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	<title>DZKF WEBLOG &#187; dendritisch</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Neuer Impfstoff gegen die Akute Myeloische Leuk&#228;mie wird klinisch getestet</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 17:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[AML]]></category>
		<category><![CDATA[dendritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Impfstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Leukämie]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Forscher des LMU-Uniklinikums hoffen, die Rate der R&#252;ckf&#228;lle zu senken.</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/12/dr-subklewe.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="PD Dr. Marion Subklewe, LMU-Klinikum Gro&#223;hadern Foto: Andreas Steeger/LMU-Klinikum"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/12/dr-subklewe.thumbnail.jpg" alt="PD Dr. Marion Subklewe" width="255" height="202" class="attachment wp-att-3262" /></a><div class="imagecaption">PD Dr. Marion Subklewe, LMU-Klinikum Gro&#223;hadern Foto: Andreas Steeger/LMU-Klinikum</div></div><strong>Am 10. Dezember werden in Oslo</strong> die diesj&#228;hrigen Nobelpreistr&#228;ger f&#252;r Medizin geehrt – f&#252;r zwei bahnbrechende Funde zur Funktion des Immunsystems. M&#252;nchner Wissenschaftler haben erstmals das neue Wissen um beide Entdeckungen in die Entwicklung eines therapeutischen Impfstoffs gegen eine Form des "Blutkrebses" einflie&#223;en lassen, die "akute myeloische Leuk&#228;mie" (AML). Dieser Impfstoff wird am Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen von Mai 2012 an erstmals in einer Studie an Patienten nach einer Chemotherapie eingesetzt. Nach der Behandlung bleiben bei vielen der Kranken noch einige b&#246;sartige Zellen im K&#246;rper, die die AML sp&#228;ter erneut ausbrechen lassen, so dass nach f&#252;nf Jahren nur etwa jeder vierte Patient &#252;berlebt. "Wir hoffen, diese gef&#228;hrlichen restlichen Zellen durch die Aktivierung des Immunsystems zerst&#246;ren zu k&#246;nnen", sagt Privat-Dozentin Dr. Marion Subklewe von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Campus Gro&#223;hadern. 

<strong>Die Forscher Jules Hoffmann und Bruce Beutler</strong>, die in Oslo ausgezeichnet werden, haben die so genannten Toll-like-Rezeptoren (TLRs) entdeckt. Diese Molek&#252;le sitzen auf der Oberfl&#228;che von Zellen des angeborenen Immunsystems und erkennen nach dem Schl&#252;ssel-Schloss-Prinzip Strukturen von Bakterien und Viren. Die daraus resultierende Stimulation bringt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Forscher des LMU-Uniklinikums hoffen, die Rate der R&#252;ckf&#228;lle zu senken.</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/12/dr-subklewe.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="PD Dr. Marion Subklewe, LMU-Klinikum Gro&#223;hadern Foto: Andreas Steeger/LMU-Klinikum"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/12/dr-subklewe.thumbnail.jpg" alt="PD Dr. Marion Subklewe" width="255" height="202" class="attachment wp-att-3262" /></a>
<div class="imagecaption">PD Dr. Marion Subklewe, LMU-Klinikum Gro&#223;hadern Foto: Andreas Steeger/LMU-Klinikum</div>
</div>
