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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Elektron</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Strahlentherapie: Gel&#246;ste Elektronen gef&#228;hrlicher als freie Radikale?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/09/strahlentherapie-geloeste-elektronen-gefaehrlicher-als-freie-radikale/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 04:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[DNA]]></category>
		<category><![CDATA[Elektron]]></category>
		<category><![CDATA[Strahlentherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bernd Abel" width="254" height="366" class="attachment wp-att-2030" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen</div></div>G&#246;ttinger Forscher entdecken m&#246;glichen neuen Mechanismus f&#252;r Strahlensch&#228;den an der DNA
Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung m&#246;glicherweise viel gef&#228;hrlicher f&#252;r die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolek&#252;len umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse k&#246;nnten Folgen haben f&#252;r den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs.

(<em>pug</em>) <strong>Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass 
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/prof-abel.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bernd Abel" width="254" height="366" class="attachment wp-att-2030" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Bernd Abel Foto: Uni G&#246;ttingen</div>
</div>
<h4>G&#246;ttinger Forscher entdecken m&#246;glichen neuen Mechanismus f&#252;r Strahlensch&#228;den an der DNA</h4>
<p>(<em>pug</em>) <strong>Lange Zeit nahm man an, dass die Sch&#228;den an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) durch Hochenergiestrahlung in erster Linie durch so genannte freie Radikale hervorgerufen werden. Wissenschaftler an der Universit&#228;t G&#246;ttingen und am G&#246;ttinger Max-Planck-Institut f&#252;r Dynamik und Selbstorganisation haben nun herausgefunden, dass ein anderes Teilchen bei der Bestrahlung m&#246;glicherweise viel gef&#228;hrlicher f&#252;r die DNA ist: ein hydratisiertes, also von Wassermolek&#252;len umgebenes Elektron. Ihre Erkenntnisse k&#246;nnten Folgen haben f&#252;r den Einsatz von Strahlentherapien im Kampf gegen Krebs. &#0187;Unsere Forschungsergebnisse k&#246;nnten dazu f&#252;hren, dass Strahlungsdosen in Zukunft m&#246;glicherweise neu bewertet werden m&#252;ssen. Der neue DNA-Spaltungsmechanismus k&#246;nnte dabei m&#246;glicherweise auch Auswirkungen auf die Dosierung der Strahlentherapie von Krebs haben,&#0171; so der Leiter der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Bernd Abel von der Universit&#228;t G&#246;ttingen. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift &#0187;<em>Nature Chemistry</em>&#0171; im Internet ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p><strong>45 Jahre nach der Entdeckung des freien gel&#246;sten Elektrons</strong> in Wasser gelang es den Forschern in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Leipzig und Berlin, erstmals die bisher unbekannte Bindungsenergie des Elektrons zu messen. Das ist die Energie, die ben&#246;tigt wird, um das Elektron wieder aus der Wasserumgebung herauszul&#246;sen. Wenn Hochenergiestrahlung auf die DNA einer Zelle trifft, werden lebenswichtige Zellbestandteile zerst&#246;rt und die Zelle damit abget&#246;tet &#8211; ein Mechanismus, der bei der Strahlentherapie zur Bek&#228;mpfung von Krebs ausgenutzt wird. Gleichzeitig sch&#228;digt die Strahlung aber auch gesunde Zellen.</p>
<p><strong>Neben freien Radikalen entstehen</strong> bei der hochenergetischen Bestrahlung von Wasser in biologischem Gewebe in Wasser gel&#246;ste Elektronen an Grenzfl&#228;chen wie zum Beispiel Membranen oder den W&#228;nden von Biomolek&#252;len. Bei ihren Untersuchungen stie&#223;en die Wissenschaftler erstmals auf eine bisher unbekannte Spezies: das nur teilweise gel&#246;ste Elektron an einer Wasser-Grenzfl&#228;che. Dessen Existenz und Lebensdauer wiesen sie erstmalig mit einer schnellen Kamera f&#252;r kurzlebige reaktive Teilchen nach. Diese Elektronen sind offenbar deshalb so gef&#228;hrlich, weil sie aufgrund ihrer &#0187;gerade passenden&#0171; (Bindungs-)Energie ebenfalls DNA spalten k&#246;nnen. Da sie lange leben, k&#246;nnen sie ihre sch&#228;digende Wirkung zudem besonders gut entfalten.</p>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong> <em>K. R. Siefermann, Y. Liu, E. Lugovoy, O. Link, M. Faubel, U. Buck, B. Winter and B. Abel. Binding energies, lifetimes and implications of bulk and interface solvated electrons in water. Nature Chemistry. DOI: 10.1038/NCHEM.580.</em></p>
<p><strong>Kontaktadresse:</strong><br />
Prof. Dr. Bernd Abel<br />
Georg-August-Universit&#228;t G&#246;ttingen<br />
Fakult&#228;t f&#252;r Chemie<br />
Institut f&#252;r Physikalische Chemie<br />
Tammanstra&#223;e 6, 37077 G&#246;ttingen<br />
Telefon (0551) 39-3106, Fax (0551) 39-3150<br />
E-Mail: babel@gwdg.de</p>]]></content:encoded>
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