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	<title>DZKF WEBLOG &#187; drogen</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Jugend forscht (nicht nur)&#8230;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2008/05/15/jugend-forscht-nicht-nur/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 19:53:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>

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		<description><![CDATA[...sondern experimentiert: Auch mit Alkohol, Cannabis und Co(caine)</h3>
So (oder so so &#228;hnlich) zu lesen beim renommierten Thiemeverlag unter den FZ Med News:
"Man soll die Gefahr nicht herunter spielen, aber das, was die Medien gelegentlich als massive Ausbreitung eines Drogenproblems unter Jugendlichen dramatisieren, stellt in der &#252;berwiegenden Mehrheit der Jugendlichen ein Experimentieren mit Cannabis als &#220;bergangsph&#228;nomen dar. Im Jugendalter ist das gezielte Aufsuchen von Risiken – dazu z&#228;hlen auch Phasen exzessiven Substanzkonsums – charakteristisch. Nach relativ kurzer Zeit wird der Gebrauch wieder beendet. Einem Bericht in der Zeitschrift "Suchttherapie" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2008) zufolge <strong>wird die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit dieser Experimentier-Konsumenten zumindest durch den Cannabis-Gebrauch nicht f&#252;r eine Drogenkarriere determiniert.</strong>

<strong>W&#228;hrend in einer nunmehr f&#252;nfj&#228;hrigen Studie</strong> die Frequenz des Alkoholkonsums &#252;ber den gesamten Untersuchungszeitraum anstieg oder zumindest stabil blieb, war die Anzahl derjenigen, welche angaben, im letzten Halbjahr Cannabis konsumiert zu haben, nach drei Jahren leicht r&#252;ckl&#228;ufig. Regelm&#228;&#223;iger hochfrequenter Cannabisgebrauch (mehr als zweimal pro Woche) war selten festzustellen. Vor&#252;bergehende Eskalationen, etwa als Suche nach Grenzerfahrungen oder]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe imgalignleft" style="width:280px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/05/nase-voll.jpg" rel="lightbox[pics-1210876316]" title="Nase voll - Kokain"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/05/nase-voll.thumbnail.jpg" width="280" height="300" alt="cocaine" /></a>
<div class="imagecaption">naseweiss &#8211; Nase voll &#8211; Kokain?!</div>
</div>
<h3>&#8230;sondern experimentiert: Auch mit Alkohol, Cannabis und Co(caine)</h3>
<p>So (oder so so &#228;hnlich) zu lesen beim renommierten Thiemeverlag unter den FZ Med News:<br />
&#0187;Man soll die Gefahr nicht herunter spielen, aber das, was die Medien gelegentlich als massive Ausbreitung eines Drogenproblems unter Jugendlichen dramatisieren, stellt in der &#252;berwiegenden Mehrheit der Jugendlichen ein Experimentieren mit Cannabis als &#220;bergangsph&#228;nomen dar. Im Jugendalter ist das gezielte Aufsuchen von Risiken – dazu z&#228;hlen auch Phasen exzessiven Substanzkonsums – charakteristisch. Nach relativ kurzer Zeit wird der Gebrauch wieder beendet. Einem Bericht in der Zeitschrift &#0187;Suchttherapie&#0171; (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2008) zufolge <strong>wird die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit dieser Experimentier-Konsumenten zumindest durch den Cannabis-Gebrauch nicht f&#252;r eine Drogenkarriere determiniert.</strong></p>
<p><strong>W&#228;hrend in einer nunmehr f&#252;nfj&#228;hrigen Studie</strong> die Frequenz des Alkoholkonsums &#252;ber den gesamten Untersuchungszeitraum anstieg oder zumindest stabil blieb, war die Anzahl derjenigen, welche angaben, im letzten Halbjahr Cannabis konsumiert zu haben, nach drei Jahren leicht r&#252;ckl&#228;ufig. Regelm&#228;&#223;iger hochfrequenter Cannabisgebrauch (mehr als zweimal pro Woche) war selten festzustellen. Vor&#252;bergehende Eskalationen, etwa als Suche nach Grenzerfahrungen oder als Reaktion auf Adoleszenzkrisen, lagen bei Alkohol um die 14 Prozent, bei Cannabis-Konsumenten etwas &#252;ber acht Prozent. Eskalationen ohne R&#252;ckkehr zu moderaterem Konsum waren &#228;u&#223;erst selten.</p>
