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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Alzheimer</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Entwicklung neuer Medikamente gegen Ged&#228;chtnisst&#246;rungen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/01/17/entwicklung-neuer-medikamente-gegen-gedaechtnisstoerungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:21:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Störungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Medikamente gegen Ged&#228;chtnisst&#246;rungen: Wissenschaftler der Universit&#228;t Basel haben eine Zusammenarbeit mit der Lausanner Firma AC Immune lanciert.</strong>
<em>Universit&#228;t Basel</em> -<strong>Mit einem neuartigen Forschungsansatz wollen Wissenschaftler der Universit&#228;t Basel zusammen mit der Lausanner biopharmazeutischen Firma AC Immune Medikamente gegen Ged&#228;chtnisst&#246;rungen entwickeln. Das Projekt wird unter anderem von der Kommission f&#252;r Technologie und Innovation (KTI) gef&#246;rdert.
Ged&#228;chtnisst&#246;rungen sind Hauptsymptom der Alzheimer-Krankheit, kommen aber auch bei vielen anderen neuropsychiatrischen Erkrankungen vor, so zum Beispiel bei der Schizophrenie oder der Depression. Bis heute sind keine befriedigenden Therapiem&#246;glichkeiten zur Behandlung dieser Ged&#228;chtnisst&#246;rungen verf&#252;gbar.</strong>

<strong>Die Neurowissenschaftler</strong> Dominique de Quervain und Andreas Papassotiropoulos von der Universit&#228;t Basel arbeiten seit mehreren Jahren an der Charakterisierung der neurobiologischen und molekularen Grundlagen des menschlichen Ged&#228;chtnisses. Durch die Anwendung genomweiter Untersuchungen an grossen Gruppen gesunder Probanden gelang es ihnen, f&#252;r das menschliche Ged&#228;chtnis wichtige Stoffwechselprozesse zu identifizieren. Die Ergebnisse der Humangenetik liefern den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Medikamente gegen Ged&#228;chtnisst&#246;rungen: Wissenschaftler der Universit&#228;t Basel haben eine Zusammenarbeit mit der Lausanner Firma AC Immune lanciert.</strong><br />
<em>Universit&#228;t Basel</em> -<strong>Mit einem neuartigen Forschungsansatz wollen Wissenschaftler der Universit&#228;t Basel zusammen mit der Lausanner biopharmazeutischen Firma AC Immune Medikamente gegen Ged&#228;chtnisst&#246;rungen entwickeln. Das Projekt wird unter anderem von der Kommission f&#252;r Technologie und Innovation (KTI) gef&#246;rdert.<br />
Ged&#228;chtnisst&#246;rungen sind Hauptsymptom der Alzheimer-Krankheit, kommen aber auch bei vielen anderen neuropsychiatrischen Erkrankungen vor, so zum Beispiel bei der Schizophrenie oder der Depression. Bis heute sind keine befriedigenden Therapiem&#246;glichkeiten zur Behandlung dieser Ged&#228;chtnisst&#246;rungen verf&#252;gbar.</strong></p>
<p><strong>Die Neurowissenschaftler</strong> Dominique de Quervain und Andreas Papassotiropoulos von der Universit&#228;t Basel arbeiten seit mehreren Jahren an der Charakterisierung der neurobiologischen und molekularen Grundlagen des menschlichen Ged&#228;chtnisses. Durch die Anwendung genomweiter Untersuchungen an grossen Gruppen gesunder Probanden gelang es ihnen, f&#252;r das menschliche Ged&#228;chtnis wichtige Stoffwechselprozesse zu identifizieren. Die Ergebnisse der Humangenetik liefern den Forschern nun wertvolle Hinweise f&#252;r die Auswahl m&#246;glicher Zielmolek&#252;le (Targets) f&#252;r potentielle Medikamente gegen Ged&#228;chtnisst&#246;rungen. Sowohl die molekulargenetischen Untersuchungen als auch die klinischen Studien finden an der Universit&#228;t Basel an der Abteilung f&#252;r Kognitive Neurowissenschaften und Abteilung f&#252;r Molekulare Neurowissenschaften statt.</p>
<p><strong>Die in diesen grossangelegten Untersuchungen</strong> gewonnen Informationen wollen die Basler Forscher nun nutzen, um neue Medikamente gegen Ged&#228;chtnisst&#246;rungen zu entwickeln. Dazu haben die Wissenschaftler eine Zusammenarbeit mit der Lausanner Firma AC Immune lanciert. Die von Andrea Pfeifer gef&#252;hrte AC Immune besitzt umfangreiche biopharmazeutische Kenntnisse und geh&#246;rt zu den f&#252;hrenden Unternehmen im Bereich der Entwicklung von Medikamenten gegen die Alzheimer-Krankheit.</p>
<p>Im M&#228;rz dieses Jahres startet das Partnerprojekt &#0187;Human genetics-driven discovery of memory-modulating drugs&#0171;, welches von der Kommission f&#252;r Technologie und Innovation (KTI) f&#252;r die Durchf&#252;hrung von drei klinischen Studien w&#228;hrend dreier Jahren finanziell unterst&#252;tzt wird.</p>
<p><strong>Weitere Ausk&#252;nfte</strong><br />
• Prof. Dr. Dominique de Quervain, Direktor der Division of Cognitive Neuroscience, Universit&#228;t Basel, Tel. +41 61 267 02 37, E-Mail: dominique.dequervain@unibas.ch<br />
• Prof. Dr. Andreas Papassotiropoulos, Direktor der Division of Molecular Neuroscience, Universit&#228;t Basel, Tel. +41 61 267 05 99, E-Mail: andreas.papas@unibas.ch<br />
• Prof. Andrea Pfeifer, CEO, AC Immune, Lausanne, Tel. +41 21 693 91 34, E-Mail: andrea.pfeifer@acimmune.com</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wichtiger Schritt in Alzheimer-Forschung gelungen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/09/01/wichtiger-schritt-in-alzheimer-forschung-gelungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 15:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Amyloid-Peptide]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wissenschaftlern des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung der Universit&#228;t Leipzig ist ein bedeutender Schritt bei der Erforschung der noch immer unheilbaren Alzheimer-Krankheit gelungen. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Steffen Ro&#223;ner hat gemeinsam mit Experten der Hallenser Biotechnologie-Firma Probiodrug um Prof. Hans-Ulrich Demuth einen Mechanismus aufgekl&#228;rt, durch den krankhafte Proteinablagerungen in den Hippocampus von Alzheimer-Patienten gelangen. Der Hippocampus ist der Teil des Gehirns, der f&#252;r das Lernen und das Ged&#228;chtnis verantwortlich ist.
