<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>DZKF WEBLOG &#187; Influenza</title>
	<atom:link href="http://www.dzkfblog.de/tag/influenza/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.dzkfblog.de</link>
	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 15:25:58 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Neue Strategien gegen Influenza</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/01/19/neue-strategien-gegen-influenza/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2010/01/19/neue-strategien-gegen-influenza/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 17:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[H1N1]]></category>
		<category><![CDATA[Influenza]]></category>
		<category><![CDATA[RNA-Interferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtszellfaktoren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=1936</guid>
		<description><![CDATA[<strong>Grippeviren sind extrem wandlungsf&#228;hig und dadurch schwer zu bek&#228;mpfen. Forschungsergebnisse von Berliner Wissenschaftlern zeigen jetzt neue Ansatzpunkte f&#252;r die Grippetherapie auf
Infektionen mit Influenzaviren k&#246;nnen lebensbedrohlich sein</strong> und f&#252;hren alleine in Deutschland zu mehreren Tausend t&#246;dlichen Krankheitsverl&#228;ufen pro Jahr. Davon sind vor allem Patienten mit geschw&#228;chtem Immunsystem betroffen. Neuartige Influenzaviren wie beispielsweise der Neuen Grippe ("Schweinegrippe"), die sich 2009 innerhalb weniger Wochen weltweit ausbreitete, bergen zus&#228;tzliche Risiken. Bislang stehen zur Verh&#252;tung und Behandlung einer Grippeinfektion ausschlie&#223;lich Impfstoffe und antivirale Medikamente zur Verf&#252;gung, die gegen das Virus selbst gerichtet sind. Aufgrund der hohen Wandlungsf&#228;higkeit der Viren m&#252;ssen Impfstoffe jedoch immer wieder an das aktuell zirkulierende Virus angepasst werden. G&#228;ngige Grippemedikamente versagen immer h&#228;ufiger, weil Influenzaviren dagegen resistent geworden sind. Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie in Berlin ist es nun gelungen, neue Angriffspunkte aufzusp&#252;ren, die weniger anf&#228;llig f&#252;r Resistenzentwicklung sein k&#246;nnten. (<em>Nature, Online-Publikation am 17. Januar 2010</em>)

<strong>Grippeviren ben&#246;tigen f&#252;r ihre Vermehrung mehrere Hundert menschliche Proteine</strong>

<strong>Grippeviren h&#228;ngen bei ihrer Vermehrung stark</strong> von den Proteinen der infizierten Zelle ab; die meisten davon waren allerdings bisher nicht im Zusammenhang mit Influenza bekannt. Die Wissenschaftler haben sich einer neuen Technologie, der sogenannten "RNA Interferenz", bedient, um damit im automatisierten Verfahren jedes einzelne Gen des Menschen gezielt zu hemmen und die Bildung einzelner Proteine zu verhindern. Anschlie&#223;end wurden die Zellen mit Influenzaviren infiziert und auf die verbliebene Vermehrungsf&#228;higkeit der Viren getestet. Dieses systematische Vorgehen erm&#246;glichte es den Max-Planck-Forschern Alexander Karlas, Nikolaus Machuy sowie Thomas F. Meyer gemeinsam mit weiteren Kollegen unter den zirka 24.000 Genen des Menschen insgesamt 287 Wirtszellfaktoren aufzusp&#252;ren, die bei der Virusvermehrung beteiligt sind.

