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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Kinder</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<title>Hirntumoren bei Kindern bek&#228;mpfen</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2012/01/03/hirntumoren-bei-kindern-bekaempfen/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 20:12:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Universitäten]]></category>
		<category><![CDATA[FoxM1]]></category>
		<category><![CDATA[Hirntumor]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Forscher blockieren Wachstums-Eiwei&#223;</h4>
<em>M&#252;nchen (gb)</em> – <strong>Medulloblastome sind die h&#228;ufigsten b&#246;sartigen Hirntumoren im Kindesalter. Um ungehindert wachsen zu k&#246;nnen, ben&#246;tigen die Tumorzellen ein spezielles Eiwei&#223;, wie M&#252;nchner Wissenschaftler nun herausgefunden haben. Ihre neue Erkenntnis soll als Basis f&#252;r die Entwicklung neuer Therapiem&#246;glichkeiten gegen das Medulloblastom dienen. Denn den Forschern gelang es, das krebsf&#246;rdernde Eiwei&#223; medikament&#246;s zu unterdr&#252;cken und so das Tumorwachstum zu hemmen. Die Deutsche Krebshilfe hat das Projekt mit 435.000 Euro unterst&#252;tzt.</strong>

<strong>Was f&#252;r verschiedene Krebsarten </strong>– wie etwa Brustkrebs, Lungenkrebs oder Prostatakrebs – gilt, haben die Forscher um PD Dr. Ulrich Sch&#252;ller vom Zentrum f&#252;r Neuropathologie der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t nun auch f&#252;r kindliche Hirntumoren nachgewiesen: Um zu wachsen, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Forscher blockieren Wachstums-Eiwei&#223;</h4>
<p><em>M&#252;nchen (gb)</em> – <strong>Medulloblastome sind die h&#228;ufigsten b&#246;sartigen Hirntumoren im Kindesalter. Um ungehindert wachsen zu k&#246;nnen, ben&#246;tigen die Tumorzellen ein spezielles Eiwei&#223;, wie M&#252;nchner Wissenschaftler nun herausgefunden haben. Ihre neue Erkenntnis soll als Basis f&#252;r die Entwicklung neuer Therapiem&#246;glichkeiten gegen das Medulloblastom dienen. Denn den Forschern gelang es, das krebsf&#246;rdernde Eiwei&#223; medikament&#246;s zu unterdr&#252;cken und so das Tumorwachstum zu hemmen. Die Deutsche Krebshilfe hat das Projekt mit 435.000 Euro unterst&#252;tzt.</strong></p>
<p><strong>Was f&#252;r verschiedene Krebsarten </strong>– wie etwa Brustkrebs, Lungenkrebs oder Prostatakrebs – gilt, haben die Forscher um PD Dr. Ulrich Sch&#252;ller vom Zentrum f&#252;r Neuropathologie der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t nun auch f&#252;r kindliche Hirntumoren nachgewiesen: Um zu wachsen, ben&#246;tigt das Medulloblastom ein spezielles Eiwei&#223; mit dem wissenschaftlichen Namen FoxM1. Das Eiwei&#223; geh&#246;rt zur Gruppe der Transkriptionsfaktoren – diese Proteine steuern die Umsetzung der im Erbgut enthaltenen Informationen. Beim gesunden Menschen steuert FoxM1 das Zellwachstum, indem es die entsprechenden Gene bei Bedarf an- und wieder ausschaltet. Bei Krebszellen ist dieses System jedoch au&#223;er Kontrolle geraten – FoxM1 ist permanent aktiv und die b&#246;sartigen Zellen vermehren sich ungehindert.</p>
<blockquote><p><strong>Da FoxM1 f&#252;r das Wachstum</strong> der Tumorzellen verantwortlich ist, stellt das Eiwei&#223; einen Ansatzpunkt f&#252;r neue Therapien dar. Dar&#252;ber berichten die Wissenschaftler in der Novemberausgabe der Fachzeitschrift &#0187;Clinical Cancer Research&#0171;. Es gelang ihnen, das Wachstum von Medulloblastomzellen &#252;ber FoxM1 medikament&#246;s zu unterdr&#252;cken. Zudem blockierten die Forscher FoxM1 nur in Krebszellen – gesunde Zellen wurden nicht beeintr&#228;chtigt. &#0187;Mit Hilfe dieser Erkenntnisse k&#246;nnen wir m&#246;glicherweise direkt in die Mechanismen der Tumorentstehung eingreifen und Medulloblastome gezielt zerst&#246;ren.&#0171;, erl&#228;utert Sch&#252;ller.</p>
<p><strong>FoxM1 eignet sich schon</strong> jetzt dazu, die Aggressivit&#228;t eines Medulloblastoms zu bestimmen: Je gr&#246;&#223;er die Menge des Eiwei&#223;es in den Krebszellen ist, desto schwerer verl&#228;uft die Erkrankung. Die Erkenntnisse spielen auch bei der Wahl der richtigen Therapie eine wichtige Rolle: &#0187;Moderne Behandlungskonzepte kombinieren die chirurgische Tumorentfernung mit Chemo- und Strahlentherapien. Diese sind aber teilweise mit schweren Nebenwirkungen verbunden. Mit Hilfe von FoxM1 als Diagnosehilfe k&#246;nnen wir zuk&#252;nftig die Art der Behandlung individueller an den Patienten anpassen&#0171;, so Sch&#252;ller weiter.</p>
<p>&#0187;Ziel der von der Deutschen Krebshilfe gef&#246;rderten Forschungsprojekte ist es, innovative Strategien zur Bek&#228;mpfung von Tumor-Erkrankungen zu entwickeln&#0171;, betont Gerd Nettekoven, Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer der Deutschen Krebshilfe. &#0187;Dabei ist es besonders wichtig, dass die neu gewonnenen Erkenntnisse rasch aus dem Labor in die klinische Anwendung &#252;berf&#252;hrt werden, damit sie schnellstm&#246;glich den Betroffenen zu Gute kommen.&#0171;</p></blockquote>