Durch die neuen Erkenntnisse, die k&#252;rzlich in der renommierten internationalen Fachzeitschrift "Acta Neuropathologica" ver&#246;ffentlicht wurden, k&#246;nnte dieser Krankheit k&#252;nftig durch noch zu testende Medikamente vorgebeugt werden. Auch eine wirksame Behandlung in einem sehr fr&#252;hen Stadium von Alzheimer sei dadurch m&#246;glich, sagte Prof. Ro&#223;ner.</strong>

<strong>Die Hirne von Alzheimer-Patienten</strong> sind unter anderem durch krankhafte Ablagerungen sogenannter Amyloid-Peptide ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftlern des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung der Universit&#228;t Leipzig ist ein bedeutender Schritt bei der Erforschung der noch immer unheilbaren Alzheimer-Krankheit gelungen. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Steffen Ro&#223;ner hat gemeinsam mit Experten der Hallenser Biotechnologie-Firma Probiodrug um Prof. Hans-Ulrich Demuth einen Mechanismus aufgekl&#228;rt, durch den krankhafte Proteinablagerungen in den Hippocampus von Alzheimer-Patienten gelangen. Der Hippocampus ist der Teil des Gehirns, der f&#252;r das Lernen und das Ged&#228;chtnis verantwortlich ist.<br />
Durch die neuen Erkenntnisse, die k&#252;rzlich in der renommierten internationalen Fachzeitschrift &#0187;Acta Neuropathologica&#0171; ver&#246;ffentlicht wurden, k&#246;nnte dieser Krankheit k&#252;nftig durch noch zu testende Medikamente vorgebeugt werden. Auch eine wirksame Behandlung in einem sehr fr&#252;hen Stadium von Alzheimer sei dadurch m&#246;glich, sagte Prof. Ro&#223;ner.</strong></p>
<p><strong>Die Hirne von Alzheimer-Patienten</strong> sind unter anderem durch krankhafte Ablagerungen sogenannter Amyloid-Peptide gekennzeichnet. Diese mikroskopisch sichtbaren Aggregate sind in Hirnstrukturen, die f&#252;r Lernen und Ged&#228;chtnis wichtig sind, nachweisbar. Wird zu viel von diesen Peptiden gebildet oder werden sie zu langsam abgebaut, reichern sie sich im Hirngewebe an, verklumpen und bilden schlie&#223;lich die von Alzheimer beobachteten Ablagerungen. Allerdings werden Amyloid-Peptide auch im gesunden Hirn gebildet, wo sie wichtige Funktionen besitzen. Im Gegensatz dazu lassen sich im Hirn von Alzheimer-Patienten krankhafte Formen dieser Peptide nachweisen, die verst&#228;rkt verklumpen, schwer abbaubar und neurotoxisch sind.</p>
<blockquote><p><strong>Die an der Studie beteiligten</strong> Wissenschaftler haben in ihrer zweij&#228;hrigen Forschungsarbeit herausgefunden, dass dieses b&#246;sartige Amyloid &#252;ber Nervenfasern in den Hippocampus gelangt. &#0187;Wir haben die Transportprozesse in Echtzeit beobachtet&#0171;, erkl&#228;rte Prof. Ro&#223;ner. Zudem fanden sie heraus, dass das Enzym Glutaminyl-Zyklase f&#252;r verschiedene Formen dieser Ablagerungen verantwortlich ist. &#0187;Es ist das erste Mal, dass im Gehirn von Alzheimer-Patienten der Zusammenhang zwischen diesem Enzym und dem b&#246;sartigen Amyloid nachgewiesen wurde&#0171;, sagte der Hirnforscher. Ziel ist es nun, das Enzym durch die Verabreichung zielgerichteter Wirkstoffe zu hemmen, um die Bildung des b&#246;sartigen Amyloids und der krankhaften Ablagerungen zu verhindern. Die Entwicklung und Testung dieser Wirkstoffe l&#228;uft bereits bei den Hallenser Kooperationspartnern.</p></blockquote>
<p><strong>Als n&#228;chster Schritt nach</strong> diesen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen m&#252;sse nun in klinischen Studien getestet werden, &#0187;wie gut die entsprechenden Medikamente vom K&#246;rper aufgenommen werden, wie gut sie im Gehirn wirken und welche Nebenwirkungen sie haben&#0171;, betonte der Experte. Das neue Medikament m&#252;sste sehr fr&#252;hzeitig verabreicht werden &#8211; etwa bei der vererbbaren Form der Erkrankung, bei der Nachkommen von Patienten in jedem Fall Alzheimer bekommen werden. Betroffene seien oft bereit, an solchen Studien mitzuwirken. &#0187;Eigentlich darf man nur medikament&#246;s behandeln, wenn jemand krank ist&#0171;, sagte Prof. Ro&#223;ner. Mit den aktuellen Forschungen wurde der von den Hallenser Kollegen entwickelte Therapieansatz validiert. Damit k&#246;nne die Entstehung einer besonders aggressiven Form der Amyloid-Peptide verhindert werden ohne die f&#252;r den gesunden Menschen wichtige Funktion der &#0187;normalen&#0171; Amyloid-Peptide zu beeintr&#228;chtigen.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
Prof. Dr. Steffen Ro&#223;ner<br />
Telefon: +49 341 97-25758<br />
E-Mail: steffen.rossner@medizin.uni-leipzig.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>M&#246;gliche Ursache f&#252;r Alzheimer-Krankheit entdeckt:</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/04/04/moegliche-ursache-fuer-alzheimer-krankheit-entdeckt/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2011/04/04/moegliche-ursache-fuer-alzheimer-krankheit-entdeckt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 18:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Sphingosin-1-Phoshat]]></category>
		<category><![CDATA[Tau-Protein]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Lipidfragment l&#228;sst Nervenzellen sterben</h4> 
<em>Bonn - 04.04.2011</em> - <strong>Ein k&#246;rpereigenes Lipidmolek&#252;l hat fatale Auswirkungen, wenn es sich in Nervenzellen anh&#228;uft. Das haben Forscher der Universit&#228;t Bonn herausgefunden. Die Substanz l&#246;st ein Selbstmordprogramm aus, und die Zellen sterben ab. Die Erkenntnis k&#246;nnte die Alzheimer-Forschung revolutionieren. Die Publikation ist jetzt im Fachmagazin Cell Death and Differentiation erschienen (doi: 10.1038/cdd.2011.7).</strong>

<strong>Verantwortlich f&#252;r den Untergang von Nervenzellen</strong> ist ausgerechnet ein Molek&#252;l, das in anderen K&#246;rperzellen das Wachstum anregt. Sphingosin-1-Phosphat entsteht beim ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Lipidfragment l&#228;sst Nervenzellen sterben</h4>
<p><em>Bonn &#8211; 04.04.2011</em> &#8211; <strong>Ein k&#246;rpereigenes Lipidmolek&#252;l hat fatale Auswirkungen, wenn es sich in Nervenzellen anh&#228;uft. Das haben Forscher der Universit&#228;t Bonn herausgefunden. Die Substanz l&#246;st ein Selbstmordprogramm aus, und die Zellen sterben ab. Die Erkenntnis k&#246;nnte die Alzheimer-Forschung revolutionieren. Die Publikation ist jetzt im Fachmagazin Cell Death and Differentiation erschienen (doi: 10.1038/cdd.2011.7).</strong></p>
<p><strong>Verantwortlich f&#252;r den Untergang von Nervenzellen</strong> ist ausgerechnet ein Molek&#252;l, das in anderen K&#246;rperzellen das Wachstum anregt. Sphingosin-1-Phosphat entsteht beim Abbau von Zellmembranen, wird aber normalerweise sofort weiter zerlegt. Kommt es zu einer Entgleisung im Stoffwechsel und h&#228;ufen sich dadurch gr&#246;&#223;ere Mengen des Lipidfragments in Nervenzellen an, sterben die Zellen ab, haben die Wissenschaftler um Privatdozentin Dr. Gerhild van Echten-Deckert jetzt gezeigt.</p>
<blockquote><p><strong>Viele tote Gehirnzellen</strong></p>
<p>&#0187;Wir haben Knockout-M&#228;use gez&#252;chtet, denen ein bestimmtes Eiwei&#223; fehlte: Sie konnten Sphingosin-1-Phosphat nicht abbauen&#0171;, erl&#228;utert Mitarbeiterin Dr. Nina Hagen. Die M&#228;use starben bereits mit sechs bis acht Wochen, und als die Forscher die Gehirne der toten Tiere untersuchten, sahen sie den Grund: &#0187;In den Gehirnregionen, in denen das Lipidfragment nicht mehr abgebaut werden konnte, waren die Gehirnzellen abgestorben&#0171;, sagt Dr. Hagen, &#0187;und das bei wenigen Wochen alten M&#228;usen!&#0171;</p>
<p><strong>Den genauen biochemischen Mechanismus</strong> haben die Forscher entschl&#252;sselt: Sphingosin-1-Phosphat setzt gro&#223;e Mengen Calcium aus den internen Calciumspeichern der Nervenzellen frei. Das wiederum l&#246;st eine zellinterne Signalkaskade aus − mit dem programmierten Zelltod als Endziel. &#0187;Bei anderen K&#246;rperzellen bewirkt Sphingosin-1-Phosphat Zellteilung und Wachstum&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Hagen, &#0187;aber Nervenzellen teilen sich nicht mehr. Vermutlich sind sie darauf programmiert, durch den Zelltod dem Wachstum zu entgehen − nach dem Motto: besser sterben als wachsen.&#0171; Denn das unerwartete Signal zum Wachstum k&#246;nnte auch von einem Tumor herr&#252;hren.</p></blockquote>