<p><strong>Am 10. Dezember werden in Oslo</strong> die diesj&#228;hrigen Nobelpreistr&#228;ger f&#252;r Medizin geehrt – f&#252;r zwei bahnbrechende Funde zur Funktion des Immunsystems. M&#252;nchner Wissenschaftler haben erstmals das neue Wissen um beide Entdeckungen in die Entwicklung eines therapeutischen Impfstoffs gegen eine Form des &#0187;Blutkrebses&#0171; einflie&#223;en lassen, die &#0187;akute myeloische Leuk&#228;mie&#0171; (AML). Dieser Impfstoff wird am Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen von Mai 2012 an erstmals in einer Studie an Patienten nach einer Chemotherapie eingesetzt. Nach der Behandlung bleiben bei vielen der Kranken noch einige b&#246;sartige Zellen im K&#246;rper, die die AML sp&#228;ter erneut ausbrechen lassen, so dass nach f&#252;nf Jahren nur etwa jeder vierte Patient &#252;berlebt. &#0187;Wir hoffen, diese gef&#228;hrlichen restlichen Zellen durch die Aktivierung des Immunsystems zerst&#246;ren zu k&#246;nnen&#0171;, sagt Privat-Dozentin Dr. Marion Subklewe von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Campus Gro&#223;hadern. </p>
<p><strong>Die Forscher Jules Hoffmann und Bruce Beutler</strong>, die in Oslo ausgezeichnet werden, haben die so genannten Toll-like-Rezeptoren (TLRs) entdeckt. Diese Molek&#252;le sitzen auf der Oberfl&#228;che von Zellen des angeborenen Immunsystems und erkennen nach dem Schl&#252;ssel-Schloss-Prinzip Strukturen von Bakterien und Viren. Die daraus resultierende Stimulation bringt eine Immunreaktion gegen die Erreger in Gang, die aber je nach Art des Toll-Like-Rezeptors unterschiedlich verl&#228;uft. Zu den TLR-haltigen Zellen z&#228;hlen auch die &#0187;dendritischen Zellen&#0171; (DCs), die vom ebenfalls ausgezeichneten und kurz vor der Bekanntgabe der Nobelpreistr&#228;ger gestorbenen Ralph Steinman erstmals identifiziert wurden. </p>
<p><strong>Impfstoff gegen Krebs</strong></p>
<p><strong>Seit langem tr&#228;umen Krebsmediziner</strong> davon, die K&#246;rperabwehr ihrer Patienten so anzuspornen, dass sie die b&#246;sartigen Zellen eines fortgeschrittenen Tumors vernichten. F&#252;r diese Hoffnung gibt es gute Gr&#252;nde: Dendritische Zellen tasten mit ihren Sensoren wie den TLRs st&#228;ndig die Oberfl&#228;che ihrer Umgebung ab und dirigieren die Immunantwort gegen fremde Organismen und Zellen. Ziel der Forscher ist es, das Immunsystem sozusagen k&#252;nstlich auf spezifische Strukturen der Tumoren zu trimmen. Sprich: einen therapeutischen Impfstoff gegen verschiedene Krebsarten zu &#0187;designen&#0171;. Im Labor werden mithin Immunzellen der Patienten gez&#252;chtet und sozusagen neu programmiert. Idealerweise eignen sich daf&#252;r die dendritischen Zellen – so auch bei dem neuen Impfstoff, den das Team der Biologin Prof. Dolores Schendel vom Institut f&#252;r Molekulare Immunologie des Helmholtz-Zentrums M&#252;nchen federf&#252;hrend realisiert hat. &#0187;Der Impfstoff wird aufw&#228;ndig hergestellt auf Basis von Monozyten, die den Patienten entnommen werden&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Subklewe. Wenn man diese Immunzellen in einer Zellkultur &#0187;richtig&#0171; behandelt, erwachsen daraus dendritische Zellen, die sich aktiv gegen AML-Zellen richten. Diese &#0187;richtige&#0171; Behandlung ist allerdings eine Kunst, an der sich Forscher weltweit seit Jahren versuchen.</p>
<p><strong>RNA-Molek&#252;le liefern Bauanleitung</strong></p>
<blockquote><p><strong>So auch die M&#252;nchner Wissenschaftler</strong>. Sie haben zum einen das Verfahren beschleunigt. Denn schon drei Tage nach der Entnahme – statt wie sonst &#252;blich in mindestens einer Woche – erwachsen dendritische Zellen, &#0187;die zwar schon reif, aber noch jugendlich frisch sind&#0171;, wie Dr. Subklewe es ausdr&#252;ckt. Zum zweiten leiten die Forscher – und das ist ebenfalls neu – den Reifungsprozess der Monozyten mit der Stimulation eines ganz bestimmten TLR ein, &#0187;so dass die resultierenden dendritischen Zellen genau die Eigenschaften erhalten, die f&#252;r eine effektive Induktion von Anti-Tumorantworten notwendig sind.