgesprochen therapieresistent&#0171;, so der Professor vom Lehrstuhl f&#252;r Biologische und Klinische Psychologie.</strong></p>
<p><strong>H&#228;ufig blieben die Symptome bestehen</strong>, trotz hoher Dosen von Schmerzmedikamenten. Die Gefahr sei gro&#223;, dass die Patienten dadurch in eine Medikamentenabh&#228;ngigkeit geraten, so der Schmerzforscher.</p>
<div class="imageframe alignright" style="width:263px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/handprothese.jpg" rel="lightbox[pics2381]" title="Mit der Jenaer Neuentwicklung werden sensorische Informationen von der Prothese an den Oberarm des Patienten &#252;bertragen, von wo sie ans Gehirn weitergeleitet werden. Dadurch lassen sich Phantomschmerzen mindern. Foto: Sandra Preissler/FSU"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/handprothese.thumbnail.jpg" alt="Handprothese" width="255" height="122" class="attachment wp-att-2383" /></a>
<div class="imagecaption">Mit der Jenaer Neuentwicklung werden sensorische Informationen von der Prothese an den Oberarm des Patienten &#252;bertragen, von wo sie ans Gehirn weitergeleitet werden. Dadurch lassen sich Phantomschmerzen mindern. Foto: Sandra Preissler/FSU</div>
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<p><strong>Doch nun k&#246;nnen Wissenschaftler der Universit&#228;t Jena</strong> den betroffenen Patienten Hoffnung auf Linderung machen: Gemeinsam mit Unfallchirurgen des Jenaer Uniklinikums und Wirtschaftspartnern hat das Team um Prof. Wei&#223; herk&#246;mmliche Handprothesen so ver&#228;ndert, dass Phantomschmerzen nach einer Unterarmamputation reduziert werden k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Ein zentraler Bestandteil der Neuentwicklung</strong>, die von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGVU) finanziell gef&#246;rdert wird, ist eine Stimulationseinheit, die &#252;ber eine Manschette mit dem Oberarmstumpf des Patienten verbunden ist. &#0187;Zwischen Daumen und Zeigefinger sowie am Daumen der Handprothese befinden sich Drucksensoren&#0171;, erl&#228;utert Prof. Dr. Dr. Gunther Hofmann, Direktor der Jenaer Klinik f&#252;r Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie. Urspr&#252;nglich sollten die lediglich dazu dienen, die Griffst&#228;rke der k&#252;nstlichen Hand zu regulieren – je nachdem, ob man ein rohes Ei oder einen Hammer greifen will. <strong>&#0187;Unser System &#252;bertr&#228;gt diese sensorischen Informationen nun auch von der Hand an den Oberarm&#0171;</strong>, so Unfallchirurg Hofmann.</p>
<blockquote><p><strong>&#0187;Auf diese Weise erh&#228;lt das Gehirn eine R&#252;ckmeldung von der Prothese, als w&#228;re es die eigene Hand&#0171;</strong>, erg&#228;nzt Prof. Wei&#223; und verweist auf eine Ursache f&#252;r Phantomschmerzen: Die Gehirnstrukturen, die urspr&#252;nglich f&#252;r die Reizverarbeitung aus dem Arm zust&#228;ndig waren, sind nach dessen Verlust pl&#246;tzlich &#0187;arbeitslos&#0171;. Deshalb komme es zu einer Umstrukturierung der Gehirnbereiche. &#0187;Diese Areale &#252;bernehmen stattdessen die Verarbeitung von sensorischen Reizen aus anderen K&#246;rperteilen, vor allem aus dem Armstumpf und dem Gesicht&#0171;, so der Jenaer Psychologe. Dadurch komme es dort zu verst&#228;rkten, h&#228;ufig schmerzhaften Empfindungen – den Phantomschmerzen.</p>
<p><strong>Durch die R&#252;ckkopplung zwischen neuer Hand und Gehirn</strong>, wie sie das Jenaer System erm&#246;glicht, soll die Umstrukturierung im Gehirn verhindert bzw. r&#252;ckg&#228;ngig gemacht werden. &#0187;Erste Patienten haben das System getestet und als sehr positiv empfunden&#0171;, freut sich Prof. Hofmann. Nun gehe es darum, die mit dem R&#252;ckkopplungssystem ausgestatteten Prothesen von m&#246;glichst vielen Patienten testen zu lassen, um gen&#252;gend Erfahrungen zu sammeln.</p>
<p><strong>&#0187;Wir wollen wissen, ob die &#220;bertragung der sensorischen Informationen aus der Hand nur einzelnen Patienten hilft oder ob sie als Therapeutikum f&#252;r alle Prothesentr&#228;ger geeignet ist&#0171;</strong>, erkl&#228;rt Prof. Wei&#223;.
