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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Alzheimer</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
	<lastBuildDate>Wed, 21 Jul 2010 05:35:13 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Gr&#252;ner Tee hat Substanzen gegen giftige Alzheimer-Plaques</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/04/14/gruener-tee-hat-substanzen-gegen-giftige-alzheimer-plaques/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/04/14/gruener-tee-hat-substanzen-gegen-giftige-alzheimer-plaques/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 21:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[EGCG]]></category>
		<category><![CDATA[Epigallocatechin-3-gallate]]></category>
		<category><![CDATA[Grün]]></category>
		<category><![CDATA[Tee]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-gallate) in gr&#252;nem Tee kann giftige Eiwei&#223;ablagerungen, wie sie zum Beispiel bei der Alzheimerschen Erkrankung auftreten, unsch&#228;dlich machen. Die Substanz bindet zun&#228;chst an die faserigen Eiwei&#223;ablagerungen und wandelt sie in ungiftige und damit f&#252;r die Nervenzellen harmlose, kugelige Eiwei&#223;aggregate um. Diese k&#246;nnen dann von den Nervenzellen abgebaut werden. Das haben Forscher aus der Nachwuchsgruppe von Dr. Jan Bieschke und der Forschungsgruppe von Prof. Erich Wanker des Max-Delbr&#252;ck-Centrums f&#252;r Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in Versuchen im Reagenzglas und in Zellkulturen festgestellt</strong> (<em>PNAS, doi: 10.1073/pnas.0910723107</em>)*.
Die gef&#228;hrlichen Eiwei&#223;ablagerungen entstehen in einem mehrstufigen Vorgang &#252;ber die Ansammlung verschiedener Vorstufen durch <em>Proteinfehlfaltung</em>. Sie sind f&#252;r die Nervenzellen giftig und verursachen ihren Untergang. <em>Proteinfehlfaltung</em> gilt als Ursache der Alzheimer Krankheit, von Parkinson sowie auch von Chorea Huntington.

<strong>In ihren Versuchen hatten die MDC-Forscher</strong> toxische Eiwei&#223;ablagerungen in Zellen eingebracht, die ein Modell f&#252;r molekulare Prozesse der Alzheimerschen Erkrankung bilden. Die Zellen zeigten daraufhin einen geringeren Stoffwechsel, au&#223;erdem war ihre Zellh&#252;lle weniger stabil, beides Anzeichen f&#252;r eine Sch&#228;digung durch die Plaques. Diese Effekte verschwanden nach Behandlung mit EGCG und die Zellen konnten die toxischen Eiwei&#223;ablagerungen abbauen. Die Forscher konnten damit erstmals den Mechanismus der Inaktivierung im Detail aufkl&#228;ren.

<strong>Das Besondere bei der Inaktivierung</strong> ist dabei, so die Forscher, dass die giftigen Eiwei&#223;ablagerungen nicht aufgel&#246;st, sondern durch EGCG direkt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-gallate) in <em>gr&#252;nem Tee</em> kann giftige Eiwei&#223;ablagerungen, wie sie zum Beispiel bei der Alzheimerschen Erkrankung auftreten, unsch&#228;dlich machen. Die Substanz bindet zun&#228;chst an die faserigen Eiwei&#223;ablagerungen und wandelt sie in ungiftige und damit f&#252;r die Nervenzellen harmlose, kugelige Eiwei&#223;aggregate um. Diese k&#246;nnen dann von den Nervenzellen abgebaut werden. Das haben Forscher aus der Nachwuchsgruppe von Dr. Jan Bieschke und der Forschungsgruppe von Prof. Erich Wanker des Max-Delbr&#252;ck-Centrums f&#252;r Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in Versuchen im Reagenzglas und in Zellkulturen festgestellt</strong> (<em>PNAS, doi: 10.1073/pnas.0910723107</em>)*.<br />
Die gef&#228;hrlichen Eiwei&#223;ablagerungen entstehen in einem mehrstufigen Vorgang &#252;ber die Ansammlung verschiedener Vorstufen durch <em>Proteinfehlfaltung</em>. Sie sind f&#252;r die Nervenzellen giftig und verursachen ihren Untergang. <em>Proteinfehlfaltung</em> gilt als Ursache der Alzheimer Krankheit, von Parkinson sowie auch von Chorea Huntington.</p>