<p><strong>L&#246;st das Molek&#252;l Alzheimer aus?</strong></p>
<p><strong>Im Laufe der Signalkaskade, die Sphingosin-1-Phoshat</strong> in Nervenzellen in Gang setzt, wird auch das unter Alzheimer-Forschern bekannte Tau-Protein ver&#228;ndert. Bei vielen Wissenschaftlern gilt ein modifiziertes Tau-Protein als eigentliche Ursache der Alzheimer-Krankheit. Dr. van Echten-Deckert ist da skeptisch: &#0187;Die Frage ist doch, ob die Ver&#228;nderung des Tau-Proteins der Grund f&#252;r die degenerativen Ver&#228;nderungen im Gehirn ist oder nur ein Nebeneffekt. Wir vermuten, dass vielmehr ein k&#246;rpereigenes Abbauprodukt, das sich im Gehirn anreichert, die Krankheit ausl&#246;st.&#0171; Sphingosin-1-Phosphat w&#228;re ein plausibler Kandidat f&#252;r ein solches Abbauprodukt: Im Gehirn liegen besonders viele der Membranmolek&#252;le vor, aus denen die Substanz entsteht.</p>
<blockquote><p>
<strong>Als n&#228;chstes planen die Bonner Forscher</strong>, die Gehirne von verstorbenen Alzheimer-Patienten zu untersuchen: Sie wollen dort nach Sphingosin-1-Phosphat suchen. &#0187;Hat sich in den Gehirnen der Alzheimer-Patienten viel dieser Substanz angeh&#228;uft, bekr&#228;ftigt das unsere Theorie, dass ein Zuviel des Molek&#252;ls die Krankheit ausl&#246;st.&#0171;</p>
<p><strong>Beh&#228;lt das Team um Dr. van Echten-Deckert recht</strong>, ergeben sich ganz neue M&#246;glichkeiten, Alzheimer vorzubeugen: &#0187;Man k&#246;nnte dann der Anh&#228;ufung von Sphingosin-1-Phosphat gezielt entgegensteuern&#0171;, erl&#228;utert die Wissenschaftlerin, &#0187;beispielsweise mit Medikamenten, die daf&#252;r sorgen, dass die Substanz schneller abgebaut wird.&#0171;</p></blockquote>
<p><em>N. Hagen, M. Hans, D. Hartmann, D. Swandulla, G. van Echten-Deckert: Sphingosine-1-phosphate links glycosphingolipid metabolism to neurodegeneration via a calpain-mediated mechanism, Cell Death and Differentiation, 2011. Online-Ver&#246;ffentlichung, frei zug&#228;nglich: http://www.nature.com/cdd/journal/vaop/ncurrent/full/cdd20117a.html</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Priv.-Doz. Dr. Gerhild van Echten-Deckert<br />
LIMES (Life and Medical Sciences)-Institut der Universit&#228;t Bonn<br />
Membrane Biology and Lipid Biochemistry<br />
Telefon: 0228/73-2703<br />
E-Mail: g.echten.deckert@uni-bonn.de</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.nature.com/cdd/journal/vaop/ncurrent/full/cdd20117a.html</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neue Studie: Versorgung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhaft</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/09/21/neue-studie-versorgung-von-alzheimer-patienten-in-deutschland-mangelhaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 14:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Patienten]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.jpg" rel="lightbox[pics2475]" title="Alzheimerpatientin (Photo: DGN)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.thumbnail.jpg" alt="Alzheimerpatientin" width="255" height="170" class="attachment wp-att-2476" /></a><div class="imagecaption">Alzheimerpatientin (Photo: DGN)</div></div><strong>Dienstag, der 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag. Gleichzeitig beginnt die Neurowoche 2010 in Mannheim, der gr&#246;&#223;te neuromedizinische Kongress Europas.</strong>
<strong>Eine neue Studie</strong> gibt der Betreuung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhafte Noten: Nur etwa zehn Prozent von ihnen werden mit modernen Untersuchungsverfahren (z.B. neuropsychologische Tests, Bildgebung) untersucht, weniger als die H&#228;lfte erh&#228;lt die zur Verf&#252;gung stehenden Medikamente. Die Behandlungskosten sind dennoch hoch: Sie beliefen sich pro Patient und Jahr auf rund 18 500 Euro, davon wurden etwa 8800 Euro durch die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen verursacht. Insgesamt wurden rund 400 Alzheimer-Patienten untersucht, teilte heute die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie mit. In Deutschland sind rund eine halbe Million Menschen von der Erkrankung betroffen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.jpg" rel="lightbox[pics2475]" title="Alzheimerpatientin (Photo: DGN)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/alzheimerpatient.thumbnail.jpg" alt="Alzheimerpatientin" width="255" height="170" class="attachment wp-att-2476" /></a>
<div class="imagecaption">Alzheimerpatientin (Photo: DGN)</div>
</div>
<p><strong>Dienstag, der 21. September ist Welt-Alzheimer-Tag. Gleichzeitig beginnt die Neurowoche 2010 in Mannheim, der gr&#246;&#223;te neuromedizinische Kongress Europas.</strong><br />
<strong>Eine neue Studie</strong> gibt der Betreuung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhafte Noten: Nur etwa zehn Prozent von ihnen werden mit modernen Untersuchungsverfahren (z.B. neuropsychologische Tests, Bildgebung) untersucht, weniger als die H&#228;lfte erh&#228;lt die zur Verf&#252;gung stehenden Medikamente. Die Behandlungskosten sind dennoch hoch: Sie beliefen sich pro Patient und Jahr auf rund 18 500 Euro, davon wurden etwa 8800 Euro durch die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen verursacht. Insgesamt wurden rund 400 Alzheimer-Patienten untersucht, teilte heute die Deutsche Gesellschaft f&#252;r Neurologie mit. In Deutschland sind rund eine halbe Million Menschen von der Erkrankung betroffen.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Unsere Studie zeigt eindeutig</strong>, dass die modernen Standards der Diagnose und Behandlung, wie sie in den Behandlungsstandards, den Leitlinien, beschrieben sind, nur unzureichend im Betreuungsalltag umgesetzt werden&#0171;, sagt Studienleiter Professor Richard Dodel, Neurologe am Universit&#228;tsklinikum Marburg. Nie zuvor wurde die Qualit&#228;t der Versorgung von Patienten auf verschiedenen Versorgungsebenen wie Kliniken, Pflegeheime, haus&#228;rztlicher oder fach&#228;rztlicher Betreuung so eingehend untersucht. Professor Dodel stellt die Ergebnisse erstmals in einem Fachvortrag auf der Neurowoche 2010 in Mannheim vor. Diese Tagung, die vom Heidelberger Neurologen Professor Werner Hacke organisiert wird, findet nur alle f&#252;nf Jahre statt und ist mit mehr als 6000 Spezialisten f&#252;r Gehirn und Nerven der gr&#246;&#223;te klinisch-neurowissenschaftliche Kongress Europas.
<div class="imageframe alignright" style="width:263px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/prof-dodel.jpg" rel="lightbox[pics2475]" title="Prof. Richard Dodel (Photo Uni Marburg/Wort&amp;Bild "><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/09/prof-dodel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Richard Dodel " width="255" height="168" class="attachment wp-att-2477" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Richard Dodel (Photo Uni Marburg/Wort&amp;Bild </div>
</div>
<p><strong>&#0187;Alzheimer-Patienten werden noch immer diskriminiert, weil ihnen die Lobby fehlt&#0171;</strong>, erl&#228;utert Professor G&#252;nther Deuschl, Direktor der Universit&#228;tsneurologie in Kiel und federf&#252;hrender Neurologe der so genannten „S3-Leitlinie Demenz“, die im vergangenen Herbst von insgesamt 28 Fachorganisationen gemeinsam ver&#246;ffentlicht wurde. &#0187;Ohne den politischen Willen werden diese Standards nicht den Weg in die Versorgung finden&#0171;, so G&#252;nther Deuschl, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Neurologie. So gebe es derzeit zum Beispiel Streit um ein wirksames Medikament, das aus Kostengr&#252;nden aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen fallen soll.</p></blockquote>