<p><strong>Hintergrund:</strong> Krebsforschung<br />
<strong>Die Fortschritte in der Krebsforschung</strong> haben dazu beigetragen, neue wirkungsvollere Therapien gegen Krebs zu entwickeln und bestehende Behandlungsans&#228;tze weiter zu optimieren. So konnten die &#220;berlebenschancen und die Lebensqualit&#228;t krebskranker Menschen in den vergangenen Jahren stetig verbessert werden. Diese Erfolge sind im Wesentlichen auch der Deutschen Krebshilfe zu verdanken, denn die gemeinn&#252;tzige Organisation ist der bedeutendste private F&#246;rderer der Krebsforschung in Deutschland. Allein 2010 investierte die Deutsche Krebshilfe &#252;ber 35 Millionen Euro in die onkologische Forschung. Bei der Forschungsf&#246;rderung gilt es, im Sinne der optimalen Patientenversorgung viel versprechende Ergebnisse aus der Forschung schnell und effizient in die klinische Pr&#252;fung und Anwendung zu bringen.</p>
<p><strong>Publikation:</strong> &#0187;Expression of FoxM1 Is Required for the Proliferation of Medulloblastoma Cells and Indicates Worse Survival of Patients&#0171;, erschienen in „Clinical Cancer Research&#0171; <em>(doi:10.1158/1078-0432.CCR-11-1214)</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>ADHS.INFO</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/11/30/adhs-info/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 16:10:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angebote]]></category>
		<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Infoportal]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Neuer Bereich f&#252;r Kinder - Forscher der Uniklinik K&#246;ln entwickeln ADHS Infoportal weiter</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:257px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/11/adhs-info.jpg" rel="lightbox[pics2615]" title="screenshot adhs.info"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/11/adhs-info.thumbnail.jpg" alt="screenshot adhs.info" width="255" height="171" class="attachment wp-att-2616" /></a><div class="imagecaption">screenshot adhs.info</div></div><strong>Am 29.11.2010 schaltete das ADHS Infoportal den neusten Informationsbereich f&#252;r von ADHS betroffene Kinder frei. Die Kinder werden dabei von den beiden animierten Comicfiguren "Max" und "Lisa", die selbst ADHS haben, empfangen. Die beiden Figuren erz&#228;hlen von ihren liebenswerten Eigenschaften und ihren allt&#228;glichen Problemen. Kinder erfahren so, was es bedeutet ADHS zu haben und wie sie durch gezielte Hilfen diese Probleme bew&#228;ltigen k&#246;nnen.</strong>

<strong>Durch speziell f&#252;r das ADHS Infoportal</strong> entwickelte Symbole, ist eine kindgerechte Navigation entstanden. Alle Informationen sind in schriftlicher Form abrufbar aber auch als gesprochener Text. Auf diese Weise k&#246;nnen sich bereits Vorschulkinder oder Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschw&#228;che im ADHS Infoportal informieren und selbstst&#228;ndig zurechtfinden. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Neuer Bereich f&#252;r Kinder &#8211; Forscher der Uniklinik K&#246;ln entwickeln ADHS Infoportal weiter</h4>
<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/11/adhs-info.jpg" rel="lightbox[pics2615]" title="screenshot adhs.info"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/11/adhs-info.thumbnail.jpg" alt="screenshot adhs.info" width="255" height="171" class="attachment wp-att-2616" /></a>
<div class="imagecaption">screenshot adhs.info</div>
</div>
<p><strong>Am 29.11.2010 schaltete das ADHS Infoportal den neusten Informationsbereich f&#252;r von ADHS betroffene Kinder frei. Die Kinder werden dabei von den beiden animierten Comicfiguren &#0187;Max&#0171; und &#0187;Lisa&#0171;, die selbst ADHS haben, empfangen. Die beiden Figuren erz&#228;hlen von ihren liebenswerten Eigenschaften und ihren allt&#228;glichen Problemen. Kinder erfahren so, was es bedeutet ADHS zu haben und wie sie durch gezielte Hilfen diese Probleme bew&#228;ltigen k&#246;nnen.</strong></p>
<p><strong>Durch speziell f&#252;r das ADHS Infoportal</strong> entwickelte Symbole, ist eine kindgerechte Navigation entstanden. Alle Informationen sind in schriftlicher Form abrufbar aber auch als gesprochener Text. Auf diese Weise k&#246;nnen sich bereits Vorschulkinder oder Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschw&#228;che im ADHS Infoportal informieren und selbstst&#228;ndig zurechtfinden.</p>
<p><strong>Unaufmerksamkeit, Hyperaktivit&#228;t und/ oder Impulsivit&#228;t</strong> sind bei Kindern h&#228;ufig zu erleben, doch bei einigen Kindern sind diese Probleme so stark ausgepr&#228;gt, dass sie darunter leiden und gezielte Hilfe ben&#246;tigen. Bei diesen Kindern, wird h&#228;ufig eine Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivit&#228;tsst&#246;rung diagnostiziert, <strong>kurz: ADHS.</strong></p>
