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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Hirnforschung</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Die sogenannten Sprachzentren in der linken Gehirnh&#228;lfte sind auch f&#252;r die Aufmerksamkeit zust&#228;ndig</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 10:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachzentrum]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Die "Sprachzentren" in der linken Gehirnh&#228;lfte des Menschen sprechen und verstehen nicht nur Sprache, sondern sie sind auch f&#252;r die Orientierung unserer Aufmerksamkeit im Raum zust&#228;ndig. Das zeigen Wissenschaftler der Neurologischen Universit&#228;tsklinik T&#252;bingen und des Hertie-Instituts f&#252;r klinische Hirnforschung (HIH) in einer aktuellen Studie, die in der Zeitschrift Brain erschienen ist. Unsere sogenannten "Sprachzentren" sind also vielmehr "Sprach-" und gleichzeitig "Aufmerksamkeitszentren". (Brain, advance online publication 30.05.2011).</strong>

<strong>Aufmerksamkeit ist bei S&#228;ugetieren</strong>, zum Beispiel auch beim Affen in beiden Gehirnh&#228;lften repr&#228;sentiert. Anders als bei den Affen bildete sich beim Menschen eine Sprachfunktion. Die bisherige Annahme der Wissenschaft: Durch die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die &#0187;Sprachzentren&#0171; in der linken Gehirnh&#228;lfte des Menschen sprechen und verstehen nicht nur Sprache, sondern sie sind auch f&#252;r die Orientierung unserer Aufmerksamkeit im Raum zust&#228;ndig. Das zeigen Wissenschaftler der Neurologischen Universit&#228;tsklinik T&#252;bingen und des Hertie-Instituts f&#252;r klinische Hirnforschung (HIH) in einer aktuellen Studie, die in der Zeitschrift Brain erschienen ist. Unsere sogenannten &#0187;Sprachzentren&#0171; sind also vielmehr &#0187;Sprach-&#0171; und gleichzeitig &#0187;Aufmerksamkeitszentren&#0171;. (Brain, advance online publication 30.05.2011).</strong></p>
<p><strong>Aufmerksamkeit ist bei S&#228;ugetieren</strong>, zum Beispiel auch beim Affen in beiden Gehirnh&#228;lften repr&#228;sentiert. Anders als bei den Affen bildete sich beim Menschen eine Sprachfunktion. Die bisherige Annahme der Wissenschaft: Durch die Entwicklung der Sprache beim Menschen in der linken Gehirnh&#228;lfte wurden die ehemals dort angesiedelten Funktionen – wie zum Beispiel die Aufmerksamkeit – verdr&#228;ngt und in die rechte Gehirnh&#228;lfte verschoben.</p>
<p><strong>Mit ihrer Arbeit konnten Julia Suchan und Prof. Dr. Dr. Hans-Otto Karnath</strong> von der Neurologischen Universit&#228;tsklinik und dem Hertie-Institut f&#252;r klinische Hirnforschung zeigen, dass dies keineswegs so ist. Zwar hat die linke Gehirnh&#228;lfte in der Entwicklung vom Affen zum Menschen eine neue Funktion – die Sprache – erhalten, sie hat aber ihre alte Funktion – die Aufmerksamkeit – keineswegs ganz verloren. Offensichtlich ist unser Gehirn in der Lage, beide Funktionen in derselben Gehirnh&#228;lfte, ja sogar in denselben Regionen parallel zu verarbeiten.</p>
<p><strong>Die T&#252;binger Wissenschaftler untersuchten rund 400 Menschen</strong>, die einen Schlaganfall der linken Gehirnh&#228;lfte erlitten hatten, um herauszufinden, ob diese neben den f&#252;r diese Gehirnh&#228;lfte bekannten Sprachst&#246;rungen auch an St&#246;rungen der Raumorientierung litten. Neben Tests zur Untersuchung der r&#228;umlichen Aufmerksamkeit und Sprache machten die Wissenschaftler hochaufl&#246;sende Magnetresonanztomographie-Aufnahmen von den Patienten. Dabei fanden sie heraus, dass einige Menschen tats&#228;chlich an einer deutlichen St&#246;rung der r&#228;umlichen Orientierung nach Sch&#228;digung der linken Hemisph&#228;re litten. Interessanterweise fand sich der Sitz dieser Funktion im Gehirn exakt im so genannten &#0187;Sprachzentrum&#0171;.</p>
<blockquote><p><strong>Alle diese Patienten mit St&#246;rungen der Raumorientierung</strong> litten gleichzeitig auch unter Sprachst&#246;rungen. &#0187;W&#228;re dies nicht der Fall, k&#246;nnte man annehmen, dass die Funktionen beider Gehirnh&#228;lften bei diesen Personen einfach vertauscht sind,&#0171; so Suchan und Karnath, &#0187;also die Raumorientierung links und die Sprache rechts sitzt. Das ist aber definitiv nicht der Fall. Im Gegenteil, beide Funktionen scheinen in derselben Gehirnh&#228;lfte und denselben Gehirnstrukturen verarbeitet zu werden.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Originaltitel der Publikation:</strong> Spatial orienting by left hemisphere language areas: a relict from the past?<br />
<strong>Autoren:</strong> Julia Suchan, Hans-Otto Karnath<br />
<em>Brain advance online publication 30.05.2011 (http://brain.oxfordjournals.org/content/early/2011/05/28/brain.awr120.full.pdf+h&#8230;): DOI: 10.1093/brain/awr120</em></p>
<p><strong>Kontakte:</strong><br />
Universit&#228;tsklinikum T&#252;bingen, Sektion Neuropsychologie,<br />
Zentrum f&#252;r Neurologie<br />
Hertie-Institut f&#252;r klinische Hirnforschung (HIH)<br />
Prof. Dr. Dr. Hans-Otto Karnath<br />
Tel.: 0 70 71/29-8 04 76 (Sekretariat), Fax: 0 70 71/29-59 57<br />
E-Mail: Karnath@uni-tuebingen.de</p>]]></content:encoded>
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		<title>&#0187;Affenstreit&#0171;: Universit&#228;t Bremen gibt Informationsbrosch&#252;re zur Hirnforschung heraus</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/12/16/affenstreit-universitaet-bremen-gibt-informationsbroschuere-zur-hirnforschung-heraus/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 19:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Makaken]]></category>
		<category><![CDATA[Tierversuch]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es in Bremen Streit um die Makaken-Versuche im Zentrum f&#252;r Kognitionswissenschaften der Universit&#228;t. Dabei werden in den &#246;ffentlichen, zum Teil sehr emotional gef&#252;hrten Auseinandersetzungen immer wieder Vorw&#252;rfe laut, dass die Makaken unzumutbar belastet und die Versuche keine Ergebnisse bringen. Zur Versachlichung der Debatte hat die Universit&#228;t Bremen jetzt die 12-seitige Brosch&#252;re "Vertrauen in Forschung - Informationen zur Hirnforschung an der Universit&#228;t" herausgegeben.</strong> 

