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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Enzym</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<item>
		<title>F&#252;r eine narbenfreie Wundheilung</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/04/07/fuer-eine-narbenfreie-wundheilung/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 18:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Chitosane]]></category>
		<category><![CDATA[Enzym]]></category>
		<category><![CDATA[Wundheilung]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/04/prof-moerschbacher.jpg" rel="lightbox[pics2840]" title="Prof. Dr. Bruno Moerschbacher Foto: WWU"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/04/prof-moerschbacher.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bruno Moerschbacher Foto: WWU" width="255" height="212" class="attachment wp-att-2841" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. Bruno Moerschbacher Foto: WWU</div></div>
<h4>BMBF f&#246;rdert europ&#228;isches Verbundprojekt zur biotechnologischen Herstellung von Chitosanen</h4>
<strong>Krabbenschalen liefern wertvolle Rohstoffe: sogenannte Chitosane. Diese Zuckerverbindungen k&#246;nnen Pflanzen vor Krankheiten sch&#252;tzen oder helfen Menschen, die Verbrennungen erlitten haben, ihre Wunden zu heilen. Ein Haken daran: Die Wirksamkeit ist nicht immer gleich gut. In einem neuen europ&#228;ischen Verbundprojekt wollen Wissenschaftler Chitosane produzieren, die zuverl&#228;ssig wirken. Das Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung (BMBF) f&#246;rdert die beiden deutschen Partner des Projekts "ChitoBioEngineering" im Rahmen der "Industrial Biotechnology Initiative" des Europ&#228;ischen Forschungsraumes in den kommenden drei Jahren mit insgesamt fast 900.000 Euro. Initiator und Koordinator des Projekts ist Prof. Dr. Bruno Moerschbacher vom Institut f&#252;r Biologie und Biotechnologie der Pflanzen der Universit&#228;t M&#252;nster.</strong>

<strong>Bruno Moerschbacher hat</strong> langj&#228;hrige Erfahrung in der Optimierung von Chitosanen. Der Biotechnologe betont: "Mit diesem Projekt beginnen wir eine neue spannende Phase unserer Forschung. Statt das Chitosan umst&#228;ndlich und mit harschen chemischen Methoden aus Krabbenschalen zu extrahieren, wollen wir es in Zukunft biotechnologisch in Fermentern produzieren. Davon wird vor allem die Entwicklung von biomedizinischen Anwendungen enorm profitieren."

<strong>Chitosane sind eine Familie</strong> von komplexen Zuckermolek&#252;len, die eine Vielzahl von potenziell hochinteressanten biologischen Aktivit&#228;ten besitzen. So werden Pflanzen resistent gegen Krankheitserreger, wenn man sie mit Chitosan behandelt, und selbst schlimme Verbrennungswunden k&#246;nnen unter Chitosanverb&#228;nden schnell, schmerzfrei und ohne Narbenbildung heilen. "Leider funktioniert das nicht immer zuverl&#228;ssig. Ich vermute schon lange, dass dies an der strukturellen Vielfalt von Chitosanen liegt", erkl&#228;rt Bruno Moerschbacher. "Anscheinend ist ein ganz bestimmtes Chitosan f&#252;r eine bestimmte biologische Aktivit&#228;t verantwortlich, w&#228;hrend andere Chitosane bei der gleichen Anwendung inaktiv sind. Wir m&#252;ssen daher zun&#228;chst die Wirkweise genau verstehen, bevor wir diese Zuckermolek&#252;le effektiv und zuverl&#228;ssig einsetzen k&#246;nnen."

