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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Kendomycin</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Weichmacher k&#246;nnen Einfluss auf Fettstoffwechsel nehmen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/11/weichmacher-koennen-einfluss-auf-fettstoffwechsel-nehmen/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 16:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Disruptoren]]></category>
		<category><![CDATA[Fettstoffwechsel]]></category>
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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/st_SchmidtHartWeb.jpg" rel="lightbox[pics2033]" title="Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/st_SchmidtHartWeb.thumbnail.jpg" alt="Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)" width="255" height="191" class="attachment wp-att-2034" /></a><div class="imagecaption">Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)</div></div><strong>So genannte Weichmacher in Kunststoffen k&#246;nnen Einfluss auf den Fett- und Glukosestoffwechsel von Organismen nehmen. Dies stellten die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) im Rahmen ihrer Promotion in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Dr. Bernd Fischer am halleschen Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie in Versuchen mit M&#228;usen fest. F&#252;r ihre Erkenntnisse wurden sie von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Endokrinologie (DGE) mit einem Posterpreis w&#228;hrend der gerade stattgefundenen Jahrestagung der Gesellschaft in Leipzig geehrt.</strong>

<strong>Ihre Doktorarbeiten</strong>, die im Rahmen eines von der EU in Br&#252;ssel gef&#246;rderten Forschungsverbundes mit Teilnehmern aus zehn europ&#228;ischen L&#228;ndern und den USA gewonnen wurden, besch&#228;ftigen sich mit...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/st_SchmidtHartWeb.jpg" rel="lightbox[pics2033]" title="Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/03/st_SchmidtHartWeb.thumbnail.jpg" alt="Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)" width="255" height="191" class="attachment wp-att-2034" /></a>
<div class="imagecaption">Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) (Photo: UKH Uniklinikum Halle)</div>
</div>
<p><strong>So genannte Weichmacher in Kunststoffen k&#246;nnen Einfluss auf den Fett- und Glukosestoffwechsel von Organismen nehmen. Dies stellten die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen Juliane-Susanne Schmidt (Dipl.-Trophologin) und Kristina Hart (Diplombiologin) im Rahmen ihrer Promotion in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Dr. Bernd Fischer am halleschen Institut f&#252;r Anatomie und Zellbiologie in Versuchen mit M&#228;usen fest. F&#252;r ihre Erkenntnisse wurden sie von der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Endokrinologie (DGE) mit einem Posterpreis w&#228;hrend der gerade stattgefundenen Jahrestagung der Gesellschaft in Leipzig geehrt.</strong></p>
<p><strong>Ihre Doktorarbeiten</strong>, die im Rahmen eines von der EU in Br&#252;ssel gef&#246;rderten Forschungsverbundes mit Teilnehmern aus zehn europ&#228;ischen L&#228;ndern und den USA gewonnen wurden, besch&#228;ftigen sich mit dem Einfluss hormon&#228;hnlicher Nahrungsmittelkontaminanten (<em>endokrine Disruptoren</em>) wie <em>Phthalate</em> und <em>polychlorierte Biphenyle</em> (PCB) auf die weibliche Fortpflanzung und den Fett- und Glukosestoffwechsel bei M&#252;ttern und deren Nachkommen. Phthalate und PCB sind industrieller Herkunft. PCB sind eine so genannte Altlast, da sie nicht mehr hergestellt werden, aber noch in gro&#223;en Mengen in der Umwelt vorkommen und &#252;ber Nahrung oder Trinkwasser aufgenommen werden. Phthalate sind Weichmacher in fast allen Kunststoffprodukten (vom Duschvorhang &#252;ber Kosmetika und Teppichb&#246;den bis zum Kinderspielzeug). <strong>Sie sind allgegenw&#228;rtige Schadstoffe, da sie bei fast jedem Menschen im K&#246;rper nachweisbar sind.</strong></p>