<p><strong>In ihren Versuchen hatten die MDC-Forscher</strong> toxische Eiwei&#223;ablagerungen in Zellen eingebracht, die ein Modell f&#252;r molekulare Prozesse der Alzheimerschen Erkrankung bilden. Die Zellen zeigten daraufhin einen geringeren Stoffwechsel, au&#223;erdem war ihre Zellh&#252;lle weniger stabil, beides Anzeichen f&#252;r eine Sch&#228;digung durch die Plaques. Diese Effekte verschwanden nach Behandlung mit EGCG und die Zellen konnten die toxischen Eiwei&#223;ablagerungen abbauen. Die Forscher konnten damit erstmals den Mechanismus der Inaktivierung im Detail aufkl&#228;ren.</p>
<p><strong>Das Besondere bei der Inaktivierung</strong> ist dabei, so die Forscher, dass die giftigen Eiwei&#223;ablagerungen nicht aufgel&#246;st, sondern durch EGCG direkt in ungiftige Ablagerungen umgewandelt werden. Damit k&#246;nnen w&#228;hrend des Prozesses keine kleineren Bruchst&#252;cke der Eiwei&#223;ablagerungen entstehen. Diese stehen im Verdacht, besonders giftig f&#252;r Nervenzellen zu sein.</p>
<p><strong>EGCG kann auch Bildung giftiger Eiwei&#223;ablagerungen verhindern</strong><br />
<strong>Die Studie schlie&#223;t an Arbeiten an</strong>, in denen die Forscher der Arbeitsgruppe Wanker gefunden hatten, dass EGCG die Bildung giftiger Ablagerungen im Vorfeld verhindern kann. Dabei bindet die Substanz in einer sehr fr&#252;hen Phase direkt an die noch ungefalteten Eiwei&#223;e und verhindert damit deren Fehlfaltung. Das gilt f&#252;r verschiedene Erkrankungen, die auf Proteinfehlfaltung zur&#252;ckgehen. So hatten 2006 und 2008 Dr. Dagmar Ehrnh&#246;fer und Dr. Bieschke zeigen k&#246;nnen, dass EGCG die Bildung giftiger Ablagerungen in Modellen f&#252;r Chorea Huntington sowie f&#252;r die Alzheimersche und Parkinsonsche Erkrankung verhindert.</p>
<p>*<em>EGCG remodels mature alpha-synuclein and amyloid-beta fibrils and reduces cellular toxicity<br />
</em><br />
<em>Jan Bieschke*, Jenny Russ, Ralf P. Friedrich, Dagmar E. Ehrnhoefer1, Heike Wobst, Katja Neugebauer, Erich E Wanker</em>*</p>
<p>Max Delbr&#252;ck Center for Molecular Medicine, Robert-Roessle-Str. 10 13125 Berlin-Buch, Germany</p>
<p><strong>Mehr Informationen:</strong><br />
Max-Delbr&#252;ck-Centrum f&#252;r Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch<br />
Robert-R&#246;ssle-Stra&#223;e 10<br />
13125 Berlin<br />
Tel.: +49 (0) 30 94 06 &#8211; 38 96<br />
Fax: +49 (0) 30 94 06 &#8211; 38 33<br />
e-mail: presse@mdc-berlin.de</p>
<p>http://www.mdc-berlin.de/</p>
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		<title>Neurogenese: Gibt es sie doch&#8230;?!</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/11/26/neurogenese-gibt-es-sie-doch/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/11/26/neurogenese-gibt-es-sie-doch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 17:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Glutamat]]></category>
		<category><![CDATA[glutamatergen]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Neurogenese]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Neue Quelle f&#252;r die Bildung von Nervenzellen im Gehirn entdeckt</h4>
<em>Neuherberg, 25.11.2009</em>. <strong>Der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz am Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und an der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t (LMU) M&#252;nchen ist ein weiterer Schritt zum Verst&#228;ndnis von Regenerationsprozessen im Gehirn gelungen. Die Forscher entdeckten Vorl&#228;uferzellen, die nach Verletzungen der Gro&#223;hirnrinde neue glutamaterge Nervenzellen bilden k&#246;nnen.
Speziell bei <em>Alzheimer</em> spielt deren Degeneration eine entscheidende Rolle. Aus einer m&#246;glichen Steuerung des Bildungs- bzw. Wanderungsmechanismus lassen sich in Zukunft m&#246;glicherweise neue therapeutische Optionen ableiten. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift "<em>Nature Neuroscience</em>" ver&#246;ffentlicht.</strong>

<strong>Noch bis vor wenigen Jahren galt die Neurogenese</strong>, also der Prozess der Entstehung von Nervenzellen, im Gehirn von Erwachsenen als unm&#246;glich. Abgestorbene Nervenzellen k&#246;nnen nicht ersetzt werden, so lautete die <strong>Lehrbuchmeinung</strong>. Dann entdeckten Forscher Regionen im Vorderhirn, in denen auch beim Menschen Zeit Lebens neue Nervenzellen gebildet werden. Diese so genannten GABAergen Zellen benutzen gamma-Aminobutters&#228;ure (GABA), einen Botenstoff des Zentralnervensystems.

