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	<title>DZKF WEBLOG &#187; gen</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<item>
		<title>Nur ein Gen bestimmt Geruchssinn und Schmerzempfinden</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/03/24/ein-gen-bestimmt-geruchssinn-und-schmerzempfinden/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 16:59:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[defekt]]></category>
		<category><![CDATA[gen]]></category>
		<category><![CDATA[Geruchssinn]]></category>
		<category><![CDATA[Natriumkanal]]></category>
		<category><![CDATA[Nav1.7]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Saarl&#228;ndische Wissenschaftler identifizieren wichtiges menschliches Geruchs-Gen - Ver&#246;ffentlichung in "NATURE"</h4>

<strong>Professor Frank Zufall ist federf&#252;hrender Wissenschaftler der Geruchs-Studie, die jetzt in Nature ver&#246;ffentlicht wurde. Foto: Uni</strong>

<strong>Was haben Schmerzempfinden und die Wahrnehmung von Ger&#252;chen miteinander zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts. Auf genetischer Ebene aber sehr viel. Wie saarl&#228;ndische Wissenschaftler nun gemeinsam mit Kollegen aus Gro&#223;britannien, den USA und Frankreich herausgefunden haben, ist ein einziges Gen daf&#252;r verantwortlich, dass Menschen sowohl Schmerz als auch D&#252;fte wahrnehmen k&#246;nnen. Bei Patienten mit einem Funktionsausfall dieses Gens, das die Bezeichnung SCN9A tr&#228;gt, fehlen diese beiden wichtigen Sinnesempfindungen.
Die neuen Ergebnisse zeigen detailliert, wie die Funktion dieses Gens zu einer direkten Kontrolle der gesamten Nervenaktivit&#228;t des Geruchssystems f&#252;hrt. Diese Erkenntnisse wurden jetzt im renommierten Fachmagazin Nature ver&#246;ffentlicht.</strong>

<strong>Seit 2006 sorgen Studien</strong> &#252;ber das fehlende Schmerzempfinden bei einer bestimmten Gruppe von Patienten in der Fachwelt f&#252;r Aufsehen. Diese Patienten brechen sich zum Beispiel die Knochen, ohne dabei Schmerzen zu empfinden. Da dieser Defekt besonders oft in bestimmten Familien vorkommt, haben die Wissenschaftler eine genetische Ver&#228;nderung dahinter vermutet. Tats&#228;chlich konnte ein einziges Gen identifiziert werden, das f&#252;r das fehlende Schmerzempfinden verantwortlich ist. Dabei handelt es sich um das Gen mit der Bezeichnung SCN9A, das einen bestimmten Natrium-Ionenkanal kodiert. Tr&#228;gt dieses Gen eine spezifische Mutation, so kann dieser Natrium-Kanal vom K&#246;rper nicht hergestellt und in die Zellmembran der schmerzempfindlichen Nervenzellen eingebaut werden. Die Folge ist, dass keine Nervenreize mehr weitergeleitet werden k&#246;nnen, so dass letztendlich im Gehirn kein Schmerzempfinden ausgel&#246;st werden kann.
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Saarl&#228;ndische Wissenschaftler identifizieren wichtiges menschliches Geruchs-Gen &#8211; Ver&#246;ffentlichung in &#0187;NATURE&#0171;</h4>
<p><strong>Professor Frank Zufall ist federf&#252;hrender Wissenschaftler der Geruchs-Studie, die jetzt in Nature ver&#246;ffentlicht wurde. Foto: Uni</strong></p>
<p><strong>Was haben Schmerzempfinden und die Wahrnehmung von Ger&#252;chen miteinander zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts. Auf genetischer Ebene aber sehr viel. Wie saarl&#228;ndische Wissenschaftler nun gemeinsam mit Kollegen aus Gro&#223;britannien, den USA und Frankreich herausgefunden haben, ist ein einziges Gen daf&#252;r verantwortlich, dass Menschen sowohl Schmerz als auch D&#252;fte wahrnehmen k&#246;nnen. Bei Patienten mit einem Funktionsausfall dieses Gens, das die Bezeichnung SCN9A tr&#228;gt, fehlen diese beiden wichtigen Sinnesempfindungen.<br />
Die neuen Ergebnisse zeigen detailliert, wie die Funktion dieses Gens zu einer direkten Kontrolle der gesamten Nervenaktivit&#228;t des Geruchssystems f&#252;hrt. Diese Erkenntnisse wurden jetzt im renommierten Fachmagazin Nature ver&#246;ffentlicht.</strong></p>
<p><strong>Seit 2006 sorgen Studien</strong> &#252;ber das fehlende Schmerzempfinden bei einer bestimmten Gruppe von Patienten in der Fachwelt f&#252;r Aufsehen. Diese Patienten brechen sich zum Beispiel die Knochen, ohne dabei Schmerzen zu empfinden. Da dieser Defekt besonders oft in bestimmten Familien vorkommt, haben die Wissenschaftler eine genetische Ver&#228;nderung dahinter vermutet. Tats&#228;chlich konnte ein einziges Gen identifiziert werden, das f&#252;r das fehlende Schmerzempfinden verantwortlich ist. Dabei handelt es sich um das Gen mit der Bezeichnung SCN9A, das einen bestimmten Natrium-Ionenkanal kodiert. Tr&#228;gt dieses Gen eine spezifische Mutation, so kann dieser Natrium-Kanal vom K&#246;rper nicht hergestellt und in die Zellmembran der schmerzempfindlichen Nervenzellen eingebaut werden. Die Folge ist, dass keine Nervenreize mehr weitergeleitet werden k&#246;nnen, so dass letztendlich im Gehirn kein Schmerzempfinden ausgel&#246;st werden kann.</p>
<div class="imageframe alignright" style="width:263px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-frank-zufall.jpg" rel="lightbox[pics2794]" title="Professor Frank Zufall ist federf&#252;hrender Wissenschaftler der Geruchs-Studie, die jetzt in Nature ver&#246;ffentlicht wurde. Foto: Uni"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/03/prof-frank-zufall.thumbnail.jpg" alt="Professor Frank Zufall" width="255" height="242" class="attachment wp-att-2795" /></a>
<div class="imagecaption">Professor Frank Zufall ist federf&#252;hrender Wissenschaftler der Geruchs-Studie, die jetzt in Nature ver&#246;ffentlicht wurde. Foto: Uni</div>
</div>
<p><strong>&#0187;Wir haben uns gefragt, ob derselbe Natrium-Kanal auch f&#252;r die Funktion der Nervenzellen im Riechsystem wichtig sein k&#246;nnte&#0171;</strong>, erkl&#228;rt Professor Frank Zufall, Leiter der Abteilung &#0187;Molekulare Medizin Sensorischer Systeme&#0171; am Institut f&#252;r Physiologie der Universit&#228;t des Saarlandes in Homburg und federf&#252;hrender Wissenschaftler der Geruchs-Studie, die Fragestellung des &#0187;Nature&#0171;-Artikels.</p>
