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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Inkretin</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Neue Genvarianten f&#252;r Diabetes erkl&#228;ren Funktion der Betazelle</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/04/neue-genvarianten-fuer-diabetes-erklaeren-funktion-der-betazelle/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 21:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Betazelle]]></category>
		<category><![CDATA[Inkretin]]></category>
		<category><![CDATA[MAGIC]]></category>
		<category><![CDATA[Typ-2-Diabetes]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>D&#252;sseldorf, Neuherberg, 3.2.2010</em>. <strong>Zwei gro&#223;e internationale Studien mit Beteiligung des Helmholtz Zentrums M&#252;nchen und des Deutschen Diabetes-Zentrums in D&#252;sseldorf haben neue genetische Varianten gefunden, die einen Einfluss auf die Glukoseregulation im menschlichen Organismus haben und mit einem erh&#246;hten Risiko f&#252;r Typ-2-Diabetes assoziiert sind. Langfristig tragen diese Ergebnisse zu Pr&#228;vention und Therapie des Typ-2-Diabetes bei. Beide Studien sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Genetics ver&#246;ffentlicht.
Gemeinsam mit ihren Kollegen im MAGIC-Verbund (Meta-Analyses of Glucose and Insulin-related traits Consortium) konnten Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums M&#252;nchen und des Deutschen Diabetes-Zentrums in D&#252;sseldorf insgesamt sieben genetische Varianten ausfindig machen, die mit einem erh&#246;hten Risiko f&#252;r Typ-2-Diabetes assoziiert sind.</strong>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>D&#252;sseldorf, Neuherberg, 3.2.2010</em>. <strong>Zwei gro&#223;e internationale Studien mit Beteiligung des Helmholtz Zentrums M&#252;nchen und des Deutschen Diabetes-Zentrums in D&#252;sseldorf haben neue genetische Varianten gefunden, die einen Einfluss auf die Glukoseregulation im menschlichen Organismus haben und mit einem erh&#246;hten Risiko f&#252;r Typ-2-Diabetes assoziiert sind. Langfristig tragen diese Ergebnisse zu Pr&#228;vention und Therapie des Typ-2-Diabetes bei. Beide Studien sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Genetics ver&#246;ffentlicht.<br />
Gemeinsam mit ihren Kollegen im MAGIC-Verbund (Meta-Analyses of Glucose and Insulin-related traits Consortium) konnten Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums M&#252;nchen und des Deutschen Diabetes-Zentrums in D&#252;sseldorf insgesamt sieben genetische Varianten ausfindig machen, die mit einem erh&#246;hten Risiko f&#252;r Typ-2-Diabetes assoziiert sind.</strong></p>
<blockquote><p>&#0187;Dank MAGIC kennen wir nun fast zwanzig neue Positionen genetischer Variation, die mit der Glukoseregulation assoziiert sind. Die meisten dieser Genvariationen f&#252;hren wahrscheinlich zu einer eingeschr&#228;nkten Betazellfunktion der Bauchspeicheldr&#252;se und wirken nicht &#252;ber verst&#228;rkte Insulinresistenz. Zudem beeinflussen diese Genvarianten spezifisch den Glukosestoffwechsel und haben fast keine weiteren Effekte auf andere Komponenten des sogenannten Metabolischen Syndroms wie &#220;bergewicht, Blutdruck und Fettstoffwechselst&#246;rungen&#0171;, erkl&#228;ren Dr. Christian Herder und Dr. Wolfgang Rathmann vom Deutschen Diabetes-Zentrum.</p>