<strong>Jetzt haben Wissenschaftler der Arbeitsgruppe um Magdalena G&#246;tz</strong>, Leiterin des Instituts f&#252;r Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und Inhaberin des Lehrstuhls f&#252;r Physiologische Genomik an der LMU, <strong>diese Gehirnregion im Mausmodell genauer unter die Lupe genommen</strong>. Sie fanden heraus, dass im Vorderhirn noch andere Nervenzellen regelm&#228;&#223;ig gebildet werden: die sogenannten <em>glutamatergen</em> Nervenzellen, die als &#220;bertr&#228;gerstoff <em>Glutamat</em> benutzen. <strong>Den Nachweis konnten die Stammzellforscher mit Hilfe eines speziellen Transkriptionsfaktors erbringen: Tbr2 kommt ausschlie&#223;lich in Vorl&#228;uferzellen der glutamatergen Nervenzellen vor.</strong>

<strong>Die im erwachsenen Organismus neu gebildeten Nervenzellen</strong> liegen im <em>Riechkolben</em>, dem Bereich des Gehirns, der die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/11/maushirnzellen.thumbnail.jpg" alt="Neue Vorl&#228;uferzellen (rot, gr&#252;n) im Gehirn der Maus. Foto: ISF." width="255" height="255" class="attachment wp-att-1852" />
<div class="imagecaption">Neue Vorl&#228;uferzellen (rot, gr&#252;n) im Gehirn der Maus. Foto: ISF.</div>
</div>
<h4>Neue Quelle f&#252;r die Bildung von Nervenzellen im Gehirn entdeckt</h4>
<p><em>Neuherberg, 25.11.2009</em>. <strong>Der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz am Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und an der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t (LMU) M&#252;nchen ist ein weiterer Schritt zum Verst&#228;ndnis von Regenerationsprozessen im Gehirn gelungen. Die Forscher entdeckten Vorl&#228;uferzellen, die nach Verletzungen der Gro&#223;hirnrinde neue glutamaterge Nervenzellen bilden k&#246;nnen.<br />
Speziell bei <em>Alzheimer</em> spielt deren Degeneration eine entscheidende Rolle. Aus einer m&#246;glichen Steuerung des Bildungs- bzw. Wanderungsmechanismus lassen sich in Zukunft m&#246;glicherweise neue therapeutische Optionen ableiten. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift &#0187;<em>Nature Neuroscience</em>&#0171; ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p><strong>Noch bis vor wenigen Jahren galt die Neurogenese</strong>, also der Prozess der Entstehung von Nervenzellen, im Gehirn von Erwachsenen als unm&#246;glich. Abgestorbene Nervenzellen k&#246;nnen nicht ersetzt werden, so lautete die <strong>Lehrbuchmeinung</strong>. Dann entdeckten Forscher Regionen im Vorderhirn, in denen auch beim Menschen Zeit Lebens neue Nervenzellen gebildet werden. Diese so genannten GABAergen Zellen benutzen gamma-Aminobutters&#228;ure (GABA), einen Botenstoff des Zentralnervensystems.</p>
<p><strong>Jetzt haben Wissenschaftler der Arbeitsgruppe um Magdalena G&#246;tz</strong>, Leiterin des Instituts f&#252;r Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und Inhaberin des Lehrstuhls f&#252;r Physiologische Genomik an der LMU, <strong>diese Gehirnregion im Mausmodell genauer unter die Lupe genommen</strong>. Sie fanden heraus, dass im Vorderhirn noch andere Nervenzellen regelm&#228;&#223;ig gebildet werden: die sogenannten <em>glutamatergen</em> Nervenzellen, die als &#220;bertr&#228;gerstoff <em>Glutamat</em> benutzen. <strong>Den Nachweis konnten die Stammzellforscher mit Hilfe eines speziellen Transkriptionsfaktors erbringen: Tbr2 kommt ausschlie&#223;lich in Vorl&#228;uferzellen der glutamatergen Nervenzellen vor.</strong></p>
<p><strong>Die im erwachsenen Organismus neu gebildeten Nervenzellen</strong> liegen im <em>Riechkolben</em>, dem Bereich des Gehirns, der die Geruchswahrnehmung vermittelt. Nervenzellen, die Glutamat als &#220;bertr&#228;gerstoff vermitteln, sind auch f&#252;r die Speicherung bzw. den Abruf von Ged&#228;chtnisinhalten zust&#228;ndig. Bei der <em>Alzheimer-Demenz</em> spielen Ver&#228;nderungen bei der Signal&#252;bertragung dieser speziellen Zellen eine entscheidende Rolle.</p>
<blockquote><p>G&#246;tz: &#0187;Die Entdeckung ist deshalb so wichtig, weil die Vorl&#228;uferzellen die von uns neu gefundenen glutamatergen Nervenzellen zum Beispiel auch nach Gehirnverletzungen f&#252;r die benachbarte Gro&#223;hirnrinde bilden k&#246;nnen&#0171;. Die Forschergruppe konnte dies am Mausmodell zeigen. Dort wanderten die Zellen in das gesch&#228;digte angrenzende Gro&#223;hirngewebe ein und bildeten dort reife Nervenzellen. Vorl&#228;uferzellen k&#246;nnten demnach degenerierte Nervenzellen ersetzen.</p>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/11/Prof-Dr-Magdalena-Goetz.jpg" rel="lightbox[pics1851]" title="Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz. Foto: ISF"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/11/Prof-Dr-Magdalena-Goetz.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz. Foto: ISF" width="255" height="256" class="attachment wp-att-1853" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz. Foto: ISF</div>
