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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Fettspeicherung</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Forscher identifizieren Eiwei&#223;molek&#252;l, das Fettspeicherung kontrolliert</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 21:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[ARFRP1]]></category>
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		<description><![CDATA[<em>Potsdam-Rehbr&#252;cke</em> - <strong>Ein Wissenschaftlerteam unter F&#252;hrung von Annette Sch&#252;rmann vom Deutschen Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiwei&#223;molek&#252;l identifiziert, das die Fettspeicherung f&#246;rdert. Das Protein sorgt daf&#252;r, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form gro&#223;er Fetttr&#246;pfchen gespeichert werden k&#246;nnen. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. "<em>Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen</em>", sagt Annette Sch&#252;rmann. Das Eiwei&#223;molek&#252;l sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.

<strong>Das Forscherteam, zu dem auch</strong> Wissenschaftler der Universit&#228;ten M&#252;nster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts f&#252;r Biochemie in Martinsried geh&#246;ren, ver&#246;ffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (<em>Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09</em>).</strong>

<strong>&#220;bersch&#252;ssige Nahrungsenergie wird langfristig</strong> in Form von K&#246;rperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt - weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/fettzellen.jpg" rel="lightbox[pics2027]" title="Elektronenmikroskopische Aufnahmen. Fettr&#246;pfchen sind mit schwarzen Pfeilen markiert. Foto: DIfE)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/fettzellen.thumbnail.jpg" alt="Fettzellen" width="255" height="106" class="attachment wp-att-2028" /></a>
<div class="imagecaption">Elektronenmikroskopische Aufnahmen. Fettr&#246;pfchen sind mit schwarzen Pfeilen markiert. (DIfE)</div>
</div>
<p><em>Potsdam-Rehbr&#252;cke</em> &#8211; <strong>Ein Wissenschaftlerteam unter F&#252;hrung von Annette Sch&#252;rmann vom Deutschen Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung (DIfE) hat nun ein Eiwei&#223;molek&#252;l identifiziert, das die Fettspeicherung f&#246;rdert. Das Protein sorgt daf&#252;r, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen aufgenommenen Lipide in Form gro&#223;er Fetttr&#246;pfchen gespeichert werden k&#246;nnen. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. &#0187;<em>Unsere am Mausmodell gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der Fettspeicherung besser zu verstehen</em>&#0171;, sagt Annette Sch&#252;rmann. Das Eiwei&#223;molek&#252;l sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe eine Rolle spielt.</p>
<p><strong>Das Forscherteam, zu dem auch</strong> Wissenschaftler der Universit&#228;ten M&#252;nster und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts f&#252;r Biochemie in Martinsried geh&#246;ren, ver&#246;ffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biology (<em>Angela Hommel et al., 2010; DOI:10.1128/MCB.01269-09</em>).</strong></p>
<p><strong>&#220;bersch&#252;ssige Nahrungsenergie wird langfristig</strong> in Form von K&#246;rperfett gespeichert. Dies ist seit langem bekannt &#8211; weitgehend unbekannt sind dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team um Annette Sch&#252;rmann einerseits ein Zellkulturmodell und andererseits ein besonderes Mausmodell. Bei letzterem handelt es sich um Tiere, bei denen im Vergleich zu Kontrollm&#228;usen die Forscher das Eiwei&#223;molek&#252;l ARFRP1 spezifisch entfernten. Durch den Vergleich der physiologischen Daten der M&#228;use, die in ihrem Fettgewebe kein ARFRP1-Protein produzieren, mit den Daten von Kontrolltieren konnten die Wissenschaftler R&#252;ckschl&#252;sse auf die Funktion des Eiwei&#223;molek&#252;ls ziehen. Ebenso lieferten zus&#228;tzliche Zellkulturexperimente erg&#228;nzende biochemische Daten.</p>