<strong>Viele der identifizierten Proteine</strong> sind f&#252;r unterschiedliche Influenzaviren gleicherma&#223;en bedeutsam, darunter auch das neue pandemische <em>H1N1 Virus</em>. In Zusammenarbeit mit Thorsten Wolff vom Robert Koch-Institut wurden auch hoch-gef&#228;hrliche H1N1...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:230px;"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/01/virus-pandem.thumbnail.jpeg" alt="rasterelektronenmikroskopische Aufnahme" width="230" height="350" class="attachment wp-att-1939" title="rasterelektronenmikroskopische Aufnahme pandemischer Virusstamm (A/Hamburg/04/09), der 18 Stunden nach der Infektion eine menschliche Lungenzelle zerst&#246;rt" />
<div class="imagecaption">Wissenschaftler haben durch genomweite RNA-Interferenz-Tests neue Wirtszellfaktoren identifiziert, die f&#252;r Influenza-A-Infektionen unerl&#228;sslich sind. Zu ihnen z&#228;hlt auch die Schweinegrippe (H1N1). Die rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt einen pandemischen Virusstamm (A/Hamburg/04/09), der 18 Stunden nach der Infektion eine menschliche Lungenzelle zerst&#246;rt.<br />
Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie / Volker Brinkmann</div>
</div>
<p><strong>Grippeviren sind extrem wandlungsf&#228;hig und dadurch schwer zu bek&#228;mpfen. Forschungsergebnisse von Berliner Wissenschaftlern zeigen jetzt neue Ansatzpunkte f&#252;r die Grippetherapie auf<br />
Infektionen mit Influenzaviren k&#246;nnen lebensbedrohlich sein</strong> und f&#252;hren alleine in Deutschland zu mehreren Tausend t&#246;dlichen Krankheitsverl&#228;ufen pro Jahr. Davon sind vor allem Patienten mit geschw&#228;chtem Immunsystem betroffen. Neuartige Influenzaviren wie beispielsweise der Neuen Grippe (&#0187;Schweinegrippe&#0171;), die sich 2009 innerhalb weniger Wochen weltweit ausbreitete, bergen zus&#228;tzliche Risiken. Bislang stehen zur Verh&#252;tung und Behandlung einer Grippeinfektion ausschlie&#223;lich Impfstoffe und antivirale Medikamente zur Verf&#252;gung, die gegen das Virus selbst gerichtet sind. Aufgrund der hohen Wandlungsf&#228;higkeit der Viren m&#252;ssen Impfstoffe jedoch immer wieder an das aktuell zirkulierende Virus angepasst werden. G&#228;ngige Grippemedikamente versagen immer h&#228;ufiger, weil Influenzaviren dagegen resistent geworden sind. Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut f&#252;r Infektionsbiologie in Berlin ist es nun gelungen, neue Angriffspunkte aufzusp&#252;ren, die weniger anf&#228;llig f&#252;r Resistenzentwicklung sein k&#246;nnten. (<em>Nature, Online-Publikation am 17. Januar 2010</em>)</p>
<p><strong>Grippeviren ben&#246;tigen f&#252;r ihre Vermehrung mehrere Hundert menschliche Proteine</strong></p>
<p><strong>Grippeviren h&#228;ngen bei ihrer Vermehrung stark</strong> von den Proteinen der infizierten Zelle ab; die meisten davon waren allerdings bisher nicht im Zusammenhang mit Influenza bekannt. Die Wissenschaftler haben sich einer neuen Technologie, der sogenannten &#0187;RNA Interferenz&#0171;, bedient, um damit im automatisierten Verfahren jedes einzelne Gen des Menschen gezielt zu hemmen und die Bildung einzelner Proteine zu verhindern. Anschlie&#223;end wurden die Zellen mit Influenzaviren infiziert und auf die verbliebene Vermehrungsf&#228;higkeit der Viren getestet. Dieses systematische Vorgehen erm&#246;glichte es den Max-Planck-Forschern Alexander Karlas, Nikolaus Machuy sowie Thomas F. Meyer gemeinsam mit weiteren Kollegen unter den zirka 24.000 Genen des Menschen insgesamt 287 Wirtszellfaktoren aufzusp&#252;ren, die bei der Virusvermehrung beteiligt sind.</p>
