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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Hände</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<item>
		<title>Schweinegrippe &#8211; H&#228;nde waschen oder Desinfektion?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/08/28/schweinegrippe-haende-waschen-oder-desinfektion/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 18:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Desinfektion]]></category>
		<category><![CDATA[Hände]]></category>
		<category><![CDATA[Influenza]]></category>
		<category><![CDATA[Spender]]></category>
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		<description><![CDATA[<h4>Hygieniker empfehlen H&#228;ndedesinfektion an allen &#246;ffentlichen Orten</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/handdesinfekt-640.jpg" rel="lightbox[pics1651]" title="Aylin Hammann demonstriert H&#228;ndedesinfektion"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/handdesinfekt-640.thumbnail.jpg" alt="Aylin Hammann, Desinfektionsspender" width="255" height="233" class="attachment wp-att-1652" /></a><div class="imagecaption">Aylin Hammann, Doktorandin am Greifswalder Hygieneinstitut, demonstriert die einfache Handhabung von Desinfektionsspendern.
Foto: Janke/UKG</div></div><strong>Der Leiter des Greifswalder Instituts</strong> f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin, Prof. Axel Kramer, zugleich Pr&#228;sident der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Krankenhaushygiene (http://www.krankenhaushygiene.de), empfiehlt die H&#228;ndedesinfektion als wirksame und praktische Alternative zur H&#228;ndewaschung. Das ist wirksamer als H&#228;ndewaschen und &#252;berall m&#246;glich.
"<em>Das H&#228;ndedesinfizieren kann Ansteckungsketten wirksam unterbrechen und ist neben der Impfung die effektivste Ma&#223;nahme zur Infektionsvermeidung. Ihre Durchf&#252;hrung ist nicht nur v&#246;llig standortunabh&#228;ngig, der Einsatz von mobilen Flaschen oder von Wandspendern ist zudem preiswerter und kann jederzeit in Alltagsabl&#228;ufe integriert werden. An allen &#246;ffentlichen Orten wie Schulen, Kinderg&#228;rten, Verwaltungen, Betrieben und Superm&#228;rkten k&#246;nnten die Spender angebracht werden</em>", so Kramer.

<strong>In den n&#228;chsten Monaten wird</strong> mit einer weiteren Welle der so genannten Schweinegrippe gerechnet, wobei sich...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Hygieniker empfehlen H&#228;ndedesinfektion an allen &#246;ffentlichen Orten</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/handdesinfekt-640.jpg" rel="lightbox[pics1651]" title="Aylin Hammann demonstriert H&#228;ndedesinfektion"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/handdesinfekt-640.thumbnail.jpg" alt="Aylin Hammann, Desinfektionsspender" width="255" height="233" class="attachment wp-att-1652" /></a>
<div class="imagecaption">Aylin Hammann, Doktorandin am Greifswalder Hygieneinstitut, demonstriert die einfache Handhabung von Desinfektionsspendern.<br />
Foto: Janke/UKG</div>
</div>
<p><strong>Der Leiter des Greifswalder Instituts</strong> f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin, Prof. Axel Kramer, zugleich Pr&#228;sident der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Krankenhaushygiene (http://www.krankenhaushygiene.de), empfiehlt die H&#228;ndedesinfektion als wirksame und praktische Alternative zur H&#228;ndewaschung. Das ist wirksamer als H&#228;ndewaschen und &#252;berall m&#246;glich.<br />
&#0187;<em>Das H&#228;ndedesinfizieren kann Ansteckungsketten wirksam unterbrechen und ist neben der Impfung die effektivste Ma&#223;nahme zur Infektionsvermeidung. Ihre Durchf&#252;hrung ist nicht nur v&#246;llig standortunabh&#228;ngig, der Einsatz von mobilen Flaschen oder von Wandspendern ist zudem preiswerter und kann jederzeit in Alltagsabl&#228;ufe integriert werden. An allen &#246;ffentlichen Orten wie Schulen, Kinderg&#228;rten, Verwaltungen, Betrieben und Superm&#228;rkten k&#246;nnten die Spender angebracht werden</em>&#0171;, so Kramer.</p>
<p><strong>In den n&#228;chsten Monaten wird</strong> mit einer weiteren Welle der so genannten Schweinegrippe gerechnet, wobei sich das genaue Ausma&#223;, die Anzahl der Betroffenen und die Schwere der Infektion im Moment nicht vorhersagen lassen. Die bisher schwerste saisonale Grippewelle dieses Jahrzehnts 2004 und 2005 f&#252;hrte in Deutschland zu ca. 4,7 Millionen Arztbesuchen und 12.000 Verstorbenen (Robert-Koch-Institut).</p>
<p><strong>Abgesehen von der medizinischen Seite</strong> hat eine Pandemie eine erhebliche volkswirtschaftliche Bedeutung. Das Rheinisch-Westf&#228;lische Institut f&#252;r Wirtschaftsforschung (RWI) rechnet bereits bei einem mittelschweren Geschehen mit 100.000 Toten und 300.000 zus&#228;tzlichen Erkrankten in den Kliniken mit einem Schaden von 25 bis 75 Milliarden Euro. Zus&#228;tzlich zu den direkten Kosten f&#252;r die unmittelbare medizinische Versorgung bilden dabei indirekte Verluste durch Fehlzeiten, eingeschr&#228;nkte Produktivit&#228;t am Arbeitsplatz sowie Einbu&#223;en im Konsum- und Tourismusgesch&#228;ft den gr&#246;&#223;ten Kostenfaktor.</p>
