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	<title>DZKF WEBLOG &#187; DNA</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<item>
		<title>Langsame Elektronen f&#252;r die Krebstherapie</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 18:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[DNA]]></category>
		<category><![CDATA[Elektronen]]></category>
		<category><![CDATA[Krebszellen]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/07/goethe-uni-ffm.jpg" rel="lightbox[pics3008]" title="Logo G&#246;the-Universit&#228;t"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/07/goethe-uni-ffm.thumbnail.jpg" alt="Logo G&#246;the-Universit&#228;t" width="255" height="140" class="attachment wp-att-3009" /></a><div class="imagecaption"></div></div><em>07.07.2011</em> &#124; <strong>In der Tumortherapie setzt man Ionenstrahlen dazu ein, Krebszellen punktgenau zu zerst&#246;ren. Dabei entstehen als sekund&#228;rer Effekt auch langsame Elektronen im bestrahlten Gewebe. Sie zerst&#246;ren die DNA der Krebszellen und sind dabei weitaus wirkungsvoller als bisher gedacht.
FRANKFURT. Strahlensch&#228;den in Lebewesen entstehen oft erst nach der Bestrahlung, wenn durch komplexe physikalische Prozesse im Gewebe langsame Elektronen freigesetzt werden. Diese Elektronen k&#246;nnen sich an DNA anlagern und sie aufbrechen. In der Tumortheraphie mit Ionenstrahlen, die gezielt zur Zerst&#246;rung von Krebszellen eingesetzt werden, ist dieser Mechanismus von Vorteil: Auch hier entstehen als sekund&#228;rer Effekt langsame Elektronen im Gewebe. Sie greifen die DNA der Tumorzelle an.</strong>

<strong>Entdeckt wurde der molekulare Mechanismus</strong>, als die Frankfurter Atomphysik-Gruppe um Prof. Reinhard D&#246;rner im vergangenen Jahr kleine Wassertropfen bestrahlte. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/07/goethe-uni-ffm.jpg" rel="lightbox[pics3008]" title="Logo G&#246;the-Universit&#228;t"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/07/goethe-uni-ffm.thumbnail.jpg" alt="Logo G&#246;the-Universit&#228;t" width="255" height="140" class="attachment wp-att-3009" /></a>
<div class="imagecaption"></div>
</div>
<p><em>07.07.2011</em> | <strong>In der Tumortherapie setzt man Ionenstrahlen dazu ein, Krebszellen punktgenau zu zerst&#246;ren. Dabei entstehen als sekund&#228;rer Effekt auch langsame Elektronen im bestrahlten Gewebe. Sie zerst&#246;ren die DNA der Krebszellen und sind dabei weitaus wirkungsvoller als bisher gedacht.<br />
FRANKFURT. Strahlensch&#228;den in Lebewesen entstehen oft erst nach der Bestrahlung, wenn durch komplexe physikalische Prozesse im Gewebe langsame Elektronen freigesetzt werden. Diese Elektronen k&#246;nnen sich an DNA anlagern und sie aufbrechen. In der Tumortheraphie mit Ionenstrahlen, die gezielt zur Zerst&#246;rung von Krebszellen eingesetzt werden, ist dieser Mechanismus von Vorteil: Auch hier entstehen als sekund&#228;rer Effekt langsame Elektronen im Gewebe. Sie greifen die DNA der Tumorzelle an.</strong></p>
<p><strong>Entdeckt wurde der molekulare Mechanismus</strong>, als die Frankfurter Atomphysik-Gruppe um Prof. Reinhard D&#246;rner im vergangenen Jahr kleine Wassertropfen bestrahlte. </p>