<p>Lichtblicke seien allerdings das im Jahr 2009 gegr&#252;ndete Deutsche Zentrum f&#252;r Neurodegenerative Erkrankungen mit Hauptsitz in Bonn und 5 Satellitenstandorten. Hoffnung setzen Wissenschaftler auch in die Entwicklung einer Impfung gegen die Alzheimer-Demenz, allerdings werde es noch einige Jahre dauern, bis diese Immunisierung zur Verf&#252;gung steht.</p>
<p>Seit 1994 finden am 21. September unter dem Dach der Alzheimer’s Disease International in aller Welt vielf&#228;ltige Aktivit&#228;ten statt, um die &#214;ffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angeh&#246;rigen aufmerksam zu machen.</p>
<p>Fachlicher Kontakt f&#252;r R&#252;ckfragen<br />
Prof. Dr. med. Richard Dodel<br />
Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Marburg<br />
Tel.: 06421 &#8211; 586 6251<br />
dodel@med.uni-marburg.de</p>
<p>Prof. Dr. med. G&#252;nther Deuschl<br />
Direktor der Klinik f&#252;r Neurologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Schleswig-Holstein<br />
Neurozentrum Kiel<br />
Tel.: 0431 / 597 &#8211; 8550<br />
g.deuschl@neurologie.uni-kiel.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Wird Alzheimer angeboren&#8230;?</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 17:52:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[hyperploid]]></category>
		<category><![CDATA[Neuron]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>Wissenschaftler des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung, Abteilung Molekulare und zellul&#228;re Mechanismen der Neurodegeneration, der Universit&#228;t Leipzig haben Hinweise darauf gefunden, dass die degenerative Alzheimersche Krankheit Folge einer Hirnentwicklungsst&#246;rung ist. "Alzheimer scheint in der Tat angeboren zu sein", umrei&#223;t Prof. Dr. Thomas Arendt j&#252;ngste Forschungsergebnisse, die jetzt in der Fachzeitschrift The American Journal of Pathology beschrieben wurden.</strong>
Laut Arendt sind so genannte hyperploide Neuronen daf&#252;r verantwortlich, dass bei Alzheimer-Patienten Hirnzellen in gro&#223;er Zahl absterben. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftler des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung, Abteilung Molekulare und zellul&#228;re Mechanismen der Neurodegeneration, der Universit&#228;t Leipzig haben Hinweise darauf gefunden, dass die degenerative Alzheimersche Krankheit Folge einer Hirnentwicklungsst&#246;rung ist. &#0187;Alzheimer scheint in der Tat angeboren zu sein&#0171;, umrei&#223;t Prof. Dr. Thomas Arendt j&#252;ngste Forschungsergebnisse, die jetzt in der Fachzeitschrift The American Journal of Pathology beschrieben wurden.<br />
Laut Arendt sind so genannte hyperploide Neuronen daf&#252;r verantwortlich, dass bei Alzheimer-Patienten Hirnzellen in gro&#223;er Zahl absterben. &#0187;Bei der Entwicklung von Stammzellen zu Neuronen gibt es eigentlich einen Mechanismus, der solche &#8250;falschen Bausteine&#8249; absterben l&#228;sst&#0171;, so Arendt. Bei den hyperploiden Neuronen sind &#8211; anders als in der gesunden Zelle &#8211; statt zweier Chromosomenpaare eine Vielzahl dieser genetischen Erbguttr&#228;ger vorhanden. &#0187;Manche tragen vier, andere sogar sechs Chromosomenpaare&#0171;, beschreibt der Hirnforscher. Da es vielf&#228;ltige Kombinationen solcher Zellen gebe, spreche man auch von einem Mosaik. &#0187;Diese Mosaike sind auch im normal entwickelten, erwachsenen gesunden Gehirn vorhanden&#0171;, so Arendt.</strong></p>
<p><strong>Nach Ansicht der Alzheimer-Experten</strong> des Paul-Flechsig-Instituts kann das menschliche System offenbar mit einer bestimmten Zahl hyperploider Zellen im Gehirn durchaus umgehen und sie tolerieren. &#0187;Im Gehirn von Alzheimer-Patienten stellen wir aber eine doppelt so hohe Anzahl fest; es scheint eine Toleranzgrenze durchbrochen zu sein&#0171;, berichtet Arendt. Das Problem dabei ist, dass Hyperploidie ein irreversibler Prozess ist. Die betroffenen Zellen sterben auf jeden Fall ab, gerade so, als ob eine in der Hirnentwicklung nicht vorgenommene Regulierung nachgeholt wird.</p>
<p><strong>Festgestellt haben dies die Hirnforscher</strong> bei der Untersuchung von Proben aus Hirnen von Menschen mit unterschiedlich starker Auspr&#228;gung der Alzheimer-Krankheit: Sind die hyperploiden Zellen im normalen Gehirn lediglich in begrenzter Zahl vorhanden, so steigt ihre Anzahl in der vorklinischen Phase der Erkrankung sowie in der Zeit, in der erst milde Auswirkungen feststellbar sind, deutlich an. Beim schwer an Alzheimer erkrankten Patienten dagegen sinkt die Zahl der hyperploiden Zellen wieder. &#0187;Ein deutlicher Hinweis darauf, dass sie abgestorben sind, denn Zellen verschwinden ja nicht einfach so.&#0171;</p>
<blockquote><p><strong>Aus den jetzt vorliegenden Erkenntnissen</strong> der Wissenschaftler lassen sich zahlreiche neue Fragestellungen ableiten. &#0187;Warum ist eine hyperploide Zelle so anf&#228;llig f&#252;r den Zelltod? Ist diese Fehlentwicklung auch in anderen Organen als dem Gehirn nachweisbar? Gibt es unter Umst&#228;nden sch&#228;dliche Einfl&#252;sse auf Mutter und Kind in der Schwangerschaft, die zu der Entwicklungsst&#246;rung des Hirns f&#252;hren?&#0171; nennt Thomas Arendt nur ein paar m&#246;gliche Forschungsans&#228;tze. Schnelle Antworten allerdings werde es nicht geben, warnt er vor &#252;bertriebenen Hoffnungen.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
Prof. Dr. Thomas Arendt<br />
Telefon: +49 341 97-25721<br />
E-Mail: aret@medizin.uni-leipzig.de<br />
www.uni-leipzig.de/~pfi/pfi/de/neuroanatomie/neuroanatomie.htm </p>]]></content:encoded>
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		<title>Gr&#252;ner Tee hat Substanzen gegen giftige Alzheimer-Plaques</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/04/14/gruener-tee-hat-substanzen-gegen-giftige-alzheimer-plaques/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 21:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[EGCG]]></category>
		<category><![CDATA[Epigallocatechin-3-gallate]]></category>
		<category><![CDATA[Grün]]></category>
		<category><![CDATA[Tee]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-gallate) in gr&#252;nem Tee kann giftige Eiwei&#223;ablagerungen, wie sie zum Beispiel bei der Alzheimerschen Erkrankung auftreten, unsch&#228;dlich machen. Die Substanz bindet zun&#228;chst an die faserigen Eiwei&#223;ablagerungen und wandelt sie in ungiftige und damit f&#252;r die Nervenzellen harmlose, kugelige Eiwei&#223;aggregate um. Diese k&#246;nnen dann von den Nervenzellen abgebaut werden. Das haben Forscher aus der Nachwuchsgruppe von Dr. Jan Bieschke und der Forschungsgruppe von Prof. Erich Wanker des Max-Delbr&#252;ck-Centrums f&#252;r Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in Versuchen im Reagenzglas und in Zellkulturen festgestellt</strong> (<em>PNAS, doi: 10.1073/pnas.0910723107</em>)*.
Die gef&#228;hrlichen Eiwei&#223;ablagerungen entstehen in einem mehrstufigen Vorgang &#252;ber die Ansammlung verschiedener Vorstufen durch <em>Proteinfehlfaltung</em>. Sie sind f&#252;r die Nervenzellen giftig und verursachen ihren Untergang. <em>Proteinfehlfaltung</em> gilt als Ursache der Alzheimer Krankheit, von Parkinson sowie auch von Chorea Huntington.

<strong>In ihren Versuchen hatten die MDC-Forscher</strong> toxische Eiwei&#223;ablagerungen in Zellen eingebracht, die ein Modell f&#252;r molekulare Prozesse der Alzheimerschen Erkrankung bilden. Die Zellen zeigten daraufhin einen geringeren Stoffwechsel, au&#223;erdem war ihre Zellh&#252;lle weniger stabil, beides Anzeichen f&#252;r eine Sch&#228;digung durch die Plaques. Diese Effekte verschwanden nach Behandlung mit EGCG und die Zellen konnten die toxischen Eiwei&#223;ablagerungen abbauen. Die Forscher konnten damit erstmals den Mechanismus der Inaktivierung im Detail aufkl&#228;ren.

