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	<title>DZKF WEBLOG</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Kurzschluss in Nervenzellen</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 18:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Granzym B]]></category>
		<category><![CDATA[Immunzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Nervenzellen]]></category>
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		<category><![CDATA[T-Zellen]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/nervenzellen.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &#34;Kurzschluss&#34; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/nervenzellen.thumbnail.jpg" alt="Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &#34;Kurzschluss&#34; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie" width="255" height="255" class="attachment wp-att-2045" /></a><div class="imagecaption">Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &#34;Kurzschluss&#34; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie</div></div><strong>Bei Krankheiten wie der Multiplen Sklerose greifen Zellen des Immunsystems Nervenzellen in Gehirn und R&#252;ckenmark an. Wissenschaftlern der Universit&#228;t W&#252;rzburg ist es jetzt gelungen, diesen Angriff detailliert zu beobachten und zu beschreiben.
Das Prinzip ist immer das gleiche: Zellen des Immunsystems, die eigentlich fremde Krankheitserreger bek&#228;mpfen sollten, wandern ins Gehirn und ins R&#252;ckenmark und greifen dort Nervenzellen an. Das bekannteste Beispiel f&#252;r solch eine Autoimmunerkrankung ist wahrscheinlich die Multiple Sklerose. Die Immunzellen, so genannte T-Zellen, zerst&#246;ren die Isolationsschicht der Nervenzellen und rufen &#252;ber das gesamte Zentrale Nervensystem verstreut chronische Entz&#252;ndungen hervor.</strong>

<strong>Wie die zerst&#246;rerische Arbeit dieser Zellen abl&#228;uft</strong>, konnten jetzt Professor Heinz Wiendl und Dr. Sven Meuth aus der Forschungsgruppe "Multiple Sklerose und Neuroimmunologie" der Universit&#228;t W&#252;rzburg beobachten. 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/nervenzellen.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &quot;Kurzschluss&quot; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/nervenzellen.thumbnail.jpg" alt="Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &quot;Kurzschluss&quot; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie" width="255" height="255" class="attachment wp-att-2045" /></a>
<div class="imagecaption">Eine einzelne Immunzelle (rot) nimmt Kontakt auf mit einer Nervenzelle (gr&#252;n) und l&#246;st dort einen &quot;Kurzschluss&quot; aus. Foto: Forschungsgruppe Multiple Sklerose und Neuroimmunologie</div>
</div>
<p><strong>Bei Krankheiten wie der Multiplen Sklerose greifen Zellen des Immunsystems Nervenzellen in Gehirn und R&#252;ckenmark an. Wissenschaftlern der Universit&#228;t W&#252;rzburg ist es jetzt gelungen, diesen Angriff detailliert zu beobachten und zu beschreiben.<br />
Das Prinzip ist immer das gleiche: Zellen des Immunsystems, die eigentlich fremde Krankheitserreger bek&#228;mpfen sollten, wandern ins Gehirn und ins R&#252;ckenmark und greifen dort Nervenzellen an. Das bekannteste Beispiel f&#252;r solch eine Autoimmunerkrankung ist wahrscheinlich die Multiple Sklerose. Die Immunzellen, so genannte T-Zellen, zerst&#246;ren die Isolationsschicht der Nervenzellen und rufen &#252;ber das gesamte Zentrale Nervensystem verstreut chronische Entz&#252;ndungen hervor.</strong></p>
<p><strong>Wie die zerst&#246;rerische Arbeit dieser Zellen abl&#228;uft</strong>, konnten jetzt Professor Heinz Wiendl und Dr. Sven Meuth aus der Forschungsgruppe &#0187;Multiple Sklerose und Neuroimmunologie&#0171; der Universit&#228;t W&#252;rzburg beobachten. </p>
<blockquote><p>&#0187;Es ist uns gelungen, die Interaktion zwischen einzelnen Immunzellen und isolierten Nervenzellen darzustellen und funktionell zu charakterisieren&#0171;, sagt Heinz Wiendl. Daf&#252;r haben die Wissenschaftler eine spezielle Zeitraffer-Mikroskopietechnik mit zeitlich hochaufl&#246;senden elektrophysiologischen Techniken kombiniert.</p></blockquote>
<p><strong>Nach dem Kurzschluss kommt Erholung oder Tod</strong></p>
<p><strong>Von den Ergebnissen dieser Beobachtungen</strong> waren die Wissenschaftler selbst &#252;berrascht: &#0187;<em>Unter den entsprechenden experimentellen Bedingungen suchen T-Zellen ihre Zielzelle und greifen sie an</em>&#0171;, erkl&#228;rt Sven Meuth. Das Ergebnis: In der Nervenzelle kommt es zu einer Art elektrischem Kurzschluss; sie verliert ihre Funktion. Dann stehen zwei M&#246;glichkeiten offen: Entweder die Zelle erholt sich von diesem Angriff und nimmt ihre Arbeit wieder regul&#228;r auf. <strong>Oder sie stirbt.</strong></p>
<p><strong>Verantwortlich daf&#252;r sind zwei Substanzen</strong>, die die T-Zellen bei ihrem Angriff freisetzen: Das Molek&#252;l <em>Perforin</em>, das einen Anstieg von Kalzium-Ionen in den Nervenzellen bewirkt und damit die elektrischen Eigenschaften der Zellen ver&#228;ndert. Und das Enzym <em>Granzym B</em>, das einen wesentlichen Beitrag zum Tod der Nervenzellen zu leisten scheint.</p>
<p><strong>Reaktion schon nach wenigen Sekunden</strong></p>
<blockquote><p>
&#0187;Mit dieser Arbeit konnte erstmals gezeigt werden, wie T-Zellen Nervenzellen im Zentralen Nervensystem aufsuchen, erkennen und mit ihnen interagieren&#0171;, sagt Heinz Wiendl. Neu und &#252;berraschend sei dabei die Erkenntnis gewesen, dass Nervenzellen schon sehr kurzfristig, also wenige Sekunden nach dem Kontakt mit den T-Zellen, elektrisch &#0187;stillgelegt&#0171; werden, was Konsequenzen sowohl f&#252;r die einzelne Zelle als auch das gesamte Netzwerk mit sich bringt.</p></blockquote>
<p>Kernbefunde der Arbeiten stammen von Alexander Herrmann und Ole Simon, die sich im Rahmen ihrer Promotionen in die neuen Techniken eingearbeitet haben. Zudem bestanden Kooperationen mit den Physiologischen Instituten der Universit&#228;ten M&#252;nster und Magdeburg sowie mit der Charité Berlin. Die Forschungsarbeiten wurden gef&#246;rdert vom W&#252;rzburger Sonderforschungsbereich 581 sowie dem Interdisziplin&#228;ren Zentrum f&#252;r klinische Forschung (IZKF) des Universit&#228;tsklinikums.<br />
<em><br />
&#0187;Cytotoxic CD8+ T Cell-Neuron Interactions: Perforin-Dependent Electrical Silencing Precedes But Is Not Causally Linked to Neuronal Cell Death&#0171;. Sven G. Meuth, Alexander M. Herrmann, Ole J. Simon, Volker Siffrin, Nico Melzer, Stefan Bittner, Patrick Meuth, Harald F. Langer, Stefan Hallermann, Nadia Boldakowa, Josephine Herz, Thomas Munsch, Peter Landgraf, Orhan Aktas, Manfred Heckmann, Volkmar Lessmann, Thomas Budde, Bernd C. Kieseier, Frauke Zipp, and Heinz Wiendl. The Journal of Neuroscience; doi:10.1523/JNEUROSCI.4339-09.2009</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Heinz Wiendl, T: (0931) 201-23755, E-Mail: heinz.wiendl@klinik.uni-wuerzburg.de<br />
Dr. Dr. Sven Meuth, T: (0931) 201-23543, E-Mail: meuth_S@klinik.uni-wuerzburg.de </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Schlafenden Krebszellen auf der Spur&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 17:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[dormant cells]]></category>
		<category><![CDATA[Hirntumor]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellen]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Auch viele Jahre nach einer Brustkrebsdiagnose und dem Entfernen des Prim&#228;rtumors k&#246;nnen sich noch Fernmetastasen im K&#246;rper ansiedeln. Vor allem Knochenmetastasen sind dann keine Seltenheit.</strong>

<strong>F&#252;r die Forschung auf diesem Gebiet</strong> erhielt jetzt der Leiterin des wissenschaftlichen Labors der Frauenklinik, Privatdozentin Dr. Sabine Kasimir-Bauer, von der Universit&#228;t Duisburg Essen eine au&#223;erplanm&#228;&#223;ige Professur. Der Schwerpunkt ihrer Forschungen liegt in der Suche nach sogenannten Tumorstammzellen, das hei&#223;t Tumorzellen, die die F&#228;higkeit zur Selbsterneuerung besitzen. Nur zwischen ein und f&#252;nf Prozent der Zellen im Tumor haben diesen Charakter und sind vermutlich f&#252;r die Metastasenbildung verantwortlich. "<em>Zentrales Anliegen ist es daher, diese Zellen im Blut beziehungsweise im Knochenmark zu identifizieren</em>", erkl&#228;rt Prof. Dr. Sabine Kasimir-Bauer und der Direktor der Uni-Frauenklinik erg&#228;nzt: "<em>Um so spezifische Therapien genau gegen diese Zellen einsetzen zu k&#246;nnen und dadurch eine Streuung des Tumors zu verhindern</em>."