<p>PD Dr. Thomas Illig vom Helmholtz Zentrum M&#252;nchen erg&#228;nzt: &#0187;Auff&#228;llig ist, dass eine Variante im GIPR (Gastric Inhibitory Polypeptide Receptor)-Gen, das hier neu entdeckt wurde, eine Rolle beim Inkretin-Effekt spielt, der f&#252;r die Aufrechterhaltung des Glukosestoffwechsels im gesunden Menschen wichtig ist. GIP geh&#246;rt zu den im Darm freigesetzten Inkretinhormonen. Medikamente, die die Inkretinwirkung beeinflussen, werden bereits jetzt in der Behandlung des Typ-2-Diabetes eingesetzt. Durch die in den MAGIC-Studien identifizierten Gene werden sich neue Ans&#228;tze f&#252;r die Therapie des Typ-2-Diabetes ergeben.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Hintergrund</strong><br />
<strong><br />
Das Helmholtz Zentrum M&#252;nchen und das Deutsche Diabetes-Zentrum</strong> arbeiten intensiv an neuen Ans&#228;tzen in der Erforschung und Behandlung des Typ-2-Diabetes. Eine wichtige gemeinsame Datenquelle f&#252;r die MAGIC-Studie ist die Bev&#246;lkerungsstudie KORA (KORA = Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg). Daten aus mehr als 20 Studien (so genannte GWAS = genome-wide association studies) mit insgesamt &#252;ber 46.000 Probanden gingen in die Metaanalyse ein. Insgesamt konnten etwa 2,5 Millionen Mutationen bzw. SNPs (single nucleotide polymorphisms, d.h. Variationen in nur einem DNA-Baustein) in die Metaanalyse einbezogen und auf Zusammenh&#228;nge mit glukoserelevanten Gr&#246;&#223;en untersucht werden. Die wichtigsten SNPs wurden in der Folge bei &#252;ber 76.000 anderen Probanden &#252;berpr&#252;ft. Dabei verkn&#252;pften die Wissenschaftler Informationen &#252;ber N&#252;chternblutglukosewert, N&#252;chternwert f&#252;r Insulin, Betazellfunktion (Insulinproduktion) und Insulinresistenz mit den genetischen Variationen. Zus&#228;tzlich wurden Glukosewerte nach einem oralen Glukosetoleranztest in einer kleineren Studienpopulation untersucht.<br />
<strong><br />
Die Untersuchungen belegen</strong> einen bereits vermuteten Zusammenhang von Genvariationen, Betazellfunktion und Typ-2-Diabetes. Die Genprodukte sind gr&#246;&#223;tenteils in der Bauchspeicheldr&#252;se aktiv und beeinflussen unter anderem Signalweiterleitung ins Zellinnere, Zellvermehrung, Glukosemessung durch die Betazellen sowie die Regulation der Insulinproduktion im Tagesverlauf. Varianten an anderen Positionen erh&#246;hen zwar den N&#252;chternblutzuckerwert, verursachen aber keinen Diabetes.</p>
<p><strong>Weltweit leiden mehr als 220 Millionen Menschen</strong> an Diabetes, davon rund 90 Prozent an Typ-2-Diabetes &#8211; allein in Deutschland sind es mehr als sechs Millionen Menschen. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an bislang unerkannten Diabetikern. Einem manifesten Typ-2-Diabetes geht eine Insulinresistenz, also eine Unempfindlichkeit der K&#246;rperzellen gegen&#252;ber Insulin, sowie eine gest&#246;rte Funktion der insulinproduzierenden Betazellen voraus. Lebensstilfaktoren wie &#220;bergewicht und Bewegungsmangel spielen eine wichtige Rolle f&#252;r die Entstehung der Erkrankung, aber auch genetische Faktoren sind relevant. So k&#246;nnen genetische Variationen das Risiko f&#252;r Typ-2-Diabetes erh&#246;hen. Die Daten der neuen Studien dienen dazu, neue Ans&#228;tze auch f&#252;r die Pr&#228;vention von Typ-2-Diabetes zu entwickeln und die Gesundheitsvorsorge zu verbessern.<br />
Weitere Informationen</p>
<p><strong>Originalver&#246;ffentlichungen:</strong><br />
<em>Dupuis, J. et al: New genetic loci implicated in fasting glucose homeostasis and their impact on type 2 diabetes risk. Nature Genetics 2010 DOI:10.1038/ng.520<br />
Saxena, R. et al: Genetic variation in GIPR influences the glucose and insulin responses to an oral glucose challenge. Nature Genetics 2010 DOI:10.1038/ng.521</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<p>http://www.helmholtz-muenchen.de</p>]]></content:encoded>
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