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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Infarkt</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Konkrete Therapieoptionen zur Behandlung von Atherosklerose in Sicht</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2011/04/18/konkrete-therapieoptionen-zur-behandlung-von-atherosklerose-in-sicht/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 15:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Atherosklerose]]></category>
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		<category><![CDATA[Infarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/04/prof-chris-weber.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. med. Christian Weber Foto: S. Hartmann LMU-Klinikum"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/04/prof-chris-weber.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med. Christian Weber Foto: S. Hartmann LMU-Klinikum" width="255" height="201" class="attachment wp-att-2866" /></a><div class="imagecaption">Prof. Dr. med. Christian Weber Foto: S. Hartmann LMU-Klinikum</div></div><strong>Fast klingt es zu ideal, als dass es Realit&#228;t werden k&#246;nnte: ein Medikament, das ausschlie&#223;lich die chronische Entz&#252;ndung der Atherosklerose verhindert oder stabilisiert – mit minimalen Nebenwirkungen. F&#252;r Prof. Christian Weber Direktor am Institut f&#252;r Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t, LMU erscheint die Vision keineswegs weit hergeholt. Das Team hat in jahrelanger Forschung zumindest einen molekularen Mechanismus entdeckt, der sehr spezifisch die so gef&#228;hrliche Entz&#252;ndung in den Gef&#228;&#223;w&#228;nden speist – und dessen Unterbrechung das Ausma&#223; der Atheroklerose zumindest im Tierversuch drastisch senkt. Die Umsetzung der Grundlagenarbeit in ein Medikament ist eines der zentralen Projekte zur Vorbeugung und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen, das Christian Weber zur "Munich Heart Alliance" beisteuert, die wiederum als einer von sieben bundesweiten Partnern f&#252;r das Deutsche Zentrum f&#252;r Herz- und Kreislaufforschung vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung erw&#228;hlt wurde.</strong>

<strong>"Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die h&#228;ufigste Todesursache in den westlichen L&#228;ndern"</strong>, unterstreicht Prof. Weber. Dahinter steckt meist die Atherosklerose, die sich unterschiedlich manifestieren kann: als Herzinfarkt oder Schlaganfall, als periphere arterielle Verschlusskrankheit ("Schaufensterkrankheit") in den Beinen oder vaskul&#228;re Demenz im Gehirn. Es ist die kostentr&#228;chtigste Krankheitsgruppe im Gesundheitswesen. Die Atherosklerose erw&#228;chst &#252;ber viele Jahre, vor allen infolge einer stetig fortschreitenden Entz&#252;ndung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/04/prof-chris-weber.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Prof. Dr. med. Christian Weber Foto: S. Hartmann LMU-Klinikum"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2011/04/prof-chris-weber.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. med. Christian Weber Foto: S. Hartmann LMU-Klinikum" width="255" height="201" class="attachment wp-att-2866" /></a>
<div class="imagecaption">Prof. Dr. med. Christian Weber Foto: S. Hartmann LMU-Klinikum</div>
</div>
