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	<title>DZKF WEBLOG &#187; Lungenödem</title>
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	<description>Deutsche Zeitschrift für Klinische Forschung &#124; Der Weblog mit News, Meinungen und Kommentaren</description>
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		<item>
		<title>Lebensbedrohliche TRALI-Reaktion &#8211; Ursachen entdeckt!</title>
		<link>http://www.dzkfblog.de/2009/12/27/lebensbedrohliche-trali-reaktion-ursachen-entdeckt/</link>
		<comments>http://www.dzkfblog.de/2009/12/27/lebensbedrohliche-trali-reaktion-ursachen-entdeckt/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 21:36:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>François G.</dc:creator>
				<category><![CDATA[TOP-NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Antikörper]]></category>
		<category><![CDATA[Lungenödem]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktion]]></category>
		<category><![CDATA[TRALI]]></category>
		<category><![CDATA[Transfusion]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Wissenschaftlern der Universit&#228;t Greifswald und des Blutspendedienstes des DRK West ist ein Durchbruch zur Erh&#246;hung der Sicherheit von Bluttransfusionen gelungen, wie heute die renommierte Fachzeitschrift "Nature Medicine" (www.nature.com) berichtet.</strong>
Die Greifswalder Arbeitsgruppen Transfusionsmedizin unter Leitung von Prof. Andreas Greinacher und Funktionelle Genomforschung mit Prof. Uwe V&#246;lker haben zusammen mit der Arbeitsgruppe Leukozytenimmunologie des DRK-Blutspendedienstes West in Hagen (Nordrhein-Westfalen) unter der Leitung von Prof. J&#252;rgen Bux und Frau Dr. Angelika Reil den bislang unbekannten Tr&#228;ger einer "Blutgruppe" auf wei&#223;en Blutk&#246;rperchen identifiziert, der f&#252;r Komplikationen bei Bluttransfusionen verantwortlich ist.

"<em>Diese Entdeckung wird wesentlich dazu beitragen, einer schwerwiegenden Lungensch&#228;digung nach Blut-Transfusionen vorzubeugen, n&#228;mlich der sogenannten TRALI-Reaktion (Transfusions-assoziierte akute Lungeninsuffizienz)</em>", erkl&#228;rte Prof. Andreas Greinacher, Leiter der Abteilung Transfusionsmedizin am Greifswalder Institut f&#252;r Immunologie und Transfusionsmedizin.
<strong>Das Risiko f&#252;r eine TRALI-Reaktion infolge einer Bluttransfusion</strong> ist um ein Vielfaches h&#246;her als das Risiko f&#252;r die &#220;bertragung einer HIV- oder Hepatitis-C-Infektion. Eine wichtige Ursache lebensbedrohlicher TRALI-Reaktionen sind <em>Antik&#246;rper</em> im Blut des Spenders, die mit der <em>Blutkonserve</em> auf den Patienten &#252;bertragen werden und sich an ein Blutgruppen-Protein der wei&#223;en Blutk&#246;rperchen (Granulozyten) binden. Dadurch verklumpen die wei&#223;en Blutk&#246;rperchen, sodass die feinen Blutgef&#228;&#223;e der Lunge verstopfen. Die Lunge wird gesch&#228;digt, wodurch es zu einem <em>Lungen&#246;dem</em> kommt.
...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="imageframe alignleft" style="width:255px;"><img src="http://www.dzkfblog.de/wp-content/uploads/2009/10/greinacher255.thumbnail.jpg" alt="Prof. Dr. Greinacher" width="255" height="351" class="attachment wp-att-1742" />
<div class="imagecaption">Prof. Dr. Greinacher</div>
</div>
<p><strong>Wissenschaftlern der Universit&#228;t Greifswald und des Blutspendedienstes des DRK West ist ein Durchbruch zur Erh&#246;hung der Sicherheit von Bluttransfusionen gelungen, wie heute die renommierte Fachzeitschrift &#0187;Nature Medicine&#0171; (www.nature.com) berichtet.</strong><br />
Die Greifswalder Arbeitsgruppen Transfusionsmedizin unter Leitung von Prof. Andreas Greinacher und Funktionelle Genomforschung mit Prof. Uwe V&#246;lker haben zusammen mit der Arbeitsgruppe Leukozytenimmunologie des DRK-Blutspendedienstes West in Hagen (Nordrhein-Westfalen) unter der Leitung von Prof. J&#252;rgen Bux und Frau Dr. Angelika Reil den bislang unbekannten Tr&#228;ger einer &#0187;Blutgruppe&#0171; auf wei&#223;en Blutk&#246;rperchen identifiziert, der f&#252;r Komplikationen bei Bluttransfusionen verantwortlich ist.</p>
<p>&#0187;<em>Diese Entdeckung wird wesentlich dazu beitragen, einer schwerwiegenden Lungensch&#228;digung nach Blut-Transfusionen vorzubeugen, n&#228;mlich der sogenannten TRALI-Reaktion (Transfusions-assoziierte akute Lungeninsuffizienz)</em>&#0171;, erkl&#228;rte Prof. Andreas Greinacher, Leiter der Abteilung Transfusionsmedizin am Greifswalder Institut f&#252;r Immunologie und Transfusionsmedizin.<br />
