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Beiträge zum Stichwort ‘ Hirntumor ’

Hirntumoren: Gewebestammzelle wird zur Tumorstammzelle…

2. April 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten

…Schlüsselmolekül für die Krebsentstehung entdeckt.

Glioblastomähnliche Zellveränderung
Glioblastom-ähnliche Gewebeveränderung im Gehirn von Mäusen, die zuviel Tlx produzieren (Bildquelle: Deutsches Krebsforschungszentrum, Haikun Liu)

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum wiesen zum ersten Mal nach, dass bösartige Hirntumoren direkt aus Hirn-Stammzellen entstehen. Das Protein Tlx sorgt im erwachsenen Gehirn dafür, dass aus Gewebe-Stammzellen neue Nervenzellen entstehen. Zuviel Tlx regt bei Mäusen die Bildung bösartiger Hirntumoren aus Hirn-Stammzellen an. Auch beim Glioblastom, dem bösartigsten Hirntumor des Menschen, spielt Tlx eine Rolle. Mit Tlx ist daher erstmalig ein möglicher Angriffspunkt für zielgerichtete Therapien gegen das gefährliche Glioblastom entdeckt.

Die »Wiege« neuer Nervenzellen im erwachsenen Gehirn ist gut bekannt: Es ist die so genannte subventrikulare Zone, eine Gewebeschicht entlang der seitlichen Hirnkammern. Hier sind die neuralen oder Hirn-Stammzellen angesiedelt, die im Bedarfsfall für die Bildung neuer Nervenzellen sorgen. Die subventrikulare Zone gilt lange schon auch als Keimzelle für eine bestimmte Art bösartiger Hirntumoren – die Gliome, deren gefährlichster Vertreter das Glioblastom ist.

Wissenschaftler aus den Abteilungen von Professor Dr. Günther Schütz und Professor Dr. Peter Lichter im Deutschen Krebsforschungszentrum zeigten kürzlich bei Mäusen, dass Hirn-Stammzellen in der subventrikularen Zone durch ein bestimmtes Molekül gekennzeichnet sind: Das Protein Tlx, ein so genannter …



Schlafenden Krebszellen auf der Spur…

11. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten

Auch viele Jahre nach einer Brustkrebsdiagnose und dem Entfernen des Primärtumors können sich noch Fernmetastasen im Körper ansiedeln. Vor allem Knochenmetastasen sind dann keine Seltenheit.

Für die Forschung auf diesem Gebiet erhielt jetzt der Leiterin des wissenschaftlichen Labors der Frauenklinik, Privatdozentin Dr. Sabine Kasimir-Bauer, von der Universität Duisburg Essen eine außerplanmäßige Professur. Der Schwerpunkt ihrer Forschungen liegt in der Suche nach sogenannten Tumorstammzellen, das heißt Tumorzellen, die die Fähigkeit zur Selbsterneuerung besitzen. Nur zwischen ein und fünf Prozent der Zellen im Tumor haben diesen Charakter und sind vermutlich für die Metastasenbildung verantwortlich. »Zentrales Anliegen ist es daher, diese Zellen im Blut beziehungsweise im Knochenmark zu identifizieren«, erklärt Prof. Dr. Sabine Kasimir-Bauer und der Direktor der Uni-Frauenklinik ergänzt: »Um so spezifische Therapien genau gegen diese Zellen einsetzen zu können und dadurch eine Streuung des Tumors zu verhindern

Schlafende Zellen überleben Chemotherapie

Erste Hinweise, dass solche Zellen im Blut von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs vorhanden und mit einer ungünstigen Prognose verbunden sind, konnte jetzt Dr. Bahriye Aktas, Oberärztin der Frauenklinik in Zusammenarbeit mit der Inneren Klinik, zeigen. Die Daten wurden jetzt in einer renomierten internationalen Brustkrebszeitschrift veröffentlicht und



Methadon als neuer Ansatz gegen Hirntumoren

2. Oktober 2009 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Dr. Claudia Friesen (Foto Uniklinikum Ulm)
Dr. Claudia Friesen (Foto Uniklinikum Ulm)

Forscher untersuchen molekularen Wirkmechanismus
»Patienten mit bösartigen Hirntumoren haben trotz der stetig intensivierten Therapien weiterhin eine schlechte Prognose«, so die Leiterin des Forschungsprojekts Dr. Claudia Friesen. Sie arbeitet im Team von Professor Dr. Erich Miltner, Ärztlicher Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Ulm.

Hirntumoren werden derzeit in erster Linie operativ entfernt und bestrahlt. Ärzte setzen aber auch Chemotherapien gegen diese Krebsform ein. Zu Beginn der Behandlung sprechen die Patienten meist gut auf die Medikamente an. Allerdings treten nach einiger Zeit oft Resistenzen gegenüber dem Wirkstoff auf: Der Tumor wächst weiter und kann nicht mehr bekämpft werden. Zusätzlich leiden diese Patienten sehr stark unter den Nebenwirkungen der hochdosierten Chemotherapeutika.

Erste Hinweise auf einen neuen Therapieansatz gegen Hirntumoren erhielt das Team von Friesen aus



Maligne Gliome: Glutamat verursacht Zelltod und führt zum Hirnödem

12. Mai 2008 | Von FR | Kategorie: Indikation/Therapie, Kurznachrichten
Tumorzellen unter die Lupe genommen
Tumorzellen, die genetisch verändert wurden und somit fluoreszieren, können genauer untersucht werden.
Foto: Ilker Eyüpoglu

Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg sind in der Erforschung von hirneigenen Tumoren einen entscheidenden Schritt vorangekommen: Die Neuroonkologische Arbeitsgruppe (Ansprechpartner: Dr. Ilker Eyüpoglu) der Neurochirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Michael Buchfelder) hat jetzt auf molekularer Ebene eine Ursache für Ödeme bei malignen Gliomen identifiziert.
Flüssigkeitsansammlungen in intaktem Körpergewebe, die von benachbarten, krankhaften Gewebeveränderungen verursacht sind, werden als perifokale Ödeme bezeichnet.
Problematisch werden sie vor allem bei Hirntumoren. Dadurch kommt es unter anderem zu neurologischen Ausfällen.

Wie die Erlanger Forscher in der international renommierten Fachzeitschrift »Nature Medicine« berichten, geben hirneigene Tumoren (Gliome) große Mengen des…