&#0171; Zum dritten werden die Zellen mit so genannten RNA-Molek&#252;len best&#252;ckt, nach deren Bauanleitung die dendritschen Zellen zwei Proteine herstellen, die f&#252;r AML-Zellen charakteristisch sind. Diese Proteine werden von den dendritischen Zellen zerlegt und die entstehenden Molek&#252;lteile auf der Oberfl&#228;che pr&#228;sentiert. Wie alle Tests ergaben, sind die so erzeugten dendritischen Zellen, so Dr. Subklewe &#0187;sehr effektiv&#0171;. Sie stimulieren verschiedene Arme des Immunsystems; sie sind mobil; und sie sch&#252;tten reichlich Immun-Botenstoffe aus, vor allem das wichtige Interleukin-12.</p>
<p><strong>Bei der kommenden klinischen Studie</strong> geht es zun&#228;chst vor allem darum, ob die Therapie sicher ist und den Patienten nicht schadet. Allerdings werden die Forscher nat&#252;rlich auch ermitteln, ob die Behandlung R&#252;ckf&#228;lle verhindert und das erkrankungsfreie &#220;berleben verl&#228;ngert &#0187;Das&#0171;, sagt die &#196;rztin, &#0187;hoffen wir nat&#252;rlich alle.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Kooperierende Einrichtungen der Studie</strong></p>
<p><strong>Privat-Dozentin Dr. med. Marion Subklewe</strong> leitet die Studie gemeinsam mit Prof. Dr. med. Wolfgang Hiddemann (Dir. Medizinische Klinik III). Die klinische Studie erfolgt in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dolores Schendel vom Institut f&#252;r Molekulare Immunologie am Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und Prof. Dr. med. Gunnar Kvalheim von der Abteilung Zelltherapie des Radiumhospitalet der Universit&#228;t Oslo. Das Projekt wird gef&#246;rdert durch das Bayerische Immuntherapie-Netzwerk und der HGF-Allianz f&#252;r die Immuntherapie von Krebs.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
PD Dr. Marion Subklewe<br />
Medizinischen Klinik und Poliklinik III<br />
Campus Gro&#223;hadern<br />
E-Mail: Marion.Subklewe@med.uni-muenchen.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>Durchbruch in der Entwicklung von Therapien f&#252;r Psoriasis und Multiple Sklerose</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 18:06:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[dendritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Sklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Psoriasis]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Aktuell publiziert in Journal of Experimental Medicine*</h4>
<strong>Forscher am Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen haben in den letzten 10 Jahren den Wirkmechanismus eines k&#246;rpereigenen Molek&#252;ls aufgekl&#228;rt, das die Immunabwehr seitens der Dendritischen Zellen entscheidend beeinflusst. Dies wurde jetzt in der weltweit renommierten klinisch-experimentellen Zeitschrift Journal of Experimental Medicine publiziert.
Prof. Martin R&#246;cken, &#196;rztlicher Direktor der Universit&#228;tshautklinik: „Wir gehen davon aus, dass dies die Basis f&#252;r die Entwicklung neuer, aller Wahrscheinlichkeit nach sehr sicherer Medikamente f&#252;r Menschen mit schweren Autoimmunkrankheiten wie Psoriasis oder Multiple Sclerose ist. Erste Medikamente dazu sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen.</strong>

<strong>Multiple Sklerose und Psoriasis</strong> z&#228;hlen zu den h&#228;ufigsten Autoimmunkrankheiten. Erstaunlich ist, dass bis heute fast alle Therapien, die f&#252;r eine der beiden Krankheiten entwickelt wurden, bei der anderen eher sch&#228;dlich ist, obwohl beiden Erkrankungen ein ganz &#228;hnlicher Entz&#252;ndungsvorgang zugrunde liegt.