<strong>Die Projekte der Arbeitsgruppe</strong> von Professor Moerschbacher zielten in den vergangenen Jahren &#252;berwiegend darauf, eine biochemische Untersuchungsmethode ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/04/prof-moerschbacher.jpg" rel="lightbox[pics2840]" title="Prof. Dr. Bruno Moerschbacher Foto: WWU"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/04/prof-moerschbacher.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Bruno Moerschbacher Foto: WWU" width="255" height="212" class="attachment wp-att-2841" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Bruno Moerschbacher Foto: WWU</div>
</div>
<h4>BMBF f&#246;rdert europ&#228;isches Verbundprojekt zur biotechnologischen Herstellung von Chitosanen</h4>
<p><strong>Krabbenschalen liefern wertvolle Rohstoffe: sogenannte Chitosane. Diese Zuckerverbindungen k&#246;nnen Pflanzen vor Krankheiten sch&#252;tzen oder helfen Menschen, die Verbrennungen erlitten haben, ihre Wunden zu heilen. Ein Haken daran: Die Wirksamkeit ist nicht immer gleich gut. In einem neuen europ&#228;ischen Verbundprojekt wollen Wissenschaftler Chitosane produzieren, die zuverl&#228;ssig wirken. Das Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung (BMBF) f&#246;rdert die beiden deutschen Partner des Projekts &#0187;ChitoBioEngineering&#0171; im Rahmen der &#0187;Industrial Biotechnology Initiative&#0171; des Europ&#228;ischen Forschungsraumes in den kommenden drei Jahren mit insgesamt fast 900.000 Euro. Initiator und Koordinator des Projekts ist Prof. Dr. Bruno Moerschbacher vom Institut f&#252;r Biologie und Biotechnologie der Pflanzen der Universit&#228;t M&#252;nster.</strong></p>
<p><strong>Bruno Moerschbacher hat</strong> langj&#228;hrige Erfahrung in der Optimierung von Chitosanen. Der Biotechnologe betont: &#0187;Mit diesem Projekt beginnen wir eine neue spannende Phase unserer Forschung. Statt das Chitosan umst&#228;ndlich und mit harschen chemischen Methoden aus Krabbenschalen zu extrahieren, wollen wir es in Zukunft biotechnologisch in Fermentern produzieren. Davon wird vor allem die Entwicklung von biomedizinischen Anwendungen enorm profitieren.&#0171;</p>
<p><strong>Chitosane sind eine Familie</strong> von komplexen Zuckermolek&#252;len, die eine Vielzahl von potenziell hochinteressanten biologischen Aktivit&#228;ten besitzen. So werden Pflanzen resistent gegen Krankheitserreger, wenn man sie mit Chitosan behandelt, und selbst schlimme Verbrennungswunden k&#246;nnen unter Chitosanverb&#228;nden schnell, schmerzfrei und ohne Narbenbildung heilen. &#0187;Leider funktioniert das nicht immer zuverl&#228;ssig. Ich vermute schon lange, dass dies an der strukturellen Vielfalt von Chitosanen liegt&#0171;, erkl&#228;rt Bruno Moerschbacher. &#0187;Anscheinend ist ein ganz bestimmtes Chitosan f&#252;r eine bestimmte biologische Aktivit&#228;t verantwortlich, w&#228;hrend andere Chitosane bei der gleichen Anwendung inaktiv sind. Wir m&#252;ssen daher zun&#228;chst die Wirkweise genau verstehen, bevor wir diese Zuckermolek&#252;le effektiv und zuverl&#228;ssig einsetzen k&#246;nnen.&#0171;</p>
<p><strong>Die Projekte der Arbeitsgruppe</strong> von Professor Moerschbacher zielten in den vergangenen Jahren &#252;berwiegend darauf, eine biochemische Untersuchungsmethode f&#252;r die verschiedenen Chitosane zu entwickeln. In dem neuen Projekt wollen die m&#252;nsterschen Forscher jetzt beginnen, definierte Chitosane gezielt zu produzieren. Sie wollen sich dabei der gleichen Werkzeuge bedienen, die auch Organismen bei der Produktion von Chitosanen einsetzen: einem Enzym, das Chitin produziert, und einem zweiten, das Chitin zu Chitosan weiterverarbeitet. Dazu wird die m&#252;nstersche Arbeitsgruppe mit universit&#228;ren Partnern aus Barcelona in Spanien und Gent in Belgien kooperieren.</p>