<p><strong>Viele der identifizierten Proteine</strong> sind f&#252;r unterschiedliche Influenzaviren gleicherma&#223;en bedeutsam, darunter auch das neue pandemische <em>H1N1 Virus</em>. In Zusammenarbeit mit Thorsten Wolff vom Robert Koch-Institut wurden auch hoch-gef&#228;hrliche H1N1 Influenzaviren (&#0187;Vogelgrippeviren&#0171;) untersucht, die ebenfalls von den identifizierten humanen Genen abh&#228;ngig waren.</p>
<p><strong>M&#246;gliche Anwendungen f&#252;r die Therapie gegen Influenza</strong><br />
<strong><br />
Die jetzt neu gefundenen Wirtszellfaktoren</strong>, die f&#252;r das Zustandekommen und den Verlauf von Influenzainfektionen unerl&#228;sslich sind, werden nun am Max-Planck-Institut weiter untersucht. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung von Medikamenten, die diese Wirtszellfaktoren blockieren, ohne nennenswerte Nebenwirkungen hervorzurufen. Die Forscher gehen davon aus, dass solche neuartigen Virustatika kaum zu einer Resistenzentwicklung der Viren f&#252;hren und sich auch gegen bisher unbekannte Influenzasubtypen als wirksam erweisen.</p>
<p><strong>Vorstellbar w&#228;re auch</strong>, die identifizierten humanen Gene mittels der Methode der RNA Interferenz selbst zu hemmen. Mit der Untersuchung derartiger therapeutischer Anwendungen der RNA-Interferenz wurde bereits im Jahre 2004 mit dem von Professor Meyer koordinierten europ&#228;ischen Forschungsverbund (RIGHT) begonnen. Die &#8250;Nobelpreis-Technologie des Jahres 2006&#8242; bietet sich also nicht nur zur Charakterisierung infektionsrelevanter Genfunktionen des Menschen an, sondern dar&#252;ber hinaus auch als therapeutische Anwendung. Dies haben inzwischen auch Pharmafirmen erkannt, mit denen das Institut Kontakt h&#228;lt.</p>
<p>Die RNA Interferenz bietet gro&#223;es Potential f&#252;r die Bek&#228;mpfung von Infektionskrankheiten</p>
<blockquote><p>Mit der sich immer st&#228;rker verdichtenden Erkenntnis, dass f&#252;r den Verlauf von Infektionen beide Seiten, n&#228;mlich die des Erregers und die seines Wirts, ben&#246;tigt werden, er&#246;ffnen sich neue Chancen f&#252;r die Behandlung akuter und chronischer Infektionen. &#0187;In der Zukunft wird die Strategie, menschliche Genfunktionen zu bestimmten Zeiten gezielt abzuschalten, eine wichtige Rolle auch bei der Bek&#228;mpfung von Infektionskrankheiten einnehmen &#8211; neben dem Einsatz von Antibiotika und Impfstoffen,&#0171; sagt Professor Thomas Meyer, Gesch&#228;ftsf&#252;hrender Direktor des Berliner MPI und Leiter der Forschergruppe. &#0187;Zwar erscheint uns das Ausschalten menschlicher Genfunktionen auf den ersten Blick als problematisch, aber es handelt sich um genau dasselbe therapeutische Prinzip, das wir seit Jahrzehnten zur medikament&#246;sen Behandlung sonstiger Erkrankungen von Krebs bis hin zu l&#228;stigen Kopfschmerzen erfolgreich heranziehen. Also warum nicht auch f&#252;r die Therapie von Infektionskrankheiten?&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichung:</strong><br />
<em>Alexander Karlas, Nikolaus Machuy, Yujin Shin, Klaus-Peter Pleissner, Anita Artarini, Dagmar Heuer, Daniel Becker, Hany Khalil, Lesley A. Ogilvie, Simone Hess, Andre? P. M&#228;urer, Elke M&#252;ller, Thorsten Wolff, Thomas Rudel und Thomas F. Meyer<br />
