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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Infektion</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Infektionsstrategie von Salmonellen neu interpretiert</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 19:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bakterien]]></category>
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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/12/salmonellen.jpg" rel="lightbox[pics1898]" title="Die Invasion von Wirtszellen mit Salmonellen (rot) kann sowohl mit (Pfeile, oben) als auch ohne &#34;Ruffles&#34; (unten) erfolgen. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme: Manfred Rohde (HZI)."><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/12/salmonellen.thumbnail.jpg" alt="Die Invasion von Wirtszellen mit Salmonellen (rot) kann sowohl mit (Pfeile, oben) als auch ohne &#34;Ruffles&#34; (unten) erfolgen. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme: Manfred Rohde (HZI)." width="254" height="417" class="attachment wp-att-1899" /></a><div class="imagecaption">Die Invasion von Wirtszellen mit Salmonellen (rot) kann sowohl mit (Pfeile, oben) als auch ohne &#34;Ruffles&#34; (unten) erfolgen. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme: Manfred Rohde (HZI).</div></div>
<h4>Helmholtz-Zentrum f&#252;r Infektionsforschung - HZI-Forscher entdecken den Infektionsmechanismus von Salmonellen neu.</h4>

<strong>Salmonellen sind die h&#228;ufigste Ursache von Lebensmittelvergiftungen.</strong> Die Bakterien docken an Zellen der Darmwand an und veranlassen die Wirtszelle dazu, sie aufzunehmen. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Salmonellen charakteristische Membranwellen ausl&#246;sen m&#252;ssen, um in die Darmzellen eindringen zu k&#246;nnen. Forscher des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums f&#252;r Infektionsforschung (HZI) haben nun genau diese g&#228;ngige Lehrmeinung widerlegt.
"Damit muss der Infektionsmechanismus von Salmonellen neu &#252;berdacht werden", sagt Klemens Rottner, Leiter der Arbeitsgruppe "Zytoskelett Dynamik" am HZI. Die Arbeiten ver&#246;ffentlichte jetzt die Fachzeitschrift "Cellular Microbiology".

<strong>Salmonellen sind &#228;u&#223;erst anpassungsf&#228;hige Bakterien.</strong> Sie &#252;berleben mit und...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:254px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/12/salmonellen.jpg" rel="lightbox[pics1898]" title="Die Invasion von Wirtszellen mit Salmonellen (rot) kann sowohl mit (Pfeile, oben) als auch ohne &quot;Ruffles&quot; (unten) erfolgen. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme: Manfred Rohde (HZI)."><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/12/salmonellen.thumbnail.jpg" alt="Die Invasion von Wirtszellen mit Salmonellen (rot) kann sowohl mit (Pfeile, oben) als auch ohne &quot;Ruffles&quot; (unten) erfolgen. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme: Manfred Rohde (HZI)." width="254" height="417" class="attachment wp-att-1899" /></a>
<div class="imagecaption">Die Invasion von Wirtszellen mit Salmonellen (rot) kann sowohl mit (Pfeile, oben) als auch ohne &quot;Ruffles&quot; (unten) erfolgen. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme: Manfred Rohde (HZI).</div>
</div>
<h4>Helmholtz-Zentrum f&#252;r Infektionsforschung &#8211; HZI-Forscher entdecken den Infektionsmechanismus von Salmonellen neu.</h4>
<p><strong>Salmonellen sind die h&#228;ufigste Ursache von Lebensmittelvergiftungen.</strong> Die Bakterien docken an Zellen der Darmwand an und veranlassen die Wirtszelle dazu, sie aufzunehmen. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Salmonellen charakteristische Membranwellen ausl&#246;sen m&#252;ssen, um in die Darmzellen eindringen zu k&#246;nnen. Forscher des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums f&#252;r Infektionsforschung (HZI) haben nun genau diese g&#228;ngige Lehrmeinung widerlegt.<br />
&#0187;Damit muss der Infektionsmechanismus von Salmonellen neu &#252;berdacht werden&#0171;, sagt Klemens Rottner, Leiter der Arbeitsgruppe &#0187;Zytoskelett Dynamik&#0171; am HZI. Die Arbeiten ver&#246;ffentlichte jetzt die Fachzeitschrift &#0187;Cellular Microbiology&#0171;.</p>
<p><strong>Salmonellen sind &#228;u&#223;erst anpassungsf&#228;hige Bakterien.</strong> Sie &#252;berleben mit und ohne Sauerstoff und k&#246;nnen sich auch im Darm vermehren. Die Aufnahme erfolgt &#252;ber verseuchte Eierspeisen wie Mayonnaise oder Rohmilchprodukte sowie Fleisch und Wurstwaren. Infektionen mit Salmonellen f&#252;hren besonders bei immungeschw&#228;chten Menschen bereits kurz nach dem Verzehr zu heftigem Brechdurchfall und Fieber.</p>