<p><strong>Fast klingt es zu ideal, als dass es Realit&#228;t werden k&#246;nnte: ein Medikament, das ausschlie&#223;lich die chronische Entz&#252;ndung der Atherosklerose verhindert oder stabilisiert – mit minimalen Nebenwirkungen. F&#252;r Prof. Christian Weber Direktor am Institut f&#252;r Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t, LMU erscheint die Vision keineswegs weit hergeholt. Das Team hat in jahrelanger Forschung zumindest einen molekularen Mechanismus entdeckt, der sehr spezifisch die so gef&#228;hrliche Entz&#252;ndung in den Gef&#228;&#223;w&#228;nden speist – und dessen Unterbrechung das Ausma&#223; der Atheroklerose zumindest im Tierversuch drastisch senkt. Die Umsetzung der Grundlagenarbeit in ein Medikament ist eines der zentralen Projekte zur Vorbeugung und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen, das Christian Weber zur &#0187;Munich Heart Alliance&#0171; beisteuert, die wiederum als einer von sieben bundesweiten Partnern f&#252;r das Deutsche Zentrum f&#252;r Herz- und Kreislaufforschung vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung erw&#228;hlt wurde.</strong></p>
<p><strong>&#0187;Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die h&#228;ufigste Todesursache in den westlichen L&#228;ndern&#0171;</strong>, unterstreicht Prof. Weber. Dahinter steckt meist die Atherosklerose, die sich unterschiedlich manifestieren kann: als Herzinfarkt oder Schlaganfall, als periphere arterielle Verschlusskrankheit (&#0187;Schaufensterkrankheit&#0171;) in den Beinen oder vaskul&#228;re Demenz im Gehirn. Es ist die kostentr&#228;chtigste Krankheitsgruppe im Gesundheitswesen. Die Atherosklerose erw&#228;chst &#252;ber viele Jahre, vor allen infolge einer stetig fortschreitenden Entz&#252;ndung. &#0187;Sie ist die gemeinsame Endstrecke der bekannten Risikofaktoren&#0171;, sagt Christian Weber &#8211; beispielsweise Rauchen, Bluthochdruck oder erh&#246;hte Blutfette, kann aber auch durch eine ung&#252;nstige genetische Veranlagung bedingt sein. Alle diese Faktoren sch&#228;digen die innerste Zellschicht der Gef&#228;&#223;wand, das Endothel, worauf im Zuge einer klassischen Entz&#252;ndungsreaktion verschiedene Zelltypen des Immunsystems in die betroffenen Stellen einwandern. Makrophagen etwa r&#228;umen unter das Endothel geratene Fette weg, k&#246;nnen sich aber &#0187;&#252;berfressen&#0171; und sterben. Um die Zellreste zu entsorgen, eilen neue Makrophagen herbei. So wird die Entz&#252;ndung zum Dauerzustand.</p>
<p><strong>Als einer der Ersten</strong> hat der M&#252;nchner Forscher erkannt, wie wichtig die Blutpl&#228;ttchen f&#252;r den fatalen Prozess sind. Fr&#252;h schon werden sie an die L&#228;sionen gelockt und senden ihrerseits Signale aus, um andere Immunzellen anzulocken. Dann wird die Endothelschicht immer durchl&#228;ssiger und quellt auf, die Makrophagen verwandeln sich in Schaumzellen und lagern haufenweise sch&#228;dliches Cholesterin ein. Die atherosklerotischen &#0187;Plaques&#0171; wachsen weiter und produzieren stetig neue Signalstoffe. Bindegewebe verdickt das Endothel nochmals. Deshalb kann in diesem Bereich des Gef&#228;&#223;es der Blutfluss stocken und die Sauerstoffversorgung beeintr&#228;chtigen. Folge: Endothelzellen sterben. Die Arterien werden immer starrer, der Hohlraum an den Stellen der Plaques immer enger. Bricht die d&#252;nne Schutzschicht zwischen Plaque und Gef&#228;&#223;innenraum auf, nimmt das Unheil seinen Lauf. Der Plaque l&#246;st sich und kann im Zuge einer Thrombose eine hauchd&#252;nne Herzkranzarterie oder ein Gef&#228;&#223; im Gehirn verstopfen. <strong>Ergebnis: der Infarkt.</strong></p>