<p><strong>Nachdem im M&#228;rz diesen Jahres</strong> der Bereich f&#252;r Eltern von Kindern mit ADHS und im Juli darauf der Bereich f&#252;r P&#228;dagogen online geschaltet wurde, haben nun k&#252;nftig auch Kinder die M&#246;glichkeit sich auf kindgerechte Weise zu informieren. Das ADHS Infoportal hat es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffene und ihre Bezugspersonen mit Informationen zu ADHS zu versorgen. Alle Informationen auf den Seiten des ADHS Infoportals orientieren sich strikt an empirischer Evidenz. Das hei&#223;t, sie basieren auf wissenschaftlichen Studien und Leitlinien von Fachgesellschaften und Expertengruppen. Durch eine zielgruppenspezifische Informationsaufbereitung wird so eine einfach nutzbare, verl&#228;ssliche und unabh&#228;ngige Informationsbasis zum St&#246;rungsbild der ADHS f&#252;r Betroffene und ihre Bezugspersonen geboten. Die Aufkl&#228;rung &#252;ber ADHS ist ein wichtiges Anliegen des Bundesministeriums f&#252;r Gesundheit (BMG) und Bestandteil der Strategie der Bundesregierung zur F&#246;rderung der Kindergesundheit.</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong><br />
Fast jedes Kind durchlebt im Laufe seiner Entwicklung Phasen besonderer Ablenkbarkeit, hoher Aktivit&#228;t und auch Zeiten heftiger Impulsivit&#228;t. Erst ab einem bestimmten Grad der Auff&#228;lligkeit wird von einer St&#246;rung gesprochen. Dabei unterscheidet sich ADHS nicht von anderen psychischen St&#246;rungen (z.B. Depression) oder k&#246;rperlichen Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck), welche ebenfalls mehr oder weniger stark ausgepr&#228;gt sein k&#246;nnen. Menschen mit einer starken Auspr&#228;gung der Kernsymptome Unaufmerksamkeit, Hyperaktivit&#228;t und Impulsivit&#228;t, erfahren dadurch erhebliche Einschr&#228;nkungen in ihrem t&#228;glichen Leben.</p>
<p><strong>Die Anzahl der von ADHS betroffenen</strong> Kinder und Jugendlichen in Deutschland schwankt in Studien zwischen zwei und etwa sechs Prozent. Insgesamt kann man jedoch repr&#228;sentativen Erhebungen zufolge davon ausgehen, dass rund 500.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland von ADHS betroffen sind. Jungen sind dabei gegen&#252;ber M&#228;dchen insgesamt zwei bis viermal h&#228;ufiger betroffen.</p>
<p><strong>In der &#214;ffentlichkeit wird das Thema ADHS kontrovers diskutiert</strong>, was bei Betroffenen und ihren Bezugspersonen h&#228;ufig zu Verunsicherungen f&#252;hrt. Das ADHS Infoportal ist unter der Leitung des zentralen adhs-netzes unter Federf&#252;hrung von Professor D&#246;pfner aus der K&#246;lner Klinik f&#252;r Kinder- und Jugendpsychiatrie entstanden und wird stetig weiterentwickelt.</p>
<p><strong>Bei R&#252;ckfragen:</strong><br />
Anne Stiller<br />
Zentrales adhs-netz<br />
Klinik f&#252;r Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Uniklinik K&#246;ln<br />
Telefon: 0221 478-89873<br />
E-Mail: adhs-info@uk-koeln.de</p>
<p>Weitere Informationen:<br />
Im Internet:</p>
<p>http://www.adhs.info</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Multiple Sklerose bei Kindern: Erste internationale Therapiestudie gestartet</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/05/26/ms-bei-kindern-erste-internationale-therapiestudie-gestartet/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 19:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurznachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Multiple Sklerose]]></category>
		<category><![CDATA[Sklerose]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/05/ms-kind.jpg" rel="lightbox[pics2219]" title="Logo DZMS"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/05/ms-kind.thumbnail.jpg" alt="Logo DZMS" width="255" height="109" class="attachment wp-att-2220" /></a><div class="imagecaption"></div></div>(<em>umg</em>) <strong>Multiple Sklerose (MS) tritt nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Jedes Jahr erkranken rund 200 weitere Kinder und Jugendliche an dieser Erkrankung des Nervensystems, die zu schwerwiegenden Behinderungen f&#252;hrt. Das Deutsche Zentrum f&#252;r MS im Kindes- und Jugendalter ist einmalig in Deutschland und hat seinen Sitz an der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen. Es setzt sich speziell f&#252;r die Erforschung der Erkrankung bei jungen Patienten und deren Betreuung ein.</strong>

<strong>Erstmals soll in einer internationalen Studie</strong> die Wirksamkeit der Standardmedikation von Beta-Interferonen bei MS-kranken Erwachsenen auch bei Kindern und Jugendlichen untersucht werden. Die so genannte „BETAPAEDIC Studie“ wird gemeinsam vom Deutschen Zentrum f&#252;r Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter und Bayer Healthcare durchgef&#252;hrt. An der Studie beteiligen sich Zentren aus verschiedenen L&#228;ndern Europas. Sie ist jetzt mit der Aufnahme des ersten Patienten – einem Kind, das im Great Ormond Street Hospital in London betreut wird – angelaufen.

<strong>Aufgenommen in die Untersuchung werden 100 Kinder und Jugendliche</strong> im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die an einer schubf&#246;rmig verlaufenden Multiplen Sklerose (RRMS, Relapsing/Remitting Multiple Sclerosis) entsprechend der so genannten „Mc-Donald“ oder „Poser Kriterien“ leiden. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/05/ms-kind.jpg" rel="lightbox[pics2219]" title="Logo DZMS"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/05/ms-kind.thumbnail.jpg" alt="Logo DZMS" width="255" height="109" class="attachment wp-att-2220" /></a>
<div class="imagecaption"></div>
</div>
<p>(<em>umg</em>) <strong>Multiple Sklerose (MS) tritt nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Jedes Jahr erkranken rund 200 weitere Kinder und Jugendliche an dieser Erkrankung des Nervensystems, die zu schwerwiegenden Behinderungen f&#252;hrt. Das Deutsche Zentrum f&#252;r MS im Kindes- und Jugendalter ist einmalig in Deutschland und hat seinen Sitz an der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen. Es setzt sich speziell f&#252;r die Erforschung der Erkrankung bei jungen Patienten und deren Betreuung ein.</strong></p>
<p><strong>Erstmals soll in einer internationalen Studie</strong> die Wirksamkeit der Standardmedikation von Beta-Interferonen bei MS-kranken Erwachsenen auch bei Kindern und Jugendlichen untersucht werden. Die so genannte „BETAPAEDIC Studie“ wird gemeinsam vom Deutschen Zentrum f&#252;r Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter und Bayer Healthcare durchgef&#252;hrt. An der Studie beteiligen sich Zentren aus verschiedenen L&#228;ndern Europas. Sie ist jetzt mit der Aufnahme des ersten Patienten – einem Kind, das im Great Ormond Street Hospital in London betreut wird – angelaufen.</p>
<p><strong>Aufgenommen in die Untersuchung werden 100 Kinder und Jugendliche</strong> im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die an einer schubf&#246;rmig verlaufenden Multiplen Sklerose (RRMS, Relapsing/Remitting Multiple Sclerosis) entsprechend der so genannten „Mc-Donald“ oder „Poser Kriterien“ leiden. „Diese Kinder bed&#252;rfen einer besonders kompetenten Behandlung, da die MS sich bei ihnen schon fr&#252;h manifestiert hat. Damit ist das Risiko f&#252;r die Entwicklung bleibender Behinderungen besonders gro&#223;“, sagt Studienleiterin Professor Dr. Jutta G&#228;rtner anl&#228;sslich des 2. Welt-MS-Tages am 26. Mai 2010. Die Direktorin der Abteilung P&#228;diatrie II mit Schwerpunkt Neurop&#228;diatrie an der Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen (UMG) leitet gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Br&#252;ck (Direktor der Abetilung Neuropathologie an der UMG) das Deutsche Zentrum f&#252;r Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter mit Sitz an der UMG.</p>
<p><strong>Aus Studien bei erwachsenen MS-Patienten ist bekannt, dass</strong> bei fr&#252;hzeitiger Diagnose und einer Fr&#252;htherapie mit krankheitsmodulierenden Substanzen die Chancen besonders gut stehen, die weitere Krankheitsprogression zu verz&#246;gern und motorischen wie auch kognitiven Beeintr&#228;chtigungen entgegen zu wirken. Die BETAPAEDIC-Studie soll zeigen, inwieweit sich solche Effekte bei einer Behandlung mit Interferon beta-1b auch bei Kindern und Jugendlichen erwirken lassen. F&#252;r Kinder und Jugendliche ist eine Verz&#246;gerung der Krankheitsprogression besonders bedeutsam: „Es gibt Hinweise, dass bei Kindern bereits sehr fr&#252;h im Verlauf der Erkrankung neuroaxonale Sch&#228;digungen auftreten k&#246;nnen,“ sagt Prof. Dr. Wolfgang Br&#252;ck.</p>
<p><strong>Datenanalysen haben gezeigt, dass</strong> es bei Kindern und Jugendlichen im Mittel rund zehn Jahre l&#228;nger dauert als bei Erwachsenen bis sich bleibende Behinderungen entwickeln. Allerdings sind die Betroffenen durch die fr&#252;he Krankheitsmanifestation bei deren Auftreten durchschnittlich zehn Jahre j&#252;nger als Patienten, bei denen die MS erst im Erwachsenenalter diagnostiziert wird. Kinder und Jugendliche mit MS m&#252;ssen daher damit rechnen, deutlich l&#228;nger mit einer schweren und progressiv verlaufenden MS zu leben als Patienten mit sp&#228;terem Krankheitsbeginn. Sie sind zudem in ihrer beruflichen Entwicklung und auch in ihrem Sozialleben durch k&#246;rperliche Behinderungen und auch kognitive Beeintr&#228;chtigungen in besonderem Ma&#223;e eingeschr&#228;nkt.</p>
<p><strong>Ziele der Studie</strong><br />
Zu pr&#252;fen, inwieweit sich solche Belastungen durch eine Behandlung mit Interferon beta-1b minimieren lassen, ist eines der Ziele der BETAPAEDIC-Studie. Zugleich wird neben der klinischen Wirksamkeit auch das Sicherheits- und das Vertr&#228;glichkeitsprofil des Wirkstoffs untersucht. Pr&#252;fparameter f&#252;r die klinische Wirksamkeit sind die j&#228;hrliche Schubrate sowie die Progression von Behinderungen gemessen anhand der EDSS (Expanded Disability Status Scale), bestimmte kognitive Funktionen und Beeintr&#228;chtigungen wie die Fatigue. Die verschiedenen Parameter werden nach 6, 12, 18 und 24 Monaten bestimmt. Dabei werden zu diesen Zeitpunkten jeweils auch potenzielle Nebenwirkungen der Medikation erfragt. Derzeit noch unklar ist die genaue Inzidenz und Pr&#228;valenz der juvenilen MS. Sch&#228;tzungen gehen davon aus, dass rund drei bis f&#252;nf Prozent aller Krankheitsf&#228;lle sich bereits in der Kindheit und Jugend manifestieren.</p>