<strong>Sie ist ausschlie&#223;lich mit Spenden</strong> von F&#246;rderern der Hirnforschung an der Universit&#228;t Bremen, aus der Bremer Wirtschaft und insbesondere dem Rector's Circle finanziert worden. Die Publikation kann kostenlos in der Pressestelle der Universit&#228;t Bremen per E-Mail (presse@uni-bremen.de) bestellt oder im <a href="http://www.kog-neuro.uni-bremen.de">Internet heruntergeladen</a> werden.

<strong>Die Informationsbrosch&#252;re ist verst&#228;ndlich, kurz und pr&#228;gnant</strong> und greift kritische Aspekte des Themas...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit mehr als einem Jahrzehnt gibt es in Bremen Streit um die Makaken-Versuche im Zentrum f&#252;r Kognitionswissenschaften der Universit&#228;t. Dabei werden in den &#246;ffentlichen, zum Teil sehr emotional gef&#252;hrten Auseinandersetzungen immer wieder Vorw&#252;rfe laut, dass die Makaken unzumutbar belastet und die Versuche keine Ergebnisse bringen. Zur Versachlichung der Debatte hat die Universit&#228;t Bremen jetzt die 12-seitige Brosch&#252;re &#0187;Vertrauen in Forschung &#8211; Informationen zur Hirnforschung an der Universit&#228;t&#0171; herausgegeben.</strong> </p>
<p><strong>Sie ist ausschlie&#223;lich mit Spenden</strong> von F&#246;rderern der Hirnforschung an der Universit&#228;t Bremen, aus der Bremer Wirtschaft und insbesondere dem Rector&#8217;s Circle finanziert worden. Die Publikation kann kostenlos in der Pressestelle der Universit&#228;t Bremen per E-Mail (presse@uni-bremen.de) bestellt oder im <a href="http://www.kog-neuro.uni-bremen.de">Internet heruntergeladen</a> werden.</p>
<p><strong>Die Informationsbrosch&#252;re ist verst&#228;ndlich, kurz und pr&#228;gnant</strong> und greift kritische Aspekte des Themas &#0187;Affenstreit in Bremen&#0171; auf. So werden die Ziele der Bremer Hirnforschung vorgestellt und die Notwendigkeit der Grundlagenforschung erkl&#228;rt, wenn man Erkrankungen des Gehirns verstehen und erkrankte Bereiche identifizieren will &#8211; Voraussetzungen, um passende Therapien zu entwickeln und Menschen zu helfen. Beispielsweise sind allein von Funktionsst&#246;rungen des Gehirns durch Epilepsien &#8211; ein Forschungsbereich der Bremer Neurowissenschaftler &#8211; in Deutschland mehr als 800.000 Personen betroffen. Konkret auf die Tierversuche bezogen, werden die Fragen beantwortet, warum die Experimente mit Tieren &#252;berhaupt erforderlich sind, wie sie ablaufen und weshalb sie durch bildgebende Verfahren nicht ersetzt werden k&#246;nnen. &#0187;Wir haben diese Brosch&#252;re herausgegeben, um alle Interessierten &#252;ber die Makakenversuche an der Universit&#228;t Bremen zu informieren. Damit will die Universit&#228;t einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte um die Bremer Hirnforschung leisten&#0171;, betont Professor Reinhard X. Fischer, Beauftragter der Universit&#228;t Bremen f&#252;r Makakenversuche.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>Universit&#228;t Bremen<br />
Prof. Dr. Reinhard X. Fischer (Beauftragter des Rektorats f&#252;r Makakenversuche)<br />
Tel. 0421 218 65160<br />
E-Mail: rfischer@uni-bremen.de</p>
<p>http://www.kog-neuro.uni-bremen.de</p>]]></content:encoded>
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