<p><strong>Nachdem das Forscherteam herausfinden konnte</strong>, dass dieser spezielle Natrium-Kanal namens Nav1.7 auch stark in den olfaktorischen Sinneszellen der Nase vorhanden ist, stellte sich die Frage nach der konkreten Funktion dieses Kanals. Dazu wurde das Gen in den Riechsinneszellen von M&#228;usen ausgeschaltet. Tats&#228;chlich zeigten diese M&#228;use, genau wie die Patienten mit einem ver&#228;nderten SCN9A-Gen, einen v&#246;lligen Ausfall ihres Geruchssystems, ein Zustand, der als &#0187;generelle Anosmie&#0171; bezeichnet wird.</p>
<blockquote><p><strong>Dabei hatten die Wissenschaftler eine harte Nuss zu knacken:</strong> &#0187;Das Schwierige war, dass die Sinneszellen in der Nase, die am Anfang der Wahrnehmung stehen, nach wie vor auf D&#252;fte reagieren und Aktionspotenziale feuern, wenn der Nav1.7-Kanal ausgeschaltet ist&#0171;, erkl&#228;rt Frank Zufall. Das hei&#223;t, die Zellen in der Nase funktionieren trotz defektem Gen einwandfrei und leiten elektrische Reize, die von D&#252;ften ausgel&#246;st werden, weiter. Die Forscher mussten also weitersuchen, bis sie herausfanden, dass bei fehlendem Nav1.7-Kanal im Verlauf des Geruchsnervs, an der ersten Schaltstelle zum Gehirn, die Reizweitergabe in Richtung Gehirn v&#246;llig blockiert war.</p>
<p><strong>Die Wissenschaftler haben damit eine neue Strategie entwickelt</strong>, um menschliche Gene, die f&#252;r das Riechen verantwortlich sind, zu identifizieren und ihre Funktionsweise zu entschl&#252;sseln: Sie suchen nach Genen, die f&#252;r den Defekt eines Sinnessystems – hier Schmerzempfinden – verantwortlich sind, und &#252;berpr&#252;fen, ob dieselben Gene auch f&#252;r andere Sinnessysteme – hier das Riechen – benutzt werden. Das hat pragmatische Gr&#252;nde: &#0187;Vielleicht gibt es ja auch Patienten mit angeborener Taubheit oder Blindheit, die gleichzeitig nicht riechen k&#246;nnen&#0171;, erkl&#228;rt Professor Zufall dieses Vorgehen. Die Gene, die den menschlichen Geruchssinn steuern, sind bisher so gut wie unbekannt.</p>
<p><strong>Neben der Identifizierung des ersten menschlichen Gens</strong>, das die Nerven&#252;bertragung des gesamten Geruchssystems direkt steuert, sowie einem besseren molekularen Verst&#228;ndnis unserer Sinnessysteme kann diese Arbeit auch ganz konkrete Anwendungen m&#246;glich machen. &#0187;Die Erkenntnisse sind von gro&#223;em kommerziellen Interesse, da der Nav1.7-Natriumkanal einen wichtigen Angriffspunkt f&#252;r die Herstellung neuartiger Schmerzmittel darstellt&#0171;, erkl&#228;rt Frank Zufall. Damit k&#246;nnen potentielle Nebenwirkungen dieser Medikamente besser verstanden werden.</p></blockquote>
<p><strong>Diese Arbeit wurde</strong> unter anderem von den DFG-Sonderforschungsbereichen SFB 520 &#0187;R&#228;umlich-zeitliche Interaktionen zellul&#228;rer Signalmolek&#252;le&#0171; und SFB 894 &#0187;Ca2+-Signale: Molekulare Mechanismen und Integrative Funktionen&#0171;, der internationalen Graduiertenschule GK 1326 &#0187;Calcium-Signaling and Cellular Nanodomains&#0171; sowie der Volkswagen-Stiftung gef&#246;rdert.<br />
<strong>Titel:</strong><br />
<em>Loss-of-function mutations in sodium channel Nav1.7 cause anosmia</em><br />
<strong>Autoren:</strong><br />
<em>Universit&#228;t des Saarlandes: Frank Zufall, Trese Leinders-Zufall, Jan Weiss, Martina Pyrski, Eric Jacobi, Bernd Bufe (alle Institut f&#252;r Physiologie), Bernhard Schick, Vivienne Willnecker (beide Klinik f&#252;r Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde)<br />
Universit&#228;t London: Samuel J. Gossage, John N. Wood (auch Universit&#228;t Seoul)<br />
Universit&#228;t Cambridge: C. Geoffrey Woods<br />
Universit&#228;t Yale: Charles A. Greer<br />
Universit&#228;t Paris: Philippe Zizzari</em></p>
<p><strong>Kontakt und weitere Informationen:</strong><br />
Prof. Dr. Dr. Frank Zufall, Tel: (06841) 16-26450, E-Mail: frank.zufall@uks.eu,<br />
<strong>Webseite:</strong> http://physiology.uni-saarland.de/Home/Physiology_Home.html</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Gen f&#252;r Herzrhythmusst&#246;rungen und pl&#246;tzlichen Herztod entdeckt</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/04/02/gen-fuer-herzrhythmusstoerungen-und-ploetzlichen-herztod-entdeckt/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 16:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[drosophila]]></category>
		<category><![CDATA[gen]]></category>
		<category><![CDATA[Herzrhythmusstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Herztod]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/04/pramstaller-panninger.jpg" rel="lightbox[pics2096]" title="Peter P. Pramstaller und Josef Penninger"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/04/pramstaller-panninger.thumbnail.jpg" alt="Peter P. Pramstaller und Josef Penninger" width="255" height="167" class="attachment wp-att-2097" /></a><div class="imagecaption">v. l. n. r.: Peter P. Pramstaller, Leiter des EURAC-Instituts f&#252;r Genetische Medizin
Foto: EURAC
Josef Penninger, Institut f&#252;r Molekulare Biotechnologie Wien (IMBA)
Foto: IMBA/Hans Krist</div></div><strong>Ein "&#252;berspringender Funke" legte den Grundstein f&#252;r bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen. Als sich der Wiener Genetiker Josef Penninger vom Institut f&#252;r Molekulare Biotechnologie (IMBA) und Peter Pramstaller, Leiter des Instituts f&#252;r Genetische Medizin an der Europ&#228;ischen Akademie Bozen (EURAC), vor zwei Jahren in Bozen begegneten, funkte es buchst&#228;blich auf Anhieb.</strong>

<strong>Gemeinsame Forschungsschwerpunkte und die Bereitschaft</strong>, neue Wege im Bereich der Genetik einzuschlagen besiegelten den Entschluss der beiden Wissenschaftler, in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zusammen zu arbeiten. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind au&#223;erordentlich: Das Forscherteam des IMBA entschl&#252;sselte 490 Gene, die f&#252;r das Funktionieren des Herzens von Taufliegen (Drosophila) notwendig sind. Das Team des EURAC-Instituts f&#252;r Genetische Medizin forschte parallel dazu an menschlichen Genoms&#228;tzen und erbrachte den Beweis, dass die Erkenntnisse &#252;ber bestimmte krankheitsrelevante Gene nicht nur f&#252;r die Fliegen, sondern ebenso f&#252;r den Menschen wirksam sind. Beide Forscherteams liefern damit gemeinsam entscheidende Informationen f&#252;r die Entwicklung innovativer therapeutischer Ans&#228;tze und neuartiger Herzmedikamente. Die aktuelle Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins CELL vom 2. April 2010 widmet den neuen Erkenntnissen seine Titelgeschichte.