<p><strong>Obwohl Salmonellen als Krankheitserreger schon lange bekannt sind,</strong> ist ihr Infektionsmechanismus noch nicht vollst&#228;ndig gekl&#228;rt. Die Bakterien injizieren mit einer &#0187;molekularen Spritze&#0171; einen Eiwei&#223;cocktail in die Wirtzelle. Dieser l&#246;st in ihr einen dramatischen Umbau von Filamenten des Zellskeletts unter der Zellmembran aus. Sie bildet Membranwellen, die die Bakterien umschlie&#223;en und so ihr Eindringen augenscheinlich erm&#246;glichen. Die auff&#228;lligen Wellen bezeichnen die Wissenschaftler auch als &#0187;Membranaufwerfungen&#0171; oder &#0187;Ruffles&#0171;. Forscher hielten diese bisher f&#252;r die Infektion absolut notwendig.</p>
<blockquote><p><strong>In einer Kooperation der Arbeitsgruppen &#0187;Zytoskelett Dynamik&#0171; und &#0187;Signaltransduktion und Motilit&#228;t&#0171;</strong> am HZI ist es Forschern nun gelungen, die bisherige Infektionsstrategie von Salmonellen v&#246;llig neu zu beleuchten. &#0187;Wir wollten besser verstehen, wie die Salmonellen in die Wirtszelle eindringen&#0171;, sagt Jan H&#228;nisch, der dieses Thema in seiner Doktorarbeit bearbeitet. In einem Versuch mit Zellen, die bei der Infektion mit dem Erreger keine typischen &#0187;Wellen&#0171; ausbilden k&#246;nnen, infizierten Bakterien trotzdem erfolgreich die Wirtszelle. &#0187;Wir haben damit erstmals gezeigt, dass &#0187;Ruffles&#0171; nicht essenziell sind f&#252;r die Bakterien, um die Zellmembran zu durchqueren.&#0171; Die Membranaufwerfungen waren oft ein charakteristisches Merkmal, um eindringende Salmonellen in die Wirtzelle nachzuweisen. Die Anwendung solcher Methoden zum Beispiel in der Diagnostik m&#252;sse nun neu &#252;berdacht werden.</p>
<p><strong>In weiteren Experimenten entdeckte das Forscherteam</strong> au&#223;erdem einen neuen Baustein des Infektionsprozesses, genannt <em>WASH</em>. Er unterst&#252;tzt die Bildung der Zellskelettfilamente und spielt damit eine entscheidende Rolle bei der Infektion. &#0187;Unsere Forschungsergebnisse haben einen weitreichenden Einfluss auf unser molekulares und mechanistisches Verst&#228;ndnis der Infektionsstrategie von Salmonellen&#0171;, sagt Rottner, &#0187;und damit auf die Entwicklung zuk&#252;nftiger Testverfahren der Invasion, so wie sie beispielsweise zur Entdeckung neuer Hemmstoffe eingesetzt werden k&#246;nnen&#0171;.</p></blockquote>
<p><strong>Originalartikel:</strong><br />
Molecular dissection of Salmonella-induced membrane ruffling versus invasion.<br />
H&#228;nisch J, Ehinger J, Ladwein M, Rohde M, Derivery E, Bosse T, Steffen A, Bumann D, Misselwitz B, Hardt WD, Gautreau A, Stradal TE, Rottner K. Cell Microbiol. (2010) 12(1), 84-98. doi:10.1111/j.1462-5822.2009.01380.x</p>
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		<title>Sepsis: 48 Menschenleben in zwei Jahren gerettet &#8211; Neues Notfallmanagement in Greifswald</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/12/10/sepsis-48-menschenleben-in-zwei-jahren-gerettet-neues-notfallmanagement-in-greifswald/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 18:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Infektion]]></category>
		<category><![CDATA[MRSA]]></category>
		<category><![CDATA[Sepsis]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/12/sepsis.jpg" rel="lightbox[pics1867]" title="Zur&#252;ck im Leben - eine Patientin, die einen schweren septischen Schock auf der Greifswalder Intensivstation &#252;berwunden hat, wird wieder gezielt aufgebaut. Physiotherapeutin Daniela Riesebeck (li.) und Intensivschwester Manuela Gerber helfen dabei. Fotos: UKG/Gr&#252;ndling"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/12/sepsis.thumbnail.jpg" alt="Foto - eine Patientin" width="255" height="177" class="attachment wp-att-1866" /></a><div class="imagecaption">Zur&#252;ck im Leben - eine Patientin, die einen schweren septischen Schock auf der Greifswalder Intensivstation &#252;berwunden hat, wird wieder gezielt aufgebaut. Physiotherapeutin Daniela Riesebeck (li.) und Intensivschwester Manuela Gerber helfen dabei. Fotos: UKG/Gr&#252;ndling</div></div><h4>Greifswalder Qualit&#228;tsprojekt "Sepsis" soll ausgeweitet werden</h4>

"<em>Ein seit zwei Jahren am Universit&#228;tsklinikum Greifswald erprobtes Notfallmanagement zur Bek&#228;mpfung von Blutvergiftung (Sepsis) hat 48 Menschen das Leben gerettet</em>", erkl&#228;rte der &#196;rztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, Prof. Marek Zygmunt, anl&#228;sslich des gestern in Greifswald stattfindenden Sepsisfachsymposiums.
Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate von 54 Prozent in Deutschland sank in Greifswald auf 31 Prozent. "<em>Die Gesellschaft muss sich nicht mit j&#228;hrlich 40.000 Todesopfern und rund 1,8 Mrd. Kosten f&#252;r die lebenserhaltende Intensivmedizin abfinden. Mit einfachen Ma&#223;nahmen kann die Sterblichkeitsrate signifikant beeinflusst werden</em>", so Zygmunt.

<strong>Im November 2007</strong> ist am Uniklinikum Greifswald das Qualit&#228;tsprojekt "Sepsis" gestartet worden. "<em>Die Behandlung der Sepsis ist auf Grund ihrer hohen Sterblichkeit eine besondere Herausforderung f&#252;r die Intensivmediziner und die Pflege. Die Arbeitsgruppe Sepsis hatte sich zun&#228;chst zum Ziel gesetzt, durch eine verbesserte Diagnostik und Therapie die Erkrankungen mit t&#246;dlichem Ausgang um 10 Prozent zu senken</em>", erl&#228;uterte Projektleiter Oberarzt Dr. Matthias Gr&#252;ndling. Eine Blutvergiftung tarnt sich oftmals als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung oder Operation und wird deshalb zu sp&#228;t erkannt. Die Sepsis ist die aggressivste Form einer Infektion, hervorgerufen durch Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze und deren Gifte. Innerhalb weniger Stunden weisen alle lebenswichtigen Organe des Menschen Entz&#252;ndungszeichen auf und drohen zu versagen. "<em>Der Tod kommt im Zeitraffer, da z&#228;hlt jede Stunde</em>", unterstrich der Intensivmediziner. Die Hauptansatzpunkte f&#252;r eine Notfallmedizin...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/12/sepsis.jpg" rel="lightbox[pics1867]" title="Zur&#252;ck im Leben - eine Patientin, die einen schweren septischen Schock auf der Greifswalder Intensivstation &#252;berwunden hat, wird wieder gezielt aufgebaut. Physiotherapeutin Daniela Riesebeck (li.) und Intensivschwester Manuela Gerber helfen dabei. Fotos: UKG/Gr&#252;ndling"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/12/sepsis.thumbnail.jpg" alt="Zur&#252;ck im Leben - eine Patientin, die einen schweren septischen Schock auf der Greifswalder Intensivstation &#252;berwunden hat, wird wieder gezielt aufgebaut. Physiotherapeutin Daniela Riesebeck (li.) und Intensivschwester Manuela Gerber helfen dabei. Fotos: UKG/Gr&#252;ndling" width="255" height="177" class="attachment wp-att-1866" /></a>
<div class="imagecaption">Zur&#252;ck im Leben &#8211; eine Patientin, die einen schweren septischen Schock auf der Greifswalder Intensivstation &#252;berwunden hat, wird wieder gezielt aufgebaut. Physiotherapeutin Daniela Riesebeck (li.) und Intensivschwester Manuela Gerber helfen dabei. Fotos: UKG/Gr&#252;ndling</div>
</div>
<h4>Greifswalder Qualit&#228;tsprojekt &#0187;Sepsis&#0171; soll ausgeweitet werden</h4>
<p>&#0187;<em>Ein seit zwei Jahren am Universit&#228;tsklinikum Greifswald erprobtes Notfallmanagement zur Bek&#228;mpfung von Blutvergiftung (Sepsis) hat 48 Menschen das Leben gerettet</em>&#0171;, erkl&#228;rte der &#196;rztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, Prof. Marek Zygmunt, anl&#228;sslich des gestern in Greifswald stattfindenden Sepsisfachsymposiums.<br />
Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate von 54 Prozent in Deutschland sank in Greifswald auf 31 Prozent. &#0187;<em>Die Gesellschaft muss sich nicht mit j&#228;hrlich 40.000 Todesopfern und rund 1,8 Mrd. Kosten f&#252;r die lebenserhaltende Intensivmedizin abfinden. Mit einfachen Ma&#223;nahmen kann die Sterblichkeitsrate signifikant beeinflusst werden</em>&#0171;, so Zygmunt.</p>