<blockquote><p><strong>In diesem un&#252;bersichtlichen Geflecht</strong> aus Zellen und molekularen Signalwegen hat Prof. Webers Team tats&#228;chlich einen Angriffspunkt gefunden, der einzigartig f&#252;r die atherosklerotische Entz&#252;ndung zu sein scheint. Die Immunantwort wird kontrolliert durch eiwei&#223;artige Botenstoffe, die Chemokine, die von den Blutpl&#228;ttchen produziert werden und andere Immunzellen herbei rufen. Offenbar aber verbinden sich im Zuge der Atherosklerose zwei ganz bestimmte Chemokine zu einem charakteristischen Komplex, einem &#0187;Heteromer&#0171;, &#0187;das den Krankheitsprozess wesentlich st&#228;rker f&#246;rdert als die einzelnen Chemokine&#0171;, wie Prof. Weber erkl&#228;rt. Haarfein haben seine Mitarbeiter die dreidimensionale Struktur des Heteromers bestimmt, um zu sehen, wo die beiden Chemokine interagieren. Zudem haben sie nachgewiesen, dass das Heteromer in fr&#252;hen Plaque-Stadien hoch konzentriert zu finden ist.</p>
<p><strong>Nach dem exakten 3D-Abbild der Bindungsstellen</strong> der beiden Chemokine haben die Wissenschaftler im Labor ein Molek&#252;l mit Bereichen geschaffen, die den Bindungsstellen wie Zwillingsschwestern gleichen. Der dahinter steckende Gedanke: Als Medikament verabreicht, k&#246;nnte das k&#252;nstliche Molek&#252;l (CKEY genannt f&#252;r den Menschen, MKEY f&#252;r die Maus), die Einzel-Chemokine abfangen, deren unheilsame Verbindung verhindern und so die Plaque-Bildung vermindern Das Medikament wurde bereits in unterschiedlichen Arten erfolgreich eingesetzt &#8211; von der Maus bis zum Affen, unserem evolutionsgeschichtlich n&#228;chsten Verwandten.</p>
<p><strong>Gro&#223;e Teile der vorklinischen Studien</strong> hat eine in San Diego ans&#228;ssige Firma erledigt, die das Knowhow der M&#252;nchner Forscher umsetzt &#8211; und in den Versuchen keine nennenswerten Nebenwirkungen festgestellt hat. Das Immunsystem samt aller Chemokine bleibt voll funktionst&#252;chtig. &#0187;Unerw&#252;nschte Wirkungen sind beim Menschen zwar niemals auszuschlie&#223;en&#0171;, sagt Christian Weber, &#0187;aber wegen der Spezifit&#228;t des Molek&#252;ls sehr unwahrscheinlich.&#0171; In absehbarer Zeit sollen klinische Studien mit Patienten beginnen. Das langfristige Ziel ist klar: Ein Medikament auf den Markt zu bringen, das die Menschen – vor allem jene mit hohem Atherosklerose-Risiko – t&#228;glich und falls n&#246;tig jahrelang nehmen, um den krankhaften Prozess aufzuhalten oder zu verhindern.</p></blockquote>
<p><strong>Inzwischen haben die LMU-Wissenschaftler entdeckt</strong>, dass sich f&#252;r f&#252;r MKEY wom&#246;glich weitere Anwendungsgebiete er&#246;ffnen. Beispielsweise nach einem Herzinfarkt – sprich: dem Verschluss einer Herzkranzarterie – kommt es zu einer akuten Entz&#252;ndung. Je schneller und effektiver sie einged&#228;mmt wird, desto kleiner der Schaden am Herzen. Tats&#228;chlich scheint das Heteromer auch an dieser Entz&#252;ndung beteiligt zu sein, genauso wie bei den entz&#252;ndlichen Prozessen eines h&#228;ufigen Lungenleidens, der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung.</p>
<p><strong>Um die Atherosklerose einzud&#228;mmen</strong>, haben die M&#252;nchner Wissenschaftler weitere Angriffspunkte im Visier – unter anderem das wie ein Chemokin wirkende Molek&#252;l MIF (f&#252;r &#0187;macrophage inhibitory factor&#0171;). Es wird w&#228;hrend der Atherosklerose von Endothel- und glatten Muskelzellen der Gef&#228;&#223;wand gebildet. Die Forscher wiesen nach: Auch MIF steuert &#252;ber bekannte Chemokin-Rezeptoren die Einwanderung von Entz&#252;ndungszellen. In Tierversuchen haben sie zudem gezeigt, dass sich Plaques wieder verkleinern lassen und die entz&#252;ndliche Aktivit&#228;t darin abnimmt, wenn MIF durch Antik&#246;rper neutralisiert wird. Oder mit einer &#228;hnlichen Strategie wie im Falle MKEY ausgeschaltet wird. So lassen sich vorhandene Plaques stabilisieren &#0187;damit sie nicht aufbrechen und einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen&#0171;, erkl&#228;rt Prof. Weber.</p>