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/04/pramstaller-panninger.jpg" rel="lightbox[pics2096]" title="Peter P. Pramstaller und Josef Penninger"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/04/pramstaller-panninger.thumbnail.jpg" alt="Peter P. Pramstaller und Josef Penninger" width="255" height="167" class="attachment wp-att-2097" /></a>
<div class="imagecaption">v. l. n. r.: Peter P. Pramstaller, Leiter des EURAC-Instituts f&#252;r Genetische Medizin<br />
Foto: EURAC<br />
Josef Penninger, Institut f&#252;r Molekulare Biotechnologie Wien (IMBA)<br />
Foto: IMBA/Hans Krist</div>
</div>
<p><strong>Ein &#0187;&#252;berspringender Funke&#0171; legte den Grundstein f&#252;r bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen. Als sich der Wiener Genetiker Josef Penninger vom Institut f&#252;r Molekulare Biotechnologie (IMBA) und Peter Pramstaller, Leiter des Instituts f&#252;r Genetische Medizin an der Europ&#228;ischen Akademie Bozen (EURAC), vor zwei Jahren in Bozen begegneten, funkte es buchst&#228;blich auf Anhieb.</strong></p>
<p><strong>Gemeinsame Forschungsschwerpunkte und die Bereitschaft</strong>, neue Wege im Bereich der Genetik einzuschlagen besiegelten den Entschluss der beiden Wissenschaftler, in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zusammen zu arbeiten. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind au&#223;erordentlich: Das Forscherteam des IMBA entschl&#252;sselte 490 Gene, die f&#252;r das Funktionieren des Herzens von Taufliegen (Drosophila) notwendig sind. Das Team des EURAC-Instituts f&#252;r Genetische Medizin forschte parallel dazu an menschlichen Genoms&#228;tzen und erbrachte den Beweis, dass die Erkenntnisse &#252;ber bestimmte krankheitsrelevante Gene nicht nur f&#252;r die Fliegen, sondern ebenso f&#252;r den Menschen wirksam sind. Beide Forscherteams liefern damit gemeinsam entscheidende Informationen f&#252;r die Entwicklung innovativer therapeutischer Ans&#228;tze und neuartiger Herzmedikamente. Die aktuelle Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins CELL vom 2. April 2010 widmet den neuen Erkenntnissen seine Titelgeschichte.</p>
<p><strong>Das gemeinsame Forschungsvorhaben setzte von Anfang an seinen Schwerpunkt auf Gene des Herzens.</strong> Josef Penninger und sein Postdoktorand Greg Neely fanden an der institutseigenen Taufliegensammlung am Wiener IMBA in Zusammenarbeit mit Forschern aus den USA, Kanada, Japan und Indien 490 Gene, die f&#252;r das Funktionieren des Fliegenherzens essentiell sind. Bekannt war bisher nur ein Drittel dieser gefundenen Gene.</p>
<p><strong>Zur gleichen Zeit forschte Andrew Hicks</strong> vom EURAC-Institut f&#252;r Genetische Medizin in Bozen zusammen mit Arne Pfeufer vom Institut f&#252;r Humangenetik der Technischen Universit&#228;t M&#252;nchen an menschlichen Genomvarianten, die mit der Herzfunktion in Verbindung stehen. Untersuchungsmaterial waren dabei Elektrokardiogramme (EKG) von mehr als 15.000 Personen aus der MICROS Studie (S&#252;dtirol), der KORA-Studie (Deutschland), der SARDINIA-Studie (Italien), der ARIC-Studie (USA) und der HNR-Studie (Deutschland), welche im internationalen Forschungskonsortium QTSCD (QT-Interval-and-Sudden-Cardiac-Death) zusammengeschlossen sind.<br />
<strong>Besonderes Augenmerk legten die Forscher</strong> auf das neu entschl&#252;sselte Gen NOT-3 und den NOT-Signalweg. Wurde dieses Gen oder ein verwandtes Gen aus dem NOT-Signalweg bei den Fliegen blockiert, kam es zu schweren Herzrhythmusst&#246;rungen, die bei Stress zum Herztod der Insekten f&#252;hrten. Diese Erkenntnisse konnte der Forscher Keji Kuba von der Akita Universit&#228;t (Japan) ebenso an M&#228;usen best&#228;tigen.</p>
<p><strong>Die Humangenetiker konnten mit dieser Forschungsarbeit</strong> den Beweis erbringen: &#196;nderungen der Gene des NOT-Signalweges f&#252;hren nicht nur bei Fliegen und M&#228;usen zu krankhaften Herzfunktionen, sondern auch beim Menschen zu Herzrhythmusst&#246;rungen bis hin zum pl&#246;tzlichen Herztod.</p>
<blockquote><p>&#0187;Man kann diese Zusammenarbeit zwischen Josef Penninger und uns mit einer Doppellinse vergleichen: Jeder hat durch die Brille des jeweils anderen auf sein eigenes Datenmaterial geblickt &#8211; mit der Brille der Humangenetik auf genetische Tiermodelle und umgekehrt. Das Ergebnis ist eine Win-Win-Situation f&#252;r beide, nicht nur was die wissenschaftlichen Erkenntnisse betrifft, sondern auch was die Umsetzung und Anwendung in der Medizin betrifft, die nun viel schneller vorangehen kann&#0171;, sagt Peter Pramstaller.</p></blockquote>
<p><strong>Die Ergebnisse der gemeinsamen Forschung zeigen:</strong> Obwohl der Kreislauf bei Fliegen anders funktioniert als beim Menschen, sind die Gene, die die Herzfunktionen steuern, im Lauf der Evolution kaum ver&#228;ndert worden. Dieser Erkenntnisgewinn aus der Zusammenarbeit, in der beide Zweige der Genetik gleicherma&#223;en voneinander profitieren, ist jedoch erst der Anfang. &#0187;Ich verspreche mir sehr viel aus der Zusammenarbeit mit dem Bozner EURAC-Institut f&#252;r Genetische Medizin, allein schon wenn ich sehe, was wir bisher erreicht haben&#0171;, sagt Josef Penninger.</p>
<p>Noch weitere Hunderte von entschl&#252;sselten Fliegenherz-Genen warten darauf, von den Humangenetikern untersucht und menschlichen Herzfunktionen zugeordnet zu werden. Die Kombination all dieser Modelle wird am Ende ein umfassendes Bild, sowohl aller krankhaften als auch gesunden Herzfunktionen bieten. Vor allem ist es die Voraussetzung f&#252;r die Entwicklung neuartiger Medikamente gegen Herzkrankheiten, die bisher oftmals junge und scheinbar gesunde Menschen pl&#246;tzlich ereilt haben.</p>
<blockquote><p>&#0187;Wir befinden uns in einer spannenden Phase der Forschung&#0171;, stellt der Humangenetiker Andrew Hicks fest. &#0187;Der gegenseitige Austausch von Informationen aus menschlichen genetischen Variationen und jenen aus Taufliegen-Untersuchungen wird ohne Zweifel auch weiterhin Erfolgsgeschichte schreiben &#8211; nicht nur in der kardiovaskul&#228;ren Forschung, sondern auch in der Gehirnforschung und anderen Bereichen.&#0171; </p></blockquote>
<p><strong>Ansprechpartner: </strong><br />
<a href="http://www.eurac.edu/about/collaborators/PPramstaller/index.htm">Prof. Peter P. Pramstaller, Leiter des EURAC-Instituts f&#252;r Genetische Medizin</a><br />
<a href="http://www.imba.oeaw.ac.at/de/forschung/josef-penninger/">Josef Penninger, IMBA Wien</a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer wagt, gewinnt&#8230; Millionenf&#246;rderung</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/12/wer-wagt-gewinnt-millionenfoerderung/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Demethylierung]]></category>
		<category><![CDATA[gen]]></category>
		<category><![CDATA[Methylgruppen]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Millionenf&#246;rderung f&#252;r DKFZ-Forscher</h4><div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/christof-niers.jpg" rel="lightbox[pics1984]" title="Christof Niers (Foto: Yan de Andres)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/christof-niers.thumbnail.jpg" alt="Christof Niers (Foto: Yan de Andres)" width="255" height="257" class="attachment wp-att-1985" /></a><div class="imagecaption">Christof Niers (Foto: Yan de Andres)</div></div><strong>Mit 2,4 Millionen Euro</strong> f&#246;rdert der Europ&#228;ische Forschungsrat &#252;ber vier Jahre ein Vorhaben von Christof Niehrs im Deutschen Krebsforschungszentrum. Niehrs untersucht, wie stillgelegte Gene in der Zelle wieder aktiviert werden. Ist dieser Mechanismus gest&#246;rt, kann dies Krebs und andere Erkrankungen ausl&#246;sen.