<p><strong>Es gibt mehrere Faktoren</strong>, welche die Verl&#228;ufe von Cannabis-Gebrauch positiv oder negativ beeinflussen. Da ist einmal die Risikowahrnehmung. Hohe Werte in der Risikoeinsch&#228;tzung des eigenen Konsumverhaltens von Cannabis gehen mit geringerer Konsumfrequenz einher und umgekehrt. Entscheidend f&#252;r M&#228;&#223;igung oder Beendigung des Konsums ist nicht der vage Eindruck, dass &#0187;Drogen gef&#228;hrlich sind&#0171;, sondern die pers&#246;nliche Risikowahrnehmung, also Selbstbetroffenheit.</p>
<p><strong>Da vor&#252;bergehende Eskalationen bei Alkohol und Cannabis</strong> relativ h&#228;ufig sind, das Beibehalten eines hochfrequenten Konsummusters aber selten ist, kann man von einem allm&#228;hlichen Erlernen von Kontrolle und Selbststeuerung bei der &#252;berwiegenden Anzahl von Jugendlichen ausgehen. Diese Lernprozesse sollten ins Zentrum der Pr&#228;ventionsp&#228;dagogik gestellt werden.</p>
<p><strong>Parallel ist es wichtig</strong>, sich der besonders gef&#228;hrdeten Gruppe hochfrequent konsumierender Jugendlicher zuzuwenden, f&#252;r die Substanzkonsum der Versuch einer Problembew&#228;ltigung darstellt, was eine Suchtentwicklung wahrscheinlich macht. Auch in einer europ&#228;ischen Sch&#252;lerbefragung zeigt sich die Tendenz zu einem starken Auseinanderdriften der Konsumgewohnheiten bei Jugendlichen. Einer Gruppe stark gef&#228;hrdeter junger Menschen steht eine solche gegen&#252;ber, f&#252;r die exzessiver Substanzkonsum ein vor&#252;bergehendes Experiment bleibt.&#0171;</p>
<p><strong>Quelle:</strong> H. Jungaberle:<br />
<em>Muster und Verlauf des Konsums psychoaktiver Substanzen im Jugendalter – Bedeutung von Koh&#228;renzsinn und Risikowahrnehmung.<br />
Suchttherapie 2008; 9 (1); S. 12</em></p>
<p><strong>Grunds&#228;tzlich mag man</strong> dem Fachartikel zustimmen. Sicher birgt Cannabis ein weitaus geringeres Suchtpotenzial als Opiate wie Heroin. Selbst aber Kokain als als mittlerweile &#0187;preiswerte&#0171; (In D&#252;sseldorf, K&#246;ln, Hamburg und Frankfurt betr&#228;gt der Preis durchschnittlich 60 Euro pro Gramm. Der Preis f&#252;r eine Dosis von 20-50 mg liegt damit zwischen 1 und 5 Euro.) Modedroge Nr. 1 kann schnell abh&#228;ngig machen, auch wenn es vergleichsweise vertr&#228;glicher/ungef&#228;hrlicher als als Heroin erscheinen mag.<br />
<strong>Und die meistuntersch&#228;tzte Droge Alkohol</strong> bleibt oft genug kein vor&#252;bergehendes Experiment &#8211; sondern wird zum &#0187;Grundnahrungsmittel&#0171; &#252;ber die ewige Jugend hinaus. </p>
<p><strong>Wenn dann also die o.g. Pr&#228;ventionsp&#228;dagogik</strong> (&#252;berhaupt auf allen Ebenen) stattfinden und funktionieren soll, muss man sich letztendlich sowohl von staatlicher/administrativer Seite als auch mit Hilfe der Medien mehr einfallen lassen, als blo&#223;e Einbahnstra&#223;enkommunikation durch Verbote (wie nicht funktioniernde Jugendschutzgesetze, Gesundheitsreformen oder Nichtraucherschutzgesetze etc. pp)</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Behandlung von Sucht durch St&#228;rkung verantwortungsvoller M&#228;nnlichkeit</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2007/11/28/behandlung-von-sucht-durch-staerkung-verantwortungsvoller-maennlichkeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 21:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[alcoholmisbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[gendermedizin]]></category>