<p><strong>Als noch vision&#228;r gilt hingegen ein Ansatz</strong>, bei dem die Forscher einen Mechanismus verst&#228;rken wollen, mit dem sich durch Plaque l&#228;dierte Gef&#228;&#223;w&#228;nde regenerieren – offenbar aber nicht effektiv genug. &#0187;Das gesch&#228;digte Endothel ruft nach Hilfe&#0171;, sagt Prof. Weber und setzt ein bestimmtes Molek&#252;l frei, eine so genannte Mikro-RNA. Im Zuge dieses Prozesses werden stammzell-&#228;hnliche Zellen rekrutiert, die den Schaden zu reparieren versuchen. Um den nat&#252;rlichen Prozess k&#252;nstlich zu verst&#228;rken, soll eine dem Original nachgebaute Mikro-RNA in Mikropartikel verpackt werden, die man mit einem Katheter an den Ort des Geschehens bringen und mit Ultraschall zum Platzen bringen k&#246;nnte. &#0187;Das&#0171;, sagt Christian Weber, &#0187;w&#228;re sehr elegant, wird aber ganz bestimmt nicht &#252;bermorgen passieren.&#0171;</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Prof. Dr. med. Christian Weber<br />
Direktor, Institut f&#252;r Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t, LMU<br />
Institute for Cardiovascular Prevention, Chair in Vascular Medicine<br />
Lehrstuhl f&#252;r Pr&#228;ventive Vaskul&#228;re Medizin, August-Lenz-Stiftung<br />
Poliklinik, Klinikum der Universit&#228;t M&#252;nchen<br />
Pettenkoferstra&#223;e 8a und 9, 80336 M&#252;nchen<br />
Phone: +49-(0)89-5160-4350<br />
Fax: +49-(0)89-5160-4352<br />
Email: kreislaufinstitut@med.uni-muenchen.de </p>]]></content:encoded>
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		<title>W&#252;rzburger Forscher kl&#228;ren Mechanismus bei der Blutgerinnung auf.</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/01/05/wuerzburger-forscher-klaeren-mechanismus-bei-der-blutgerinnung-auf/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 17:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Blutgerinnung]]></category>
		<category><![CDATA[Embolie]]></category>
		<category><![CDATA[Infarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Pld1]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselprotein]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Herzinfarkt und Schlaganfall effektiver therapieren</h4>

<em>W&#252;rzburg, 04.01.2010.</em> <strong>Das Fehlen eines Schl&#252;sselproteins f&#252;r die Blutgerinnung, der Phospholipase D1, sch&#252;tzt vor Herzinfarkt und Schlaganfall ohne den lebenswichtigen Prozess selbst zu beeinflussen. Das fanden W&#252;rzburger Wissenschaftler um Prof. Dr. Bernhard Nieswandt vom Rudolf-Virchow-Zentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg heraus. Damit k&#246;nnte das Protein zuk&#252;nftig eine wichtige Rolle bei der Therapie einnehmen, denn die meisten bisher verf&#252;gbaren Medikamente erh&#246;hen die Gefahr unkontrollierter Blutungen und erschweren deshalb die Therapie. Ihre Ergebnisse beschreiben die Wissenschaftler am 05. Januar 2010 in der Online-Ver&#246;ffentlichung der Fachzeitschrift "Science Signaling".</strong>

<strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall</strong> sind das gr&#246;&#223;te Gesundheitsproblem in westlichen Gesellschaften. Durchblutungsst&#246;rungen in Arterien sind hierf&#252;r eine der wichtigsten Ursachen. Diese treten auf, wenn Blutgef&#228;&#223;e durch einen Blutpfropf verstopft werden. Ein solcher Blutpfropf entsteht an besch&#228;digten Gef&#228;&#223;w&#228;nden durch die Anlagerung von Blutpl&#228;ttchen. Gelangen diese an eine besch&#228;digte Stelle, so werden sie von der Gef&#228;&#223;wand aktiviert und ver&#228;ndern ihre Form und Oberfl&#228;cheneigenschaften so, dass sie sich aneinander und an der Wand des Blutgef&#228;&#223;es festkleben k&#246;nnen. Ist der Blutpfropf so gro&#223;, dass er das gesamte Gef&#228;&#223; verschlie&#223;t, kann das...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:575px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/01/protein-pld1.jpg" rel="lightbox[pics1907]" title="Querschnitte durch eine Bauchschlagader"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/01/protein-pld1.thumbnail.jpg" alt="Bauchschlagader" width="575" height="305" class="attachment wp-att-1909" /></a>
<div class="imagecaption">Querschnitte durch eine Bauchschlagader: Links: Eine Maus, die das Protein PLD 1 produziert, bildet nach einer Gef&#228;&#223;sch&#228;digung einen Blutpfropf aus, der das Gef&#228;&#223; verschlie&#223;t. Rechts: In der Schlagader einer Maus, die das Protein PLD 1 nicht bildet, kann nach Gef&#228;&#223;sch&#228;digung kein Blutpfropf gebildet werden. Quelle: RVZ</div>
</div>
<h4>Herzinfarkt und Schlaganfall effektiver therapieren</h4>
<p><em>W&#252;rzburg, 04.01.2010.</em> <strong>Das Fehlen eines Schl&#252;sselproteins f&#252;r die Blutgerinnung, der Phospholipase D1, sch&#252;tzt vor Herzinfarkt und Schlaganfall ohne den lebenswichtigen Prozess selbst zu beeinflussen. Das fanden W&#252;rzburger Wissenschaftler um Prof. Dr. Bernhard Nieswandt vom Rudolf-Virchow-Zentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg heraus. Damit k&#246;nnte das Protein zuk&#252;nftig eine wichtige Rolle bei der Therapie einnehmen, denn die meisten bisher verf&#252;gbaren Medikamente erh&#246;hen die Gefahr unkontrollierter Blutungen und erschweren deshalb die Therapie. Ihre Ergebnisse beschreiben die Wissenschaftler am 05. Januar 2010 in der Online-Ver&#246;ffentlichung der Fachzeitschrift &#0187;Science Signaling&#0171;.</strong></p>
<p><strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall</strong> sind das gr&#246;&#223;te Gesundheitsproblem in westlichen Gesellschaften. Durchblutungsst&#246;rungen in Arterien sind hierf&#252;r eine der wichtigsten Ursachen. Diese treten auf, wenn Blutgef&#228;&#223;e durch einen Blutpfropf verstopft werden. Ein solcher Blutpfropf entsteht an besch&#228;digten Gef&#228;&#223;w&#228;nden durch die Anlagerung von Blutpl&#228;ttchen. Gelangen diese an eine besch&#228;digte Stelle, so werden sie von der Gef&#228;&#223;wand aktiviert und ver&#228;ndern ihre Form und Oberfl&#228;cheneigenschaften so, dass sie sich aneinander und an der Wand des Blutgef&#228;&#223;es festkleben k&#246;nnen. Ist der Blutpfropf so gro&#223;, dass er das gesamte Gef&#228;&#223; verschlie&#223;t, kann das nachfolgende Gewebe nicht mehr durchblutet werden. Besonders tragisch ist das im Herzen, dem Gehirn oder der Lunge. Es kommt zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder zu einer Lungenembolie.</p>