<strong>Mit seinen "Advanced Grants" f&#246;rdert der Europ&#228;ische Forschungsrat</strong> (European Research Council, ERC) Forschungsprojekte mit der Chance auf bedeutenden Erkenntnisgewinn bei gleichzeitig hohem Risiko. Denn ambitionierte Vorhaben, die zur L&#246;sung zentraler wissenschaftlicher Fragen beitragen, k&#246;nnen unter Umst&#228;nden bei hohem Aufwand in eine Sackgasse f&#252;hren. Die Projekte sollen Pioniercharakter haben und von Wissenschaftlern geleitet werden, die zu den f&#252;hrenden K&#246;pfen ihres Fachs geh&#246;ren. All dies trifft auf den Zell- und Entwicklungsbiologen Professor Dr. Christof Niehrs zu, dessen wissenschaftliche Arbeit im Deutschen Krebsforschungszentrum der ERC nun mit 2,4 Millionen Euro &#252;ber vier Jahre f&#246;rdert.

<strong>Der Organismus steuert viele Funktionen</strong>, indem er Gene mit chemischen Markierungen versieht und dadurch abschaltet. Forscher bezeichnen dies als epigenetische Regulation. Dabei spielt die Markierung mit Methylgruppen eine gro&#223;e Rolle. Treten hier Fehler auf, so werden oft ausgerechnet die Krebsbremsen stillgelegt, so dass...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Millionenf&#246;rderung f&#252;r DKFZ-Forscher</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/christof-niers.jpg" rel="lightbox[pics1984]" title="Christof Niers (Foto: Yan de Andres)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/christof-niers.thumbnail.jpg" alt="Christof Niers (Foto: Yan de Andres)" width="255" height="257" class="attachment wp-att-1985" /></a>
<div class="imagecaption">Christof Niers (Foto: Yan de Andres)</div>
</div>
<p><strong>Mit 2,4 Millionen Euro</strong> f&#246;rdert der Europ&#228;ische Forschungsrat &#252;ber vier Jahre ein Vorhaben von Christof Niehrs im Deutschen Krebsforschungszentrum. Niehrs untersucht, wie stillgelegte Gene in der Zelle wieder aktiviert werden. Ist dieser Mechanismus gest&#246;rt, kann dies Krebs und andere Erkrankungen ausl&#246;sen.</p>
<p><strong>Mit seinen &#0187;Advanced Grants&#0171; f&#246;rdert der Europ&#228;ische Forschungsrat</strong> (European Research Council, ERC) Forschungsprojekte mit der Chance auf bedeutenden Erkenntnisgewinn bei gleichzeitig hohem Risiko. Denn ambitionierte Vorhaben, die zur L&#246;sung zentraler wissenschaftlicher Fragen beitragen, k&#246;nnen unter Umst&#228;nden bei hohem Aufwand in eine Sackgasse f&#252;hren. Die Projekte sollen Pioniercharakter haben und von Wissenschaftlern geleitet werden, die zu den f&#252;hrenden K&#246;pfen ihres Fachs geh&#246;ren. All dies trifft auf den Zell- und Entwicklungsbiologen Professor Dr. Christof Niehrs zu, dessen wissenschaftliche Arbeit im Deutschen Krebsforschungszentrum der ERC nun mit 2,4 Millionen Euro &#252;ber vier Jahre f&#246;rdert.</p>
<p><strong>Der Organismus steuert viele Funktionen</strong>, indem er Gene mit chemischen Markierungen versieht und dadurch abschaltet. Forscher bezeichnen dies als epigenetische Regulation. Dabei spielt die Markierung mit Methylgruppen eine gro&#223;e Rolle. Treten hier Fehler auf, so werden oft ausgerechnet die Krebsbremsen stillgelegt, so dass die Zellteilung au&#223;er Kontrolle ger&#228;t.<br />
Wie die Methylgruppen angeheftet werden, ist bereits gut untersucht. Der umgekehrte Prozess jedoch, das Entfernen der Markierungen, war lange unverstanden und konnte erst vor kurzem durch Christof Niehrs und Kollegen im Deutschen Krebsforschungszentrum aufgekl&#228;rt werden. Die DKFZ-Forscher identifizierten einen entscheidenden Akteur bei der so genannten Demethylierung. Dieses Protein sorgt daf&#252;r, dass methylierte Genbausteine vom Reparatursystem des Erbguts ausgeschnitten und durch unmarkierte Bausteine ersetzt werden. Sind die Markierungen entfernt, ist das Gen wieder aktiv und kann seine Funktion in der Zelle aus&#252;ben.</p>
<p><strong>Dieses Ergebnis deckte</strong> einen Zusammenhang auf, der bisher v&#246;llig unbekannt war. Biologen waren davon ausgegangen, dass die DNA-Reparatur einzig und allein Defekte im Erbgut ausbessert. Das Ausschneiden von methylierten Genbausteinen zeigt jedoch, dass der zellul&#228;re Reparaturtrupp eine viel umfassendere Rolle spielt und auch &#252;ber die Aktivit&#228;t einzelner Gene entscheidet.</p>
<blockquote><p>Die epigenetische Genregulation ist entscheidend f&#252;r die Entwicklung eines Organismus; Fehlsteuerungen haben die Entstehung vieler Krankheiten zur Folge. &#0187;Mit den ERC-Mitteln werden wir nun genau untersuchen, wie sich stillgelegte Gene reaktivieren lassen und welche Rolle das DNA-Reparatursystem dabei spielt. Denn Eingriffe in die epigenetische Regulation gelten als vielversprechende M&#246;glichkeit f&#252;r die Entwicklung neuer Therapien &#8211; das ist ein ganz hei&#223;es Thema, nicht nur in der Krebsforschung&#0171;, erl&#228;utert Christof Niehrs die Bedeutung seiner Forschungspl&#228;ne.</p></blockquote>
<p><strong>Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe</strong>, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ans&#228;tzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen f&#252;hren. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-W&#252;rttemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.<br />
Weitere Informationen:</p>
<p>http://www.dkfz.de</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Es liegt was in der Luft&#8230;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/07/14/es-liegt-was-in-der-luft/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 20:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[gen]]></category>
		<category><![CDATA[Pilz]]></category>