</div>
<p>&#0187;<strong>Spannend ist nun die Frage</strong> ob dieser Vorgang auch im Menschen, speziell bei Alzheimerpatienten, abl&#228;uft &#8211; m&#246;glicherweise aber den massiven neuronalen Zelltod nicht mehr unter Kontrolle bekommt&#0171;, sagt Magdalena G&#246;tz. Ein therapeutischer Ansatz best&#252;nde dann darin, diesen k&#246;rpereigenen Ersatzmechanismus versuchsweise zu stimulieren.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>Monika S Brill, Jovica Ninkovic, Eleanor Winpenny, Rebecca D Hodge, Ilknur Ozen, Roderick Yang, Alexandra Lepier, Sergio Gascón, Ferenc Erdelyi, Gabor Szabo, Carlos Parras, Francois Guillemot, Michael Frotscher, Benedikt Berninger, Robert F Hevner, Olivier Raineteau &#038; Magdalena G&#246;tz: Nature Neuroscience, Volume 12 No 11 pp1351-1474 (doi:10.1038/nn.2416)</em></p>
<p><a href="http://www.helmholtz-muenchen.de/forschung/forschungsinstitute/stammzellforschung-isf/index.html" title="Link zum ISF">Institut f&#252;r Stammzellforschung (ISF)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Therapiefortschritte bei mehr als 130 Krankheiten in Sicht&#8230;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/06/30/therapiefortschritte-bei-mehr-als-130-krankheiten-in-sicht/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/06/30/therapiefortschritte-bei-mehr-als-130-krankheiten-in-sicht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 19:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[MRSA]]></category>
		<category><![CDATA[Pharma]]></category>
		<category><![CDATA[VFA]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/forschend-pharma.jpg" rel="lightbox[pics-1246390919]" title="Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens. Foto: vfa / Martin Joppen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/forschend-pharma.thumbnail.jpg" alt="Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens Foto: vfa / Martin Joppen" width="255" height="333" class="attachment wp-att-1555" /></a><div class="imagecaption">Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens. Foto: vfa / Martin Joppen</div></div><strong>"Forschende Pharma-Unternehmen arbeiten an 442 neuen Arzneimitteltherapien, die bis 2013 zugelassen werden k&#246;nnten. Daf&#252;r entwickeln sie neue Medikamente und erproben neue Anwendungen f&#252;r die vorhandenen. Mehr als 130 Krankheiten sollen so besser behandelbar werden. Krebspatienten werden in besonderem Ma&#223;e profitieren, denn knapp ein Drittel aller neuen Behandlungsm&#246;glichkeiten werden f&#252;r sie entwickelt.</strong>

<strong>Das erkl&#228;rte Dr. Wolfgang Plischke</strong>, Vorsitzender des vfa, des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen, heute in Berlin bei der Vorstellung der Branchen-Umfrage 'Perspektive 2013.
"<em>Entscheidend wird f&#252;r Patienten nunmehr sein, dass sie schnellen Zugang zu diesen Innovationen bekommen</em>", betonte Cornelia Yzer, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrerin des vfa. Grunds&#228;tzlich sei die Ausgangslage hierf&#252;r in Deutschland gut: Mit der Zulassung seien die Arzneimittel auch erstattungsf&#228;hig. Yzer: "<em>Dabei muss es auch in Zukunft bleiben!</em>" Jedoch m&#252;sse die Regulierungsdichte abgebaut werden, die f&#252;r die z&#246;gerliche Durchsetzung von Arzneimittelinnovationen in der Behandlungspraxis urs&#228;chlich sei.

<strong>Der Umfrage 'Perspektive 2013'</strong> zufolge konzentrieren sich die forschenden Pharma-Unternehmen zu wesentlichen Teilen auf...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/forschend-pharma.jpg" rel="lightbox[pics-1246390919]" title="Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens.Foto: vfa / Martin Joppen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/forschend-pharma.thumbnail.jpg" alt="Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens. Foto: vfa / Martin Joppen" width="255" height="333" class="attachment wp-att-1555" /></a>
<div class="imagecaption">Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens. Foto: vfa / Martin Joppen</div>
</div>