<p><strong>Die M&#252;nsteraner haben bereits</strong> eine Vielzahl geeigneter Enzyme aus verschiedenen Organismen isoliert und charakterisiert. Sie arbeiten nun mit den Projektpartnern Hand in Hand: Die Spanier sind Experten in der Optimierung der Enzyme, um ganz bestimmte Chitosane mit den gew&#252;nschten biologischen Eigenschaften zu erhalten. Die Belgier verbessern jene Bakterienst&#228;mme, in denen die Chitosane letztlich produziert werden sollen, um so eine m&#246;glichst gute Ausbeute an hoch reinen Chitosanen zu erzielen. Zwei industrielle Partner werden den Transfer der Technologie aus der Universit&#228;t in die Industrie unterst&#252;tzen: Eine belgische Firma in Gent ist f&#252;r die &#220;bertragung der biotechnologischen Produktion vom Labor- in den Industriema&#223;stab zust&#228;ndig. Eine deutsche Firma in Halle, die bisher chemisch produzierte Chitosane weltweit vermarktet, will ihr etabliertes Kundennetzwerk nutzen, um den Erfolg der biotechnologisch hergestellten Chitosane in realen Anwendungen zu testen.</p>
<blockquote><p>&#0187;Wir kommen damit einer biomedizinischen Nutzung dieses nat&#252;rlichen komplexen Zuckers einen entscheidenden Schritt n&#228;her&#0171;, betont Dr. Stephan Kolkenbrock, der das m&#252;nstersche Teilprojekt leiten wird. Die indische Doktorandin Shoa Naqvi, Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes in der m&#252;nsterschen Arbeitsgruppe, freut sich: &#0187;In Indien gibt es viele Menschen, die sich teure Medizin nicht leisten k&#246;nnen. Und es gibt dort oft Kinder mit schlimmen Verbrennungen. Ich hoffe, dass unsere Forschung auch ihnen in Zukunft helfen kann.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
http://www.uni-muenster.de/Biologie.IBBP/agmoerschbacher/index.html AG Prof. Moerschbacher</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Neuer Ansatzpunkt f&#252;r die Behandlung von Amyotropher Lateralsklerose</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/06/29/neuer-ansatzpunkt-fuer-die-behandlung-von-amyotropher-lateralsklerose/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/06/29/neuer-ansatzpunkt-fuer-die-behandlung-von-amyotropher-lateralsklerose/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 13:23:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[ALS]]></category>
		<category><![CDATA[Amyotrophe Lateralsklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Caspase-1]]></category>
		<category><![CDATA[Enzym]]></category>
		<category><![CDATA[SOD1]]></category>
		<category><![CDATA[Superoxid-Dismutase-1]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Entz&#252;ndungen im Gehirn blockiert</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/als.jpg" rel="lightbox[pics2284]" title="R&#252;ckenmark einer Maus"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/als.thumbnail.jpg" alt="Schnitt durch das R&#252;ckenmark einer Maus." width="255" height="167" class="attachment wp-att-2285" /></a><div class="imagecaption">Schnitt durch das R&#252;ckenmark einer Maus. In braun sind Mikrogliazellen zu sehen, die auf SOD 1 reagieren und IL-1&#223; produzieren.
MPI f&#252;r Infektionsbiologie / Mei&#223;ner / Molawi / Zychlinsky</div></div>
<strong>Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)</strong> ist eine verbreitete und t&#246;dliche Erkrankung der Motoneuronen. Nervenzellen, die f&#252;r die Bewegung verantwortlich sind, werden nach und nach irreversibel gesch&#228;digt. Wodurch dies ausgel&#246;st wird, ist weitestgehend unbekannt. Offenbar sind daran sowohl erbliche als auch umweltbedingte Faktoren beteiligt. Auch Entz&#252;ndungsprozesse im Gehirn lassen m&#246;glicherweise Neuronen absterben.

<strong>Wissenschaftler vom Berliner Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie</strong> haben jetzt einen Botenstoff identifiziert, der an der Krankheitsentstehung beteiligt ist. Die Blockade dieses Botenstoffes verbessert bei M&#228;usen mit einer ALS-&#228;hnlichen Erkrankung die Motorik und verl&#228;ngert ihre Lebenserwartung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Entz&#252;ndungen im Gehirn blockiert</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/als.jpg" rel="lightbox[pics2284]" title="R&#252;ckenmark einer Maus"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/06/als.thumbnail.jpg" alt="Schnitt durch das R&#252;ckenmark einer Maus." width="255" height="167" class="attachment wp-att-2285" /></a>
<div class="imagecaption">Schnitt durch das R&#252;ckenmark einer Maus. In braun sind Mikrogliazellen zu sehen, die auf SOD 1 reagieren und IL-1&#223; produzieren.<br />
MPI f&#252;r Infektionsbiologie / Mei&#223;ner / Molawi / Zychlinsky</div>
</div>
<p><strong>Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)</strong> ist eine verbreitete und t&#246;dliche Erkrankung der Motoneuronen. Nervenzellen, die f&#252;r die Bewegung verantwortlich sind, werden nach und nach irreversibel gesch&#228;digt. Wodurch dies ausgel&#246;st wird, ist weitestgehend unbekannt. Offenbar sind daran sowohl erbliche als auch umweltbedingte Faktoren beteiligt. Auch Entz&#252;ndungsprozesse im Gehirn lassen m&#246;glicherweise Neuronen absterben.</p>
<p><strong>Wissenschaftler vom Berliner Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie</strong> haben jetzt einen Botenstoff identifiziert, der an der Krankheitsentstehung beteiligt ist. Die Blockade dieses Botenstoffes verbessert bei M&#228;usen mit einer ALS-&#228;hnlichen Erkrankung die Motorik und verl&#228;ngert ihre Lebenserwartung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Verwendung dieses Blockers als Therapeutikum bei ALS-Patienten &#228;hnlich wirken k&#246;nnte. (<em>PNAS, Online-Ver&#246;ffentlichung, 28. Juni 2010</em>)</p>
<p>Das Forscherteam um Arturo Zychlinsky interessiert sich vor allem f&#252;r die Frage, wie Entz&#252;ndungsprozesse bei Infektionskrankheiten gestartet werden. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass das Enzym Superoxid-Dismutase 1 (SOD1) Entz&#252;ndungsprozesse reguliert, indem es die Aktivit&#228;t eines anderen Enzyms, Caspase-1, kontrolliert. Dieses Enzym wiederum spaltet Interleukin-1&#223; und aktiviert es dadurch. Die Entz&#252;ndung wird in Gang gesetzt.</p>
<blockquote><p><strong>Interessanterweise sind Mutationen im SOD1-Gen</strong> ein Ausl&#246;ser f&#252;r erblich bedingte ALS. Zudem weisen ALS-Patienten sowohl eine Entz&#252;ndung als auch ein erh&#246;htes Level f&#252;r aktivierte Caspase-1 auf. &#0187;Vermutlich spielt die Caspase-1 bei ALS eine &#228;hnliche Rolle wie bei Infektionskrankheiten&#0171;, sagt Arturo Zychlinsky.</p>
<p><strong>W&#228;hrend weiterer Tests</strong> konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass es bei ALS zu einer Anh&#228;ufung von fehlgefalteten SOD-1-Enzymen in Neuronen kommt. Die Zelle interpretiert dies als Gefahr und aktiviert daraufhin die Caspase-1, welche Interleukin-1&#223; spaltet und eine Entz&#252;ndung ausl&#246;st (Abb. 1). Diese Entz&#252;ndung zerst&#246;rt nach und nach die Motoneurone. Wurden M&#228;use mit mutiertem SOD1-Gen mit einem Protein behandelt, das Interleukin-1&#223; blockiert, verlief die Entz&#252;ndungsreaktion nicht nur abgemildert. Auch die Symptome waren schw&#228;cher. Die M&#228;use zeigten eine l&#228;ngere Lebenserwartung. </p></blockquote>
<p><strong>Zusammen mit der ALS-Ambulanz der Charité Universit&#228;tsmedizin Berlin arbeitet die Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie nun an einer klinischen Studie, die zeigen soll, ob eine Therapie von ALS-Patienten mit einem Interleukin-1&#223;-Antagonist m&#246;glich ist.<br />
</strong></p>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong><br />
<em>Meissner F, Molawi K, Zychlinsky A.<br />
Mutant superoxide dismutase 1-induced IL-1β accelerates ALS pathogenesis<br />
PNAS 2010, 28. Juni 2010</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen erhalten Sie von:</strong></p>
<p>Prof. Arturo Zychlinsky<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie, Berlin<br />
Tel.: +49-30-28 460 300<br />
E-Mail: zychlinsky@mpiib-berlin.mpg.de </p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ohne Antibiotika Pneumokokken besiegen&#8230;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/02/04/ohne-antibiotika-pneumokokken-besiegen/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/02/04/ohne-antibiotika-pneumokokken-besiegen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 22:41:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[Enzym]]></category>
		<category><![CDATA[Pneumokokken]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/02/pneumokokken.jpg" rel="lightbox[pics1259]" title="Pneumokokken (Quelle:DC/Dr. Richard Facklam, Wikipedia.de)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/02/pneumokokken.thumbnail.jpg" alt="Pneumokokken (Quelle:DC/Dr. Richard Facklam, Wikipedia.de)" width="255" height="177" class="attachment wp-att-1260" /></a><div class="imagecaption">Pneumokokken (Quelle:DC/Dr. Richard Facklam, Wikipedia.de)</div></div><h4>Neue Therapie gegen Lungenentz&#252;ndungen -
Charité-Forscher finden Ersatz f&#252;r Antibiotika</h4>
<strong>Forscher der Charité </strong>- Universit&#228;tsmedizin Berlin haben gemeinsam mit den Kollegen der Rockefeller University in New York erfolgreich eine neue Therapie gegen Lungenentz&#252;ndungen getestet. Das Team um Dr. Martin Witzenrath und Prof. Norbert Suttorp von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie berichtet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Critical Care Medicine"*, dass es bei M&#228;usen erstmals gelungen sei, eine durch Pneumokokken hervorgerufene Lungenentz&#252;ndung mit einem <em>Enzym</em> zu heilen. 

<strong>Pneumokokken z&#228;hlen zu</strong> den h&#228;ufigsten Ausl&#246;sern von Lungenentz&#252;ndungen. Das o. g. Enzym wird von so genannten <em>Bakteriophagen</em> produziert. Das sind Viren, die in Bakterien eindringen, sich dort vermehren und anschlie&#223;end das Bakterium zerst&#246;ren, um es wieder verlassen zu k&#246;nnen. 