<strong>Schlafende Zellen &#252;berleben Chemotherapie</strong>

<strong>Erste Hinweise, dass solche Zellen im Blut</strong> von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs vorhanden und mit einer ung&#252;nstigen Prognose verbunden sind, konnte jetzt Dr. Bahriye Aktas, Ober&#228;rztin der Frauenklinik in Zusammenarbeit mit der Inneren Klinik, zeigen. Die Daten wurden jetzt in einer renomierten internationalen Brustkrebszeitschrift ver&#246;ffentlicht und
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auch viele Jahre nach einer Brustkrebsdiagnose und dem Entfernen des Prim&#228;rtumors k&#246;nnen sich noch Fernmetastasen im K&#246;rper ansiedeln. Vor allem Knochenmetastasen sind dann keine Seltenheit.</strong></p>
<p><strong>F&#252;r die Forschung auf diesem Gebiet</strong> erhielt jetzt der Leiterin des wissenschaftlichen Labors der Frauenklinik, Privatdozentin Dr. Sabine Kasimir-Bauer, von der Universit&#228;t Duisburg Essen eine au&#223;erplanm&#228;&#223;ige Professur. Der Schwerpunkt ihrer Forschungen liegt in der Suche nach sogenannten Tumorstammzellen, das hei&#223;t Tumorzellen, die die F&#228;higkeit zur Selbsterneuerung besitzen. Nur zwischen ein und f&#252;nf Prozent der Zellen im Tumor haben diesen Charakter und sind vermutlich f&#252;r die Metastasenbildung verantwortlich. &#0187;<em>Zentrales Anliegen ist es daher, diese Zellen im Blut beziehungsweise im Knochenmark zu identifizieren</em>&#0171;, erkl&#228;rt Prof. Dr. Sabine Kasimir-Bauer und der Direktor der Uni-Frauenklinik erg&#228;nzt: &#0187;<em>Um so spezifische Therapien genau gegen diese Zellen einsetzen zu k&#246;nnen und dadurch eine Streuung des Tumors zu verhindern</em>.&#0171;</p>
<p><strong>Schlafende Zellen &#252;berleben Chemotherapie</strong></p>
<p><strong>Erste Hinweise, dass solche Zellen im Blut</strong> von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs vorhanden und mit einer ung&#252;nstigen Prognose verbunden sind, konnte jetzt Dr. Bahriye Aktas, Ober&#228;rztin der Frauenklinik in Zusammenarbeit mit der Inneren Klinik, zeigen. Die Daten wurden jetzt in einer renomierten internationalen Brustkrebszeitschrift ver&#246;ffentlicht und beim Deutschen Brustkrebskongress als einer der besten Beitr&#228;ge ausgezeichnet.</p>
<p><strong>Das Forscherteam der Frauenklinik besch&#228;ftigt sich</strong> bereits seit Jahren mit einzelnen Tumorzellen, die bei Brustkrebs den Tumor fr&#252;hzeitig verlassen, in das Knochenmark einwandern und dort als &#8250;<em>dormant cells</em>&#8250;, so genannte &#8217;schlafende Zellen&#8249; lange Zeit verbleiben k&#246;nnen. Besonders t&#252;ckisch ist dabei, dass sie bei 15 Prozent der Patienten sogar eine Chemotherapie &#252;berleben, auch eine antihormonelle Therapie bleibt gegen diese Zellen oft erfolglos.</p>
<p><strong>Erste gute Erfahrungen hat die Forschungsgruppe</strong> der Frauenklinik mit so genannten Bisphosphonaten gemacht, die normalerweise bei Osteoporose eingesetzt werden, weil sie dem Knochenabbau entgegenwirken. Die Studien der Frauenklinik haben gezeigt, dass die Bisphosphonate vermutlich bei einigen Patientinnen die &#8250;dormant cells&#8249; bei Brustkrebs &#0187;verhungern&#0171; lassen k&#246;nnen.&#0171;<br />
<strong><br />
Weitere Auszeichnungen der neuen Professorin</strong><br />
Prof. Dr. Kasimir-Bauer erhielt zusammen mit ihrer Kooperationspartnerin aus T&#252;bingen, Frau Prof. Dr. Fehm, den sogenannten &#0187;Busenfreund Award 2009&#8243; &#8211; einen Preis von Patientinnen der gr&#246;&#223;ten Selbsthilfegruppe Brustkrebs in Deutschland f&#252;r engagierte Brustkrebsforschung.</p>
<p>Von der amerikanischen Gesellschaft f&#252;r Krebsforschung wurde Sie jetzt zum Vortrag nach Washington eingeladen, um die Forschungsarbeiten der Arbeitsgruppe zu pr&#228;sentieren.<br />
<strong><br />
N&#228;here Information:</strong><br />
Prof. Rainer Kimmig, Leiter der Uni-Frauklinik, Tel.: 0201/723-2440, rainer.kimmig@uk-essen.de</p>
<p>Prof. Dr. Sabine Kasimir-Bauer, Tel.: 0201/723-2443, sabine.kasimir-bauer@uk-essen.de </p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aktion &#0187;Hannover gegen den Schlaganfall&#0171; gestartet</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/11/aktion-hannover-gegen-den-schlaganfall-gestartet/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 17:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[112]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaganfall]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Breit angelegte Aufkl&#228;rungsaktion will die Bev&#246;lkerung in Hannover f&#252;r richtige Reaktion im Notfall fit machen</h4>
<strong>In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 230.000 Menschen einen Schlaganfall. Alleine in Hannover sind es rund 2.500 im Jahr. Um das Wissen &#252;ber die Symptome des Schlaganfalls und die richtige Reaktion im Notfall zu verbessern, hat sich in der Region jetzt ein starkes Aktionsb&#252;ndnis zusammen geschlossen: Unter der Schirmherrschaft von Oberb&#252;rgermeister Stephan Weil starten die Medizinische Hochschule Hannover, das Klinikum Nordstadt sowie das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim im M&#228;rz 2010 eine sechsmonatige Kampagne unter dem Motto "Schlaganfall - ein Notfall".</strong>

