Gen für Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Herztod entdeckt
2. April 2010 | Von FR | Kategorie: KurznachrichtenFoto: EURAC
Josef Penninger, Institut für Molekulare Biotechnologie Wien (IMBA)
Foto: IMBA/Hans Krist
Ein »überspringender Funke« legte den Grundstein für bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen. Als sich der Wiener Genetiker Josef Penninger vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) und Peter Pramstaller, Leiter des Instituts für Genetische Medizin an der Europäischen Akademie Bozen (EURAC), vor zwei Jahren in Bozen begegneten, funkte es buchstäblich auf Anhieb.
Gemeinsame Forschungsschwerpunkte und die Bereitschaft, neue Wege im Bereich der Genetik einzuschlagen besiegelten den Entschluss der beiden Wissenschaftler, in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zusammen zu arbeiten. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind außerordentlich: Das Forscherteam des IMBA entschlüsselte 490 Gene, die für das Funktionieren des Herzens von Taufliegen (Drosophila) notwendig sind. Das Team des EURAC-Instituts für Genetische Medizin forschte parallel dazu an menschlichen Genomsätzen und erbrachte den Beweis, dass die Erkenntnisse über bestimmte krankheitsrelevante Gene nicht nur für die Fliegen, sondern ebenso für den Menschen wirksam sind. Beide Forscherteams liefern damit gemeinsam entscheidende Informationen für die Entwicklung innovativer therapeutischer Ansätze und neuartiger Herzmedikamente. Die aktuelle Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins CELL vom 2. April 2010 widmet den neuen Erkenntnissen seine Titelgeschichte.
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