<p><strong>Durchblutungsst&#246;rungen werden daher</strong> schon fr&#252;h mit leichten Blutverd&#252;nnern wie Aspirin behandelt, beim Infarkt k&#246;nnen in manchen F&#228;llen stark wirksame Medikamente die Blutpfropfen aufl&#246;sen. Doch alle bisher verf&#252;gbaren Medikamente beeinflussen auch immer die normale Blutstillung, die lebenswichtig ist, um uns bei Verletzungen vor einem unkontrollierten Blutverlust zu sch&#252;tzen. Denn krankhafte und gesunde Blutstillung laufen im K&#246;rper &#252;ber sehr &#228;hnliche Mechanismen. Als Nebenwirkungen sind daher eine erschwerte Stillung von blutenden Wunden und bei starken Medikamenten innere Blutungen bekannt. <strong>Seit einigen Jahrzehnten suchen Wissenschaftler daher nach kleinsten Unterschieden zwischen dem Ablauf der normaler Blutgerinnung und der Entstehung krankhafter Gef&#228;&#223;verschl&#252;sse.</strong></p>
<p><strong>Einen wichtigen Unterschied zeigen</strong> die W&#252;rzburger Wissenschaftler um Bernhard Nieswandt in ihrer aktuellen Studie. In den Arterien, in denen ein krankhafter Blutpfropf besonders gef&#228;hrlich ist, werden stabile Pfropfen nur mit Hilfe des Enzyms Phospholipase D 1 (PLD 1), das sich in den Blutpl&#228;ttchen befindet, gebildet. Das haben die Wissenschaftler herausgefunden, indem sie die Produktion des Enzyms in M&#228;usen gezielt verhinderten und deren Blutgerinnung mit gesunden M&#228;usen verglichen. Au&#223;erhalb des K&#246;rpers untersuchten sie die Ausbildung eines Blutpfropfs in nachgebildeten Blutgef&#228;&#223;en verschiedener Gr&#246;&#223;e. Um die Wirkung auf den gesamten Organismus zu bestimmen, l&#246;sten sie Verletzungen in der Hauptschlagader aus, wie sie bei krankhaft ver&#228;nderten Gef&#228;&#223;en auftreten. Die M&#228;use ohne PLD 1 bildeten keine gro&#223;en Blutpfropfen aus und waren zum Gro&#223;teil vor Infarkt und Schlaganfall gesch&#252;tzt.</p>
<p><strong>Interessant ist, dass PLD 1 besonders</strong> f&#252;r die krankhafte Blutgerinnung wichtig zu sein scheint, f&#252;r die normale Blutgerinnung aber nicht unbedingt ben&#246;tigt wird. Im verletzten Gef&#228;&#223; aktiviert es so genannte Integrine auf der Oberfl&#228;che der Blutpl&#228;ttchen, wenn sich bereits einige Pl&#228;ttchen an die Gef&#228;&#223;wand geheftet haben. Das aktivierte Integrin ist eine Art Klebstoff, der die Pl&#228;ttchen dann noch einmal untereinander verklumpt und den Pfropf stabilisiert. In den Arterien, in denen die meisten akut lebensgef&#228;hrlichen Blutpfropfen entstehen, nimmt PLD 1 eine Schl&#252;sselrolle ein und ist daher besonders interessant f&#252;r einen m&#246;glichen Therapieansatz. &#0187;In den Arterien wirken auf die Blutpl&#228;ttchen sehr viel h&#246;here Scherkr&#228;fte ein als in den Venen, die die Pl&#228;ttchen stark aktivieren, gleichzeitig aber die Entstehung eines Pfropfens erschweren. Daher scheint PLD 1 hier als eine Art Verst&#228;rker wichtig zu sein, damit sich die Pl&#228;ttchen &#252;berhaupt untereinander verklumpen k&#246;nnen&#0171;, so Bernhard Nieswandt. Diesen Verst&#228;rker k&#246;nnten die Wissenschaftler blockieren und damit Durchblutungsst&#246;rungen und den Gef&#228;&#223;verschluss verhindern, ohne die normale Blutgerinnung zu beeinflussen.</p>
<p><strong>Publikation:</strong> <em>M. Elvers, D. Stegner, I. Hagedorn, C. Kleinschnitz, A. Braun, M. E. J. Kuijpers, M. Boesl, Q. Chen, J. W. M. Heemskerk, G. Stoll, M. A. Frohman, B. Nieswandt, Impaired aIIbb3 integrin activation and shear-dependent thrombus formation in mice lacking phospholipase D1. Sci. Signal. 3, ra1 2010).doi: 10.1126/scisignal.2000551.<br />
</em><br />
<strong>Mehr Informationen:</strong><br />
Porf. Dr. Bernhard Nieswandt<br />
Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG Forschungszentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg<br />