<blockquote><p><strong>Welche Gesundheitsgefahren von ihnen ausgehen</strong>, ist noch nicht bekannt. Im Rahmen ihrer Untersuchungen konnten die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen St&#246;rungen im Fett- und Glukosestoffwechsel feststellen und eindrucksvoll an der signifikanten Zunahme des Bauchfettes bei M&#228;usen zeigen. &#0187;Besonders beunruhigend an den Ergebnissen ist, dass diese Fettzunahme auch bei den nicht behandelten Nachkommen, also in der n&#228;chsten Generation, auftrat&#0171;, sagt Professor Fischer. Die Befunde aus Halle sind umweltmedizinisch und umwelttoxikologisch so relevant, dass sie der DGE einen Preis wert waren. </p></blockquote>]]></content:encoded>
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		<title>Neuartiges Antibiotikum gegen MRSA</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/09/08/neuartiges-antibiotikum-gegen-mrsa/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 19:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotikum]]></category>
		<category><![CDATA[Kendomycin]]></category>
		<category><![CDATA[MRSA]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/09/magauer.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Thomas Magauer (Foto privat)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/09/magauer.thumbnail.jpg" alt="Thomas Magauer (Foto privat)" width="255" height="226" class="attachment wp-att-1677" /></a><div class="imagecaption">Thomas Magauer (Foto privat)</div></div><strong>In Krankenh&#228;usern und Pflegeheimen vermehren sich resistente Keime, denn viele bekannte Antibiotika sind bereits wirkungslos geworden. Diesem Problem setzt nun Thomas Magauer vom Institut f&#252;r Organische Chemie der Universit&#228;t Wien eine fundamentale Neuentwicklung entgegen. Er hat im Rahmen seiner Dissertation die Totalsynthese des Streptomyces-Stoffwechselprodukts <em>Kendomycin</em> durchgef&#252;hrt und damit die Leitstruktur f&#252;r ein neuartiges Antibiotikum hergestellt, das widerspenstige Keime das F&#252;rchten lehren k&#246;nnte. Die Arbeit wurde in dem Fachjournal "Angewandte Chemie" ver&#246;ffentlicht und mit dem Pr&#228;dikat "very or highly important paper" ausgezeichnet.</strong>

<strong>Ausgangspunkt ist ein Naturstoff - der Metabolit Kendomycin</strong>, den die Chemiker Thomas Magauer und Harry Martin unter der Leitung von Johann Mulzer, Professor f&#252;r Organische Chemie der Universit&#228;t Wien, in naturidentischer Form nachgebaut haben. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/09/magauer.jpg" rel="lightbox[pics0]" title="Thomas Magauer (Foto privat)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/09/magauer.thumbnail.jpg" alt="Thomas Magauer (Foto privat)" width="255" height="226" class="attachment wp-att-1677" /></a>
<div class="imagecaption">Thomas Magauer (Foto privat)</div>
</div>
<p><strong>In Krankenh&#228;usern und Pflegeheimen vermehren sich resistente Keime, denn viele bekannte Antibiotika sind bereits wirkungslos geworden. Diesem Problem setzt nun Thomas Magauer vom Institut f&#252;r Organische Chemie der Universit&#228;t Wien eine fundamentale Neuentwicklung entgegen. Er hat im Rahmen seiner Dissertation die Totalsynthese des Streptomyces-Stoffwechselprodukts <em>Kendomycin</em> durchgef&#252;hrt und damit die Leitstruktur f&#252;r ein neuartiges Antibiotikum hergestellt, das widerspenstige Keime das F&#252;rchten lehren k&#246;nnte. Die Arbeit wurde in dem Fachjournal &#0187;Angewandte Chemie&#0171; ver&#246;ffentlicht und mit dem Pr&#228;dikat &#0187;very or highly important paper&#0171; ausgezeichnet.</strong></p>
<p><strong>Ausgangspunkt ist ein Naturstoff &#8211; der Metabolit Kendomycin</strong>, den die Chemiker Thomas Magauer und Harry Martin unter der Leitung von Johann Mulzer, Professor f&#252;r Organische Chemie der Universit&#228;t Wien, in naturidentischer Form nachgebaut haben. </p>