"<em>Schlaganf&#228;lle sind eine der h&#228;ufigsten Todesursachen weltweit und eine der wesentlichen Ursachen f&#252;r dauerhafte Behinderung und reduzierte Lebensqualit&#228;t</em>", erkl&#228;rt Professor Dr. Reinhard Dengler, Direktor der Klinik f&#252;r Neurologie der Medizinische Hochschule Hannover und einer der Initiatoren der Aufkl&#228;rungsaktion, das Ausma&#223; der Problematik. Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung, jederzeit. "<em>Trotzdem untersch&#228;tzen viele Menschen immer noch die Gefahr und haben im Notfall Hemmungen, schnell den Notruf 112 zu w&#228;hlen. Doch nur so haben Betroffene eine Chance, dass wir schlimme Folgen wie schwere Behinderungen verhindern k&#246;nnen</em>", betont Professor Dr. Andreas Schwartz, Chefarzt der Klinik f&#252;r Neurologie KRH - Klinikum Nordstadt. Gerade in Gebieten, in denen das n&#228;chste Krankenhaus mit einer so genannten "<em>Stroke Unit</em>", also einer Schlaganfall-Spezialstation weiter entfernt liege, <strong>k&#246;nne eine schnelle Reaktion Leben retten.
</strong>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/hannover-schlaganfall.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Werben f&#252;r die Aktion: Dr. G&#252;nster, Professor Adams, Oberb&#252;rgermeister Weil, Professor Dengler und Professer Schwartz (von links),"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/hannover-schlaganfall.thumbnail.jpg" alt="Werben f&#252;r die Aktion: Dr. G&#252;nster, Professor Adams, Oberb&#252;rgermeister Weil, Professor Dengler und Professer Schwartz (von links)," width="255" height="203" class="attachment wp-att-2037" /></a>
<div class="imagecaption">Werben f&#252;r die Aktion: Dr. G&#252;nster, Professor Adams, Oberb&#252;rgermeister Weil, Professor Dengler und Professer Schwartz (von links),</div>
</div>
<h4>Breit angelegte Aufkl&#228;rungsaktion will die Bev&#246;lkerung in Hannover f&#252;r richtige Reaktion im Notfall fit machen</h4>
<p><strong>In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 230.000 Menschen einen Schlaganfall. Alleine in Hannover sind es rund 2.500 im Jahr. Um das Wissen &#252;ber die Symptome des Schlaganfalls und die richtige Reaktion im Notfall zu verbessern, hat sich in der Region jetzt ein starkes Aktionsb&#252;ndnis zusammen geschlossen: Unter der Schirmherrschaft von Oberb&#252;rgermeister Stephan Weil starten die Medizinische Hochschule Hannover, das Klinikum Nordstadt sowie das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim im M&#228;rz 2010 eine sechsmonatige Kampagne unter dem Motto &#0187;Schlaganfall &#8211; ein Notfall&#0171;.</strong></p>
<p>&#0187;<em>Schlaganf&#228;lle sind eine der h&#228;ufigsten Todesursachen weltweit und eine der wesentlichen Ursachen f&#252;r dauerhafte Behinderung und reduzierte Lebensqualit&#228;t</em>&#0171;, erkl&#228;rt Professor Dr. Reinhard Dengler, Direktor der Klinik f&#252;r Neurologie der Medizinische Hochschule Hannover und einer der Initiatoren der Aufkl&#228;rungsaktion, das Ausma&#223; der Problematik. Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung, jederzeit. &#0187;<em>Trotzdem untersch&#228;tzen viele Menschen immer noch die Gefahr und haben im Notfall Hemmungen, schnell den Notruf 112 zu w&#228;hlen. Doch nur so haben Betroffene eine Chance, dass wir schlimme Folgen wie schwere Behinderungen verhindern k&#246;nnen</em>&#0171;, betont Professor Dr. Andreas Schwartz, Chefarzt der Klinik f&#252;r Neurologie KRH &#8211; Klinikum Nordstadt. Gerade in Gebieten, in denen das n&#228;chste Krankenhaus mit einer so genannten &#0187;<em>Stroke Unit</em>&#0171;, also einer Schlaganfall-Spezialstation weiter entfernt liege, <strong>k&#246;nne eine schnelle Reaktion Leben retten.<br />
</strong></p>
<blockquote><p><strong>Die typischen Symptome eines Schlaganfalls</strong> sind pl&#246;tzliche, meist schmerzlose L&#228;hmungserscheinungen, Taubheitsgef&#252;hle oder Sehst&#246;rungen. Wer bei Mitmenschen diese Anzeichen erkennt, sollte unverz&#252;glich den Notarzt &#252;ber die Nummer 112 rufen. Denn f&#252;r den Betroffenen z&#228;hlt jede Minute. &#0187;Wir k&#246;nnen einen Schlaganfall heute in vielen F&#228;llen behandeln, um die Folgen abzumildern. Doch wir wissen auch, dass das Ergebnis umso besser ist, je fr&#252;her der Patient ein spezialisiertes Krankenhaus erreicht&#0171;, betont Professor Dengler.</p>
<p>&#0187;Schlaganfall ist ein Thema, das jeden direkt oder indirekt treffen kann&#0171;, erkl&#228;rt Schirmherr Stephan Weil. &#0187;F&#252;r den Erfolg des Projektes brauchen wir die Unterst&#252;tzung von m&#246;glichst vielen Partnern. So k&#246;nnen wir alle gemeinsam einen Beitrag dazu leisten, in Hannover das Wissen &#252;ber den Schlaganfall und somit auch die Lebensqualit&#228;t vieler zu verbessern.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Die konzertierte Aufkl&#228;rungsaktion &#0187;Hannover gegen den Schlaganfall&#0171;</strong> startet mit der Auftaktveranstaltung am 11. M&#228;rz 2010 im Rathaus Hannover. Die Projektpartner werben insbesondere bei den Medien, aber auch bei Berufsverb&#228;nden, Selbsthilfegruppen und weiteren Multiplikatoren um Unterst&#252;tzung f&#252;r ihre gemeinsame Aktion. P&#252;nktlich zum Start des Projektes werden Busse mit Plakaten zu den Symptomen eines Schlaganfalls beklebt und rollen drei Monate lang durch Hannover. Im Stadion von Hannover 96 wird ein Infospot zum Thema Schlaganfall gezeigt. F&#252;r die kommenden Monate sind weitere Ma&#223;nahmen in Planung. </p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Weichmacher k&#246;nnen Einfluss auf Fettstoffwechsel nehmen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/11/weichmacher-koennen-einfluss-auf-fettstoffwechsel-nehmen/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 16:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Disruptoren]]></category>
		<category><![CDATA[Fettstoffwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Kendomycin]]></category>
		<category><![CDATA[Weichmacher]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/st_SchmidtHartWeb.jpg" rel="lightbox[pics2033]" title="Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/st_SchmidtHartWeb.thumbnail.jpg" alt="Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)" width="255" height="191" class="attachment wp-att-2034" /></a><div class="imagecaption">Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)</div></div><strong>So genannte Weichmacher in Kunststoffen k&#246;nnen Einfluss auf den Fett- und Glukosestoffwechsel von Organismen nehmen. Dies stellten die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) im Rahmen ihrer Promotion in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Dr. Bernd Fischer am halleschen Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie in Versuchen mit M&#228;usen fest. F&#252;r ihre Erkenntnisse wurden sie von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Endokrinologie (DGE) mit einem Posterpreis w&#228;hrend der gerade stattgefundenen Jahrestagung der Gesellschaft in Leipzig geehrt.</strong>

<strong>Ihre Doktorarbeiten</strong>, die im Rahmen eines von der EU in Br&#252;ssel gef&#246;rderten Forschungsverbundes mit Teilnehmern aus zehn europ&#228;ischen L&#228;ndern und den USA gewonnen wurden, besch&#228;ftigen sich mit...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/st_SchmidtHartWeb.jpg" rel="lightbox[pics2033]" title="Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/st_SchmidtHartWeb.thumbnail.jpg" alt="Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)" width="255" height="191" class="attachment wp-att-2034" /></a>
<div class="imagecaption">Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)</div>
</div>
<p><strong>So genannte Weichmacher in Kunststoffen k&#246;nnen Einfluss auf den Fett- und Glukosestoffwechsel von Organismen nehmen. Dies stellten die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) im Rahmen ihrer Promotion in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Dr. Bernd Fischer am halleschen Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie in Versuchen mit M&#228;usen fest. F&#252;r ihre Erkenntnisse wurden sie von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Endokrinologie (DGE) mit einem Posterpreis w&#228;hrend der gerade stattgefundenen Jahrestagung der Gesellschaft in Leipzig geehrt.</strong></p>
<p><strong>Ihre Doktorarbeiten</strong>, die im Rahmen eines von der EU in Br&#252;ssel gef&#246;rderten Forschungsverbundes mit Teilnehmern aus zehn europ&#228;ischen L&#228;ndern und den USA gewonnen wurden, besch&#228;ftigen sich mit dem Einfluss hormon&#228;hnlicher Nahrungsmittelkontaminanten (<em>endokrine Disruptoren</em>) wie <em>Phthalate</em> und <em>polychlorierte Biphenyle</em> (PCB) auf die weibliche Fortpflanzung und den Fett- und Glukosestoffwechsel bei M&#252;ttern und deren Nachkommen. Phthalate und PCB sind industrieller Herkunft. PCB sind eine so genannte Altlast, da sie nicht mehr hergestellt werden, aber noch in gro&#223;en Mengen in der Umwelt vorkommen und &#252;ber Nahrung oder Trinkwasser aufgenommen werden. Phthalate sind Weichmacher in fast allen Kunststoffprodukten (vom Duschvorhang &#252;ber Kosmetika und Teppichb&#246;den bis zum Kinderspielzeug). <strong>Sie sind allgegenw&#228;rtige Schadstoffe, da sie bei fast jedem Menschen im K&#246;rper nachweisbar sind.</strong></p>
<blockquote><p><strong>Welche Gesundheitsgefahren von ihnen ausgehen</strong>, ist noch nicht bekannt. Im Rahmen ihrer Untersuchungen konnten die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen St&#246;rungen im Fett- und Glukosestoffwechsel feststellen und eindrucksvoll an der signifikanten Zunahme des Bauchfettes bei M&#228;usen zeigen. &#0187;Besonders beunruhigend an den Ergebnissen ist, dass diese Fettzunahme auch bei den nicht behandelten Nachkommen, also in der n&#228;chsten Generation, auftrat&#0171;, sagt Professor Fischer. Die Befunde aus Halle sind umweltmedizinisch und umwelttoxikologisch so relevant, dass sie der DGE einen Preis wert waren. </p></blockquote>]]></content:encoded>
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		<title>Strahlentherapie: Gel&#246;ste Elektronen gef&#228;hrlicher als freie Radikale?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 04:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<category><![CDATA[DNA]]></category>
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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bernd Abel" width="254" height="366" class="attachment wp-att-2030" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen</div></div>G&#246;ttinger Forscher entdecken m&#246;glichen neuen Mechanismus f&#252;r Strahlensch&#228;den an der DNA
Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung m&#246;glicherweise viel gef&#228;hrlicher f&#252;r die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolek&#252;len umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse k&#246;nnten Folgen haben f&#252;r den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs.

