Neuer Ansatzpunkt für die Behandlung von Amyotropher Lateralsklerose
29. Juni 2010 | Von FR | Kategorie: KurznachrichtenEntzündungen im Gehirn blockiert
MPI für Infektionsbiologie / Meißner / Molawi / Zychlinsky
Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine verbreitete und tödliche Erkrankung der Motoneuronen. Nervenzellen, die für die Bewegung verantwortlich sind, werden nach und nach irreversibel geschädigt. Wodurch dies ausgelöst wird, ist weitestgehend unbekannt. Offenbar sind daran sowohl erbliche als auch umweltbedingte Faktoren beteiligt. Auch Entzündungsprozesse im Gehirn lassen möglicherweise Neuronen absterben.
Wissenschaftler vom Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie haben jetzt einen Botenstoff identifiziert, der an der Krankheitsentstehung beteiligt ist. Die Blockade dieses Botenstoffes verbessert bei Mäusen mit einer ALS-ähnlichen Erkrankung die Motorik und verlängert ihre Lebenserwartung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass …

