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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Erbgut</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Neue Hautkrebs-Therapie im Mausversuch erfolgreich</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 16:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Chemo]]></category>
		<category><![CDATA[Erbgut]]></category>
		<category><![CDATA[Immunsystem]]></category>
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		<category><![CDATA[Tumor]]></category>
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		<description><![CDATA[<strong>Eine neue Kombinationstherapie kann augenscheinlich sogar gegen weit fortgeschrittenen Hautkrebs Erstaunliches ausrichten - zumindest in M&#228;usen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universit&#228;t Bonn, die in der Zeitschrift Cancer Research erschienen ist (doi:10.1158/0008-5472.CAN-09-0579). Die Forscher konnten selbst schwerkranke Tiere erfolgreich behandeln: Sowohl die Prim&#228;r-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen verschwanden vollst&#228;ndig. Eine Studie mit menschlichen Patienten steht noch aus.</strong>

<strong>Mit kombinierten Chemoimmuntherapien</strong> konnten in den USA bereits Menschen mit fortgeschrittenem Hautkrebs erfolgreich behandelt werden. Dies erfolgte jedoch im Rahmen von sehr aufw&#228;ndigen und teueren wissenschaftlichen Studien. Diese sind derzeit weltweit nur an ganz wenigen Zentren m&#246;glich. Die Bonner Wissenschaftler haben nun eine neue Form von Chemoimmuntherapie entwickelt. Sie kombinierten dazu drei verschiedene Ans&#228;tze: Zun&#228;chst unterzogen sie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine neue Kombinationstherapie kann augenscheinlich sogar gegen weit fortgeschrittenen Hautkrebs Erstaunliches ausrichten &#8211; zumindest in M&#228;usen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universit&#228;t Bonn, die in der Zeitschrift Cancer Research erschienen ist (doi:10.1158/0008-5472.CAN-09-0579). Die Forscher konnten selbst schwerkranke Tiere erfolgreich behandeln: Sowohl die Prim&#228;r-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen verschwanden vollst&#228;ndig. Eine Studie mit menschlichen Patienten steht noch aus.</strong></p>
<p><strong>Mit kombinierten Chemoimmuntherapien</strong> konnten in den USA bereits Menschen mit fortgeschrittenem Hautkrebs erfolgreich behandelt werden. Dies erfolgte jedoch im Rahmen von sehr aufw&#228;ndigen und teueren wissenschaftlichen Studien. Diese sind derzeit weltweit nur an ganz wenigen Zentren m&#246;glich. Die Bonner Wissenschaftler haben nun eine neue Form von Chemoimmuntherapie entwickelt. Sie kombinierten dazu drei verschiedene Ans&#228;tze: Zun&#228;chst unterzogen sie die krebskranken M&#228;use einer Chemotherapie. Im Anschluss spritzten sie den Tieren Killerzellen des Immunsystems in die Blutbahn, die Hautkrebszellen spezifisch erkennen k&#246;nnen. Zus&#228;tzlich injizierten die Forscher k&#252;nstlich hergestelltes Viren-Erbgut, um die nat&#252;rliche Immunabwehr in Alarmbereitschaft zu versetzen. Alle Komponenten waren f&#252;r den Erfolg der Therapie notwendig.</p>
<blockquote><p>&#0187;Um erfolgreiche Kombinationstherapien zu finden, braucht man vor allem neue experimentelle Modelle, die die Situation beim Menschen simulieren&#0171;, erkl&#228;rt der Bonner Hautkrebsforscher Professor Dr. Thomas T&#252;ting.</p></blockquote>
<p><strong><br />
Hierzu haben die Bonner Forscher</strong> einen besonderen genetisch ver&#228;nderten Mausstamm verwandt. Diese Tiere bekommen Melanome, die in ihrer Entstehung und Morphologie den menschlichen Tumoren verbl&#252;ffend &#228;hnlich sind. Bei der Behandlung waren alleinige Chemo- oder Immuntherapien weitgehend unwirksam. Durch ihre Dreierstrategie konnten die Forscher jedoch sowohl die Prim&#228;r-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen gezielt zerst&#246;ren.</p>
<p><strong>Tumor in die Zange genommen</strong></p>
<p>strong>Ein Schl&#252;ssel zum Erfolg</strong> war die Nutzung eines uralten k&#246;rpereigenen Abwehrsystems: Normalerweise macht unser Immunsystem Krebszellen den Garaus. In vielen F&#228;llen erkennt es jedoch die entarteten Tumorzellen nicht als Feind. Durch den Einsatz von k&#252;nstlicher Erbsubstanz lassen sich diese Tumoren gewisserma&#223;en enttarnen. </p>
<blockquote><p>&#0187;Wir nutzen dabei einen Abwehrmechanismus unseres K&#246;rpers gegen Viren&#0171;, sagt Professor Dr. Gunther Hartmann, Direktor des Instituts f&#252;r Klinische Chemie und Pharmakologie. &#0187;Unsere Zellen erkennen das Erbgut von Viren mit Hilfe spezifischer Rezeptoren. Dies f&#252;hrt zur Aktivierung der k&#246;rpereigenen Abwehr. Mit neuen Designer-Molek&#252;len k&#246;nnen wir diese Rezeptoren sowohl in Immunzellen als auch direkt in Tumorzellen gezielt stimulieren. Dieses neue Therapieprinzip nimmt Tumorzellen in die Zange und treibt sie in den Selbstmord.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Gef&#228;hrlichster Hauttumor</strong></p>
<p><strong>Der schwarze Hautkrebs</strong>, fachsprachlich auch &#0187;<em>malignes Melanom</em>&#0171; genannt, bildet sehr schnell Tochtergeschw&#252;lste (Metastasen) in Lymphknoten und inneren Organen. Daher gilt er als der b&#246;sartigste Hauttumor. L&#228;sst er sich chirurgisch entfernen, ist eine Heilung m&#246;glich. Im fortgeschrittenen Stadium versagen jedoch etablierte Behandlungsmethoden wie die Chemo- und Strahlentherapie. In den letzten Jahrzehnten haben Wissenschaftler weltweit untersucht, wie das Immunsystem zur Bek&#228;mpfung von Hautkrebszellen aktiviert werden kann. &#0187;<em>Unsere Experimente in einem dem Menschen &#228;hnlichen Tiermodell k&#246;nnten uns helfen, diese neuen Therapieformen besser zu verstehen und zu vereinfachen</em>&#0171;, meint Professor T&#252;ting. </p>
<p><strong>Die klinische Entwicklung ist mit enormen Kosten verbunden und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.</strong></p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Professor Dr. Thomas T&#252;ting<br />
Klinik f&#252;r Dermatologie und Allergologie, Universit&#228;tsklinikum Bonn<br />
Telefon: 0228/287-19257<br />
E-Mail: Thomas.Tueting@ukb.uni-bonn.de</p>
<p>Professor Dr. Gunther Hartmann<br />
Direktor des Instituts f&#252;r Klinische Chemie und Pharmakologie,<br />
Universit&#228;tsklinikum Bonn<br />
Telefon: 0228/287-16080<br />
E-Mail: gunther.hartmann@ukb.uni-bonn.de </p>
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