(<em>pug</em>) <strong>Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass 
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bernd Abel" width="254" height="366" class="attachment wp-att-2030" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen</div>
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<h4>G&#246;ttinger Forscher entdecken m&#246;glichen neuen Mechanismus f&#252;r Strahlensch&#228;den an der DNA</h4>
<p>(<em>pug</em>) <strong>Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung m&#246;glicherweise viel gef&#228;hrlicher f&#252;r die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolek&#252;len umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse k&#246;nnten Folgen haben f&#252;r den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs. &#0187;Unsere Forschungsergebnisse k&#246;nnten dazu f&#252;hren, dass Strahlungsdosen in Zukunft m&#246;glicherweise neu bewertet werden m&#252;ssen. Der neue DNA-Spaltungsmechanismus k&#246;nnte dabei m&#246;glicherweise auch Auswirkungen auf die Dosierung der Strahlentherapie von Krebs haben,&#0171; so der Leiter der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Bernd Abel von der Universit&#228;t G&#246;ttingen. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift &#0187;<em>Nature Chemistry</em>&#0171; im Internet ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p><strong>45 Jahre nach der Entdeckung des freien gel&#246;sten Elektrons</strong> in Wasser gelang es den Forschern in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Leipzig und Berlin, erstmals die bisher unbekannte Bindungsenergie des Elektrons zu messen. Das ist die Energie, die ben&#246;tigt wird, um das Elektron wieder aus der Wasserumgebung herauszul&#246;sen. Wenn Hochenergiestrahlung auf die DNA einer Zelle trifft, werden lebenswichtige Zellbestandteile zerst&#246;rt und die Zelle damit abget&#246;tet &#8211; ein Mechanismus, der bei der Strahlentherapie zur Bek&#228;mpfung von Krebs ausgenutzt wird. Gleichzeitig sch&#228;digt die Strahlung aber auch gesunde Zellen.</p>
<p><strong>Neben freien Radikalen entstehen</strong> bei der hochenergetischen Bestrahlung von Wasser in biologischem Gewebe in Wasser gel&#246;ste Elektronen an Grenzfl&#228;chen wie zum Beispiel Membranen oder den W&#228;nden von Biomolek&#252;len. Bei ihren Untersuchungen stie&#223;en die Wissenschaftler erstmals auf eine bisher unbekannte Spezies: das nur teilweise gel&#246;ste Elektron an einer Wasser-Grenzfl&#228;che. Dessen Existenz und Lebensdauer wiesen sie erstmalig mit einer schnellen Kamera f&#252;r kurzlebige reaktive Teilchen nach. Diese Elektronen sind offenbar deshalb so gef&#228;hrlich, weil sie aufgrund ihrer &#0187;gerade passenden&#0171; (Bindungs-)Energie ebenfalls DNA spalten k&#246;nnen. Da sie lange leben, k&#246;nnen sie ihre sch&#228;digende Wirkung zudem besonders gut entfalten.</p>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>K. R. Siefermann, Y. Liu, E. Lugovoy, O. Link, M. Faubel, U. Buck, B. Winter and B. Abel. Binding energies, lifetimes and implications of bulk and interface solvated electrons in water. Nature Chemistry. DOI: 10.1038/NCHEM.580.</em></p>
<p><strong>Kontaktadresse:</strong><br />
Prof. Dr. Bernd Abel<br />
Georg-August-Universit&#228;t G&#246;ttingen<br />
Fakult&#228;t f&#252;r Chemie<br />
Institut f&#252;r Physikalische Chemie<br />
Tammanstra&#223;e 6, 37077 G&#246;ttingen<br />
Telefon (0551) 39-3106, Fax (0551) 39-3150<br />
E-Mail: babel@gwdg.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Forscher identifizieren Eiwei&#223;molek&#252;l, das Fettspeicherung kontrolliert</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 21:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<em>Potsdam-Rehbr&#252;cke</em> - <strong>Ein Wissenschaftlerteam unter F&#252;hrung von Annette Sch&#252;rmann vom Deutschen Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiwei&#223;molek&#252;l identifiziert, das die Fettspeicherung f&#246;rdert. Das Protein sorgt daf&#252;r, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form gro&#223;er Fetttr&#246;pfchen gespeichert werden k&#246;nnen. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. "<em>Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen</em>", sagt Annette Sch&#252;rmann. Das Eiwei&#223;molek&#252;l sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.

<strong>Das Forscherteam, zu dem auch</strong> Wissenschaftler der Universit&#228;ten M&#252;nster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts f&#252;r Biochemie in Martinsried geh&#246;ren, ver&#246;ffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (<em>Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09</em>).</strong>