Human host cell factors crucial for influenza virus replication identified by genome-wide RNAi screen<br />
Nature, online publiziert am 17. Januar 2010</em></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2010/01/19/neue-strategien-gegen-influenza/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schweinegrippe &#8211; H&#228;nde waschen oder Desinfektion?</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/08/28/schweinegrippe-haende-waschen-oder-desinfektion/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/08/28/schweinegrippe-haende-waschen-oder-desinfektion/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 18:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Desinfektion]]></category>
		<category><![CDATA[Hände]]></category>
		<category><![CDATA[Influenza]]></category>
		<category><![CDATA[Spender]]></category>
		<category><![CDATA[virus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.dzkfblog.de/?p=1651</guid>
		<description><![CDATA[<h4>Hygieniker empfehlen H&#228;ndedesinfektion an allen &#246;ffentlichen Orten</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/handdesinfekt-640.jpg" rel="lightbox[pics1651]" title="Aylin Hammann demonstriert H&#228;ndedesinfektion"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/handdesinfekt-640.thumbnail.jpg" alt="Aylin Hammann, Desinfektionsspender" width="255" height="233" class="attachment wp-att-1652" /></a><div class="imagecaption">Aylin Hammann, Doktorandin am Greifswalder Hygieneinstitut, demonstriert die einfache Handhabung von Desinfektionsspendern.
Foto: Janke/UKG</div></div><strong>Der Leiter des Greifswalder Instituts</strong> f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin, Prof. Axel Kramer, zugleich Pr&#228;sident der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Krankenhaushygiene (http://www.krankenhaushygiene.de), empfiehlt die H&#228;ndedesinfektion als wirksame und praktische Alternative zur H&#228;ndewaschung. Das ist wirksamer als H&#228;ndewaschen und &#252;berall m&#246;glich.
"<em>Das H&#228;ndedesinfizieren kann Ansteckungsketten wirksam unterbrechen und ist neben der Impfung die effektivste Ma&#223;nahme zur Infektionsvermeidung. Ihre Durchf&#252;hrung ist nicht nur v&#246;llig standortunabh&#228;ngig, der Einsatz von mobilen Flaschen oder von Wandspendern ist zudem preiswerter und kann jederzeit in Alltagsabl&#228;ufe integriert werden. An allen &#246;ffentlichen Orten wie Schulen, Kinderg&#228;rten, Verwaltungen, Betrieben und Superm&#228;rkten k&#246;nnten die Spender angebracht werden</em>", so Kramer.

<strong>In den n&#228;chsten Monaten wird</strong> mit einer weiteren Welle der so genannten Schweinegrippe gerechnet, wobei sich...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Hygieniker empfehlen H&#228;ndedesinfektion an allen &#246;ffentlichen Orten</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/handdesinfekt-640.jpg" rel="lightbox[pics1651]" title="Aylin Hammann demonstriert H&#228;ndedesinfektion"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/08/handdesinfekt-640.thumbnail.jpg" alt="Aylin Hammann, Desinfektionsspender" width="255" height="233" class="attachment wp-att-1652" /></a>
<div class="imagecaption">Aylin Hammann, Doktorandin am Greifswalder Hygieneinstitut, demonstriert die einfache Handhabung von Desinfektionsspendern.<br />
Foto: Janke/UKG</div>
</div>