		<category><![CDATA[Schimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Sporen]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/07/micro-pilze.jpg" rel="lightbox[pics1585]" title=""><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/07/micro-pilze.thumbnail.jpg" alt="Die Mikroskop-Aufnahme zeigt die Oberfl&#228;che des Schimmelpilz Emericella nidulans mit kugelf&#246;rmigen Sporen, die er f&#252;r seine Verbreitung produziert. In Deutschland sind inzwischen &#252;ber zehn Prozent aller Wohnungen von Schimmel befallen. BASF - The Chemical Company" width="255" height="193" class="attachment wp-att-1586" /></a><div class="imagecaption"></div></div><h4>Mainzer Wissenschaftler finden gro&#223;e Vielfalt von Pilzarten in der Luft</h4>
<strong>Die Menge und Artenvielfalt an Pilzsporen</strong> in der Luft ist wesentlich h&#246;her als bisher angenommen. Dies haben Wissenschaftler des Max-Planck-Institut f&#252;r Chemie und des Geocycles-Programms der Universit&#228;t in Mainz festgestellt. Mittels DNA-Analyse identifizierten sie mehrere 100 Pilzarten in der Luft. In jedem Kubikmeter Luft schweben zwischen 1000 und 10000 Pilzsporen. Diese erste systematische Studie &#252;ber Pilz-Erbgut in der Luft zeigt, dass die Vielfalt der Pilze, die Allergien ausl&#246;sen, Pflanzen sch&#228;digen und Krankheiten erregen k&#246;nnen, gr&#246;&#223;er ist als bisherige Untersuchungen zugrunde legten. (<em>PNAS, 13. Juli 2009</em>)
<strong>Die neue Methode birgt</strong> gro&#223;e M&#246;glichkeiten f&#252;r die Charakterisierung von luftgetragenen biologischen Schwebteilchen. Diese sind nicht nur relevant in der Landwirtschaft, beispielsweise f&#252;r die &#220;berwachung von genmodifizierten Pflanzen, sondern auch f&#252;r die Medizin und die Klimawissenschaften. Die Ergebnisse werden in der Woche vom 13. Juli in der Zeitschrift <em>PNAS Proceedings of the National Academy of Sciences</em> ver&#246;ffentlicht.

"<em>Insgesamt kennen wir heute &#252;ber 100.000 Arten von Pilzen</em>", erl&#228;utert Janine Fr&#246;hlich, Wissenschaftlerin in Geocycles. "<em>Hochrechnungen gehen aber davon aus, dass es &#252;ber 1,5 Millionen Arten gibt.</em>" Die in der Luft gefundenen Arten geh&#246;ren &#252;berwiegend zu den Gruppen der Schlauch- oder der St&#228;nderpilze, zu deren Vertretern sowohl beliebte Speisepilze wie Champignons oder Tr&#252;ffel, aber auch potentielle Krankheitserreger wie Schimmel- und Rostpilze z&#228;hlen. Beide Gruppen schleudern zur Vermehrung ihre Sporen aktiv in die Luft. Und wenn sie in die Lunge von Mensch oder Tier gelangen oder in Kontakt mit Pflanzen kommen, k&#246;nnen viele von ihnen Allergien oder Krankheiten ausl&#246;sen. Immerhin:...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/07/micro-pilze.jpg" rel="lightbox[pics1585]" title="Foto: BASF - The Chemical Company"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/07/micro-pilze.thumbnail.jpg" alt="Mikroskop-Aufnahme" width="255" height="193" class="attachment wp-att-1586" /></a>
<div class="imagecaption">Die Mikroskop-Aufnahme zeigt die Oberfl&#228;che des Schimmelpilz Emericella nidulans mit kugelf&#246;rmigen Sporen, die er f&#252;r seine Verbreitung produziert. In Deutschland sind inzwischen &#252;ber zehn Prozent aller Wohnungen von Schimmel befallen. Foto: BASF &#8211; The Chemical Company</div>
</div>
<h4>Mainzer Wissenschaftler finden gro&#223;e Vielfalt von Pilzarten in der Luft</h4>
<p><strong>Die Menge und Artenvielfalt an Pilzsporen</strong> in der Luft ist wesentlich h&#246;her als bisher angenommen. Dies haben Wissenschaftler des Max-Planck-Institut f&#252;r Chemie und des Geocycles-Programms der Universit&#228;t in Mainz festgestellt. Mittels DNA-Analyse identifizierten sie mehrere 100 Pilzarten in der Luft. In jedem Kubikmeter Luft schweben zwischen 1000 und 10000 Pilzsporen. Diese erste systematische Studie &#252;ber Pilz-Erbgut in der Luft zeigt, dass die Vielfalt der Pilze, die Allergien ausl&#246;sen, Pflanzen sch&#228;digen und Krankheiten erregen k&#246;nnen, gr&#246;&#223;er ist als bisherige Untersuchungen zugrunde legten. (<em>PNAS, 13. Juli 2009</em>)<br />
<strong>Die neue Methode birgt</strong> gro&#223;e M&#246;glichkeiten f&#252;r die Charakterisierung von luftgetragenen biologischen Schwebteilchen. Diese sind nicht nur relevant in der Landwirtschaft, beispielsweise f&#252;r die &#220;berwachung von genmodifizierten Pflanzen, sondern auch f&#252;r die Medizin und die Klimawissenschaften. Die Ergebnisse werden in der Woche vom 13. Juli in der Zeitschrift <em>PNAS Proceedings of the National Academy of Sciences</em> ver&#246;ffentlicht.</p>
<p>&#0187;<em>Insgesamt kennen wir heute &#252;ber 100.000 Arten von Pilzen</em>&#0171;, erl&#228;utert Janine Fr&#246;hlich, Wissenschaftlerin in Geocycles. &#0187;<em>Hochrechnungen gehen aber davon aus, dass es &#252;ber 1,5 Millionen Arten gibt.</em>&#0171; Die in der Luft gefundenen Arten geh&#246;ren &#252;berwiegend zu den Gruppen der Schlauch- oder der St&#228;nderpilze, zu deren Vertretern sowohl beliebte Speisepilze wie Champignons oder Tr&#252;ffel, aber auch potentielle Krankheitserreger wie Schimmel- und Rostpilze z&#228;hlen. Beide Gruppen schleudern zur Vermehrung ihre Sporen aktiv in die Luft. Und wenn sie in die Lunge von Mensch oder Tier gelangen oder in Kontakt mit Pflanzen kommen, k&#246;nnen viele von ihnen Allergien oder Krankheiten ausl&#246;sen. </p>