<p><strong>WEITERE INFORMATIONEN:</strong><br />
Universit&#228;tsmedizin G&#246;ttingen, Georg-August-Universit&#228;t<br />
Deutsches Zentrum f&#252;r Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter<br />
Leitung: Prof. Dr. Jutta G&#228;rtner und Prof. Dr. Wolfgang Br&#252;ck<br />
Robert-Koch-Stra&#223;e 40, 37075 G&#246;ttingen<br />
Telefon: 0551 / 39-8035, Telefax: 0551 / 39-6252<br />
kinder-ms-paediatrie2@med.uni-goettingen.de </p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Cannabinoid lindert die Leiden schwerstkranker Kinder</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/03/21/cannabinoid-lindert-die-leiden-schwerstkranker-kinder/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 19:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Woanders gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Dronabinol]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Palliativ]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Der Kinderarzt, Schmerz- und Palliativmediziner Priv. Doz. Dr. Sven Gottschling vom Universit&#228;tsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar behandelt Kinder, die aufgrund von Erkrankungen wie Krebs, Erbleiden oder Behinderungen unter starken Schmerzen leiden. Wenn er mit den herk&#246;mmlichen Medikamenten die Pein seiner kleinen Patienten nicht mehr in den Griff bekommt, verordnet Gottschling seit f&#252;nf Jahren Dronabinol, den halbsynthetisch hergestellten Hauptwirkstoff der Cannabis-Pflanze. Die Pr&#228;sentation seiner Fallserie auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt/Main wurde Sven Gottschling heute mit dem 1. Posterpreis ausgezeichnet.</strong>

Noah ist f&#252;nf Jahre alt. Er kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt, weitere komplexe Fehlbildungen und ein Krampfleiden kamen hinzu. "<em>Die Diagnoseliste von Noah umfasst zwei Seiten</em>", sagt Priv. Doz. Dr. Sven Gottschling, der den kleinen Jungen seit 2007 betreut. Gottschling geh&#246;rt zu jener Handvoll Kinder&#228;rzte in Deutschland, die auch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Kinderarzt, Schmerz- und Palliativmediziner Priv. Doz. Dr. Sven Gottschling vom Universit&#228;tsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar behandelt Kinder, die aufgrund von Erkrankungen wie Krebs, Erbleiden oder Behinderungen unter starken Schmerzen leiden. Wenn er mit den herk&#246;mmlichen Medikamenten die Pein seiner kleinen Patienten nicht mehr in den Griff bekommt, verordnet Gottschling seit f&#252;nf Jahren Dronabinol, den halbsynthetisch hergestellten Hauptwirkstoff der Cannabis-Pflanze. Die Pr&#228;sentation seiner Fallserie auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt/Main wurde Sven Gottschling heute mit dem 1. Posterpreis ausgezeichnet.</strong></p>
<p>Noah ist f&#252;nf Jahre alt. Er kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt, weitere komplexe Fehlbildungen und ein Krampfleiden kamen hinzu. &#0187;<em>Die Diagnoseliste von Noah umfasst zwei Seiten</em>&#0171;, sagt Priv. Doz. Dr. Sven Gottschling, der den kleinen Jungen seit 2007 betreut. Gottschling geh&#246;rt zu jener Handvoll Kinder&#228;rzte in Deutschland, die auch eine Zusatzausbildung als Schmerz- und Palliativmediziner haben. Er ist Leiter des Zentrums f&#252;r Kinderschmerztherapie und Palliativmedizin am Universit&#228;tsklinikum des Saarlandes.<br />
<strong>Noah ist auch auf dem Poster zu sehen</strong>, mit dem der 38-j&#228;hrige Mediziner seine Kollegen auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt &#252;ber seine Behandlungsergebnisse mit Dronabinol bei insgesamt acht schwerkranken Kindern informiert. Seine Pr&#228;sentation wurde am heutigen Samstag mit dem 1. Posterpreis ausgezeichnet, der Jury-Beschluss fiel einstimmig.</p>
<p><strong>Als Gottschling im Jahr 2000</strong> seine Arbeit an der Uniklinik in Homburg aufnahm, setzten seine Kollegen das Cannabinoid aufgrund seiner appetitanregenden Wirkung bereits bei krebskranken Kindern ein. Da Gottschling aber auch bei Kindern mit anderen schweren Erkrankungen mit einer konventionellen Behandlung immer wieder an Grenzen stie&#223;, begann er, das Medikament auch bei anderen Erkrankungen einzusetzen. Inzwischen hat er acht Kinder mit schwersten Mehrfachbehinderungen behandelt, bei denen er mit der konventionellen Therapie am Ende der Fahnenstange angekommen war.</p>
<blockquote><p>Wenn Kinder beispielsweise unter einer spastischen L&#228;hmung leiden, ist das Mittel der ersten Wahl die Substanz Baclofen. &#0187;Doch es gibt immer wieder Patienten mit schwerster Spastik&#0171;, wei&#223; Gottschling, &#0187;wo wir das Medikament sehr hoch dosieren m&#252;ssen, die Wirkung dennoch nicht ausreichend ist, aber die Nebenwirkungen ausgepr&#228;gt sind. Das Cannabinoid hat auch eine antispastische, eine analgetische und angstl&#246;sende Wirkung. Auch davon profitieren die Kinder.</p></blockquote>