<strong>Das Besondere bei der Inaktivierung</strong> ist dabei, so die Forscher, dass die giftigen Eiwei&#223;ablagerungen nicht aufgel&#246;st, sondern durch EGCG direkt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Substanz EGCG (Epigallocatechin-3-gallate) in <em>gr&#252;nem Tee</em> kann giftige Eiwei&#223;ablagerungen, wie sie zum Beispiel bei der Alzheimerschen Erkrankung auftreten, unsch&#228;dlich machen. Die Substanz bindet zun&#228;chst an die faserigen Eiwei&#223;ablagerungen und wandelt sie in ungiftige und damit f&#252;r die Nervenzellen harmlose, kugelige Eiwei&#223;aggregate um. Diese k&#246;nnen dann von den Nervenzellen abgebaut werden. Das haben Forscher aus der Nachwuchsgruppe von Dr. Jan Bieschke und der Forschungsgruppe von Prof. Erich Wanker des Max-Delbr&#252;ck-Centrums f&#252;r Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch in Versuchen im Reagenzglas und in Zellkulturen festgestellt</strong> (<em>PNAS, doi: 10.1073/pnas.0910723107</em>)*.<br />
Die gef&#228;hrlichen Eiwei&#223;ablagerungen entstehen in einem mehrstufigen Vorgang &#252;ber die Ansammlung verschiedener Vorstufen durch <em>Proteinfehlfaltung</em>. Sie sind f&#252;r die Nervenzellen giftig und verursachen ihren Untergang. <em>Proteinfehlfaltung</em> gilt als Ursache der Alzheimer Krankheit, von Parkinson sowie auch von Chorea Huntington.</p>
<p><strong>In ihren Versuchen hatten die MDC-Forscher</strong> toxische Eiwei&#223;ablagerungen in Zellen eingebracht, die ein Modell f&#252;r molekulare Prozesse der Alzheimerschen Erkrankung bilden. Die Zellen zeigten daraufhin einen geringeren Stoffwechsel, au&#223;erdem war ihre Zellh&#252;lle weniger stabil, beides Anzeichen f&#252;r eine Sch&#228;digung durch die Plaques. Diese Effekte verschwanden nach Behandlung mit EGCG und die Zellen konnten die toxischen Eiwei&#223;ablagerungen abbauen. Die Forscher konnten damit erstmals den Mechanismus der Inaktivierung im Detail aufkl&#228;ren.</p>
<p><strong>Das Besondere bei der Inaktivierung</strong> ist dabei, so die Forscher, dass die giftigen Eiwei&#223;ablagerungen nicht aufgel&#246;st, sondern durch EGCG direkt in ungiftige Ablagerungen umgewandelt werden. Damit k&#246;nnen w&#228;hrend des Prozesses keine kleineren Bruchst&#252;cke der Eiwei&#223;ablagerungen entstehen. Diese stehen im Verdacht, besonders giftig f&#252;r Nervenzellen zu sein.</p>
<p><strong>EGCG kann auch Bildung giftiger Eiwei&#223;ablagerungen verhindern</strong><br />
<strong>Die Studie schlie&#223;t an Arbeiten an</strong>, in denen die Forscher der Arbeitsgruppe Wanker gefunden hatten, dass EGCG die Bildung giftiger Ablagerungen im Vorfeld verhindern kann. Dabei bindet die Substanz in einer sehr fr&#252;hen Phase direkt an die noch ungefalteten Eiwei&#223;e und verhindert damit deren Fehlfaltung. Das gilt f&#252;r verschiedene Erkrankungen, die auf Proteinfehlfaltung zur&#252;ckgehen. So hatten 2006 und 2008 Dr. Dagmar Ehrnh&#246;fer und Dr. Bieschke zeigen k&#246;nnen, dass EGCG die Bildung giftiger Ablagerungen in Modellen f&#252;r Chorea Huntington sowie f&#252;r die Alzheimersche und Parkinsonsche Erkrankung verhindert.</p>
<p>*<em>EGCG remodels mature alpha-synuclein and amyloid-beta fibrils and reduces cellular toxicity<br />
</em><br />
<em>Jan Bieschke*, Jenny Russ, Ralf P. Friedrich, Dagmar E. Ehrnhoefer1, Heike Wobst, Katja Neugebauer, Erich E Wanker</em>*</p>
<p>Max Delbr&#252;ck Center for Molecular Medicine, Robert-Roessle-Str. 10 13125 Berlin-Buch, Germany</p>
<p><strong>Mehr Informationen:</strong><br />
Max-Delbr&#252;ck-Centrum f&#252;r Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch<br />
Robert-R&#246;ssle-Stra&#223;e 10<br />
13125 Berlin<br />
Tel.: +49 (0) 30 94 06 &#8211; 38 96<br />
Fax: +49 (0) 30 94 06 &#8211; 38 33<br />
e-mail: presse@mdc-berlin.de</p>
<p>http://www.mdc-berlin.de/</p>]]></content:encoded>
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		<title>Neurogenese: Gibt es sie doch&#8230;?!</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/11/26/neurogenese-gibt-es-sie-doch/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 17:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Glutamat]]></category>
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		<description><![CDATA[<h4>Neue Quelle f&#252;r die Bildung von Nervenzellen im Gehirn entdeckt</h4>
<em>Neuherberg, 25.11.2009</em>. <strong>Der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz am Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und an der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t (LMU) M&#252;nchen ist ein weiterer Schritt zum Verst&#228;ndnis von Regenerationsprozessen im Gehirn gelungen. Die Forscher entdeckten Vorl&#228;uferzellen, die nach Verletzungen der Gro&#223;hirnrinde neue glutamaterge Nervenzellen bilden k&#246;nnen.
Speziell bei <em>Alzheimer</em> spielt deren Degeneration eine entscheidende Rolle. Aus einer m&#246;glichen Steuerung des Bildungs- bzw. Wanderungsmechanismus lassen sich in Zukunft m&#246;glicherweise neue therapeutische Optionen ableiten. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift "<em>Nature Neuroscience</em>" ver&#246;ffentlicht.</strong>

<strong>Noch bis vor wenigen Jahren galt die Neurogenese</strong>, also der Prozess der Entstehung von Nervenzellen, im Gehirn von Erwachsenen als unm&#246;glich. Abgestorbene Nervenzellen k&#246;nnen nicht ersetzt werden, so lautete die <strong>Lehrbuchmeinung</strong>. Dann entdeckten Forscher Regionen im Vorderhirn, in denen auch beim Menschen Zeit Lebens neue Nervenzellen gebildet werden. Diese so genannten GABAergen Zellen benutzen gamma-Aminobutters&#228;ure (GABA), einen Botenstoff des Zentralnervensystems.

<strong>Jetzt haben Wissenschaftler der Arbeitsgruppe um Magdalena G&#246;tz</strong>, Leiterin des Instituts f&#252;r Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und Inhaberin des Lehrstuhls f&#252;r Physiologische Genomik an der LMU, <strong>diese Gehirnregion im Mausmodell genauer unter die Lupe genommen</strong>. Sie fanden heraus, dass im Vorderhirn noch andere Nervenzellen regelm&#228;&#223;ig gebildet werden: die sogenannten <em>glutamatergen</em> Nervenzellen, die als &#220;bertr&#228;gerstoff <em>Glutamat</em> benutzen. <strong>Den Nachweis konnten die Stammzellforscher mit Hilfe eines speziellen Transkriptionsfaktors erbringen: Tbr2 kommt ausschlie&#223;lich in Vorl&#228;uferzellen der glutamatergen Nervenzellen vor.</strong>

<strong>Die im erwachsenen Organismus neu gebildeten Nervenzellen</strong> liegen im <em>Riechkolben</em>, dem Bereich des Gehirns, der die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/11/maushirnzellen.thumbnail.jpg" alt="Neue Vorl&#228;uferzellen (rot, gr&#252;n) im Gehirn der Maus. Foto: ISF." width="255" height="255" class="attachment wp-att-1852" />
<div class="imagecaption">Neue Vorl&#228;uferzellen (rot, gr&#252;n) im Gehirn der Maus. Foto: ISF.</div>
</div>
<h4>Neue Quelle f&#252;r die Bildung von Nervenzellen im Gehirn entdeckt</h4>
<p><em>Neuherberg, 25.11.2009</em>. <strong>Der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz am Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und an der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t (LMU) M&#252;nchen ist ein weiterer Schritt zum Verst&#228;ndnis von Regenerationsprozessen im Gehirn gelungen. Die Forscher entdeckten Vorl&#228;uferzellen, die nach Verletzungen der Gro&#223;hirnrinde neue glutamaterge Nervenzellen bilden k&#246;nnen.<br />
Speziell bei <em>Alzheimer</em> spielt deren Degeneration eine entscheidende Rolle. Aus einer m&#246;glichen Steuerung des Bildungs- bzw. Wanderungsmechanismus lassen sich in Zukunft m&#246;glicherweise neue therapeutische Optionen ableiten. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift &#0187;<em>Nature Neuroscience</em>&#0171; ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p><strong>Noch bis vor wenigen Jahren galt die Neurogenese</strong>, also der Prozess der Entstehung von Nervenzellen, im Gehirn von Erwachsenen als unm&#246;glich. Abgestorbene Nervenzellen k&#246;nnen nicht ersetzt werden, so lautete die <strong>Lehrbuchmeinung</strong>. Dann entdeckten Forscher Regionen im Vorderhirn, in denen auch beim Menschen Zeit Lebens neue Nervenzellen gebildet werden. Diese so genannten GABAergen Zellen benutzen gamma-Aminobutters&#228;ure (GABA), einen Botenstoff des Zentralnervensystems.</p>