		<category><![CDATA[psychiatrie]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/08/alkohol.jpg" rel="lightbox[pics-1196197424]" title="Alkoholmissbrauch und Genesung"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/08/alkohol.thumbnail.jpg" width="160" height="120" alt="Alkoholmissbrauch und Genesung" class="imageframe imgalignleft" /></a>fzm - <strong>"Die Frauen sind daran Schuld, </strong>wenn M&#228;nner saufen", klingt zwar etwas &#252;berpointiert und provokativ, kennzeichnet aber als Metapher oft die psychosoziale Situation von M&#228;nnern. Drogenkonsum (Alkohol, illegale Drogen etc.) ist ein offensichtlich probates und einfaches Mittel, um M&#228;nnlichkeit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/08/alkohol.jpg" rel="lightbox[pics-1196197424]" title="Alkoholmissbrauch und Genesung"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/08/alkohol.thumbnail.jpg" width="160" height="120" alt="Alkoholmissbrauch und Genesung" class="imageframe imgalignleft" /></a>fzm &#8211; <strong>&#0187;Die Frauen sind daran Schuld, </strong>wenn M&#228;nner saufen&#0171;, klingt zwar etwas &#252;berpointiert und provokativ, kennzeichnet aber als Metapher oft die psychosoziale Situation von M&#228;nnern. Drogenkonsum (Alkohol, illegale Drogen etc.) ist ein offensichtlich probates und einfaches Mittel, um M&#228;nnlichkeit herzustellen. Drogen bieten die M&#246;glichkeit der Abgrenzung zum weiblichen Geschlecht, der Inszenierung von St&#228;rke, des Auslebens von Gewalt und des Ertragen-K&#246;nnens einer Menge hochprozentiger Getr&#228;nke (z.B. Koma-Saufen) und dienen auch der Demonstration von Machthierarchien unter den M&#228;nnern selbst. </p>
<p><strong>Das Erleben von </strong>Antriebssteigerung, Grandiosit&#228;t und das &#220;bersich-Hinauswachsen erzeugen Rauschgef&#252;hle, die m&#228;nnlicher Dynamik und gesellschaftlichen Rollenanforderungen an M&#228;nner entsprechen. Diese Einstellung wird durch die Emanzipationsbewegung noch verst&#228;rkt. M&#228;nner bevorzugen einen riskanteren Lebensstil als Frauen und bezahlen dies, wenigstens zum Teil, mit einer k&#252;rzeren Lebenserwartung und vielen anderen gesundheitlichen Belastungen. Ein Beitrag in der Zeitschrift &#0187;Suchttherapie&#0171; (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2007) zieht aus diesen und weiteren Erkenntnissen die Schlussfolgerung, dass Drogenkonsum weniger als Reaktion auf Problemlagen zu verstehen ist, als vielmehr als bewusstes, gezielt eingesetztes und damit funktionales Instrument zur Herstellung von Geschlechtsidentit&#228;ten. Anders ausgedr&#252;ckt – Alkoholgebrauch dient als Strategie zur Herstellung und Bew&#228;ltigung traditioneller M&#228;nnlichkeit: Verdr&#228;ngen, Abspalten und Abschotten. M&#228;nnliche Rollenzw&#228;nge pr&#228;destinieren zum Alkoholkonsum.</p>
<p><strong>Die Drogenberatung </strong>und -hilfe ist immer noch wenig geschlechtsspezifisch ausgerichtet, man tut so, als ob die Klientel geschlechtslos sei. Daher treffen die Interventionen bislang vielfach nicht den Kern des Problems beider Geschlechter. Es gibt noch keine m&#228;nnerspezifische und m&#228;nnergerechte Sichtweise in der Drogenarbeit. Es muss also ein Umdenken einsetzen. M&#228;nnliche Jugendliche entwickeln ihre soziale M&#228;nnlichkeit und ihr m&#228;nnliches Selbstbild vor allem auch in Abh&#228;ngigkeit von Frauenverachtung und -abwertung, nicht jedoch aus der Wertsch&#228;tzung der eigenen M&#228;nnlichkeit. Drogenarbeit muss deshalb auch dazu beitragen, in der Adoleszenzphase das Ertragen von Mehrdeutigkeiten bei den Geschlechtsrollen zu f&#246;rdern. Diese Toleranz entspricht dann der F&#228;higkeit, widerspr&#252;chliche Rollenanforderungen auszuhalten und konstruktiv in das eigene Selbstbild und das eigene Lebenskonzept einzubauen, wie zum Beispiel Leistung und Entspannung, Aktivit&#228;t und Reflexivit&#228;t, Konzentration und Integration. Dies sind Kennzeichen einer kreativen Pers&#246;nlichkeit, die im Leben weiter f&#252;hrt als Alkohol und Drogen.</p>
<p><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/11/thieme.gif" rel="lightbox[pics254]" title="thieme.gif"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/11/thieme.thumbnail.gif" width="160" height="20" alt="thieme.gif" class="imageframe imgalignleft" /></a> <strong>H. St&#246;ver: Mann, Rausch, Sucht: Konstruktionen und Krisen von M&#228;nnlichkeiten.<br />