<strong>&#220;bersch&#252;ssige Nahrungsenergie wird langfristig</strong> in Form von K&#246;rperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt - weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/fettzellen.jpg" rel="lightbox[pics2027]" title="Elektronenmikroskopische Aufnahmen. Fettr&#246;pfchen sind mit schwarzen Pfeilen markiert. Foto: DIfE)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/fettzellen.thumbnail.jpg" alt="Fettzellen" width="255" height="106" class="attachment wp-att-2028" /></a>
<div class="imagecaption">Elektronenmikroskopische Aufnahmen. Fettr&#246;pfchen sind mit schwarzen Pfeilen markiert. (DIfE)</div>
</div>
<p><em>Potsdam-Rehbr&#252;cke</em> &#8211; <strong>Ein Wissenschaftlerteam unter F&#252;hrung von Annette Sch&#252;rmann vom Deutschen Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiwei&#223;molek&#252;l identifiziert, das die Fettspeicherung f&#246;rdert. Das Protein sorgt daf&#252;r, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form gro&#223;er Fetttr&#246;pfchen gespeichert werden k&#246;nnen. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. &#0187;<em>Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen</em>&#0171;, sagt Annette Sch&#252;rmann. Das Eiwei&#223;molek&#252;l sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.</p>
<p><strong>Das Forscherteam, zu dem auch</strong> Wissenschaftler der Universit&#228;ten M&#252;nster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts f&#252;r Biochemie in Martinsried geh&#246;ren, ver&#246;ffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (<em>Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09</em>).</strong></p>
<p><strong>&#220;bersch&#252;ssige Nahrungsenergie wird langfristig</strong> in Form von K&#246;rperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt &#8211; weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team um Annette Sch&#252;rmann einerseits ein Zellkulturmodell und andererseits ein besonderes Mausmodell. Bei letzterem handelt es sich um Tiere, bei denen im Vergleich zu Kontrollm&#228;usen die Forscher das Eiwei&#223;molek&#252;l ARFRP1 spezifisch entfernten. Durch den Vergleich der physiologischen Daten der M&#228;use, die in ihrem Fettgewebe kein ARFRP1-Protein produzieren, mit den Daten von Kontrolltieren konnten die Wissenschaftler R&#252;ckschl&#252;sse auf die Funktion des Eiwei&#223;molek&#252;ls ziehen. Ebenso lieferten zus&#228;tzliche Zellkulturexperimente erg&#228;nzende biochemische Daten.</p>
<p><strong>Die Tiere ohne ARFRP1</strong> speicherten die Lipide kaum im Fettgewebe; die in den einzelnen Fettzellen eingelagerten Fetttr&#246;pfchen waren winzig. Zus&#228;tzliche biochemische Analysen zeigten dar&#252;ber hinaus, dass ein fettabbauendes Enzym (hormone-sensitive lipase) st&#228;rker aktiviert wurde. Der Speicherdefekt des Fettgewebes hatte zur Folge, dass die Tiere bereits im Alter von nur sieben Tagen Lipide in anderen Geweben, z.B. der Leber, einlagerten &#8211; ein Vorgang, der zu einer Insulinresistenz f&#252;hren kann, einer Vorstufe des Typ-2-Diabetes.</p>
<blockquote><p>&#0187;Aufgrund unserer Daten gehen wir davon aus, dass das identifizierte Protein gleichzeitig zwei Prozesse reguliert. Einerseits f&#246;rdert es die Fusion kleiner Fettpartikel zu gr&#246;&#223;eren Fetttropfen. Andererseits hemmt es den enzymatischen Fettabbau&#0171;, erkl&#228;rt Angela Hommel, Erstautorin der Studie. Damit sei die Forschung wieder ein kleines St&#252;ckchen weitergekommen, um die molekularen Grundlagen der Fettspeicherung zu verstehen, erg&#228;nzt Annette Sch&#252;rmann.</p></blockquote>
<p><strong>Die Wissenschaftler gehen derzeit nicht</strong> davon aus, dass ihre Erkenntnisse in naher Zukunft dazu genutzt werden k&#246;nnen, neue Medikamententherapien gegen krankhaftes &#220;bergewicht zu entwickeln. Denn das identifizierte Protein spielt auch w&#228;hrend der Embryonalentwicklung sowie in anderen Organen wie der Leber, den Nieren oder dem Gehirn eine wichtige Rolle. W&#252;rde man also beispielsweise versuchen, die Wirkung des Proteins ARFRP1 und damit auch die Fettspeicherung medikament&#246;s zu unterdr&#252;cken, w&#228;ren sicher zu starke Nebenwirkungen zu erwarten. </p>
<p><strong>Allerdings stellt</strong> die von der Arbeitsgruppe Sch&#252;rmann entwickelte Maus ein neues Modell zur Untersuchung der Ursachen und Mechanismen der Insulinresistenz dar. &#0187;Aufgrund der defekten Fettspeicherung im Fettgewebe lagert der K&#246;rper Fette in anderen Organen, wie z.B. der Leber, dem Skelettmuskel und dem Herz ein, wie es auch bei &#252;bergewichtigen und adip&#246;sen Personen beobachtet wird. Diese &#8250;fehlerhafte&#8249; Fettspeicherung wird mit einer verminderten Insulinwirkung in Verbindung gebracht, deren molekularen Ursachen nun in unserem Modell aufgekl&#228;rt werden k&#246;nnen&#0171;, sagt Annette Sch&#252;rmann.</p>
<p><strong>Hintergrundinformation:</strong><br />
Das Fettgewebe spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulation des Energiehaushalts des K&#246;rpers. Dabei muss man zwischen zwei Gewebetypen unterscheiden:<br />
Das so genannte braune Fettgewebe tr&#228;gt dazu bei, die K&#246;rpertemperatur aufrecht zu erhalten. Das in ihm gespeicherte Fett wird direkt f&#252;r die W&#228;rmeproduktion verwendet, so dass hier gr&#246;&#223;ere Mengen an Energie verbraucht werden. Lange ging man davon aus, dass das braune Fettgewebe beim Menschen eher eine untergeordnete Rolle spielt und er nur im S&#228;uglingsalter wenig davon besitzt. Neuere Studien belegen jedoch, dass auch der erwachsene Mensch &#252;ber braunes Fettgewebe verf&#252;gt, wobei allerdings adip&#246;se Personen kein oder nur geringe Mengen dieses stoffwechselaktiven Gewebes aufweisen.</p>
<p>Das so genannte wei&#223;e Fettgewebe erf&#252;llt drei verschiedene Aufgaben:</p>
<ul>
<li>Es ist Speicher- und Depotfett; ein Mensch mit einer Fettreserve von 15 Kilo kann etwa 50 bis 60 Tage ohne Nahrung auskommen.</li>
<li>Es bietet &#228;hnlich wie ein &#0187;Airbag&#0171; einen gewissen Schutz vor mechanischen Verletzungen.</li>
<li>Es dient der W&#228;rmed&#228;mmung, denn Fett ist ein schlechter W&#228;rmeleiter.</li>
</ul>
<p><strong>Die Fettzellen (Adipocyten)</strong> des wei&#223;en Fettgewebes sind vergleichsweise gro&#223;e Zellen. Die Zelle ist fast vollst&#228;ndig mit einem gro&#223;en Fetttropfen ausgef&#252;llt, wobei der Zellkern dicht an den Zellrand gedr&#252;ckt ist. Stark vereinfacht, kann man sich die Fettzelle als einen dehnbaren &#214;ltank vorstellen. </p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Annette Sch&#252;rmann<br />
Deutsches Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung<br />
Potsdam-Rehbr&#252;cke (DIfE)<br />
Abteilung Experimentelle Diabetologie<br />
Arthur-Scheunert-Allee 114-116<br />
D-14558 Nuthetal<br />
Tel.: ++49 (0)33200 88 368<br />
E-Mail: schuermann@dife.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Medikament gegen Tropenkrankheit: Hallesche Forscher an Entwicklung beteiligt</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/05/medikament-gegen-tropenkrankheit-hallesche-forscher-an-entwicklung-beteiligt/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 05:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bilharziose]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Tropenkrankheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.jpg" rel="lightbox[pics2023]" title="Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.thumbnail.jpg" alt="Molek&#252;lstrukturen" width="255" height="199" class="attachment wp-att-2024" /></a><div class="imagecaption">Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie</div></div><strong>Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europ&#228;ischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen f&#252;r die Therapie der Tropenkrankheit <em>Bilharziose</em>, die durch den P&#228;rchenegel (Schistosoma) hervorgerufen wird. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Menschen mit dem Parasiten infiziert, was j&#228;hrlich zu 280.000 Todesf&#228;llen f&#252;hrt. Die Europ&#228;ische Union f&#246;rdert das Forschungsprojekt "SEtTReND - Schistosoma Epigenetics - Targets, Regulation, New Drugs" mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Beteiligt ist auch das Institut f&#252;r Pharmazie der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg (MLU).</strong>