<p><strong>&#0187;Forschende Pharma-Unternehmen arbeiten an 442 neuen Arzneimitteltherapien, die bis 2013 zugelassen werden k&#246;nnten. Daf&#252;r entwickeln sie neue Medikamente und erproben neue Anwendungen f&#252;r die vorhandenen. Mehr als 130 Krankheiten sollen so besser behandelbar werden. Krebspatienten werden in besonderem Ma&#223;e profitieren, denn knapp ein Drittel aller neuen Behandlungsm&#246;glichkeiten werden f&#252;r sie entwickelt.</strong></p>
<p><strong>Das erkl&#228;rte Dr. Wolfgang Plischke</strong>, Vorsitzender des vfa, des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen, heute in Berlin bei der Vorstellung der Branchen-Umfrage &#8250;Perspektive 2013.<br />
&#0187;<em>Entscheidend wird f&#252;r Patienten nunmehr sein, dass sie schnellen Zugang zu diesen Innovationen bekommen</em>&#0171;, betonte Cornelia Yzer, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrerin des vfa. Grunds&#228;tzlich sei die Ausgangslage hierf&#252;r in Deutschland gut: Mit der Zulassung seien die Arzneimittel auch erstattungsf&#228;hig. Yzer: &#0187;<em>Dabei muss es auch in Zukunft bleiben!</em>&#0171; Jedoch m&#252;sse die Regulierungsdichte abgebaut werden, die f&#252;r die z&#246;gerliche Durchsetzung von Arzneimittelinnovationen in der Behandlungspraxis urs&#228;chlich sei.</p>
<p><strong>Der Umfrage &#8250;Perspektive 2013&#8242;</strong> zufolge konzentrieren sich die forschenden Pharma-Unternehmen zu wesentlichen Teilen auf Krebs (31 % der Projekte), Infektionen (14 %), Herz-Kreislauf- (13 %) und Entz&#252;ndungskrankheiten (10%), darunter Rheuma und Multiple Sklerose. Plischke: &#0187;<em>97 Prozent der Projekte gelten schweren Krankheiten, lediglich 3 Prozent entfallen auf leichtere Einschr&#228;nkungen. Das zeigt, dass die forschenden Pharma-Unternehmen ihre Priorit&#228;ten am medizinischen Bedarf ausrichten.</em>&#0187;</p>
<p><strong>Neue Krebsmedikamente</strong> werden von den Unternehmen mittlerweile oft gleichzeitig gegen f&#252;nf oder mehr verschiedene Krebsarten erprobt. Dabei k&#252;mmern sich die Unternehmen auch um Tumore, die bislang besonders schlecht behandelbar sind, wie Eierstock- und Bauchspeicheldr&#252;senkrebs und Hirntumore vom Typ Glioblastom.<br />
Wesentliche Fortschritte sind laut Plischke auch f&#252;r Patienten mit Multipler Sklerose absehbar. Zum Hinausz&#246;gern von Krankheitssch&#252;ben seien bislang Pr&#228;parate n&#246;tig, die regelm&#228;&#223;ig gespritzt werden m&#252;ssen. F&#252;nf Unternehmen arbeiteten daran, bis 2013 neue Pr&#228;parate in Tabletten- oder Kapselform verf&#252;gbar zu machen, die die Injektionen m&#246;glicherweise ersetzen k&#246;nnen und vielleicht allein oder kombiniert mit weiteren Pr&#228;paraten noch wirksamer sind.</p>
<p><strong>Gegen MRSA</strong>, einen wegen seiner hochgradigen Resistenz gegen vorhandene Antibiotika gef&#252;rchteten Bakterienstamm, k&#246;nnten bis 2013 drei neue Antibiotika und eine Schutzimpfung herauskommen. Impfstoffe k&#246;nnten auch erstmals gegen <em>Malaria, Genitalherpes und Hirnhautentz&#252;ndung</em> durch Meningokokken B zugelassen werden. &#0187;Der Malariaimpfstoff wird speziell f&#252;r Kleinkinder in Malaria-Gebieten entwickelt, da diese am gef&#228;hrdetsten sind&#0171;, erl&#228;uterte Plischke. Gleich drei Mitgliedsunternehmen entwickelten auch Impfstoffe gegen die Schweinegrippe, die noch 2009 verf&#252;gbar werden sollen.</p>
<p><strong>Gegen Alzheimer-Demenz</strong> ist eine neue Generation von Medikamenten in Entwicklung, die gezielter als bisherige Pr&#228;parate in die Krankheitsprozesse im Gehirn eingreift. Mehrere der Pr&#228;parate f&#246;rdern die Beseitigung von Eiwei&#223;-Plaques zwischen den Nervenzellen oder vermindern ihre Neubildung.<br />
Aber die forschenden Pharma-Unternehmen k&#252;mmern sich nicht nur um h&#228;ufige Krankheiten. Auch gegen seltene Erkrankungen, die weniger als einen von 2.000 EU-B&#252;rgern betrifft, k&#246;nnten bis 2013 insgesamt 43 Medikamente die Zulassung erlangen.</p>
<blockquote><p>&#0187;Deutschland&#0171;, so Plischke abschlie&#223;end, &#0187;spielt bei der Entwicklung neuer Medikamente eine zentrale Rolle. Mehr als vier von f&#252;nf Pr&#228;paraten, die in Deutschland auf den Markt kommen, werden von den Unternehmen unter Beteiligung deutscher Kliniken oder Arztpraxen entwickelt. Die H&#228;lfte der 48 vfa-Mitglieder unterh&#228;lt in Deutschland auch Labors f&#252;r die Erfindung neuer Pr&#228;parate.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.vfa.de</p>