<p><strong>Jetzt haben Wissenschaftler der Arbeitsgruppe um Magdalena G&#246;tz</strong>, Leiterin des Instituts f&#252;r Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und Inhaberin des Lehrstuhls f&#252;r Physiologische Genomik an der LMU, <strong>diese Gehirnregion im Mausmodell genauer unter die Lupe genommen</strong>. Sie fanden heraus, dass im Vorderhirn noch andere Nervenzellen regelm&#228;&#223;ig gebildet werden: die sogenannten <em>glutamatergen</em> Nervenzellen, die als &#220;bertr&#228;gerstoff <em>Glutamat</em> benutzen. <strong>Den Nachweis konnten die Stammzellforscher mit Hilfe eines speziellen Transkriptionsfaktors erbringen: Tbr2 kommt ausschlie&#223;lich in Vorl&#228;uferzellen der glutamatergen Nervenzellen vor.</strong></p>
<p><strong>Die im erwachsenen Organismus neu gebildeten Nervenzellen</strong> liegen im <em>Riechkolben</em>, dem Bereich des Gehirns, der die Geruchswahrnehmung vermittelt. Nervenzellen, die Glutamat als &#220;bertr&#228;gerstoff vermitteln, sind auch f&#252;r die Speicherung bzw. den Abruf von Ged&#228;chtnisinhalten zust&#228;ndig. Bei der <em>Alzheimer-Demenz</em> spielen Ver&#228;nderungen bei der Signal&#252;bertragung dieser speziellen Zellen eine entscheidende Rolle.</p>
<blockquote><p>G&#246;tz: &#0187;Die Entdeckung ist deshalb so wichtig, weil die Vorl&#228;uferzellen die von uns neu gefundenen glutamatergen Nervenzellen zum Beispiel auch nach Gehirnverletzungen f&#252;r die benachbarte Gro&#223;hirnrinde bilden k&#246;nnen&#0171;. Die Forschergruppe konnte dies am Mausmodell zeigen. Dort wanderten die Zellen in das gesch&#228;digte angrenzende Gro&#223;hirngewebe ein und bildeten dort reife Nervenzellen. Vorl&#228;uferzellen k&#246;nnten demnach degenerierte Nervenzellen ersetzen.</p>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/11/Prof-Dr-Magdalena-Goetz.jpg" rel="lightbox[pics1851]" title="Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz. Foto: ISF"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/11/Prof-Dr-Magdalena-Goetz.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz. Foto: ISF" width="255" height="256" class="attachment wp-att-1853" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Magdalena G&#246;tz. Foto: ISF</div>
</div>
<p>&#0187;<strong>Spannend ist nun die Frage</strong> ob dieser Vorgang auch im Menschen, speziell bei Alzheimerpatienten, abl&#228;uft &#8211; m&#246;glicherweise aber den massiven neuronalen Zelltod nicht mehr unter Kontrolle bekommt&#0171;, sagt Magdalena G&#246;tz. Ein therapeutischer Ansatz best&#252;nde dann darin, diesen k&#246;rpereigenen Ersatzmechanismus versuchsweise zu stimulieren.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>Monika S Brill, Jovica Ninkovic, Eleanor Winpenny, Rebecca D Hodge, Ilknur Ozen, Roderick Yang, Alexandra Lepier, Sergio Gascón, Ferenc Erdelyi, Gabor Szabo, Carlos Parras, Francois Guillemot, Michael Frotscher, Benedikt Berninger, Robert F Hevner, Olivier Raineteau &#038; Magdalena G&#246;tz: Nature Neuroscience, Volume 12 No 11 pp1351-1474 (doi:10.1038/nn.2416)</em></p>
<p><a href="http://www.helmholtz-muenchen.de/forschung/forschungsinstitute/stammzellforschung-isf/index.html" title="Link zum ISF">Institut f&#252;r Stammzellforschung (ISF)</a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Therapiefortschritte bei mehr als 130 Krankheiten in Sicht&#8230;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/06/30/therapiefortschritte-bei-mehr-als-130-krankheiten-in-sicht/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 19:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[MRSA]]></category>
		<category><![CDATA[Pharma]]></category>
		<category><![CDATA[VFA]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/forschend-pharma.jpg" rel="lightbox[pics-1246390919]" title="Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens. Foto: vfa / Martin Joppen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/forschend-pharma.thumbnail.jpg" alt="Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens Foto: vfa / Martin Joppen" width="255" height="333" class="attachment wp-att-1555" /></a><div class="imagecaption">Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens. Foto: vfa / Martin Joppen</div></div><strong>"Forschende Pharma-Unternehmen arbeiten an 442 neuen Arzneimitteltherapien, die bis 2013 zugelassen werden k&#246;nnten. Daf&#252;r entwickeln sie neue Medikamente und erproben neue Anwendungen f&#252;r die vorhandenen. Mehr als 130 Krankheiten sollen so besser behandelbar werden. Krebspatienten werden in besonderem Ma&#223;e profitieren, denn knapp ein Drittel aller neuen Behandlungsm&#246;glichkeiten werden f&#252;r sie entwickelt.</strong>

<strong>Das erkl&#228;rte Dr. Wolfgang Plischke</strong>, Vorsitzender des vfa, des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen, heute in Berlin bei der Vorstellung der Branchen-Umfrage 'Perspektive 2013.
"<em>Entscheidend wird f&#252;r Patienten nunmehr sein, dass sie schnellen Zugang zu diesen Innovationen bekommen</em>", betonte Cornelia Yzer, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrerin des vfa. Grunds&#228;tzlich sei die Ausgangslage hierf&#252;r in Deutschland gut: Mit der Zulassung seien die Arzneimittel auch erstattungsf&#228;hig. Yzer: "<em>Dabei muss es auch in Zukunft bleiben!</em>" Jedoch m&#252;sse die Regulierungsdichte abgebaut werden, die f&#252;r die z&#246;gerliche Durchsetzung von Arzneimittelinnovationen in der Behandlungspraxis urs&#228;chlich sei.

<strong>Der Umfrage 'Perspektive 2013'</strong> zufolge konzentrieren sich die forschenden Pharma-Unternehmen zu wesentlichen Teilen auf...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/forschend-pharma.jpg" rel="lightbox[pics-1246390919]" title="Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens.Foto: vfa / Martin Joppen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/06/forschend-pharma.thumbnail.jpg" alt="Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens. Foto: vfa / Martin Joppen" width="255" height="333" class="attachment wp-att-1555" /></a>
<div class="imagecaption">Wissenschaftlerin im Labor eines forschenden Pharma-Unternehmens. Foto: vfa / Martin Joppen</div>
</div>
<p><strong>&#0187;Forschende Pharma-Unternehmen arbeiten an 442 neuen Arzneimitteltherapien, die bis 2013 zugelassen werden k&#246;nnten. Daf&#252;r entwickeln sie neue Medikamente und erproben neue Anwendungen f&#252;r die vorhandenen. Mehr als 130 Krankheiten sollen so besser behandelbar werden. Krebspatienten werden in besonderem Ma&#223;e profitieren, denn knapp ein Drittel aller neuen Behandlungsm&#246;glichkeiten werden f&#252;r sie entwickelt.</strong></p>
<p><strong>Das erkl&#228;rte Dr. Wolfgang Plischke</strong>, Vorsitzender des vfa, des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen, heute in Berlin bei der Vorstellung der Branchen-Umfrage &#8250;Perspektive 2013.<br />
&#0187;<em>Entscheidend wird f&#252;r Patienten nunmehr sein, dass sie schnellen Zugang zu diesen Innovationen bekommen</em>&#0171;, betonte Cornelia Yzer, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrerin des vfa. Grunds&#228;tzlich sei die Ausgangslage hierf&#252;r in Deutschland gut: Mit der Zulassung seien die Arzneimittel auch erstattungsf&#228;hig. Yzer: &#0187;<em>Dabei muss es auch in Zukunft bleiben!</em>&#0171; Jedoch m&#252;sse die Regulierungsdichte abgebaut werden, die f&#252;r die z&#246;gerliche Durchsetzung von Arzneimittelinnovationen in der Behandlungspraxis urs&#228;chlich sei.</p>
<p><strong>Der Umfrage &#8250;Perspektive 2013&#8242;</strong> zufolge konzentrieren sich die forschenden Pharma-Unternehmen zu wesentlichen Teilen auf Krebs (31 % der Projekte), Infektionen (14 %), Herz-Kreislauf- (13 %) und Entz&#252;ndungskrankheiten (10%), darunter Rheuma und Multiple Sklerose. Plischke: &#0187;<em>97 Prozent der Projekte gelten schweren Krankheiten, lediglich 3 Prozent entfallen auf leichtere Einschr&#228;nkungen. Das zeigt, dass die forschenden Pharma-Unternehmen ihre Priorit&#228;ten am medizinischen Bedarf ausrichten.</em>&#0187;</p>
<p><strong>Neue Krebsmedikamente</strong> werden von den Unternehmen mittlerweile oft gleichzeitig gegen f&#252;nf oder mehr verschiedene Krebsarten erprobt. Dabei k&#252;mmern sich die Unternehmen auch um Tumore, die bislang besonders schlecht behandelbar sind, wie Eierstock- und Bauchspeicheldr&#252;senkrebs und Hirntumore vom Typ Glioblastom.<br />
