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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Impfung</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>H&#228;ngen Hypertoniker k&#252;nftig nur noch an der Nadel?</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 19:47:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bluthochdruckpatienten k&#252;nftig (<strong>und hier landen wir beim positiven Sinn von "NUR NOCH an der Nadel h&#228;ngen") nur noch</strong> einmal pro Halbjahr oder vielleicht auch deutlich seltener - eine Spritze verpassen. Eine solche Impfung (derzeit in der Klinischen Forschung) gegen Bluthochdruck soll im g&#252;nstigsten Fall die (nach Wochen oder Monaten oft vergessene) Einnahme von blutdrucksendenden Tabletten ganz oder teilweise &#252;berfl&#252;ssig machen. <strong>Bereits vor 5 Jahren</strong> wurde von britischen Forschern auf der Jahrestagung der amerikanischen Hochdruckgesellschaft ein <strong>Impfstoff</strong> gegen Bluthochdruck angek&#252;ndigt. Im letzten und diesem Jahr nun, wurden erste vielversprechende Ergebnisse Klinischer Studien in Deutschland bekannt, u. a war auch die Berliner Charité beteiligt. <strong>Derzeit hat die</strong> Medizinische Hochschule Hannover (MHH) die Federf&#252;hrung einer neuerlichen Studie mit ca. 80 Patienten inne. Der Impfstoff einer Schweizer Biotech-Firma k&#246;nnte nach Einsch&#228;tzung der Forscher schon 2012 verf&#252;gbar sein. Die laufende Studie sei auf ein Jahr angelegt, sagte...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:193px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/08/spritze-800h.jpg" rel="lightbox[pics566]" title="Die Spritzenl&#246;sung: Impfung gegen Bluthochdruck"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/08/spritze-800h.thumbnail.jpg" alt="Die Spritzenl&#246;sung" width="193" height="320" class="attachment wp-att-585" /></a>
<div class="imagecaption">Die Spritzenl&#246;sung: Impfung gegen Bluthochdruck &copy; <a href="http://photocase.de/de/user.asp?u=99531" title="externer Link zum Bildautor bei photocase.de">little_dude</a> | photocase.de</div>
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<p><strong>Das Szenario nach ersten Studien zu einem Impfstoff klingt fast zu forsch um wahr zu sein:</strong> Viele der gro&#223;en Publikumszeitschriften bzw. deren Onlineableger &#252;bertreffen sich mit Titeln, wie &#0187;Hoffnung f&#252;r Millionenen&#0171;, &#0187;Lebenslanger Schutz durch Impfung&#0171; etc. pp. &#8230; <strong>Statt mehreren blutdrucksenkenden Medikamenten</strong> mit etlichen Nebenwirkungen pro Tag, die auch alles andere als billig sind, lassen sich Bluthochdruckpatienten k&#252;nftig (<strong>und hier landen wir beim positiven Sinn von &#0187;NUR NOCH an der Nadel h&#228;ngen&#0171;) nur noch</strong> einmal pro Halbjahr oder vielleicht auch deutlich seltener &#8211; eine Spritze verpassen. Eine solche Impfung (derzeit in der Klinischen Forschung) gegen Bluthochdruck soll im g&#252;nstigsten Fall die (nach Wochen oder Monaten oft vergessene) Einnahme von blutdrucksendenden Tabletten ganz oder teilweise &#252;berfl&#252;ssig machen. <strong>Bereits vor 5 Jahren</strong> wurde von britischen Forschern auf der Jahrestagung der amerikanischen Hochdruckgesellschaft ein <strong>Impfstoff</strong> gegen Bluthochdruck angek&#252;ndigt. Im letzten und diesem Jahr nun, wurden erste vielversprechende Ergebnisse Klinischer Studien in Deutschland