</p></blockquote>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Thomas Wei&#223;<br />
Institut f&#252;r Psychologie der Friedrich-Schiller-Universit&#228;t Jena<br />
Am Steiger 3 / Haus 1, 07743 Jena<br />
Tel.: 03641 / 945143<br />
E-Mail: thomas.weiss[at]uni-jena.de</p>
<p>Prof. Dr. Dr. Gunther Hofmann<br />
Klinik f&#252;r Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Universit&#228;tsklinikums Jena<br />
Erlanger Allee 101, 07747 Jena<br />
Tel.: 03641 / 9322800<br />
E-Mail: gunther.hofmann[at]med.uni-jena.de<br />
<strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<a href="http://www.uni-jena.de" title="Webseite der Uni Jena">Uni Jena</a></p>
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		<title>Mitral-Clipping</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 12:34:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Mitral-Clip]]></category>
		<category><![CDATA[Mitralklappe]]></category>
		<category><![CDATA[Mitralklappeninsuffizienz]]></category>

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Premiere in der Ulmer Universit&#228;tsmedizin: Unter Leitung von Prof. Dr. Wofgang Rottbauer, &#196;rztlicher Direktor der Klinik f&#252;r Innere Medizin II, wurde bei Herzpatienten, die unter einer undichten Einlassklappe (Mitralklappe) der linken Herzkammer leiden, erstmals per Katheter ein Clip auf diese Klappe gesetzt und die Undichtigkeit beseitigt. Vorteil f&#252;r die Patienten: Die Er&#246;ffnung des Brustkorbes entf&#228;llt. Weltweit bieten nur wenige Zentren diesen Eingriff an.
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/mitralclip.jpg" rel="lightbox[pics2373]" title="Der Mitral-Clip Foto: UK Ulm"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/08/mitralclip.thumbnail.jpg" alt="Der Mitral-Clip. Foto: UK Ulm. " width="255" height="170" class="attachment wp-att-2374" /></a>
<div class="imagecaption">Der Mitral-Clip Foto: UK Ulm</div>
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<h4>Neues Therapieverfahren ohne OP am Offenen Herzen kann Leben retten</h4>
<p><strong>Premiere in der Ulmer Universit&#228;tsmedizin: Unter Leitung von Prof. Dr. Wofgang Rottbauer, &#196;rztlicher Direktor der Klinik f&#252;r Innere Medizin II, wurde bei Herzpatienten, die unter einer undichten Einlassklappe (Mitralklappe) der linken Herzkammer leiden, erstmals per Katheter ein Clip auf diese Klappe gesetzt und die Undichtigkeit beseitigt. Vorteil f&#252;r die Patienten: Die Er&#246;ffnung des Brustkorbes entf&#228;llt. Weltweit bieten nur wenige Zentren diesen Eingriff an.</strong></p>
<blockquote><p>
&#0187;<strong>Wenn die Mitralklappe nicht richtig schlie&#223;t</strong>, kommt es zu einem R&#252;ckstau des Blutes in der Lunge. Die Patienten leiden in der Folge unter Leistungsschw&#228;che und erheblicher Atemnot. Eine undichte Mitralklappe – die &#196;rzte sprechen von Mitralklappeninsuffizienz – tritt relativ h&#228;ufig auf&#0171;, erl&#228;utert Prof. Rottbauer.</p>
<p>&#0187;<strong>Die konventionelle Therapieform</strong> sah bisher die Er&#246;ffnung des Brustkorbes vor. Daf&#252;r musste in jedem Fall das Herz kurzfristig stillgelegt und der Patient an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden&#0171;, so Prof. Rottbauer. Diese Methode berge insbesondere f&#252;r Patienten mit schweren Begleiterkrankungen ein gro&#223;es Risiko: &#0187;Unsere Methode der Wiederherstellung der Dichtigkeit der Mitralklappe erfolgt &#252;ber einen Herzkatheter ohne Er&#246;ffnung des Brustkorbs. Zwar befindet sich der Patient auch bei dem neuen Verfahren in Vollnarkose, wir ben&#246;tigen die Herz-Lungen-Maschine dabei aber nicht. Patienten einer ganzen Region profitieren nun von einer alternativen Behandlungsmethode, die deutlich schonender ist.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Prof. Dr. Jochen W&#246;hrle</strong>, Leitender Oberarzt an der Klinik f&#252;r Innere Medizin II, beschreibt die OP-Technik: &#0187;Der Katheter wird zun&#228;chst &#252;ber die rechte Leistenvene in den rechten Vorhof des Herzens geschoben und von dort &#252;ber die Vorhofscheidewand in den linken Vorhof direkt &#252;ber die Mitralklappe. Nun wird an der Stelle, an der die Herzklappe undicht ist, ein Clip platziert, der die Klappenr&#228;nder zusammenh&#228;lt und damit die Undichtigkeit der Herzklappe reduziert.&#0171;<br />
Im Anschluss &#252;berpr&#252;fen die &#196;rzte mittels Ultraschall die Position des Clips und die Funktion der Mitralklappe.</p>
<p><strong>Das Klappen-Team um Prof. Rottbauer</strong> hat hierdurch die Behandlungsm&#246;glichkeiten im nicht-invasiven Bereich erweitert. Der Ersatz einer verengten Aortenklappe (zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader) &#252;ber die Leiste wird bereits seit mehreren Jahren durchgef&#252;hrt. Das Mitral-Clipping erweitert nun die Behandlungsm&#246;glichkeit f&#252;r die Undichtigkeit dieser Herzklappe. Hierdurch k&#246;nnen die beiden h&#228;ufigsten Herzklappenfehler auch ohne Operation therapiert werden. Die bislang gemachten Erfahrungen zeigen, dass so therapierte Patienten eine deutlich verbesserte Lebensqualit&#228;t erreichen k&#246;nnen. Der Verzicht auf eine Operation am offenen Herzen bedeutet insbesondere f&#252;r schwerkranke Patienten eine schonende Option.</p>
<p><strong>Mehr Info:</strong> <a href="http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/kliniken/innere-medizin/klinik-fuer-innere-medizin-ii.html">UK Ulm, Klinik f&#252;r Innere Medizin</a></p>
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