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		</item>
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		<title>Verk&#252;mmertes Geruchszentrum zeigt Alzheimer an</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/06/28/verkuemmertes-geruchszentrum-zeigt-alzheimer-an/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 09:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[MRT]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Magnetresonanztomographie erm&#246;glicht fr&#252;hzeitige Diagnose/Heidelberger Wissenschaftler ver&#246;ffentlichen im "Journal of Alzheimer's Disease"</h4>
<strong>Mit den ersten Ged&#228;chtnisl&#252;cken schwindet auch der Geruchssinn: Bei Alzheimer-Patienten verk&#252;mmert das Geruchszentrum im Gehirn. Die Schrumpfung des sogenannten Riechkolbens setzt bereits in einem sehr fr&#252;hen Stadium der Erkrankung, wenn die Merkf&#228;higkeit nur geringf&#252;gig beeintr&#228;chtigt ist, ein und kann mit Hilfe der Magnetresonanztomographie festgestellt werden. Den neuen Diagnosemarker haben Wissenschaftler der Psychiatrischen Universit&#228;tsklinik Heidelberg entdeckt; die Studie ist im Mai 2009 im "Journal of Alzheimer&#180;s Disease" ver&#246;ffentlicht worden.</strong>

<strong>Alzheimer ist die h&#228;ufigste Demenzerkrankung</strong> bei Personen &#252;ber 65 Jahren: In Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen betroffen, Tendenz steigend. Schon vor den ersten Symptomen lagern sich im Gehirn &#252;bersch&#252;ssige Proteine in sogenannten Amyloid-Plaques und Neurofibrillen ab und sch&#228;digen die Nervenzellen, die schlie&#223;lich absterben. Die Gehirnsubstanz schrumpft. Die Alzheimer-Erkrankung ist bislang nicht heilbar, Medikamente k&#246;nnen lediglich den Krankheitsverlauf verlangsamen. Eine fr&#252;he Diagnose hat Vorteile f&#252;r Alzheimer-Patienten: Die rechtzeitige Behandlung mit speziellen Medikamenten kann ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Magnetresonanztomographie erm&#246;glicht fr&#252;hzeitige Diagnose/Heidelberger Wissenschaftler ver&#246;ffentlichen im &#0187;Journal of Alzheimer&#8217;s Disease&#0171;</h4>
<p><strong>Mit den ersten Ged&#228;chtnisl&#252;cken schwindet auch der Geruchssinn: Bei Alzheimer-Patienten verk&#252;mmert das Geruchszentrum im Gehirn. Die Schrumpfung des sogenannten Riechkolbens setzt bereits in einem sehr fr&#252;hen Stadium der Erkrankung, wenn die Merkf&#228;higkeit nur geringf&#252;gig beeintr&#228;chtigt ist, ein und kann mit Hilfe der Magnetresonanztomographie festgestellt werden. Den neuen Diagnosemarker haben Wissenschaftler der Psychiatrischen Universit&#228;tsklinik Heidelberg entdeckt; die Studie ist im Mai 2009 im &#0187;Journal of Alzheimer&acute;s Disease&#0171; ver&#246;ffentlicht worden.</strong></p>
<p><strong>Alzheimer ist die h&#228;ufigste Demenzerkrankung</strong> bei Personen &#252;ber 65 Jahren: In Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen betroffen, Tendenz steigend. Schon vor den ersten Symptomen lagern sich im Gehirn &#252;bersch&#252;ssige Proteine in sogenannten Amyloid-Plaques und Neurofibrillen ab und sch&#228;digen die Nervenzellen, die schlie&#223;lich absterben. Die Gehirnsubstanz schrumpft. Die Alzheimer-Erkrankung ist bislang nicht heilbar, Medikamente k&#246;nnen lediglich den Krankheitsverlauf verlangsamen. Eine fr&#252;he Diagnose hat Vorteile f&#252;r Alzheimer-Patienten: Die rechtzeitige Behandlung mit speziellen Medikamenten kann schwere Symptome hinausz&#246;gern und begleitende Beschwerden lindern.</p>
<p><strong>Ver&#228;nderungen auch bei Patienten mit Ged&#228;chtnisproblemen</strong></p>
<p><strong>Die Wissenschaftler der Sektion Gerontopsychiatrie</strong> der Psychiatrischen Universit&#228;tsklinik Heidelberg verglichen Patienten mit leichter kognitiver Beeintr&#228;chtigung als m&#246;glicher Vorform der Demenz und einer klinisch manifesten Alzheimer-Erkrankung mit gesunden Testpersonen. Bei Patienten mit Ged&#228;chtnisproblemen war der Riechkolben im Vergleich zu den gesunden Probanden deutlich verkleinert, besonders auff&#228;llig trat dies bei den Patienten zutage, deren Alzheimer-Erkrankung sich bereits manifestiert hatte.</p>