Telefon: +49 931 31 80376 </p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Erh&#246;htes Blutungsrisiko, unerw&#252;nschte Nebenwirkung bei Infarktprophylaxe: STIM1-Ausschaltung k&#246;nnte helfen!</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2008/06/18/erhoehtes-blutungsrisiko-unerwuenschte-nebenwirkung-bei-infarktprophylaxe-stim1-ausschaltung-koennte-helfen/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 19:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Infarkt]]></category>
		<category><![CDATA[STIM1]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Blutpfropf sch&#252;tzt vor Blutverlust bei Verletzungen, ist aber auch die Ursache von Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ein Querschnitt durch ein Blutgef&#228;&#223; zeigt wie dicht ein solcher Verschluss sein kann (oben). Im Gegensatz dazu: Ein Querschnitt durch eine Arterie einer Maus, bei der das Gen f&#252;r das Protein STIM1 ausgeschaltet wurde. Nach Gef&#228;&#223;sch&#228;digung bildet sich kein Blutgerinnsel mehr. (unten) Die Tiere sind gegen Herzinfarkt und Schlaganfall gesch&#252;tzt. (Quelle: JEM, 10.1084/jem.20080302)
<strong>W&#252;rzburger Forscher finden neuen Mechanismus bei der Blutgerinnung</strong>
<em>W&#252;rzburg, 17.06.2008.</em> <strong>Ein erh&#246;htes Blutungsrisiko ist die unerw&#252;nschte Nebenwirkung bei vielen Medikamenten, die heute zur Therapie von Herzinfarkt und Schlaganfall eingesetzt werden. 
W&#252;rzburger Wissenschaftler</strong> um Prof. Dr. Bernhard Nieswandt vom Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg fanden jetzt einen bisher in Blutpl&#228;ttchen unbekannten Mechanismus, der bei gleicher Wirkung weniger Nebenwirkungen verspricht. Ihre Ergebnisse beschreiben sie jetzt in der Online-Ver&#246;ffentlichung der renommierten Fachzeitschrift ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe imgalignleft" style="width:163px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/06/blutpfropf-7202.jpg" rel="lightbox[pics461]" title="Querschnitt durch eine Arterie einer Maus - STIM1 unver&#228;ndert und ausgeschaltet"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/06/blutpfropf-7202.thumbnail.jpg" width="163" height="255" alt="Blutpfropf" /></a>
<div class="imagecaption">Ein Blutpfropf sch&#252;tzt vor Blutverlust bei Verletzungen, ist aber auch die Ursache von Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ein Querschnitt durch ein Blutgef&#228;&#223; zeigt wie dicht ein solcher Verschluss sein kann (oben). Im Gegensatz dazu: Ein Querschnitt durch eine Arterie einer Maus, bei der das Gen f&#252;r das Protein STIM1 ausgeschaltet wurde. Nach Gef&#228;&#223;sch&#228;digung bildet sich kein Blutgerinnsel mehr. (unten) Die Tiere sind gegen Herzinfarkt und Schlaganfall gesch&#252;tzt.<br />
Quelle: JEM, 10.1084/jem.20080302</div>
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<p><strong>W&#252;rzburger Forscher finden neuen Mechanismus bei der Blutgerinnung</strong><br />
<em>W&#252;rzburg, 17.06.2008.</em> <strong>Ein erh&#246;htes Blutungsrisiko ist die unerw&#252;nschte Nebenwirkung bei vielen Medikamenten, die heute zur Therapie von Herzinfarkt und Schlaganfall eingesetzt werden.<br />
W&#252;rzburger Wissenschaftler</strong> um Prof. Dr. Bernhard Nieswandt vom Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum der Universit&#228;t W&#252;rzburg fanden jetzt einen bisher in Blutpl&#228;ttchen unbekannten Mechanismus, der bei gleicher Wirkung weniger Nebenwirkungen verspricht. Ihre Ergebnisse beschreiben sie jetzt in der Online-Ver&#246;ffentlichung der renommierten Fachzeitschrift &#0187;Journal of Experimental Medicine&#0171;.</strong></p>