<p><strong>Der Leiter des Greifswalder Instituts</strong> f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin, Prof. Axel Kramer, zugleich Pr&#228;sident der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Krankenhaushygiene (http://www.krankenhaushygiene.de), empfiehlt die H&#228;ndedesinfektion als wirksame und praktische Alternative zur H&#228;ndewaschung. Das ist wirksamer als H&#228;ndewaschen und &#252;berall m&#246;glich.<br />
&#0187;<em>Das H&#228;ndedesinfizieren kann Ansteckungsketten wirksam unterbrechen und ist neben der Impfung die effektivste Ma&#223;nahme zur Infektionsvermeidung. Ihre Durchf&#252;hrung ist nicht nur v&#246;llig standortunabh&#228;ngig, der Einsatz von mobilen Flaschen oder von Wandspendern ist zudem preiswerter und kann jederzeit in Alltagsabl&#228;ufe integriert werden. An allen &#246;ffentlichen Orten wie Schulen, Kinderg&#228;rten, Verwaltungen, Betrieben und Superm&#228;rkten k&#246;nnten die Spender angebracht werden</em>&#0171;, so Kramer.</p>
<p><strong>In den n&#228;chsten Monaten wird</strong> mit einer weiteren Welle der so genannten Schweinegrippe gerechnet, wobei sich das genaue Ausma&#223;, die Anzahl der Betroffenen und die Schwere der Infektion im Moment nicht vorhersagen lassen. Die bisher schwerste saisonale Grippewelle dieses Jahrzehnts 2004 und 2005 f&#252;hrte in Deutschland zu ca. 4,7 Millionen Arztbesuchen und 12.000 Verstorbenen (Robert-Koch-Institut).</p>
<p><strong>Abgesehen von der medizinischen Seite</strong> hat eine Pandemie eine erhebliche volkswirtschaftliche Bedeutung. Das Rheinisch-Westf&#228;lische Institut f&#252;r Wirtschaftsforschung (RWI) rechnet bereits bei einem mittelschweren Geschehen mit 100.000 Toten und 300.000 zus&#228;tzlichen Erkrankten in den Kliniken mit einem Schaden von 25 bis 75 Milliarden Euro. Zus&#228;tzlich zu den direkten Kosten f&#252;r die unmittelbare medizinische Versorgung bilden dabei indirekte Verluste durch Fehlzeiten, eingeschr&#228;nkte Produktivit&#228;t am Arbeitsplatz sowie Einbu&#223;en im Konsum- und Tourismusgesch&#228;ft den gr&#246;&#223;ten Kostenfaktor.</p>
<p>&#0187;<em>Die Pr&#228;vention der Ausbreitung hat damit nicht nur eine hohe Bedeutung f&#252;r das pers&#246;nliche Wohlergehen des Einzelnen und die &#246;ffentliche Gesundheit, sondern erreicht zugleich eine betriebs- und volkswirtschaftlich bedenkliche Dimension</em>&#0171;, betonte der Greifswalder Wissenschaftler.</p>
<p><strong>Das Influenzavirus A H1N1</strong> wird wie die &#252;bliche Grippe &#252;berwiegend durch Kontakt mit Menschen, verunreinigten Gegenst&#228;nden und &#252;ber Tr&#246;pfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen &#252;bertragen. Grunds&#228;tzlich ist das H&#228;ndewaschen eine wirkungsvolle Methode, Grippeviren von der Hand zu entfernen. Allerdings m&#252;ssen die H&#228;nde dazu sehr h&#228;ufig, mindestens zehnmal t&#228;glich und etwa dreimal l&#228;nger als &#252;blich, ca. 40 Sekunden, ges&#228;ubert werden. Die H&#228;ndewaschung ist zumeist an feste Sanit&#228;ranlagen gebunden. Anzahl und Ausstattung sind im Allgemeinen nicht f&#252;r die Kontrolle einer Epidemie ausgelegt. Mehr noch, an den Waschpl&#228;tzen &#252;berkreuzen sich die Wege der Mitarbeiter, was weitere Gelegenheit zu &#220;bertragungen gibt. Dort, wo die h&#228;ufigsten Kontakte bestehen, beispielsweise in Verkehrsmitteln und in vielen &#246;ffentlichen Geb&#228;uden, besteht &#252;berhaupt keine M&#246;glichkeit zur Reinigung. Damit geht die Empfehlung zum H&#228;ndewaschen an der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen vorbei.</p>