<p><strong>Die Tiere ohne ARFRP1</strong> speicherten die Lipide kaum im Fettgewebe; die in den einzelnen Fettzellen eingelagerten Fetttr&#246;pfchen waren winzig. Zus&#228;tzliche biochemische Analysen zeigten dar&#252;ber hinaus, dass ein fettabbauendes Enzym (hormone-sensitive lipase) st&#228;rker aktiviert wurde. Der Speicherdefekt des Fettgewebes hatte zur Folge, dass die Tiere bereits im Alter von nur sieben Tagen Lipide in anderen Geweben, z.B. der Leber, einlagerten &#8211; ein Vorgang, der zu einer Insulinresistenz f&#252;hren kann, einer Vorstufe des Typ-2-Diabetes.</p>
<blockquote><p>&#0187;Aufgrund unserer Daten gehen wir davon aus, dass das identifizierte Protein gleichzeitig zwei Prozesse reguliert. Einerseits f&#246;rdert es die Fusion kleiner Fettpartikel zu gr&#246;&#223;eren Fetttropfen. Andererseits hemmt es den enzymatischen Fettabbau&#0171;, erkl&#228;rt Angela Hommel, Erstautorin der Studie. Damit sei die Forschung wieder ein kleines St&#252;ckchen weitergekommen, um die molekularen Grundlagen der Fettspeicherung zu verstehen, erg&#228;nzt Annette Sch&#252;rmann.</p></blockquote>
<p><strong>Die Wissenschaftler gehen derzeit nicht</strong> davon aus, dass ihre Erkenntnisse in naher Zukunft dazu genutzt werden k&#246;nnen, neue Medikamententherapien gegen krankhaftes &#220;bergewicht zu entwickeln. Denn das identifizierte Protein spielt auch w&#228;hrend der Embryonalentwicklung sowie in anderen Organen wie der Leber, den Nieren oder dem Gehirn eine wichtige Rolle. W&#252;rde man also beispielsweise versuchen, die Wirkung des Proteins ARFRP1 und damit auch die Fettspeicherung medikament&#246;s zu unterdr&#252;cken, w&#228;ren sicher zu starke Nebenwirkungen zu erwarten. </p>
<p><strong>Allerdings stellt</strong> die von der Arbeitsgruppe Sch&#252;rmann entwickelte Maus ein neues Modell zur Untersuchung der Ursachen und Mechanismen der Insulinresistenz dar. &#0187;Aufgrund der defekten Fettspeicherung im Fettgewebe lagert der K&#246;rper Fette in anderen Organen, wie z.B. der Leber, dem Skelettmuskel und dem Herz ein, wie es auch bei &#252;bergewichtigen und adip&#246;sen Personen beobachtet wird. Diese &#8250;fehlerhafte&#8249; Fettspeicherung wird mit einer verminderten Insulinwirkung in Verbindung gebracht, deren molekularen Ursachen nun in unserem Modell aufgekl&#228;rt werden k&#246;nnen&#0171;, sagt Annette Sch&#252;rmann.</p>
<p><strong>Hintergrundinformation:</strong><br />
Das Fettgewebe spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulation des Energiehaushalts des K&#246;rpers. Dabei muss man zwischen zwei Gewebetypen unterscheiden:<br />
Das so genannte braune Fettgewebe tr&#228;gt dazu bei, die K&#246;rpertemperatur aufrecht zu erhalten. Das in ihm gespeicherte Fett wird direkt f&#252;r die W&#228;rmeproduktion verwendet, so dass hier gr&#246;&#223;ere Mengen an Energie verbraucht werden. Lange ging man davon aus, dass das braune Fettgewebe beim Menschen eher eine untergeordnete Rolle spielt und er nur im S&#228;uglingsalter wenig davon besitzt. Neuere Studien belegen jedoch, dass auch der erwachsene Mensch &#252;ber braunes Fettgewebe verf&#252;gt, wobei allerdings adip&#246;se Personen kein oder nur geringe Mengen dieses stoffwechselaktiven Gewebes aufweisen.</p>
<p>Das so genannte wei&#223;e Fettgewebe erf&#252;llt drei verschiedene Aufgaben:</p>
<ul>
<li>Es ist Speicher- und Depotfett; ein Mensch mit einer Fettreserve von 15 Kilo kann etwa 50 bis 60 Tage ohne Nahrung auskommen.</li>
<li>Es bietet &#228;hnlich wie ein &#0187;Airbag&#0171; einen gewissen Schutz vor mechanischen Verletzungen.</li>
<li>Es dient der W&#228;rmed&#228;mmung, denn Fett ist ein schlechter W&#228;rmeleiter.</li>
</ul>
<p><strong>Die Fettzellen (Adipocyten)</strong> des wei&#223;en Fettgewebes sind vergleichsweise gro&#223;e Zellen. Die Zelle ist fast vollst&#228;ndig mit einem gro&#223;en Fetttropfen ausgef&#252;llt, wobei der Zellkern dicht an den Zellrand gedr&#252;ckt ist. Stark vereinfacht, kann man sich die Fettzelle als einen dehnbaren &#214;ltank vorstellen. </p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. Annette Sch&#252;rmann<br />
Deutsches Institut f&#252;r Ern&#228;hrungsforschung<br />
Potsdam-Rehbr&#252;cke (DIfE)<br />
Abteilung Experimentelle Diabetologie<br />
Arthur-Scheunert-Allee 114-116<br />
D-14558 Nuthetal<br />
Tel.: ++49 (0)33200 88 368<br />
E-Mail: schuermann@dife.de</p>]]></content:encoded>
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