<strong>Sieben universit&#228;re und au&#223;eruniversit&#228;re Forschungseinrichtungen</strong> sowie Industrieunternehmen arbeiten in dem Projekt zusammen, das vom Institut "<em>Louis-Pasteur</em>" in Lille ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.jpg" rel="lightbox[pics2023]" title="Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/molekuelstrukturen.thumbnail.jpg" alt="Molek&#252;lstrukturen" width="255" height="199" class="attachment wp-att-2024" /></a>
<div class="imagecaption">Beispiel f&#252;r Molek&#252;lstrukturen, an die Arzneistoffe binden k&#246;nnen. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie</div>
</div>
<p><strong>Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europ&#228;ischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen f&#252;r die Therapie der Tropenkrankheit <em>Bilharziose</em>, die durch den P&#228;rchenegel (Schistosoma) hervorgerufen wird. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Menschen mit dem Parasiten infiziert, was j&#228;hrlich zu 280.000 Todesf&#228;llen f&#252;hrt. Die Europ&#228;ische Union f&#246;rdert das Forschungsprojekt &#0187;SEtTReND &#8211; Schistosoma Epigenetics &#8211; Targets, Regulation, New Drugs&#0171; mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Beteiligt ist auch das Institut f&#252;r Pharmazie der Martin-Luther-Universit&#228;t Halle-Wittenberg (MLU).</strong></p>
<p><strong>Sieben universit&#228;re und au&#223;eruniversit&#228;re Forschungseinrichtungen</strong> sowie Industrieunternehmen arbeiten in dem Projekt zusammen, das vom Institut &#0187;<em>Louis-Pasteur</em>&#0171; in Lille (Frankreich) koordiniert wird. </p>
<blockquote><p>&#0187;Die Idee ist, auf der Basis von epigenetischen Regulationsmechanismen des P&#228;rchenegels biologisch wirksame Verbindungen zu entwickeln, die gezielt den Parasiten abt&#246;ten k&#246;nnen&#0171;, erkl&#228;rt MLU-Professor Wolfgang Sippl vom Institutsbereich Pharmazeutische Chemie und Klinische Pharmazie. &#220;ber die n&#228;chsten drei Jahre wird Sippls Arbeitsgruppe Medizinische Chemie aus Mitteln des EU-FP-7 Rahmenprogramms mit 245.000 Euro unterst&#252;tzt. Ziel der beteiligten Wissenschaftler aus den Biowissenschaften und der Wirkstoffforschung ist es, neuartige Angriffskonzepte im parasit&#228;ren Lebenszyklus zu analysieren und gezielt Arzneistoffkandidaten zu entwickeln.</p></blockquote>
<p><strong>Epigenetische Mechansimen spielen</strong> eine wichtige Funktion in der genetischen Regulation und stellen potentielle Arzneistofftargets f&#252;r die Therapie von Tumoren und Infektionskrankheiten dar. Im Rahmen des Projektes sollen chemische und computerbasierte Verfahren mit biologischen Prozessen kombiniert werden, um neuartige Wirkstoffe f&#252;r die Therapie der Bilharziose zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe Medizinische Chemie besch&#228;ftigt sich insbesondere mit der Anwendung von computerbasierten Verfahren f&#252;r die gezielte Suche nach chemischen Leitstrukturen f&#252;r die Wirkstofftestung.</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Prof. Dr. Wolfgang Sippl<br />
Leiter der Abteilung Medizinische Chemie der MLU<br />
Telefon: 0345 55 25040<br />
E-Mail: wolfgang.sippl@pharmazie.uni-halle.de </p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Myelom: Gute Prognose ist vorhersagbar</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 05:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<strong>Heidelberger Wissenschaftler entwickeln Kriterien f&#252;r die Risikobewertung des Knochenmarkkrebses Multiples Myelom
Der Knochenmarkkrebs <em>Multiples Myelom</em> kann einen guten Verlauf nehmen. Eine Abgrenzung der Patientengruppe mit einem geringen Risiko ist der Arbeitsgruppe um Dr. Jens Hillenga&#223; in der Sektion Multiples Myelom der Medizinischen Klinik Heidelberg gelungen. Wichtiger Hinweis sind Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte "fokale L&#228;sionen" im Knochen und Knochenmark, deren H&#228;ufung auf ein h&#246;heres Risiko hinweist.</strong>

<strong>Diese bedeutende Arbeit wurde</strong> gemeinsam mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Abteilung Radiodiagnostik des Universit&#228;tsklinikums erstellt und im "Journal of Clinical Oncology" publiziert und von der Dietmar-Hopp-Stiftung, Walldorf, finanziell unterst&#252;tzt.

<strong>Symptomatische und asymptomatische Erkrankungsform</strong>

<strong>Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung</strong>, bei der sich b&#246;sartige, Antik&#246;rper produzierende Zellen des Immunsystems (sogenannte Plasmazellen) im Knochenmark vermehren. Es lassen sich zwei Formen unterscheiden: das symptomatische und das asymptomatische ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heidelberger Wissenschaftler entwickeln Kriterien f&#252;r die Risikobewertung des Knochenmarkkrebses Multiples Myelom<br />
Der Knochenmarkkrebs <em>Multiples Myelom</em> kann einen guten Verlauf nehmen. Eine Abgrenzung der Patientengruppe mit einem geringen Risiko ist der Arbeitsgruppe um Dr. Jens Hillenga&#223; in der Sektion Multiples Myelom der Medizinischen Klinik Heidelberg gelungen. Wichtiger Hinweis sind Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte &#0187;fokale L&#228;sionen&#0171; im Knochen und Knochenmark, deren H&#228;ufung auf ein h&#246;heres Risiko hinweist.</strong></p>
<p><strong>Diese bedeutende Arbeit wurde</strong> gemeinsam mit Wissenschaftlern des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Abteilung Radiodiagnostik des Universit&#228;tsklinikums erstellt und im &#0187;Journal of Clinical Oncology&#0171; publiziert und von der Dietmar-Hopp-Stiftung, Walldorf, finanziell unterst&#252;tzt.</p>
<p><strong>Symptomatische und asymptomatische Erkrankungsform</strong></p>
<p><strong>Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung</strong>, bei der sich b&#246;sartige, Antik&#246;rper produzierende Zellen des Immunsystems (sogenannte Plasmazellen) im Knochenmark vermehren. Es lassen sich zwei Formen unterscheiden: das symptomatische und das asymptomatische Multiple Myelom (sMM bzw. aMM). Rund 70 Prozent der Patienten leiden bei Erstdiagnose an der symptomatischen Form.</p>
<p><strong>Bei der ersten Krankheitsform kann es</strong> zum Abbau der Knochensubstanz mit der Folge von Schmerzen und Knochenbr&#252;chen kommen; es k&#246;nnen Beeintr&#228;chtigungen der Nierenfunktion sowie Blutarmut auftreten. Dar&#252;ber hinaus weisen einige Betroffene erh&#246;hte Konzentrationen an Kalzium sowie bestimmter Proteine im Blut und Urin auf und erkranken aufgrund des geschw&#228;chten Immunsystems h&#228;ufiger an Infektionen. Chemotherapie, der Einsatz neuer Wirkstoffe, die zellul&#228;re Signalwege beeinflussen, sowie gegebenenfalls die Transplantation von Blutstammzellen sind zurzeit die Behandlungsoptionen.</p>
<p><strong>Kein Handlungsbedarf ist dagegen</strong> nach dem gegenw&#228;rtigen Stand der Medizin beim asymptomatischen Multiplen Myelom gegeben, solange keine der oben genannten Anzeichen festzustellen sind. Auch beim aMM lassen sich vermehrt Produkte des Immunsystems im Blut nachweisen und die entarteten Immunzellen wandern ebenso ins Knochenmark ein. Dies wirft unweigerlich die Frage auf, ob und wie schnell sich aus einer asymptomatischen Plasmazellerkrankung ein lebensbedrohliches Multiples Myelom entwickelt.</p>
<p><strong>Drei Viertel der asymptomatischen Patienten erkranken</strong></p>
<p><strong>Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge</strong> steigt die Wahrscheinlichkeit f&#252;r ein sMM tats&#228;chlich im Laufe der Zeit an: Innerhalb von 15 Jahren gehen fast drei Viertel der asymptomatischen Erkrankungen in die therapiebed&#252;rftige Krebsform &#252;ber. Das Fortschreiten der Krankheit kann dabei von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. So ist es mehr als verst&#228;ndlich, wenn sich die Patienten in dieser prek&#228;ren Lage fragen: &#0187;Geh&#246;re ich zu den Risikopatienten?&#0171; Dies macht die absolute Dringlichkeit deutlich, Faktoren zu identifizieren, die mit einem ung&#252;nstigen Krankheitsverlauf verkn&#252;pft sind.</p>
<p><strong>Dr. Hillenga&#223; und seinen Kollegen</strong> gelang es nun, Risikopatienten pr&#228;ziser von Betroffenen mit mildem Krankheitsverlauf abzugrenzen: Mittels des sehr sensitiven Verfahrens der Magnetresonanztomografie (MRT) sind auch bereits bei aMM-Patienten kleine Tumorzell-Ansammlungen, sogenannte &#0187;fokale L&#228;sionen&#0171; im Knochen und Knochenmark darstellbar. Patienten mit mehr als einer fokalen L&#228;sion m&#252;ssen mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem fr&#252;heren Voranschreiten der Erkrankung rechnen. Auch die diffuse Anreicherung von entarteten Plasmazellen im Knochenmark ist offenbar mit einer schlechten Prognose verbunden.</p>
<p><strong>Ganzk&#246;rperaufnahmen zeigen Tumorzellherde</strong></p>
<p><strong>Die Wissenschaftler hatten</strong> f&#252;r diese Erkenntnisse eine Gruppe von 149 Patienten mit aMM auf Anzeichen von fokalen oder diffusen Knochenmarkl&#228;sionen untersucht und die Blutkonzentration an Aktivit&#228;tsparametern des Multiplen Myeloms bestimmt. Dr. Hillenga&#223; untersuchte die Verl&#228;ufe der Betroffenen z.T. mehr als f&#252;nf Jahre, um herauszufinden, wer innerhalb dieses Zeitraums ein symptomatisches Myelom entwickelte. Anschlie&#223;end wurde gepr&#252;ft, inwieweit sich der Krankheitsverlauf mit den untersuchten Parametern in Verbindung bringen l&#228;sst.</p>
<p><strong>F&#252;r ihre Untersuchungen setzten</strong> die Forscher die Ganzk&#246;rper-Magnetresonanztomografie ein. Sie w&#228;hlten diese Nachweismethode, da sich Knochenmarksver&#228;nderungen besser darstellen lassen als mit anderen bildgebenden Verfahren wie R&#246;ntgen oder Computertomografie (CT). Die Ganzk&#246;rperaufnahmen erwiesen sich dabei als pr&#228;ziser als die alleinige Darstellung von Wirbels&#228;ule und Becken: Jeder f&#252;nfte untersuchte Patient hatte auch au&#223;erhalb von Wirbels&#228;ule und Becken fokale L&#228;sionen, die bei einer partiellen MRT (Wirbels&#228;ule plus Becken) &#252;bersehen worden w&#228;ren.</p>
<p><strong>H&#246;here Lebenserwartung durch rechtzeitige Therapie?</strong></p>
<blockquote><p>Dr. Hillenga&#223; bringt die Ergebnisse seines Forschungsteams auf den Punkt: &#0187;Die Ergebnisse der Ganzk&#246;rper-MRT sind f&#252;r uns eine wichtige Hilfe, um den Krankheitsverlauf unserer Patienten fr&#252;hzeitig einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen. Es w&#228;re w&#252;nschenswert, dieses Verfahren routinem&#228;&#223;ig in der Diagnostik von Patienten mit asymptomatischem Multiplen Myelom anzuwenden.&#0171;</p>
<p><strong>Noch l&#228;sst sich nicht sagen</strong>, ob Risikopatienten bei einer fr&#252;hzeitigen Diagnose von daraufhin eingeleiteten Behandlungsma&#223;nahmen profitieren und l&#228;nger leben w&#252;rden. Dies muss in einer prospektiven Studie im Vergleich zur Standarddiagnostik erst noch untersucht werden. &#0187;Wir halten dies aber f&#252;r einen viel versprechenden Ansatz und versuchen m&#246;glichst vielen Patienten auch solch innovative Methoden wie die Ganzk&#246;rper-MRT in der Routinediagnostik anzubieten.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Literatur:</strong><br />
<em>Prognostic significance of focal lesions in whole body magnetic resonance imaging in patients with asymptomatic multiple myeloma Jens Hillenga&#223;, Kerstin Fechtner, Marc-André Weber, Tobias B&#228;uerle, Sofia Ayyaz, Christiane Heiss, Thomas Hielscher, Thomas M Moehler, Gerlinde Egerer, Kai Neben, Anthony D Ho, Hans-Ulrich Kauczor, Stefan Delorme2, Hartmut Goldschmidt, Journal of Clinical Oncology.</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen im Internet:</strong><br />
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Bildgebung-beim-Multiplen-Myelom.109136.0.html</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Dr. Jens Hillenga&#223;<br />
Leiter der Arbeitsgruppe &#0187;Bildgebung beim Multiplen Myelom&#0171;<br />
Universit&#228;tsklinikum Heidelberg<br />
Tel.: 06221 / 56 80 03<br />
E-Mail: Jens.Hillengass@med.uni-heidelberg.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Wuppertaler &#196;rzte entdecken gest&#246;rte Nervenversorgung des Herzens</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/28/wuppertaler-aerzte-entdecken-gestoerte-nervenversorgung-des-herzens/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 18:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Posturale]]></category>
		<category><![CDATA[POTS]]></category>
		<category><![CDATA[Tachykardie]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/prof-haensch.jpg" rel="lightbox[pics2018]" title="PD Dr. Carl-Albrecht Haensch"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/prof-haensch.thumbnail.jpg" alt="Haensch" width="255" height="235" class="attachment wp-att-2019" /></a><div class="imagecaption">PD Dr. Carl-Albrecht Haensch</div></div><strong>Mit dem Robert-Wartenberg Preis der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie</strong> wurde am Freitag Priv.-Doz. Dr. Carl-Albrecht Haensch ausgezeichnet. Der Preis war verbunden mit einer Vorlesung (Robert-Wartenberg-Lecture) auf dem Jahrestreffen der Leitenden Krankenhausneurologen am 26.02.2010 in Kassel. Haensch arbeitet am HELIOS-Klinikum Wuppertal, einem Klinikum der Privaten Universit&#228;t Witten/Herdecke, als Oberarzt f&#252;r Neurologie und Leiter des Wuppertaler Autonomen Labors. <strong>Er erh&#228;lt den Preis f&#252;r seine Forschung im Bereich des autonomen, vegetativen Nervensystems.</strong> 