<blockquote><p>&#0187;Beim Interatomic Coulombic Decay, kurz ICD, wird wird Strahlung fast beliebgier Art durch einen molekularen Energietranfer in ein freiwerdendes, langsames Elektron umgewandelt&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Till Jahnke aus der Arbeitsgruppe von D&#246;rner. Mit seinen Kollegen zeigte er nicht nur, dass ICD ein typischer Mechnismus nach Bestrahlung ist, sondern insbesondere auch in Wasser stattfindet und somit f&#252;r biologische Systeme relvant sein k&#246;nnte. &#0187;Dieser Prozess schien h&#246;chst effektiv zu sein&#0171;, so D&#246;rner, &#0187;weshalb wir vermuteten, er k&#246;nne f&#252;r das Verst&#228;ndnis von Strahlensch&#228;den, aber auch bei der Tumortherapie eine gr&#246;&#223;ere Rolle spielen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Das noch fehlende Puzzlest&#252;ck haben nun</strong> die beiden Doktoranden Hong-Keun Kim und Jasmin Titze in der aktuellen Ausgabe der interdisziplin&#228;ren Fachzeitschrift &#0187;Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America&#0171; (PNAS) publiziert. Sie konnten die Wahrscheinlichkeit f&#252;r die Entstehung von langsamen Elektronen durch ICD in einem Experiment quantitativ ermitteln. Hierzu bestrahlten sie ein System aus zwei schwach gebundenen Neon-Atomen, das schon l&#228;nger als Modellsystem f&#252;r ICD gilt, mit Alpha-Strahlen (Helium-Ionen). Dabei wurden die Bedingungen so eingestellt, dass ICD in einem Fall auftrat, im anderen jedoch nicht. Der Vergleich zeigte, dass durch ICD bis zu einhundert mal mehr niederenergetische und f&#252;r die Strahlentherapie relevante Elektronen auftreten als ohne. </p>
<blockquote><p>&#0187;Es war schon l&#228;nger klar, da&#223; durch ICD h&#246;chstwahrscheinlich sehr viele niederenergetische Elektronen erzeugt werden. Aber dies nun in einer eindeutigen Messung best&#228;tigt zu sehen, ist ein gro&#223;er Schritt, durch den wir endlich auf ein festes Fundament f&#252;r weitere Untersuchungen betreten&#0171;, erkl&#228;rt Jahnke.</p></blockquote>
<p><strong>Publikation:</strong><br />
<em>Hong-Keun Kim et al: Enhanced production of low energy electrons by alpha particle impact, PNAS Early Edition, 4.7.11, doi: 10.1073/pnas.1104382108</em></p>
<p><strong>Informationen:</strong><br />
Prof. Reinhard D&#246;rner, Institut f&#252;r Kernphysik, Campus Riedberg, Tel: (069)798-47003, doerner@atom.uni-frankfurt.de.<br />
Dr. Till Jahnke, Institut f&#252;r Kernphysik, Campus Riedberg, Tel: (069)798-47025, jahnke@atom.uni-frankfurt.de.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Migr&#228;ne-Ausl&#246;ser auf der Spur</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/08/31/migraene-ausloeser-auf-der-spur/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/08/31/migraene-ausloeser-auf-der-spur/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 14:41:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[DNA]]></category>
		<category><![CDATA[Glutamat]]></category>
		<category><![CDATA[Migräne]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Wissenschaftler identifizieren beteiligte Gen-Variante</h4>
<strong>Wissenschaftler der Universit&#228;t zu K&#246;ln / Uniklinik K&#246;ln haben im Rahmen einer internationalen Kooperation gemeinsam mit Forschern u. a. des Wellcome Trust Sanger Institute, der Schmerzklinik Kiel, der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen und des Leiden University Medical Center einen ersten genetischen Risikofaktor identifiziert, der mit der Migr&#228;ne mit und ohne Aura in Zusammenhang steht. Sie erm&#246;glichen damit neue Einblicke in die Ursachen dieser h&#228;ufigen Formen der Migr&#228;ne.