Suchttherapie 2007; 8 (3): S. 89-94.</strong></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Drogenkonsum in Deutschland r&#252;ckl&#228;ufig</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2007/11/27/drogenkonsum-in-deutschland-ruecklaeufig/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2007/11/27/drogenkonsum-in-deutschland-ruecklaeufig/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 20:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[prävention]]></category>

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		<description><![CDATA[</a>
<a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/05/batzing.jpg" rel="lightbox[pics251]" title="Sabine B&#228;tzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/05/batzing.thumbnail.jpg" width="146" height="160" alt="Sabine B&#228;tzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung" class="imageframe imgalignleft" /></a><strong>Vorstellung der Jahresberichte zur Drogensituation in Deutschland und Europa</strong>

<strong>Anl&#228;sslich der</strong> Vorstellung der Jahresberichte zur Drogensituation in Deutschland und Europa der deutschen und europ&#228;ischen Beobachtungsstelle f&#252;r Drogen und Drogensucht (EBDD und DBDD) gemeinsam mit dem Direktor der EBDD, Wolfgang G&#246;tz, erkl&#228;rt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine B&#228;tzing: „Aktuelle Untersuchungsergebnisse f&#252;r Deutschland zeigen, dass Erwachsene weniger Drogen nehmen als fr&#252;her. Nur noch rund 3% haben innerhalb des letzten Monats Drogen konsumiert. Auch bei Jugendlichen sinkt der Drogenkonsum. Am deutlichsten wird das beim ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></a><br />
<a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/05/batzing.jpg" rel="lightbox[pics251]" title="Sabine B&#228;tzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/05/batzing.thumbnail.jpg" width="146" height="160" alt="Sabine B&#228;tzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung" class="imageframe imgalignleft" /></a><strong>Vorstellung der Jahresberichte zur Drogensituation in Deutschland und Europa</strong></p>
<p><strong>Anl&#228;sslich der</strong> Vorstellung der Jahresberichte zur Drogensituation in Deutschland und Europa der deutschen und europ&#228;ischen Beobachtungsstelle f&#252;r Drogen und Drogensucht (EBDD und DBDD) gemeinsam mit dem Direktor der EBDD, Wolfgang G&#246;tz, erkl&#228;rt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine B&#228;tzing: „Aktuelle Untersuchungsergebnisse f&#252;r Deutschland zeigen, dass Erwachsene weniger Drogen nehmen als fr&#252;her. Nur noch rund 3% haben innerhalb des letzten Monats Drogen konsumiert. Auch bei Jugendlichen sinkt der Drogenkonsum. Am deutlichsten wird das beim Konsum von Cannabis: Nur noch 13% der 14-17-j&#228;hrigen haben 2007 zumindest einmal Haschisch oder Marihuana probiert. 2004 waren das noch 22% in dieser Altersgruppe. Auff&#228;llig ist dagegen, dass sich die Zahlen der regelm&#228;&#223;igen Konsumenten von Cannabis wenig ver&#228;ndert haben. In der Altersgruppe der 14-17-j&#228;hrigen liegt der Anteil aktuell bei 3,3%, bei den 18-64j&#228;hrigen bei 2,2%.“<br />
<strong><br />
Europaweit konsumieren</strong> ca. 1% aller Erwachsenen t&#228;glich Cannabis, das sind etwa 3 Millionen Menschen. In Deutschland sind es nach den aktuellen Untersuchungen nur etwa 0,5%. Im Vergleich zu Europa werden in Deutschland viele Menschen mit Cannabisproblemen vom Behandlungssystem erreicht. In Europa haben sich im letzten Jahr knapp 44.000 Cannabiskonsumenten erstmals ambulant behandeln lassen, davon 8.000 Personen in Deutschland. Insgesamt werden bundesweit<br />
derzeit etwa 28.000 Personen ambulant oder station&#228;r behandelt. </p>
