Weblog & Magazin für medizinische Forschung, Innovation und Praxis

Beiträge zum Stichwort ‘ medikament ’

Neuer HTA-Bericht: Bluthochdrucktherapie und Diabetes

15. Juni 2010 | Von FR | Kategorie: Klinische Forschung

Unter der Therapie mit bestimmten Medikamenten gegen Bluthochdruck scheint häufiger Diabetes aufzutreten. Das verdeutlicht ein jetzt beim DIMDI veröffentlichter HTA-Bericht (Health Technology Assessment). Unter Diuretika und Betablockern wurde häufiger eine Diabetesentwicklung beobachtet. Wie das zu bewerten ist, ist jedoch unklar. Ob neuere (und teurere) Wirkstoffgruppen deshalb jedoch kosteneffektiver sind, können die Autoren auf Basis der im Bericht betrachteten Studien nicht abschließend beantworten.

Viele Patienten mit Bluthochdruck (Hypertonie) sind gleichzeitig zuckerkrank. Bisher wurde das vor allem auf gemeinsame Risikofaktoren, z.B. Übergewicht, zurückgeführt. Neuere Studien zeigen, dass auch Medikamente gegen Bluthochdruck die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes beeinflussen können. Wie ein unter Therapie entstandener Diabetes klinisch zu bewerten ist, konnte anhand der vorliegenden Literatur allerdings nicht ausreichend geklärt werden. Daraus kann nicht ohne weiteres ein Schaden für die Patienten abgeleitet werden. Wichtige Daten fehlen, z.B. zur …



Medikament gegen Tropenkrankheit: Hallesche Forscher an Entwicklung beteiligt

5. März 2010 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
Molekülstrukturen
Beispiel für Molekülstrukturen, an die Arzneistoffe binden können. Abbildung: Abteilung Medizinische Chemie

Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europäischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen für die Therapie der Tropenkrankheit Bilharziose, die durch den Pärchenegel (Schistosoma) hervorgerufen wird. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Menschen mit dem Parasiten infiziert, was jährlich zu 280.000 Todesfällen führt. Die Europäische Union fördert das Forschungsprojekt »SEtTReND – Schistosoma Epigenetics – Targets, Regulation, New Drugs« mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Beteiligt ist auch das Institut für Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

Sieben universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Industrieunternehmen arbeiten in dem Projekt zusammen, das vom Institut »Louis-Pasteur« in Lille …



24. März – Welt-Tuberkulose-Tag

24. März 2009 | Von FR | Kategorie: TOP-NEWS

Wir haben nachfolgenden Artikel zwar schon im Februar als »nurText« gebracht, aber anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tags stellen wir das heut gern noch einmal auf unsere Startseite als Topartikel. Es wird immer viel geredet, in der Politik, und abseits davon, die Politik in .de jedenfalls gibt 3x weniger pro Kopf im Vergleich zur USA für die Erforschung dieser Weltkrankheit aus …
Aber vielleicht wurde ja nun in Deutschland ein entscheidender Schrit für neue Tuberkulosemedikamente getan, ja auch mit staatlicher Förderung., aber lesen Sie selbst:

Völlig neuer Wirkstoff gegen Tuberkulose entwickelt

JenaEin völlig neuer Wirkstoff gegen Tuberkulose wurde am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) – in Jena entwickelt. Er ist auch bei multiresistenten Erregern der Infektionskrankheit wirksam.

Die zur Gruppe der Benzothiazinone gehörende Substanz ist in der Lage, den Tuberkulose-Erreger Mycobacterium tuberculosis in Laborversuchen mit hoher Effizienz abzutöten. An infizierten Mäusen…



Ausgaben für Forschung in Deutschland: Forschende Pharmaunternehmen Spitze bei Forschungsaufwendungen

20. Februar 2009 | Von FR | Kategorie: Kurznachrichten
vfa | Verband Forschender Arzneimittelhersteller

Berlin (VFA)Die forschenden Pharmaunternehmen in Deutschland stemmen allein mehr als 10 Prozent der gesamten Forschungsaufwendungen der deutschen Industrie. Dies ergibt sich aus den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2007, die jetzt veröffentlicht wurden. Demzufolge betrugen die gesamten Forschungsaufwendungen in Deutschland insgesamt rund 61,5 Milliarden Euro, wovon 70 Prozent von der Industrie finanziert wurden. Dies entspricht rund 43 Milliarden Euro, wovon die VFA-Mitgliedsunternehmen 4,52 Millarden Euro (10,5 Prozent) beitrugen.