In der Studie wurde das Genmaterial von mehr als 50.000 Menschen untersucht. Die Wissenschaftler hoffen nun, dass das Forschungsergebnis den Weg f&#252;r neue Therapien ebnet. Finanziell wurden die K&#246;lner Wissenschaftler dabei im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN-plus) und durch das Zentrum f&#252;r Molekulare Medizin K&#246;ln unterst&#252;tzt.</strong> ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wissenschaftler identifizieren beteiligte Gen-Variante</h4>
<p><strong>Wissenschaftler der Universit&#228;t zu K&#246;ln / Uniklinik K&#246;ln haben im Rahmen einer internationalen Kooperation gemeinsam mit Forschern u. a. des Wellcome Trust Sanger Institute, der Schmerzklinik Kiel, der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen und des Leiden University Medical Center einen ersten genetischen Risikofaktor identifiziert, der mit der Migr&#228;ne mit und ohne Aura in Zusammenhang steht. Sie erm&#246;glichen damit neue Einblicke in die Ursachen dieser h&#228;ufigen Formen der Migr&#228;ne.<br />
In der Studie wurde das Genmaterial von mehr als 50.000 Menschen untersucht. Die Wissenschaftler hoffen nun, dass das Forschungsergebnis den Weg f&#252;r neue Therapien ebnet. Finanziell wurden die K&#246;lner Wissenschaftler dabei im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN-plus) und durch das Zentrum f&#252;r Molekulare Medizin K&#246;ln unterst&#252;tzt.</strong></p>
<p><strong>Patienten mit einer spezifischen DNA-Variante</strong> zwischen zwei Genen auf Chromosom 8, PGCP und MTDH/AEG-1, haben ein erh&#246;htes Risiko, an einer Migr&#228;ne zu erkranken, so das Ergebnis der Studie. Eine m&#246;gliche Erkl&#228;rung f&#252;r diesen Zusammenhang sehen die Wissenschaftler darin, dass diese DNA-Variante u. U. den Glutamat-Haushalt reguliert. Glutamat ist als Neurotransmitter bekannt, der Informationen zwischen den Nervenzellen im Gehirn transportiert. Eine Anh&#228;ufung von Glutamat in den Nervenzellenverbindungen (Synapsen) k&#246;nnte dabei eine wichtige Rolle beim Ausl&#246;sen von Migr&#228;neanf&#228;llen spielen. Ziel neuer Therapieans&#228;tze w&#228;re es dann, die Ansammlung von Glutamat an den Synapsen zu minimieren.</p>
<p><strong>Etwa jede sechste Frau und jeder zw&#246;lfte Mann</strong> sind von Migr&#228;ne betroffen. Neben dem pers&#246;nlichen Leiden der Betroffenen hat die Krankheit auch immense wirtschaftliche Folgen: Einer US-amerikanischen Studie zufolge sind die durch Migr&#228;ne verursachten Kosten den Kosten der Zuckerkrankheit vergleichbar. Damit geh&#246;rt die Migr&#228;ne zu den teuersten Erkrankungen der US-amerikanischen und europ&#228;ischen Gesellschaft und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) listet die Migr&#228;ne unter die 20 Krankheiten, die Patienten am schwersten beeintr&#228;chtigen. In der Vergangenheit konnten lediglich genetische Mutationen als Ursache sehr seltener und extremer Formen von Migr&#228;ne gefunden werden. Die Wissenschaftler sind nun erstmals einer genetischen Variante auf der Spur, die als mitausl&#246;sender Faktor der h&#228;ufigen Migr&#228;neformen anzusehen ist.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Wir k&#246;nnen damit einen Blick in das Genom</strong> von tausenden von Menschen werfen und genetische Hinweise finden, die uns helfen, die einfache Migr&#228;ne besser zu verstehen&#0171;, so Dr. Aarno Palotie, Leiter des International Headache Genetics Consortiums am Wellcome Trust Sanger Institute. &#0187;Studien dieser Art sind nur m&#246;glich durch eine gro&#223;angelegte internationale Zusammenarbeit, bei der vielf&#228;ltige Expertisen und enorme Ressourcen zusammengebracht werden.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Die Wissenschaftler f&#252;hrten eine sogenannte genomweite Assoziationsstudie</strong> durch, um Varianten des Genoms, die die Anf&#228;lligkeit f&#252;r Migr&#228;ne erh&#246;hen, zu identifizieren. Dazu verglichen sie prim&#228;r genetische Daten von mehr als 3.000 Menschen aus Finnland, Deutschland und den Niederlanden, die unter Migr&#228;ne leiden, mit dem Genom von &#252;ber 10.000 diesbez&#252;glich gesunden Menschen. Die Befunde wurden durch eine weitere Testgruppe mit 3.000 Migr&#228;ne-Patienten und 40.000 gesunden Menschen best&#228;tigt.</p>