Wesentliche Fortschritte sind laut Plischke auch f&#252;r Patienten mit Multipler Sklerose absehbar. Zum Hinausz&#246;gern von Krankheitssch&#252;ben seien bislang Pr&#228;parate n&#246;tig, die regelm&#228;&#223;ig gespritzt werden m&#252;ssen. F&#252;nf Unternehmen arbeiteten daran, bis 2013 neue Pr&#228;parate in Tabletten- oder Kapselform verf&#252;gbar zu machen, die die Injektionen m&#246;glicherweise ersetzen k&#246;nnen und vielleicht allein oder kombiniert mit weiteren Pr&#228;paraten noch wirksamer sind.</p>
<p><strong>Gegen MRSA</strong>, einen wegen seiner hochgradigen Resistenz gegen vorhandene Antibiotika gef&#252;rchteten Bakterienstamm, k&#246;nnten bis 2013 drei neue Antibiotika und eine Schutzimpfung herauskommen. Impfstoffe k&#246;nnten auch erstmals gegen <em>Malaria, Genitalherpes und Hirnhautentz&#252;ndung</em> durch Meningokokken B zugelassen werden. &#0187;Der Malariaimpfstoff wird speziell f&#252;r Kleinkinder in Malaria-Gebieten entwickelt, da diese am gef&#228;hrdetsten sind&#0171;, erl&#228;uterte Plischke. Gleich drei Mitgliedsunternehmen entwickelten auch Impfstoffe gegen die Schweinegrippe, die noch 2009 verf&#252;gbar werden sollen.</p>
<p><strong>Gegen Alzheimer-Demenz</strong> ist eine neue Generation von Medikamenten in Entwicklung, die gezielter als bisherige Pr&#228;parate in die Krankheitsprozesse im Gehirn eingreift. Mehrere der Pr&#228;parate f&#246;rdern die Beseitigung von Eiwei&#223;-Plaques zwischen den Nervenzellen oder vermindern ihre Neubildung.<br />
Aber die forschenden Pharma-Unternehmen k&#252;mmern sich nicht nur um h&#228;ufige Krankheiten. Auch gegen seltene Erkrankungen, die weniger als einen von 2.000 EU-B&#252;rgern betrifft, k&#246;nnten bis 2013 insgesamt 43 Medikamente die Zulassung erlangen.</p>
<blockquote><p>&#0187;Deutschland&#0171;, so Plischke abschlie&#223;end, &#0187;spielt bei der Entwicklung neuer Medikamente eine zentrale Rolle. Mehr als vier von f&#252;nf Pr&#228;paraten, die in Deutschland auf den Markt kommen, werden von den Unternehmen unter Beteiligung deutscher Kliniken oder Arztpraxen entwickelt. Die H&#228;lfte der 48 vfa-Mitglieder unterh&#228;lt in Deutschland auch Labors f&#252;r die Erfindung neuer Pr&#228;parate.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.vfa.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Verk&#252;mmertes Geruchszentrum zeigt Alzheimer an</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/06/28/verkuemmertes-geruchszentrum-zeigt-alzheimer-an/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 09:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[MRT]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Magnetresonanztomographie erm&#246;glicht fr&#252;hzeitige Diagnose/Heidelberger Wissenschaftler ver&#246;ffentlichen im "Journal of Alzheimer's Disease"</h4>
<strong>Mit den ersten Ged&#228;chtnisl&#252;cken schwindet auch der Geruchssinn: Bei Alzheimer-Patienten verk&#252;mmert das Geruchszentrum im Gehirn. Die Schrumpfung des sogenannten Riechkolbens setzt bereits in einem sehr fr&#252;hen Stadium der Erkrankung, wenn die Merkf&#228;higkeit nur geringf&#252;gig beeintr&#228;chtigt ist, ein und kann mit Hilfe der Magnetresonanztomographie festgestellt werden. Den neuen Diagnosemarker haben Wissenschaftler der Psychiatrischen Universit&#228;tsklinik Heidelberg entdeckt; die Studie ist im Mai 2009 im "Journal of Alzheimer&#180;s Disease" ver&#246;ffentlicht worden.</strong>

<strong>Alzheimer ist die h&#228;ufigste Demenzerkrankung</strong> bei Personen &#252;ber 65 Jahren: In Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen betroffen, Tendenz steigend. Schon vor den ersten Symptomen lagern sich im Gehirn &#252;bersch&#252;ssige Proteine in sogenannten Amyloid-Plaques und Neurofibrillen ab und sch&#228;digen die Nervenzellen, die schlie&#223;lich absterben. Die Gehirnsubstanz schrumpft. Die Alzheimer-Erkrankung ist bislang nicht heilbar, Medikamente k&#246;nnen lediglich den Krankheitsverlauf verlangsamen. Eine fr&#252;he Diagnose hat Vorteile f&#252;r Alzheimer-Patienten: Die rechtzeitige Behandlung mit speziellen Medikamenten kann ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Magnetresonanztomographie erm&#246;glicht fr&#252;hzeitige Diagnose/Heidelberger Wissenschaftler ver&#246;ffentlichen im &#0187;Journal of Alzheimer&#8217;s Disease&#0171;</h4>
<p><strong>Mit den ersten Ged&#228;chtnisl&#252;cken schwindet auch der Geruchssinn: Bei Alzheimer-Patienten verk&#252;mmert das Geruchszentrum im Gehirn. Die Schrumpfung des sogenannten Riechkolbens setzt bereits in einem sehr fr&#252;hen Stadium der Erkrankung, wenn die Merkf&#228;higkeit nur geringf&#252;gig beeintr&#228;chtigt ist, ein und kann mit Hilfe der Magnetresonanztomographie festgestellt werden. Den neuen Diagnosemarker haben Wissenschaftler der Psychiatrischen Universit&#228;tsklinik Heidelberg entdeckt; die Studie ist im Mai 2009 im &#0187;Journal of Alzheimer&acute;s Disease&#0171; ver&#246;ffentlicht worden.</strong></p>
<p><strong>Alzheimer ist die h&#228;ufigste Demenzerkrankung</strong> bei Personen &#252;ber 65 Jahren: In Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen betroffen, Tendenz steigend. Schon vor den ersten Symptomen lagern sich im Gehirn &#252;bersch&#252;ssige Proteine in sogenannten Amyloid-Plaques und Neurofibrillen ab und sch&#228;digen die Nervenzellen, die schlie&#223;lich absterben. Die Gehirnsubstanz schrumpft. Die Alzheimer-Erkrankung ist bislang nicht heilbar, Medikamente k&#246;nnen lediglich den Krankheitsverlauf verlangsamen. Eine fr&#252;he Diagnose hat Vorteile f&#252;r Alzheimer-Patienten: Die rechtzeitige Behandlung mit speziellen Medikamenten kann schwere Symptome hinausz&#246;gern und begleitende Beschwerden lindern.</p>
<p><strong>Ver&#228;nderungen auch bei Patienten mit Ged&#228;chtnisproblemen</strong></p>
<p><strong>Die Wissenschaftler der Sektion Gerontopsychiatrie</strong> der Psychiatrischen Universit&#228;tsklinik Heidelberg verglichen Patienten mit leichter kognitiver Beeintr&#228;chtigung als m&#246;glicher Vorform der Demenz und einer klinisch manifesten Alzheimer-Erkrankung mit gesunden Testpersonen. Bei Patienten mit Ged&#228;chtnisproblemen war der Riechkolben im Vergleich zu den gesunden Probanden deutlich verkleinert, besonders auff&#228;llig trat dies bei den Patienten zutage, deren Alzheimer-Erkrankung sich bereits manifestiert hatte.</p>
<p><strong>Auch der mittlere Schl&#228;fenlappen</strong> verliert an Volumen, ein Gehirnbereich in direkter Nachbarschaft des Riechkolbens, der wichtige Strukturen f&#252;r Ged&#228;chtnis und Sprachf&#228;higkeit enth&#228;lt. Das Team um Professor Dr. Johannes Schr&#246;der, Leiter der Sektion Gerontopsychiatrie, hatte bereits 2003 erstmals mit Hilfe der MRT gezeigt, dass der Schl&#228;fenlappen bei der Alzheimer-Erkrankung sehr fr&#252;h gesch&#228;digt wird, noch bevor Leistungseinbu&#223;en auftreten. Da der Riechkolben ebenfalls sehr fr&#252;h gesch&#228;digt wird, kann seine Volumenmessung in der Diagnostik zus&#228;tzlich hilfreich sein.</p>
<p><strong>Weitere Informationen im Internet:</strong><br />
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Gerontopsychiatrische-Forschung.1854.0.html</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Dr. Philipp Thomann<br />
Klinik f&#252;r Allgemeine Psychiatrie<br />
Zentrum f&#252;r Psychosoziale Medizin<br />
Tel.: 06221 / 56 / 38 091<br />
E-Mail: philipp.thomann@med.uni-heidelberg.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Enzym-Hemmer mildert Alzheimersche Plaques</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2008/09/29/enzym-hemmer-mildert-alzheimersche-plaques/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 20:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Enzymhemmer]]></category>
		<category><![CDATA[Plaque]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wissenschaftlern des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung an der Universit&#228;t Leipzig ist gemeinsam mit Forschern von Partnereinrichtungen ein entscheidender Schritt f&#252;r die Entwicklung eines Medikamentes gegen die Alzheimersche Krankheit gelungen.</strong>
<blockquote> "Wir konnten anhand von Versuchen mit M&#228;usen erstmals nachweisen, dass die Hemmung eines bestimmten Enzyms die Bildung Alzheimer-typischer Ablagerungen, sog. Plaques, im Gehirn reduziert und dadurch die Auswirkungen der Krankheit deutlich gemildert werden", erl&#228;utert PD Dr. Steffen Ro&#223;ner, Mitarbeiter des Instituts. </blockquote>
Die Erkenntnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine ver&#246;ffentlicht.