<p><strong>Im November 2007</strong> ist am Uniklinikum Greifswald das Qualit&#228;tsprojekt &#0187;Sepsis&#0171; gestartet worden. &#0187;<em>Die Behandlung der Sepsis ist auf Grund ihrer hohen Sterblichkeit eine besondere Herausforderung f&#252;r die Intensivmediziner und die Pflege. Die Arbeitsgruppe Sepsis hatte sich zun&#228;chst zum Ziel gesetzt, durch eine verbesserte Diagnostik und Therapie die Erkrankungen mit t&#246;dlichem Ausgang um 10 Prozent zu senken</em>&#0171;, erl&#228;uterte Projektleiter Oberarzt Dr. Matthias Gr&#252;ndling. Eine Blutvergiftung tarnt sich oftmals als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung oder Operation und wird deshalb zu sp&#228;t erkannt. Die Sepsis ist die aggressivste Form einer Infektion, hervorgerufen durch Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze und deren Gifte. Innerhalb weniger Stunden weisen alle lebenswichtigen Organe des Menschen Entz&#252;ndungszeichen auf und drohen zu versagen. &#0187;<em>Der Tod kommt im Zeitraffer, da z&#228;hlt jede Stunde</em>&#0171;, unterstrich der Intensivmediziner. Die Hauptansatzpunkte f&#252;r eine Notfallmedizin nach dem Vorbild eines wesentlich einfacher zu erkennenden Herzinfarktes lagen dementsprechend in der Aufkl&#228;rung der Symptome, der schnellstm&#246;glichen Diagnostik &#252;ber eine Blutprobe und die sofortige Einleitung der richtigen Therapie als Voraussetzung f&#252;r das &#220;berleben.<strong> Fr&#252;he und oft im Krankenhausalltag verkannte Symptome einer Sepsis, gerade bei &#228;lteren Patienten, sind hohes Fieber, beschleunigte Atmung, schnellerer Herzschlag bei niedrigem Blutdruck sowie Verwirrtheit.</strong></p>
<p><strong>Sterblichkeit sank innerhalb von zwei Jahren um 26 Prozent</strong></p>
<p><strong>Um dies zu unterst&#252;tzen, wurde</strong> zun&#228;chst die Qualit&#228;t der Diagnostik und Therapie aller Sepsispatienten auf den Intensivstationen in 2006 und 2007 erfasst und ausgewertet. Daran ankn&#252;pfend wurden regelm&#228;&#223;ige Schulungen am Klinikum, unter &#196;rzten und Pflegekr&#228;ften durchgef&#252;hrt und aktuelles Informationsmaterial klinikintern zur Verf&#252;gung gestellt. Durch die Einhaltung von Sepsisrichtlinien und die Weiterbildung der Mitarbeiter sowie die konsequente Ergebniskontrolle erhalten nunmehr rund 90 Prozent aller Sepsispatienten auf den Intensivstationen innerhalb der ersten Stunde nach Diagnosestellung ein Antibiotikum. </p>
<blockquote><p>Durch das Sepsismanagement nach dem Greifswalder Modell wurde die Sterblichkeit im Greifswalder Klinikum von 57 Prozent (2006/07) auf 43 Prozent (2008) und 31 Prozent im ersten Halbjahr dieses Jahres reduziert. &#0187;In Greifswald werden j&#228;hrlich etwa 100 bis 150 Patienten mit einer schweren Sepsis oder einem septischen Schock behandelt. Nach der derzeitigen Auswertung ist es durch das Projekt in den Jahren 2008 und 2009 gelungen, insgesamt 48 Leben von Patienten mit Blutvergiftung auf den beiden Intensivstationen f&#252;r Erwachsene zu retten&#0171;, unterstrich Gr&#252;ndling. Mit dem Sepsismanagement wurde somit eine erhebliche Verbesserung der Behandlungsqualit&#228;t erreicht.</p></blockquote>
<p><strong>Fl&#228;chendeckende Aufkl&#228;rung notwendig</strong></p>
<p><strong>Der Vorstand des Klinikums unterst&#252;tzt den Sepsis-Dialog</strong>, der ausgeweitet werden soll und inzwischen fester Bestandteil einer ganzheitlichen Strategie gegen Krankenhausinfektionen ist. </p>
<blockquote><p>&#0187;<strong>Unsere Investitionen zur Vermeidung von MRSA</strong>*, einen vern&#252;nftigen und zur&#252;ckhaltenden Umgang mit Antibiotika, um Resistenzen zu vermeiden, und der Sepsis-Dialog stehen im direkten Zusammenhang und zahlen sich f&#252;r die Patienten aus&#0171;, betonte Prof. Marek Zygmunt. &#0187;Ein effektives Notfallmanagement ist wesentlich preiswerter und erspart den betroffenen Familien viel Leid.&#0171;<br />
<strong>In den meisten F&#228;llen</strong> werden heute immer noch t&#246;dliche Blutvergiftungen als verschiedenste Organversagen deklariert. Nach Untersuchungen des vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung gef&#246;rderten Kompetenznetzwerkes Sepsis SepNet (http://www.kompetenznetzwerk-sepsis.de) erkranken pro Jahr 154.000 Menschen an einer Blutvergiftung oder septischem Schock, t&#228;glich sterben daran 162 Menschen in Deutschland (zum Vergleich: Herzinfarkt 175/Tag als Todesursache Nr. 1).</p>