<p><strong>Die statistische Analyse zeigt</strong>, dass eine DNA-Variante, die zwischen dem PGCP- und dem MTDH/AEG-1-Gen auf Chromosom 8 liegt, mit einer erh&#246;hten Anf&#228;lligkeit f&#252;r die gew&#246;hnliche Migr&#228;ne korreliert. Die Abweichung k&#246;nnte dabei die Aktivit&#228;t des MTDH/AEG-1-Gens ver&#228;ndern, welches wiederum die Aktivit&#228;t von EAAT2 steuert. Interessanterweise ist EAAT2 mitverantwortlich f&#252;r das Entfernen von Glutamat aus den Synapsen des Gehirns. EAAT2 wurde bisher mit anderen neurologischen Erkrankungen, wie Epilepsie, Schizophrenie und verschiedenen Stimmungs- und Angsterkrankungen in Verbindung gebracht.</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Obwohl wir wussten, dass das EAAT2-Gen</strong> eine wichtige Rolle f&#252;r verschiedene neurologische Prozesse beim Menschen spielt, konnte bisher keine genetische Verbindung identifiziert werden, die darauf hin deutete, dass eine Anh&#228;ufung von Glutamat im Gehirn eine urs&#228;chliche Rolle bei der gew&#246;hnlichen Migr&#228;ne spielt&#0171;, sagt Prof. Dr. Christian Kubisch vom Institut f&#252;r Humangenetik der Universit&#228;t zu K&#246;ln (seit 01.08.2010 an der Universit&#228;t Ulm t&#228;tig). &#0187;Das Forschungsergebnis ebnet nun den Weg f&#252;r neue Studien, die es hoffentlich erlauben, tiefere Einblicke in die biologischen Prozesse der Krankheit zu nehmen.&#0171;</p>
<p><strong>Weitere Studien zur identifizierten DNA-Variante</strong> und ihre m&#246;glichen regulativen Auswirkungen auf benachbarte Gene sollen helfen, den Mechanismus f&#252;r Migr&#228;ne-Attacken besser zu verstehen. Au&#223;erdem soll nach zus&#228;tzlich beteiligten genetischen Faktoren geforscht werden. Daf&#252;r will man k&#252;nftig noch gr&#246;&#223;ere Stichproben ber&#252;cksichtigen: &#0187;Bei den Patienten, die an der Studie teilgenommen haben, wurde zwar eine gew&#246;hnliche Migr&#228;ne diagnostiziert, allerdings wurden sie aus Spezialkliniken akquiriert&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Gisela Terwindt vom Leiden University Medical Center. &#0187;Weil alle diese Patienten eine Spezialklinik aufgesucht hatten, m&#252;ssen wir davon ausgehen, dass sie unter einer extremen Form der gew&#246;hnlichen Migr&#228;ne leiden. K&#252;nftig sollten auch weniger schwere F&#228;lle in die Untersuchungen einbezogen werden.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
<a href="http://www.nature.com/ng/journal/vaop/ncurrent/full/ng.652.html" title="externer Link zur Onlineausgabe von Nature">nature.com</a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Strahlentherapie: Gel&#246;ste Elektronen gef&#228;hrlicher als freie Radikale?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/09/strahlentherapie-geloeste-elektronen-gefaehrlicher-als-freie-radikale/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/03/09/strahlentherapie-geloeste-elektronen-gefaehrlicher-als-freie-radikale/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 04:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Strahlentherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bernd Abel" width="254" height="366" class="attachment wp-att-2030" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen</div></div>G&#246;ttinger Forscher entdecken m&#246;glichen neuen Mechanismus f&#252;r Strahlensch&#228;den an der DNA
Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung m&#246;glicherweise viel gef&#228;hrlicher f&#252;r die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolek&#252;len umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse k&#246;nnten Folgen haben f&#252;r den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs.