<p><strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen</strong> sind das gr&#246;&#223;te Gesundheitsproblem f&#252;r die westliche Gesellschaft. Eine Ursache der Erkrankungen sind Durchblutungsst&#246;rungen, die zu Herzinfarkt und Schlaganfall f&#252;hren k&#246;nnen. Diese treten auf, wenn Blutgef&#228;&#223;e durch einen Blutpfropf verstopft werden. Ein solcher Blutpfropf entsteht an besch&#228;digten Gef&#228;&#223;w&#228;nden durch die Anlagerung von Blutpl&#228;ttchen. Kommen sie an eine besch&#228;digte Stelle, so werden sie von der Gef&#228;&#223;wand aktiviert und ver&#228;ndern ihre Form so, dass sie sich aneinander und an der Wand des Blutgef&#228;&#223;es festkleben k&#246;nnen. Ist der Blutpfropf so gross, dass er das gesamte Gef&#228;&#223; verschlie&#223;t, kann das Gewebe nicht mehr durchblutet werden. Besonders tragisch ist das im Herzen, Gehirn oder der Lunge. Es kommt zum Herzinfarkt, Schlaganfall und oder einer Lungenembolie.</p>
<p><strong>Das bisher unl&#246;sbare Problem:</strong> Jedes Medikament, welches die gef&#228;hrlichen Durchblutungsst&#246;rungen verhindert, beeinflusst auch immer die normale Blutstillung. Die ist aber lebenswichtig, um uns bei Verletzungen vor einem unkontrollierten Blutverlust zu sch&#252;tzen. Im schwersten Fall k&#246;nnen innere Blutungen auftreten. Besonders stark wirksame Medikamente werden daher nur unter intensiver Betreuung verabreicht. Die Ursache: Die normale Blutstillung wird &#252;ber den gleichen Mechanismus gesteuert wie die krankhafte Ausbildung eines Blutpfropfs. Das glaubte man zumindest bisher.</p>
<p><strong>Die Ergebnisse</strong> der W&#252;rzburger Wissenschaftler um Bernhard Nieswandt weisen allerdings darauf hin, dass beide Wege doch getrennt sein k&#246;nnten. Sollte das der Fall sein, so w&#228;re eine gezieltere Therapie mit weniger Nebenwirkungen denkbar. In vorhergehenden Studien hatten sie bereits ein Protein namens STIM1 ausfindig gemacht, das f&#252;r die Verklumpung der Blutpl&#228;ttchen eine Schl&#252;sselrolle zu haben scheint. Schaltet man das Gen f&#252;r STIM1 nun in M&#228;usen aus, so best&#228;tigen sich die Ergebnisse auch im lebenden Organismus: Die M&#228;use bilden keinen stabilen Blutpfropf. Die Blutstillung dagegen ist zwar verz&#246;gert, aber ansonsten nicht beeinflusst.</p>
<blockquote><p><strong>Das ist &#252;berraschend.</strong> Untersuchungen, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Neurologischen Klinik um Prof. Dr. Guido Stoll mit Hilfe der Magnetresonanztomographie durchgef&#252;hrt wurden, zeigen au&#223;erdem, dass die M&#228;use gegen Schlaganfall gesch&#252;tzt sind, und gleichzeitig keine erh&#246;hte Gefahr von Gehirnblutungen aufweisen. Wie ist das zu erkl&#228;ren? &#0187;Es scheint doch noch alternative Wege zu geben in der Blutstillung, von denen wir bisher nichts wussten. STIM1 scheint enorm wichtig zu sein f&#252;r die krankhafte Ausbildung eines Blutpfropfs, aber weniger f&#252;r die normale&#0171;, folgert Bernhard Nieswandt. Und sollten die Wege tats&#228;chlich getrennt sein, so k&#246;nne das der Schl&#252;ssel zu besseren Medikamenten gegen Herzinfarkt und Schlaganfall sein.
</p></blockquote>
<p><em>&#0187;The calcium sensor STIM1 is an essential mediator of arterial thrombosis and ischemic brain infarction&#0171;, David Varga-Szabo, Attila Braun, Christoph Kleinschnitz, Markus Bender, Irina Pleines, Mirko Pham, Thomas Renné, Guido Stoll, Bernhard Nieswandt. Journal of Experimental Medicine, published online June 16, 2008, 10.1084/jem.20080302</em></p>]]></content:encoded>
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