<p><strong>Das Sepsismanagement in Greifswald</strong> wird auf die Notaufnahmen und alle Fachkliniken ausgeweitet. Dar&#252;ber hinaus ist vorgesehen, die Weiterbildung f&#252;r Mediziner und Pflegekr&#228;ften auf Kliniken und Praxen des Landes auszudehnen. &#0187;Da wir wissen, dass etwa 50 Prozent der Sepsisf&#228;lle au&#223;erhalb des Krankenhauses bzw. au&#223;erhalb der Intensivstationen auftreten, versprechen wir uns von der Ausweitung des Sepsisdialoges weitere nachvollziehbare Erfolge&#0171;, so Dr. Matthias Gr&#252;ndling. &#0187;Eine fl&#228;chendeckende Aufkl&#228;rung ist dringend notwendig.&#0171;<br />
<strong>Im Fokus der kommenden Jahre</strong> stehen nach Auffassung des Gastreferenten Prof. Konrad Reinhart, Direktor der Klinik f&#252;r An&#228;sthesiologie und Intensivmedizin am Jenaer Uniklinikum sowie Sprecher des Kompetenznetzwerkes Sepsis, neben der weiteren Verbesserung der intensivmedizinischen Akuttherapie, die Pr&#228;vention, um Blutvergiftungen zu vermeiden, die Sepsis-Fr&#252;herkennung, der rationale Einsatz von Antibiotika sowie die Nachsorge der Langzeitfolgen einer Blutvergiftung.</p></blockquote>
<p>*<em>MRSA &#8211; Der Multi-Resistente-Staphylococcus-Aureus (MRSA) ist einer der wichtigsten Erreger nosokomialer (im Krankenhaus erworbener) Infektionen und auch der Blutvergiftung. Die Ma&#223;nahmen Sepsisdialog, Antibiotikaleitlinien und MRSA-Screening (vorsorglicher Nasenabstrich bei Risikopatienten) sind im Universit&#228;tsklinikum Greifswald sich erg&#228;nzende klinikumsweite Ma&#223;nahmen, die die Qualit&#228;t von Diagnostik und Therapie weit verbreiteter infekti&#246;ser bakterieller Erkrankungen verbessern sollen.</em></p>
<p>http://www.sepsis-gesellschaft.de</p>
<p><strong>Ansprechpartner</strong><br />
Uniklinikum Greifswald<br />
Klinik und Poliklinik f&#252;r An&#228;sthesiologie und Intensivmedizin<br />
Direktor: Prof. Dr. med. Michael Wendt<br />
Sepsisdialog: OA Dr. Matthias Gr&#252;ndling<br />
Friedrich-Loeffler-Strasse 23, 17475 Greifswald<br />
T +49 3834 86-58 60<br />
M +49 173-203 54 46<br />
gruendli@uni-greifswald.de<br />
oder sepsis@uni-greifswald.de</p>
<p>http://www.klinikum.uni-greifswald.de</p>
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		<item>
		<title>Infektionspr&#228;vention in Krankenh&#228;usern</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/10/27/infektionspraevention-in-krankenhaeusern/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/10/27/infektionspraevention-in-krankenhaeusern/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 06:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FR</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Infektion]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[prävention]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Fachveranstaltung ABAS und KRINKO im Dialog: Infektionspr&#228;vention in Krankenh&#228;usern
Zur heutigen Veranstaltung "ABAS und KRINKO im Dialog - Infektionspr&#228;vention bei Patienten und Besch&#228;ftigten" erkl&#228;ren das Bundesministerium f&#252;r Arbeit und Soziales und die Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:</strong>

<strong>Wie l&#228;sst sich die Gefahr von Infektionen</strong> in Krankenh&#228;usern vermindern? Dieser Frage widmen sich der Ausschuss f&#252;r Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) des Bundesministeriums f&#252;r Arbeit und Soziales und die Kommission Krankenhaushygiene und Infektionspr&#228;vention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut. Beide haben Empfehlungen zur Pr&#228;vention entwickelt.