<p><strong>Wie Gottschling in Frankfurt berichtet</strong>, kam es &#8211; nach subjektiver Einsch&#228;tzung der Eltern &#8211; bei allen acht Kindern zum Teil zu einer deutlichen Besserung der Schmerzen und der Spastik binnen zwei Wochen. Bei sechs der acht Kinder besserte sich das Durchschlafverhalten. Bei einigen Kindern konnten die &#196;rzte auch die Schmerzmitteldosis reduzieren. F&#252;nf Kinder sind unter Dauertherapie. Die Therapiedauer liegt zwischen 3 Monaten und 5 Jahren. Gew&#246;hnungseffekte, die eine Dosissteigerung erforderlich machen w&#252;rden, hat Gottschling auch bei der Langzeitanwendung bislang nicht feststellen k&#246;nnen.</p>
<blockquote><p><strong>Das Medikament unterliegt in Deutschland</strong>, wie in allen L&#228;ndern, dem Bet&#228;ubungsmittelrecht. &#196;rzte k&#246;nnen es als Rezepturarznei mit einem BTM-Rezept verordnen. Wie bei den meisten Arzneimitteln, die Kinder&#228;rzte einsetzen, gibt es keine klinischen Studien mit Kindern. Die &#196;rzte m&#252;ssen sich daher vorsichtig in der Therapie nach vorne tasten. &#0187;In den Dosierungen, die wir einsetzen, sind aber bei unseren Patienten bislang noch keine nachweisbaren Nebenwirkungen aufgetreten.&#0171; Auch mit den Krankenkassen hat Gottschling keine Probleme, da er seine F&#228;lle immer sorgf&#228;ltig dokumentiert.</p></blockquote>
<p><strong>Gottschling ist ab April allerdings nicht mehr nur f&#252;r Kinder </strong>palliativmedizinisch zust&#228;ndig: Die Universit&#228;tsklinik wird ein alters&#252;bergreifendes Zentrum f&#252;r Palliativmedizin etablieren. &#0187;Wir erleben n&#228;mlich immer wieder, dass beispielsweise Jugendliche, die palliativmedizinisch betreut werden m&#252;ssen, der Kindermedizin entwachsen , aber auch bei der Erwachsenenstation nicht gut aufgehoben sind.&#0171; Darum wird sich Gottschling &#8211; ab 1. April dann Leitender Arzt des Zentrums f&#252;r Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie &#8211; mit seinen Kollegen um Palliativpatienten in jedem Alter k&#252;mmern &#8211; vom 500 Gramm leichten Fr&#252;hgeborenen bis zum alten Menschen am Lebensende.</p>
<p><strong>Was die Kinderpalliativmedizin </strong>von der Palliativbehandlung Erwachsener unterscheidet ist die Tatsache, dass die Kinder oft viele Jahre lang betreut werden. Es kommt in dieser Zeit zwar immer wieder zu Krisen, in denen die Kleinen eine besonders intensive Behandlung brauchen, danach sind sie aber wieder f&#252;r einige Zeit stabil.</p>
<p><strong>Noahs Mutter rief Gottschling vor wenigen Tagen an, um dem Arzt zu berichten, dass sie das starke Schmerzmittel (Opioid) das Noah ebenfalls ben&#246;tigt, etwas geringer dosieren wird, da sie den Eindruck hat, dass er weniger braucht.</strong></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#0187;NephroGen&#0171;-Labor hilft nierenkranken Kindern weltweit</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2010/02/12/nephrogen-labor-hilft-nierenkranken-kindern-weltweit/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 05:50:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dietmar Hopp]]></category>
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		<description><![CDATA[<h4>Heidelberger Kinder&#228;rzte bauen Spezial-Labor auf / Projekt-Finanzierung durch Dietmar Hopp Stiftung</h4>
<strong>Nierenkrankheiten haben h&#228;ufig eine genetische Ursache. Die Diagnosestellung ist jedoch sehr aufwendig und kann nur in spezialisierten Laboren durchgef&#252;hrt werden. Die Sektion P&#228;diatrische Nephrologie des Zentrums f&#252;r Kinder- und Jugendmedizin des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg (Sektionsleiter: Professor Dr. Dr. Franz Schaefer) hat in wenigen Jahren ein hochqualifiziertes Labor aufgebaut, das Genanalysen zahlreicher Patienten im In- und Ausland durchf&#252;hrt, und hat damit die Diagnostik und Beratung betroffener Familien wesentlich verbessert. &#220;ber zwei neue Internetportale werden Auftr&#228;ge angenommen, Daten gesammelt und Informationen bereit gestellt. Das Projekt "NephroGen" wird seit 2004 von der Dietmar Hopp Stiftung mit 400.000 € finanziert.</strong>

<strong>"NephroGen" - zentrale Anlaufstelle f&#252;r Laboranforderungen</strong>

<strong>Zahlreiche Gene, die Nierenerkrankungen bei Kindern</strong> hervorrufen k&#246;nnen, sind bereits bekannt. Trotzdem fanden diese Erkenntnisse bisher nicht den Weg in die klinische Routinediagnostik, da nur wenige Labore diese speziellen Untersuchungen anbieten, und die &#196;rzte oft nicht wissen, wer welche Gene untersuchen kann. Eine genetische Analyse kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen und wird nicht von allen Krankenkassen bezahlt. Professor Schaefer hat mit "NephroGen" ein Labor aufgebaut, das die Diagnostik f&#252;r die 15 h&#228;ufigsten, nierenrelevanten Gene anbietet. F&#252;r die meisten dieser Gene ist das Heidelberger Labor der erste und bisher einzige Leistungsanbieter in Europa.