<strong>Neu ist die Entdeckung, dass Beschwerden wie Schwindel, Herzrasen, Benommenheit oder Kopfschmerzen bis hin zum Kreislaufkollaps durch fehlende Nervenendigungen am Herzen ausgel&#246;st werden k&#246;nnen. </strong>Das Krankheitsbild hat den medizinischen Namen Posturales Tachykardiesyndrom, kurz <em>POTS</em>. 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Robert-Wartenberg Preis der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie ging am Freitag, dem 26. Februar an Priv.-Doz. Dr. Carl-Albrecht Haensch</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/prof-haensch.jpg" rel="lightbox[pics2018]" title="PD Dr. Carl-Albrecht Haensch"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/prof-haensch.thumbnail.jpg" alt="Haensch" width="255" height="235" class="attachment wp-att-2019" /></a>
<div class="imagecaption">PD Dr. Carl-Albrecht Haensch</div>
</div>
<p><strong>Mit dem Robert-Wartenberg Preis der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie</strong> wurde am Freitag Priv.-Doz. Dr. Carl-Albrecht Haensch ausgezeichnet. Der Preis war verbunden mit einer Vorlesung (Robert-Wartenberg-Lecture) auf dem Jahrestreffen der Leitenden Krankenhausneurologen am 26.02.2010 in Kassel. Haensch arbeitet am HELIOS-Klinikum Wuppertal, einem Klinikum der Privaten Universit&#228;t Witten/Herdecke, als Oberarzt f&#252;r Neurologie und Leiter des Wuppertaler Autonomen Labors. <strong>Er erh&#228;lt den Preis f&#252;r seine Forschung im Bereich des autonomen, vegetativen Nervensystems.</strong> </p>
<p><strong>Neu ist die Entdeckung, dass Beschwerden wie Schwindel, Herzrasen, Benommenheit oder Kopfschmerzen bis hin zum Kreislaufkollaps durch fehlende Nervenendigungen am Herzen ausgel&#246;st werden k&#246;nnen. </strong>Das Krankheitsbild hat den medizinischen Namen Posturales Tachykardiesyndrom, kurz <em>POTS</em>. </p>
<blockquote><p>&#0187;Wir konnten mit der sogenannten MIBG-Szintigraphie nachweisen, dass bei einem Teil der Patienten mit diesen Symptomen die Nervenendigungen des sympathischen Nervensystems am Herzen fehlen&#0171;, beschreibt Haensch das Ergebnis seines &#196;rzteteams. Bisher ging die Medizin davon aus, dass Patienten mit POTS ein gesundes Herz haben und die Beschwerden psychisch ausgel&#246;st werden.</p>
<p>&#0187;<strong>Das Krankheitsbild POTS ist in Deutschland kaum bekannt</strong> und wird daher nur selten festgestellt. Die meist jungen Patienten durchlaufen h&#228;ufig viele Untersuchungen, um die Beschwerden internistisch, neurologisch oder psychiatrisch abzukl&#228;ren&#0171;, schildert Haensch das Schicksal der Betroffenen. &#0187;Dabei kann man h&#228;ufig schon durch eine gezielte Befragung des Patienten und eine Untersuchung auf dem Kipptisch auf die Diagnose kommen&#0171;, sagt er. Auf dem Kipptisch wird der Blutdruck gemessen, w&#228;hrend der Patient zun&#228;chst auf einem Untersuchungstisch liegt, der dann &#8211; mit dem Patienten zusammen &#8211; in die Senkrechte gebracht wird. &#0187;Gesunde Menschen k&#246;nnen den etwa halben Liter Blut, der dann in die Beine sackt, automatisch ausgleichen, POTS-Patienten nicht&#0171;, erkl&#228;rt Haensch die einfache Untersuchung. Diesen Ausgleich reguliert bei gesunden Menschen das sog. autonome Nervensystem. Es steuert meist unbewusst Atmung, Herzschlag, Wimpernschlag &#8211; kurzum nahezu jedes Organ im K&#246;rper.</p></blockquote>
<p><strong>Im Autonomen Labor</strong> wiesen die &#196;rzte am HELIOS-Klinikum bei POTS-Patienten erstmals einen Verlust von Nervenfasern in Teilen des Herzens (autonome kardiale Denervierung) nach. (Ein Fachbeitrag wurde im <em>Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry</em> ver&#246;ffentlicht, s.u.) Diese Erkenntnis tr&#228;gt nach Ansicht der &#196;rzte langfristig dazu bei, die Erkrankung selbst und die Auswirkungen der gest&#246;rten Nervenversorgung besser zu verstehen. Da die autonomen Kerngebiete des Gehirns einer direkten Messung nicht zug&#228;nglich sind, m&#252;ssen zum Beispiel die Reaktionen verschiedener Organsysteme auf unterschiedliche Stimulationen untersucht werden. Hierf&#252;r stehen den untersuchenden &#196;rzten verschiedene Messmethoden zur Verf&#252;gung &#8211; darunter Schwei&#223;tests, Langzeit-Blutdruckmessungen, die Beobachtung von Ver&#228;nderungen der Herzfrequenz und Messungen der Pupillenweite.</p>
<p><strong>Weitere Informationen bei</strong> PD Dr. Carl-Albrecht Haensch, 0202/896 2913, carl-albrecht.haensch@helios-kliniken.de</p>
<p><strong>Den Originalbeitrag finden Sie hier:</strong><br />
<em>Haensch CA, Lerch H, Schlemmer H, Jigalin A, Isenmann S. Cardiac Neurotransmission Imaging with 123I-Meta-iodobenzylguanidine in Postural Tachycardia Syndrome. J Neurol Neurosurg Psychiatry. 2009 Aug 16</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>Laparoskopische Nierentumorentfernung auf dem Vormarsch</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 17:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Laparoskopie]]></category>
		<category><![CDATA[Niere]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Kleiner Eingriff mit gro&#223;er Wirkung - Bei einem Nierentumor muss heute nicht mehr das ganze Organ entfernt werden</h4>	
<em>Hamburg, 26. Februar 2010</em>. <strong>Patienten mit einem Tumor an der Niere, bei denen nur ein Teil des Organs entfernt wird, haben ebenso gute Prognosen wie jene, bei denen die Niere komplett entfernt wird. Das zeigen j&#252;ngste klinische Erfahrungen, &#252;ber die Experten der Asklepios Klinik Barmbek in der Fachzeitschrift medtropole f&#252;r niedergelassene &#196;rzte berichten. Zudem sind minimal invasive Operationen auf dem Vormarsch. F&#252;r die Patienten bedeutet dies zum einen eine schonendere Operation, zum anderen behalten sie ihre volle Nierenfunktion.</strong>