<strong>&#220;ber diese informieren die Gremien ein geladenes Fachpublikum</strong> auf der Veranstaltung "ABAS und KRINKO im Dialog - Infektionspr&#228;vention bei Patienten und Besch&#228;ftigten" am 27. Oktober 2009 im Bundespresseamt. Dort wird diskutiert, wie die Ma&#223;nahmen des Patientenschutzes und des Schutzes der Besch&#228;ftigten in den Gesundheitseinrichtungen so aufeinander abgestimmt werden k&#246;nnen, dass sie wirksam sind und bei den Beteiligten in der t&#228;glichen Arbeitspraxis Akzeptanz...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fachveranstaltung ABAS und KRINKO im Dialog: Infektionspr&#228;vention in Krankenh&#228;usern<br />
Zur heutigen Veranstaltung &#0187;ABAS und KRINKO im Dialog &#8211; Infektionspr&#228;vention bei Patienten und Besch&#228;ftigten&#0171; erkl&#228;ren das Bundesministerium f&#252;r Arbeit und Soziales und die Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:</strong></p>
<p><strong>Wie l&#228;sst sich die Gefahr von Infektionen</strong> in Krankenh&#228;usern vermindern? Dieser Frage widmen sich der Ausschuss f&#252;r Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) des Bundesministeriums f&#252;r Arbeit und Soziales und die Kommission Krankenhaushygiene und Infektionspr&#228;vention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut. Beide haben Empfehlungen zur Pr&#228;vention entwickelt.</p>
<p><strong>&#220;ber diese informieren die Gremien ein geladenes Fachpublikum</strong> auf der Veranstaltung &#0187;ABAS und KRINKO im Dialog &#8211; Infektionspr&#228;vention bei Patienten und Besch&#228;ftigten&#0171; am 27. Oktober 2009 im Bundespresseamt. Dort wird diskutiert, wie die Ma&#223;nahmen des Patientenschutzes und des Schutzes der Besch&#228;ftigten in den Gesundheitseinrichtungen so aufeinander abgestimmt werden k&#246;nnen, dass sie wirksam sind und bei den Beteiligten in der t&#228;glichen Arbeitspraxis Akzeptanz finden.</p>
<blockquote><p><strong>Auch das Spannungsfeld unterschiedlicher Schutzziele</strong> und Rechtsgrundlagen von Arbeits- und Patientenschutz wird thematisiert. Dazu sagt Staatssekret&#228;r Detlef Scheele vom Bundesministerium f&#252;r Arbeit und Soziales: &#0187;Beide Schutzziele repr&#228;sentieren gleicherma&#223;en einen hohen ethischen Wert. Ihnen in gleichem Ma&#223;e gerecht zu werden, ist unser Ziel.&#0171; Nat&#252;rlich stehe im Gesundheitsdienst in erster Linie der Patient im Mittelpunkt. Das Personal d&#252;rfe dar&#252;ber aber nicht vergessen werden. Dies sei Aufgabe des Arbeitsschutzes.</p></blockquote>
<p><strong>Seit Patienten in Einrichtungen des Gesundheitswesens behandelt werden</strong>, spielen im Krankenhaus erworbene Infektionen (nosokomiale Infektionen) eine wichtige Rolle. Auch die Infektionsgef&#228;hrdung der Besch&#228;ftigten ist seit langem bekannt. Um die Risiken zu vermindern, sind Schutzma&#223;nahmen baulich-technischer, organisatorischer wie auch pers&#246;nlicher Art erforderlich. Dies gilt angesichts der spezifischen T&#228;tigkeiten, bei denen Besch&#228;ftigte mit Krankheitserregern Kontakt haben, ebenso wie f&#252;r die Patienten.</p>
<p><strong>Der ABAS ist ein Beratungsgremium</strong> des Bundesministeriums f&#252;r Arbeit und Soziales. Er erarbeitet Empfehlungen und Regelungen zum Arbeitsschutz bei T&#228;tigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen; die Gesch&#228;ftsstelle ist bei der Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) angesiedelt.</p>
<p><strong>Eine Dokumentation</strong> dieser Veranstaltung wird im <a href="http://www.baua.de/abas">Internet ver&#246;ffentlicht</a>.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br />
http://www.baua.de/abas Link zu den Informationen des Ausschuss f&#252;r Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) des Bundesministeriums f&#252;r Arbeit und Soziales im Internet</p>
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		<title>Neu diagnostizierte HIV-Infektionen steigen um 4%</title>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2008 04:58:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[HIV]]></category>
		<category><![CDATA[Infektion]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Die Zahl der HIV-Neudiagnosen ist weiter gestiegen</strong>. Dem Robert Koch-Institut wurden f&#252;r das Jahr 2007 insgesamt <strong>2.752 neu diagnostizierte HIV-Infektionen</strong> &#252;bermittelt. Gegen&#252;ber dem Jahr 2006 (2.643 Neudiagnosen) ist dies eine Zunahme um 4%. 
„Eine der bislang wenig bekannten Ursachen f&#252;r den Anstieg ist die hohe Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland“, sagt J&#246;rg Hacker, Pr&#228;sident des Robert Koch-Instituts. Der neue Halbjahresbericht mit umfangreichen Daten zu HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen, auch regional aufgeschl&#252;sselt, ist im Epidemiologischen Bulletin ver&#246;ffentlicht worden und auf den RKI-Internetseiten abrufbar (www.rki.de).