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/02/pneumokokken.jpg" rel="lightbox[pics1259]" title="Pneumokokken (Quelle:DC/Dr. Richard Facklam, Wikipedia.de)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/02/pneumokokken.thumbnail.jpg" alt="Pneumokokken (Quelle:DC/Dr. Richard Facklam, Wikipedia.de)" width="255" height="177" class="attachment wp-att-1260" /></a>
<div class="imagecaption">Pneumokokken (Quelle:DC/Dr. Richard Facklam, Wikipedia.de)</div>
</div>
<h4>Neue Therapie gegen Lungenentz&#252;ndungen -<br />
Charité-Forscher finden Ersatz f&#252;r Antibiotika</h4>
<p><strong>Forscher der Charité </strong>- Universit&#228;tsmedizin Berlin haben gemeinsam mit den Kollegen der Rockefeller University in New York erfolgreich eine neue Therapie gegen Lungenentz&#252;ndungen getestet. Das Team um Dr. Martin Witzenrath und Prof. Norbert Suttorp von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie berichtet in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift &#0187;Critical Care Medicine&#0171;*, dass es bei M&#228;usen erstmals gelungen sei, eine durch Pneumokokken hervorgerufene Lungenentz&#252;ndung mit einem <em>Enzym</em> zu heilen. </p>
<p><strong>Pneumokokken z&#228;hlen zu</strong> den h&#228;ufigsten Ausl&#246;sern von Lungenentz&#252;ndungen. Das o. g. Enzym wird von so genannten <em>Bakteriophagen</em> produziert. Das sind Viren, die in Bakterien eindringen, sich dort vermehren und anschlie&#223;end das Bakterium zerst&#246;ren, um es wieder verlassen zu k&#246;nnen. </p>
<blockquote><p>&#0187;Nach unseren Ergebnissen ist Cpl-1 genauso wirksam wie ein Antibiotikum, ohne dabei andere Bakterien anzugreifen. Leider wirkt es nur bei Pneumokokken, es gibt jedoch vergleichbare Enzyme gegen verschiedene Bakterien&#0171;, erkl&#228;rt Witzenrath.</p></blockquote>
<p><strong>Ein Versuch mit M&#228;usen</strong> veranschaulicht die gute Wirkung des Enzyms. Die schwer an einer Lungenentz&#252;ndung durch Pneumokokken infizierten M&#228;use wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bekam das klassische Antibiotikum Penicillin und &#252;berstand die Erkrankung. Der zweiten Gruppe wurde Cpl-1 verabreicht, die dritte erhielt ein Placebo. Alle mit Placebo behandelten M&#228;use verstarben, ihre mit Cpl-1 behandelten Artgenossen &#252;berlebten. Es kam hier zu einer deutlichen Abnahme der Bakterienzahlen in Lunge und Blut. Die typischen Symptome der Lungenentz&#252;ndung verschwanden rasch. Auch Nebenwirkungen dieses Enzyms sind bisher weder bei M&#228;usen noch bei menschlichen Zellkulturen aufgetreten.</p>
<blockquote><p>Lungenentz&#252;ndungen f&#252;hren heute noch h&#228;ufig zum Tode. &#0187;Herk&#246;mmliche Antibiotika helfen zunehmend nicht mehr, weil sie zu oft f&#252;r harmlose Krankheiten verschrieben werden&#0171;, erkl&#228;rt Witzenrath. &#0187;Die gef&#228;hrlichen Krankheitserreger haben Zeit, sich so zu ver&#228;ndern, dass diese Mittel ihnen nichts mehr anhaben k&#246;nnen.&#0171; Deshalb fahnden Forscher in aller Welt fieberhaft nach neuen Therapiestrategien. &#0187;Cpl-1 k&#246;nnte sich als ein Ausweg erweisen&#0171;, hofft er. Zulassungsverfahren f&#252;r erste klinische Studien laufen bereits.</p></blockquote>
<p><em>*Witzenrath , Suttorp, Schmeck, Rosseau et. al.: Systemic use of the endolysin Cpl-1 rescues mice with fatal pneumococcal pneumonia. In: Critical Care Medicine, Volume 37(2), February 2009, 642-649.</em><br />
<strong>Kontakt:</strong><br />
Dr. Martin Witzenrath<br />
martin.witzenrath@charite.de<br />
Klinik f&#252;r Infektiologie und Pneumologie<br />
Charité &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin<br />
Charité Campus Mitte<br />
t.: +49 30 450 553 122 </p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>M&#246;gen Sie Blaubeeren&#8230;?!</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/01/08/moegen-sie-blaubeeren/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/01/08/moegen-sie-blaubeeren/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 21:22:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Enzym]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelbeeren]]></category>
		<category><![CDATA[Morbus Crohn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=1141</guid>
		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/01/heidelbeeren.jpg" rel="lightbox[pics1141]" title="K&#246;nnen Heidelbeeren heilen helfen?"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/01/heidelbeeren.thumbnail.jpg" alt="K&#246;nnen Heidelbeeren heilen helfen?" width="255" height="178" class="attachment wp-att-1142" /></a><div class="imagecaption">K&#246;nnen Heidelbeeren heilen helfen? Er arbeitet daran, Bastian Knaup. (Foto: Robert Emmerich)</div></div><strong>Heidelbeeren: Farbstoffe hemmen Enzym</strong>
K&#246;nnen Heidelbeeren heilen? Der Lebensmittelchemiker Bastian Knaup von der Universit&#228;t W&#252;rzburg hat medizinisch interessante Farbstoffe aus den Beeren erforscht.