bekannt, u. a war auch die Berliner Charité beteiligt. <strong>Derzeit hat die</strong> Medizinische Hochschule Hannover (MHH) die Federf&#252;hrung einer neuerlichen Studie mit ca. 80 Patienten inne. Der Impfstoff einer Schweizer Biotech-Firma k&#246;nnte nach Einsch&#228;tzung der Forscher schon 2012 verf&#252;gbar sein. Die laufende Studie sei auf ein Jahr angelegt, sagte Forschungsleiter <strong>Jan Menne</strong> bei MDR Info. Vorausgesetzt die Ergebnisse seien positiv, werde es noch einmal zwei bis drei Jahre dauern, bis der Impfstoff routinem&#228;&#223;ig eingesetzt werden k&#246;nne. <strong>Bei der jetzigen Studie wird mit h&#246;heren Dosierungen als bisher gearbeitet, um zu pr&#252;fen, ob die Impfung auch &#252;ber ein halbes Jahr hinaus effektiv bleibt.</strong> <strong>Der Impfstoff</strong> besteht aus einem virus&#228;hnlichem/virusverwandtem &#0187;Baustein&#0171;, der auf seiner Oberfl&#228;che viele Angiotensin-II-Molek&#252;le tr&#228;gt. Dieses Eiwei&#223;molek&#252;l (Angiotensin) reguliert eigentlich den Blutdruck, indem es die Blutgef&#228;&#223;e verengt und so den Blutdruck steigen l&#228;sst. <strong>Da aber nach der Impfung</strong> das Immunsystem der Probanden gegen den Impfstoff <strong>Antik&#246;rper bildet</strong>, sinkt die Aktivit&#228;t des Angiotensin II ebenso wie der Blutdruck. <strong>Bisherige Ergebnisse</strong> auch aus den vorangegangenen Studien, sind durchaus vielversprechend: So sank der Blutdruck in den behandelten Gruppen um 5,6 mmHg systolisch und 2,8 mmHg diastolisch niedriger als in Placebogruppen. Am st&#228;rksten fiel der Blutdruck &#252;brigens in den Morgenstunden (25/13 mmHg) – zu einer Tageszeit also, in der Schlaganf&#228;lle und Herzinfarkte bei Menschen mit Bluthochdruck am h&#228;ufigsten stattfinden.<br />
<blockquote>Der &#0187;Focus&#0171; schreibt bzw. interpretiert seine Recherchen u. a. wie folgt: <strong>&#0187;F&#252;r Dicke ungeeignet!</strong> Kritiker sehen in der permanenten, unumkehrbaren Unterbrechung der hormonellen Blutdruckregulierung eine m&#246;gliche Gefahr. Angiotensin sorgt bei extremem Wasser- oder Salzmangel daf&#252;r, dass genug Druck in den Blutgef&#228;&#223;en herrscht. Durch die Impfung w&#252;rde dieses Notfallsystem ausgehebelt. Wie sich die Impflinge also in der W&#252;ste behaupten w&#252;rden, ist ungewiss. Sorge bereitet auch, wie sich die Impfung bei einem Kreislaufkollaps, etwa durch massiven Blutverlust nach einem Unfall, auswirkt. <strong>Bis diese Fragen durch Studien gekl&#228;rt sind</strong>, kommt die Impfung daher nur f&#252;r ansonsten gesunde Hypertoniker in Frage. <strong>Auch f&#252;r &#220;bergewichtige</strong> k&#246;nnte die permanente Drucksenkung gef&#228;hrlich sein – denn wenn es ihnen gel&#228;nge abzunehmen, w&#252;rde ihr Druck dann noch weiter, vielleicht zu weit, sinken.&#0171;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Eine Impfung gegen Bluthochdruck</strong> statt Tabletten ist ein sehr interessanter Therapieansatz und w&#252;rde sich sehr positiv auf die Therapietreue auswirken&#0171;, zitiert das Hamburger Abendblatt Dr. Siegfried Throm, Forschungschef des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller. &#0187;Aber zun&#228;chst sind nat&#252;rlich die Ergebnisse der klinischen Studien abzuwarten, ob diese Impfung gut wirksam und vertr&#228;glich ist.&#0171; </p></blockquote>]]></content:encoded>
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