<blockquote><p><strong>Sabine B&#228;tzing:</strong> „Damit sind wir auf einem guten Kurs. Dennoch m&#252;ssen wir noch mehr Menschen mit Cannabisproblemen erreichen. Deswegen f&#246;rdert die Bundesregierung neue Beratungs- und Behandlungsprogramme wie „realize it!“, „Candis“ oder „Incant“, die passende Hilfem&#246;glichkeiten vor allem f&#252;r junge Erwachsene mit Cannabisproblemen schaffen und bereithalten.“ </p></blockquote>
<p><strong>Europaweit Beachtung</strong> findet das internetbasierte Ausstiegsprogramms „quit the shit“ der Bundeszentrale f&#252;r gesundheitliche Aufkl&#228;rung (BZgA) auf www.drugcom.de. Interessierte Konsumenten versuchen mit Hilfe eines von Fachkr&#228;ften kommentierten Internet-Tagebuchs ihren Cannabiskonsum innerhalb von 50 Tagen zu reduzieren. Das Programm ist sehr erfolgreich: 30 Prozent weisen drei Monate nach Abschluss des Programms keinen Konsum mehr auf. Die Personen, die weiter konsumieren, haben ihren Konsum deutlich reduziert.</p>
<blockquote><p><strong>Sabine B&#228;tzing:</strong> „Mit diesem Angebot erreichen wir zahlreiche Cannabis-konsumentinnen und -konsumenten, die Drogenhilfeangebote bisher gar nicht oder erst sehr sp&#228;t in Anspruch nehmen.“</p></blockquote>
<p>F&#252;r eine erhebliche</strong> Zunahme des Kokainkonsums in Deutschland liegen &#8211; im Gegensatz zur gesamteurop&#228;ischen Entwicklung &#8211; bislang keine Daten vor. Der Leiter der deutschen Beobachtungsstelle f&#252;r Drogen und Drogensucht, Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel: „Die Anzahl derjenigen Personen in der Allgemein-bev&#246;lkerung, die innerhalb des letzten Jahres Kokain konsumiert hat, ist seit Jahren auf niedrigem Niveau relativ stabil.“ Bei den jungen Erwachsenen zwischen 18-39 Jahren ist sogar ein leichter R&#252;ckgang zu verzeichnen. Bei den Personen, die sich zum ersten Mal in ambulante Behandlung begeben, spielen Opiate, Cannabis und Stimulanzien eine deutlich gr&#246;&#223;ere Rolle als Kokain. W&#228;hrend die Kokainpreise gleich geblieben sind, sinkt der Reinheitsgrad des sichergestellten „Stra&#223;enkokains“ seit einigen Jahren. </p>
<blockquote><p><strong>Pfeiffer-Gerschel: </strong>„Die Zahl der Neuinfektionen der injizierenden Drogen-konsumenten mit HIV war auch 2006 relativ niedrig. Hepatitis C ist dagegen sehr weit verbreitet. 60-80% sind davon betroffen.“</p></blockquote>
<p>Drogenkonsum unter sehr jungen Personen (unter 15 Jahren) ist in Deutschland relativ selten, in den meisten F&#228;llen handelt es sich um Erfahrungen mit Cannabis. F&#252;r zahlreiche Gruppen besonders gef&#228;hrdeter junger Menschen wie z.B. Jugendliche aus suchtbelasteten Familien, Obdachlose oder junge Straft&#228;ter existieren<br />
Pr&#228;ventions- und Hilfeangebote, die auf die spezifischen Bed&#252;rfnisse der jeweiligen Gruppe zugeschnitten sind.</p>
<p><strong>Sabine B&#228;tzing:</strong> „Der aktuelle Bericht zur Drogensituation in Deutschland zeigt, dass wir im Bereich der Pr&#228;vention, Beratung und Behandlung gute Arbeit geleistet haben. Auf der Basis dieser guten Erfahrungen werden wir auch die Herausforderungen angehen, die es bei der Versorgung der Substituierten und der schwer<br />
chronisch Suchtkranken gibt. Besonders am Herzen liegen mir die Kinder aus drogenbelasteten Familien. In diesem Bereich setze ich mich auch 2008 f&#252;r Modellprojekte ein.“ </p>
<p>Weitere Informationen zum Bericht &#252;ber die Drogensituation in Deutschland unter: <a href="http://www.dbdd.de ">www.dbdd.de </a><br />