<strong>Farbstoffe aus Heidelbeeren hemmen ein Enzym</strong>, das bei Entz&#252;ndungen eine Schl&#252;sselrolle spielt. Das haben Forscher der Uni W&#252;rzburg in Laborversuchen herausgefunden. Ihre Ergebnisse sind <strong>m&#246;glicherweise</strong> f&#252;r die Therapie von entz&#252;ndlichen Darmerkrankungen von Bedeutung.
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/01/heidelbeeren.jpg" rel="lightbox[pics1141]" title="K&#246;nnen Heidelbeeren heilen helfen? Er arbeitet daran, Bastian Knaup."><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/01/heidelbeeren.thumbnail.jpg" alt="K&#246;nnen Heidelbeeren heilen helfen?" width="255" height="178" class="attachment wp-att-1142" /></a>
<div class="imagecaption">K&#246;nnen Heidelbeeren heilen helfen? Er arbeitet daran, Bastian Knaup. (Foto: Robert Emmerich)</div>
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<p><strong>Heidelbeeren: Farbstoffe hemmen Enzym</strong><br />
K&#246;nnen Heidelbeeren heilen? Der Lebensmittelchemiker Bastian Knaup von der Universit&#228;t W&#252;rzburg hat medizinisch interessante Farbstoffe aus den Beeren erforscht.</p>
<p><strong>Farbstoffe aus Heidelbeeren hemmen ein Enzym</strong>, das bei Entz&#252;ndungen eine Schl&#252;sselrolle spielt. Das haben Forscher der Uni W&#252;rzburg in Laborversuchen herausgefunden. Ihre Ergebnisse sind <strong>m&#246;glicherweise</strong> f&#252;r die Therapie von entz&#252;ndlichen Darmerkrankungen von Bedeutung.<br />
&#0187;Viele Menschen, die an entz&#252;ndlichen Darmbeschwerden leiden, f&#252;hlen sich besser, wenn sie gr&#246;&#223;ere Mengen Heidelbeeren essen&#0171;, sagt Bastian Knaup. Was k&#246;nnte das wirksame Element in den Beeren sein? Dieser Frage ist der W&#252;rzburger Lebensmittelchemiker in seiner Doktorarbeit nachgegangen. Dabei hatte er spezielle Farbstoffe im Blick: die so genannten Anthocyane, denen die Heidelbeeren ihre intensive F&#228;rbung verdanken.</p>
<p><strong>Ergebnisse sind ver&#246;ffentlicht</strong></p>
<p>In der Fachzeitschrift <em>&#0187;Molecular Nutrition &#038; Food Research&#0171;</em> hat Bastian Knaup die Ergebnisse jetzt gemeinsam mit Anett Oehme und mit seinen Betreuern Professor Peter Schreier und Anagnostis Valotis ver&#246;ffentlicht.</p>
<p><strong>Im Laborversuch hemmen</strong> die Farbstoffe aus Heidelbeeren das Enzym Lipoxygenase unterschiedlich deutlich. Dieses Enzym spielt bei Entz&#252;ndungsprozessen eine wichtige Rolle. Besonders stark wird es von dem Farbstoff Delphinidin unterdr&#252;ckt, der f&#252;r diesen Effekt mit jeweils einem Molek&#252;l der Zucker Glucose oder Galactose verkn&#252;pft sein muss.</p>