(<em>pug</em>) <strong>Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass 
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bernd Abel" width="254" height="366" class="attachment wp-att-2030" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen</div>
</div>
<h4>G&#246;ttinger Forscher entdecken m&#246;glichen neuen Mechanismus f&#252;r Strahlensch&#228;den an der DNA</h4>
<p>(<em>pug</em>) <strong>Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung m&#246;glicherweise viel gef&#228;hrlicher f&#252;r die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolek&#252;len umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse k&#246;nnten Folgen haben f&#252;r den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs. &#0187;Unsere Forschungsergebnisse k&#246;nnten dazu f&#252;hren, dass Strahlungsdosen in Zukunft m&#246;glicherweise neu bewertet werden m&#252;ssen. Der neue DNA-Spaltungsmechanismus k&#246;nnte dabei m&#246;glicherweise auch Auswirkungen auf die Dosierung der Strahlentherapie von Krebs haben,&#0171; so der Leiter der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Bernd Abel von der Universit&#228;t G&#246;ttingen. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift &#0187;<em>Nature Chemistry</em>&#0171; im Internet ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p><strong>45 Jahre nach der Entdeckung des freien gel&#246;sten Elektrons</strong> in Wasser gelang es den Forschern in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Leipzig und Berlin, erstmals die bisher unbekannte Bindungsenergie des Elektrons zu messen. Das ist die Energie, die ben&#246;tigt wird, um das Elektron wieder aus der Wasserumgebung herauszul&#246;sen. Wenn Hochenergiestrahlung auf die DNA einer Zelle trifft, werden lebenswichtige Zellbestandteile zerst&#246;rt und die Zelle damit abget&#246;tet &#8211; ein Mechanismus, der bei der Strahlentherapie zur Bek&#228;mpfung von Krebs ausgenutzt wird. Gleichzeitig sch&#228;digt die Strahlung aber auch gesunde Zellen.</p>
<p><strong>Neben freien Radikalen entstehen</strong> bei der hochenergetischen Bestrahlung von Wasser in biologischem Gewebe in Wasser gel&#246;ste Elektronen an Grenzfl&#228;chen wie zum Beispiel Membranen oder den W&#228;nden von Biomolek&#252;len. Bei ihren Untersuchungen stie&#223;en die Wissenschaftler erstmals auf eine bisher unbekannte Spezies: das nur teilweise gel&#246;ste Elektron an einer Wasser-Grenzfl&#228;che. Dessen Existenz und Lebensdauer wiesen sie erstmalig mit einer schnellen Kamera f&#252;r kurzlebige reaktive Teilchen nach. Diese Elektronen sind offenbar deshalb so gef&#228;hrlich, weil sie aufgrund ihrer &#0187;gerade passenden&#0171; (Bindungs-)Energie ebenfalls DNA spalten k&#246;nnen. Da sie lange leben, k&#246;nnen sie ihre sch&#228;digende Wirkung zudem besonders gut entfalten.</p>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>K. R. Siefermann, Y. Liu, E. Lugovoy, O. Link, M. Faubel, U. Buck, B. Winter and B. Abel. Binding energies, lifetimes and implications of bulk and interface solvated electrons in water. Nature Chemistry. DOI: 10.1038/NCHEM.580.</em></p>
<p><strong>Kontaktadresse:</strong><br />
Prof. Dr. Bernd Abel<br />
Georg-August-Universit&#228;t G&#246;ttingen<br />
Fakult&#228;t f&#252;r Chemie<br />
Institut f&#252;r Physikalische Chemie<br />
Tammanstra&#223;e 6, 37077 G&#246;ttingen<br />
Telefon (0551) 39-3106, Fax (0551) 39-3150<br />
