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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Angiogenese</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Wie man Tumore aushungert</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 05:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Angiogenese]]></category>
		<category><![CDATA[EphrinB2]]></category>
		<category><![CDATA[Tumor]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wissenschaftler aus Gie&#223;en und Frankfurt entschl&#252;sseln neue Zielstrukturen f&#252;r die Tumortherapie - Ver&#246;ffentlichung der Ergebnisse in "Nature"
Solide Tumore sind auf ein Blutgef&#228;&#223;system angewiesen, das sie mit Sauerstoff und N&#228;hrstoffen versorgt. Insbesondere b&#246;sartige Tumore zeichnen sich durch ein starkes Blutgef&#228;&#223;wachstum aus. Ein wichtiger Ansatz in der modernen Krebstherapie besteht daher darin, den Tumor auszuhungern, indem man das Wachstum der Blutgef&#228;&#223;e (die sogenannte Angiogenese) hemmt. Damit soll nicht nur das Tumorwachstum, sondern auch die Metastasierung gestoppt werden. Erfolgreich in der Klinik eingesetzte Medikamente blockieren den Gef&#228;&#223;wachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor). Allerdings zeigen verschiedene Studien, dass Tumore Resistenzen gegen diese Therapie entwickeln k&#246;nnen - wie, das ist allerdings noch unbekannt.</strong>

<strong>Einen wichtigen Beitrag</strong> zur Entschl&#252;sselung dieses Mechanismus haben Wissenschaftler aus Gie&#223;en und Frankfurt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftler aus Gie&#223;en und Frankfurt entschl&#252;sseln neue Zielstrukturen f&#252;r die Tumortherapie &#8211; Ver&#246;ffentlichung der Ergebnisse in &#0187;Nature&#0171;<br />
Solide Tumore sind auf ein Blutgef&#228;&#223;system angewiesen, das sie mit Sauerstoff und N&#228;hrstoffen versorgt. Insbesondere b&#246;sartige Tumore zeichnen sich durch ein starkes Blutgef&#228;&#223;wachstum aus. Ein wichtiger Ansatz in der modernen Krebstherapie besteht daher darin, den Tumor auszuhungern, indem man das Wachstum der Blutgef&#228;&#223;e (die sogenannte Angiogenese) hemmt. Damit soll nicht nur das Tumorwachstum, sondern auch die Metastasierung gestoppt werden. Erfolgreich in der Klinik eingesetzte Medikamente blockieren den Gef&#228;&#223;wachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor). Allerdings zeigen verschiedene Studien, dass Tumore Resistenzen gegen diese Therapie entwickeln k&#246;nnen &#8211; wie, das ist allerdings noch unbekannt.</strong></p>
<p><strong>Einen wichtigen Beitrag</strong> zur Entschl&#252;sselung dieses Mechanismus haben Wissenschaftler aus Gie&#223;en und Frankfurt geleistet: Die Arbeitsgruppen des Neuropathologen Prof. Dr. Till Acker (Institut f&#252;r Neuropathologie der Justus-Liebig-Universit&#228;t Gie&#223;en) und seiner Ehefrau, der diesj&#228;hrigen Preistr&#228;gerin des Paul-Ehrlich-Nachwuchspreises Prof. Dr. Amparo Acker-Palmer (Exzellenzcluster Makromolekulare Komplexe der Goethe-Universit&#228;t Frankfurt), haben einen neuen molekularen Mechanismus des Blutgef&#228;&#223;wachstums in Tumoren entschl&#252;sselt. Diese Ergebnisse, die Bedeutung f&#252;r die Entwicklung neuer antiangiogene Tumortherapien haben k&#246;nnen, sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift &#0187;Nature&#0171; ver&#246;ffentlicht worden.</p>
<p><strong>Die Forscher identifizierten ein Molek&#252;l (EphrinB2)</strong>, das das Aussprossen von Blutgef&#228;&#223;en w&#228;hrend der Entwicklungs- als auch Tumorangiogenese steuert. Dieses Molek&#252;l kann Signale nicht nur vorw&#228;rts zu benachbarten Zellen weiterleiten, sondern auch r&#252;ckw&#228;rts in das Zellinnere. Diesen bislang unbekannten Signalweg innerhalb der Zelle haben die Arbeitsgruppen von Prof. Acker und Prof. Acker-Palmer jetzt entschl&#252;sselt. In ihrer Studie decken sie erstmals die Bedeutung des intrazellul&#228;ren VEGF R(ezeptor)2-Transports durch EphrinB2 f&#252;r die Angiogenese auf. Hierzu blockierten sie bei M&#228;usen das intrazellul&#228;re Ende von EphrinB2, das die Signale in das Zellinnere weiterleitet. Diese M&#228;use zeigten eine verminderte Blutgef&#228;&#223;sprossung, w&#228;hrend eine Aktivierung des Rezeptors das Wachstum der Gef&#228;&#223;e verst&#228;rkte.</p>
<blockquote><p><strong>Die Wirkung von EphrinB2 beschr&#228;nkt sich nicht</strong> nur auf den durch Medikamente blockierbaren Gef&#228;&#223;wachstumsfaktor VEGFR2, sondern auch den verwandten Wachstumsfaktor VEGFR3, wie Prof. Dr. Ralf Adams und seine Mitarbeiter vom Max-Planck-Institut f&#252;r Molekulare Biomedizin in M&#252;nster in derselben Ausgabe von &#0187;Nature&#0171; berichten. &#0187;Ephrin-B2 ist daher eine entscheidende Zielstruktur f&#252;r Wirkstoffe, die das unerw&#252;nschte Gef&#228;&#223;wachstum unterbinden sollen&#0171;, sagt Prof. Acker.
</p></blockquote>
<p><strong>Titel der Publikation:</strong><br />
<em>Suphansa Sawamiphak, Sascha Seidel, Clara L. Essmann, George A. Wilkinson, Mara E. Pitulescu, Till Acker &#038; Amparo Acker-Palmer: Ephrin-B2 regulates VEGFR2 function in developmental and tumour angiogenesis. &#0187;Nature&#0171;, online ver&#246;ffentlicht am 5. Mai 2010. DOI: 10.1038/nature08995</em></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Till Acker<br />
Institut f&#252;r Neuropathologie<br />
Universit&#228;tsklinikum Gie&#223;en und Marburg GmbH<br />
Arndtstra&#223;e 16, 35392 Gie&#223;en<br />
Telefon: 0641 99-41180 </p>]]></content:encoded>
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