Weitere Informationen zum Bericht &#252;ber die Situation der Drogen in Europa unter: <a href="http://www.emcdda.europa.eu ">www.emcdda.europa.eu </p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fr&#252;hintervention bei erstauff&#228;lligen Drogenkonsumenten</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2007/08/14/fruehintervention-bei-erstauffaelligen-drogenkonsumenten/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Aug 2007 09:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Indikation/Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/05/batzing.jpg" rel="lightbox[pics-1187082363]" title="Sabine B&#228;tzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/05/batzing.thumbnail.jpg" width="146" height="160" alt="Sabine B&#228;tzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung" class="imageframe imgalignleft" /></a><strong>Modellprojekt „FreD – Fr&#252;hintervention bei erstauff&#228;lligen Drogenkonsumenten“ fl&#228;chendeckend umgesetzt 
Studie belegt breite Akzeptanz und gute Wirksamkeit </strong>

<strong>Anl&#228;sslich der Ver&#246;ffentlichung </strong>einer Studie, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Auftrag des Bundesministeriums f&#252;r Gesundheit durchgef&#252;hrt hat, erkl&#228;rt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine B&#228;tzing:

„<strong>Mit dem seit 2000 </strong>eingesetzten Bundesmodellprojekt FreD ist ein wirksames und fr&#252;h greifendes Angebot f&#252;r Jugendliche entwickelt worden, die zum ersten Mal aufgrund von Drogen auff&#228;llig ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/05/batzing.jpg" rel="lightbox[pics-1187082363]" title="Sabine B&#228;tzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/05/batzing.thumbnail.jpg" width="146" height="160" alt="Sabine B&#228;tzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung" class="imageframe imgalignleft" /></a><strong>Modellprojekt „FreD – Fr&#252;hintervention bei erstauff&#228;lligen Drogenkonsumenten“ fl&#228;chendeckend umgesetzt<br />
Studie belegt breite Akzeptanz und gute Wirksamkeit </strong></p>
<p><strong>Anl&#228;sslich der Ver&#246;ffentlichung </strong>einer Studie, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Auftrag des Bundesministeriums f&#252;r Gesundheit durchgef&#252;hrt hat, erkl&#228;rt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine B&#228;tzing:</p>
<p>„<strong>Mit dem seit 2000 </strong>eingesetzten Bundesmodellprojekt FreD ist ein wirksames und fr&#252;h greifendes Angebot f&#252;r Jugendliche entwickelt worden, die zum ersten Mal aufgrund von Drogen auff&#228;llig werden. Die Studie belegt, dass FreD von den Beratungsstellen gut angenommen wird. Mehr als 140 Einrichtungen arbeiten nach dem Konzept von FreD oder einer vergleichbaren Methode, 42 Einrichtungen beabsichtigen ein solches Angebot einzuf&#252;hren. Pro Einrichtung wurden durchschnittlich 30 Jugendliche und junge Heranwachsende unter 21 Jahren betreut. 78,6% der Befragten gaben an, den Konsum von illegalen Drogen reduziert zu haben, 44,3% auch den Konsum von Alkohol und/oder Tabak. Immerhin 50% der Jugendlichen blieben sogar ganz abstinent, knapp 70% waren polizeilich nicht mehr auff&#228;llig. </p>
<p><strong>Diese Ergebnisse zeigen</strong>, dass FreD junge Menschen erreicht, bevor sie eine ernsthafte Suchtproblematik entwickeln. Das Projekt hat auch dazu beigetragen, die oft einseitig auf Opiatabh&#228;ngige ausgerichteten Angebote der Drogenhilfe zu ver&#228;ndern und den Gedanken der Fr&#252;hintervention zu st&#228;rken. Die anf&#228;ngliche Skepsis vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ob junge Menschen ausreichend motiviert sind, die aufgrund von Auflagen in die Beratungsstellen kommen, hat sich gelegt. FreD zeigt, dass auch unter diesen Umst&#228;nden gute Erfolge zu erzielen sind. </p>
<p><strong>Damit belegt FreD</strong> beispielhaft, welche breite Wirkung ein Bundesmodellprojekt haben kann, wenn es gut in der Praxis angenommen wird. Umso mehr freue ich mich, dass die EU-Kommission nun auch den europaweiten Transfer von FreD unterst&#252;tzen will.“</p>
<p><strong>Die komplette Studie</strong> ist zu finden unter: www.drogenbeauftragte.de</p>
<p><em>Ausk&#252;nfte zur Studie erteilt: Wolfgang Rometsch, Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Tel: 0251 591-4710.</em></p>]]></content:encoded>
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