E-Mail: babel@gwdg.de</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>DNA-Schnipsel hilft bei Sepsis</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/05/04/dna-schnipsel-hilft-bei-sepsis/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 16:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[DNA]]></category>
		<category><![CDATA[Sepsis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=1483</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Bei schweren Blutvergiftungen kann eine Gabe von aktiviertem Protein C (APC) Leben retten. Das entz&#252;ndungshemmende Enzym erf&#252;llt in jedem Menschen noch eine weitere wichtige Funktion: W&#228;hrend der Wundheilung l&#246;st APC unerw&#252;nschte kleine Gerinnsel auf, die Adern und Organe verstopfen k&#246;nnten. Unter Umst&#228;nden drohen dann schwere Blutungen. Forscher der Universit&#228;t Bonn berichten nun in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Chemistry &#038; Biology", dass sie einen molekularen Schl&#252;ssel gefunden haben, der APC nach Bedarf abschalten kann.</strong>

<strong>Ein unachtsamer Moment</strong> beim Zwiebelschneiden, und schon blutet der Finger. Selbst bei winzigen Wunden wird im Blutkreislauf eine komplizierte Gerinnungskaskade in Gang gesetzt. An dessen Ende verschlie&#223;t ein Gerinnsel aus Fibrin und Blutpl&#228;ttchen die Verletzung und stoppt die Blutung. Diese Kaskade soll aber nicht &#252;ber das Ziel hinausschie&#223;en. Sonst droht das verklumpte Blut in Form von Gerinnseln Adern zu verstopfen. Um das zu verhindern, hat der K&#246;rper im Laufe der Evolution verschiedene Systeme entwickelt, die der Gerinnung und m&#246;glichen Thrombosen entgegenwirken. Zum Beispiel wird das im Blut gel&#246;ste Protein C immer dann aktiv, wenn Gerinnungsfaktoren an nicht besch&#228;digte Blutgef&#228;&#223;zellen binden. Das aktivierte Protein C (APC) spaltet dann die Gerinnungsfaktoren und verhindert somit eine weitere Verklumpung des Blutes.

<strong>Gleichzeitig hat das aktivierte Protein C</strong> noch eine weitere Funktion: Es sch&#252;tzt K&#246;rperzellen vor Infektionen. Diese entz&#252;ndungshemmende Eigenschaft haben sich Mediziner
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei schweren Blutvergiftungen kann eine Gabe von aktiviertem Protein C (APC) Leben retten. Das entz&#252;ndungshemmende Enzym erf&#252;llt in jedem Menschen noch eine weitere wichtige Funktion: W&#228;hrend der Wundheilung l&#246;st APC unerw&#252;nschte kleine Gerinnsel auf, die Adern und Organe verstopfen k&#246;nnten. Unter Umst&#228;nden drohen dann schwere Blutungen. Forscher der Universit&#228;t Bonn berichten nun in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift &#0187;Chemistry &#038; Biology&#0171;, dass sie einen molekularen Schl&#252;ssel gefunden haben, der APC nach Bedarf abschalten kann.</strong></p>
<p><strong>Ein unachtsamer Moment</strong> beim Zwiebelschneiden, und schon blutet der Finger. Selbst bei winzigen Wunden wird im Blutkreislauf eine komplizierte Gerinnungskaskade in Gang gesetzt. An dessen Ende verschlie&#223;t ein Gerinnsel aus Fibrin und Blutpl&#228;ttchen die Verletzung und stoppt die Blutung. Diese Kaskade soll aber nicht &#252;ber das Ziel hinausschie&#223;en. Sonst droht das verklumpte Blut in Form von Gerinnseln Adern zu verstopfen. Um das zu verhindern, hat der K&#246;rper im Laufe der Evolution verschiedene Systeme entwickelt, die der Gerinnung und m&#246;glichen Thrombosen entgegenwirken. Zum Beispiel wird das im Blut gel&#246;ste Protein C immer dann aktiv, wenn Gerinnungsfaktoren an nicht besch&#228;digte Blutgef&#228;&#223;zellen binden. Das aktivierte Protein C (APC) spaltet dann die Gerinnungsfaktoren und verhindert somit eine weitere Verklumpung des Blutes.</p>