<strong>Erhaltung statt totale Entfernung</strong> ist das Motto, wenn es heute um die Behandlung eines Tumors an der Niere geht. Meist erfolgt der Eingriff mit 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Kleiner Eingriff mit gro&#223;er Wirkung &#8211; Bei einem Nierentumor muss heute nicht mehr das ganze Organ entfernt werden</h4>
<p><em>Hamburg, 26. Februar 2010</em>. <strong>Patienten mit einem Tumor an der Niere, bei denen nur ein Teil des Organs entfernt wird, haben ebenso gute Prognosen wie jene, bei denen die Niere komplett entfernt wird. Das zeigen j&#252;ngste klinische Erfahrungen, &#252;ber die Experten der Asklepios Klinik Barmbek in der Fachzeitschrift medtropole f&#252;r niedergelassene &#196;rzte berichten. Zudem sind minimal invasive Operationen auf dem Vormarsch. F&#252;r die Patienten bedeutet dies zum einen eine schonendere Operation, zum anderen behalten sie ihre volle Nierenfunktion.</strong></p>
<p><strong>Erhaltung statt totale Entfernung</strong> ist das Motto, wenn es heute um die Behandlung eines Tumors an der Niere geht. Meist erfolgt der Eingriff mit so genannten Laparoskopen, also von au&#223;en steuerbaren Instrumenten, die in den Bauchraum eingef&#252;hrt werden. Der Arzt sieht &#252;ber eine Kamera genau, wo sich der Tumor befindet. Dieses Vorgehen hat sich in der j&#252;ngsten Vergangenheit immer st&#228;rker etabliert und wird heute von den &#196;rzten bevorzugt, wenn die Voraussetzungen stimmen. Dazu z&#228;hlt unter anderem, dass der Tumor nicht in die Blutgef&#228;&#223;e eingewachsen ist. Nierentumoren werden auf diese Weise effektiv entfernt und die Langzeitprognose f&#252;r die Patienten ist hoch. Gleichzeitig ist der Eingriff im Gegensatz zum offen chirurgischen Eingriff f&#252;r die Patienten risiko&#228;rmer und sie k&#246;nnen das Krankenhaus nach kurzer Zeit wieder verlassen.</p>
<p><strong>Fr&#252;herkennung erm&#246;glicht schonendere OP-Verfahren</strong><br />
<strong>Ein Gro&#223;teil der Nierentumore</strong> wird heute in einem sehr fr&#252;hen Stadium durch Ultraschalluntersuchungen bei der Vorsorge oder Untersuchung anderer Symptome festgestellt. Diese Tumore sind dann noch sehr klein und lokal klar begrenzt, ohne dass sie gesundes Gewebe gesch&#228;digt haben. Diese Tatsache spricht zus&#228;tzlich f&#252;r den laparoskopischen Eingriff von au&#223;en. Studien an entnommenen Tumoren belegen weiterhin, dass <strong>rund 15 Prozent gutartig sind</strong>. Auch dieses Ergebnis spricht f&#252;r den lokal begrenzten Eingriff, denn ansonsten w&#252;rden gesunde Nieren ohne Not entfernt. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich vorab nicht abkl&#228;ren l&#228;sst, ob der Tumor gutartig oder b&#246;sartig ist. <strong>F&#252;r den Eingriff mit Laparoskopen muss ein Patient vollkommen gesund sein</strong>. In manchen F&#228;llen kann die Teilentfernung des Tumors daher auch mit einem normalen chirurgischen Eingriff erfolgen. Dies gilt, wenn die Patienten schon einmal im Bauchraum operiert wurden oder Lungenerkrankungen haben.</p>
<p><strong>Unterschiedliche Studien zeigten</strong>, dass Patienten, denen die Niere nur teilweise entfernt wird, eine genau so hohe &#220;berlebensrate haben wie jene, bei denen das ganze Organ entfernt wurde. Neuere Studien zeigen sogar, dass dies bis zu einer <strong>Tumorgr&#246;&#223;e von sieben Zentimetern</strong> der Fall ist. Bei einer teilweisen Entnahme profitiert der Patient also bei gleichem Therapieerfolg hinsichtlich der Krebserkrankung vom Erhalt der Niere. </p>
<blockquote><p>Daher, so berichten die Autoren Dr. Holger B&#246;hme, leitender Oberarzt der Abteilung f&#252;r Urologie in der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg, und Prof. Dr. Andreas Gross, Chefarzt der Abteilung, weiter, wird bei den meisten heute diagnostizierten Nierentumoren die Teiloperation zumindest grunds&#228;tzlich versucht. Zwar werden die meisten dieser Operationen noch auf dem klassischen Weg durchgef&#252;hrt, doch ist die Laparoskopie auf dem Vormarsch, wie Erfahrungen an der Asklepios Klinik Barmbek belegen. W&#228;hrend beim konventionellen Vorgehen eine Schnittl&#228;nge von 15 bis 20 Zentimeter erforderlich ist, gen&#252;gen bei der laparoskopischen Operation drei Einschnitte von je einem Zentimeter und ein etwas gr&#246;&#223;erer Schnitt, durch den der Tumor nach au&#223;en entfernt wird. Weniger Schmerzen nach der Operation und weniger Blutverlust sind weitere Vorteile. Bei beiden Operationsarten wird zun&#228;chst die Niere freigelegt, dann werden die Blutgef&#228;&#223;e abgebunden und der Tumor entfernt. Das Nierengewebe wird vern&#228;ht und die Blutzufuhr wieder hergestellt. Anschlie&#223;end werden das Tumorgewebe und das Randgewebe untersucht. Erst wenn klar sein sollte, dass das Randgewebe von Krebszellen befallen ist, muss eine zweite Operation erfolgen, oder die Entnahme der ganzen Niere.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<a href="http://www.medtropole.de">Homepage</a> der &#196;rztezeitschrift medtropole<br />
<a href="http://www.asklepios.com/barmbek">Homepage</a> der Asklepios Klinik Barmbek</p>]]></content:encoded>
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