<strong>Wichtigste Betroffenengruppe</strong> sind mit 65% nach wie vor...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe imgalignleft" style="width:355px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/05/aids-gr.jpg" rel="lightbox[pics404]" title="Aids - Du bist nicht immun... Es kann jeden treffen ohne Schutz... Photo: pinnwand | photocase.de"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2008/05/aids-gr.thumbnail.jpg" width="355" height="213" alt="Foto: Aids – Du bist nicht immun…" /></a>
<div class="imagecaption">Aids &#8211; Du bist nicht immun&#8230; Es kann jeden treffen ohne Schutz&#8230; Photo: pinnwand | photocase.de</div>
</div>
<p><strong>Die Zahl der HIV-Neudiagnosen ist weiter gestiegen</strong>. Dem Robert Koch-Institut wurden f&#252;r das Jahr 2007 insgesamt <strong>2.752 neu diagnostizierte HIV-Infektionen</strong> &#252;bermittelt. Gegen&#252;ber dem Jahr 2006 (2.643 Neudiagnosen) ist dies eine Zunahme um 4%.<br />
„Eine der bislang wenig bekannten Ursachen f&#252;r den Anstieg ist die hohe Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland“, sagt J&#246;rg Hacker, Pr&#228;sident des Robert Koch-Instituts. Der neue Halbjahresbericht mit umfangreichen Daten zu HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen, auch regional aufgeschl&#252;sselt, ist im Epidemiologischen Bulletin ver&#246;ffentlicht worden und auf den RKI-Internetseiten abrufbar (www.rki.de).</p>
<p><strong>Wichtigste Betroffenengruppe</strong> sind mit 65% nach wie vor M&#228;nner, die Sex mit M&#228;nnern haben (MSM). Bei ihnen stieg die Zahl der Neudiagnosen erneut &#252;berdurchschnittlich an, im Jahr <strong>2007 um 12% gegen&#252;ber 2006</strong>. Auch bei Personen mit Angabe eines heterosexuellen Infektionsrisikos stieg die Zahl der HIV-Neudiagnosen erneut, um 7,5% im Jahr 2007 gegen&#252;ber 2006. Bei Konsumenten intraven&#246;s verabreichter Drogen (IVD) und bei Migranten aus so genannten Hochpr&#228;valenzl&#228;ndern (in denen HIV/ AIDS stark verbreitet ist) ging die Zahl der Meldungen dagegen zur&#252;ck (um 6% bei IVD und 18% bei Hochpr&#228;valenzl&#228;ndern).</p>
<p><strong>Das Syphilis-Bakterium</strong> und andere sexuell &#252;bertragbare Erreger f&#252;hren &#252;ber die F&#246;rderung von entz&#252;ndlichen Prozessen dazu, dass daran Erkrankte sich leichter mit HIV anstecken. Ist der z.B. an Syphilis Erkrankte bereits mit HIV infiziert, dann kann er das HI-Virus leichter weitergeben, er ist also infekti&#246;ser. „Pr&#228;vention, fr&#252;hzeitige Diagnose und wirksame Therapie der Syphilis und anderer bakterieller sexuell &#252;bertragbarer Erreger m&#252;ssen daher st&#228;rker ins Blickfeld ger&#252;ckt werden“, betont J&#246;rg Hacker. Die Zahl der dem RKI &#252;bermittelten Syphilisf&#228;lle ist nach 2001 erheblich gestiegen, seit 2004 verbleiben die Meldezahlen auf hohem Niveau. Die Zunahme der Syphilis wurde beg&#252;nstigt durch Risikominderungsstrategien, die auf der Kenntnis oder Absch&#228;tzung des gegenseitigen HIV-Status beruhen und die zum Verzicht auf Kondomverwendung bei gleichem HIV-Status f&#252;hren. Dieses Verhalten scheint daher indirekt und unbeabsichtigt zur Zunahme der Zahl der HIV-Infektionen beigetragen zu haben.</p>
<p><strong>Ein weiterer Aspekt,</strong> der f&#252;r den Anstieg der HIV-Zahlen eine Rolle spielt, sind die Ver&#228;nderungen beim Beginn der HIV-Therapie: nach 2000 wurde die Behandlung meist nicht mehr direkt nach Bekanntwerden der Infektion begonnen, sondern auf einen sp&#228;teren Zeitpunkt verschoben. Daher findet heute bei einem gr&#246;&#223;eren Anteil der Patienten, bei denen eine HIV-Infektion diagnostiziert ist, (noch) keine Reduktion der Infektiosit&#228;t durch eine antivirale Therapie statt. Gegenw&#228;rtig geht der Trend dahin, dass eher wieder zu einem fr&#252;heren Behandlungsbeginn geraten wird.</p>
<p><strong>Die Zahl der Neudiagnosen</strong> ist seit dem niedrigsten Wert (1.443) im Jahr 2001 stetig gestiegen, zum Teil auch durch eine verbesserte Erkennung von Erstdiagnosen und eine h&#246;here Inanspruchnahme von HIV-Tests. Die Meldungen &#252;ber HIV-Neudiagnosen d&#252;rfen nicht mit der HIV-Inzidenz (Neuinfektionen in einem Zeitraum) gleichgesetzt werden. Die Meldungen &#252;ber Neudiagnosen erlauben keinen direkten R&#252;ckschluss auf den Infektionszeitpunkt, da HIV-Infektion und -Test zeitlich weit auseinander liegen k&#246;nnen. </p>