<blockquote><p>&#0187;Auf diesem Weg k&#246;nnten die Anthocyane eine gesundheitsf&#246;rdernde Wirkung entfalten&#0171;, meinen die W&#252;rzburger Lebensmittelchemiker. Das folgern sie aus ihren Laborversuchen; direkt am Menschen ist ihre Vermutung aber noch nicht bewiesen. Dennoch halten sie es f&#252;r m&#246;glich, dass ihre Erkenntnisse einen vielversprechenden Ansatz f&#252;r die Medizin bergen &#8211; zur Pr&#228;vention und Therapie entz&#252;ndlicher Darmerkrankungen wie zum Beispiel Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.</p></blockquote>
<p><strong>Farbstoffe im Darm wenig stabil</strong></p>
<p><strong>Bastian Knaup hat bei seiner Doktorarbeit auch</strong> nachgewiesen, dass die Farbstoffe der Heidelbeeren im Darm sehr unterschiedlich stabil sind &#8211; abh&#228;ngig von ihrer chemischen Struktur. Gerade auch der Farbstoff, der das Enzym Lipoxygenase am st&#228;rksten hemmt, hat sich als <strong>nicht</strong> sonderlich best&#228;ndig erwiesen.</p>
<p><strong>Die weiteren Forschungen</strong></p>
<p><strong>Zus&#228;tzliche Studien sind also n&#246;tig.</strong> In der W&#252;rzburger Lebensmittelchemie untersuchen nun weitere Doktoranden, wie sich die interessanten Stoffe aus Heidelbeeren stabiler machen lassen. Die hemmende Wirkung auf das Enzym Lipoxygenase d&#252;rfen die Stoffe dadurch nat&#252;rlich nicht verlieren.</p>
<p><strong>Diese Arbeiten geh&#246;ren</strong> zu einem gr&#246;&#223;eren Projekt, das vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung finanziell gef&#246;rdert wird. Mehrere Universit&#228;ten und Industriepartner untersuchen dabei den Einfluss pflanzlicher Inhaltsstoffe auf den Menschen.</p>
<p><strong>Historisches &#252;ber Heidelbeeren</strong></p>
<p><strong>Schon die alten Griechen und R&#246;mer</strong> verwendeten Heidelbeeren &#8211; unter anderem als Heilmittel <strong>gegen Darmerkrankungen</strong>. Im Mittelalter entdeckte Hildegard von Bingen den Wert der blauen Waldfr&#252;chte als Heilpflanze wieder.</p>
<p><strong>Bis heute ist es wissenschaftlich nicht belegt</strong>, ob die Fr&#252;chte tats&#228;chlich das Potenzial haben, um erfolgreich gegen Krankheiten eingesetzt zu werden. Extrakte aus Heidelbeeren sind vor allem in den USA auf dem Markt. Verkauft werden sie dort als Nahrungserg&#228;nzungsmittel.</p>
<p><small><em>&#0187;Anthocyanins as lipoxygenase inhibitors (p NA)2, Bastian Knaup, Anett Oehme, Anagnostis Valotis, Peter Schreier, Molecular Nutrition &#038; Food Research, online publiziert am 15. Dezember 2008, DOI: 10.1002/mnfr.200800234</em></small></p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong> Dr. Anagnostis Valotis, T (0931) 888-5482, valotis@pharmazie.uni-wuerzburg.de</p>
<p>Prof. Dr. Peter Schreier, T (0931) 888-5480, schreier@pzlc.uni-wuerzburg.de </p>]]></content:encoded>
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