<strong>Das Risiko f&#252;r eine TRALI-Reaktion infolge einer Bluttransfusion</strong> ist um ein Vielfaches h&#246;her als das Risiko f&#252;r die &#220;bertragung einer HIV- oder Hepatitis-C-Infektion. Eine wichtige Ursache lebensbedrohlicher TRALI-Reaktionen sind <em>Antik&#246;rper</em> im Blut des Spenders, die mit der <em>Blutkonserve</em> auf den Patienten &#252;bertragen werden und sich an ein Blutgruppen-Protein der wei&#223;en Blutk&#246;rperchen (Granulozyten) binden. Dadurch verklumpen die wei&#223;en Blutk&#246;rperchen, sodass die feinen Blutgef&#228;&#223;e der Lunge verstopfen. Die Lunge wird gesch&#228;digt, wodurch es zu einem <em>Lungen&#246;dem</em> kommt.</p>
<blockquote><p>&#0187;F&#252;r den Blutspender selbst, der diese Antik&#246;rper gebildet hat, sind diese v&#246;llig ungef&#228;hrlich, er ist gesund. Die Antik&#246;rper sind nur gef&#228;hrlich, wenn sie mit dem Blut auf einen anderen Menschen &#252;bertragen werden&#0171;, erl&#228;uterte der Transfusionsmediziner. Durch die Arbeit der Greifswalder und Hagener Wissenschaftler wird es zuk&#252;nftig m&#246;glich sein, diese Antik&#246;rper bei Blutspendern leichter nachzuweisen, um die h&#228;ufigste t&#246;dliche Bluttransfusionsreaktion zu vermeiden.</p>
<p><strong>Seit vielen Jahren haben Wissenschaftler versucht</strong>, die Struktur dieser Blutgruppe auf wei&#223;en Blutk&#246;rperchen aufzukl&#228;ren. Die Greifswalder und Hagener Wissenschaftler haben hierf&#252;r drei Jahre intensive Forschungsarbeit investiert, in denen sie gro&#223;e Menge wei&#223;er Blutk&#246;rperchen aufbereitet und anschlie&#223;end mit den gef&#228;hrlichen Antik&#246;rpern nach m&#246;glichen Zielstrukturen molekularbiologisch &#0187;geangelt&#0171; haben. Aus einer winzigen Menge des Proteins haben die Forscher dann dessen einzelne Aminos&#228;uren (Bausteine des Proteins) identifiziert und mit Hilfe der Daten des <em>Humanen Genomprojektes</em> von der Reihenfolge der Aminos&#228;uren das entsprechende Gen geschlossen. </p>
<p><strong>In einem n&#228;chsten Schritt wurde das entsprechende Gen in Bakterien eingeschleust</strong>, sodass dieses Blutgruppenprotein jetzt gentechnologisch in gro&#223;en Mengen hergestellt werden kann. <strong>&#0187;Dadurch wird es bald weltweit m&#246;glich sein, Blutspender pr&#228;ventiv auf die entsprechenden Antik&#246;rper zu untersuchen und m&#246;gliche Komplikationsrisiken zu reduzieren&#0171;</strong>, machte Greinacher deutlich.</p></blockquote>
<p><strong>Die Universit&#228;t Greifswald</strong> wird seit Jahren durch das Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung in der internationalen Spitzenforschung unterst&#252;tzt. Mit mehreren Millionen Euro wurden die Kompetenzzentren f&#252;r funktionelle Genomforschung (www.medizin.uni-greifswald.de/fungene) sowie f&#252;r Humorale Immunreaktionen bei kardiovaskul&#228;ren Erkrankungen (www.hike-autoimmunity.de) in den letzten Jahren gef&#246;rdert. Auch f&#252;r den DRK-Blutspendedienst West ist es nach der Ersteinf&#252;hrung der PCR-Technik zum Nachweis transfusionsassoziierter Viren 1996 und den bereits im Jahr 2006 ergriffenen Ma&#223;nahmen zur Vermeidung einer TRALI-Reaktion durch Blutpr&#228;parate ein weiterer Erfolg auf dem Gebiet der Blutsicherheit.</p>
<p><em>Artikel (NMED-BC44834D) in Nature Medicine, December 27, 2009 (online)<br />
December 2009, Volume 15 No 12<br />
&#0187;Characterization of the human neutrophil alloantigen (HNA) 3a&#0171;</em></p>
<p><strong>Ansprechpartner am Universit&#228;tsklinikum Greifswald</strong><br />
Institut f&#252;r Immunologie und Transfusionsmedizin/Abteilung Transfusionsmedizin<br />
Prof. Dr. med. Andreas Greinacher<br />
Sauerbruchstra&#223;e, 17475 Greifswald<br />
Telefon 03834 86-5479<br />
greinach@uni-greifswald.de<br />
www.klinikum.uni-greifswald.de<br />
<strong>Weitere Informationen:</strong><br />
http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurrent/full/nm.2070.html &#8211; Artikel in Nature Medicine<br />
http://www.medizin.uni-greifswald.de/fungene &#8211; Kompetenzzentrum f&#252;r funktionelle Genomforschung<br />
http://www.hike-autoimmunity.de &#8211; Kompetenzzentrum f&#252;r Humorale Immunreaktionen bei kardiovaskul&#228;ren Erkrankungen</p>]]></content:encoded>
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