<strong>Eine Forschergruppe am Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen</strong> untersuchte den Wirkmechanismus des kleinen, k&#246;rpereigenen Molek&#252;ls namens Di-Methyl-Fumarat (DMF), da DMF das erste Molek&#252;l ist, das sowohl die Psoriasis als auch die Multiple Sklerose bessert.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass dieses k&#246;rpereigene Molek&#252;l ganz entscheidend die Wirkweise der wichtigsten Immunstimulatoren, der Dendritischen Zellen, beeinflusst.

<strong>F&#252;r die Entdeckung dieser Dendritischen Zellen</strong> wurde dieses Jahr der Nobel Preis an Ralph Steinman verliehen. Normalerweise haben ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:180px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/10/prof-martin-roecken.jpg" rel="lightbox[pics3206]" title="Prof. Martin R&#246;cken Foto: UKT"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/10/prof-martin-roecken.thumbnail.jpg" alt="Prof. Martin R&#246;cken Foto: UKT" width="180" height="255" class="attachment wp-att-3207" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Martin R&#246;cken Foto: UKT</div>
</div>
<h4>Aktuell publiziert in Journal of Experimental Medicine*</h4>
<p><strong>Forscher am Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen haben in den letzten 10 Jahren den Wirkmechanismus eines k&#246;rpereigenen Molek&#252;ls aufgekl&#228;rt, das die Immunabwehr seitens der Dendritischen Zellen entscheidend beeinflusst. Dies wurde jetzt in der weltweit renommierten klinisch-experimentellen Zeitschrift Journal of Experimental Medicine publiziert.<br />
Prof. Martin R&#246;cken, &#196;rztlicher Direktor der Universit&#228;tshautklinik: „Wir gehen davon aus, dass dies die Basis f&#252;r die Entwicklung neuer, aller Wahrscheinlichkeit nach sehr sicherer Medikamente f&#252;r Menschen mit schweren Autoimmunkrankheiten wie Psoriasis oder Multiple Sclerose ist. Erste Medikamente dazu sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen.</strong></p>
<p><strong>Multiple Sklerose und Psoriasis</strong> z&#228;hlen zu den h&#228;ufigsten Autoimmunkrankheiten. Erstaunlich ist, dass bis heute fast alle Therapien, die f&#252;r eine der beiden Krankheiten entwickelt wurden, bei der anderen eher sch&#228;dlich ist, obwohl beiden Erkrankungen ein ganz &#228;hnlicher Entz&#252;ndungsvorgang zugrunde liegt.</p>
<p><strong>Eine Forschergruppe am Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen</strong> untersuchte den Wirkmechanismus des kleinen, k&#246;rpereigenen Molek&#252;ls namens Di-Methyl-Fumarat (DMF), da DMF das erste Molek&#252;l ist, das sowohl die Psoriasis als auch die Multiple Sklerose bessert.<br />
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass dieses k&#246;rpereigene Molek&#252;l ganz entscheidend die Wirkweise der wichtigsten Immunstimulatoren, der Dendritischen Zellen, beeinflusst.</p>
<p><strong>F&#252;r die Entdeckung dieser Dendritischen Zellen</strong> wurde dieses Jahr der Nobel Preis an Ralph Steinman verliehen. Normalerweise haben Dendritische Zellen die Aufgabe, Gefahren die von Bakterien oder Viren ausgehen zu erkennen, das Immunsystem zu alarmieren und sch&#252;tzende Antworten gegen die Keime einzuleiten. Ungl&#252;cklicherweise k&#246;nnen Dendritische Zellen irrt&#252;mlich auch Immunantworten gegen k&#246;rpereigene Zellen einleiten und diese zerst&#246;ren, wenn sie die falschen Informationen erhalten. Dies ist beispielsweise auch bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose und Psoriasis der Fall.</p>