<p><strong>Immerhin:</strong> &#0187;<em>Der Mensch atmet zwischen 10.000 und 20.000 Liter Luft t&#228;glich, jeder Atemzug enth&#228;lt zwischen einer und zehn Pilzsporen. &#220;ber den Tag gerechnet nehmen wir mit dem Feinstaub sieben Nanogramm DNA auf. Das entspricht dem 10.000-fachen Informationsgehalt des menschlichen Erbguts</em>&#0171;, berichtet Viviane Després von der Universit&#228;t Mainz, die die Analysemethode entwickelte. Gemeinsam mit Ulrich P&#246;schl vom Max-Planck-Institut f&#252;r Chemie (MPIC) in Mainz haben die beiden Biologinnen den DNA-Gehalt der Luft in einer einmaligen Langzeitstudie untersucht. Dazu haben sie &#252;ber ein Jahr lang Fein- und Grobstaub aus der Luft gefiltert und auf DNA untersucht.</p>
<p><strong>Ihre Methode hatten</strong> die Forscher in den letzten zwei Jahren verfeinert: &#0187;<em>Um die verschiedenen Arten aus der Gen-Suppe unserer Proben herauszufischen, benutzen wir eine Art genetischen Angelhaken. Im Gegensatz zu vorhergegangenen Studien haben wir aber mehrere verschiedene K&#246;der f&#252;r unterschiedliche Pilze benutzt. So haben wir einen wesentlich gr&#246;&#223;eren Anteil der vorhandenen Arten identifizieren k&#246;nnen</em>&#0171;, erkl&#228;rt Fr&#246;hlich. &#0187;<em>Au&#223;erdem haben wir &#252;ber ein Jahr lang Proben gesammelt und analysiert &#8211; und damit wesentlich umfangreichere und aussagekr&#228;ftigere Daten erhalten als vorhergehende Studien.</em>&#0187;</p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Uns interessiert die Anzahl der Pilzsporen in der Luft aus drei Gr&#252;nden</strong>&#0171;, z&#228;hlt Ulrich P&#246;schl vom Max-Planck-Institut f&#252;r Chemie und Leiter der Studie auf: &#0187;Erstens k&#246;nnen wir &#252;ber den Nachweis der Sporen untersuchen, ob sich die &#214;kosysteme durch den Klimawandeln ver&#228;ndern. Zweitens spielen Pilzsporen eine gro&#223;e Rolle als Allergieausl&#246;ser, Pflanzensch&#228;dlinge und Krankheitserreger bei Mensch, Pflanze und Tier.&#0171; Am meisten interessiert den Aerosolforscher jedoch die M&#246;glichkeit, dass Pilzsporen eine Rolle bei der Bildung von Niederschlag spielen k&#246;nnen. &#0187;Pilzsporen und andere biologische Aerosolpartikel k&#246;nnen als Kondensations- und Kristallisationskeime f&#252;r Wassertropfen und Eiskristalle dienen und dazu beitragen, dass Wolken, Nebel und Niederschlag entstehen.&#0171; Eine genaue Analyse der Anzahl und Eigenschaften der Pilzsporen in der Luft kann daher, dabei helfen, die Abl&#228;ufe im Klimasystem besser zu verstehen. &#0187;Die Wechselwirkungen sind so komplex, dass wir immer noch neue Prozesse und Faktoren finden, die wir beachten m&#252;ssen&#0171;, so P&#246;schl &#252;ber die Verbindung von Pilzen, Biosph&#228;re und Klima.</p></blockquote>
<p><strong>Originalartikel:</strong> <em>High Diversity of Fungy in Air Particulate Matter, J. Fr&#246;hlich, D. Pickersgill, V. Després, U. P&#246;schl, PNAS, DOI: 10.1073/pnas.0811003106</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen oder Bilder:</strong><br />
Kirsten Achenbach<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r Chemie in Mainz<br />
&#214;ffentlichkeitsarbeit<br />
Tel: 06131/305 &#8211; 465<br />
Mail: k.achenbach@mpic.de</p>
<p>Jochen K&#246;rner<br />
Forschungszentrum Erdsystemwissenschaften Geocycles<br />
&#214;ffentlichkeitsarbeit<br />
Tel: 06131/3920 &#8211; 477<br />
Mail: koerner@uni-mainz.de<br />
<strong>Weitere Informationen:</strong><br />
http://www.mpic.de &#8211; Webseite des Max-Planck-Institut f&#252;r Chemie<br />
http://www.geocycles.de &#8211; Webseite der Forschungszentrum Erdsystemwissenschaften Geocycles</p>]]></content:encoded>
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		<title>Neuartiger Gentransfer: &#0187;Dornr&#246;schen&#0171; statt Viren</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/05/09/neuartiger-gentransfer-dornroeschen-statt-viren/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 May 2009 13:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[gen]]></category>
		<category><![CDATA[Transfer]]></category>
		<category><![CDATA[Transposon]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wissenschaftlern des Max-Delbr&#252;ck-Centrum f&#252;r Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist es gelungen, ein von ihnen entwickeltes springendes Gen (Transposon) aktiver zu machen. Sie hoffen mit dem hyperaktivem "Dornr&#246;schen" ein neues optimiertes Werkzeug f&#252;r den Gentransfer gefunden zu haben:</strong> "

<em>Das neue Transposonsystem ist mit einer noch nie dagewesenen Effizienz in der Lage, Gene in Zellen einzuschleusen und stabil in deren Erbanlagen einzubauen</em>", betonen Dr. Lajos Mátés, Dr. Zsuzsanna Izsvák und Dr. Zoltán Ivics. Die Forschungsarbeit ist zusammen mit Wissenschaftlern der Katholischen Universit&#228;t L&#246;wen, Belgien entstanden (Nature Genetics, doi: 10.1038/ng.343).*

<strong>Transposons sind molekulare Parasiten</strong>, die sich in Genomen vermehren. Gleichzeitig sorgen sie daf&#252;r, dass sich das Genom im Laufe der Evolution ver&#228;ndern kann. Genetische Ver&#228;nderungen haben jedoch die gro&#223;e Mehrheit der Transposons inaktiv gemacht. Aus Fischtransposons, die vermutlich vor rund 20 Millionen Jahren aktiv gewesen waren, gelang es Dr. Ivics und Dr. Izsvák vor &#252;ber zehn Jahren ein springendes Gen "wiederzubeleben". Sie nannten es in Anlehnung an das Grimm`sche M&#228;rchen "Dornr&#246;schen" (Sleeping Beauty), weil sie es nach langem Schlaf aufgeweckt hatten. Mit dem neuen Werkzeug konnten die Forscher Gene in Zellen von Wirbeltieren schleusen, doch blieb die Effektivit&#228;t dieser springenden Gene eingeschr&#228;nkt. Das galt besonders dann, wenn sie versuchten, Gene in Stammzellen zu schleusen.