<p><strong>H&#228;ndedesinfektion st&#246;&#223;t auf hohe Akzeptanz</strong></p>
<blockquote><p>&#0187;Als effektive und praktikable Alternative bietet sich deshalb die H&#228;ndedesinfektion an&#0171;, unterstrich der Hygieneexperte. &#0187;Sie ist wirksamer als die Seifenwaschung und nicht an bestimmte Orte gebunden, hautvertr&#228;glicher und schneller als die Waschung.&#0171; Dar&#252;ber hinaus ist die Desinfektion mit etwa 2 bis 3 Cent pro Anwendung deutlich billiger. Geeignet sind alle alkoholischen H&#228;ndedesinfektionsmittel, die in Apotheken, Fach- und Gro&#223;handel sowie im Internet angeboten werden. Der Literpreis liegt bei ca. 7,50 bis 10,00 Euro. &#0187;Im Gegensatz zur Waschung entfernt die Desinfektion die Erreger nicht nur von der Hand, sondern setzt die gef&#228;hrlichen Krankheits&#252;bertr&#228;ger innerhalb von 30 Sekunden au&#223;er Kraft.&#0171; Besonders praktisch neben den Wandspendern sind kleine &#0187;Taschenflaschen&#0171; mit einem Volumen von 100 bis 200 ml. Diese k&#246;nnten an jeden Mitarbeiter zur pers&#246;nlichen Verwendung ausgegeben werden.</p></blockquote>
<p><strong>In den USA ist es in Verbindung mit Aufkl&#228;rungskampagnen gelungen, sogar Sch&#252;ler zur H&#228;ndedesinfektion mit Desinfektionsmitteln in Gelform zu motivieren.</strong> Dadurch kam es zu einem R&#252;ckgang der Fehltage an Schuleinrichtungen.<br />
<strong>Eine &#228;hnliche Studie</strong> in der Universit&#228;ts- und Stadtverwaltung von Greifswald im Rahmen einer Doktorarbeit f&#252;hrte zu ebenso positiven Ergebnissen. In der Untersuchung wurde im Jahr 2006 die Machbarkeit und Wirksamkeit der H&#228;ndedesinfektion in &#246;ffentlichen Einrichtungen der Hansestadt Greifswald analysiert, die zu einer Reduzierung der Rate infekti&#246;ser Erkrankungen der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts f&#252;hrte und insgesamt auf eine hohe Akzeptanz stie&#223;.</p>
<blockquote><p>&#0187;Die Bedeutung der H&#228;ndehygiene zur Pr&#228;vention der Grippe&#252;bertragung wird noch untersch&#228;tzt&#0171;, konstatierte Prof. Axel Kramer. In Zeiten gro&#223;fl&#228;chiger Ausbreitung der Grippe k&#246;nne die H&#228;ndehygiene einen wichtigen Beitrag zur Eind&#228;mmung der betriebs- und volkswirtschaftlichen Sch&#228;den leisten. Die H&#228;ndedesinfektion ist dabei die kosteng&#252;nstigere, praktischere und wirksamere Methode. &#0187;Arbeitgeber sollten &#252;berlegen, insbesondere Mitarbeitern mit h&#228;ufigem Kundenkontakt und in Schl&#252;sselbereichen Zugang zu H&#228;ndedesinfektionsmittelspendern zu gew&#228;hren oder Taschenflaschen zur Verf&#252;gung zu stellen, um so die Ausbreitung zu begrenzen. Das sollte auch alle Bildungseinrichtungen einschlie&#223;en&#0171;, so Kramer abschlie&#223;end.</p></blockquote>
<p><strong>Ansprechpartner am Uniklinikum Greifswald</strong><br />
Institut f&#252;r Hygiene und Umweltmedizin<br />
Direktor: Prof. Dr. med. Axel Kramer<br />
Walter-Rathenau-Stra&#223;e 42, 17489 Greifswald<br />
T +49 3834-51 55 42<br />
E kramer@uni-greifswald.de</p>
<p>http://www.klinikum.uni-greifswald.de</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.dzkfblog.de/2009/08/28/schweinegrippe-haende-waschen-oder-desinfektion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