<p><strong>Eine vom Bundesministerium f&#252;r Gesundheit gef&#246;rderte Studie des Robert Koch-Instituts zur Bestimmung des Anteils der k&#252;rzlich erworbenen HIV-Infektionen unter den HIV-Neudiagnosen ist zu Beginn des Jahres 2008 angelaufen.</strong></p>
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		<title>&#0187;Aktion saubere H&#228;nde&#0171;</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 12:30:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FG</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/07/ulla_web_umbra.jpg" rel="lightbox[pics-1197548829]" title="Ulla Schmidt"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/07/ulla_web_umbra.thumbnail.jpg" width="160" height="120" alt="Ulla Schmidt" class="imageframe imgalignleft" /></a><strong>Krankenhausinfektionen reduzieren durch "Aktion saubere H&#228;nde" </strong>

<strong>In Deutschland </strong>treten j&#228;hrlich etwa 500.000 F&#228;lle auf, in denen sich Patienten eine Infektion im Krankenhaus zuziehen. Beispiele hierf&#252;r sind Wundinfektionen nach Operationen oder Lungenentz&#252;ndungen bei beatmeten Patienten. Krankenhausinfektionen stellen damit eine der gr&#246;&#223;ten Herausforderungen auf dem Gebiet der Patientensicherheit dar. Die wichtigste Ma&#223;nahme...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/07/ulla_web_umbra.jpg" rel="lightbox[pics-1197548829]" title="Ulla Schmidt"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2007/07/ulla_web_umbra.thumbnail.jpg" width="160" height="120" alt="Ulla Schmidt" class="imageframe imgalignleft" /></a><strong>Krankenhausinfektionen reduzieren durch &#0187;Aktion saubere H&#228;nde&#0171; </strong></p>
<p><strong>In Deutschland </strong>treten j&#228;hrlich etwa 500.000 F&#228;lle auf, in denen sich Patienten eine Infektion im Krankenhaus zuziehen. Beispiele hierf&#252;r sind Wundinfektionen nach Operationen oder Lungenentz&#252;ndungen bei beatmeten Patienten. Krankenhausinfektionen stellen damit eine der gr&#246;&#223;ten Herausforderungen auf dem Gebiet der Patientensicherheit dar. Die wichtigste Ma&#223;nahme zur Vermeidung der &#220;bertragung von Infektionserregern ist die Einhaltung einer sorgf&#228;ltigen H&#228;ndedesinfektion des Krankenhauspersonals. Die F&#246;rderung der H&#228;ndehygiene ist das Ziel der &#0187;Aktion saubere H&#228;nde&#0171;.</p>
<p><strong>Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt</strong> hat die Schirmherrschaft &#252;ber die &#0187;Aktion saubere H&#228;nde&#0171; &#252;bernommen. Sie erkl&#228;rt dazu: &#0187;Krankenhausinfektionen f&#252;hren zu verl&#228;ngerten Krankenhausaufenthalten, Komplikationen in der Behandlung und vermeidbarem Leiden bei Patientinnen und Patienten. Vertrauen in Krankenh&#228;user, &#196;rzte, &#196;rztinnen und Pflegepersonal geht verloren. Der beste Schutz vor Krankenhausinfektionen ist so einfach wie effizient: H&#228;nde desinfizieren! So wird verhindert, dass die Erreger von Patient zu Patient wandern. Wir haben in Deutschland eine hervorragende Gesundheitsversorgung: Hochleistungsmedizin, exzellent ausgebildetes Personal, innovative Arzneimittel. Es darf einfach nicht passieren, dass eine erfolgreiche Behandlung vielleicht daran scheitert, dass eine H&#228;ndedesinfektion unterlassen wurde.&#0171;</p>
<blockquote><p><strong>Die &#0187;Aktion saubere H&#228;nde&#0171; </strong>wird gemeinsam vom Referenzzentrum f&#252;r die &#220;berwachung von Krankenhausinfektionen, der Gesellschaft f&#252;r Qualit&#228;tsmanagement in der Gesundheitsversorgung und dem Aktionsb&#252;ndnis Patientensicherheit durchgef&#252;hrt. Das Projekt gliedert sich in eine Studie und eine Kampagne. Es hat eine Laufzeit von 3 Jahren und wird vom Bundesministerium f&#252;r Gesundheit mit insgesamt 650.000 Euro gef&#246;rdert.</p></blockquote>
<p><strong>Die Bundesregierung</strong> hat im November 2006 das WHO-Aktionsprogramm &#0187;Clean Care is Safer Care&#0171; unterzeichnet. Mit der F&#246;rderung der &#0187;Aktion saubere H&#228;nde&#0171; wird eine wichtige Zusage eingel&#246;st.</p>
<p><strong>Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:</strong><br />
<a href="http://www.bmg.bund.de ">www.bmg.bund.de </a></p>
<p><a href="http://www.aktion-sauberehaende.de">www.aktion-sauberehaende.de</a> </p>
<p><a href="http://www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de ">www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de </a></p>
<p><a href="http://www.who.int/patientsafety/events/05/global_challenge/en/index.html ">www.who.int/patientsafety/events/05/global_challenge/en/index.html </a></p>
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