<strong>Sie l&#246;sten dieses Problem</strong>, indem sie die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wissenschaftlern des Max-Delbr&#252;ck-Centrum f&#252;r Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch ist es gelungen, ein von ihnen entwickeltes springendes Gen (Transposon) aktiver zu machen. Sie hoffen mit dem hyperaktivem &#0187;Dornr&#246;schen&#0171; ein neues optimiertes Werkzeug f&#252;r den Gentransfer gefunden zu haben:</strong> &#0187;</p>
<p><em>Das neue Transposonsystem ist mit einer noch nie dagewesenen Effizienz in der Lage, Gene in Zellen einzuschleusen und stabil in deren Erbanlagen einzubauen</em>&#0171;, betonen Dr. Lajos Mátés, Dr. Zsuzsanna Izsvák und Dr. Zoltán Ivics. Die Forschungsarbeit ist zusammen mit Wissenschaftlern der Katholischen Universit&#228;t L&#246;wen, Belgien entstanden (Nature Genetics, doi: 10.1038/ng.343).*</p>
<p><strong>Transposons sind molekulare Parasiten</strong>, die sich in Genomen vermehren. Gleichzeitig sorgen sie daf&#252;r, dass sich das Genom im Laufe der Evolution ver&#228;ndern kann. Genetische Ver&#228;nderungen haben jedoch die gro&#223;e Mehrheit der Transposons inaktiv gemacht. Aus Fischtransposons, die vermutlich vor rund 20 Millionen Jahren aktiv gewesen waren, gelang es Dr. Ivics und Dr. Izsvák vor &#252;ber zehn Jahren ein springendes Gen &#0187;wiederzubeleben&#0171;. Sie nannten es in Anlehnung an das Grimm`sche M&#228;rchen &#0187;Dornr&#246;schen&#0171; (Sleeping Beauty), weil sie es nach langem Schlaf aufgeweckt hatten. Mit dem neuen Werkzeug konnten die Forscher Gene in Zellen von Wirbeltieren schleusen, doch blieb die Effektivit&#228;t dieser springenden Gene eingeschr&#228;nkt. Das galt besonders dann, wenn sie versuchten, Gene in Stammzellen zu schleusen.</p>
<p><strong>Sie l&#246;sten dieses Problem</strong>, indem sie die genetische Bauanleitung des Transposons leicht ver&#228;nderten. Damit konnten sie die Aktivit&#228;t Dornr&#246;schens um das Hundertfache steigern. Jetzt findet ein in eine Zelle eingebrachtes Gen eher seinen Weg in das Genom. </p>
<blockquote><p>&#0187;Unser hyperaktives Dornr&#246;schen ist sicherer, leichter und g&#252;nstiger als jede andere bisherige Methode&#0171;, sagt Dr. Izsvák.</p></blockquote>
<p><strong>Bislang setzen Forscher</strong> vor allem entsch&#228;rfte Viren ein, um Gene in Zellen einzubringen. Aber auch nicht virale Techniken wurden erprobt. Diese Methoden sind jedoch entweder zu gef&#228;hrlich oder zu ineffizient, um eine breite Anwendung in der Gentherapie zu finden. Versuche mit dem neuen Transposon &#0187;Dornr&#246;schen&#0171; in M&#228;usen zeigten dagegen nach Angaben der Forscher, dass eingeschleuste Gene (Transgene) sicher in das Erbgut der Zielzelle gelangen und dort stabil eingebaut werden. Auch nach einem Jahr waren die Gene in den M&#228;usen aktiv.<br />
<strong><br />
Die MDC-Wissenschaftler hoffen, dass ihr neues Werkzeug zum Standardinstrument f&#252;r den Gentransfer wird. </strong></p>
<blockquote><p>&#0187;Eine erste klinische Studie mit dem von uns entwickelten Transposon soll noch in diesem Jahr in den USA starten&#0171;, sagt Dr. Ivics. Dornr&#246;schen soll dort nach seinen Angaben ein therapeutisches Gen in isolierte Abwehrzellen (T-Zellen) einbringen, die f&#252;r die Therapie von Patienten mit B-Zell-Lymphomen, b&#246;sartigen Tumoren des Lymphgewebes, eingesetzt werden.
</p></blockquote>
<p><strong>Die Arbeit entstand</strong> im Rahmen eines von der Europ&#228;ischen Union gef&#246;rderten Projekts. Zusammen mit neun Partnern aus insgesamt sieben EU-L&#228;ndern suchen die MDC-Forscher nach neuen, nicht viralen Techniken f&#252;r die Gentherapie. Die Koordination des Projekts hat das MDC.</p>
<p>*Molecular Evolution of a Novel Hyperactive Sleeping Beauty Transposase Enables Robust Stable Gene Transfer in Vertebrates</p>
<p><em>Lajos Mátés1,*, Marinee K. L. Chuah2,*, Eyayu Belay2, Boris Jerchow1, Namitha Manoj1, Abel Acosta-Sanchez2 , Dawid P. Grzela1, Andrea Schmitt1, Katja Becker1, Janka Matrai2, Ling Ma2, , Esmira Samara-Kuko2, Cony Gysemans5, Diana Pryputniewicz1, Csaba Miskey1, Bradley Fletcher3, Thierry VandenDriessche2, Zoltán Ivics1 and Zsuzsanna Izsvák1,4</em></p>
<p>* <small>Contributed equally<br />
1 Max Delbr&#252;ck Center for Molecular Medicine, Berlin, Germany<br />
2 Flanders Institute for Biotechnology (VIB), Vesalius Research Center, University of Leuven, Leuven, Belgium<br />
3 Department of Pharmacology and Therapeutics, University of Florida, College of Medicine, Gainesville, FL 32610-0267, USA.<br />
4 Institute of Biochemistry, Biological Research Center of the Hungarian Academy of Sciences, Szeged, Hungary<br />
5 Department of Experimental Medicine, Laboratory for Experimental Transplantation, University of Leuven, Belgium</small></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Gen f&#252;r Fettleibigkeit entdeckt</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/02/27/gen-fuer-fettleibigkeit-entdeckt/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 18:16:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[adipositas]]></category>
		<category><![CDATA[Fettleibigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fto]]></category>
		<category><![CDATA[gen]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/02/h-heine-uni.jpg" rel="lightbox[pics1333]" title=""><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/02/h-heine-uni.jpg" alt="Uni D&#252;sseldorf" width="255" height="130" class="attachment wp-att-1334" /></a><div class="imagecaption"></div></div><h4>Ver&#246;ffentlichung in "Nature":</h4>
<strong>Vor rund zehn Jahren</strong> schon haben die Wissenschaftler um Prof. Dr. Ulrich R&#252;ther (Institut f&#252;r Entwicklungs- und Molekularbiologie der Tiere) das <em>Gen Fto</em> entdeckt. Nun konnten sie <strong>nachweisen, dass dieses Gen entscheidend f&#252;r die Entstehung von Fettleibigkeit ist</strong>. Der entsprechende Artikel "Inactivation of the Fto gene protects from obesity" erschien in der aktuellen Ausgabe des englischen Wissenschaftsmagazins "Nature" (doi:10.1038/nature07848).