<p><strong>Auch der mittlere Schl&#228;fenlappen</strong> verliert an Volumen, ein Gehirnbereich in direkter Nachbarschaft des Riechkolbens, der wichtige Strukturen f&#252;r Ged&#228;chtnis und Sprachf&#228;higkeit enth&#228;lt. Das Team um Professor Dr. Johannes Schr&#246;der, Leiter der Sektion Gerontopsychiatrie, hatte bereits 2003 erstmals mit Hilfe der MRT gezeigt, dass der Schl&#228;fenlappen bei der Alzheimer-Erkrankung sehr fr&#252;h gesch&#228;digt wird, noch bevor Leistungseinbu&#223;en auftreten. Da der Riechkolben ebenfalls sehr fr&#252;h gesch&#228;digt wird, kann seine Volumenmessung in der Diagnostik zus&#228;tzlich hilfreich sein.</p>
<p><strong>Weitere Informationen im Internet:</strong><br />
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Gerontopsychiatrische-Forschung.1854.0.html</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Dr. Philipp Thomann<br />
Klinik f&#252;r Allgemeine Psychiatrie<br />
Zentrum f&#252;r Psychosoziale Medizin<br />
Tel.: 06221 / 56 / 38 091<br />
E-Mail: philipp.thomann@med.uni-heidelberg.de</p>
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		<title>Enzym-Hemmer mildert Alzheimersche Plaques</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2008/09/29/enzym-hemmer-mildert-alzheimersche-plaques/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 20:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Enzymhemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Plaque]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wissenschaftlern des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung an der Universit&#228;t Leipzig ist gemeinsam mit Forschern von Partnereinrichtungen ein entscheidender Schritt f&#252;r die Entwicklung eines Medikamentes gegen die Alzheimersche Krankheit gelungen.</strong>
<blockquote> "Wir konnten anhand von Versuchen mit M&#228;usen erstmals nachweisen, dass die Hemmung eines bestimmten Enzyms die Bildung Alzheimer-typischer Ablagerungen, sog. Plaques, im Gehirn reduziert und dadurch die Auswirkungen der Krankheit deutlich gemildert werden", erl&#228;utert PD Dr. Steffen Ro&#223;ner, Mitarbeiter des Instituts. </blockquote>
Die Erkenntnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine ver&#246;ffentlicht.


<strong>Die f&#252;r die Erkrankung typischen Amyloid-Plaques</strong> im Hirngewebe von Patienten wurden bereits Anfang des letzten Jahrhunderts vom Entdecker der Krankheit, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftlern des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung an der Universit&#228;t Leipzig ist gemeinsam mit Forschern von Partnereinrichtungen ein entscheidender Schritt f&#252;r die Entwicklung eines Medikamentes gegen die Alzheimersche Krankheit gelungen.</strong></p>
<blockquote><p> &#0187;Wir konnten anhand von Versuchen mit M&#228;usen erstmals nachweisen, dass die Hemmung eines bestimmten Enzyms die Bildung Alzheimer-typischer Ablagerungen, sog. Plaques, im Gehirn reduziert und dadurch die Auswirkungen der Krankheit deutlich gemildert werden&#0171;, erl&#228;utert PD Dr. Steffen Ro&#223;ner, Mitarbeiter des Instituts. </p></blockquote>
<p>Die Erkenntnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift <a href="http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurrent/full/nm.1872.html" title="externer Link zum Artikel in nature medicine">Nature Medicine</a> ver&#246;ffentlicht.</p>
<p><strong>Die f&#252;r die Erkrankung typischen Amyloid-Plaques</strong> im Hirngewebe von Patienten wurden bereits Anfang des letzten Jahrhunderts vom Entdecker der Krankheit, Alois Alzheimer, beschrieben. </p>
<blockquote><p>&#0187;Aber erst seit reichlich zehn Jahren ist bekannt, dass sich eine bestimmte Form von kurzkettigen Eiwei&#223;en im Hirn von Alzheimer-Patienten bevorzugt ablagert&#0171;, so der Hirnforscher. Bei diesenAmyloid-Eiwei&#223;en ist die randst&#228;ndige Aminos&#228;ure Glutamat zu einem ringf&#246;rmigen pyro-Glutamat umgewandelt. &#0187;Damit sind die Eiwei&#223;e praktisch versiegelt und schwerer abbaubar&#0171;, erkl&#228;rt Ro&#223;ner weiter.</p></blockquote>
<p><strong>Dies f&#252;hre dazu, </strong>dass sie sich im Gehirn Betroffener anreichern, verklumpen und so genannte Fibrillen oder Oligomere bilden. Diese wiederum sch&#228;digen Nervenzellen und k&#246;nnen im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zum Verlust ganzer Neuronengruppen f&#252;hren.</p>
<blockquote><p>&#0187;Dar&#252;ber hinaus haben die pyro-Glutamat-modifizierten Amyloid-Eiwei&#223;e die unangenehme Eigenschaft, die eigentlich leicht abbaubaren, unver&#228;nderten Amyloid-Eiwei&#223;e gleich mit zu verklumpen und diese damit dem in der gesunden Nervenzelle fortw&#228;hrend stattfindenden Abbau zu entziehen.&#0171; Vergleichbar sei dies mit einem stark verdichteten Schneeball, der einen verschneiten Hang hinabrollt und dabei gr&#246;&#223;er und gr&#246;&#223;er wird. W&#228;hrend der auf dem Hang liegende Schnee bei Sonneneinstrahlung schnell abtaut, widersetzt sich die gro&#223;e Schneekugel sehr lange der Schmelze. Die pyro-Glutamat-modifizierten Amyloid-Eiwei&#223;e im Gehirn von Alzheimer-Patienten sind in diesem Sinne durchaus mit dem verdichteten Schneeball vergleichbar.</p></blockquote>