<p><strong>Gleichzeitig hat das aktivierte Protein C</strong> noch eine weitere Funktion: Es sch&#252;tzt K&#246;rperzellen vor Infektionen. Diese entz&#252;ndungshemmende Eigenschaft haben sich Mediziner f&#252;r schwere F&#228;lle von Blutvergiftungen zunutze gemacht, indem sie den Patienten eine Dosis APC injizieren. Leider vertragen manche Patienten diese Ma&#223;nahme schlecht. Die Gerinnung wird bei ihnen durch das APC derart gehemmt, dass es zu Blutungskomplikationen kommt.</p>
<p><strong>DNA-Schnipsel als Schalter</strong></p>
<p><strong>Zusammen mit</strong> dem Chemiker Dr. G&#252;nter Mayer vom Kekulé-Institut f&#252;r Organische Chemie und Biochemie hat das Team um Dr. Bernd P&#246;tzsch vom Institut f&#252;r experimentelle H&#228;matologie im Labor lange get&#252;ftelt. Jetzt k&#246;nnten sie nach zahlreichen molekularen Selektionsverfahren ein Werkzeug gefunden haben, mit dem sich APC einfach wieder deaktivieren l&#228;sst: Ein so genanntes <em>Aptamer</em>, ein synthetisch hergestellter DNA-Schnipsel. Dank seiner speziellen dreidimensionalen Struktur kann es genau an eine bestimmte Region des APC andocken. </p>
<blockquote><p>Dadurch wird die gerinnungshemmende Funktion des Enzyms selbst gehemmt. <strong>Die zellsch&#252;tzende, entz&#252;ndungshemmende Funktion bleibt in seiner Wirkung dagegen unbeeinflusst.</strong> &#0187;Das Molek&#252;l, das wir hergestellt haben, lie&#223;e sich als Gegenmittel einsetzen, wenn es bei einem mit APC behandelten Patienten zu einer akuten Blutung kommt&#0171;, so Studienleiter Bernd P&#246;tzsch.</p>
<p><strong>Das Entscheidende an dem Aptamer-Molek&#252;l</strong> sei, dass es die aktivierte Form des Protein C sehr spezifisch erkennen k&#246;nne, erg&#228;nzt P&#246;tzschs Kollege Dr. Jens M&#252;ller.<br />
<strong>Das ist ein Kunstst&#252;ck:</strong> Die inaktivierte Form unterscheidet sich vom aktivierten Protein allein durch 12 Aminos&#228;uren. Durch die hohe Bindungsspezifit&#228;t k&#246;nne auch die jeweilige Anzahl des APC im K&#246;rper recht genau bestimmt werden. Die Wissenschaftler glauben, mit dem Aptamer ein gutes Werkszeug zur Hand zu haben, mit dem sich die Interaktionen zwischen APC und verschiedenen anderen Proteinen und Rezeptorstellen studieren lassen: &#0187;Wenn man sehr gezielt einzelne Bestandteile des APC blockieren kann, zeigt sich, welche Regionen des Enzyms wichtig sind, um verschiedene Funktionen auszuf&#252;hren&#0171;, erl&#228;utert P&#246;tzsch. &#0187;Und mit dem Wissen k&#246;nnten wir dann vielleicht weitere Wirkstoffe gegen andere Krankheitssymptome herstellen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
<em>Dr. Bernd P&#246;tzsch<br />
Universit&#228;tsklinikum Bonn<br />
Institut f&#252;r Exp. H&#228;matologie und Transfusionsmedizin<br />
Telefon: 0228-287-16745<br />
Email: bernd.poetzsch@ukb.uni-bonn.de</p>
<p>Dr. Jens M&#252;ller<br />
Universit&#228;tsklinikum Bonn<br />
Institut f&#252;r Exp. H&#228;matologie und Transfusionsmedizin<br />
Telefon: 0228-287-16735<br />
Email: jens.mueller@ukb.uni-bonn.de</p>
<p>Dr. G&#252;nter Mayer<br />
Life and Medical Sciences (LIMES), Program Unit Chemical Biology and Medicinal Chemistry, c/o Kekulé-Institute for Organic Chemistry und Biochemistry<br />
Universit&#228;t Bonn<br />
Telefon: 0228-734808<br />
Email: gmayer@uni-bonn.de </em></p>]]></content:encoded>
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