<strong>Die Nachfrage ist gro&#223;:</strong> Neben Einsendungen aus Deutschland kommen Anforderungen aus 10 europ&#228;ischen L&#228;ndern, dem mittleren Osten und Lateinamerika. Seit 2005 wurden &#252;ber 1.000 Genanalysen durchgef&#252;hrt. Bisher erfolgten die Untersuchungen im Rahmen von Forschungsprojekten und waren f&#252;r die Einsender daher kostenlos. Doch 2010 sollen die nephrogenetischen Leistungen in das Angebot des Humangenetischen Instituts (Leiter: Professor Dr. Claus R. Bartram) integriert und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><a href="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/ceylin.jpg" rel="lightbox[pics1990]" title="Ceylin (Foto: UKH)"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2010/02/ceylin.thumbnail.jpg" alt="Ceylin" width="255" height="383" class="attachment wp-att-1995" /></a>
<div class="imagecaption">Die kleine Ceylin leidet an einer Nierenerkrankung mit genetischer Ursache (siehe ausf&#252;hrliche Patientengeschichte).Quelle: Universit&#228;tsklinikum Heidelberg.</div>
</div>
<h4>Heidelberger Kinder&#228;rzte bauen Spezial-Labor auf / Projekt-Finanzierung durch Dietmar Hopp Stiftung</h4>
<p><strong>Nierenkrankheiten haben h&#228;ufig eine genetische Ursache. Die Diagnosestellung ist jedoch sehr aufwendig und kann nur in spezialisierten Laboren durchgef&#252;hrt werden. Die Sektion P&#228;diatrische Nephrologie des Zentrums f&#252;r Kinder- und Jugendmedizin des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg (Sektionsleiter: Professor Dr. Dr. Franz Schaefer) hat in wenigen Jahren ein hochqualifiziertes Labor aufgebaut, das Genanalysen zahlreicher Patienten im In- und Ausland durchf&#252;hrt, und hat damit die Diagnostik und Beratung betroffener Familien wesentlich verbessert. &#220;ber zwei neue Internetportale werden Auftr&#228;ge angenommen, Daten gesammelt und Informationen bereit gestellt. Das Projekt &#0187;NephroGen&#0171; wird seit 2004 von der Dietmar Hopp Stiftung mit 400.000 € finanziert.</strong></p>
<p><strong>&#0187;NephroGen&#0171; &#8211; zentrale Anlaufstelle f&#252;r Laboranforderungen</strong></p>
<p><strong>Zahlreiche Gene, die Nierenerkrankungen bei Kindern</strong> hervorrufen k&#246;nnen, sind bereits bekannt. Trotzdem fanden diese Erkenntnisse bisher nicht den Weg in die klinische Routinediagnostik, da nur wenige Labore diese speziellen Untersuchungen anbieten, und die &#196;rzte oft nicht wissen, wer welche Gene untersuchen kann. Eine genetische Analyse kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen und wird nicht von allen Krankenkassen bezahlt. Professor Schaefer hat mit &#0187;NephroGen&#0171; ein Labor aufgebaut, das die Diagnostik f&#252;r die 15 h&#228;ufigsten, nierenrelevanten Gene anbietet. F&#252;r die meisten dieser Gene ist das Heidelberger Labor der erste und bisher einzige Leistungsanbieter in Europa.</p>
<p><strong>Die Nachfrage ist gro&#223;:</strong> Neben Einsendungen aus Deutschland kommen Anforderungen aus 10 europ&#228;ischen L&#228;ndern, dem mittleren Osten und Lateinamerika. Seit 2005 wurden &#252;ber 1.000 Genanalysen durchgef&#252;hrt. Bisher erfolgten die Untersuchungen im Rahmen von Forschungsprojekten und waren f&#252;r die Einsender daher kostenlos. Doch 2010 sollen die nephrogenetischen Leistungen in das Angebot des Humangenetischen Instituts (Leiter: Professor Dr. Claus R. Bartram) integriert und dort auch abgerechnet werden.</p>
<p><strong>Informations- und Datenquelle f&#252;r kindernephrologische Zentren weltweit</strong></p>
<p><strong>&#220;ber das Internetportal www.nephrogen.org,</strong> das seit 2006 online ist, k&#246;nnen &#196;rzte detaillierte Informationen zu den Krankheitsbildern erhalten und spezifische Befunde anfordern. Ein weiteres Internetportal (www.podonet.org) existiert seit 2009 und wird bereits von 50 kindernephrologischen Zentren in 19 L&#228;ndern genutzt. Hier werden im Rahmen eines auch von Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung (BMBF) und EU gef&#246;rderten Verbundprojektes genetische und klinische Daten zum sogenannten steroidresistenten nephrotischen Syndrom, einer besonders wichtigen, seltenen kindlichen Nierenerkrankung zusammengef&#252;hrt (siehe unten).</p>
<blockquote><p><strong>&#0187;Der Nutzen dieser umfangreichen genetischen Diagnostik</strong> liegt zum einen darin, den Kindern unn&#252;tze und belastende Therapien zu ersparen. Zum anderen kann das Wissen um eine genetische Krankheitsursache die Prognose entscheidend ver&#228;ndern. Auch ist es f&#252;r die Betroffenen und gesunde Geschwisterkinder wichtig, das Risiko zu kennen, die Erkrankung an nachfolgende Generationen weiter zu vererben&#0171;, erl&#228;utert Professor Schaefer. &#0187;Ein langfristiges Ziel unserer Untersuchungen ist es nat&#252;rlich, neue, m&#246;glicherweise kausale Therapien zu entwickeln, die die Nierenfunktion erhalten k&#246;nnen.&#0171; Denn leider ist es immer noch so, dass den meisten nierenkranken Kindern &#252;ber kurz oder lang eine Nierenersatztherapie, also Dialyse und Nierentransplantation, nicht erspart bleibt.</p></blockquote>