<p>&#0187;<em>Die Pr&#228;vention der Ausbreitung hat damit nicht nur eine hohe Bedeutung f&#252;r das pers&#246;nliche Wohlergehen des Einzelnen und die &#246;ffentliche Gesundheit, sondern erreicht zugleich eine betriebs- und volkswirtschaftlich bedenkliche Dimension</em>&#0171;, betonte der Greifswalder Wissenschaftler.</p>
<p><strong>Das Influenzavirus A H1N1</strong> wird wie die &#252;bliche Grippe &#252;berwiegend durch Kontakt mit Menschen, verunreinigten Gegenst&#228;nden und &#252;ber Tr&#246;pfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen &#252;bertragen. Grunds&#228;tzlich ist das H&#228;ndewaschen eine wirkungsvolle Methode, Grippeviren von der Hand zu entfernen. Allerdings m&#252;ssen die H&#228;nde dazu sehr h&#228;ufig, mindestens zehnmal t&#228;glich und etwa dreimal l&#228;nger als &#252;blich, ca. 40 Sekunden, ges&#228;ubert werden. Die H&#228;ndewaschung ist zumeist an feste Sanit&#228;ranlagen gebunden. Anzahl und Ausstattung sind im Allgemeinen nicht f&#252;r die Kontrolle einer Epidemie ausgelegt. Mehr noch, an den Waschpl&#228;tzen &#252;berkreuzen sich die Wege der Mitarbeiter, was weitere Gelegenheit zu &#220;bertragungen gibt. Dort, wo die h&#228;ufigsten Kontakte bestehen, beispielsweise in Verkehrsmitteln und in vielen &#246;ffentlichen Geb&#228;uden, besteht &#252;berhaupt keine M&#246;glichkeit zur Reinigung. Damit geht die Empfehlung zum H&#228;ndewaschen an der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen vorbei.</p>
<p><strong>H&#228;ndedesinfektion st&#246;&#223;t auf hohe Akzeptanz</strong></p>
<blockquote><p>&#0187;Als effektive und praktikable Alternative bietet sich deshalb die H&#228;ndedesinfektion an&#0171;, unterstrich der Hygieneexperte. &#0187;Sie ist wirksamer als die Seifenwaschung und nicht an bestimmte Orte gebunden, hautvertr&#228;glicher und schneller als die Waschung.&#0171; Dar&#252;ber hinaus ist die Desinfektion mit etwa 2 bis 3 Cent pro Anwendung deutlich billiger. Geeignet sind alle alkoholischen H&#228;ndedesinfektionsmittel, die in Apotheken, Fach- und Gro&#223;handel sowie im Internet angeboten werden. Der Literpreis liegt bei ca. 7,50 bis 10,00 Euro. &#0187;Im Gegensatz zur Waschung entfernt die Desinfektion die Erreger nicht nur von der Hand, sondern setzt die gef&#228;hrlichen Krankheits&#252;bertr&#228;ger innerhalb von 30 Sekunden au&#223;er Kraft.&#0171; Besonders praktisch neben den Wandspendern sind kleine &#0187;Taschenflaschen&#0171; mit einem Volumen von 100 bis 200 ml. Diese k&#246;nnten an jeden Mitarbeiter zur pers&#246;nlichen Verwendung ausgegeben werden.</p></blockquote>
<p><strong>In den USA ist es in Verbindung mit Aufkl&#228;rungskampagnen gelungen, sogar Sch&#252;ler zur H&#228;ndedesinfektion mit Desinfektionsmitteln in Gelform zu motivieren.</strong> Dadurch kam es zu einem R&#252;ckgang der Fehltage an Schuleinrichtungen.<br />
<strong>Eine &#228;hnliche Studie</strong> in der Universit&#228;ts- und Stadtverwaltung von Greifswald im Rahmen einer Doktorarbeit f&#252;hrte zu ebenso positiven Ergebnissen. In der Untersuchung wurde im Jahr 2006 die Machbarkeit und Wirksamkeit der H&#228;ndedesinfektion in &#246;ffentlichen Einrichtungen der Hansestadt Greifswald analysiert, die zu einer Reduzierung der Rate infekti&#246;ser Erkrankungen der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts f&#252;hrte und insgesamt auf eine hohe Akzeptanz stie&#223;.</p>
<blockquote><p>&#0187;Die Bedeutung der H&#228;ndehygiene zur Pr&#228;vention der Grippe&#252;bertragung wird noch untersch&#228;tzt&#0171;, konstatierte Prof. Axel Kramer. In Zeiten gro&#223;fl&#228;chiger Ausbreitung der Grippe k&#246;nne die H&#228;ndehygiene einen wichtigen Beitrag zur Eind&#228;mmung der betriebs- und volkswirtschaftlichen Sch&#228;den leisten. Die H&#228;ndedesinfektion ist dabei die kosteng&#252;nstigere, praktischere und wirksamere Methode. &#0187;Arbeitgeber sollten &#252;berlegen, insbesondere Mitarbeitern mit h&#228;ufigem Kundenkontakt und in Schl&#252;sselbereichen Zugang zu H&#228;ndedesinfektionsmittelspendern zu gew&#228;hren oder Taschenflaschen zur Verf&#252;gung zu stellen, um so die Ausbreitung zu begrenzen. Das sollte auch alle Bildungseinrichtungen einschlie&#223;en&#0171;, so Kramer abschlie&#223;end.</p></blockquote>
<p><strong>Ansprechpartner am Uniklinikum Greifswald</strong><br />
Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin<br />
Direktor: Prof. Dr. med. Axel Kramer<br />
Walter-Rathenau-Stra&#223;e 42, 17489 Greifswald<br />
T +49 3834-51 55 42<br />
E kramer@uni-greifswald.de</p>
<p>http://www.klinikum.uni-greifswald.de</p>]]></content:encoded>
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