<p><strong>Bisher war allerdings unbekannt</strong>, wie es zu dieser Ver&#228;nderung der Amyloid-Eiwei&#223;e kommt. In der jetzt publizierten Studie konnte nachgewiesen werden, dass das Enzym Glutaminyl-Zyklase (QC) f&#252;r die krankheitsf&#246;rdernde Umwandlung der Amyloid-Eiwei&#223;e verantwortlich ist.</p>
<p><strong>Nach dieser Entdeckung</strong> lag nun die experimentelle Strategie auf der Hand die QC zu hemmen, um so die Plaque-Bildung im Gehirn zu reduzieren und im Idealfall zu verhindern. &#0187;Dies konnten wir im Tierversuch eindeutig nachweisen&#0171;, so Ro&#223;ner. Transgene M&#228;use, die eine menschliche Erbanlage tragen, welche eine vererbbare Form der Alzheimerschen Krankheit ausl&#246;st, bekamen mit dem Futter QC-Hemmer verabreicht. Dabei wurden drei Versuchgruppen gebildet: Eine bekam normales Futter, die zweite Gruppe eine geringe und die dritte Versuchsgruppe schlie&#223;lich eine h&#246;here Dosis des QC-Hemmers. Bei den M&#228;usen, die keine Hemmer bekommen hatten, lie&#223;en sich die Eiwei&#223;-Verklumpungen in gro&#223;er Zahl feststellen. Die Tiere, die den QC-Hemmer mit dem Futter aufgenommen hatten, zeigten wesentlich weniger Eiwei&#223;ablagerungen, wobei bei den M&#228;usen, die mit der h&#246;heren Dosis behandelt worden waren, auch tats&#228;chlich eine st&#228;rkere Wirkung zu verzeichnen war.</p>
<blockquote><p>&#0187;Und au&#223;erdem konnten wir einen weiteren interessanten Effekt beobachten&#0171;, sagt Ro&#223;ner. Die Forscher stellten n&#228;mlich fest, dass bei den behandelten M&#228;usen mit dem Umfang der Ablagerungen auch die Zahl der aktivierten Immunzellen im Hirn abnahm. &#0187;Dies ist eine h&#246;chst erw&#252;nschte Begleiterscheinung, denn es ist bekannt, dass die Aktivierung von Immunzellen im Hirn Entz&#252;ndungsreaktionen ausl&#246;st, die wiederum zum weiteren Absterben von Nervenzellen beitragen k&#246;nnen&#0171;, umrei&#223;t der Wissenschaftler die Bedeutung dieser Beobachtung.</p></blockquote>
<p><strong>Die Forscher des Paul-Flechsig-Instituts</strong> arbeiten bei ihren Untersuchungen eng mit verschiedenen weiteren Institutionen zusammen. So hatten Wissenschaftler der Probiodrug AG aus Halle (Saale) den Mechanismus der pyro-Glutamat Amyloid-Bildung als erste entschl&#252;sselt und das Enzym QC als ausschlaggebend f&#252;r die Bildung von Eiwei&#223;-Ablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten identifiziert. Probiodrug h&#228;lt 27 Patente f&#252;r therapeutische Anwendungen und hat das Forschungsfeld auf diesem Gebiet in den letzten 5 Jahren revolutioniert. Unter Federf&#252;hrung von Probiodrug wurde schlie&#223;lich ein Konsortium von akademischen Partnern rekrutiert, das alle erforderlichen Expertisen zur systematischen Untersuchung der zu Grunde liegenden Mechanismen b&#252;ndelte. Au&#223;er der Leipziger Arbeitsgruppe testeten auch Forscher aus dem &#246;sterreichischen Graz im M&#228;useversuch die Wirkungen des QC-Hemmers und konnten feststellen, dass die mit den Hemmern behandelten transgenen Tiere deutlich bessere Lern- und Ged&#228;chtnisleistungen zeigten als ihre unbehandelten Artgenossen. Andere Wissenschaftler aus Halle (Saale) untersuchten menschliches Hirngewebe beziehungsweise best&#228;tigten die Ergebnisse in einem weiteren experimentellen Modellsystem, der Fruchtfliege Drosophila melanogaster.</p>
<p><strong>Wie Ro&#223;ner berichtet</strong>, beginnt nun eine weitere Phase der Erforschung der QC-Hemmer, bei der seine Arbeitsgruppe am Paul-Flechsig-Institut f&#252;r Hirnforschung vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung &#252;ber einen Zeitraum von drei Jahren mit 300.000 Euro gef&#246;rdert wird. Unter anderem sollen neue, von der Probiodrug AG entwickelte QC-Hemmer im Tiermodell getestet werden, um Wirkstoffkandidaten f&#252;r sich anschlie&#223;ende Klinische Studien auszuw&#228;hlen.</p>
<p><strong>weitere Informationen:</strong><br />
PD Dr. Steffen Ro&#223;ner<br />
Telefon: 0341 97-257 58<br />
E-Mail: Steffen.Rossner@medizin.uni-leipzig.de </p>
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