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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Fußsyndrom</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>EPO in der Wundtherapie beim diabetischen Fu&#223;syndrom</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 19:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klinische Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[diabetes]]></category>
		<category><![CDATA[Epo]]></category>
		<category><![CDATA[Fußsyndrom]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Neues Dosierungsverfahren setzt niedrigste Konzentrationen von EPO ein</h4>
<strong>Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es gelungen, mit dem k&#246;rpereigenen Hormon Erythropoietin (EPO) eine neue <em>nebenwirkungsfreie</em> Behandlungsstrategie in der Wundheilung zu entwerfen. In einer aktuellen multizentrischen interdisziplin&#228;ren Studie an der MHH zur Wundtherapie bei Diabetischem Fu&#223;syndrom zeigen die Forscher, dass schwere chronische Wunden bei Patienten mit Diabetes Typ I und II unter der Gabe des Medikaments EPO wesentlich schneller abheilen als unter konventioneller Behandlung.</strong>

<strong>Die wissenschaftlichen Ergebnisse weisen darauf hin, dass EPO</strong> schon in niedrigsten Dosierungen - durch die Bildung und Ausschwemmung von Stammzellen aus dem Knochenmark zur Regeneration von Verletzungen und Organsch&#228;den - einen positiven Einfluss auf die Wundheilung hat. EPO wird ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Neues Dosierungsverfahren setzt niedrigste Konzentrationen von EPO ein</h4>
<p><strong>Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es gelungen, mit dem k&#246;rpereigenen Hormon Erythropoietin (EPO) eine neue <em>nebenwirkungsfreie</em> Behandlungsstrategie in der Wundheilung zu entwerfen. In einer aktuellen multizentrischen interdisziplin&#228;ren Studie an der MHH zur Wundtherapie bei Diabetischem Fu&#223;syndrom zeigen die Forscher, dass schwere chronische Wunden bei Patienten mit Diabetes Typ I und II unter der Gabe des Medikaments EPO wesentlich schneller abheilen als unter konventioneller Behandlung.</strong></p>
<p><strong>In Deutschland leiden sch&#228;tzungsweise zehn Millionen</strong> Patienten an Diabetes. Die Dunkelziffer ist hoch. Aufgrund der schweren chronischen Sekund&#228;rerkrankungen gewinnt die Volkskrankheit auch zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Zu den Folgerkrankungen geh&#246;ren, neben dem Diabetischen Fu&#223;syndrom, unter anderem Bluthochdruck, Herzinfarkt, Netzhautabl&#246;sung bis hin zur Erblindung und die sogenannte Neuropathie. Dabei handelt es sich um Nervensch&#228;digungen im Bereich der Extremit&#228;ten, die zu einem verminderten Schmerzempfinden und Taubheitsgef&#252;hl f&#252;hren. Die durch Diabetes bedingte Durchblutungsst&#246;rungen entstandenen Wunden und Geschw&#252;re werden von den Patienten zu sp&#228;t bemerkt und k&#246;nnen einen chronischen Verlauf nehmen. Im schlimmsten Fall droht die Amputation der betroffenen Gliedma&#223;en. Besonders bei schweren Verl&#228;ufen des Syndroms ohne chirurgische oder endovaskul&#228;re Behandlungsm&#246;glichkeiten f&#252;hrt EPO zu einem Therapieerfolg.</p>
<p><strong>Professor Dr. Hans-Oliver Rennekampff</strong>, Bereichsleiter f&#252;r Verbrennungsmedizin und Hautregeneration der MHH-Klinik f&#252;r Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie: &#0187;<em>Es gibt in Deutschland jedes Jahr etwa zwei bis drei Millionen Patienten, die unter schweren chronisch offenen Wunden leiden. Die Hauptursachen sind Diabetes mellitus und eine Reihe von Gef&#228;&#223;leiden. Es gibt zwar verschiedene konservative Behandlungsm&#246;glichkeiten wie spezielle Wundauflagen oder chirurgische Ma&#223;nahmen wie die Hauttransplantation, aber eine erschreckend gro&#223;e Anzahl an Patienten spricht auf diese Behandlungen nicht an oder ist f&#252;r die operative Therapie nicht geeignet. Darum ist die Notwendigkeit von alternativen molekularbiologischen Therapiestrategien so wichtig.</em>&#0187;</p>