<p><strong>Das T&#252;binger Forscherteam konnte jetzt zeigen</strong>, dass kleine Molek&#252;le wie DMF die Dendritischen Zellen umerziehen k&#246;nnen. Sie erziehen sie zu Dendritischen Zellen, die vor einer Gewebezerst&#246;rung sch&#252;tzen k&#246;nnen, die &#0187;Typ 2 Dendritischen Zellen&#0171;. In einer Serie komplexer Experimente deckten die Wissenschaftler die Mechanismen auf, die f&#252;r diese &#0187;Umerziehung&#0171; der Dendritischen Zellen verantwortlich sind.</p>
<p><strong>Die Entdeckung dieser allgemeing&#252;ltigen Regeln schafft die Basis f&#252;r die Entwicklung neuer, aller Wahrscheinlichkeit nach sehr sicherer Medikamente, die das Leben der Menschen mit schweren Autoimmunkrankheiten wie Psoriasis oder Multiple Sclerose deutlich verbessern werden. Die Universit&#228;t T&#252;bingen hat das Verfahren patentieren lassen.</strong></p>
<p>Publiziert in Journal of Experimental Medicine 2011, Oktober online<br />
Fumarates improve psoriasis and multiple sclerosis by inducing type II dendritic cells.<br />
Ghoreschi K, Br&#252;ck J, Kellerer C, Deng C, Peng H, Rothfuss O, Hussain RZ, Gocke AR, Respa A, Glocova I, Valtcheva N, Alexander E, Feil S, Feil R, Schulze-Osthoff K, Rupec RA, Lovett-Racke AE, Dringen R, Racke MK, R&#246;cken M.<br />
J Exp Med. 2011 Oct 10. [Epub ahead of print] PMID 21987655<br />
DOI 10.1084/jem.20100977</p>
<p>* Das &#0187;Journal of Experimental Medicine&#0171; z&#228;hlt zu den drei weltweit besten klinisch-experimentellen Zeitschriften der Biomedizin.</p>
<p><strong>Mehr Info:</strong><br />
Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen<br />
Universit&#228;ts-Hautklinik<br />
Prof. Martin R&#246;cken, &#196;rztlicher Direktor<br />
Liebermeisterstr. 25, T&#252;bingen<br />
Tel. 07071/29-8 45 74</p>]]></content:encoded>
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		<title>Dendritische Zellen &#8211; Nicht alle erkennen Viren</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/19/dendritische-zellen-nicht-alle-erkennen-viren/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 05:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[dendritisch]]></category>
		<category><![CDATA[Protein]]></category>
		<category><![CDATA[Viren]]></category>
		<category><![CDATA[Zelle]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Um uns vor Viren, Bakterien und Parasiten</strong> zu sch&#252;tzen, sind die Immunzellen unseres K&#246;rpers mit verschiedenen Abwehrsystemen ausgestattet. Wissenschaftler des MPI f&#252;r Biochemie und der Biotech-Firma Bavarian Nordic GmbH in Martinsried haben jetzt erstmals eine hochspezialisierte Familie der Abwehrzellen auf Ebene ihrer Proteine untersucht. "<em>Zu unserer &#220;berraschung erkannten wir, dass nicht alle Mitglieder der dendritischen Zellfamilie Krankheitserreger wie Viren erkennen k&#246;nnen</em>", erl&#228;utert Christian A. Luber, Wissenschaftler am MPI f&#252;r Biochemie. "<em>Dieses Verhalten konnten wir allein aus ihrer Proteinausstattung vorhersagen.