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/02/h-heine-uni.jpg" rel="lightbox[pics1333]" title=""><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/02/h-heine-uni.jpg" alt="Uni D&#252;sseldorf" width="255" height="130" class="attachment wp-att-1334" /></a>
<div class="imagecaption"></div>
</div>
<h4>Ver&#246;ffentlichung in &#0187;Nature&#0171;:</h4>
<p><strong>Vor rund zehn Jahren</strong> schon haben die Wissenschaftler um Prof. Dr. Ulrich R&#252;ther (Institut f&#252;r Entwicklungs- und Molekularbiologie der Tiere) das <em>Gen Fto</em> entdeckt. Nun konnten sie <strong>nachweisen, dass dieses Gen entscheidend f&#252;r die Entstehung von Fettleibigkeit ist</strong>. Der entsprechende Artikel &#0187;Inactivation of the Fto gene protects from obesity&#0171; erschien in der aktuellen Ausgabe des englischen Wissenschaftsmagazins &#0187;Nature&#0171; (doi:10.1038/nature07848).</p>
<blockquote><p>&#0187;In genetischen Assoziationsstudien wurde zun&#228;chst einmal eine Beziehung des Gens zur Fettleibigkeit gezeigt&#0171;, so R&#252;ther, &#0187;aber das allein sagt noch nicht viel.&#0171; Im Verlauf der Forschungsarbeiten konnte nun nachgewiesen werden, dass M&#228;use, bei denen das Gen Fto ausgeschaltet wird, nicht dick werden.<br />
&#0187;Unsere Studien zeigen, dass unter fettreichen Ern&#228;hrungsbedingungen bereits eine Reduktion der Genaktivit&#228;t zu einer Verz&#246;gerung der Entstehung der Fettleibigkeit f&#252;hrt. Dies impliziert, dass man m&#246;glicherweise auch pharmakologisch &#252;ber eine Blockierung von Fto auf die Fettleibigkeit einwirken kann&#0171;, so R&#252;ther.</p></blockquote>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
Prof. Dr. Ulrich R&#252;ther (0211) 81-11391<br />
<strong>E-Mail:</strong> Ulrich.ruether@uni-duesseldorf.de </p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Magnetgesteuerte &#0187;Genf&#228;hren&#0171;&#8230;</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2008/12/24/magnetgesteuerte-genfaehren/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2008 09:28:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[gen]]></category>
		<category><![CDATA[magnetisch]]></category>
		<category><![CDATA[therapie]]></category>
		<category><![CDATA[zell]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Ein Traum der Medizin ist es, lokal begrenzte Sch&#228;den im K&#246;rper mit Hilfe gesunder Zellen zu beheben. Doch wie l&#228;sst sich verhindern, dass die Zellen nicht gleich vom Blutstrom fortgesp&#252;lt werden, bevor sie in das Gewebe einwachsen? Wissenschaftler der Universit&#228;t Bonn haben zusammen mit Kollegen aus M&#252;nchen und Berlin eine L&#246;sung dieses Problems gefunden: Sie pr&#228;parierten die Hilfszellen so, dass diese sich mittels starker Magnete an die passende Stelle dirigieren lie&#223;en. Die Forscher berichten in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift PNAS &#252;ber ihre Ergebnisse.</strong>

<strong>Der Focus der Ver&#246;ffentlichung</strong> liegt auf Zell- und Gentherapie. Dabei versucht man, einzelne Zellen im K&#246;rper genetisch so zu ver&#228;ndern, dass sie therapeutische Effekte haben. Die behandelten Zellen k&#246;nnen dann beispielsweise Wirkstoffe erzeugen, die einen Tumor zur&#252;ckdr&#228;ngen. 

<blockquote>"In aller Regel m&#246;chte man sehr gezielt vorgehen, um Nebenwirkungen zu vermeiden", erkl&#228;rt Professor Dr. Alexander Pfeifer vom Pharmazentrum Bonn.</blockquote>

<strong>Um die gew&#252;nschten Gene</strong> zu den entsprechenden Zellen zu transportieren, verwendet man "<em>Genf&#228;hren</em>". H&#228;ufig handelt es sich dabei um Viren. Im Grunde genommen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Traum der Medizin ist es, lokal begrenzte Sch&#228;den im K&#246;rper mit Hilfe gesunder Zellen zu beheben. Doch wie l&#228;sst sich verhindern, dass die Zellen nicht gleich vom Blutstrom fortgesp&#252;lt werden, bevor sie in das Gewebe einwachsen? Wissenschaftler der Universit&#228;t Bonn haben zusammen mit Kollegen aus M&#252;nchen und Berlin eine L&#246;sung dieses Problems gefunden: Sie pr&#228;parierten die Hilfszellen so, dass diese sich mittels starker Magnete an die passende Stelle dirigieren lie&#223;en. Die Forscher berichten in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift PNAS &#252;ber ihre Ergebnisse.</strong></p>
<p><strong>Der Focus der Ver&#246;ffentlichung</strong> liegt auf Zell- und Gentherapie. Dabei versucht man, einzelne Zellen im K&#246;rper genetisch so zu ver&#228;ndern, dass sie therapeutische Effekte haben. Die behandelten Zellen k&#246;nnen dann beispielsweise Wirkstoffe erzeugen, die einen Tumor zur&#252;ckdr&#228;ngen. </p>
<blockquote><p>&#0187;In aller Regel m&#246;chte man sehr gezielt vorgehen, um Nebenwirkungen zu vermeiden&#0171;, erkl&#228;rt Professor Dr. Alexander Pfeifer vom Pharmazentrum Bonn.</p></blockquote>
<p><strong>Um die gew&#252;nschten Gene</strong> zu den entsprechenden Zellen zu transportieren, verwendet man &#0187;<em>Genf&#228;hren</em>&#0171;. H&#228;ufig handelt es sich dabei um Viren. Im Grunde genommen sind das n&#228;mlich ohnehin nichts anderes als Transporter f&#252;r Gene: Wenn sie auf eine passende Zelle treffen, &#0187;klammern&#0171; sie sich daran fest und injizieren ihre eigenen Erbanlagen. Dadurch programmieren sie die befallene Zelle um, die daraufhin &#8211; statt das zu tun, wof&#252;r sie eigentlich da ist &#8211; jede Menge neuer Viren produziert.</p>
<p><strong>Zielgerichtete Therapien und Positionierung von Zellen</strong></p>
<p><strong>Man kann nun</strong> das Viren-Erbgut entfernen und durch &#0187;therapeutische&#0171; Gene ersetzen. Beim Infektionsvorgang gelangen diese Gene dann in die Zelle und r&#252;sten sie mit neuen Funktionen aus. Doch dieser Vorgang braucht Zeit. Professor Pfeifer erkl&#228;rt: &#0187;Sie m&#252;ssen lange genug in der N&#228;he ihrer Zielzellen gehalten werden, um ihr Erbgut zu &#252;bertragen.&#0171;</p>
<p><strong>Schwierig wird das</strong> beispielsweise, wenn man den therapeutischen Virencocktail &#252;ber die Blutbahn injiziert. Einerseits verteilt dieser sich dann im ganzen K&#246;rper und gelangt eventuell nicht in ausreichender Konzentration zu der Stelle, wo er hin soll. Zudem rei&#223;t der Blutstrom die Viren unter Umst&#228;nden wieder fort, bevor sie ihre Genfracht injizieren k&#246;nnen. &#0187;Wir haben die Viren daher an magnetische Partikel gekoppelt&#0171;, erkl&#228;rt Pfeifer. &#0187;Wenn wir von au&#223;en magnetische Felder anlegen, k&#246;nnen wir die so modifizierten Genf&#228;hren daher an den erkrankten Stellen im K&#246;rper festhalten.</p>
<p><strong>Doch nicht nur Viren</strong> lassen sich so im K&#246;rper an die passende Stelle dirigieren. Die Forscher nutzen dieses Verfahren, um Zellen magnetisch zu machen und so mit Hilfe eines Magneten an eine bestimmte Stelle zu ziehen. </p>
<blockquote><p>Pfeifer und Kollegen machten so auch Endothelzellen magnetisch &#8211; das sind Zellen, die die Blutgef&#228;&#223;e auskleiden. &#0187;In M&#228;usen mit gesch&#228;digten Arterien konnten wir die Endothelzellen so genau in den gesch&#228;digten Arterien positionieren&#0171;, betont Pfeifer. &#0187;Damit er&#246;ffnen sich nat&#252;rlich v&#246;llig neue Therapieoptionen.&#0171;</p></blockquote>
<p>Kontakt:<br />
Professor Dr. Alexander Pfeifer<br />
Pharmazentrum der Universit&#228;t Bonn<br />
Telefon: 0228/73-5410 oder -11<br />
E-Mail: alexander.pfeifer@uni-bonn.de </p>]]></content:encoded>
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