<blockquote><p>Die Wirkung dieses Stoffes hat gro&#223;es Potenzial, so Thomas Magauer: &#0187;Bei verschiedenen Tests hat sich herausgestellt, dass die Verbindung nicht nur antibiotisch, sondern auch entz&#252;ndungshemmend wirkt und Anti-Tumoreigenschaften aufweist. Au&#223;erdem k&#246;nnte sie gegen Osteoporose, also Knochenschwund, eingesetzt werden.&#0171;</p></blockquote>
<h5>Die Natur zum Vorbild &#8211; so wie bei Aspirin oder der Antibabypille</h5>
<p><strong>Johann Mulzer verweist stolz auf Thomas Magauer</strong>, der die Totalsynthese &#8211; Vorarbeiten dazu wurden bereits im Rahmen eines FWF-Projekts gemacht &#8211; praktisch im Alleingang zu Ende gef&#252;hrt hat. &#0187;<em>Der spannendste Moment war der vor der Endstufe&#0171;, erkl&#228;rt Magauer, &#0187;denn wenn der letzte Schritt fehlgeschlagen w&#228;re, h&#228;tten wir wieder bei Null beginnen m&#252;ssen.</em>&#0171; Schlussendlich haben der spektroskopische Nachweis und der biologische Datenvergleich ergeben, dass die Verbindung passt: &#0187;<em>Dieser Erfolg sowie das Wissen, dass diese Verbindung zu einem &#8211; in der Medizin verwendbaren &#8211; Wirkstoff modifiziert werden kann, motiviert mich f&#252;r die weitere Arbeit</em>&#0171;, betont der Doktorand. Auch bei wohlbekannten Arzneistoffen wie Aspirin oder der Antibabypille handelt es sich um Verbindungen, die aus der Natur abgeleitet wurden.</p>
<blockquote><p><strong>Die neue Verbindung wirkt auch gegen MRSA</strong> &#8211; <em>Methicillinresistenten Staphylococcus aureus</em>, einem besonders b&#246;sartigen Keim, der vermehrt in Krankenh&#228;usern und Pflegeheimen auftritt. &#0187;In den Biofilmen, die sich z.B. auf Kathetern bilden, befinden sich eine Menge Bakterien, die bereits so viele Antibiotika gesehen haben, dass ihnen keines mehr gef&#228;hrlich werden kann&#0171;, so der Chemiker Johann Mulzer. Deshalb m&#252;ssen st&#228;ndig neue Verbindungen entwickelt werden. Und genau darin liegt der Vorteil der neuen Verbindung: &#0187;Da es sich hierbei um eine Leitstruktur handelt, ist sie sehr variierbar. &#196;hnlich wie bei Penicillin k&#246;nnen aus ihr Hunderte neue Verbindungen (sog. Bibliotheken) abgeleitet werden&#0171;, erkl&#228;rt Thomas Magauer das Potenzial, das in der von ihm entwickelten Verbindung steckt.</p></blockquote>
<p><strong>Zudem kann der Stoff</strong> durch gezielte strukturelle Modifikation jeweils so optimiert werden, dass er als Antibiotikum, als Antikrebsmittel, als Mittel gegen Osteoporose oder gegen Entz&#252;ndungen verwendet werden kann. &#0187;Aus einer Wirkung k&#246;nnen also vier gemacht werden, was aber nat&#252;rlich sehr aufwendig ist. Daf&#252;r sind die entsprechenden Ressourcen n&#246;tig, weshalb es nun Aufgabe von pharmazeutischen Unternehmen w&#228;re, die Verbindung weiterzuentwickeln&#0171;, erkl&#228;rt Johann Mulzer.</p>
<p><strong>Publikation im Fachjournal</strong> &#0187;<em>Angewandte Chemie</em>&#0187;:<br />
&#0187;<em>Total Synthesis of the Antibiotic Kendomycin by Macrocyclization using Photo-Fries Rearrangement and Ring-Closing Metathesis</em>&#0171; mit der Auszeichnung <strong>&#0187;very or highly important paper&#0171;</strong> von <em>Thomas Magauer, Harry Martin und Johann Mulzer</em>.</p>
<p><strong>Kontakt</strong><br />
O. Univ.-Prof. Dr. Johann Mulzer<br />
T +43-1-4277-521 90<br />
johann.mulzer@univie.ac.at</p>
<p>Mag. Thomas Magauer<br />
T +43-1-4277-521 73<br />
thomas.magauer@univie.ac.at</p>
<p>Institut f&#252;r Organische Chemie<br />
Universit&#228;t Wien<br />
1090 Wien, W&#228;hringer Stra&#223;e 38</p>
<p>R&#252;ckfragehinweis<br />
Mag. Veronika Schallhart<br />
&#214;ffentlichkeitsarbeit<br />
Universit&#228;t Wien<br />
1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1<br />
T +43-1-4277-175 30<br />
M +43-664-602 77-175 30<br />
veronika.schallhart@univie.ac.at<br />
Weitere Informationen:<br />
http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/fulltext/122305350/PDFSTART &#8211; Publikation</p>]]></content:encoded>
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