</em>" Die Arbeit wurde jetzt in "<em>Immunity</em>" publiziert ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um uns vor Viren, Bakterien und Parasiten</strong> zu sch&#252;tzen, sind die Immunzellen unseres K&#246;rpers mit verschiedenen Abwehrsystemen ausgestattet. Wissenschaftler des MPI f&#252;r Biochemie und der Biotech-Firma Bavarian Nordic GmbH in Martinsried haben jetzt erstmals eine hochspezialisierte Familie der Abwehrzellen auf Ebene ihrer Proteine untersucht. &#0187;<em>Zu unserer &#220;berraschung erkannten wir, dass nicht alle Mitglieder der dendritischen Zellfamilie Krankheitserreger wie Viren erkennen k&#246;nnen</em>&#0171;, erl&#228;utert Christian A. Luber, Wissenschaftler am MPI f&#252;r Biochemie. &#0187;<em>Dieses Verhalten konnten wir allein aus ihrer Proteinausstattung vorhersagen.</em>&#0171; Die Arbeit wurde jetzt in &#0187;<em>Immunity</em>&#0171; publiziert.<br />
Die Immunabwehr ist ein hochkomplexes System, welches aus vielen verschiedenen Zelltypen besteht. F&#252;r eine erfolgreiche Bek&#228;mpfung von unerw&#252;nschten Eindringlingen ist es deshalb notwendig, all diese Zellen eng zu koordinieren. <strong>Die Entscheidung, bei welcher Infektion welcher Zelltyp wie eingesetzt wird, trifft hierbei eine hochspezialisierte Familie von Abwehrzellen: die dendritischen Zellen.</strong></p>
<p><strong>Wie eine Art Polizei sitzen</strong> dendritische Zellen in Geweben wie der Haut und warten auf Eindringlinge. Treffen sie auf einen solchen, nehmen sie alle Informationen &#252;ber den Fremdling auf. Anschlie&#223;end wandern sie zu den Lymphknoten, wo sie die Informationen anderen Abwehrzellen wie ein Fahndungsfoto pr&#228;sentieren. Diese k&#246;nnen dann mit der zielgerichteten Abwehr beginnen. &#0187;Dendritische Zellen sind sozusagen Zellen im Generalsrang, die den anderen Truppen die Richtung zur Bek&#228;mpfung einer Infektion vorgeben&#0171;, erkl&#228;rt Christian A. Luber. &#0187;Genau diese F&#252;hrungsrolle macht sie f&#252;r uns so interessant.&#0171;</p>
<p><strong>Bisher nahmen Wissenschaftler an</strong>, dass jede dendritische Zelle Viren erkennen kann. Die Ergebnisse der Forschungsabteilung Proteomics und Signaltransduktion unter Leitung von Matthias Mann zeigen jedoch, dass nur bestimmte Mitglieder der dendritischen Zellfamilie die daf&#252;r notwendige Proteinausstattung besitzen.</p>
<p><strong>In Zusammenarbeit mit der Bavarian Nordic GmbH</strong> konnte dieses Ergebnis best&#228;tigt werden. Die Forscher infizierten dendritischen Zellen mit verschiedenen Viren, darunter auch Grippeviren, und stellten fest, dass ein bestimmtes Familienmitglied der dendritischen Zellen keine Reaktion zeigt. Ihm fehlen die notwendigen Proteine, um die Viren erkennen zu k&#246;nnen. </p>
<blockquote><p>&#0187;Es ist schon seit l&#228;ngerem bekannt, dass dendritische Zellen so etwas wie Arbeitsteilung kennen. Dass dies auch f&#252;r etwas so Fundamentales wie die Erkennung von Grippeviren gilt, hat uns sehr erstaunt&#0171;, so Christian A. Luber. &#0187;Unsere Ergebnisse k&#246;nnten helfen, die komplexen Mechanismen des Immunsystems noch besser zu verstehen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong><br />
C. A. Luber, J. Cox, H. Lauterbach, B. Fancke, M. Selbach, J.Tschopp, S. Akira, M. Wiegand, H. Hochrein, M. O&#8249;Keeffe, M. Mann: Quantitative proteomics reveals subset-specific viral recognition in dendritic cells. Immunity, February 18, 2010.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Matthias Mann<br />
Proteomics and Signaltransduktion<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r Biochemie<br />
An Klopferspitz 18<br />
82152 Martinsried<br />
mmann@biochem.mpg.de</p>]]></content:encoded>
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