<p><strong>Die wissenschaftlichen Ergebnisse weisen darauf hin, dass EPO</strong> schon in niedrigsten Dosierungen &#8211; durch die Bildung und Ausschwemmung von Stammzellen aus dem Knochenmark zur Regeneration von Verletzungen und Organsch&#228;den &#8211; einen positiven Einfluss auf die Wundheilung hat. EPO wird von der Niere gebildet und reguliert als Wachstumsfaktor die Entstehung der roten Blutk&#246;rperchen aus dem Knochenmark. Darum wird das Therapeutikum h&#228;ufig bei Blutarmut als Folge von Dialyse oder Chemotherapie eingesetzt. Neben der Wirkung auf die Blutbildung haben Forscher eine Reihe positiver Effekte bei dem Glykoprotein beobachtet. So stimuliert EPO die Bildung von k&#246;rpereigenen Stammzellen (Progenitorzellen) und hat eine zellsch&#252;tzende Wirkung auf gestresste K&#246;rperzellen. <strong>Die F&#228;higkeit zur allgemeinen Leistungssteigerung wurde in verschiedenen Sportarten ausgenutzt und hat EPO den zweifelhaften Ruf eines Dopingmittels beschert. </strong></p>
<blockquote><p><strong>Dem therapeutischen Problem, dass es bei hohen Dosierungen des Medikaments zur Eindickung des Blutes und infolgedessen zu Blutgerinnseln</strong> kommen kann, haben die MHH-Forscher eine intelligente Strategie entgegengesetzt. &#0187;Wir haben die molekularen Mechanismen von EPO untersucht und entdeckt, dass das Hormon auch in sehr niedrigen Konzentrationen einen positiven Einfluss auf Stammzell-Vorl&#228;uferzellen, sogenannte Progenitorzellen hat. Die vermehrte Bildung von roten Blutk&#246;rperchen f&#252;hrt zu einer erh&#246;hten Durchblutung des K&#246;rpergewebes und dadurch zu einer verbesserten Versorgung der Wunde. Die gef&#252;rchtete einschr&#228;nkende Wirkung von EPO haben wir mit dem neuen Therapieprinzip nicht beobachten k&#246;nnen&#0171;, erkl&#228;rt Professor Dr. Hermann Haller, Direktor der Klinik f&#252;r Nieren- und Hochdruckerkrankungen. Auch auf dem Gebiet der chronischen Nierenerkrankungen wirke sich Erythropoietin in der neuen Dosierung positiv aus. Die Entwicklung einer diabetischen Nephropathie &#8211; dabei kommt es zunehmend zu einer Sch&#228;digung der kleinsten Nierengef&#228;&#223;e und damit zu einer dramatisch eingeschr&#228;nkten Filterleistung der Niere &#8211; k&#246;nne durch die neue Therapie weitgehend verhindert werden.</p>
<p><strong>Die vom Bundesinstitut f&#252;r Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der zentralen Ethikkommission genehmigte Phase II-Studie</strong> untersucht insgesamt 90 Patienten in einem Zeitraum von je zw&#246;lf Wochen und findet an mehreren gro&#223;en diabetologischen Zentren in Deutschland statt &#8211; die Klinik f&#252;r Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie ist k&#252;rzlich als Studienzentrum zertifiziert worden. &#0187;<em>Bisher trat bei keinem der bereits in der Studie behandelten Patienten eine durch das niedrig dosierte EPO ausgel&#246;ste Nebenwirkung auf</em>&#0171;, erkl&#228;rt Martina Fischer-D&#246;rre, Managerin Klinische Studien der Epoplus GmbH &#038; Co. KG.</p>
<p>Der Bedarf f&#252;r eine bundesweite Untersuchung ist gro&#223;. &#0187;In Deutschland fehlen derzeit f&#252;r fast alle modernen Wundtherapien evidenzbasierte Daten. Diese Studie soll best&#228;tigen, dass EPO in nebenwirkungsfreier Dosierung au&#223;erhalb der heutigen Anwendungsgebiete v&#246;llig neue therapeutische M&#246;glichkeiten bietet&#0171;, erkl&#228;rt Dr. Dr. R&#252;dinger, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der Epoplus GmbH &#038; Co. KG. Mit ersten Ergebnissen ist am Ende der Studie, Anfang 2011, zu rechnen.</p></blockquote>]]></content:encoded>
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