<p><strong>Patientengeschichte:</strong><br />
<em>Die kleine Ceylin ist 18 Monate alt. Seit einiger Zeit leidet sie unter starken Wassereinlagerungen. Bald fand man heraus, dass ihre Nieren sehr viel Eiwei&#223; verlieren; man spricht von einem &#0187;nephrotischen Syndrom&#0171;. Diese Krankheit beruht meistens auf einer St&#246;rung des Immunsystems und wird mit Kortison behandelt, manchmal auch mit st&#228;rkeren Medikamenten. Bei Ceylin f&#252;hrte das Kortison zwar zu einigen Nebenwirkungen, aber die Nierenerkrankung wurde nicht besser. Das M&#228;dchen wurde zur Weiterbehandlung nach Heidelberg geschickt.</em></p>
<p><em><strong>In seltenen F&#228;llen kann ein nephrotisches Syndrom</strong> durch angeborene genetische Ver&#228;nderungen in den Nieren verursacht werden. Diese Ver&#228;nderungen lassen sich nicht durch Medikamente beeinflussen und f&#252;hren zu einem fortschreitenden Verlust der Nierenfunktion. Die Heidelberger &#196;rzte fanden bei Ceylin rasch eine solche genetische Ursache.<br />
</em><br />
<em><strong>Die schlechte Nachricht f&#252;r Ceylin und ihre Familie ist,</strong> dass Ceylin in einigen Jahren eine Nierentransplantation brauchen wird. Immerhin aber war schnell klar, dass Kortison und andere Medikamente bei Ceylin prinzipiell unwirksam sind und ihr die oft schwerwiegenden Nebenwirkungen dieser Therapien erspart werden k&#246;nnen. Auch auf eine Nierenbiopsie konnte dank der genetischen Diagnostik verzichtet werden. Eine weitere gute Nachricht ist, dass die Erkrankung mit der Transplantation einer gesunden Niere geheilt sein wird. In den F&#228;llen, die auf St&#246;rungen des Immunsystems beruhen, kann die Erkrankung n&#228;mlich auch in der transplantierten Niere wieder auftreten und diese zerst&#246;ren. In dieser Hinsicht konnten die Kindernephrologen die Familie dank der genetischen Diagnose beruhigen.</em></p>
<p><strong>Die wissenschaftlichen Auswertungen</strong> der klinischen Arbeit des &#0187;NephroGen&#0171;-Projektes wurden bereits in hochrangigen internationalen Fachzeitschriften ver&#246;ffentlicht:<br />
<em>Hussein A, Askar E, Elsaeid M, Schaefer F. Functional polymorphisms in transforming growth factor-beta-1 (TGF&#223;-1) and vascular endothelial growth factor (VEGF) genes modify risk of renal parenchymal scarring following childhood urinary tract infection. Nephrol Dial Transplant, 2009, Oct 26.</p>
<p>Tabatabaeifar M, Schlingmann K-P, Litwin M, Emre S, Bakkaloglu A, Mehls O, Antignac C, Schaefer F, Weber S, and the ESCAPE Trial Group. Functional analysis of BMP4 mutations identified in pediatric CAKUT patients. Pediatr Nephrol, 2009, 24: 2361-8.</p>
<p>Weber S, Moriniere V, Kn&#252;ppel T, Charbit M, Dusek J, Ghiggeri GM, Jankauskiené A, Mir S, Montini G, Peco-Antic A, W&#252;hl E, Zurowska AM, Mehls O, Antignac C, Schaefer F, Salomon R. Prevalence of mutations in renal developmental genes in children with renal hypodysplasia: Results of the ESCAPE Study. J Am Soc Nephrol, 2006, 17: 2864-70</em></p>
<p><strong>Weitere Informationen zu der Sektion P&#228;diatrische Nephrologie des Universit&#228;tsklinikums Heidelberg:</strong><br />
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Sektion-Paediatrische-Nephrologie.5158.0.<br />
html?&#038;FS=99880.pdf%3FFS%3D0</p>
<p><strong>Ansprechpartner:</strong><br />
Prof. Dr. Dr.h.c. Franz Schaefer<br />
Sektionsleiter P&#228;diatrische Nephrologie<br />
Leiter KfH-Nierenzentrum f&#252;r Kinder und Jugendliche<br />
Zentrum f&#252;r Kinder- und Jugendmedizin<br />
Im Neuenheimer Feld 430<br />
69120 Heidelberg<br />
Tel.: 06221/56 32 396<br />
Fax: 06221 / 56 51 66<br />
E-Mail: franz.schaefer@med.uni-heidelberg.de</p>
<p><strong>Dietmar Hopp Stiftung:</strong><br />
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegr&#252;ndet, um die Umsetzung gemeinn&#252;tziger Projekte zu erm&#246;glichen. Das Stiftungsverm&#246;gen besteht aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gr&#252;ndung hat die Stiftung, die zu den gr&#246;&#223;ten Privatstiftungen Europas z&#228;hlt, insgesamt rund 230 Millionen Euro ausgesch&#252;ttet (Stand: Januar 2010). Gef&#246;rdert werden Projekte aus den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Der Schwerpunkt der F&#246;rderaktivit&#228;ten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden f&#252;hlt. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.</p>
<p>Dietmar Hopp Stiftung<br />
Raiffeisenstra&#223;e 51<br />
68789 St. Leon-Rot<br />
T: 06227 8608550<br />
F: 06227 8608571<br />
info@dietmar-hopp-stiftung.de<br />
www.dietmar-hopp-stiftung.de</p>]]></content:encoded>
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