<strong>Die f&#252;r die Erkrankung typischen Amyloid-Plaques</strong> im Hirngewebe von Patienten wurden bereits Anfang des letzten Jahrhunderts vom Entdecker der Krankheit, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftlern des Paul-Flechsig-Instituts f&#252;r Hirnforschung an der Universit&#228;t Leipzig ist gemeinsam mit Forschern von Partnereinrichtungen ein entscheidender Schritt f&#252;r die Entwicklung eines Medikamentes gegen die Alzheimersche Krankheit gelungen.</strong></p>
<blockquote><p> &#0187;Wir konnten anhand von Versuchen mit M&#228;usen erstmals nachweisen, dass die Hemmung eines bestimmten Enzyms die Bildung Alzheimer-typischer Ablagerungen, sog. Plaques, im Gehirn reduziert und dadurch die Auswirkungen der Krankheit deutlich gemildert werden&#0171;, erl&#228;utert PD Dr. Steffen Ro&#223;ner, Mitarbeiter des Instituts. </p></blockquote>
<p>Die Erkenntnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift <a href="http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurrent/full/nm.1872.html" title="externer Link zum Artikel in nature medicine">Nature Medicine</a> ver&#246;ffentlicht.</p>
<p><strong>Die f&#252;r die Erkrankung typischen Amyloid-Plaques</strong> im Hirngewebe von Patienten wurden bereits Anfang des letzten Jahrhunderts vom Entdecker der Krankheit, Alois Alzheimer, beschrieben. </p>
<blockquote><p>&#0187;Aber erst seit reichlich zehn Jahren ist bekannt, dass sich eine bestimmte Form von kurzkettigen Eiwei&#223;en im Hirn von Alzheimer-Patienten bevorzugt ablagert&#0171;, so der Hirnforscher. Bei diesenAmyloid-Eiwei&#223;en ist die randst&#228;ndige Aminos&#228;ure Glutamat zu einem ringf&#246;rmigen pyro-Glutamat umgewandelt. &#0187;Damit sind die Eiwei&#223;e praktisch versiegelt und schwerer abbaubar&#0171;, erkl&#228;rt Ro&#223;ner weiter.</p></blockquote>
<p><strong>Dies f&#252;hre dazu, </strong>dass sie sich im Gehirn Betroffener anreichern, verklumpen und so genannte Fibrillen oder Oligomere bilden. Diese wiederum sch&#228;digen Nervenzellen und k&#246;nnen im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zum Verlust ganzer Neuronengruppen f&#252;hren.</p>
<blockquote><p>&#0187;Dar&#252;ber hinaus haben die pyro-Glutamat-modifizierten Amyloid-Eiwei&#223;e die unangenehme Eigenschaft, die eigentlich leicht abbaubaren, unver&#228;nderten Amyloid-Eiwei&#223;e gleich mit zu verklumpen und diese damit dem in der gesunden Nervenzelle fortw&#228;hrend stattfindenden Abbau zu entziehen.&#0171; Vergleichbar sei dies mit einem stark verdichteten Schneeball, der einen verschneiten Hang hinabrollt und dabei gr&#246;&#223;er und gr&#246;&#223;er wird. W&#228;hrend der auf dem Hang liegende Schnee bei Sonneneinstrahlung schnell abtaut, widersetzt sich die gro&#223;e Schneekugel sehr lange der Schmelze. Die pyro-Glutamat-modifizierten Amyloid-Eiwei&#223;e im Gehirn von Alzheimer-Patienten sind in diesem Sinne durchaus mit dem verdichteten Schneeball vergleichbar.</p></blockquote>
<p><strong>Bisher war allerdings unbekannt</strong>, wie es zu dieser Ver&#228;nderung der Amyloid-Eiwei&#223;e kommt. In der jetzt publizierten Studie konnte nachgewiesen werden, dass das Enzym Glutaminyl-Zyklase (QC) f&#252;r die krankheitsf&#246;rdernde Umwandlung der Amyloid-Eiwei&#223;e verantwortlich ist.</p>
<p><strong>Nach dieser Entdeckung</strong> lag nun die experimentelle Strategie auf der Hand die QC zu hemmen, um so die Plaque-Bildung im Gehirn zu reduzieren und im Idealfall zu verhindern. &#0187;Dies konnten wir im Tierversuch eindeutig nachweisen&#0171;, so Ro&#223;ner. Transgene M&#228;use, die eine menschliche Erbanlage tragen, welche eine vererbbare Form der Alzheimerschen Krankheit ausl&#246;st, bekamen mit dem Futter QC-Hemmer verabreicht. Dabei wurden drei Versuchgruppen gebildet: Eine bekam normales Futter, die zweite Gruppe eine geringe und die dritte Versuchsgruppe schlie&#223;lich eine h&#246;here Dosis des QC-Hemmers. Bei den M&#228;usen, die keine Hemmer bekommen hatten, lie&#223;en sich die Eiwei&#223;-Verklumpungen in gro&#223;er Zahl feststellen. Die Tiere, die den QC-Hemmer mit dem Futter aufgenommen hatten, zeigten wesentlich weniger Eiwei&#223;ablagerungen, wobei bei den M&#228;usen, die mit der h&#246;heren Dosis behandelt worden waren, auch tats&#228;chlich eine st&#228;rkere Wirkung zu verzeichnen war.</p>
<blockquote><p>&#0187;Und au&#223;erdem konnten wir einen weiteren interessanten Effekt beobachten&#0171;, sagt Ro&#223;ner. Die Forscher stellten n&#228;mlich fest, dass bei den behandelten M&#228;usen mit dem Umfang der Ablagerungen auch die Zahl der aktivierten Immunzellen im Hirn abnahm. &#0187;Dies ist eine h&#246;chst erw&#252;nschte Begleiterscheinung, denn es ist bekannt, dass die Aktivierung von Immunzellen im Hirn Entz&#252;ndungsreaktionen ausl&#246;st, die wiederum zum weiteren Absterben von Nervenzellen beitragen k&#246;nnen&#0171;, umrei&#223;t der Wissenschaftler die Bedeutung dieser Beobachtung.</p></blockquote>
<p><strong>Die Forscher des Paul-Flechsig-Instituts</strong> arbeiten bei ihren Untersuchungen eng mit verschiedenen weiteren Institutionen zusammen. So hatten Wissenschaftler der Probiodrug AG aus Halle (Saale) den Mechanismus der pyro-Glutamat Amyloid-Bildung als erste entschl&#252;sselt und das Enzym QC als ausschlaggebend f&#252;r die Bildung von Eiwei&#223;-Ablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten identifiziert. Probiodrug h&#228;lt 27 Patente f&#252;r therapeutische Anwendungen und hat das Forschungsfeld auf diesem Gebiet in den letzten 5 Jahren revolutioniert. Unter Federf&#252;hrung von Probiodrug wurde schlie&#223;lich ein Konsortium von akademischen Partnern rekrutiert, das alle erforderlichen Expertisen zur systematischen Untersuchung der zu Grunde liegenden Mechanismen b&#252;ndelte. Au&#223;er der Leipziger Arbeitsgruppe testeten auch Forscher aus dem &#246;sterreichischen Graz im M&#228;useversuch die Wirkungen des QC-Hemmers und konnten feststellen, dass die mit den Hemmern behandelten transgenen Tiere deutlich bessere Lern- und Ged&#228;chtnisleistungen zeigten als ihre unbehandelten Artgenossen. Andere Wissenschaftler aus Halle (Saale) untersuchten menschliches Hirngewebe beziehungsweise best&#228;tigten die Ergebnisse in einem weiteren experimentellen Modellsystem, der Fruchtfliege Drosophila melanogaster.</p>
<p><strong>Wie Ro&#223;ner berichtet</strong>, beginnt nun eine weitere Phase der Erforschung der QC-Hemmer, bei der seine Arbeitsgruppe am Paul-Flechsig-Institut f&#252;r Hirnforschung vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung &#252;ber einen Zeitraum von drei Jahren mit 300.000 Euro gef&#246;rdert wird. Unter anderem sollen neue, von der Probiodrug AG entwickelte QC-Hemmer im Tiermodell getestet werden, um Wirkstoffkandidaten f&#252;r sich anschlie&#223;ende Klinische Studien auszuw&#228;hlen.</p>
<p><strong>weitere Informationen:</strong><br />
PD Dr. Steffen Ro&#223;ner<br />
Telefon: 0341 97-257 58<br />
E-Mail: Steffen.Rossner@medizin.uni-leipzig.de </p>]]></content:encoded>
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